Heilig-Kreuz-Kirche (Frankfurt-Bornheim)
| Basisdaten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konfession | römisch-katholisch | |||||
| Ort | Frankfurt-Bornheim, Hessen, Deutschland | |||||
| Diözese | Bistum Limburg | |||||
| Patrozinium | Heiliges Kreuz | |||||
| Baugeschichte | ||||||
| Bauherr | Joseph Höhler | |||||
| Architekt | Martin Weber | |||||
| Bauzeit | 28. Februar 1928–8. August 1929 | |||||
| Baubeschreibung | ||||||
| Einweihung | 25. August 1929 | |||||
| Baustil | Neue Sachlichkeit, Moderne | |||||
| Bautyp | nicht eindeutig klassifizierbar | |||||
| Funktion und Titel | ||||||
| ||||||
50° 7′ 37″ N, 8° 43′ 6″ O
{{#coordinates:50,126944444444|8,7183333333333|primary
|
dim=250 | globe= | name=Heilig-Kreuz-Kirche (Frankfurt-Bornheim) | region=DE-HE | type=building
}} | |
Kirche (Frankfurt- Bornheim) (Stadtteile von Frankfurt am Main)
| |
Lage der Heilig-Kreuz-Kirche in Frankfurt am Main |
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Die Heilig-Kreuz-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim in der Siedlung Bornheimer Hang. Sie liegt im Bistum Limburg und war von 1929 bis 1950 Pfarrvikarie und von 2007 bis 2015 Filialkirche der Pfarrei St. Josef Frankfurt am Main. Dazwischen wurde die Kirche von 1950 bis 2007 durch eine eigenständige Kirchengemeinde genutzt, von 2007 bis 2025 war sie Sitz des Meditationszentrums des Bistums Limburg und dient parallel dazu seit 2011 bis Ende Juni 2026 als Kirchort der Internationalen Englischsprachigen Katholischen Gemeinde. Die Zukunft des Kirchengebäudes danach war Mitte April 2026 noch offen. Unter anderem war auch ein Verkauf der Kirche im Gespräch.<ref name="HK-Zentrum-FR-19042026"></ref>
Die Kirche wurde von 1928 bis 1929 nach Plänen des Architekten Martin Weber oberhalb eines Abhangs erbaut, der als Bornheimer Hang bekannt ist. Sie wurde am 8. August 1929 fertiggestellt und am 25. August 1929 der katholischen Kirchengemeinde von Bornheim übergeben.<ref name="HK-Weihe-Weber-Bau"></ref> Im Zweiten Weltkrieg wurde sie beschädigt und anschließend mit Hilfe von Spendengeldern wieder aufgebaut. Die Heilig-Kreuz-Kirche ist ein Beispiel moderner katholischer Sakralarchitektur der späten 1920er Jahre.
Architekturgeschichtliche Bedeutung
Der Entwurf von Martin Weber wird der Neuen Sachlichkeit bzw. der avantgardistischen Kirchenarchitektur der Zwischenkriegszeit zugerechnet und ist Teil des Stadtplanungsprogramms Neues Frankfurt, das zu der Bewegung Neues Bauen in der Architektur gezählt wird. Die Kirche steht im Kontext des Bauens der Moderne, ohne dem Bauhaus-Stil im engeren Sinn anzugehören. Bei der Heilig-Kreuz-Kirche gab Martin Weber erstmals die noch zuvor von ihm bei der Planung der 1927 geweihten Kirche St. Bonifatius verwendeten gotischen Stilelemente der norddeutschen Backsteingotik auf.<ref name="St. Bonifatius-Geschichte">Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde St. Bonifatius im 20. Jahrhundert. Der Außenbau. In: Webseite der Pfarrgemeinde Sankt Bonifatius Frankfurt am Main. 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Januar 2017; abgerufen am 20. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Heilig-Kreuz-Kirche ähnelt stattdessen mehr der zur gleichen Zeit von Hans Herkommer errichteten Frauenfriedenskirche<ref name="Frauenfriedenskirche-Festschrift"></ref> in Frankfurt-Bockenheim.
Die Heilig-Kreuz-Kirche ist die städtebaulich prominenteste Kirche des Neuen Frankfurts. Der Architekt Martin Weber nahm die klare Formensprache von den umgebenden Wohngebäuden Ernst Mays auf, der seinerseits Webers Kirchenbauprojekt mit großen Interesse verfolgte,<ref name="HK-Weihe-Weber-Bau" /> und übersetzte mit hochgestreckten Rundbögen als durchgängiges Gestaltungselement außen und innen gleichzeitig das Wesen des spätromanischen Kirchenbaus in die Moderne. Die Kirche fügt sich optisch nahtlos in Mays Moderne des Neuen Frankfurt ein und ragt dennoch als Gotteshaus heraus. Sie trug laut Helmut Schlegel dem Lebensgefühl des Publikums in ihrer Entstehungszeit Rechnung, das sich nach dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise nach neuer Hoffnung, Weite, Größe sehnte.<ref name="HK-Kirche-FR-30012019">Anita Strecker: Bornheims Krone. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 30. Januar 2019, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Weber sagte, dass im Inneren der Kirche bei ihrer Gründung Architektur, Plastik, Malerei und Goldschmiedekunst weise gegeneinander abgewogen wurden. Insgesamt legte Weber auf eine schlichte Gestaltung Wert, die auf – wie er es nannte – „Künsteleien“ verzichtete.<ref name="HK-Weihe-Weber-Bau" /> Nach Ansicht des zeitgenössischen Kunstkenners Joseph Hensler schuf Weber mithilfe des damals neuen Baustoffs Beton und der neuen Konstruktionsmöglichkeiten durch Eisen und Stahl neue Bauformen für den neuzeitlichen Kirchenbau.<ref name="HK-Weihe-J.Hensler-Baukunst"></ref>
Die Kirche wurde 1986 selbst<ref name="HK-Denkmalschutz-Kirche">Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kath. Heilig-Kreuz-Kirche in der Siedlung am Bornheimer Hang, Moderner Kirchenbau von 1928/29 nach Entwurf von M. Weber als Teil der Siedlung Bornheimer Hang. Monumentale Turmwand mit Arkadenhalle, daran Plastiken und Christuskopf-Relief von A. Hensler.. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.</ref> und gemeinsam mit ihrer Lage und der Zuordnung zur Ernst-May-Siedlung<ref name="HK-Denkmalschutz-Gesamtanlage">Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Siedlung Bornheimer Hang mit der Heilig-Kreuz-Kirche als Teil der Gesamtanlage. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.</ref> unter Denkmalschutz gestellt. Die Eintragung der Heilig-Kreuz-Kirche in die Denkmalschutzliste des Landes Hessen 1986 erfolgte im Zuge der Erstellung der Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt am Main<ref name="Stadt Frankfurt-Denkmaltopographie">Denkmale: Denkmaltopographie. In: frankfurt.de. Stadt Frankfurt am Main - Der Magistrat, 2026, abgerufen am 21. April 2026.</ref> durch den Stadtkonservator der Stadt.<ref name="Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main-1986"></ref>
Lage
Die Kirche und ihre Umgebung
Die Kirche steht am östlichen Rand der von Ernst May im Rahmen des Stadtplanungsprogramms Neues Frankfurt geplanten Wohnsiedlung oberhalb des Bornheimer Hangs. Sie prägt von Weitem sichtbar die Silhouette der Siedlung Bornheimer Hang. Auf der der Stadt zugewandten Seite bildet das Bauwerk als Endpunkt der Wittelsbacherallee das Ende der Blickachse. Die Straße biegt kurz vor dem Portal nach rechts und führt dann an der Freitreppe zum Innenraum der Kirche rechts vorbei. Die Stellung der Kirche mit der Turmfront zum oberen Ende der Wittelsbacherallee war dem Architekten bereits durch die Vorgaben des Architekturwettbewerbs vorgegeben, aus dem sein Entwurf als Sieger hervorging.<ref name="Siedlung Bornheimer Hang-EMG-Faltblatt"></ref> Die Kirche fügt sich nahtlos in die umgebende Bebauung ein. Die weiß verputzte Fassade entspricht den Wohnhäusern der Siedlung.<ref name="HK-Moderne-Hartwig">Ina Hartwig: Ungemein sympathisch. In: moderne-regional.de. ModerneREGIONAL, 6. April 2019, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Der Kunsthistoriker Adrian Seib sieht die Heilig-Kreuz-Kirche als „optischen Abschluss und architektonischen Höhepunkt der neu entstandenen May-Siedlung am Bornheimer Hang“.<ref name="HK-Weber-Personenlexikon">Adrian Seib: Weber, Martin – Kirchenbaumeister. In: Frankfurter Personenlexikon. Frankfurter Bürgerstiftung, 9. Mai 2016, abgerufen am 31. Dezember 2025.</ref> Mit der Heilig-Kreuz-Kirche erhielt die Gesamtanlage einen Akzent, der auf Fernwirkung angelegt ist.<ref name="Siedlung Bornheimer Hang-EMG">Siedlung Bornheimer Hang. In: ernst-may-gesellschaft.de. ernst-may-gesellschaft e. v., 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref> Direkt an das heute zu den Nebengebäuden der Kirche gehörende Vereinshaus angebaut befindet sich der Torbogen eines Wohnhauses der Wohnsiedlung über die Ortenberger Straße.<ref name="HK-Moderne-Hartwig" />
Unterhalb des Bornheimer Hangs im Osten der Kirche verläuft ein Zweig des deutschen Jakobswegs.<ref name="Jakobsweg-RMV-Karte">rmv.de: Rhein-Main-Vergnügen – Jacobsweg. (PDF) In: rmv.de. Rhein-Main-Verkehrsverbund, 11. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. März 2016; abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref><ref name="Jakobsweg-RMV-Website">rmv.de: Rhein-Main-Vergnügen Wanderkarte: Der Jakobsweg von der Fulda an den Main. In: rmv.de. Rhein-Main-Verkehrsverbund, 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Februar 2018; abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref>
Weitere Bauwerke auf dem Grundstück
Auf dem Grundstück befinden sich außer der Kirche der 1957 errichtete Kindergarten, das ehemalige Pfarrhaus mit einem Pfarrbüro und Wohnungen, ein Gebäude mit Gruppen- und Clubräumen, sowie ein früher bei Jugendlichen beliebter Bolzplatz, der heute hauptsächlich als Parkplatz genutzt wird. Der Kindergarten wurde 2011 durch ein weiteres Gebäude im ehemaligen Pfarrhof an der Ortenberger Straße erweitert.
Geschichte
20. Jahrhundert
Gründung
Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde als Sakralbau 1928/29 von dem Kirchenbaumeister Martin Weber entworfen, der vorher (1927) auch die Kirche St. Bonifatius in Sachsenhausen und später (1931) die Kirche Heilig-Geist im Riederwald erbaute. Martin Weber steht mit diesen Frankfurter Kirchen neben der Frauenfriedenskirche und der Limburger Pallottinerkirche für das Neue Bauen im Sinne der Liturgischen Bewegung in der römisch-katholischen Kirche.<ref name="GL-Limburg-2013"></ref>
Das am oberen Ende der Wittelsbacherallee ursprünglich geplante Gemeinschaftshaus der Siedlung wurde nicht verwirklicht, so dass der Platz für den Bau einer Kirche zur Verfügung stand. Die Heilig-Kreuz-Kirche entstand als zweite katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim. Die Pfarrei war ursprünglich eine Ausgründung der späteren Nachbargemeinde St. Josef, der ersten katholischen Kirche in Bornheim.<ref name="HK-Weihe-Höhler-Pfarrei"></ref> Der Grund für deren Pfarrer Joseph Höhler, die neue Kirche an dieser Stelle zu gründen, war die Ausdehnung des Stadtteils Bornheim nach Osten und die damit zusammenhängende Zunahme der Anzahl der Katholiken im Stadtteil.<ref name="HK-Gille-Vorgeschichte"></ref> Bis 1950 war die Pfarrei Heilig Kreuz vermögensrechtlich allerdings noch Teil der St.-Josefs-Pfarrei, mit der sie einen gemeinsamen Kirchenvorstand hatte.
Nachdem die katholische Gemeinde in den Jahren 1926 und 1927 die beiden für den Bau der Kirche benötigten Grundstücke von insgesamt 6200 m² von der städtischen Grundstücksverwaltung erworben hatte,<ref name="HK-Weihe-Höhler-Baugeschichte"></ref> beschloss der Kirchenvorstand im Mai 1927 die Ausschreibung eines nicht offenen Architektenwettbewerbs für den Neubau einer Kirche und eines Pfarrhauses. Es wurden vier Architekturbüros geladen: Hans (1872–1952) und Christoph Rummel (1881–1961) (Frankfurt), Richard Steidle (1881–1958) (München), Martin Weber (1890–1941) (Frankfurt) und Robert. B. Witte (Dresden). Das Preisgericht setzte sich aus acht Personen zusammen, darunter der damalige Stadtpfarrer Jakob Herr, Pfarrer Joseph Höhler als Vertreter der Pfarrgemeinde St. Josef, der Stadtbaurat Ernst May und der Architekt Hans Herkommer, der Architekt der Frauenfriedenskirche.<ref name="HK-Herkommer-Personenlexikon">Adrian Seib: Herkommer, Hans. Architekt. In: Frankfurter Personenlexikon. Frankfurter Bürgerstiftung, 4. August 2017, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref> Den Architekten waren einige Vorgaben gemacht worden, so die Stellung der Turmfront an der Wittelsbacherallee und die Zahl von 700 bis 800 Sitzplätzen. Außerdem wurden ein Hochaltar und zwei Seitenaltäre verlangt und eine Orgelempore für 150 Personen. Am 3. August 1927 entschied sich das Preisgericht für den Entwurf des Kirchenbaumeisters Martin Weber. Das Baumodell nannte der Architekt Hangkrone,<ref name="HK-Weihe-Höhler-Baugeschichte" /> da die Kirche den Bornheimer Hang „krönen“ sollte.<ref name="HK-Gille-Errichtung"></ref><ref name="HK-Risse"></ref>
Am 19. Februar 1928 begannen die Bauarbeiten mit dem ersten Spatenstich. Am 18. März 1928 fand die Grundsteinlegung statt. Unter den Klängen des Oratoriums Judas Maccabaeus von Georg Friedrich Händel zog die Festgemeinde von der Bauhütte zum vorgesehenen Bauplatz.<ref name="HK-Weihe-Höhler-Baugeschichte" /> In den Grundstein wurde eine Urkunde mit Text in Form eines Kreuzes, zwei Tageszeitungen, ein Jahrbuch der Frankfurter Katholiken, fünf Reichsmark in verschiedenen Münzen und eine Flasche Rheinwein eingemauert.<ref name="HK-Weihe-Höhler-Baugeschichte" /><ref name="HK-50Jahre-Baugeschichte"></ref> Das Richtfest wurde am 14. September 1928 gefeiert. Am 25. August 1929 wurde die Kirche von dem Mainzer Bischof Hugo geweiht, da der damalige Bischof von Limburg Killian erkrankt war.<ref name="HK-Weihe-Höhler-Baugeschichte" /><ref name="HK-Gille-Errichtung" /> Der Name Heilig-Kreuz-Kirche wurde von Joseph Höhler gewählt, weil es im mittelalterlichen Frankfurt mehrere dem Heiligen Kreuz geweihte Orte gab. Einer davon war die Kapelle des 1343 von Wicker Frosch gestifteten Spitals zum Heiligen Kreuz. Diese Kapelle bildete gemeinsam mit der Kapelle des Katharinenklosters aus dem Jahr 1354 eine kleine Doppelkirche, den Vorgängerbau der heutigen evangelisch-lutherischen Katharinenkirche an der Hauptwache.<ref name="HK-Gille-Errichtung" /><ref name="HK-50Jahre-Baugeschichte" /> In der Heilig-Kreuz-Kirche wird in einem 1979 von Bernhard Meister (Entwurf) und dem Silberschmied Klein aus Hanau-Großauheim (Ausführung) geschaffenen Reliquiar ein Splitter des Heiligen Kreuzes aufbewahrt.<ref name="Im Zeichen des Kreuzes"></ref>
Am 28. Februar 1931 wurde zur Anbindung der Siedlung Bornheimer Hang und damit auch der Heilig-Kreuz-Kirche die städtische Straßenbahn von der Bornheimer Landwehr bis zur Inheidener Straße (heute: Ernst-May-Platz) verlängert.<ref name="Linie 15">Bernd Rodmann: Linie 15 – Straßenbahnlinie. (PNG; 250 kB) In: tramfan-ffm.de/. 2014, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>
Zweiter Weltkrieg
In der Zeit ab 1933 war auch die Heilig-Kreuz-Pfarrei von der Unterdrückung durch die Nationalsozialisten betroffen und musste ab 1939 auch den Verlust von Gemeindemitgliedern im Zweiten Weltkrieg beklagen. Die Kirche wurde wegen ihrer exponierten Lage als Orientierungspunkt für die Navigation der Bomber der USAAF und der RAF genutzt. Die Fenster an der Westseite der Kirche wurden am 4. Oktober 1943 infolge eines Luftangriffs zerstört, der das Wasserwerk am Bornheimer Friedhof treffen sollte und das Waschhaus der Wohnsiedlung zerstörte. Während des ersten Großangriffes auf Frankfurt am Abend des gleichen Tages wurden durch eine Reihe von Fliegerbomben, die in den Kleingärten am Bornheimer Hang niederging, auch die Fenster der Ostseite und des Pfarrhauses zerstört. Bei dem nächsten großen Angriff auf die Stadt am 29. Januar 1944 wurde das Pfarrhaus schwer beschädigt. In der Nacht vom 18. auf den 19. März 1944 wurde die Kirche von mehreren Brandbomben getroffen, die zwar das Dachgebälk durchschlugen, aber im Kircheninnern gelöscht werden konnten. Am 11. Dezember 1944 erhielt die Kirche an der Westseite drei Treffer von Sprengbomben, die die große Freitreppe an der Westseite des Kirchturms völlig und die dahinter liegende Notkapelle im späteren Turmsaal im Erdgeschoss des Turmbaus teilweise zerstörten und ein großes Loch in die Westseite des Kirchenschiffs rissen. Pfarrer Georg Nilges wollte aus der Notkapelle das Allerheiligste holen, sprang jedoch zurück und entkam so der Explosion der beiden Bomben, die diese erste Unterkirche im Erdgeschoss verwüsteten und deren Sakristei total zerstörten. Das gesamte Inventar mit Kelchen, Monstranz und Rauchfass wurden dabei zerstört. Die Gottesdienste mussten danach ein Stockwerk tiefer im als Luftschutzkeller genutzten Heizraum unterhalb des Turmes, der sogenannten „Katakombe“, als zweite Unterkirche gehalten werden. Zu den Luftangriffen kamen noch die Angriffe von Tieffliegern. Am 29. März 1945 erreichten die ersten Soldaten der United States Army die Kirche. Damit war der Krieg in diesem Teil Bornheims zu Ende.<ref name="HK-30Jahre-Krieg"></ref><ref name="HK-50Jahre-Krieg"></ref><ref name="HK-75Jahre-Nilges"></ref>
Nachkriegszeit
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Der Heizraum im Untergeschoss des Turmgebäudes wurde bis zum 1. Juli 1946 als Kirche genutzt. Während der Zeit des Wiederaufbaus, bei dem die äußere Gestalt der Kirche erhalten blieb, wurde ab dem 26. September 1948 der unter der Kirche liegende Pfarrsaal als dritte Unterkirche genutzt, der damals noch mit der späteren Krypta<ref name="HK-Gille-Krypta"></ref> verbunden war, in der sich der Altarraum befand. Am 1. April 1950 wurde Heilig Kreuz von einer Pfarrvikarie als selbständigem Seelsorgebezirk mit einem Pfarrvikar zu einer eigenständigen Pfarrei mit eigenem Kirchenvorstand erhoben.<ref name="HK-30Jahre-HK-Gemeinde"></ref>
1951 konnte der Auftrag zur Instandsetzung der Kirche unter der Federführung der Architekten Harald Greiner und August Schott erteilt werden. 1952 waren das Kircheninnere und die große Freitreppe an der Westseite des Turmbaus wiederhergestellt. Der Glasmaler Lorenz Matheis erneuerte die Bleiverglasung der Kirchenfenster in Weiß und Goldgelb. Die Innenwände und die Decke erhielten einen einfarbigen hellen Anstrich und das große Wandkreuz wurde oberhalb des Querbalkens verkürzt, mit einem neuen Gemälde von Georg Poppe versehen und damit auch die Aufschrift INRI entfernt, die beiden Engel links und rechts verschwanden.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte"></ref><ref name="HK-DDB">Heilig-Kreuz-Kirche. Beteiligte, Orts- und Zeitangaben. In: deutsche-digitale-bibliothek.de. Deutsche Digitale Bibliothek (DDB), 2025, abgerufen am 29. Dezember 2025.</ref> Am 1. Oktober 1954 waren der Auf- und Ausbau von Kirche und Pfarrhaus vollendet.<ref name="HK-HB BL 1956">Handbuch des Bistums Limburg 1956. (PDF; 48,6 MB) Bischöfliches Ordinariat Limburg, 1. Januar 1956, abgerufen am 20. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), S. 129).</ref> 1957 entstand westlich der Kirche der heute noch bestehende Kindergarten. 1965 bekam der Pfarrsaal unter dem Kirchenschiff im Rahmen einer Renovierung eine Bühne für Veranstaltungen.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /><ref name="HK-DDB" />
1966 entstand die Krypta als eigenständiger Gottesdienstraum, ursprünglich für Werktagsgottesdienste.<ref name="HK-Gille-Krypta" /> 1968 wurde die Kirche von Harald Greiner umgestaltet und mit ihr auch der Altarraum, eine Folge der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil. Der ursprüngliche Hochaltar mit den Reliquien der beiden Märtyrer Laurentius und Urban wurde verkleinert und von seinem Platz unter dem großen Wandkreuz ohne den marmornen Tabernakel als frei stehender „Volksaltar“ weiter nach unten versetzt, so dass der Priester den Gottesdienst der Gemeinde zugewandt zelebrieren konnte. Ein steinernes Lesepult ersetzte die abgerissene Kanzel.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /> Die Begrenzungsmauern links und rechts im Altarraum wurden jeweils durch ein Geländer ersetzt. Auf der rechten Seite wurde auf einem Marmorsockel ein neuer, blau emaillierter und mit vergoldeten Metallgittern und Bergkristallen verzierter Tabernakel aufgestellt, der zusammen mit einem Standkruzifix, dem Osterleuchter, einer Mamorstele für das Ewige Licht und sechs Leuchtern für den Altar von dem Metallbildhauer Ulrich Köppler aus Langen geschaffen wurde.<ref></ref> Die beiden Seitenaltäre und die Kommunionbänke wurden entfernt. An der früheren Stelle des Altars unter dem großen Wandkreuz im Chorraum stand fortan für 22 Jahre das Taufbecken. Die Decke erhielt einen orange-roten und die Wände einen hellbeigen Anstrich. Die dunklen Kirchenbänke wurden 1971 durch Bänke aus hellem Holz ersetzt.
1969 fand die erste Pfarrgemeinderatswahl statt. 1975 trat der vom Pfarrgemeinderat gewählte Verwaltungsrat an die Stelle des Kirchenvorstandes.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /><ref name="HK-50Jahre-Gertler"></ref>
1990 kam es im Rahmen einer Restaurierung unter der Leitung des Architekten Bernhard Weber (1930–2000) zu einer weiteren Umgestaltung des Altarraumes. Das Taufbecken wurde in den Eingangsbereich der Kirche zurückversetzt. An dessen vorheriger Stelle, wo bis 1968 der Hochaltar gestanden hatte, steht seit 1991 der Tabernakel auf einem Sockel auf einer als Sakramentsaltar bezeichneten Tischplatte direkt unter dem großen Wandkreuz.<ref name="HK-Gille-Grundriss"></ref> Ursprünglich wurde er dort beidseitig von Kerzenleuchtern flankiert, die jedoch später durch kleinere Kerzen ersetzt wurden. Links von ihm befindet sich das Ewige Licht. Der heutige Zelebrationsaltar eine Ebene tiefer im Altarraum wurde erneut verkürzt, die Altarebene in den Gemeinderaum hinein verlängert und das Lesepult links in der Altarebene platziert. 1992 wurde bei der Renovierung des Kircheninnenraums weitgehend der ursprüngliche Zustand der Innenausmalung mit dem Schachbrettmuster in Hell- und Dunkelrot wiederhergestellt, das große Wandkreuz wurde wieder bis zur Decke verlängert und im oberen Teil wieder mit der Aufschrift INRI versehen, die Geländer wurden wieder durch niedrige Begrenzungsmauern ersetzt.
1995 wurde der Pfarrgarten an der Kettelerallee durch Wohngebäude verkleinert.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /><ref name="HK-75Jahre-1979-2004"></ref> 1997 wurde der Platz vor der Südfassade des Turmbaus der Kirche am oberen Ende der Wittelsbacherallee umgestaltet.<ref name="Chronik Bornheim-Frankfurt">Chronik von Bornheim bei par.frankfurt.de, der früheren Website der Stadt Frankfurt am Main abgerufen am 12. Januar 2024, offline</ref> Ab 1991 war der Pfarrer der Gemeinde auch gleichzeitig Pfarrer der Nachbarpfarrei Maria Rosenkranz in Seckbach.
21. Jahrhundert
Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität
Zum 1. August 2007 bestimmte das Bistum Limburg auf Weisung des damaligen Bischofs Franz Kamphaus die Kirche zum Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität.<ref name="SJ-FFM-Website-Urkunde-Medikirche">Bistum Limburg: Dekret des Bischofs Franz Kamphaus vom 15. Januar 2007. Veröffentlicht im Amtsblatt des Bistums Limburg 2007 Nr. 2 vom 1. Februar 2007 Nr. 449: Urkunde über die Errichtung der Profilkirche „Heilig-Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität“. In: Website der Pfarrgemeinde St. Josef Frankfurt. 1. Februar 2007, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Das Zentrum war eine pastorale Einrichtung des Bistums<ref name="SJ-FFM-Website-Urkunde-Medikirche" /> in Verantwortung des Leistungsbereiches Pastoral und Bildung, Fachbereich Seelsorge und Entwicklung (Stand: 9/2025).<ref name="Bistum Limburg-Organigramm">Organigramm Bischöfliches Ordinariat Bistum Limburg. (PDF; 123 kB) In: Internetauftritt des Bistums Limburg. Bistum Limburg Bischöfliches Ordinariat, 1. Juli 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Es war die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Die Heilig-Kreuz-Kirche war eine von fünf Themenkirchen des Bistums Limburg.
Im Kircheninneren wurden daraufhin bis 2010 kleinere Veränderungen vorgenommen: Die Kirchenbänke wurden weitgehend durch Klappstühle ersetzt, die eine flexiblere Nutzung des zur Verfügung stehenden Raumes ermöglichten. Für den barrierefreien Zugang zum Kircheninnenraum oder zu anderen Räumlichkeiten wurden Treppenlifte oder Rollstuhlrampen eingebaut. Die Krypta und die Räume des ehemaligen Pfarrhauses wurden der Nutzung als Meditationszentrum entsprechend umgestaltet. Bei den Gottesdiensten des Meditationszentrums bis Dezember 2025 bildeten die Stühle mit einem kleinen transportablen Altar aus Holz einen Kreis. Seit 2011 werden die Gottesdienste der englischsprachigen Gemeinde an dem steinernen Altar gefeiert. Die Klappstühle sind dabei in Reihen wie bei Kirchenbänken angeordnet.
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Im Advent 2020 wurden erstmals vier Themenwochen mit einer speziellen Lichtshow („Nachtschimmer“), dem Adventslabyrinth, dem Friedenslicht und über Lichtgestalten durchgeführt.<ref name="HK-FNP-04122020"></ref>
Geleitet wurde das Zentrum bis Juli 2018 von Helmut Schlegel OFM und von November 2018 bis Mai 2024 von Samuel Stricker.<ref name="HK-Website-Team">Heidi Katting: Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität. Team, Kontakt, Öffnungszeiten. Bistum Limburg Bischöfliches Ordinariat, 2024, abgerufen am 30. Dezember 2025 (Inhalt wurde inzwischen wegen der Schließung des Meditationszentrums im Dezember 2025 geändert).</ref> Im Mai 2024 übernahm Sr. Kristina Wolf MMS die kommissarische Leitung des Zentrums.<ref name="HK-Website-Team" /> Die Verabschiedung des Meditationszentrums erfolgte am 4. Sonntag im Advent, den 20. Dezember 2025.<ref name="HK-Website-Abschlussfeier-Zentrum">Sr. Kristina Wolf MMS: 18 Jahre Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität. (PDF; 200 kB) Herzliche Einladung zum gemeinsamen Feiern und Abschiednehmen am Samstag, 20. Dezember 2025. Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität, 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Letzte Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Meditationszentrum in der Heilig-Kreuz-Kirche war die Christmette am Heiligabend, dem 24. Dezember 2025.<ref name="HK-Website-Christmette 2025">Christmette findet statt. Heilig Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität, 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025 (Inhalt der Seite wurde inzwischen wegen der Schließung des Meditationszentrums im Dezember 2025 geändert).</ref>
Von der Neuen Pfarrei St. Josef zur Pfarrei neuen Typs
Gleichzeitig mit der Einrichtung des Zentrums für christliche Meditation und Christliche Spiritualität verlor die Heilig-Kreuz-Kirche ihre Rolle als Pfarrkirche. Damit gehörte das Gemeindegebiet von Heilig Kreuz wieder zu der Pfarrei St. Josef, aus der die Gemeinde einst hervorgegangen war. Die beiden katholischen Bornheimer Gemeinden wurden zu der einer neuen Pfarrei St. Josef zusammengeschlossen.<ref name="BL-Urkunde-Fusion SJ+HK">Bistum Limburg: Amtsblatt des Bistums Limburg Nr. 8, Limburg, 01. August 2007. (PDF; 1,34 MB) Nr. 558 Urkunde über die Neuordnung der Katholischen Pfarreien und Kirchengemeinden St. Josef, Frankfurt-Bornheim und Heilig Kreuz, Frankfurt-Bornheim. In: Website des Bistums Limburg. 25. Juni 2007, abgerufen am 29. April 2026 (S. 395).</ref> Ein Teil des Gemeindegebietes der Pfarrei St. Michael wurde bereits einen Monat vor der Fusion mit Heilig-Kreuz dem Gemeindegebiet der vorherigen Pfarrei St. Josef zugepfarrt.<ref name="BL-Urkunde-Neuordnung SM+SB+SC+SJ">Bistum Limburg: Amtsblatt des Bistums Limburg Nr. 8, Limburg, 01. August 2007. (PDF; 1,34 MB) Nr. 479 Urkunde über die Neuordnung der Katholischen Pfarreien St. Michael, St. Bernhard, St. Christophorus und St. Josef in Frankfurt am Main. In: Website des Bistums Limburg. 31. Januar 2007, abgerufen am 29. April 2026 (S. 355).</ref> Die Kirche St. Michael wurde zu dem Fachzentrum Trauerseelsorge des Bistums Limburgs. Gemeinsam mit ihrer Nachbargemeinde Maria Rosenkranz in Seckbach bildete die Pfarrei St. Josef Bornheim bis zum 31. Dezember 2011 den Pastoralen Raum Frankfurt-Bornheim. Die Pfarrei St. Josef Bornheim war zu dieser Zeit mit fast 11.000 Katholiken eine der größten im Bistum Limburg. Zum 1. Januar 2012 wurden aus den beiden Pastoralen Räumen Frankfurt-Bornheim und Frankfurt-Ost mit den beiden Pfarreien Heilig-Geist im Riederwald und Herz-Jesu in Fechenheim der neue Pastorale Raum Frankfurt-Ost geschaffen. Er bestand bis zum 31. Dezember 2014.
Zum 1. Januar 2015 wurde aus den vier Pfarreien dieses neuen Pastoralen Raumes Frankfurt-Ost (St. Josef in Bornheim, Maria Rosenkranz in Seckbach, Heilig-Geist im Riederwald und Herz-Jesu in Fechenheim) eine „Pfarrei neuen Typs“ unter dem Namen St. Josef Frankfurt am Main mit vier Kirchorten geschaffen. Dazu gehört die Zentralisierung bestimmter Aufgaben, wie des Pfarrsekretariats.<ref name="Ffm-Ost-Pfarrei-NeuerTyp">Auf dem Weg zu einer neuen Pfarrei – Pastoraler Raum Frankfurt-Ost. Gründungsgottesdienst am 18. Januar. In: Homepage der Pfarrgemeinde. Katholische Kirchengemeinde Zum Heiligen Geist Frankfurt-Riederwald, 2013, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref><ref name="SJ-Ffm-Durchblick"></ref> Die Gesamt-Pfarrei hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 16.500 Mitglieder.<ref name="SJ-FFM-WEB-2015">Katholische Kirche im Frankfurter Osten. In: Homepage der Pfarrgemeinde. Katholische Pfarrei St. Josef Frankfurt am Main, Januar 2018, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Januar 2024. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Die Heilig-Kreuz-Kirche war eine der fünf Profilkirchen des Bistums. Durch ihre Lage im Gebiet der Pfarrei neuen Typs St. Josef Frankfurt am Main war sie von 2007 bis 2015 gleichzeitig deren Filialkirche. Die Gebäude werden von der Stadtkirche Frankfurt am Main verwaltet.
Nutzung bis Mitte 2026
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Da nach Schließung des Meditationszentrums Ende Dezember 2025 die weitere Nutzung der Kirche noch nicht geklärt war, wurden manche Veranstaltungen im Januar 2026 zunächst in den dortigen Räumen wie der Krypta fortgesetzt.<ref name="Peter Wunsch-Zen-2026">Peter Wunsch: Peter Wunsch – Zen-Kontemplation in Frankfurt-Bornheim. In: peterwunsch.webador.de/. 18. Dezember 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref><ref name="Fachzentrum Spiritualität-Newsletter-27122025"></ref><ref name="HK-Zentrum-FR-09122025">Boris Schlepper: Bornheimer Heilig Kreuz-Kirche könnte verkauft werden. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 9. Dezember 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref> Eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Nutzung des Kirchengebäudes war Mitte April noch nicht getroffen.<ref name="HK-Zentrum-FR-19042026" /> Es wird über verschiedene Möglichkeiten bis hin zum Verkauf und die Umnutzung der Kirche und des ehemaligen Pfarrhauses an der Kettelerallee diskutiert. Der Kindergarten und der Rest des Gebäudes würden weiter von der Pfarrei St. Josef betrieben.<ref name="HK-Newsletter-Schliessung-20082025"></ref> Im März 2026 wurde bekannt, dass ein Verkauf der Kirche durch die Pfarrgemeinde St. Josef beabsichtigt ist, weitere Details dazu standen jedoch nicht fest.<ref name="HK-Verkauf-10032026"></ref>
Wegen der Restaurierung des Innenraumes der St.-Leonhards-Kirche fanden seit dem 7. Mai 2011 Gottesdienste der dort heimischen International English-Speaking Catholic Parish (= Internationale Englischsprachige Katholische Gemeinde) in der Heilig-Kreuz-Kirche statt.<ref name="English-Parish-Ffm">International Englisch-Speaking Catholic Parish. Katholische Kirche – Bistum Limburg. Bistum Limburg Bischöfliches Ordinariat, 2024, abgerufen am 30. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Gemeinde feierte auch nach Ende der Arbeiten in St. Leonhard weiterhin ihren Gottesdienst am Sonntagvormittag in der Heilig-Kreuz-Kirche.<ref name="Leonhard-FNP-13082019"></ref> Ende März 2026 wurde bekanntgegeben, dass ab Juli 2026 die Liebfrauenkirche in Oberursel (Taunus) der neue Kirchort der englischsprachigen Gemeinde anstelle der Heilig-Kreuz-Kirche sein wird.<ref name="ESP-Umzug-28032026"></ref> Weitere deutschsprachige Gottesdienste in Heilig Kreuz waren bereits seit Ende Dezember 2025 nicht mehr geplant.<ref name="HK-Kirche-FR-18122025">Boris Schlepper: Trauer über geplanten Verkauf der Heilig Kreuz-Kirche. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 18. Dezember 2025, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref>
Das Kirchenbauwerk
Übersicht über die wichtigsten Bestandteile des Kirchenbauwerks:
| Stockwerk | Turmbauwerk | Kirchenschiff |
|---|---|---|
| Untergeschoss | Heizungskeller | Pfarrsaal mit Bühne und Küche, Krypta, Toilettenanlagen |
| Erdgeschoss | Treppenbauwerk, Turmsaal | Nebeneingänge Nordwest und Nordost |
| 1. Stock | Haupteingang, Vorraum und Eingangshalle (Westseite), Loggia (Ostseite) | Kirchenraum mit Altarraum, Zugang zur Sakristei, Übergang zum Pfarrhaus |
| 2. Stock | Sängerempore | Bestandteil des Kirchenraums |
| 3. Stock | Orgelbühne | Bestandteil des Kirchenraums |
| 4. Stock | Glockenstube | – |
| 5. Stock | Läutemaschinen, Uhrwerk | – |
Die in Stahlskelett-Beton-Bauweise ausgeführte und mit zwei flachen Satteldächern auf Kirchenschiff und Turmbauwerk gedeckte, in Nord-Süd-Richtung stehende Kirche wird über die in der Wittelsbacherallee vorgelagerte große Freitreppe mit 24 Stufen betreten. Der Kirchenraum liegt ein Stockwerk über dem Straßenniveau. Den Grundriss der Kirche verstand Martin Weber als eine Weiterentwicklung des Grundrisses der Bonifatiuskirche in Frankfurt-Sachsenhausen.<ref name="HK-Gille-Errichtung"></ref><ref name="HK-50Jahre-Der Bau"></ref><ref name="HK-Gille-Beschreibung"></ref>
Turmbauwerk
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Das 25 Meter hohe Turmbauwerk hat zur West- und zur Ostseite hin jeweils drei fast die ganze Höhe einnehmende Arkaden mit heute jeweils einer zifferlosen Turmuhr, die sich in einer vierten Arkade zu dem Platz an der Südseite des Turmbaus öffnen. Von den ursprünglich auf Abbildungen zu sehenden vier ziffernlosen Zifferblätter der Turmuhren, sind heute noch die beiden an den Stirnseiten des Turmbauwerks als vollständige Turmuhren zu sehen. Uhren im gleichen Design des Neuen Frankfurt finden sich bis heute ebenso an den Kopfbauten der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle (heute Konferenzzentrum am Sitz der Europäischen Zentralbank) oder anderen prominenten Bauten des Neuen Frankfurt. Das Turmbauwerk wurde vom Architekten Martin Weber als „turmartiges Hochhaus“ bezeichnet.<ref name="HK-Architekturführer Frankfurt"></ref>
Unter den Arkaden befindet sich im Westen oberhalb der Freitreppe ein schmaler Vorplatz mit drei Metalltüren zum Vorraum mit drei weiteren Türen, durch die man die Eingangshalle betritt. Im Osten befindet sich unterhalb der Arkaden eine Loggia, die ursprünglich als Außenkanzel verwendet wurde. Darüber befinden sich jeweils zwei Stockwerke mit je drei Rundbogenfenstern für die Ebene der Empore und des Glockenstuhls. Das Turmbauwerk weist von unten sieben Stockwerke auf: Heizungskeller, Turmsaal, Turmhalle, Sängerempore, Orgelbühne, Glockenstube und der Ebene für die Läutemaschinen und das Uhrwerk.<ref name="HK-Gille-Beschreibung" /><ref name="HK-50Jahre-Der Bau" /> Auf dem Dachabschluss der westlichen und östlichen Stirnwand des Turmbaus und auf dem Dachfirst an der Nordseite stehen jeweils große Kreuze. Die Turmkreuze und das Dachkreuz auf dem Kirchenschiff sind in dem für Martin Weber typischen Verhältnis von Breite zu Höhe 1 : 4 (1,50 × 6,00 Meter) ausgeführt („Weberkreuz“).<ref name="HK-Gille-Außenausstattung"></ref>
An der südlichen Außenwand des Turmbauwerks enden die den Glockenstuhl tragenden Balken in vier geflügelten Tierfiguren mit den jeweils gleichen Körpern und Flügeln sowie den Köpfen von Mensch, Löwe, Stier und Adler, die die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes symbolisieren. Ursprünglich waren die Köpfe der vier Figuren mit Heiligenscheinen aus Metall versehen. Die vier Balken tragen die Aufschrift „Wir aber predigen Christus den Gekreuzigten, Christus Kraft und Gottes Weisheit“ aus (Vorlage:Bibel/Link). Unter den Tierfiguren befindet sich eine Putzreliefplastik des Schweißtuchs der Veronika. Geschaffen wurden das Relief und die Tierfiguren, wie auch der restliche Außenschmuck, von dem Wiesbadener Bildhauer Arnold Hensler.<ref name="HK-Weihe-Neundörfer-Ausstattung"></ref> Dieser schuf auch mit Otto Zirnbauer die Krippenfiguren als Gliederpuppen aus Holz und die Pietà.<ref name="HK-Gille-Außenausstattung" /><ref name="HK-Hensler-Personenlexikon">Adrian Seib: Hensler, Arnold. Prof. Bildhauer. In: Frankfurter Personenlexikon. Frankfurter Bürgerstiftung, 9. November 2018, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref> Unmittelbar unter der Dachtraufe befinden sich sieben schlitzförmige Schallöffnungen, die auch zum Anbringen langer Kirchenfahnen verwendet wurden.<ref name="HK-Gille-Außenausstattung" />
Kirchenraum
Die Kirche ist 53,20 Meter lang, 18,52 Meter breit und bis zum Hauptgesims 15,50 Meter hoch.<ref name="HK-Gille-Beschreibung"></ref><ref name="HK-50Jahre-Der Bau" /> Das gesamte Kirchenschiff ist genau in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Dadurch kann das Turmbauwerk von Westen gesehen als dominanter Endpunkt der Wittelsbacherallee erscheinen.<ref></ref>
Der erhöhte Altarraum liegt an dem Nordende des Kirchenschiffs und wird nicht durch einen Chor- oder Triumphbogen vom Rest des Kircheninnenraums abgegrenzt, ist aber um mehreren Stufen erhöht. Chorraum und Schiff bilden auch von außen gesehen eine Einheit.<ref name="HK-Weihe-Weber-Bau" /> Bei der Raumaufteilung ist eine Entwicklung in der Kirchenarchitektur von Martin Weber zu erkennen. Bei der zuvor von ihm geplanten Kirche St. Bonifatius in Frankfurt-Sachsenhausen, die 1927 geweiht worden war, gab es noch einen vom Kirchenraum abgesetzten Chorraum mit dem Altar.<ref name="HK-Gille-Beschreibung" /> Der Kunsthistoriker Adrian Seib weist darauf hin, dass Weber in der Heilig-Kreuz-Kirche erstmals einen einheitlichen Hauptraum konzipierte ohne Trennung von Schiff und Chor.<ref>Adrian Seib: Martin Weber – Die Kirchen Heilig-Kreuz und Heilig-Geist in Frankfurt am Main als bahnbrechende Sakralbauten im Werk des Architekten. In: das münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kulturwissenschaft. 64. Jahrgang, Nr. 1. Schnell & Steiner, 2011, ISSN 0027-299X, S. 9.</ref> In der von Weber geplanten und 1931 geweihten Heilig-Geist-Kirche in Frankfurt-Riederwald ist der Altarbereich dann noch weiter ins Kirchenschiff gerückt und beinahe zentral angeordnet.<ref name="HeiligGeist-75Jahre"></ref> Heilig-Kreuz nimmt in dieser Entwicklung der Weberschen Grundrisskonzeption somit eine Mittelstellung ein.<ref name="HK-Gille-Würdigung"></ref>
Die „an romanische Bögen erinnernde[n] Arkaden“ an der Außenseite des Turmbauwerks<ref></ref> finden einen Widerhall in der Gestaltung des Kirchenschiffs. Die Seitenwände werden „durch vier große, an romanische Bauelemente erinnernde, rundbogig begrenzte Fensternischen unterbrochen“,<ref></ref> wodurch der kubische Baukörper in „Hauptschiff und hohe arkadierte Seitenschiffe“ gegliedert wird.<ref name="HK-Architekturführer Frankfurt" /> Die Wände zwischen den Schiffen werden „nahe der Basis durch kleine Fenster aufgelockert“. Diese sind mit fünf Rundbögen über hellgrauen unverputzten Betonsäulchen gestaltet.<ref></ref> Ursprünglich fiel der Blick durch diese Fenster in die Seitenkapellen. Hinter der linken vorderen Seitenwand befand sich bis 1968 die Treppe zur in diesem Jahr entfernten Kanzel. Heute befindet sich auf beiden Seiten zwischen den beiden Außenwänden der Längsseite und den Wandstücken ein durchgehender Seitengang.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" />
Nach der Kirchweihe war der Innenraum zunächst rot-rosa-kariert gestrichen. Die ursprünglichen Außenfenster trugen von innen lesbare große Buchstaben. Es war eine deutsche Übersetzung des lateinischen Hymnus Vexilla regis (Des Kreuzes Zeichen zieht einher) aus dem 6. Jahrhundert, der im Stundengebet der Karwoche gesungen wird. Die Buchstaben erschienen bei Tag dunkel vor dem von außen durch die Fenster scheinenden Licht. Bei Dunkelheit leuchteten sie durch die Reflexion des Lichts der Kirchenbeleuchtung. An der nördlichen Außenseite des Kirchenschiffs ist der kreisförmig angeordnete Spruch Im Kreuz ist Heil angebracht, gestaltet von Arnold Hensler.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" />
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Kirche und das angrenzende Pfarrhaus in der Kettelerallee durch mehrere Bombentreffer beschädigt. Die Kirchenfenster wurden 1943 durch die Druckwellen von Bombenexplosionen in der Nähe zerstört. Die große Haupttreppe am Turmbauwerk wurde 1944 durch einen Bombentreffer zerstört und das Kirchendach von Brandbomben durchschlagen.<ref name="HK-30Jahre-Krieg" /> Nach dem Wiederaufbau bekam der Kircheninnenraum ab 1951 einen hellen Anstrich an den Wänden und an der Decke. 1968 wurden die Wände hellbeige und die Decke orangerot. Ab 1951 wurden die neuen Kirchenfenster in einem gelblichen Farbton neu verglast. Die beiden Seitenaltäre wurden 1968 entfernt. Außerdem gab es bis zu diesem Jahr in der Kirche zwischen den im unteren Bereich mit Säulenarkaden durchbrochenen Zwischenwänden im Kircheninneren und den beiden Seitenwänden des Kirchenschiffs links zwei und rechts drei Seitenkapellen. Sie waren verschiedenen Heiligen gewidmet, z. B. der heiligen Elisabeth, der heiligen Rita und der heiligen Agnes. Hinter der linken vorderen Zwischenwand mit Säulenarkaden war der Treppenaufgang zur ebenfalls 1968 entfernten Kanzel, die einen rechteckigen Schalldeckel hatte. Durch die Entfernung des Treppenaufganges und der fünf Seitenkapellen entstanden links und rechts im Kirchenschiff jeweils durchgehende Seitengänge.
1990 begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten, bei denen der Altarraum umgestaltet wurde und 1992 der Innenraum, auch aus Gründen des Denkmalschutzes, wieder seinen ursprünglichen Anstrich mit einem Schachbrettmuster zurückerhielt.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" />
An den Außenwänden der Seitengänge, der Innenseite der linken vorderen Trennwand des linken Seitenganges zum Kirchenraum und der hinteren Wand der Eingangshalle im Turmbauwerk befindet sich ein von dem Künstler Georg Poppe 1932 gemalter Kreuzweg.<ref name="HK-Poppe-Personenlexikon">Reinhard Frost: Poppe, Georg. Maler. In: Frankfurter Personenlexikon. Frankfurter Bürgerstiftung, 29. November 1994, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref><ref name="HK-Gille-Innenausstattung"></ref> Die 13. Station des Kreuzweges bildete bis 2020 die Pietà aus Holz der Bildhauer Arnold Hensler<ref name="HK-Kreuzweg"></ref> und Otto Zirnbauer<ref group="Anm.">Unverändertes Zitat aus Otto Zirnbauers von ihm selbst angelegten Werkverzeichnis: 1928–1930, Mitarbeit bei Professor Hensler, Wiesbaden: „Ehrenmal Mainz – Bahnverwaltung; Pietà – Heilig-Kreuzkirche Frankfurt/Main; St.Josef – Bad Soden; Kriegerdenkmal Weeze / Niederrhein; [anstelle von Wiederholungszeichen ergänzt: Kriegerdenkmal] Neroberg – Wiesbaden; Quellennymphe Reisingerbrunnen Wiesbaden; Krippe Heilig-Kreuzkirche Frankfurt/Main; Ecce homo [Heilig-Kreuzkirche Frankfurt/Main]; Kriegerdenkmal Bad Kreuznach; St.Konrad Freiburg/Brsg.; Kreuzigungsgruppe – Limburg/Lahn, Dom; Majolika – Altersheim, Patschkau; Porträt Frhr. v. Stein – Bronze; ‚Wanderer‘ – Jugendherberge Limburg/Lahn, Muschelkalk“</ref> 2020 wurde die Pietà nach einem Aufenthalt in einer Arnold Hensler-Ausstellung im Diozösan-Museum in Limburg an einen neuen Stellplatz etwa in mittlerer Höhe des Kirchenschiffs verlegt.
An der Altarseite befindet sich ein beim 1952 fertiggestellten Wiederaufbau umgestaltetes großes Kreuz, auf das ein Bild des auferstehenden Jesus von Georg Poppe gemalt ist,<ref name="HK-Weihe-Neundörfer-Ausstattung" /><ref name="HK-Poppe-Personenlexikon" /> der seine Arme weit ausgebreitet hat. Das ursprüngliche Bild auf dem Kreuz wirkte vom Gesichtsausdruck her strenger, das Gesicht wurde anfangs durch die bis auf die Brust fallenden Haare konturiert und der Kopf war umgeben von einem breiten Heiligenschein. Dahinter tauchte ein Regenbogen in weiße Wolken ein. Heute sind die Haare kürzer, der Regenbogen sinkt nicht mehr in die Wolken ein, der Faltenwurf des Gewandes wurde modernisiert und die an der Decke hängende Krone entfernt. Die damaligen Engelsreliefs auf beiden Seiten neben dem Kreuz wurden entfernt. Diese trugen in ihren nach oben gestreckten Händen ein Schriftband mit dem Anfang des Exsultet. Der auferstandene Jesus ist in ein weißes Gewand gekleidet, das seine Seitenwunde sichtbar lässt. Über seinem Kopf ist die Inschrift INRI zu sehen. Das Kreuz bildet thematisch den Abschluss des Kreuzwegs.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /><ref name="HK-Kreuzweg" /> Bis zum Zweiten Weltkrieg waren links und rechts neben dem Kreuz an der Wand zwei große Reliefs von Engeln angebracht. Die bis zum Krieg über dem Kreuz an der Decke hängende an der Unterseite zu beleuchtende goldfarbene Krone wurde ebenfalls nicht wiederhergestellt.<ref name="HK-Gille-Innenraumgestaltung-Geschichte" /> Im Januar 2026 wurde die Pietà von Arnold Hensler und Otto Zirnbauer wieder an ihren Originalstandort als 13. Station des Kreuzwegs<ref name="HK-Kreuzweg" /> in die Eingangshalle der Kirche im 1. Stock des Turmbaus zurückverlegt.
Krypta und Nebengebäude
Unter der Kirche liegt die Krypta, die anlässlich der Gründung des Zentrums für christliche Meditation und Spiritualität einer grundlegenden Renovierung und Umgestaltung unterzogen wurde. Unter anderem wurde der Boden mit einem Parkettbelag aus Lärchenholz versehen und der eigentliche Meditationsbereich mit Stoffbahnen aus Leinen und einem Türrahmen aus Holz als Zugang gestaltet. An der Südwand befindet sich ein 183 × 138 cm großes hölzernes Kruzifix. Vermutlich stammt es aus dem alpenländischen Raum des 17. oder 18. Jahrhunderts. Es stammt aus dem Nachlass der 1937 verstorbenen katholischen Frau May (geborene Ethel Mary Villers Forbes aus dem Hause des Earls of Granard, Plymouth)<ref name="MayvonWeinberg">Lüder H. Niemeyer (Hrsg.), Kunsthandels-Kaufmann seit 1959: In memoriam May von Weinberg – geb. Ethel Mary Villers Forbes aus dem Hause des Earls of Granard, Plymouth 1866 – Frankfurt/M 1937. In: Homepage. 24. Februar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2015; abgerufen am 29. August 2025.</ref> des jüdischen Unternehmers Carl von Weinberg, die den ersten Pfarrer von Heilig-Kreuz, Georg Nilges, aus seiner Zeit als Kaplan in Frankfurt-Niederrad kannte.<ref name="HK-Gille-Krypta" />
Neben der Krypta befindet sich ein großer Saal für Veranstaltungen mit einer Bühne, der Pfarrsaal der ehemaligen Heilig-Kreuz-Gemeinde. Im Erdgeschoss des aus sieben Stockwerken bestehenden Turmgebäudes befindet sich außerdem der Turmsaal, der auch weiterhin von der neuen St.-Josef-Gemeinde genutzt wird.
Orgel
1964 wurde von dem Orgelbauunternehmen Gebr. Späth Orgelbau eine Orgel installiert. Die Orgel hat Schleifladen, die Tontraktur ist elektrisch, die Registerschleifen werden elektropneumatisch angesteuert. Die Orgel wurde 2019 von dem Nachfolgeunternehmen Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth gereinigt und revidiert. Der freistehende Spieltisch wurde komplett überarbeitet und mit neuen Registerwippen und LED-Beleuchtungskörpern versehen. Die Elektrik wurde teilweise erneuert, außerdem auch das Leder der Bälge, die Membranen und andere elektropneumatische Teile. Die Windladen wurden überholt, die Windversorgung durch neue Balgregulierungen und einen neuen Motor stabilisiert. Auf YouTube wurden Klangbeispiele der Orgel vor der Revision veröffentlicht.<ref name="HK-Orgel-Beispiel-2011-01">Heilig Kreuz – Orgelimprovisation 'Laudes Hincmari' GL 563 – 06.07.11 – 1. Teil auf YouTube, 9. Juli 2011, abgerufen am 16. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Audio mit Standbild – Erster Teil der spontanen Orgelimprovisation in der Kirche Heilig Kreuz zu Frankfurt, über die 'Laudes Hincmari' – Christus gestern. Christus heute. Christus in Ewigkeit. GL 563.; Laufzeit: 4:35 min.).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref><ref name="HK-Orgel-Beispiel-2011-02">Heilig Kreuz – Orgelimprovisation 'Laudes Hincmari' GL 563 – 06.07.11 – 2. Teil auf YouTube, 9. Juli 2011, abgerufen am 16. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Audio mit Standbild – Zweiter Teil der ebenfalls spontanen Orgelimprovisation in der Kirche Heilig Kreuz zu Frankfurt, über die 'Laudes Hincmari' – Christus gestern. Christus heute. Christus in Ewigkeit. GL 563.; Laufzeit: 5:51 min.).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
Auf der klanglichen Ebene verlieh die Nachintonation der Orgel mehr Charakter und milderte die Schärfen. Nach dem Umbau und Rückung erklang der Pommer 16' als tragender Bordun.<ref name="FreiburgerOrgelbau-Orgel-HK">Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth, OHG: Frankfurt am Main, Heilig-Kreuz-Kirche – Renovierung der Gebr. Späth-Orgel (1964) II/23 +1 TM 2019 Opus 770. In: Homepage. 3. Juli 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2019; abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref><ref name="FreiburgerOrgelbau-Orgel-HK-Projektinfo">Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth, OHG: Frankfurt am Main, Heilig-Kreuz-Kirche – Renovierung (II/23). (PDF; 596 kB) In: Homepage. 3. Juli 2019, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref>
|
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
- Koppeln: II/I, I/P, II/P
- Suboktavkoppel: II/I
- Superoktavkoppel: II/I
- Spielhilfen: 2 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Crescendowalze, Tutti, Auslöser<ref name="FreiburgerOrgelbau-Orgel-HK" /><ref name="FreiburgerOrgelbau-Orgel-HK-Projektinfo" />
Glocken
Die Kirche besitzt ein dreistimmiges Geläut. 1955 wurde das Geläut der damals neu gebauten evangelischen Heilandskirche auf das der Heilig-Kreuz-Kirche und der Johanniskirche abgestimmt, damit alle Geläute ohne Disharmonie gemeinsam erklingen konnten.<ref name="Heilandskirche-1955"></ref>
Die Glocken wurden von Petit & Gebr. Edelbrock<ref name="Petit & Gebr. Edelbrock-Glocken">Glocken- und Kunstguss-Manufaktur Petit & Gebr. Edelbrock. Glocken- und Kirchentechnik. In: Website. 2021, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> in Gescher in Westfalen gegossen. Der Glockenstuhl aus Gussstahl wurde ebenfalls in Gescher gefertigt. Die Läutemaschinen lieferten die Herforder Elektrizitätswerke Bokelmann & Kuhlo (Friedrich Bokelmann und Eduard Kuhlo)<ref name="Herforder Elektromotoren-Werke-Geschichte">Geschichte. In: Website Kirchturmtechnik. 2026, abgerufen am 15. Januar 2026.</ref> aus Herford.<ref name="HK-Weihe-Weber-Bau" /><ref group="Anm.">Die Herforder Elektrizitätswerke elektrifizierten unter anderem auch 1910 das Geläut des Kölner Doms und 1931 das Geläut des Petersdoms in der Vatikanstadt sowie seit 1896 von vielen weiteren berühmten, aber auch vielen anderen Kirchen. Ebenfalls 1929 wurde Friedrich Bokelmann für seine Erfindung des elektrischen Glockenläutewerks von Papst Pius XI. geehrt und zum Ritter des Ordens von St. Silvester ernannt. 2017 befanden sich weltweit 7000 Kirchen in laufender Wartung.</ref><ref name="Herforder Elektromotoren-Werke-Westfalen-Blatt">Moritz Wende: Herforder Elektromotoren-Werke bauen seit 125 Jahren Kirchentechnik und passgenaue Antriebe – Selbst der Papst war begeistert. In: westfalen-blatt.de/. Westfalen-Blatt, 27. September 2017, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref>
Nach der Inventarisation des Glockensachverständigen Hubert Foersch von 1979 im Limburger Glockenbuch wurden 1942 nach den Unterlagen des Instituts für Stadtgeschichte in Frankfurt am Main die 1929 installierten Glocken f' und a' im Zweiten Weltkrieg abgeliefert und alle drei dann 1949 durch neue Glocken ersetzt.<ref name="BL-Glockenbuch-HK-2017"></ref> Von der Glockenausstattung ab 1949 ist ein Klangbeispiel auf YouTube verfügbar.<ref name="HK-Glocken-Beispiel">Heilig-Kreuz-Kirche Glocken Plenum Frankfurt-Bornheim (ab 0:01:20) auf YouTube, 10. Juni 2025, abgerufen am 16. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Video eines kompletten Glockenläutens vom Beginn bis zum Ende, gefilmt von Ruben Flesch; Laufzeit: 6:20 min.).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
Glocken 1929 bis 1942
Die Glocken wurden von Rudolf Edelbrock, Carl Edelbrock und Werner Hüesker gegossen.
| Glocke | 1 | 2 | 3 |
|---|---|---|---|
| Schlagton | f' | a' | c" |
| Gussjahr | 1894 | 1899 | 1929 |
| Gewicht kg | 965 | 465 | 255 |
| Ø mm | 1140 | 920 | 720 |
Glocken ab 1949
Die im Jahr 1949 gegossenen Bronzeglocken des Gießers Hans Hüesker aus Gescher besitzen die Schlagtöne g'–a'–h', was dem Paternoster-Geläutemotiv entspricht, und ersetzen seit ebendiesem Jahr das alte Geläut. Alle drei besitzen eine mittelschwere Rippe sowie ein Joch und einen Glockenstuhl aus Stahl und eine Läutemaschine der Herforder Elektromotoren-Werke. Der Abklingverlauf ist jeweils leicht wellig und dann ruhig.<ref name="BL-Glockenbuch-HK-2017" />
| Glocke | 1 | 2 | 3 |
|---|---|---|---|
| Name | Maria | Josef | Georg |
| Gewicht kg | 680 | 450 | 310 |
| Ø mm | 1020 | 910 | 800 |
| Schlagring mm | 76 | 64 | 56 |
| Rippenproportion | 1:13,42 | 1:14,22 | 1:14,29 |
| Schlagton | g' -1 | a' -5 | h' -1 |
| Unterton | g° -5 | a° -11 | h° -8 |
| Prime | g' -9 | a' -7 | h' -8 |
| Terz | b' -3 | c" -4 | d" -2 |
| Quinte | d" -1 | e" -7 | fis" -11 |
| Oktave | g" -1 | a" -5 | h" -1 |
| Nachhall/sek. (Untert./Prime/Terz) | 35/19/16 | 40/16/14 | 33/13/12 |
| Inschrift | † MARIA BREIT DEN MANTEL AUS, MACH SCHIRM UND SCHUTZ FÜR UNS DARAUS † |
† SANKT JOSEF MACH ES TÄGLICH KUND, CHRIST DENK AN DEINE STERBESTUND † |
† ST. GEORG STARKER GOTTESHELD, STEH ALLEZEIT BEI [weiter a. d. Wolm]: DASS KEINER FÄLLT IN SATANS SCHLING UND HÖLLENNACHT † |
| Gießerzeichen | a. d. Wolm und ANNO DOMINI 1949 | ||
Die Kirche in Literatur und Fernsehen
Roman
Eine in Frankfurt spielende Szene des 1999 erschienenen und mit dem Heimito von Doderer-Literaturpreis ausgezeichneten Romans des deutschen Schriftstellers Martin Mosebach Die Türkin wurde von der Heilig-Kreuz-Kirche inspiriert. Die beschriebene Szenerie um die „chiricoeske Basilika“ ähnelt der Heilig-Kreuz-Kirche am Bornheimer Hang.<ref name="HK-Mosebach-Türkin"></ref>
Fernsehfilm
Ende Juni 2019 wurden in der Heilig-Kreuz-Kirche als Drehort mehrere Szenen, wie zum Beispiel eine Beichtszene, für den Sat.1-Fernsehfilm Mörderische Tage – Julia Durant ermittelt gedreht. Für die Dreharbeiten wurden im Kircheninneren vom Filmteam Stühle mit schwarzen Sitzflächen und Lehnen sowie ein eigens angefertigter Beichtstuhl, der Designelemente und Farbgestaltung von Türen der Kirche aufnimmt, aufgestellt. Zu sehen sind im Kircheninneren beispielsweise das Wandgemälde der Grabesszene aus dem Kreuzweg im Eingangsbereich, die Orgel und der Beichtstuhl als Filmkulisse. Mehrere Male sind auch die Freitreppe und die Häuser der Siedlung Bornheimer Hang gegenüber in der Ortenberger Straße zu sehen. Außerdem wurden Drohnenaufnahmen des Turmgebäudes von oben verwendet.<ref name="HK-FNP-13072019"></ref><ref name="Bistum Limburg-HK-Dreharbeiten">Anna Katharina Parschan: Scheinwerfer an für Heilig-Kreuz – SAT.1-Dreharbeiten in der Frankfurter Heilig-Kreuz-Kirche. Bistum Limburg, 27. Juni 2019, abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref><ref name="Sat.1-Mörderische Tage">Mörderische Tage – Julia Durant ermittelt. Sat.1, 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. November 2019; abgerufen am 30. Dezember 2025.</ref>
Rezeption
Nach der Kunsthistorikerin Helen Barr<ref name="Helen Barr-JWG-Uni">Dr. Helen Barr. Koordinatorin für den Bachelorstudiengang Kunstgeschichte. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Kunstgeschichtliches Institut, 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.</ref> „kontrastiert der unerwartet niedrige, beinahe romanisch anmutende Innenraum für den Besucher mit dem auf Fernwirkung angelegten, fast überwältigend hoch wirkenden Turmhaus (25 m), dessen Monumentalität durch die stark stilisierte Bauplastik von Arnold Hensler noch gesteigert erscheint.“.<ref name="Siedlung Bornheimer Hang-EMG-Faltblatt" />
In der Publikation zur Einweihung der Kirche (1929) wird die Gliederung des Innenraums gewürdigt: Aus der neuen Technik, eine Kirche aus Beton zu gießen, entsteht eine neuartige Wirkung, da der „Kern des Schiffes [...] von einer inneren und äußeren Schale“ umgeben ist. „Die Gesetze der Schönheit wachsen aus dem Werkstoff und der Technik“.<ref name="HK-Weihe-J.Hensler-Baukunst" />
Der Platz vor der Kirche wurde im Jahr 2000 aufgrund eines Antrages von dem Ortsbeirat 4 im zuständigen Ortsbezirk Bornheim/Ostend in Martin-Weber-Platz umbenannt.<ref name="M-W-P-Beschluss-PARLIS">Niederschrift der 35. Sitzung des OBR 4 am 17.10.2000. In: stvv.frankfurt.de (PARLamentsInformationsSystem PARLIS). Büro der Stadtverordnetenversammlung – Amt 01, 17. Oktober 2000, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref> Begründet wurde der Antrag damit, dass Martin Weber nicht nur der Erbauer der an den Platz angrenzenden Heilig-Kreuz-Kirche sei, sondern in Frankfurt eine ganze Reihe von hervorragenden Kirchenbauten verwirklicht habe. Genannt wurden neben der Heilig-Kreuz-Kirche (Entwurfsdatum 1927) die Bonifatiuskirche in Sachsenhausen (1925) und die Heilig-Geist Kirche im Riederwald (1930). In den 1930er Jahren seien von ihm in Frankfurt weitere wichtige Kirchen geplant und ausgeführt, wie Christ-König in Praunheim (1930), Maria Hilf im Gallus (1933), St. Bonifatius in Bonames (1933), Sancta Familia in Ginnheim (1935) und St. Albert im Nordend nahe Dornbusch (1937/8). Alle diese Kirchen würden sich durch eine für die damalige Zeit vorbildhafte Architektur auszeichnen und die Hereinnahme neuer liturgischer Erkenntnisse in die Planung beinhalten. Die Bauten seien ein wichtiger Teil der Bautätigkeit im Frankfurt der 1920er und 1930er Jahre und bereicherten das Stadtbild seitdem bedeutend.<ref name="M-W-P-Antrag-PARLIS">Martin-Weber-Platz Vorlage Ortsbeirat 4 GRÜNE 27.09.2000 (letzte Aktualisierung des Sachstandes: ). In: stvv.frankfurt.de (PARLamentsInformationsSystem PARLIS). Büro der Stadtverordnetenversammlung – Amt 01, 27. September 2000, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref>
Im Mai und Juni 2026 ist die Heilig-Kreuz-Kirche Startpunkt einer Reihe von acht Theater-Spaziergängen unter dem Titel Built To Break - Architektur für Alle durch die Siedlung Bornheimer Hang im Rahmen des Programms World Design Capital 2026 der World Design Organization für Frankfurt und der Metropolregion Rhein-Main, durchgeführt von der Performancegruppe Boys* in Sync.<ref name="HK-WDC-2026">Built to Break: Architektur für Alle. In: wdc2026.org. World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 / Design FRM gGmbH, 2026, abgerufen am 29. April 2026.</ref>
Siehe auch
Literatur
- Joseph Höhler, Martin Weber, Joseph Hensler, Ludwig Neundörfer: Die Heilig Kreuz-Kirche zu Frankfurt-M.-Bornheim: Zur Einweihung der Kirche am 25. August 1929. Hrsg.: Joseph Höhler. Carolus-Druckerei, Frankfurt am Main 18. August 1929.
- Kath. Pfarramt Heilig Kreuz (Hrsg.): 30 Jahre Heilig Kreuz-Pfarrei Frankfurt a. M. Oktober 1959. Heilig Kreuz, Frankfurt am Main 1959.
- Pfarrgemeinderat Heilig Kreuz (Hrsg.): 50 Jahre Heilig Kreuz in Frankfurt 1929–1979. Heilig Kreuz, Frankfurt am Main 1979.
- Heike Risse: Frühe Moderne in Frankfurt am Main. 1920–1933. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-7973-0422-6.
- Paul Bachmann, Anja Haag, Ingeborg Lüddecke (Red.): Festschrift zum 75. Jubiläum der Heilig-Kreuz-Kirche Frankfurt-Bornheim 1929–2004. Pfarrgemeinderat Heilig Kreuz, Frankfurt am Main 2004.
- Franz Manneck, Anneliese Hollerbach: Kreuzweg Heilig-Kreuz-Kirche Frankfurt am Main-Bornheim. Sachausschuss Liturgie und Katechese Heilig Kreuz, Frankfurt am Main 2004.
- Hermann Gille, P. Helmut Schlegel OFM: Katholische Heilig-Kreuz-Kirche Frankfurt-Bornheim. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7954-6808-8.
- Helen Barr, Ulrike May, Rahel Welsen: Das Neue Frankfurt – Spaziergänge durch die Siedlungen Ernst Mays und die Architektur seiner Zeit. B3 Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-938783-20-7, Siedlung Bornheimer Hang – Heilig-Kreuz-Kirche Kettelerallee 45, S. 67–68, 70–72.
- Adrian Seib: Martin Weber – Die Kirchen Heilig-Kreuz und Heilig-Geist in Frankfurt am Main als bahnbrechende Sakralbauten im Werk des Architekten. In: das münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kulturwissenschaft. 64. Jahrgang, Nr. 1. Schnell & Steiner, 2011, ISSN 0027-299X, S. 3–9.
- Franz Josef Hamm: Martin Weber und Arnold Hensler – Eine Künstlerpartnerschaft. In: das münster – Zeitschrift für christliche Kunst und Kulturwissenschaft. 64. Jahrgang, Nr. 1. Verlag Schnell und Steiner, 2011, ISSN 0027-299X, S. 10–19.
Weblinks
- Andrea Maschke: Der Zuspruch: Die weiße Kirche am Bornheimer Hang. In: hr2-Kultur. Hessischer Rundfunk, 18. August 2025, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. September 2025 (Podcast aus der Reihe hr2 Zuspruch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Download. (MP3; 6,34 MB; 3:28 min.) In: mp3podcasthrdl-a.akamaihd.net. 18. August 2025, abgerufen am 16. September 2025.
- Lichterlabyrinth in Frankfurt – Zur Ruhe kommen zwischen 2000 Kerzen | maintower auf YouTube, 15. Dezember 2021, abgerufen am 16. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value); Video des Adventslabyrinths von 2021 mit Untertitel gefilmt in der Kirche aus der Sendung maintower des Hessischen Rundfunks, hr-fernsehen; Laufzeit: 1:25 min.).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)
- Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kath. Heilig-Kreuz-Kirche in der Siedlung am Bornheimer Hang, Moderner Kirchenbau von 1928/29 nach Entwurf von M. Weber als Teil der Siedlung Bornheimer Hang. Monumentale Turmwand mit Arkadenhalle, daran Plastiken und Christuskopf-Relief von A. Hensler.. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen. (deutsch, abgerufen am 29. Dezember 2025)
- Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Siedlung Bornheimer Hang mit der Heilig-Kreuz-Kirche als Teil der Gesamtanlage. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen. (deutsch, abgerufen am 29. Dezember 2025)
- St. Josef Frankfurt. Katholische Kirche – Bistum Limburg. Katholische Kirchengemeinde St. Josef Frankfurt am Main, 2024, abgerufen am 12. Januar 2024 (Homepage der Pfarrei).
- International Englisch-Speaking Catholic Parish. Katholische Kirche – Bistum Limburg. Bistum Limburg Bischöfliches Ordinariat, 2024, abgerufen am 12. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Einzelnachweise
<references responsive />
Jugendkirchen (2005):
Jugendkirche Crossover (in: St. Hildegard, Limburg an der Lahn) |
Jugendkirche Jona (in: St. Bonifatius, Frankfurt-Sachsenhausen)
Jugendkirche Kana (in: Maria-Hilf, Wiesbaden-Nordost)
Weitere Themenkirchen: Meditationskirche und Trauerkirche:
ehemalige Einrichtung: Heilig-Kreuz – Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität (2007 bis 2025, in: Heilig-Kreuz, Frankfurt-Bornheim)
aktuelle Einrichtung: Fachzentrum Trauerseelsorge des Bistums Limburg und Begräbniskirche (ab 2007 bzw. 2026, in: St. Michael, Frankfurt-Nordend)
Geplante Einrichtungen:
Fachzentrum Spiritualität des Bistums Limburg (Namensänderung vorgesehen) (ab Oktober 2026)
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- MediaWiki:Gadget/templateGallery
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Weblink offline
- Heilig-Kreuz-Kirche
- Kirchengebäude in Europa
- Kirchengebäude in Frankfurt am Main
- Kirchengebäude im Bistum Limburg
- Kirchengebäude des Neuen Bauens
- Kulturdenkmal in Frankfurt-Bornheim
- Bauwerk in Frankfurt-Bornheim
- Klassische Moderne in Frankfurt
- Bauwerk der Moderne in Frankfurt am Main
- Bauwerk der Neuen Sachlichkeit in Hessen
- Neues Frankfurt
- Erbaut in den 1920er Jahren
- Martin Weber (Architekt)
- Wikipedia:Artikel mit Video
- Disposition einer Orgel
- Wikipedia:Lesenswert