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Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg

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Datei:Franz Edmund Joseph Ignaz Philipp Bartholomaeus Freiherr von Schmitz Grollenburg Wappen Hannover St.-Johannis-Friedhof.jpg
Wappen der Reichsfreiherrn; Detail des Grabsteins
Datei:Detail Grabplatte Franz Edmund Joseph Ignaz Philipp Bartholomaeus Freiherr von Schmitz Grollenburg Königlich Preußischer Regierungspräsident 1776 1844.jpg
Dieselbe Grabplatte: Vollständiger Name des preußischen Regierungspräsidenten
Datei:Franz Edmund Joseph Ignaz Philipp Bartholomaeus Freiherr von Schmitz Grollenburg Wetzlar 24. August 1776 Hannover 13. Februar 1844 St.-Johannis-Friedhof.jpg
Die Grabplatte an der rückseitigen Hauswand in der Maschstraße

Franz Edmund Joseph Ignaz Philipp Bartholomaeus Freiherr von Schmitz-Grollenburg (* 24. August 1776 in Wetzlar; † 19. Februar 1844 in Hannover)<ref>siehe Inschrift auf seiner Grabplatte</ref> war ein deutscher Diplomat, Regierungspräsident und Reichsfreiherr.<ref name="DNB">siehe GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek</ref> Er war während der sogenannten „Franzosenzeit“ eine wichtige Persönlichkeit der Geschichte, insbesondere des Saarlandes.<ref name="NN">N.N.: Das Vakuum der „Franzosenzeit“ … (siehe Weblinks)</ref>

Leben

Herkunft

Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg war der Sohn des Assessors am Reichskammergericht Friedrich Josef von Schmitz zu Grollenburg.<ref>Sigrid Jahns: Das Reichskammergericht und seine Richter. Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich – Teil 2, Band 2: Biografien (= Friedrich Battenberg, Albrecht Cordes, Ulrich Eisenhardt, Peter Oestmann, Wolfgang Sellert (Hg.): Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich, Band 26). Böhlau, Köln u. a. 2003. ISBN 3-412-06503-X, S. 1128.</ref> Er war eines von elf Geschwistern. Sein ältester Bruder war der spätere Politiker Philipp Moritz von Schmitz-Grollenburg.<ref name="NN" />

Familie

Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg heiratete am 28. Mai 1801 Isabella von Zillerberg (1779–1845), sie war die Tochter des kaiserlichen wirklichen Geheimen Rates, kurkölnischer Kämmerer sowie Direktorial-Gesandter bei der Reichsversammlung in Regensburg Johann Sebastian von Zillerberg und Therese von Lützow. Schmitz-Grollenburg hatte mit seiner Frau vier Töchter:<ref name="Joachim Conrad" /><ref name="NN" />

Eine Tochter ging in das St. Annenstift in München.

Werdegang

Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg besuchte das Gymnasium in Würzburg. 1790 erhielt er das Freiherrndiplom im kurpfälzischen Reichsvikariat. In den Jahren von 1793 bis 1797 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Erfurt sowie an der Universität Göttingen. Am 1. Januar 1797 wurde von Schmitz-Grollenburg zunächst zum Hof- und Regierungsrat in salzburgischen Diensten ernannt, gut vier Jahre später am 2. Mai 1801 zum salzburgischen Kammerherrn.<ref name="Joachim Conrad">Joachim Conrad: Schmitz-Grollenburg Franz Edmund Ignatz Philipp Bartholomäus von (siehe Weblinks), Conrad bezieht sich auf die Daten aus Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten … (siehe Literatur)</ref>, der 1792 Reichsfreiherr geworden war und noch bis 1818 in Wetzlar lebte,<ref name="NN" /> sowie der Maria Scholastika Geduld von Jungenfeld.<ref name="Joachim Conrad" /> In den Jahren von 1801 bis 1806 fungierte von Schmitz-Grollenburg als Gesandter für die Fürstenhäuser Hohenzollern und Arenberg.<ref name="Joachim Conrad" /> Von 1806 bis 1813 vertrat er als Gesandter die Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen, Hohenzollern-Hechingen und Liechtenstein beim Rheinbund.<ref>Sigrid Jahns: Das Reichskammergericht und seine Richter. Verfassung und Sozialstruktur eines höchsten Gerichts im Alten Reich. Teil 2: Biographien. 2 Bände. Böhlau Verlag, Wien, Köln und Weimar 2003, ISBN 978-3-412-06503-4, S. 849</ref>

Zum Ende der sogenannten Franzosenzeit war von Schmitz zu Grollenburg von 1814 bis 1815 Gouvernementskommissar des Wälderdepartements in Luxemburg,<ref name="NN" /> ab Mai 1815 Generalgouverneur des Département de la Sarre in Kreuznach, ab Juni in Trier.<ref name="Joachim Conrad" /> Am 13. März 1816 wurde er Abteilungsdirektor bei der Regierung in Koblenz. Kurz darauf stieg er am 9. August 1817 zum Regierungsvizepräsidenten in Trier auf, wurde knapp ein Jahr darauf am 29. Mai 1818 zum dortigen Regierungspräsidenten ernannt.<ref name="Joachim Conrad" /> Am 31. Oktober 1831 wurde von Schmitz zu Grollenburg zum Regierungspräsidenten in Düsseldorf ernannt und war in dieser Stellung aktiv bis zu seiner Pensionierung am 1. März 1834.<ref name="Joachim Conrad" />

Von Schmitz-Grollenburg starb 1844 in Hannover. Sein Grabstein mit dem Familienwappen findet sich dort am Ort des 1926 aufgelassenen St.-Johannis-Friedhofs zwischen der Hildesheimer Straße und der Maschstraße.<ref>Arnold Nöldeke: St.-Johannis-Friedhof, in: Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover Bd. 1, H. 2, Teil 1, Hannover, Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, 1932 (Neudruck Verlag Wenner, Osnabrück 1979, ISBN 3-87898-151-1), S. 257</ref>

Ehrungen

Literatur

  • Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945 (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 728.
  • Friedrich August Schmidt: Neuer Nekrolog der Deutschen. 23. Jahrgang (1844), 1. Teil, Verlag von Bernhard Friedrich Voigt, Weimar 1846, S. 171 f. (Digitalisat).

Weblinks

Commons: Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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