Universität Erfurt
| Universität Erfurt | |
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| colspan="2" class="notheme" style="background-color:#Vorlage:Standardfarbe; padding: 1em 0; text-align: center;" | Datei:Logo Universitaet Erfurt als PNG.png | |
| Gründung | 1379/1389/1392 (Stiftungsprivileg bzw. Aufnahme Lehrbetrieb) als Universitas Studii Erfordiensis bis 1816 1994 wiedergegründet<ref name="Geschichte">Geschichte der Universität Erfurt. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> |
| Ort | Datei:DEU Erfurt COA.svg Erfurt |
| Bundesland | Datei:Flag of Thuringia.svg Thüringen |
| Land | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Präsident | Walter Bauer-Wabnegg<ref name="Präsidium">Präsidium. Universität Erfurt, abgerufen am 27. November 2024.</ref> |
| Studierende | 5.606 (zum 31. Oktober 2025)<ref name="Porträt">Porträt. Universität Erfurt, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> ♀: 72 % |
| Mitarbeiter | 783 (2024)<ref name="Porträt" /> |
| davon wissensch. | 490 (2024)<ref name="Porträt" /> |
| davon Professoren | 105 (2024)<ref name="Porträt" /> |
| Jahresetat | 81,97 Mio. € (2024)<ref name="Landeshaushaltsplan">Landeshaushaltsplan. (PDF; 2,0 MB) S. 267, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref> Drittmittel: 9,91 Mio. €<ref name="Landeshaushaltsplan">Landeshaushaltsplan. (PDF; 2,0 MB) S. 267, abgerufen am 2. Dezember 2024.</ref> |
| Netzwerke | DFG, Netzwerk „Bildung durch Verantwortung“, Innovationsnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung u. a.<ref name="ZuM">Zertifikate und Mitgliedschaften. Universität Erfurt, abgerufen am 29. November 2024.</ref> |
| Website | www.uni-erfurt.de |
Die Universität Erfurt ist eine staatliche Universität in Deutschlands. Mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 erhielt sie als erste Hochschule im heutigen Deutschland eine entsprechende Gründungserlaubnis; der Studienbetrieb begann jedoch erst 1392.<ref name=":8">Deutschlands älteste Universitäten. In: Manager Magazin. 9. August 2014, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref><ref name=":9">Janine Kokoska: Erfurt: Jahrhunderte Jahre alter Schatz endlich zurück! Bin ein bisschen gerührt. In: Thueringen24. 14. September 2023, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref> Sie wurde 1816 geschlossen und schließlich 1994 wiedergegründet.
Die Universität gliedert sich in vier Fakultäten: die Philosophische, die Erziehungswissenschaftliche, die Staatswissenschaftliche und die Katholisch-Theologische Fakultät. Ergänzt werden diese um das Max-Weber-Kolleg, eine fakultätsähnliche Einrichtung, sowie mehrere zentrale wissenschaftliche Einrichtungen.
Geschichte
Erste Universität
Die alte Universität Erfurt, auch bekannt als Universitas Studii Erfordiensis oder Hierana, wurde aufgrund einer Stiftungsurkunde von Papst Clemens VII. im Jahr 1379 und in darauffolgender Bestätigung durch Papst Urban VI. vom 4. Mai 1389 errichtet.<ref>Erich Kleineidam: Die Gründungsurkunde Papst Urbans VI. für die Universität Erfurt vom 4. Mai 1389. In: Ulman Weiß (Hrsg.): Erfurt 742–1990. Stadtgeschichte, Universitätsgeschichte. Böhlau Verlag, Weimar 1992, ISBN 3-7400-0806-7, S. 135–153.</ref> Sie wurde in der zweiten Woche nach Ostern 1392 offiziell eröffnet.<ref name="Lorenz">Sönke Lorenz: Das Erfurter „Studium generale artium“. In: Ulman Weiß (Hrsg.): Erfurt 742–1990. Stadtgeschichte, Universitätsgeschichte. Böhlau Verlag, Weimar 1992, ISBN 3-7400-0806-7, S. 123, 133.</ref> Nimmt man die auf Antrag der Erfurter Bürgerschaft erteilte Gründungsurkunde als Referenz, so ist die Universität Erfurt die älteste Universität Deutschlands, jedoch war sie später für fast zwei Jahrhunderte geschlossen.<ref name="Lorenz" /><ref name="Geschichte" /> Darüber hinaus nahm bereits zuvor die Universität Heidelberg im Jahre 1386 den regulären Lehrbetrieb auf.<ref>Wo steht die älteste Uni Deutschlands? In: uniturm.de. Abgerufen am 12. April 2022.</ref> Von 1769 bis 1772 lehrte der Dichter Christoph Martin Wieland als Philosophieprofessor an der Universität.<ref name=":3" />
Nach mehreren Blütezeiten wurde sie 1816 mit nur noch 20 Studenten geschlossen. Bis zu ihrer Schließung wies die Hierana mit ihrem bis ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Generalstudium die längste Hochschultradition in Deutschland auf.<ref>Robert Gramsch: Erfurt – Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität (Schriften des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Band 9). Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-062-3.</ref>
Andere Akademien und Hochschulen in Erfurt
Von 1954 bis 1993 bestand in Erfurt mit der Medizinischen Akademie Erfurt eine akademische Ausbildungsstätte für Ärzte und ab 1975 auch für Zahnärzte, die sich in der Tradition der alten Universität Erfurt sah. Ihre 1960 gebildete Abteilung für Geschichte der Medizin machte sich um die Erforschung der Erfurter Wissenschafts- und Universitätsgeschichte verdient. Die Medizinische Akademie (ab 1992 Medizinische Hochschule) wurde – trotz positiver Evaluierung durch den Wissenschaftsrat – nicht als Fakultät in die Universität übernommen.<ref name=":7" /> Stattdessen konzentrierte das Land Thüringen die kostenintensive Medizinerausbildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mitte der 1960er-Jahre initiierten Studierende der Medizinischen Akademie Erfurt den Aufbau eines gemeinsamen Treffpunkts, aus dem 1968 das Studentenzentrum Engelsburg hervorging. Die Einrichtung entwickelte sich zu einem regelmäßigen Ort studentischer Kulturveranstaltungen.<ref>Martin Moll: Die Engelsburg bietet Studierenden seit 40 Jahren Gelegenheit zum Austausch und Miteinander. In: Thüringische Landeszeitung. 16. Januar 2008.</ref>
Von 1929 bis 1931 bestand die Pädagogische Akademie Erfurt. 1953 wurde das Pädagogische Institut Erfurt gegründet. Dieses Institut wurde 1969 mit dem Pädagogischen Institut Mühlhausen zusammengeschlossen. Diese neue Einrichtung bestand fortan als Pädagogische Hochschule Erfurt/Mühlhausen, respektive zeitweise als Pädagogische Hochschule „Dr. Theodor Neubauer“ Erfurt/Mühlhausen.
Campusbau
Der Campus der Universität an der Nordhäuser Straße wurde ab 1952 für das Pädagogische Institut Erfurt errichtet.<ref>Tradition verpflichtet – Erfurter Hochschulen. In: Thüringer Allgemeine. 4. Oktober 2023, S. 19.</ref> Zunächst entstanden bis 1954 das erste Lehrgebäude mit Hörsaalanbau und Bibliotheksflügel, gefolgt von mehreren Wohnheimen und dem Verwaltungsgebäude. Zwischen 1958 und 1962 kam ein zweites Lehrgebäude hinzu und ab 1967 entstanden zusätzliche Funktionsbauten wie eine Turnhalle, die später wieder abgerissen wurde. In den 1980er-Jahren wurden die Mensa, ein weiteres Wohnheim und eine Sporthalle errichtet. Nach der Wiedergründung der Universität Erfurt im Jahr 1994 wurden die vorhandenen denkmalgeschützten Gebäude weiter genutzt. Als erster Neubau entstand 1995–2000 der erste Bauabschnitt der Universitätsbibliothek. Es folgten unter anderem die Sanierung der Villa Martin,<ref>Michael Kieffer: Startschuss für Sanierung der Villa Martin. In: Thüringer Allgemeine. 24. September 2003.</ref> der Bau des Kommunikations- und Informationszentrums sowie der Forschungsneubau „Weltbeziehungen“.<ref name="Geschichte" />
Wiedererrichtung
Ab 1987 engagierten sich Mitglieder der heutigen Universitätsgesellschaft Erfurt für eine Wiedergründung der Universität, die mit der Wende 1989 auf deren Initiative hin rasch Gestalt annahm. Am 24. Juni 1993 erließ die Landesregierung eine Rechtsverordnung „über Aufgaben und Zusammensetzung der Gründungskommission zur Vorbereitung der Gründung der Universität Erfurt“.<ref>Einsetzung einer Gründungskommission zur Vorbereitung der Universität Erfurt (Dokumentennummer 1529). In: Parlamentsdokumentation Thüringer Landtag. 24. Juni 1993, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Im Dezember 1993 beschloss der Landtag des Freistaats Thüringen, die Universität wiederzuerrichten.<ref name=":7">Gesetz zur Errichtung der Universität Erfurt u. zur Aufhebung der Medizinischen Hochschule Erfurt (Dokumentennummer 2945). In: Parlamentsdokumentation Thüringer Landtag. 17. Dezember 1993, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Sie war bis zur Gründung der Technischen Universität Nürnberg die jüngste staatliche Universität Deutschlands, die nicht aus einer fortbestehenden Hochschule hervorging und mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 zugleich die älteste, die über eine bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition verfügt.<ref>Die HafenCity Universität Hamburg wurde 2006 aus Einrichtungen der Technischen Universität Hamburg-Harburg, Hochschule für bildende Künste Hamburg und Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ausgegründet, die PH Vechta wurde 2010 zur Universität Vechta erhoben.</ref><ref name=":8" /><ref name=":9" />
Die Universität nutzt am Standort Nordhäuser Straße die größtenteils in den 1950er- und 1960er-Jahren errichteten Gebäude des Pädagogischen Instituts (später Pädagogische Hochschule). Sie weisen in großen Teilen den damals für solche Bauten in der DDR charakteristischen neoklassizistischen Stil auf, illustrieren aber auch den Wandel der Architektur in dieser Zeit. Das Auditorium maximum stammt aus den Jahren 1956 bis 1961.
Die juristische Wiedergründung der Universität in Erfurt erfolgte zum 1. Januar 1994.<ref>Zur Wiedergründungsgeschichte bis zu dieser Zeit s. Wolfgang Drechsler: „Die Staatswissenschaften an der Universität Erfurt. Zu ihrer Gründung 1991–1992 und zu Jürgen G. Backhaus’ Beitrag dazu.“ Academia.edu In Taking up the Challenge. Festschrift for Jürgen G. Backhaus. Helge Peukert, Hg. Marburg: Metropolis 2015, S. 363–376.</ref> Der Lehrbetrieb wurde zum Wintersemester 1999/2000 unter dem Gründungsrektor Peter Glotz aufgenommen. 2002 wurde die Michaeliskirche in Erfurt nach 1392 zum zweiten Mal zur Universitätskirche ernannt.
Neuere Entwicklungen
2003 führte ein Haushaltsdefizit von rund 1,8 Millionen Euro, das unter anderem durch Mehrausgaben infolge des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst entstanden war, zu einem Einstellungsstopp an der Universität Erfurt. Alle unbesetzten Professuren und Mitarbeiterstellen wurden vorerst nicht besetzt, und auch Vertretungsprofessuren entfielen. Diese Maßnahmen lösten Studierendenproteste gegen den erwarteten Lehrerausfall und die Kürzungen aus.<ref>Studenten protestieren gegen Lehrerausfall. Finanzloch zwingt zu Personallücken. In: Thüringer Allgemeine. 6. Februar 2003.</ref><ref>Studenten-Protest gegen Kürzungen. An den Hochschulen droht dramatischer Lehrplanausfall. In: Thüringische Landeszeitung. 1. Februar 2003.</ref> Unter Anpassung einiger der ursprünglichen Reformziele konnte die Situation durch administrative Maßnahmen der Universitätsleitung und der -gremien stabilisiert werden.
2005 wurde die Universität Erfurt erstmals vom „Audit Familiengerechte Hochschule“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung als besonders familiengerechte Hochschule ausgezeichnet. Das Zertifikat wurde in den Folgejahren mehrfach erneut verliehen.<ref>Michael Keller: Dicker Pluspunkt – Die Universität Erfurt wird für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. In: Thüringer Allgemeine. 6. September 2005.</ref><ref>Erfurter Hochschulen als familienfreundlich ausgezeichnet. In: Thüringer Allgemeine. 23. Juni 2021, S. 19.</ref> 2005 und 2008 schnitten die Studienrichtung Kommunikationswissenschaft und einige Studienrichtungen der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität in der Spitzengruppe des Hochschulrankings vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und dem Magazin stern ab. Zahlreiche Studiengänge wurden von der Akkreditierungsagentur ACQUIN akkreditiert. Die Universität wurde im Jahr 2021 systemakkreditiert und ist seither berechtigt, das Siegel des Akkreditierungsrates für ihre intern geprüften Studiengänge zu vergeben.<ref>Systemakkreditierung. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
2016 wurde das Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ) auf dem Campus eröffnet. Es beherbergt neben dem Universitätsrechenzentrum zwei Hörsäle und ein Bibliotheksmagazin.<ref>Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ). In: Uni Erfurt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. März 2017; abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> 2018 wurde die Forschungsbibliothek Gotha eine eigenständige wissenschaftliche Einrichtung der Universität.<ref name=":4">Status für Gotha ist Gesetz. In: Thüringer Allgemeine. 25. Mai 2018, S. 15.</ref>
Seit Juli 2019 ist die Universität Mitglied der DFG. Bei der Aufnahme wurde die Forschungsstärke der Hochschule hervorgehoben. Die Universität Erfurt ist das 97. Mitglied der DFG.<ref name=":5">Deutsche Forschungsgemeinschaft nimmt Universität Erfurt auf. In: Die Welt. 4. Juli 2019, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Im Oktober 2019 fand der erste Spatenstich für den Neubau des Forschungsgebäudes „Weltbeziehungen“ mit 160 Arbeitsplätzen statt. Es war das erste rein geisteswissenschaftliche Forschungsprojekt, das vom Bund den Zuschlag für ein eigenes Forschungsgebäude erhalten hat. Das Gebäude beherbergt neben dem Max-Weber-Kolleg<ref>Spatenstich für neues Forschungsgebäude der Uni Erfurt. In: Süddeutsche Zeitung. 10. Oktober 2019, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> die Willy Brandt School of Public Policy, das Institute for Planetary Health Behaviour sowie weitere Forschungsgruppen.<ref>Gary Langendörfer: Universität Erfurt: Weltbeziehungen?! In: Ich liebe Erfurt. 19. Oktober 2023, abgerufen am 20. Januar 2026.</ref> Das Gebäude wurde 2023 eingeweiht.<ref>Forschung: Neues Forschungsgebäude an Universität Erfurt eingeweiht. In: Die Zeit. 18. Oktober 2023, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Januar 2026]).</ref> Bis 2028 entsteht ein neues Mensa-Gebäude, für das das Land im Juni 2024 einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an das Studierendenwerk Thüringen als Betreiber übergab.<ref>Holger Wetzel: Neue Erfurter Uni-Mensa ist auf dem Weg – mit breiterem Angebot. In: Thüringer Allgemeine. 28. Oktober 2025, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Das Betreuungsverhältnis betrug Anfang der 2000er-Jahre etwa 30 Studierende auf einen Hochschullehrer. Stand 2025 liegt das Betreuungsverhältnis an der Universität bei etwa 53 Studierenden auf einen Hochschullehrer.<ref>Statistiken zu Studierendenzahlen und Absolventen. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Besondere Einrichtungen
Max-Weber-Kolleg
Das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt ist eine Einrichtung, die als Institute for Advanced Study und gleichzeitig als Graduiertenkolleg arbeitet. Am Kolleg sind Fellows für eine begrenzte Zeit tätig; daneben werden Promotionsvorhaben betreut. Grundlage ist ein an Max Weber orientiertes Forschungsprogramm mit interdisziplinärer sozial- und geisteswissenschaftlicher Ausrichtung.<ref>Weichen einstimmig gestellt. In: Thüringische Landeszeitung. 16. Mai 2012, S. 16.</ref><ref>Max-Weber-Kolleg als Ort des verdichteten Geistes benannt. In: Thüringische Landeszeitung. 15. Juli 2009.</ref>
Willy Brandt School
Eine weitere Einrichtung ist die weitgehend durch Drittmittel getragene Erfurt School of Public Policy (ESPP), 2009 umbenannt zur Willy Brandt School of Public Policy,<ref>Willy Brandt als Namensgeber – ESPP bezog feierlich neue Räume. In: Thüringische Landeszeitung. 28. November 2009.</ref> eine nach angloamerikanischem Vorbild konzipierte Professional School, die seit 2002 den ersten deutschen Studiengang zum Erwerb des Master of Public Policy (MPP) anbietet und in Kooperation mit der Staatswissenschaftlichen Fakultät als zentrale Einrichtung der Universität besteht.<ref>Satzung der Willy-Brandt-School vom 30. Juni 2021 (Verk.Bl. UE RegNr: 2.5.1.7-1).</ref>
Forschungszentrum Gotha
Auf ihrem Forschungscampus im benachbarten Gotha unterhält die Universität Erfurt die Forschungsbibliothek Gotha auf Schloss Friedenstein mit der historischen Sammlung Perthes, das Forschungszentrum Gotha und das Forschungskolleg Transkulturelle Studien/Sammlung Perthes. Die Forschungsbibliothek bewahrt eine Sammlung zur Kultur- und Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit und Neuzeit.<ref>Akteure. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 20. Januar 2026.</ref>
Universitätsgesellschaft
Als Fördergesellschaft für die Universität fungiert die Universitätsgesellschaft Erfurt.
Bibliotheken der Universität
Die Universitätsbibliothek Erfurt wurde im Jahr 1999 mit der Forschungs- und Landesbibliothek Gotha vereinigt. Sie verfügt Stand 2024 über einen Bestand von 1.221.411 Druckschriften. Zum Bibliotheksbestand gehören auch 46.000 Drucke des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie 1.951 Handschriften, davon 979 der berühmten Gelehrtenbibliothek Bibliotheca Amploniana.<ref>Kennzahlen. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Im März 2018 wurden die Universitätsbibliothek Erfurt und die Forschungsbibliothek Gotha wieder eigenständige universitäre Einrichtungen, wobei die Forschungsbibliothek Gotha seitdem eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität ist.<ref>Aus eins mach zwei: Universitätsbibliothek Erfurt und Forschungsbibliothek Gotha gehen künftig getrennte Wege. In: WortMelder. 20. März 2018 (uni-erfurt.de [abgerufen am 20. März 2018]).</ref><ref name=":4" />
Erfurt School of Education (ESE)
Die Erfurt School of Education ist das Zentrum für die Lehrerbildung an der Universität Erfurt. Sie ist zuständig für die Koordination der Ausbildung von künftigen Lehrkräften im BA-/MA-System und verbindet sie zugleich mit der Bildungsforschung an der Universität Erfurt. Erster Direktor war der Bildungsforscher Hans Merkens.<ref>Constanze Alt: Gespräch mit Hans Merkens, dem Gründungsdirektor der Erfurt School of Education. In: Ostthüringer Zeitung. 26. März 2009.</ref><ref>Wenn Pauker pauken. Lehrerweiterbildung an der Erfurt School of Education. In: Thüringische Landeszeitung. 6. März 2012, S. 13.</ref><ref>Erfurt School of Education (ESE). In: Bildungsserver. Abgerufen am 20. Januar 2026.</ref>
Institute for Planetary Health Behaviour (IPB)
Das Institute for Planetary Health Behaviour (Institut für klimagesundes Verhalten, kurz: IPB) betreibt Forschung zu klimagesundem Verhalten und macht die Ergebnisse für die Öffentlichkeit und Politik zugänglich.<ref>Forschung: Einweihungsfeier für Institut für klimagesundes Verhalten. In: Die Zeit. 2. Juni 2023, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref> Beteiligt sind Forschende aus Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Bildungs- und Sozialforschung; in den Arbeitsfeldern wirken außerdem Klima- und Umweltwissenschaften, Medizin, Gesundheitsforschung, Ökonomie und Politikwissenschaften mit. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem klimagesundes Verhalten, die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen und die Bereitschaft zum klimapolitischen Engagement.<ref>Der Mensch und der Klimawandel – neues Institut in Erfurt. In: Ärzte Zeitung. 20. Januar 2023, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref><ref>Hanno Müller: Klimaverhalten verstehen, um es zu verändern. In: Thüringer Allgemeine. 5. Juni 2023, S. 2.</ref>
Fakultäten und Studiengänge
Die Universität Erfurt ist eine geisteswissenschaftliche Reformuniversität mit kultur- und gesellschaftswissenschaftlichem Profil.<ref name="Porträt" /> Sie unterhält vier Fakultäten sowie weitere (wissenschaftliche) Einrichtungen: Mit der Immatrikulation der ersten Studierenden nahm die Universität Erfurt im Oktober 1999 den Studienbetrieb in der Philosophischen Fakultät auf. Im Oktober 2000 folgte die Staatswissenschaftliche Fakultät mit den Studienrichtungen Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft. 2001 wurde die Pädagogische Hochschule Erfurt/Mühlhausen in die Universität eingegliedert. Gleichzeitig erfolgte die Gründung der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. 2003 wurde mit der Katholisch-Theologischen Fakultät die zuvor von den katholischen Diözesen Ostdeutschlands getragene Theologische Fakultät Erfurt samt Priesterseminar (Nachfolgerin des 1952 errichteten Philosophisch-Theologischen Studiums Erfurt) als vierte Fakultät in die Universität aufgenommen. Im November 2003 wurde das Philosophisch-Theologische Studium als Katholisch-Theologische Fakultät in die Universität integriert.
Der interdisziplinäre Anspruch findet in dem zentralen Campus Ausdruck, der alle Fachrichtungen auch räumlich miteinander verbindet.
Stand 2025 bietet die Universität Erfurt in ihren vier Fakultäten folgende Studiengänge an:
Erziehungswissenschaftliche Fakultät
- Erziehungswissenschaft (B.A.)
- Evangelische Religion (B.A.)
- Förder- und Inklusionspädagogik (B.A.)
- Kunst (B.A.)
- Lehr-/Lern- und Trainingspsychologie (B.A.)
- Mathematik (auch dual möglich) (B.A.)
- Musik (B.A.)
- Primarpädagogik (B.A.)
- Sport- und Bewegungspädagogik (auch dual möglich) (B.A.)
- Technik (auch dual möglich) (B.A.)
- Erziehungswissenschaft – Management und Forschung im Bildungswesen (M.A.)
- Sonder- und Integrationspädagogik (M.A.)
- Psychologie (M.A.)
Lehramtsstudiengänge
- Lehramt Grundschule (Master of Education über die Erfurt School of Education)
- Lehramt Regelschule (Master of Education über die Erfurt School of Education, auch dual möglich)
- Lehramt berufsbildende Schule (Master of Education über die Erfurt School of Education)
- Lehramt Regelschule (Staatsexamen): Katholische Religionslehre – in Kooperation mit der Universität Jena
- Lehramt Gymnasien (Staatsexamen): Katholische Religionslehre – in Kooperation mit der Universität Jena
Katholisch-Theologische Fakultät Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.
- Katholische Theologie (Magister)
- Katholische Religion (B.A.)
- Theologie und Wirtschaft (M.A.)
Philosophische Fakultät
- Anglistik / Amerikanistik (B.A.)
- Germanistik (B.A.)
- Geschichtswissenschaft (B.A.)
- Internationale Beziehungen (B.A.)
- Kommunikationswissenschaft (B.A.)
- Literaturwissenschaft (B.A.)
- Philosophie (B.A.)
- Religionswissenschaft (B.A.)
- Romanistik (B.A.)
- Angewandte Linguistik – Erwerb, Verarbeitung und Verwendung von Sprache (M.A.)
- Geschichte transkulturell (M.A.)
- Globale Kommunikation: Politik und Gesellschaft (M.A.)
- Kinder- und Jugendmedien (M.A.)
- Literaturwissenschaft: Texte. Zeichen. Medien (M.A.)
- Philosophie (Sprache – Wissen – Handlung) (M.A.)
- Religionswissenschaft / Religious Studies (M.A.)
Staatswissenschaftliche Fakultät
- Management (B.A.)
- Staatswissenschaften – Rechtswissenschaften (B.A.)
- Staatswissenschaften – Sozialwissenschaften (B.A.)
- Staatswissenschaften – Wirtschaftswissenschaften (B.A.)
- Demokratie und Wirtschaft (M.A.)
- Staatswissenschaften (M.A.)
- Public Policy (M.P.P.)
- Theologie und Wirtschaft (M.A.)
Studium Fundamentale
Im für alle belegungspflichtigen Studium Fundamentale (im Hauptfach integriert) sollen die Studierenden einen Einblick in die Inhalte anderer Studienfächer erhalten und so lernen, sich auch mit fachfremden Inhalten auseinanderzusetzen. Das Studium Fundamentale ermöglicht es, allgemeine soziale und persönlichkeitsbildende Kompetenzen zu vertiefen, insbesondere Urteilskompetenz, Vermittlungskompetenz, soziale Kompetenz inklusive interkultureller Kompetenz sowie ästhetische Kompetenz. Diese Kompetenzen sollen insbesondere zur Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen befähigen und anhand solcher Fragestellungen bearbeitet werden.
Studentenleben
Verfasste Studierendenschaft der Universität Erfurt
Die Verfasste Studierendenschaft ist im Thüringer Hochschulgesetz geregelt.<ref>Thüringer Hochschulgesetz. In: Thüringer Landespräsidentenkonferenz. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Sie setzt sich aus den Fachschaftsräten, die auf Ebene der Studienrichtungen eine Vertretung gegenüber der Fachbereichsleitungen und der Professorenschaft ausüben, und dem Studierendenrat, der eine Gesamtvertretung darstellt, zusammen. Alle immatrikulierten Studierenden der Universität sind zugleich Mitglied der Verfassten Studierendenschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Bezweckt werden eine Vertretung gegenüber der Hochschulleitung sowie eine Förderung der studentischen Kultur. Die Verfasste Studierendenschaft erhebt auf Grundlage der Beitragsordnung einen Beitrag, mit dem auf Antrag Veranstaltungen von Fachschaftsräten, Hochschulgruppen und einzelnen Studierenden gefördert werden können.<ref>Satzung der verfassten Studierendenschaft. In: Uni Erfurt. 16. Dezember 2015, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Studentische Gruppen, Gemeinden und Verbindungen
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.An der Universität Erfurt bestehen zahlreiche studentische Gruppen, darunter politische, kulturelle, soziale und fachbezogene Initiativen sowie religiöse Hochschulgruppen. Sie organisieren verschiedene Aktivitäten auf dem Campus, unterstützen studentisches Engagement und bieten Räume für Austausch und Vernetzung. Neben thematischen Arbeitsgemeinschaften existieren zudem studentische Initiativen, die internationale Begegnungen fördern oder sich mit Nachhaltigkeits- und gesellschaftlichen Themen befassen.<ref>Hochschulgruppen, studentische Initiativen und Studierendengemeinden. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref><ref>Studentische Vertretung und Engagement an der Universität Erfurt: Von StuRa bis Fachschaften. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Studentenmedien
An der Universität Erfurt gab es diverse studentische Printmedien. Von 2009 bis 2012 erschien die von Studierenden herausgegebene Literaturzeitschrift Wortwuchs. Die studentische Zeitung Zett-eL wurde im Wintersemester 2011/12 gegründet und berichtete bis 2016 insbesondere über die Politik des Studierendenrates der Universität Erfurt und andere hochschulrelevante Themen. Außerdem erschien von 2010 bis 2015 zwei Mal im Semester die Zeitung Lemma, die gemeinsam von Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Erfurt und der Technischen Universität Ilmenau herausgegeben wurde.
Zweimal im Semester erscheint auch das campus:echo, das studentische Magazin der Universität Erfurt.<ref>campus:echo. In: Calaméo. Abgerufen am 20. Januar 2026.</ref>
Die Studierendenredaktion UNIversal sendet seit 2014 einmal im Monat eine einstündige Magazinsendung auf Radio F.R.E.I. und berichtet auf ihrer Webseite über studentische Themen.<ref>Hochschulgruppen, studentische Initiativen und Studierendengemeinden. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Hochschulsport (USV Erfurt)
Der Universitätssportverein Erfurt (USV Erfurt) geht auf die 1959 gegründete Hochschulsportgemeinschaft Wissenschaft des Pädagogischen Instituts Erfurt zurück, die 2001 in ihre heutige Form überführt wurde. Seit 2004 übernahm der Verein schrittweise Aufgaben des Erfurter Hochschulsports;<ref>Unisportverein wächst weiter. In: Thüringische Landeszeitung. 29. November 2005.</ref> zum 1. Januar 2006 wurden ihm diese vollständig übertragen. Grundlage hierfür war eine Kooperationsvereinbarung mit der Universität und der Fachhochschule Erfurt, die dem USV die Nutzung der erforderlichen Sportstätten sichert.<ref name=":0">Matthias Opatz: Fünfzig, aber fit und frisch. In: Thüringer Allgemeine. 10. Januar 2009.</ref>
Der Verein gehört zu den größeren Sportvereinen der Stadt und umfasst verschiedene Abteilungen, darunter verschiedene Ball-, Kampf- und Individualsportarten sowie Angebote im Fitness-, Gesundheits- und Rehabilitationssport. Der USV organisiert das Hochschulsportprogramm für Studierende und Beschäftigte beider Erfurter Hochschulen.<ref>Melderekord im Hochschulsport. In: Thüringische Landeszeitung. 2. November 2010.</ref><ref name=":0" />
Projekte
National Model United Nations
Im Sommersemester 2003 hat sich erstmals eine Model-United-Nations-Projektgruppe an der Universität gebildet. Das Ziel der studentischen Initiative ist seither die Teilnahme am renommierten National Model United Nations NMUN in New York, mit über 3000 Studierenden eine der größten UNO-Simulationen weltweit.
Bei den National Model United Nations Conferences wurde die Gruppe der Universität Erfurt jeweils mehrmals ausgezeichnet und schloss 2006 zudem als beste deutsche Gruppe ab. Sowohl 2007 als auch 2008 wurden die teilnehmenden Delegationen ausgezeichnet. Auch im Jahr 2012 erhielt die Delegation aus Erfurt eine Auszeichnung und zählte zu den besten Teilnehmern.
Die Gruppe ist ebenso regelmäßig an der Organisation kleinerer Vorbereitungs-MUNs, wie z. B. Erfurt Model United Nations (EfMUN) beteiligt.<ref>Model UN. In: Uni Erfurt. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Kinder-Uni
Die Kinder-Uni Erfurt ist eine gemeinsame Initiative von Universität, Fachhochschule Erfurt und dem Helios-Klinikum und richtet sich an Kinder von 5 bis 15 Jahren.<ref name=":6">Vorlesung mit leitendem Notarzt. In: Thüringer Allgemeine. 28. September 2011, S. 16.</ref><ref name=":6" /> Im Rahmen der Veranstaltungsreihe bringen die Dozenten den Kindern in Workshops und Vorlesungen wissenschaftliche Themen näher oder experimentieren mit ihnen im Labor.<ref>Sandra Hackenberg: Eine Woche lang studieren wie die Großen. In: Thüringische Landeszeitung. 18. März 2014, S. 16.</ref><ref>Aufgeregt wie die großen Forscher. In: Thüringische Landeszeitung. 20. Januar 2015, S. 14.</ref>
Fremde werden Freunde
„Fremde werden Freunde“ ist ein gemeinsames Projekt der Universität Erfurt, der Fachhochschule Erfurt und der Stadt Erfurt. Es richtet sich an ausländische Studierende und Gastdozenten, die für einen befristeten Aufenthalt an die Erfurter Hochschulen kommen. Ziel des Projekts ist es, Kontakte zwischen diesen Studierenden und Erfurter Familien herzustellen. Vorgesehen sind gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge, Theaterbesuche oder Unterstützung im Alltag, etwa bei Behördengängen.<ref>Katrin Müller: Fremde könnten in Erfurt richtige Freunde werden. Projekt der Universität, der Fachhochschule und der Stadt. In: Thüringer Allgemeine. 5. Juni 2002.</ref>
Forschung
Seit ihrer Neugründung im Jahr 1994 verfügt die Universität Erfurt über ein kultur- und gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtetes Profil. Schwerpunkte liegen in den Bereichen Religion, Geistes- und Kulturwissenschaften, Gesellschaft sowie Lehrerbildung.<ref>Lutz Granert: Praxisnah oder kreativ. In: Ostthüringer Zeitung. 31. Januar 2014, S. 32.</ref> Die vier Fakultäten, das Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien und die Gothaer Forschungseinrichtungen tragen mit ihren jeweiligen Strukturen und Aufgaben zum Gesamtprofil bei und ermöglichen interdisziplinäre sowie internationale Zusammenarbeit.<ref>Freistaat investiert in die Forschung zur Reformation. In: Südthüringer Zeitung. 7. November 2016, S. 2.</ref><ref>Förderung internationaler Forschung. Max-Weber-Kolleg erhält 1,4 Millionen. In: Thüringer Allgemeine. 10. März 2015, S. 17.</ref>
Die Universität Erfurt unterhält einen kleinen Forschungscampus in Gotha, etwa 25 Kilometer vom Campus in Erfurt entfernt. Hier ist neben der Forschungsbibliothek im Schloss Friedenstein vor allem die historische Forschung beheimatet; im Forschungszentrum Gotha und im Forschungskolleg „Transkulturelle Studien/Sammlung Perthes“. Die hier beschäftigten Wissenschaftler erforschen die Gothaer Bestände.<ref>Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt. In: Bildungsserver. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref><ref>Kurzzeitstipendien für promovierte Wissenschaftlerinnen, Forschungskolleg Transkulturelle Studien/Sammlung Perthes. In: Historische Geographien. 18. Mai 2025, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref>
Die Universität Erfurt wurde 2019 in die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen.<ref name=":5" />
Mitgliedschaften
Die Universität Erfurt ist unter anderem Mitglied in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), im Netzwerk „Bildung durch Verantwortung“,<ref>Ehrenamt beim Studium. In: Rheinische Post. 18. Oktober 2012.</ref> im Innovationsnetzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung,<ref>Erfurter Initiativen mit Nachhaltigkeitspreis geehrt. In: Thüringer Allgemeine. 14. Juli 2018, S. 5.</ref> im Dual Career Netzwerk Thüringen und unterstützt das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT).<ref>Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften. In: Thüringer Allgemeine. 27. Mai 2013, S. 25.</ref>
Persönlichkeiten der Universität
- Siehe: Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität Erfurt, Liste der Rektoren und Präsidenten der Universität Erfurt und Kategorie:Hochschullehrer (Universität Erfurt)
Zu den bekannten Persönlichkeiten der Universität zählen unter anderem Tino Edelmann,<ref name=":10">Sebastian Grimm: Der Weltmeister hat die Emotionen im Sportunterricht im Fokus. In: Thüringer Allgemeine. 22. Mai 2025, S. 16.</ref> Peter Glotz,<ref name=":1">Peter Glotz ist tot. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Mai 2010, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Bettina Rockenbach,<ref>Personalie: Rockenbach übernimmt Leopoldina-Präsidentschaft. In: Tagesspiegel. 24. Februar 2025 (tagesspiegel.de [abgerufen am 21. Januar 2026]).</ref> Hans Joas,<ref>Wissenschaftspreis für den Erfurter Soziologen Hans Joas. In: Neue Westfälische. 20. August 2010, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Carsten Schneider,<ref name=":2">Jörg Schurig: Neue Bundesregierung: Nach 27 Jahren wieder ein Thüringer Minister. In: In Südthüringen. 5. Mai 2025, abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> Elisabeth Kaiser,<ref name=":11">Tina Puff: Lehrerin weckt politisches Interesse. In: Ostthüringer Zeitung. 15. September 2021, S. 15.</ref> Martin Luther und Christoph Martin Wieland.<ref name=":3">Steffen Rassloff: Schwedenkönig und Dalberg. In: Thüringer Allgemeine. 10. Februar 2007.</ref>
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Bis 2019
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Seit 2019
Literatur
- Fritz Wiegand: Szepter, Siegel und Ornate der ehemaligen Universität Erfurt. In: Harry Güthert (Hrsg.): Festschrift zur Eröffnung der Medizinischen Akademie Erfurt. Erfurt 1954, S. 27–42.
- Erich Kleineidam: Universitas studii Erfordensis: Überblick über die Geschichte der Universität Erfurt im Mittelalter 1392–1521. Teil 1: 1392–1460. 1964, 2. erw. Auflage Leipzig 1985. Teil 2: Spätscholastik, Humanismus und Reformation: 1461–1521. 1969, 2. erw. Auflage Leipzig 1992, ISBN 3-7462-0603-0. Teil 3: Die Zeit der Reformation und Gegenreformation, 1521–1632. Leipzig 1980. Teil 4: Die Universität Erfurt und ihre theologische Fakultät von 1633 bis zum Untergang 1816. Leipzig 1981.
- Walter Künzel: 600 Jahre Universität Erfurt – Vier Jahrzehnte Medizinische Akademie Erfurt. Festschrift der Medizinischen Akademie Erfurt aus Anlass der Erfurter Universitätsgründung 1392. Erfurt 1992.
- Almuth Märker: Geschichte der Universität Erfurt 1392–1816. (Schriften des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Band 1) Weimar 1993, ISBN 3-7400-0814-8.
- Robert Gramsch: Erfurt – Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität. (Schriften des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Band 9) Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-062-3.
- Steffen Raßloff: Erfurt. Die älteste und jüngste Universität Deutschlands. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (PDF)
- Barbara Marshall: Die (Wieder-) Gründung der Universität Erfurt (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe. Band 63). Böhlau, Köln 2022, ISBN 978-3-412-52579-8.
Weblinks
- Offizielle Website
- Universitätsgesellschaft Erfurt
- Universität Erfurt mit historischem Überblick auf www.erfurt-web.de
- Linkkatalog zum Thema Universität Erfurt bei curlie.org (ehemals DMOZ)
- Website zur Kinder-Uni
- Übersicht über alle digitalisierten Archivalien der historischen Universität Erfurt (Bestand A 45) im Landesarchiv Sachsen-Anhalt
Einzelnachweise
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