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Disulfide

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Datei:Disulfides General Formulae.png
Allgemeine Struktur von organischen (kovalenten) Disulfiden mir den Organyl-Resten R1 und R2, die Alkyl-Reste, Aryl-Reste, Alkylaryl-Reste etc. sind. Die Disulfid-Brücke ist blau markiert.

Disulfide sind chemische Verbindungen, die zwei aneinander gebundene Schwefelatome enthalten.

Ionische Disulfide

Ionische Disulfide enthalten das Anion S22− und sind formal Salze des unbeständigen Disulfans H2S2. Das bekannteste Beispiel ist Pyrit (FeS2), auch als Katzengold oder Narrengold bezeichnet. Weitere Vertreter sind Cattierit (CoS2), Vaesit (NiS2) und Patrónit (V[S2]2).

Kovalente Disulfide

Datei:2010-09-26 Phallus impudicus crop.jpg
Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus) sondert unter anderem Dimethyldisulfid als Geruchsstoff ab.
Datei:Dimethyldisulfide V1.svg
Strukturformel von Dimethyldisulfid, des einfachsten kovalenten Disulfids.

Kovalente Disulfide, veraltet auch Disulfane genannt,<ref>{{#if: | {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}} | Eintrag zu {{#if:trim| sulfanes}}. In: IUPAC (Hrsg.): Compendium of Chemical Terminology. The “Gold Book”. {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}{{#if: 2.3.3 |  – Version: 2.3.3}}.}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= |opt= 2= Version= lang= Seiten= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Gold Book |errNS= 0 |template= Vorlage:Gold Book }}</ref> haben die allgemeine Formel R1–S–S–R2. Bei symmetrischen Disulfiden gilt R1 = R2, bei unsymmetrischen Disulfiden sind die organischen Reste R1 und R2 verschieden.

Niedermolekulare organische Disulfide sind unpolare, leicht flüchtige, übelriechende Stoffe. Der einfachste Vertreter dieser Stoffklasse ist Dimethyldisulfid. Bekannt ist das den charakteristischen Knoblauch- und Zwiebelgeruch hervorrufende Diallyldisulfid.<ref name="Gossauer229-230">Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle, Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, S. 229–230, ISBN 978-3-906390-29-1.</ref> Organische Disulfide mit einer höheren molaren Masse sind dagegen geruchlos.

Vorkommen

Disulfidbrücken in Cystineinheiten von Proteinen (Insulin, Keratin, Oxytocin etc.) spielen für deren Tertiärstruktur eine wichtige Rolle. Weiterhin findet sich die Disulfidstruktur in heterocyclischen Naturstoffen wie (+)-Liponsäure und Asparagusinsäure.<ref name="Gossauer229-232">Albert Gossauer: Struktur und Reaktivität der Biomoleküle, Verlag Helvetica Chimica Acta, Zürich, 2006, S. 229–232, ISBN 978-3-906390-29-1.</ref>

Einzelnachweise

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