Dipicolinsäure
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Strukturformel von Dipicolinsäure | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Dipicolinsäure | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C7H5NO4 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, fast geruchlose Nadeln<ref name="roempp">Eintrag zu Dipicolinsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 167,10 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="roempp" /> | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
Zersetzung ab 248 °C<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||||||||
| pKS-Wert |
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| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||||||||
Dipicolinsäure (Pyridin-2,6-dicarbonsäure) ist eine organische Verbindung, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Sie gehört zur Gruppe der Pyridindicarbonsäuren und besteht aus einem Pyridinring, der zwei Carboxygruppen in 2- und 6-Position trägt. Der Name leitet sich von der Picolinsäure (Pyridin-2-carbonsäure) ab, die am Pyridinring nur eine Carboxygruppe in 2-Position trägt.
Vorkommen und Darstellung
Die Verbindung wird während der Sporulation (Sporenbildung) von Mikroorganismen gebildet. Sie kommt nur im Kern (Sporenprotoplasten) von Endosporen (5–15 % des Trockengewichts) vor, ist jedoch nicht in vegetativen Zellen enthalten.
Eine Darstellung erfolgt z. B. aus 2,6-Lutidin durch Oxidation der Methylgruppen.
Eigenschaften
Beim Erhitzen zersetzt sie sich ab 248 °C durch Decarboxylierung zu Picolinsäure:<ref name="GESTIS" />
Biologische Bedeutung
Dipicolinsäure wird von Bakterien bei der Bildung von Sporen gebildet und ist mit verantwortlich für die Thermoresistenz. Es liegt oft als Chelat mit Calciumionen (Ca2+) vor.<ref>A. Steinbüchel, F. B. Oppermann-Sanio: Mikrobiologisches Praktikum. Versuche und Theorie. Springer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-540-44383-5, S. 59.</ref><ref>H. Höffeler: Bildatlas Cytologie. Harri Deutsch Verlag, Frankfurt/Main 2003, ISBN 3-8171-1685-3, S. 39.</ref><ref name="Bültermann"/><ref name="Fichtel"/>
Verwendung
Dipicolinsäure wird in der chemischen Industrie für die Vorbereitung von mit Dipicolin gebundenen Lanthanoiden (als Chelatligand) und als Komplexbildner für Übergangsmetallkomplexe<ref>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> sowie als Stabilisator für Peroxide<ref>Patent EP0742206: Percarboxylic acid solutions with improved stability in presence steel. Veröffentlicht am 29. September 1999, Erfinder: Georg Thiele, Peter Täubl.</ref> und als Zwischenprodukt zur Herstellung weiterer chemischer Verbindungen verwendet.
Weblinks
- Sigma-Aldrich: FT-IR Raman Spektrum (PDF; 21 kB).
Einzelnachweise
<references> <ref name="Bültermann">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> <ref name="Fichtel">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> </references>
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- Pyridincarbonsäure
- Dicarbonsäure
- Chelatligand