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Chronik der Streckenelektrifizierung der Deutschen Reichsbahn im Gebiet der DDR

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In der Chronik der Streckenelektrifizierung der Deutschen Reichsbahn sind alle Strecken in der DDR aufgeführt, die die Deutsche Reichsbahn seit 1949 bis zu ihrem Aufgehen in der Deutschen Bahn 1994 elektrifiziert hat. Für den mit Gleichstrom und seitlicher Stromschiene betriebenen S-Bahn-Betrieb im Raum Berlin existieren tabellarische Übersichten unter Geschichte der Berliner S-Bahn.

Ausgangslage

Die Preußische Staatseisenbahnen hatten, beginnend im Jahre 1910, einige in Mitteldeutschland gelegene Strecken des Vollbahnnetzes elektrifiziert. Dies betraf vor allem den Raum MagdeburgDessauBitterfeldHalleLeipzig. Im Ersten Weltkrieg war der elektrische Betrieb eingestellt worden, doch ab 1920 wurden die Anlagen von der inzwischen gebildeten Deutschen Reichsbahn wiederhergestellt und erweitert. Für dieses Gebiet wurde 1935 eine Gesamtlänge von 287 Kilometern elektrifizierter Strecken angegeben, wobei sich die Länge der überspannten Einzelgleise auf 1016,6 Kilometer summierte.<ref>EB 1935/1, S. 7</ref>

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde nach zwischenzeitlicher Wiederaufnahme des elektrischen Betriebes gemäß dem Potsdamer Abkommen (Befehl Nr. 95 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD)) ab dem 29. März 1946 die Fahrleitungsanlagen und die zugehörigen Speiseeinrichtungen abgebaut, als Reparationsgut mitsamt den elektrischen Triebfahrzeugen an die UdSSR abgeliefert und damit der elektrische Bahnbetrieb in Mitteldeutschland zunächst beendet.

Ab 1955 wurde der elektrische Betrieb vorwiegend auf den genannten Strecken mit Hilfe wiedererlangter, gebrauchter Ausrüstung schrittweise wieder aufgenommen. Die Deutsche Reichsbahn elektrifizierte hierbei ihre Strecken in der Regel wieder mit Einphasenwechselstrom bei einer Spannung von 15 kV und einer Frequenz von 16⅔ Hertz. Lediglich die Rübelandbahn wurde wegen ihrer Insellage abweichend mit einer Spannung von 25 kV und einer Frequenz von 50 Hz elektrifiziert. Zu Versuchszwecken wurde ferner die Strecke Hennigsdorf–Wustermark nordwestlich von Berlin zeitweise ebenfalls mit 25 kV und 50 Hz elektrifiziert. Planmäßiger elektrischer Zugbetrieb bestand auf dieser Strecke jedoch nicht.

1950er Jahre

Nach dem vorläufigen Ende des elektrischen Zugbetriebes in der Sowjetischen Besatzungszone sollten nach dem Willen des SED-Politbüros wenigstens in Mitteldeutschland die am stärksten belasteten Strecken wieder elektrifiziert werden. So wurden im Dezember 1950 Verhandlungen mit der Sowjetunion aufgenommen, um die abgebauten, in Russland nicht nutzbare und teilweise unter freiem Himmel lagernde elektrische Ausrüstung sowie die beschlagnahmten Lokomotiven zurückzuerlangen.<ref name="Reichsbahn-Report">Erich Preuß: Der Reichsbahn-Report. 1. Auflage. Berlin 1993, ISBN 3-344-70789-2, S. 14, 44–48.</ref> Als Austausch wurden 355 Weitstreckenwagen aus dem Waggonbau Ammendorf geliefert. Zwischen Juli 1952 und Januar 1953 kehrten die Lokomotiven und Triebwagen zurück, allerdings in einem derart schlechten Zustand, dass sich die ursprünglich noch für 1953 geplante Instandsetzung von 40 Lokomotiven zunächst erheblich verzögerte.<ref name="Züge unter Strom">Erich Preuß: Züge unter Strom. Die Geschichte des elektrischen Zugbetriebs in Deutschland. 1. Auflage. München 1998, ISBN 3-932785-30-4, S. 38–48, 77–88, 96–98.</ref> Aus dem Bahnstromkraftwerk Muldenstein verbrachte Anlagenteile kamen hingegen teilweise original verpackt und unbenutzt aus der UdSSR zurück.<ref>Siegfried Graßmann: Das Reichsbahnkraftwerk Muldenstein. In: Die Deutsche Reichsbahn – 45 Jahre Eisenbahngeschichte in der DDR. Kapitel 3.4, S. 1, GeraMond-Verlag, Gilching</ref>

Im selben Jahr wurde mit der Elektrifizierung des ersten Abschnittes Halle–Köthen begonnen, dessen Eröffnung durch Verkehrsminister Erwin Kramer am 1. September 1955 erfolgte. Für den Betrieb standen an diesem Tag 14 aufgearbeitete Maschinen der Baureihe E 44 zur Verfügung.<ref name="Reichsbahn-Report" /> Ebenfalls instand gesetzt wurden Exemplare der Baureihen E 04, E 05, E 17, E 18, E 21.0, E 77, E 94 und E 95. Die Bahnstromversorgung erfolgte wie vor dem Krieg zentral über das Bahnkraftwerk Muldenstein in der Nähe von Bitterfeld, von wo aus bereits am 27. Juli 1955 die Bahnstromleitung zum Unterwerk Köthen in Betrieb genommen wurde.

Am 29. Dezember 1955 wurde die Elektrifizierung der Strecke Halle–Köthen bis nach Schönebeck (Elbe) ausgeweitet und zum Jahreswechsel 1956/57 folgte schließlich die Reststrecke nach Magdeburg. Bis 1959 wurden mit Ausnahme der für die Braunkohlenwirtschaft relevanten Geiseltalbahn Merseburg–Mücheln ausschließlich Wiederelektrifizierungen vorgenommen, so dass zum Ende des Jahrzehnts zumindest zwischen Magdeburg und Dessau im Norden sowie Weißenfels im Süden wieder elektrisch gefahren werden konnte. Insgesamt waren bis dahin 320,6 Streckenkilometer elektrifiziert.<ref name="elektrische-bahnen.de">Thomas Scherrans: Elektrische Strecken der Deutschen Reichsbahn. In: Elektrische Bahnen. 9. Juli 2005, abgerufen am 8. April 2012 (Quelle: Nachlaß Doz. Dr.-Ing. habil Peter Schmidt, Dresden (†), Sammlung Verfasser).</ref>

Datum
<ref name="Verschiedene 1">Gesamtzeitraum: Erich Preuß: Züge unter Strom. Die Geschichte des elektrischen Zugbetriebs in Deutschland, 1. Auflage München 1998, ISBN 3-932785-30-4, S. 165–173.

Für 01.10.1955–05.07.1985: bvm-berlin.de.
Für 15.02.1979–15.12.1984: Fred Hafner: Elektrisch von Nord nach Süd. In: Modelleisenbahner. 35. Jahrgang, Nr. 9/85, ISSN 0026-7422, S. 15.
Für 30.04.1985-27.05.1989: Fred Hafner: Fortschritte bei der Elektrifizierung. In: Modelleisenbahner. 38. Jahrgang, Nr. 10/89, ISSN 0026-7422, S. 5.</ref><ref name="Schwach">Georg Schwach: Oberleitungen für hochgespannten Einphasenwechselstrom in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bern 1989, 17.1. Anhang A: Elektrifizierungsdaten, S. 469–519 (PDF).</ref>

Strecke zwischen den Bahnhöfen Teil der
Gesamtverbindung
Länge
(km)<ref name="Verschiedene 2">Für 01.10.1955–05.07.1985: bvm-berlin.de.
Für 15.02.1979–15.12.1984: Fred Hafner: Elektrisch von Nord nach Süd. In: Modelleisenbahner. 35. Jahrgang, Nr. 9/85, ISSN 0026-7422, S. 15.
Für 30.04.1985–27.05.1989: Fred Hafner: Fortschritte bei der Elektrifizierung. In: Modelleisenbahner. 38. Jahrgang, Nr. 10/89, ISSN 0026-7422, S. 5.</ref>
Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle (Falkenstein–) Staatsgrenze–Probstzella Hochstadt-Marktzeuln–Probstzella 1,7 * Wiederelektrifizierung
* vgl. Chronik der Streckenelektrifizierung der Deutschen Bundesbahn
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) Hbf/GüterbahnhofKöthen Magdeburg–Leipzig 35,8 * Wiederelektrifizierung
* andere Angabe nach bvm.berlin.de: 1. Oktober 1955<ref name="Verschiedene 1" />
Vorlage:DatumZelle KöthenSchönebeck (Elbe) Magdeburg–Leipzig 35,1 Wiederelektrifizierung
Vorlage:DatumZelle Schönebeck (Elbe)Magdeburg Hbf Magdeburg–Leipzig 15,1 * Wiederelektrifizierung
* andere Angabe nach Züge unter Strom: 20. Dezember 1956<ref name="Verschiedene 1" />
Vorlage:DatumZelle Meinsdorf (=Roßlau (Elbe) Gbf)–Dessau HbfBitterfeld Trebnitz–Leipzig 33,2 Wiederelektrifizierung
Vorlage:DatumZelle BitterfeldLeipzig Hbf Trebnitz–Leipzig 34,2 * Wiederelektrifizierung
* Gesamtstrecke Dessau–Bitterfeld–Leipzig nach Züge unter Strom: 9. Juli 1958<ref name="Verschiedene 1" />
Vorlage:DatumZelle Leipzig-MockauLeipzig-SchönefeldEngelsdorf Leipzig-Wahren–Leipzig-Engelsdorf * Wiederelektrifizierung
* Teil des Leipziger Güterrings
Vorlage:DatumZelle Leipzig HbfHalle (Saale) Hbf Magdeburg–Leipzig 37,6 * Wiederelektrifizierung
* drei Bezirksstädte miteinander verbunden.
Vorlage:DatumZelle Leipzig-Wahren Rbf–Leipzig-Mockau Leipzig-Wahren–Leipzig-Engelsdorf Wiederelektrifizierung Nord-Güterring Leipzig
Vorlage:DatumZelle Leipzig MTh Gbf–Leipzig-Wahren Leipzig Hbf–Leipzig-Wahren * Wiederelektrifizierung
* die Masten trugen zusätzlich die Speiseleitungen vom Uw Wahren zum Schaltposten Leipzig
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) HbfMerseburgWeißenfels Halle–Bebra 32,0 Wiederelektrifizierung
Vorlage:DatumZelle MerseburgMücheln (Geiseltal) Merseburg–Querfurt 17,5 * Kohleabfuhrstrecke aus dem Geiseltal
* Fahrleitungsbetrieb nach dem Ende der Förderung am 29. Juli 1996 eingestellt
* Fahrleitung abgebaut.

1960er Jahre

Zu Beginn des Jahrzehnts schritt die Elektrifizierung entsprechend den Vorgaben des V. Parteitages der SED von 1958 zügig voran. Es wurde vor allem das Sächsische Dreieck Leipzig–ZwickauKarl-Marx-StadtDresden–Leipzig in Angriff genommen. Nach dem Plan der sozialistischen Rekonstruktion des Verkehrswesens von 1960 sollte der Anteil der elektrischen Zugförderung bis 1965 von 4,9 Prozent auf 13 Prozent gesteigert werden. Bis 1970 war die Fertigstellung der Verbindungen Leipzig–Berlin und Dresden–Berlin vorgesehen, 1980 sollten 28 Prozent des Streckennetzes elektrifiziert sein.<ref name="Züge unter Strom" /> Außerdem wurde ein Typenprogramm für Neubaulokomotiven aufgenommen, aus dem die Baureihen E 11 und E 42 hervorgingen.

Da die Kapazitäten des Bahnkraftwerks Muldenstein bereits 1958 ausgeschöpft waren und der Bau eines weiteren Bahnkraftwerkes aufgrund des Fehlens eines Herstellers von Einphasenmaschinen im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe unterblieb<ref name="Züge unter Strom" />, wurden als zentral bezeichnete Umformerwerke in Karl-Marx-Stadt und Dresden-Niedersedlitz errichtet.

Am 17. März 1966 traf der DDR-Ministerrat jedoch den folgenreichen Beschluss, wonach dem Ausbau der Dieseltraktion den Vortritt vor der Elektrifizierung gelassen werden sollte.

Die Deutsche Reichsbahn befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer misslichen Lage:

Einerseits war es erforderlich, den überalterten, wartungs- und personalintensiven Dampflokomotivbestand in absehbarer Zeit durch moderne Traktionsmittel zu ersetzen. Für eine schon damals sinnvolle, umfangreiche Streckenelektrifizierung fehlte es der DDR aber neben Baukräften und Material vor allem an Kraftwerkskapazitäten, was sich auch nicht kurzfristig beseitigen ließ. Die Verdieselung schien da ein gangbarer Ausweg zu sein.

Der Anteil der Dieseltraktion sollte von 3 Prozent im Jahr 1965 auf 72 Prozent im Jahr 1978 gesteigert werden.<ref name="Reichsbahn-Report" /> In den Folgejahren wurden nur noch die bereits im Bau befindlichen oder zumindest projektierten Strecken auf elektrischen Betrieb umgestellt. Abgesehen von Lückenschlüssen im Sächsischen Dreieck (bis 1970) sowie der Strecke zwischen Dessau und Magdeburg (1974/75) wurde lediglich noch bis 1967 die Thüringer Bahn zwischen Halle und Neudietendorf elektrifiziert, was allerdings schon seit 1942 geplant war.<ref name="Züge unter Strom" /> Ende 1969 waren damit 962,6 Streckenkilometer elektrifiziert.<ref name="elektrische-bahnen.de" />

Datum
<ref name="Schwach" />
Strecke zwischen den Bahnhöfen Teil der
Gesamtverbindung
Länge
(km)<ref name="Verschiedene 2" />
Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Leipzig-Schönefeld Rbf/Leipzig-Engelsdorf Rbf–Abzw Anger Leipzig-Engelsdorf–Leipzig-Connewitz und
Leipzig–Eilenburg
Leipziger Güterring Südost
Vorlage:DatumZelle Leipzig Bayer BfBöhlen Leipzig–Hof 14,6 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Leipzig HbfLeipzig-Connewitz Leipzig Hbf–Leipzig-Connewitz 8,6 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle BöhlenEspenhain Böhlen–Espenhain 6,77 elektrischer Betrieb am 23. Mai 1993 eingestellt.
Vorlage:DatumZelle BöhlenAltenburg Leipzig–Hof 24,1 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle NeukieritzschBorna Neukieritzsch–Chemnitz 7,1 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle HennigsdorfWustermark Berliner Außenring 23,0<ref name="Elektrische Bahnen">Von den Standardquellen abweichende Angabe nach elektrische-bahnen.de</ref> * 50-Hz-Versuchsstrecke
* Kettenwerk 1973 wieder abgebaut
Vorlage:DatumZelle AltenburgWerdau Leipzig–Hof 35,2
Vorlage:DatumZelle WerdauZwickau (Sachs) Hbf Dresden–Werdau 7,3
Vorlage:DatumZelle Leipzig-LeutzschLeipzig-PlagwitzGaschwitz Leipzig–Probstzella und
Leipzig-Plagwitz–Markkleeberg-Gaschwitz
Teil des Leipziger Güterrings
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) HbfBitterfeldMuldenstein Berlin–Halle 35,4 Andere Angabe: 25. Mai 1963<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle Werdau BogendreieckReichenbach (Vogtl) ob Bf Leipzig–Hof 17,1 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Leipzig HbfGroßkorbetha Leipzig–Großkorbetha 31,9
Vorlage:DatumZelle Zwickau (Sachs) HbfKarl-Marx-Stadt Hbf Dresden–Werdau 48,5 * Sächsisches Dreieck
* vier Bezirksstädte miteinander verbunden
* andere Angabe: 30. Mai 1965<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle Karl-Marx-Stadt HbfFreiberg (Sachs) Dresden–Werdau 40,2 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Blankenburg (Harz)–Königshütte (Harz) Blankenburg–Tanne
(Rübelandbahn)
23,2 * Inselbetrieb mit 25 kV bei 50 Hz
* andere Angabe nach Züge unter Strom: 10. Dezember 1965.<ref name="Verschiedene 1" />
Vorlage:DatumZelle Freiberg (Sachs)Dresden Hbf/Dresden-Friedrichstadt Dresden–Werdau 42,6 * Sächsisches Dreieck
* fünf Bezirksstädte miteinander verbunden.
Vorlage:DatumZelle WeißenfelsGroßheringenBad Sulza Halle–Bebra 28,7<ref name="Elektrische Bahnen" /> * Wiederelektrifizierung zwischen Weißenfels und Abzw Saaleck
* andere Angabe: 28. Mai 1967<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle CamburgGroßheringen Großheringen–Saalfeld 10,0<ref name="Elektrische Bahnen" /> andere Angabe: 28. Mai 1967<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle Bad SulzaApolda Halle–Bebra 11,1<ref name="Elektrische Bahnen" />
Vorlage:DatumZelle ApoldaErfurt HbfNeudietendorf Halle–Bebra 49,3<ref name="Elektrische Bahnen" /> * sechs Bezirksstädte miteinander verbunden
* andere Angabe: Gesamtstrecke Großheringen–Erfurt–Neudietendorf am 28. September 1967<ref name="Schwach" />, der Streckenabschnitt Erfurt–Neudietendorf sollte den Knoten Erfurt von Lokwechseln bei Güterzügen entlasten.
Vorlage:DatumZelle Dresden-Friedrichstadt–Radebeul-Naundorf–Coswig Berlin–Dresden 12,6 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Dresden HbfDresden-Neustadt Děčín–Dresden-Neustadt 3,8 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Dresden-NeustadtRiesa Leipzig–Dresden 50,0 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Leipzig HbfWurzen Leipzig–Dresden 25,7 Sächsisches Dreieck
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) HbfAngersdorf Halle–Hann. Münden 9,1<ref name="Elektrische Bahnen" /> * S-Bahn Halle
* Der Bahnhof Angersdorf wurde zusätzlich zum Umspannen von Güterzügen zur Entlastung des Knotens Halle (S) mit elektrifiziert.
Vorlage:DatumZelle Angersdorf Abzw Awo–Halle-Nietleben Merseburg–Halle-Nietleben 10,1 <ref name="Elektrische Bahnen" /> S-Bahn Halle

1970er Jahre

Der von vielen Eisenbahnern mit Unverständnis aufgenommene<ref name="Reichsbahn-Report" /><ref name="Züge unter Strom" /> Ministerratsbeschluss von 1966 führte zu Beginn der 1970er Jahre dazu, dass fast nur noch S-Bahn-Strecken auf elektrischen Betrieb umgestellt wurden. 1980 verbrauchte die Deutsche Reichsbahn 800.000 Tonnen Dieselkraftstoff, was einem Viertel des gesamten Verbrauchs in der DDR entsprach.<ref>Die Bundesbahn. 10/1991, S. 1031 ff.</ref>

Als die Sowjetunion jedoch 1978 ihre Erdölpreise auch gegenüber der DDR auf Weltmarktniveau anhob, um mehr Devisen erwirtschaften zu können, musste die Regierung der DDR eine erneute Kehrtwende hin zum elektrischen Betrieb vollziehen. Hinzu kam, dass die DDR aus bislang preisgünstigen sowjetischen Erdöl hergestellte Produkte devisenbringend ins NSW verkaufte, und die Sowjetunion mit einer drastischen Erhöhung der Erdölpreise darauf reagierte.<ref>mdr.de: Eine Film von Katja Herr | MDR.DE. Abgerufen am 9. August 2021.</ref> Schon 1976 änderte die SED auf ihrem IX. Parteitag die Prioritäten zugunsten einer wieder forcierten Elektrifizierung und bestätigte diesen Weg auf dem X. Parteitag 1981. So wurden bis Ende des Jahrzehnts schrittweise die Strecken Leipzig–Berlin und Dresden–Berlin in Angriff genommen. Zudem entstand als Neuentwicklung die Baureihe 250, eine schwere Güterzug-Elektrolokomotive, die ab 1977 in Dienst gestellt wurde.

Ende 1979 waren 1285,9 Streckenkilometer elektrifiziert.<ref name="elektrische-bahnen.de" /> Der Anteil der elektrischen Zugförderung an der Gesamtförderleistung lag bei 17,8 Prozent, während sie bei der Deutschen Bundesbahn 83,1 Prozent betrug.<ref name="Züge unter Strom" />

Datum
<ref name="Schwach" />
Strecke zwischen den Bahnhöfen Teil der
Gesamtverbindung
Länge
(km)<ref name="Verschiedene 2" />
Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle WurzenRiesa Leipzig–Dresden 40,1 Vollendung der Direktverbindung Leipzig–Dresden und damit des Sächsischen Dreiecks.
Vorlage:DatumZelle Halle-NietlebenHalle-Dölau Halle Klaustor–Hettstedt 3,5<ref name="Elektrische Bahnen" /> S-Bahn Halle
Vorlage:DatumZelle Merseburg–Buna Werke–Holleben–Halle-Neustadt Merseburg–Halle-Nietleben 17,8 S-Bahn Halle
Vorlage:DatumZelle CoswigMeißen-Triebischtal Borsdorf–Coswig 10,7 S-Bahn Dresden
Vorlage:DatumZelle AngersdorfHolleben Merseburg–Halle-Nietleben 1,3<ref name="Elektrische Bahnen" /> S-Bahn Halle
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) HbfHalle-Trotha Halle–Vienenburg 7,3 * Vollendung der Elektrifizierung der S-Bahn Halle
* andere Angabe: 29. September 1972<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle Magdeburg HbfMagdeburg-NeustadtZielitz Magdeburg–Wittenberge 19,9 * S-Bahn Magdeburg
* Wiederelektrifizierung bis auf den Abschnitt Magdeburg-Rothensee–Zielitz
Vorlage:DatumZelle Schönebeck (Elbe)Schönebeck-Salzelmen Schönebeck–Güsten 3,0 * S-Bahn Magdeburg
* Wiederelektrifizierung bis auf den Abschnitt Magdeburg-Rothensee–Zielitz
Vorlage:DatumZelle Roßlau–Zerbst Trebnitz–Leipzig 13,0 * Wiederelektrifizierung
* Ringschluss Leipzig–Halle–Magdeburg–Dessau–Leipzig
Vorlage:DatumZelle Zerbst–Trebnitz Trebnitz–Leipzig 4,9 * Wiederelektrifizierung
* Ringschluss Leipzig–Halle–Magdeburg–Dessau–Leipzig
Vorlage:DatumZelle Trebnitz–Biederitz Biederitz–Trebnitz 30,3 * Wiederelektrifizierung
* Ringschluss Leipzig–Halle–Magdeburg–Dessau–Leipzig
Vorlage:DatumZelle Biederitz–Magdeburg-Neustadt Berlin–Magdeburg 5,9 * Wiederelektrifizierung
* Ringschluss Leipzig–Halle–Magdeburg–Dessau–Leipzig
Vorlage:DatumZelle Dresden Hbf–Schöna Děčín–Dresden-Neustadt 48,6 * Schöna–Staatsgrenze und Systemtrennstelle zum tschechischen Netz erst 1986
* andere Angabe: 29. Mai 1976<ref name="Schwach" />
Vorlage:DatumZelle Leipzig-PlagwitzGrünauer Allee Leipzig-Plagwitz–Leipzig Miltitzer Allee 1,5<ref name="Elektrische Bahnen" /> S-Bahn Leipzig
Vorlage:DatumZelle MuldensteinBurgkemnitz Berlin–Halle 4,8
Vorlage:DatumZelle Abzw Glindenberg–Barleben Oebisfelde–Magdeburg 2,0<ref name="Elektrische Bahnen" /> S-Bahn Magdeburg
Vorlage:DatumZelle BurgkemnitzLutherstadt Wittenberg Berlin–Halle 26,7
Vorlage:DatumZelle Lutherstadt WittenbergZahna Berlin–Halle 10,7
Vorlage:DatumZelle ZahnaJüterbog Berlin–Halle 21,2
Vorlage:DatumZelle Radebeul-West/Radebeul-Naundorf–Weinböhla Berlin–Dresden 9,4
Vorlage:DatumZelle WeinböhlaElsterwerda Berlin–Dresden 34,8

1980er Jahre

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1984-0602-012, Berlin, Bahnhof Schöneweide, Elektrifizierung.jpg
Eröffnungszug Streckenelektrifizierung (Bahnhof Berlin-Schöneweide Februar 1984)

Der Beschluss des X. Parteitages der SED von 1981 sah vor, die wichtigsten Nord-Süd-Strecken zu elektrifizieren. Die Elektrifizierung wurde zum Zentralen FDJ-Jugendobjekt erklärt und 1982 auf der 3. Tagung des Zentralrates der Freien Deutschen Jugend übergeben. 1984 waren 1200 Jugendliche an der Elektrifizierung beteiligt, was mehr als der Hälfte der Arbeitsleistungen entsprach.<ref name="Hafner, Modelleisenbahner 1985">Fred Hafner: Elektrisch von Nord nach Süd. In: Modelleisenbahner. 35. Jahrgang, Nr. 9/85, ISSN 0026-7422, S. 14–15.</ref>

Um den nun neu entstandenen Bedarf an weiteren elektrischen Lokomotiven zu decken, wurde die neu entwickelte Baureihe 243 in großer Stückzahl gebaut. Die Energieversorgung wurde bei dem Ausbau des Netzes nach Norden dezentral organisiert, das heißt, etwa alle 60 Kilometer wurden Umformerwerke mit fahrbaren Umformern errichtet, die die Energie direkt aus dem 50-Hz-Überlandnetz entnahmen. Die elektrische Energie wurde auf 16⅔ Hz umgeformt und auf 15 kV transformiert.<ref name="Züge unter Strom" /> Dadurch ließen sich viele Kilometer 110-kV-Bahnstromtrassen einsparen.

Die Zahl der jährlich elektrifizierten Streckenkilometer nahm bis Mitte der achtziger Jahre stetig zu: 1981 wurden 85,9 km, 1982 139,1 km, 1983 155,8 km, 1984 252,9 km und 1985 295 km jeweils neu elektrifiziert. Trotzdem verblieb selbst gegenüber anderen Bahnverwaltungen im RGW immer noch ein deutlicher Rückstand: So wurden Ende 1985 bei der DR 37 Prozent aller Zugförderleistungen auf 15,8 Prozent des Netzes elektrisch betrieben, während in der ČSSR 42 Prozent auf 24 Prozent, in Polen 56 Prozent auf 30 Prozent und in der Bundesrepublik 75 Prozent der Leistung auf 40 Prozent des Gesamtnetzes elektrisch gefahren wurden.<ref name="Hafner, Modelleisenbahner 1985" />

Nachdem am 2. Juni 1984 Berlin-Schöneweide und am 18. Mai 1985 schließlich Rostock erreicht war, widmete sich die DR verstärkt den beiden anderen Nord-Süd-Magistralen im Norden des Landes, um die für die DDR wichtigen Ostseehäfen mit den Industriezentren im südlichen Teil der Republik leistungsfähiger zu verbinden. Über Wismar wurden große Mengen Kali devisenbringend in den Westen exportiert, und der strategisch wichtige Fährhafen Mukran auf der Insel Rügen stellte zunehmend die wichtigste Verbindung zur Sowjetunion dar, weil sich auf diesem Wege das politisch unzuverlässige Polen umgehen ließ. Im April 1986 wurde auf dem Bahnhof Bad Kleinen die Inbetriebnahme des tausendsten elektrifizierten Kilometers seit dem X. Parteitag der SED 1981 gefeiert und im September 1987 war die Verbindung von Magdeburg über Stendal und Schwerin nach Wismar und Rostock fertiggestellt. Im Dezember 1987 wurde von Berlin aus über Eberswalde und Angermünde der Rangierbahnhof Stendell am Petrolchemischen Kombinat Schwedt, und im Frühsommer 1989 schließlich Mukran erreicht. Gleichzeitig wurden Ende der 1980er Jahre zur Abfuhr der energiewirtschaftlich äußerst wichtigen Braunkohle aus dem Niederlausitzer Revier ebenfalls ein Großteil der Strecken in diesem Gebiet auf elektrischen Zugbetrieb umgestellt, so dass am 30. September 1989 die erste elektrische Lokomotive Cottbus erreichte.

Bis zum Dezember 1986 wurde mit dem Abschnitt Schöna–Staatsgrenze der Strecke Bahnstrecke Děčín–Dresden-Neustadt erstmals eine grenzüberschreitende Strecke elektrifiziert. Die ČSD stellten ihren Anschlussabschnitt ein Jahr später fertig. An der Grenze wurde eine Systemtrennstelle eingerichtet. Das Ziel, den Dieselbetrieb auf dem Grenzstreckenabschnitt abzulösen, wurde jedoch erst 1992 erreicht.

Datum
<ref name="Verschiedene 1" /><ref name="Schwach" />
Strecke zwischen den Bahnhöfen Teil der
Gesamtverbindung
Länge
(km)<ref name="Verschiedene 2" />
Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle JüterbogLuckenwalde Berlin–Halle 13,0
Vorlage:DatumZelle Grünauer AlleeWilhelm-Pieck-Allee Leipzig-Plagwitz–Leipzig Miltitzer Allee 0,7 S-Bahn Leipzig
Vorlage:DatumZelle Elsterwerda–Doberlug-Kirchhain–Brenitz-Sonnewalde Berlin–Dresden 29,0
Vorlage:DatumZelle Brenitz-SonnewaldeUckro Berlin–Dresden 17,6
Vorlage:DatumZelle LuckenwaldeLudwigsfelde Berlin–Halle 25,0
Vorlage:DatumZelle UckroGolßen Berlin–Dresden 14,2
Vorlage:DatumZelle Golßen–Baruth Berlin–Dresden 10,4
Vorlage:DatumZelle Ludwigsfelde–Genshagener Heide Ost Berlin–Halle 15,3
Vorlage:DatumZelle Baruth–Abzw Glasower Damm (BAR) Berlin–Dresden 32,4
Vorlage:DatumZelle Glasower Damm (BAR)–MichendorfSeddin Berliner Außenring 34,6
Vorlage:DatumZelle Birkengrund/Genshagener HeideTeltow Berlin–Halle 8,2 Strecken Halle–Berlin und Dresden–Berlin über den Berliner Außenring erstmals verbunden.
Vorlage:DatumZelle Saarmund/MichendorfPotsdam HbfPriort Berliner Außenring 34,2 sieben Bezirksstädte miteinander verbunden.
Vorlage:DatumZelle Delitzsch unt BfDelitzsch oberer Bahnhof Verbindungsstrecke Leipzig–Dessau/Halle–Cottbus 4,0
Vorlage:DatumZelle Abzw Glasower Damm West–Flughafen Berlin-Schönefeld Berliner Außenring 8,7
Vorlage:DatumZelle PriortWustermark Berliner Außenring 4,7
Vorlage:DatumZelle PriortWustermark Rbf Berliner Außenring 4,8
Vorlage:DatumZelle Wustermark Rbf–Wustermark Gz-Gleis Berliner Außenring 3,2
Vorlage:DatumZelle Wustermark Rbf–Wustermark Pz-Gleis Berliner Außenring 3,2
Vorlage:DatumZelle Wilhelm-Pieck-AlleeHo-Chi-Minh-Straße Leipzig-Plagwitz–Leipzig Miltitzer Allee 1,0 S-Bahn Leipzig
Vorlage:DatumZelle Abzw Golm–Werder (Havel) Verbindungsstrecke Berliner Außenring/Berlin–Magdeburg 8,6
Vorlage:DatumZelle Flughafen Berlin-SchönefeldGrünauer KreuzBerlin-Grünau Verbindungsstrecke Berliner Außenring/–Bln-Grünau 7,8
Vorlage:DatumZelle Doberlug-Kirchhain Nord–Abzw Hennersdorf–Hennersdorf Verbindungsstrecke Dresden–Berlin/Halle–Cottbus 8,0
Vorlage:DatumZelle AlbrechtshofNauen Berlin–Hamburg 17,9
Vorlage:DatumZelle Wustermark/PriortFalkenhagenHennigsdorfBirkenwerder Berliner Außenring 48,0 50-Hz-Versuchsstrecke Hennigsdorf–Wustermark von 1962 unter Nutzung verwendbarer Masten erneut elektrifiziert
Vorlage:DatumZelle HennigsdorfVelten (Mark) Berlin-Schönholz–Kremmen 9,0
Vorlage:DatumZelle Ho-Chi-Minh-StraßeMiltitzer Allee Leipzig-Plagwitz–Leipzig Miltitzer Allee 0,8 S-Bahn Leipzig
Vorlage:DatumZelle BirkenwerderLöwenberg (Mark) Bahnstrecke Berlin-Neustrelitz–Stralsund 25,0
Vorlage:DatumZelle Löwenberg (Mark)Gransee Bahnstrecke Berlin-Neustrelitz–Stralsund 12,0
Vorlage:DatumZelle NeudietendorfArnstadt Neudietendorf–Ritschenhausen 10,1 Entlastung der Umspannbahnhöfe Erfurt Hbf und Neudietendorf, Fahrleitung 1996 wieder abgebaut
Vorlage:DatumZelle GranseeFürstenberg (Havel) Bahnstrecke Berlin-Neustrelitz–Stralsund 21,8
Vorlage:DatumZelle Halle (Saale) HbfDelitzsch oberer Bahnhof Halle–Cottbus 26,0
Vorlage:DatumZelle GlauchauGößnitz Glauchau–Gößnitz 12,4
Vorlage:DatumZelle Fürstenberg (Havel)Adamsdorf Berlin–Neustrelitz, Neustrelitz–Warnemünde 28,0
Vorlage:DatumZelle Berlin GrünauBerlin-Schöneweide Berlin-Grünau–Berlin-Lichtenberg 8,8 Mit Schöneweide Anbindung des ersten von drei Berliner Fernbahnhöfen.
Vorlage:DatumZelle ZielitzBorstel (b Stendal) Magdeburg–Wittenberge 43,3
Vorlage:DatumZelle Delitzsch Südwestkurve Verbindungsstrecke Leipzig–Dessau/Halle–Cottbus 1,8
Vorlage:DatumZelle Berlin-SchöneweideFrankfurter AlleeBerlin-Lichtenberg Berlin-Grünau–Berlin-Lichtenberg 13,9 Anbindung von Lichtenberg als zweiten Berliner Fernbahnhof
Vorlage:DatumZelle AdamsdorfKargow Neustrelitz–Warnemünde 22,8
Vorlage:DatumZelle Berlin-LichtenbergBirkenwerder Berliner Außenring 36,7 Berliner Außenring bis auf Grünauer Kreuz–Eichgestell–Berlin-Lichtenberg geschlossen, vorerst Umleitung von Fernzügen über Schöneweide.
Vorlage:DatumZelle KargowWaren (Müritz) Neustrelitz–Warnemünde 6,4
Vorlage:DatumZelle Waren (Müritz)–Langhagen Neustrelitz–Warnemünde 25,5
Vorlage:DatumZelle Langhagen–Güstrow–Rostock Hbf Neustrelitz–Warnemünde 51,7 * Elektrifizierung vorerst über Güstrow und Schwaan
* acht Bezirksstädte zuzüglich Berlin miteinander verbunden.
Vorlage:DatumZelle Grünauer Kreuz–Eichgestell–Berlin-Lichtenberg Berliner Außenring 21 Direkte Anbindung von Lichtenberg, ersetzt bisherige Südanfahrt über Schöneweide und Ostkreuz.
Vorlage:DatumZelle Eichgestell–Rummelsburg Rbf Verbindungsstrecke vom Berliner Außenring 11
Vorlage:DatumZelle RoßlauCoswig (Anhalt) Rosslau–Falkenberg/Elster 16,9
Vorlage:DatumZelle Rostock Hbf–Gbf–Seehafen/Rostock-Bramow (Berlin–) Neustrelitz–Warnemünde/Seehafen Nord 20
Vorlage:DatumZelle Rostock-BramowWarnemünde Neustrelitz–Warnemünde 13,3 Fertigstellung der Gesamtverbindung Berlin–Rostock–Warnemünde.
Vorlage:DatumZelle Karower Kreuz–Rbf Berlin-Pankow Verbindungsstrecke vom Berliner Außenring 7
Vorlage:DatumZelle Abzw Ostendgestell–Berlin-Köpenick Rangierbahnhof Wuhlheide 7
Vorlage:DatumZelle Coswig (Anhalt)Lutherstadt Wittenberg Rosslau–Falkenberg/Elster 14,7
Vorlage:DatumZelle Lalendorf–Kavelsdorf Neustrelitz–Warnemünde 32,5
Vorlage:DatumZelle Kavelsdorf–Rostock Hbf Neustrelitz–Warnemünde 9,2
Vorlage:DatumZelle Rostock Hbf–Gbf-Seehafen Rostock–Rostock Seehafen Nord 15,2
Vorlage:DatumZelle Borstel (b Stendal)Geestgottberg Magdeburg–Wittenberge 39,3
Vorlage:DatumZelle Bad Kleinen-Bützow Bad Kleinen–Rostock 40,6 1000. Kilometer elektrifizierter Strecke seit dem X. Parteitag<ref>DDR mobil Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland. Abgerufen am 9. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vorlage:DatumZelle Bützow-Güstrow Bützow–Szczecin 13,5
Vorlage:DatumZelle Güstrow–Schwaan Güstrow–Schwaan 17,4
Vorlage:DatumZelle RiekdahlBentwisch Anschluss Düngemittelwerk Poppendorf 7 Teil der erst 1991 vollendeten Gesamtverbindung Rostock–Stralsund
Vorlage:DatumZelle BentwischPoppendorf Anschluss Düngemittelwerk Poppendorf 5
Vorlage:DatumZelle Lutherstadt WittenbergFalkenberg (Elster) Roßlau–Falkenberg/Elster 54,1
Vorlage:DatumZelle Falkenberg (Elster)–Zeithain Bogendreieck (–Riesa) Jüterbog–Röderau 30,0
Vorlage:DatumZelle Schöna–Staatsgrenze (ČSSR) Dresden–Děčín 2,1
Vorlage:DatumZelle RiesaElsterwerdaElsterwerda-Biehla Riesa–Elsterwerda 22
Vorlage:DatumZelle DelitzschEilenburg Halle–Cottbus 22,5
Vorlage:DatumZelle Berlin-Rummelsburg/Berlin-WuhlheideBerlin Hbf Verbindungskurven vom Berliner Außenring, Berlin–Guben 14
Vorlage:DatumZelle WismarBad KleinenSchwerin Hbf Ludwigslust–Wismar 32,0
Vorlage:DatumZelle Schwerin HbfLudwigslust Ludwigslust–Wismar 36,0 * Neun Bezirksstädte zuzüglich Berlin miteinander verbunden
* Anschluss des dritten Berliner Fernbahnhofes.
Vorlage:DatumZelle Ludwigslust-Klein Warnow Berlin–Hamburg 14,4
Vorlage:DatumZelle Berlin Rummelsburg Betriebsbahnhof - Biesdorfer Kreuz Süd Verbindungsbahn nach Kaulsdorf 3,9
Vorlage:DatumZelle Klein WarnowWittenberge Berlin–Hamburg 28,0
Vorlage:DatumZelle WittenbergeGeestgottberg Magdeburg–Wittenberge 5,8 Ringschluss im Norden der DDR
Vorlage:DatumZelle Berlin-Blankenburg–Karower Kreuz–BernauEberswalde Hbf Berlin–Szczecin 36,9
Vorlage:DatumZelle Berlin GrünauKönigs Wusterhausen Berlin–Görlitz 13,5
Vorlage:DatumZelle Falkenberg (Elster)Ruhland Węgliniec–Roßlau 49,5
Vorlage:DatumZelle RuhlandSenftenberg Großenhain–Cottbus 12,4
Vorlage:DatumZelle Königs WusterhausenHalbe Berlin–Görlitz 23,2
Vorlage:DatumZelle RuhlandHohenbocka Węgliniec–Falkenberg/Elster 10,4
Vorlage:DatumZelle Eberswalde HbfAngermünde Berlin–Szczecin 25,2 mit Anschluss zum Erdölverarbeitungswerk Schwedt
Vorlage:DatumZelle AngermündePrenzlau Angermünde–Stralsund 36,6
Vorlage:DatumZelle HohenbockaKnappenrode Węgliniec–Falkenberg/Elster 22,3
Vorlage:DatumZelle PrenzlauPasewalk/Charlottenhof Angermünde–Stralsund 24,0
Vorlage:DatumZelle Staatsgrenze (VRP)–Oderbrücke Frankfurt (Oder)–Poznań 0,7 Elektrifizierung mit 3000 V Gleichspannung aus Polen
Vorlage:DatumZelle Leipzig HbfEilenburg Leipzig–Eilenburg 24,1
Vorlage:DatumZelle PasewalkAnklamZüssow Angermünde–Stralsund 59,6
Vorlage:DatumZelle ZüssowGreifswald Angermünde–Stralsund 17,7
Vorlage:DatumZelle GreifswaldStralsund Angermünde–Stralsund 31,2
Vorlage:DatumZelle Stralsund–Stralsund Rügendamm Stralsund–Saßnitz 3,9
Vorlage:DatumZelle SenftenbergSpreewitz Senftenberg–Spreewitz
Vorlage:DatumZelle SpreewitzKnappenrode Knappenrode–Sornoer Buden 12,2
Vorlage:DatumZelle HalbeLübbenau Berlin–Görlitz 35,2
Vorlage:DatumZelle LübbenauSenftenberg Lübbenau–Kamenz 39,1
Vorlage:DatumZelle EilenburgMockrehna Halle–Cottbus 14,2 Dieselbe Quelle gibt für den 4 km langen Unterabschnitt Eilenburg Ost–Sprotta bereits den 27. Mai 1988 als Eröffnungsdatum an.<ref name="Hafner, Modelleisenbahner 1985" />
Vorlage:DatumZelle ZüssowWolgast Züssow–Wolgast Hafen 19,0 Fahrleitung bis 2004 im Zusammenhang mit dem Lückenschluss Wolgast Hafen–Wolgaster Fähre wieder abgebaut
Vorlage:DatumZelle MockrehnaFalkenberg (Elster) Halle–Cottbus 31,5
Vorlage:DatumZelle StralsundLietzowSaßnitz Stralsund–Saßnitz 51,2
Vorlage:DatumZelle LietzowBinz Lietzow–Binz 12,1
Vorlage:DatumZelle LietzowMukran Stralsund–Saßnitz 2,8 Anbindung der Fährhäfen auf Rügen
Vorlage:DatumZelle BorsdorfBeucha Borsdorf–Coswig 3,6 Fahrleitung 2011 wieder abgebaut.
Vorlage:DatumZelle JüterbogFalkenberg (Elster) Jüterbog–Röderau 49,1
Vorlage:DatumZelle LübbenauCottbus Berlin–Görlitz 29,1 Zehn Bezirksstädte zuzüglich Berlin miteinander verbunden
Vorlage:DatumZelle Falkenberg (Elster)–Abzw Lindthal–Abzw Altdöbern Süd Halle–Cottbus, Lindthal–Altdöbern Süd 40,0
Vorlage:DatumZelle Abzw Lindthal–Cottbus Halle–Cottbus 39,0

1990er Jahre

Unabhängig von den politischen Ereignissen im Zusammenhang mit der Deutschen Wiedervereinigung wurden die meisten der Ende der 1980er Jahre begonnenen Projekte vollendet. Dazu gehören die letzten Strecken in der Niederlausitz sowie die Verbindungen zwischen Berlin und der polnischen Grenze, von Rostock nach Stralsund, von Riesa in das inzwischen rückumbenannte Chemnitz, vom Rangierbahnhof Seddin nahe Potsdam nach Dessau, von Nauen nach Wittenberge und die südlich des Harzes verlaufende Bahnstrecke Halle–Hann. Münden, die als Verbindung von Halle zum Zementwerk in Deuna begonnen wurde.

Allerdings wurden bedingt durch den massiven Rückgang des Güterverkehrs im Bereich der DR verschiedene Planungen aus DDR-Zeiten hinausgezögert, wie bei dem erst 1997 vollendeten Abschnitt Oberröblingen–Sömmerda, oder gleich ganz verworfen, wie die Strecken Leipzig–Zeitz–Gera, Cottbus–Görlitz, Dresden–Görlitz, Weimar–Gera–Gößnitz und Leipzig–Chemnitz.<ref name="Züge unter Strom" /> Priorität genossen dagegen nun die Lückenschlüsse zum Netz der Deutschen Bundesbahn, die unter dem Schlagwort Verkehrsprojekte Deutsche Einheit geführt wurden. Diese wurden jedoch mehrheitlich erst ab 1994 und damit unter Regie der Deutschen Bahn AG vollendet.

Datum
<ref name="Verschiedene 1" />
Strecke zwischen den Bahnhöfen Teil der
Gesamtverbindung
Länge
(km)<ref name="Verschiedene 2" />
Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Oranienbaum Werkbahn Gräfenhainichen–Vockerode
Vorlage:DatumZelle CottbusSenftenberg Großenhain–Cottbus 34,3
Vorlage:DatumZelle Berlin Frankfurter Allee–Pankow Rbf/Berlin-Blankenburg Verbindungsstrecke Berlin-Lichtenberg–Karower Kreuz Damit elektrischer Betrieb von Lichtenberg in Richtung Stralsund ohne Fahrt über Berliner Außenring.
Vorlage:DatumZelle Berlin-KöpenickFürstenwalde (Spree) Berlin–Guben 35,6
Vorlage:DatumZelle Fürstenwalde (Spree)Frankfurt (Oder) Berlin–Guben 33,9
Vorlage:DatumZelle Frankfurt (Oder)EisenhüttenstadtGuben Berlin–Guben 48,5
Vorlage:DatumZelle GubenCottbus Cottbus–Guben 37,0
Vorlage:DatumZelle Frankfurt (Oder) RbfFrankfurt (Oder) PbfFrankfurt (Oder) Oderbrücke Frankfurt (Oder)–Poznań 3,4
Vorlage:DatumZelle Frankfurt (Oder)-Rosengarten–Frankfurt (Oder) Rbf Güterbahn
Vorlage:DatumZelle AngersdorfLutherstadt Eisleben Halle–Hann. Münden 27,8 Integrierung in das VDE-Projekt Nr. 6
Vorlage:DatumZelle Stralsund-Velgast-Bentwisch Stralsund–Rostock 64,8
Vorlage:DatumZelle RiesaDöbeln Hbf Riesa–Chemnitz 26,0
Vorlage:DatumZelle VelgastBarth Velgast–Prerow 11,4 Abbau der Fahrleitung 2005
Vorlage:DatumZelle Neustadt (b Coburg)Sonneberg Hbf Coburg–Sonneberg 4,3 davon 1,9 km in Bayern
Vorlage:DatumZelle Döbeln HbfChemnitz Hbf Riesa–Chemnitz 40,5 Direktverbindung Berlin–Chemnitz
Vorlage:DatumZelle NauenWittenberge Berlin–Hamburg 91,4
Vorlage:DatumZelle RuhlandGroßenhain Cottb Bf Großenhain–Cottbus 32,9 Direktverbindung Cottbus–Dresden
Vorlage:DatumZelle Großenhain Cottb BfPriestewitz Großenhain–Priestewitz 5,0 Direktverbindung Cottbus–Dresden
Vorlage:DatumZelle Großenhain Cottb BfGroßenhain Berliner Bf Verbindungsbahn Direktverbindung Cottbus–Dresden
Vorlage:DatumZelle SeddinWiesenburg (Mark)–Meinsdorf–Rosslau (Elbe) Rbf Berlin–Wiesenburg–Dessau Direktverbindung Berlin–Dessau.
Vorlage:DatumZelle Wustermark–Nauen Jüterbog–Nauen 9,0
Vorlage:DatumZelle Lutherstadt EislebenSangerhausen Halle–Hann. Münden 21,5 integriert in das VDE-Projekt Nr. 6
Vorlage:DatumZelle SangerhausenNordhausenSollstedt Halle–Hann. Münden 64,7 integriert in das VDE-Projekt Nr. 6
Vorlage:DatumZelle Neustrelitz HbfNeubrandenburg Berlin-Neustrelitz–Stralsund 35,2
Vorlage:DatumZelle Abzw Wilhelmshorst–Bergholz (b Potsdam) (Helmstedt–Magdeburg–) Güterglück–Berlin Vorgriff auf das VDE-Projekt Nr. 5
Vorlage:DatumZelle GüterglückWiesenburg (Mark) Berlin–Blankenheim 33,7 Vorgriff auf das VDE-Projekt Nr. 5
Vorlage:DatumZelle Helmstedt–Magdeburg Hbf Braunschweig–Magdeburg 47,6 VDE-Projekt Nr. 5
1,8 km in Niedersachsen
Vorlage:DatumZelle Bergholz (b Potsdam)Berlin-Charlottenburg Berlin–Blankenheim 24,3 VDE-Projekt Nr. 5
Vorlage:DatumZelle Berlin-CharlottenburgBerlin Zoologischer Garten Berliner Stadtbahn 2,2 VDE-Projekt Nr. 5

Quellen

  • Streckenelektrifizierungen von 1950 bis 1982 auf elektrische-bahnen.de. Die Quelle erläutert das Zustandekommen der Kilometerangaben nicht weiter. Vermutlich wurden die Rangiergleise mit einbezogen, die zumeist einige hundert Meter über den Endbahnhof hinaus elektrifiziert werden. Ebenfalls abgebildet sind die kumulierten Elektrifizierungsdaten.
  • Peter Gärtner: DDR: Rosige Zeiten für die Deutsche Reichsbahn. In: Die Zeit, Nr. 31/1986. Berichtet wird über die Elektrifizierungsfortschritte bei der Deutschen Reichsbahn in den 1980er Jahren.

Siehe auch

Einzelnachweise

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