Bahnhof Großenhain Cottb Bf
| Großenhain Cottb Bf | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Cottbuser Bahnhof Großenhain.JPG Empfangsgebäude, Straßenseite
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| Daten | ||||||
| Betriebsstellenart | Bahnhof | |||||
| Lage im Netz | Trennungsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 2 | |||||
| Abkürzung | DGC | |||||
| IBNR | 8011749 | |||||
| Eröffnung | 14. Oktober 1862 | |||||
| Profil auf bahnhof.de | grossenhain-cottb-bf | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Großenhain | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Sachsen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 51° 17′ 29″ N, 13° 31′ 25″ O
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dim=2000 | globe= | name=Großenhain Cottb Bf | region=DE-SN | type=railwaystation
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| Höhe (SO) | 116,18 m ü. NN | |||||
| Eisenbahnstrecken | ||||||
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| Bahnhöfe und Haltepunkte in Sachsen | ||||||
Der Bahnhof Großenhain Cottb Bf<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DB Netze - Infrastrukturregister ( vom 11. Februar 2016 im Internet Archive)Vorlage:Abrufdatum</ref> („Cottbuser Bahnhof“) ist der Personenbahnhof der Stadt Großenhain. Er ist Ausgangspunkt der eingleisigen Bahnstrecken Großenhain–Priestewitz und Großenhain–Cottbus, außerdem ist er über eine ebenfalls eingleisige, etwa ein Kilometer lange Verbindungsbahn an den Berliner Bahnhof und damit an die Bahnstrecke Berlin–Dresden angebunden.
Geschichte und Beschreibung
Der Cottbuser Bahnhof wurde am 14. Oktober 1862 von der Zweigeisenbahngesellschaft zu Großenhain in Betrieb genommen und hatte über Priestewitz Anschluss an die Bahnstrecke Leipzig–Dresden. Die Strecke nach Cottbus ging am 20. April 1870 in Betrieb. Mit der Inbetriebnahme der Bahnstrecke Berlin–Dresden am 17. Juni 1875 wurde auch die 920 Meter lange Verbindungsbahn zum neuen Berliner Bahnhof an der Bahnstrecke Berlin–Dresden in Betrieb genommen. Der Bahnhof wurde auch als Leipziger Bahnhof bezeichnet.<ref>Gustav Schuberth: Chronik der Stadt Großenhain vom Jahre 1088 bis auf die Gegenwart. Verlag Herrmann Starke, Großenhain 1887–1892.</ref> Dem Cottbuser Bahnhof waren später die Bahnhöfe Großenhain Berliner Bahnhof und Böhla unterstellt.
Heute gibt es zwei Bahnsteiggleise, wobei Züge von und nach Elsterwerda nur am Bahnsteig 2 halten können. Um diesen zu benutzen, müssen die Reisenden das Gleis 1 über einen ebenerdigen, mit Schranken gesicherten Personenübergang überqueren. Beide Bahnsteige haben eine Höhe von 38 Zentimetern, der Bahnsteig 1 ist 135 Meter lang, Bahnsteig 2 mit 265 Meter Nutzlänge dagegen fast doppelt so lang.<ref>DB InfraGO Infrastrukturregister</ref> Zusätzlich gibt zwei weitere Hauptgleise ohne Bahnsteige sowie ein Ladegleis an der Westseite. Die maximale Länge zum Abstellen von Zügen beträgt dort 442 Meter.<ref>DB InfraGO Trassenfinder</ref> Personenzüge von und nach Elsterwerda, die an diesem Bahnhof halten, können sich zwischen Priestewitz und Großenhain Berl Bf nicht begegnen. Bis auf das Ladegleis sind alle elektrifiziert.
Für den sicheren Ablauf des Bahnbetriebes sind heute das Befehlsstellwerk B1 und das Wärterstellwerk W2 vorhanden. Beide sind elektromechanische Stellwerke, die in den Jahren 1991 und 1992 in Betrieb gingen. Sie steuern heute zehn Weichen, elf Hauptsignale und acht Bahnübergänge. Zuvor waren beide mechanische Stellwerke mit Schlüsselwerken ohne Streckenblock. Im Bahnhofsbereich befanden sich drei Vollschrankenanlagen, die nicht signalabhängig waren. In die Bahnhofsgleise 1, 2, 13 und 14 konnte signalmäßig eingefahren werden.
Zwischen den Gleisen existierte bis Dezember 2007 noch ein Lokschuppen. Für den Güterverkehr gab es eine Anschlussbahn zum Agro Service Großenhain, die einige Meter parallel zur Berlin-Dresdner Bahn in Richtung Süden verlief. Eine zweite Anschlussbahn verlief links neben dem Hauptgleis Richtung Lampertswalde und erschloss in unterschiedlichen Zeitabschnitten den Flugplatz, die ehemalige Papierfabrik und eine Recyclinganlage der Firma Bothur. Auch Zementumschlag zum Ausbau der Autobahn bei Thiendorf fand dort statt. Sämtliche Anschlüsse wurden inzwischen stillgelegt und zum großen Teil zurückgebaut.
Verkehr
In der Reichsbahnzeit verkehrten vier Eilzugpaare Dresden–Cottbus (–Frankfurt/Oder) und ein Eilzugpaar Dresden–Angermünde. Zwei Eilzugpaare führten Weitstreckenwagen der sowjetischen Staatsbahn als Kurswagen mit, die als Lademaßüberschreitung verkehrten. Im Nahverkehr fuhren Züge der Relationen Priestewitz–Hoyerswerda und Priestewitz–Cottbus sowie Lübbenau. Täglich wurden Nahgüterzugpaare aus Ruhland und Richtung Coswig aufgelöst und gebildet, welche häufig mit Überlänge verkehrten. Ein- und Ausfahrt dieser Züge fand immer aus Gleis 14 (Richtung Ruhland) und aus Gleis 13 (Richtung Coswig) statt. Die Auflösung und Bildung dieser Züge geschah im Abstoßverfahren. Außerdem wurden die Anschlüsse bedient.
Mit dem ElbeRöderSprinter existierte ab 1996 für kurze Zeit eine Direktverbindung nach Riesa über Priestewitz.<ref>Chronik der Stadt Riesa 1996 (pdf), 4. November. Abgerufen am 23. Oktober 2025.</ref>
Seit dem 15. Dezember 2002 wird der gesamte Personenverkehr über den Cottbuser Bahnhof abgewickelt. Der Berliner Bahnhof wurde als Reisezughalt aufgelassen. Zudem wurde eine moderne Übergangsstelle zum Regional- und Stadtbusverkehr der Kreisverkehrsgesellschaft Riesa-Großenhain (später Verkehrsgesellschaft Meißen) geschaffen.
Heute verkehren folgende Nahverkehrslinien:
| Linie | Strecke | Takt (min) | Betreiber |
|---|---|---|---|
| RE 15 | Dresden Hbf – Coswig (b Dresden) – Großenhain Cottb Bf – Ruhland – Hoyerswerda | 120 | DB Regio Nordost |
| RE 18 | Dresden Hbf – Coswig (b Dresden) – Großenhain Cottb Bf – Ruhland – Senftenberg – Cottbus | 120 | DB Regio Nordost |
| RB 31 | Dresden Hbf – Coswig (b Dresden) – Großenhain Cottb Bf – Elsterwerda – Elsterwerda-Biehla | 120 (in der HVZ 60) | DB Regio Nordost |
| Stand: 15. Dezember 2024 | |||
Regelmäßig werden Fern- und Güterzüge bei Bauarbeiten auf der Berliner Strecke über den Cottbuser Bahnhof umgeleitet.
Siehe auch
Literatur
- Thielo Bauer: Großenhain. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 78. Ergänzungsausgabe). GeraMond Verlag, München 2008, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).
Weblinks
Einzelnachweise
<references />