Carolin Schäfer
| Carolin Schäfer Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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2022-08-18 European Championships 2022 – Women's Heptathlon by Sandro Halank–001.jpg
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| Nation | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 5. Dezember 1991 (34 Jahre) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Bad Wildungen, Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 178 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 65 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Beruf | Polizeikommissarin | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Siebenkampf | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bestleistung | Freiluft: 6836 Punkte (Götzis, 28. Mai 2017) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | LG Eintracht Frankfurt | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Michael und Stefanie Kaul, 1. Trainer: Erika Keller | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 23. August 2020 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
Carolin Schäfer (* 5. Dezember 1991 in Bad Wildungen) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die sich auf den Siebenkampf spezialisiert hat. Sie konkurrierte auch beim 100-Meter-Hürdenlauf und im Hochsprung. Ihr größter Erfolg ist die Silbermedaille im Siebenkampf bei den Weltmeisterschaften 2017 in London.
Berufsweg
Carolin Schäfer ist seit Januar 2016 Polizeikommissarin<ref>Siebenkämpferin Carolin Schäfer: „Habe von beiden Sportarten profitiert“. In: hna.de, 15. April. 2016</ref> und gehört der Sportfördergruppe der hessischen Polizei an.<ref>Julia Nestle: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hessische Leichtathleten im Nationaltrikot: Carolin Schäfer. ( vom 19. August 2014 im Internet Archive) In: hlv.de</ref>
Sportliche Karriere
Schäfer kam durch ihren Bruder zur Leichtathletik.<ref name="team"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />DLV-Teambroschüre zur WM Peking 2015. ( vom 15. Oktober 2015 im Internet Archive) In: leichtathletik.de, S. 53 (PDF)</ref> 2007 erregte sie zum ersten Mal internationale Aufmerksamkeit, als sie bei den U18-Weltmeisterschaften Vizeweltmeisterin im Siebenkampf wurde. 2008 wurde Schäfer deutsche B-Jugendmeisterin sowohl im Siebenkampf als auch im Hallenfünfkampf und errang bei den U20-Weltmeisterschaften ihren ersten internationalen Titel als Weltmeisterin im Siebenkampf. 2009 bestätigte sie ihre Form und wurde deutsche A-Jugendmeisterin im Hallenfünfkampf und im Siebenkampf U20-Europameisterin.
Am 17. Juli 2011 belegte sie in Ostrava mit 5941 Punkten den 5. Platz bei den U23-Europameisterschaften.<ref>Ergebnisse U23-EM 2011 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive ) (PDF; 86 kB)</ref> 2012 erreichte Carolin Schäfer beim Mehrkampf-Meeting in Ulm mit 6072 Punkten ihre persönliche Bestleistung. Sie verpasste damit nur knapp die Olympianorm (6150), hatte aber den EM-Richtwert (5960) übertroffen und wurde für diesen Wettbewerb nominiert. Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki belegte sie mit 6003 Punkten den elften Platz und etablierte sich mit dieser Platzierung auch auf dem internationalen Parkett der Erwachsenen. Nach der Disqualifikation der ukrainischen Silbermedaillengewinnerin Ljudmyla Jossypenko rückte sie auf den zehnten Platz vor. 2013 gewann sie in Abwesenheit der Jahresbesten Rath, Mächtig und Biesenbach mit 5804 Punkten die in Lage ausgetragenen Deutschen Mehrkampfmeisterschaften.
Am 1. Juni 2014 verbesserte sie beim Mehrkampf-Meeting Götzis ihre Bestleistung um 314 auf 6386 Punkte. Zu den Europameisterschaften in Zürich reiste sie damit als zweitbeste Deutsche an und erreichte mit neuer persönlichen Bestleistung von 6395 Punkten Platz vier, wobei sie neue Bestleistungen in den Einzeldisziplinen Weitsprung und 100 Meter Hürden aufstellte. 2015 konnte sie den Fünfkampf der Halleneuropameisterschaften in Prag wegen Wadenproblemen nicht beenden.<ref>Jan-Henner Reitze: Katarina Johnson-Thompson erzielt 5.000 Punkte. In: leichtathletik.de, 6. März 2015</ref> Am 31. Mai 2015 steigerte sie sich beim Mehrkampf-Meeting in Götzis auf 6547 Punkte, nachdem sie sich am 9. Mai bei einem Vierkampf in Neuwied in guter Frühform gezeigt hatte. Beim Siebenkampf in Ratingen einen Monat später absolvierte sie nur fünf Disziplinen und verzichtete auf den 200- und 800-Meter-Lauf, da sie sich nach einer Erkältung nicht fit genug fühlte.<ref>Pamela Ruprecht: Ratingen Tag 2 – Die Mehrkämpfe von Disziplin zu Disziplin. In: leichtathletik.de, 28. Juni 2015</ref> Im Hochsprung und Hürdensprint trat sie bei den Deutschen Meisterschaften an, wo sie mit 1,75 m Sechste und 13,58 s Vierte wurde.
Den Siebenkampf der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 beendete sie als Fünftplatzierte, wobei sie mit 6540 Punkten nur knapp unter ihrer persönlichen Bestleistung blieb. In Götzis verbesserte sie 2017 ihren persönlichen Rekord um 279 Punkte auf 6836 Punkte. Mit fünf neuen Bestleistungen in den Disziplinen belegte sie am Ende Platz zwei hinter der Vorjahresolympiasiegerin Nafissatou Thiam. Die Leistung markierte gleichzeitig das beste Ergebnis einer deutschen Siebenkämpferin seit dem deutschen Rekord von Sabine Braun.
Ab 1. Januar 2017 startete sie erneut für die LG Eintracht Frankfurt, wo sie bereits 2014 war.<ref>Thorsten Spohr: Carolin Schäfer wechselt zurück zu Eintracht Frankfurt. In: hna.de. 7. November 2016, abgerufen am 28. November 2016.</ref> Ab 1. Januar 2015 gehörte Schäfer ihrem Heimatverein TV Friedrichstein Alt-Wildungen 1911 e. V. an, bei dem sie auch vor ihrem ersten Wechsel nach Frankfurt war und in ihrer Jugendzeit die Grundlage für die Erfolge geschaffen wurde.<ref>Ann-Kathrin Ernst: Carolin Schäfer kehrt zurück zu Eintracht Frankfurt. In: eintracht-frankfurt.de. 7. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. November 2016; abgerufen am 28. November 2016.</ref><ref name="fnp">Michael Löffler: Leichtathletik: Olympia-Fünfte Schäfer zurück zur Eintracht. In: fnp.de. 8. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. November 2016; abgerufen am 28. November 2016.</ref> Trotz der Vereinswechsel wohnt und trainiert Schäfer in Frankfurt bei den Eintracht-Mehrkämpfern.<ref name="fnp" /> Nach 2017 wurde Schäfer 2018 erneut zu Hessens Sportlerin des Jahres gewählt.<ref>Carolin Schäfer und Patrick Lange sind Hessens Sportler des Jahres 2018. In: Wiesbaden lebt. 21. Oktober 2018 (wiesbaden-lebt.de [abgerufen am 22. Oktober 2018]).</ref>
Bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 belegte Carolin Schäfer den siebten Platz.<ref>Silke Bernhart: Tokio 2021 | Zweites Olympia-Gold für Thiam, Carolin Schäfer wird Siebte. In: leichtathletik.de. 5. August 2021, abgerufen am 8. August 2024.</ref> Für die Weltmeisterschaften 2022 in Eugene, Oregon wurde sie nicht nominiert. Bei den Europameisterschaften 2022 in München belegte sie den sechsten Platz.
Im Juli 2024 kündigte Schäfer ihr Karriereende nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris an.<ref>„Letzter Tanz“ bei Olympia: Siebenkämpferin Carolin Schäfer kündigt Karriereende an. In: hessenschau.de. 22. Juli 2024, abgerufen am 22. Juli 2024 (deutsch).</ref> Bei ihrem letzten Wettkampf belegte sie mit einer persönlichen Saisonbestleistung den 17. Rang.<ref>Caro Schäfer beendet Karriere mit Platz 17 - Thiam triumphiert. In: sportschau.de. 9. August 2024, abgerufen am 18. Februar 2025.</ref>
Auszeichnungen
- 2014: Sportplakette des Landes Hessen
- 2014: Hessens Sportlerin des Jahres
- 2017: Hessens Sportlerin des Jahres
- 2017: Frankfurts Sportlerin des Jahres
- 2018: Hessens Sportlerin des Jahres
- 2018: Taufpatin des hessischen Polizeibootes HESSEN 3 in Gernsheim
- 2025: Lebenslange Mitgliedschaft bei Eintracht Frankfurt e. V.
Trivia
Schäfer war bis zu dessen Unfalltod mit dem Volleyballspieler Dennis Hefter liiert.
Bestleistungen
(Stand: 31. Dezember 2021)
| Leistungsentwicklung<ref>Profil Carolin Schäfer. In: World Ahletics. Abgerufen am 22. Mai 2022.</ref> | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Alter | Punkte | 100 m Hürden | Hochsprung | Kugelstoßen | 200 m | Weitsprung | Speerwurf | 800 m |
| 2007 | 15 | 5544 | 14,76 s | 1,69 m | 12,20 m | 24,62 s | 5,54 m | 43,91 m | 2:20,78 min |
| 2008 | 16 | 5833 | 14,10 s | 1,78 m | 12,42 m | 24,53 s | 5,78 m | 44,02 m | 2:22,94 min |
| 2009 | 17 | 5697 | 14,27 s | 1,70 m | 12,78 m | 25,08 s | 5,83 m | 48,51 m | 2:21,67 min |
| 2010 | 18 | 5333 | 14,32 s | 1,74 m | 12,84 m | 25,20 s | 5,69 m | 46,80 m | 2:38,06 min |
| 2011 | 19 | 5941 | 14,32 s | 1,79 m | 13,11 m | 24,40 s | 6,03 m | 46,55 m | 2:25,38 min |
| 2012 | 20 | 6072 | 13,68 s | 1,74 m | 13,50 m | 24,19 s | 5,91 m | 49,50 m | 2:22,88 min |
| 2013 | 21 | 5972 | 13,54 s | 1,75 m | 13,20 m | 24,40 s | 6,00 m | 46,68 m | 2:22,91 min |
| 2014 | 22 | 6395 | 13,20 s | 1,84 m | 13,37 m | 23,78 s | 6,30 m | 48,76 m | 2:15,55 min |
| 2015 | 23 | 6547 | 13,44 s | 1,84 m | 14,06 m | 23,53 s | 6,23 m | 49,08 m | 2:14,10 min |
| 2016 | 24 | 6557 | 13,12 s | 1,83 m | 14,57 m | 23,37 s | 6,31 m | 50,73 m | 2:16,52 min |
| 2017 | 25 | 6836 | 13,07 s | 1,86 m | 14,84 m | 23,27 s | 6,57 m | 49,80 m | 2:14,73 min |
| 2018 | 26 | 6602 | 13,13 s | 1,80 m | 14,12 m | 23,73 s | 6,24 m | 53,73 m | 2:14,65 min |
| 2019 | 27 | 6426 | 13,24 s | 1,80 m | 14,02 m | 23,97 s | 6,18 m | 51,07 m | 2:14,25 min |
| 2020 | 28 | 6319 | 13,40 s | 1,80 m | 13,83 m | 24,12 s | 6,07 m | 50,33 m | 2:16,90 min |
| 2021 | 29 | 6419 | 13,29 s | 1,80 m | 13,99 m | 24,33 s | 5,78 m | 54,10 m | 2:14,82 min |
* Persönliche Bestleistung: 6836 Punkte (27./28. Mai 2017) im Siebenkampf
Erfolge
- National
- 2008: Deutsche B-Jugendmeisterin im Hallenfünfkampf 2008<ref name="deich">Athletenportrait Carolin Schäfer. In: deichmeeting.de. Abgerufen am 28. November 2016.</ref>
- 2008: Deutsche B-Jugendmeisterin im Siebenkampf 2008<ref name="deich" />
- 2009: Deutsche A-Jugendmeisterin im Hallenfünfkampf 2009<ref name="deich" />
- 2013: Deutsche Meisterschaften (Siebenkampf)
- International
- 2007: Vizeweltmeisterin U18 in Ostrava
- 2008: Weltmeisterin U20-Weltmeisterschaften in Bydgoszcz
- 2009: Europameisterin U20-Europameisterschaften in Novi Sad
- 2011: 5. Platz U23-Europameisterschaften in Ostrava
- 2012: 10. Platz Europameisterschaften in Helsinki<ref>Siebenkampfergebnisse EM 2012</ref>
- 2014: 4. Platz Europameisterschaften in Zürich
- 2016: 5. Platz Olympische Spiele in Rio de Janeiro
- 2017: Silbermedaille Weltmeisterschaften in London
- 2018: Bronzemedaille Europameisterschaften in Berlin
Weblinks
- Website von Carolin Schäfer
- Carolin Schäfer in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Athletenportrait Carolin Schäfer. In: leichtathletik.de
- 2012 EM Helsinki: 800-Meter-Lauf / Carolin Schäfer im anschließenden Interview (gemeinsam mit Claudia Rath)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schäfer, Carolin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Mehrkämpferin |
| GEBURTSDATUM | 5. Dezember 1991 |
| GEBURTSORT | Bad Wildungen |
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- Siebenkämpfer (Deutschland)
- Mitglied einer Sportfördergruppe der hessischen Polizei
- Polizist (Hessen)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024
- Geboren 1991
- Deutscher
- Frau