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Cappel (Wurster Nordseeküste)

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Cappel
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(705)&title=Cappel 53° 44′ N, 8° 34′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(705) 53° 43′ 41″ N, 8° 34′ 26″ O
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Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 8,25 km²<ref name="Kellner" />
Einwohner: 705 (2017)<ref name="Kellner" />
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2015
Postleitzahl: 27639
Vorwahl: 04741
Lage von Cappel in Niedersachsen
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Cappel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Ortschaft der Gemeinde Wurster Nordseeküste im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven.

Geografie

Lage

Cappel liegt in der Landschaft Land Wursten nördlich von Dorum in Sichtweite zur Nordseeküste. Durch die Ortschaft verläuft die Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven.

Nachbarorte

Nordholz – Ortsteil
Cappel-Neufeld
Nordholz – Ortsteil
Spieka-Neufeld
Nordholz – Ortsteil
Spieka
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Dorum Midlum

(Quelle:<ref name="Karte" />)

Geschichte

Datei:Cappel kirche.jpg
St.-Peter-und-Paul-Kirche

Das Gebiet von Cappel wurde wie das ganze Land Wursten seit dem 8. Jahrhundert von Friesen besiedelt, nachdem die Sachsen das Gebiet verlassen hatten.

Die Peter-und-Paul-Kirche zu Cappel wurde 1198 von Zisterziensern gegründet. Der Ortsname bezieht sich auf die Kirche bzw. die Kapelle und bedeutet „bei der Kapelle, bei der Kirche“. 1483 wurde die alte Bezeichnung to der Cappel genannt.<ref name="Ortsnamenforscher" />

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, schlossen sich die Ortschaften Cappel, Mulsum, Midlum, Padingbüttel, Dorum, Misselwarden und Wremen zur Samtgemeinde Land Wursten zusammen.<ref name="Zusammenschluss" />

Zum 1. Januar 2015 bildeten die Samtgemeinde Land Wursten und die Gemeinde Nordholz die neue Gemeinde Wurster Nordseeküste im Landkreis Cuxhaven.<ref name="Neubildung" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1910 743 <ref name="Gemeindeverzeichnis" />
1933 712 <ref name="Rademacher" />
1939 915 <ref name="Rademacher" />
1950 11620 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1956 918 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1973 729 <ref name="destatis1973" />
1975 0700 ¹ <ref name="destatis1975" />
1980 0674 ¹ <ref name="destatis" />
Jahr Einwohner Quelle
1985 719 ¹ <ref name="destatis" />
1990 731 ¹ <ref name="destatis" />
1995 695 ¹ <ref name="destatis" />
2000 721 ¹ <ref name="destatis" />
2005 750 ¹ <ref name="destatis" />
2010 727 ¹ <ref name="destatis" />
2014 703 ¹ <ref name="destatis" />
2017 7050 <ref name="Kellner" />

¹ jeweils zum 31. Dezember

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Politik

Gemeinderat und Bürgermeister

Auf kommunaler Ebene wird Cappel vom Rat der Gemeinde Wurster Nordseeküste vertreten. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Ortsvorsteher

Der Ortsvorsteher von Cappel ist Rolf Bohlen (SPD). Sein Stellvertreter ist Hauke Allers.<ref name="Ortsvorsteher" /> Die Amtszeit läuft von 2016 bis 2021.

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Cappel stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der im Landkreis Cuxhaven an die 25 Wappen entworfen hat.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Cappel]] Blasonierung: „In Blau auf grünem Hügel eine silberne Kirche mit goldenem Tor und goldenem Wetterhahn.“<ref name="Wappen">Landkreis Wesermünde (Hrsg.): Wappen des Landkreises Wesermünde. Grassé Offset Verlag, Bremerhaven/Wesermünde 1973, OCLC 469321470 (201 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 23. Oktober 2021]).</ref>
Wappenbegründung: Das Wappen deutet auf den Ortsnamen hin, der auf eine aus dem 13. Jahrhundert stammende Kapelle zurückzuführen ist. Der am Ende des 15. Jahrhunderts erbaute hohe Kirchturm diente früher auch als Seezeichen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Cappel 02.jpg
Schnitger-Orgel in Cappel

Bauwerke

  • Die St.-Peter-und-Paul-Kirche steht auf einer Kirchenwurt des 13. Jahrhunderts im Ortszentrum. Der im 15. Jahrhundert erbaute Kirchturm der im 12. Jahrhundert errichteten Kapelle wurde auch als Seezeichen für die Schiffe in der Wesermündung zur Nordsee gebraucht. Zu diesem Zweck trug der Turm der Kirche damals weiße Ringe. Das Kirchengebäude wurde im Dezember 1810 durch Brand zerstört und in den folgenden Jahren wieder aufgebaut.
  • Die Orgel von St.-Peter-und-Paul wurde 1679/1680 von dem berühmten Orgelbaumeister Arp Schnitger erbaut und dient noch heute für Konzerte internationaler Künstler. Sie stammt ursprünglich aus der Klosterkirche St. Johannis in Hamburg und wurde nach der Brandzerstörung der ursprünglichen Orgel 1816 nach Cappel umgesetzt. Sie verfügt über 30 Register auf zwei Manualen und Pedal und gilt als eine der am besten erhaltenen Schnitger-Orgeln.
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Vereine

  • Förderverein Arp-Schnitger-Orgel
  • Jagdgenossenschaft Cappel
  • Schützenverein Cappel
  • Singgruppe Cappel
  • Sozialverband Cappel
  • Theatergruppe Cappel
  • TuS Cappel
  • Freiwillige Feuerwehr

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Arp Schnitger (1648–1719), einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit und der Vollender der norddeutschen Barockorgel, er schuf 1680 die Orgel des Hamburger Dominikanerklosters St. Johannis, die 1816 nach Cappel überführt wurde
  • Georg Wilhelm Wilhelmy (1748–1806), Orgelbauer in Nordhessen und später in Stade, er schuf von 1800 bis 1801 die Orgel der St.-Peter-und-Paul-Kirche, die 1810 einem Feuer zum Opfer fiel
  • Johann Heinrich Wohlien (1779–1842), Altonaer Orgelbaumeister, er schuf 1816 die Verpackung der Arp-Schnitger-Orgel des Hamburger Dominikanerklosters St. Johannis für den Transport nach Cappel
  • Johann Georg Wilhelm Wilhelmy (1781–1858), Orgelbauer in Stade, 1816 wurde die Arp-Schnitger-Orgel von ihm aus Hamburg nach Cappel überführt und wieder aufgebaut, 1846 folgte eine Reparatur
  • Wilhelm Wieger alias Will Wieger (1890–1964), Maler, Zeichner, Illustrator und Grafiker, wohnte und wirkte von 1936 bis zu seinem Tode in Cappel-Altendeich<ref name="Wieger I" /><ref name="Wieger II" />
  • Paul Ott (1903–1991), Orgelbauer und Vertreter der Orgelbewegung des 20. Jahrhunderts, er führte von 1937 bis 1939 Instandsetzungen und Änderungen an der Arp-Schnitger-Orgel durch

Sagen und Legenden

  • Faust und der Teufel<ref name="Hake" /><ref name="Faust" />
  • Vom braven Pferdejungen<ref name="Brav" />

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/393177127X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8.

Weblinks

Commons: Cappel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="Brav">

Die Sagen des Landes Wursten – Vom braven Pferdejungen auf YouTube, abgerufen am 13. August 2020.

</ref> <ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 13. August 2020.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 47, Landkreis Wesermünde (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 13. August 2020]).

</ref> <ref name="destatis1975">

Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 895 kB) In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1975, abgerufen am 11. Juni 2019 (Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1910).

</ref> <ref name="Faust">

Die Sagen des Landes Wursten – Faust und der Teufel auf YouTube, abgerufen am 13. August 2020.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis">

Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Lehe. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. März 2023; abgerufen am 13. August 2020.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Hake">

Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3931771164 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.

</ref> <ref name="Karte">Übersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Dezember 2019; abgerufen am 13. August 2020.</ref> <ref name="Kellner">

Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 224.

</ref> <ref name="Neubildung">

Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 428, S. 2 (Digitalisat [PDF; 454 kB; abgerufen am 26. September 2018]).

</ref> <ref name="Ortsnamenforscher">

Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2016; abgerufen am 13. März 2019.

</ref> <ref name="Ortsvorsteher">

Ortsvorsteher Cappel. In: Webseite Gemeinde Wurster Nordseeküste. Abgerufen am 9. November 2017.

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Wieger I">

Wilhelm Wieger. In: artnet.de. Abgerufen am 13. August 2020.

</ref> <ref name="Wieger II">

Das Wirken von Will Wieger. In: Nordsee-Zeitung. 29. August 2018, S. 23.

</ref> <ref name="Zusammenschluss">

Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate Grützner, Wolfgang Köthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz – gestern & heute – Wurster Nordseeküste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 35.

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