BKW Energie
| BKW Energie AG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | BKW Energie logo.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | CH0130293662 |
| Gründung | 1909 |
| Sitz | Bern, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz |
| Leitung | Robert Itschner (CEO) Roger Baillod (VR-Präsident)<ref>Konzernleitung und Verwaltungsrat. In: bkw.ch. Abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 12'390 (2025)<ref>Geschäftsbericht 2025. In: bkw.ch. Abgerufen am 11. März 2026.</ref> |
| Umsatz | 4,2 Mrd. CHF (2025) |
| Branche | Energieversorgung |
| Website | www.bkw.ch |
| Stand: 11. März 2026 | |
Die BKW Energie AG (BKW, ehemals Bernische Kraftwerke AG, und FMB, Forces Motrices Bernoises SA) ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Bern in der Schweiz. Ihre Aktien sind an der SIX Swiss Exchange und an der Berne eXchange kotiert. Die BKW beliefert in rund 400 Gemeinden eine Million Menschen mit Strom. Im Jahr 2010 versorgte sie Privatkunden und Vertriebspartner mit über 8'153 Gigawattstunden (GWh) Energie.<ref name="BKW Unternehmen"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Über uns ( vom 13. Juli 2013 im Internet Archive), abgerufen am 7. Februar 2012.</ref> Das Unternehmen gilt als systemrelevant.<ref>Georg Halter: Energieversorgungssicherheit - Strom-Rettungsschirm: nachvollziehbar – aber nicht ohne Risiko. In: srf.ch. 18. Mai 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Geschichte
Die Wurzeln der BKW als «Aktiengesellschaft Elektrizitätswerk Hagneck» gehen auf das Jahr 1898 zurück. Der Nidauer Handelsmann Eduard Will (1854–1927) war die treibende Kraft für den Bau des Hagneck-Werkes.<ref name="Eduard Will"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eduard Will (4.12.1854 - 2.7.1927) ( vom 17. Januar 2013 im Internet Archive), abgerufen am 10. Februar 2012.</ref> Er gilt als eigentlicher Begründer der BKW und wurde 1919 ihr Generaldirektor.<ref name="Eduard Will_2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schlossmuseum Nidau, Eduard Will ( vom 12. November 2013 im Internet Archive; PDF; 63 kB), abgerufen am 10. Februar 2012.</ref> Der Name «Bernische Kraftwerke» (BKW) wird seit 1909 verwendet. Die amtliche französischsprachige Übersetzung des Unternehmensnamens lautet «Forces Motrices Bernoises» (FMB).<ref name="hr">Eintrag der «BKW FMB Energie AG» (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) im Handelsregister des Kantons Bern, abgerufen am 21. Juli 2011.</ref> Seit 2013 firmiert das Unternehmen unter der Bezeichnung «BKW Energie AG».
Mit 26,68 Terawattstunden (TWh) Energieumsatz gehört das Unternehmen zu den grossen, in den europäischen Verbund integrierten Energieunternehmen der Schweiz und beschäftigt rund 2800 Mitarbeiter in der Deutschschweiz und der Romandie sowie im nahen Ausland.<ref name="BKW Energieumsatz">BKW Zahlen und Fakten 2010, Seite 5 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 4,0 MB)</ref> Das Aktienkapital von 132 Millionen CHF<ref name="BKW Gruppe, Finanzbericht 2010">BKW Gruppe, Finanzbericht 2010, Seite 8 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> ist zu einem Grossteil im Besitz des Kantons Bern; er ist mit 52,54 Prozent Mehrheitsaktionär. 10 Prozent gehören der Groupe E AG, 7,03 Prozent dem deutschen Energiekonzern E.ON, 9,99 Prozent sind Eigenbestand der BKW; der Rest (20,44 Prozent) sind Publikumsaktien (Stand 2011).<ref>Beteiligungen an der BKW FMB Energie AG (Stand 2011) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref>
2019 übernahm die BKW die Swisspro-Gruppe. Swisspro ist im Bereich Gebäudetechnik (Informations- und Kommunikationstechnik, Gebäudeautomation und Elektroinstallation) tätig.<ref>Stefan Häberli: Die BKW schluckt das nächste Unternehmen – die Kritik am halbstaatlichen Unternehmen dürfte zunehmen. In: nzz.ch. 19. September 2019, abgerufen am 19. September 2019.</ref> Insgesamt wurden über 100 solcher Firmen aufgekauft.<ref>Energiebranche - Die grossen Baustellen der BKW-Chefin. In: srf.ch. 16. Dezember 2020, abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref> In den Jahren 2020 und 2021 war eine Aufspaltung in einen staatlich beherrschten und einen privatisierten Unternehmensteil in der Diskussion. Aufgrund von rechtlichen und finanziellen Risiken verwarf der Grosse Rat des Kantons Bern dieses Vorgehen, der Kanton solle zudem Mehrheitsaktionär bleiben.<ref>Grundversorger - Berner Kantonsparlament will bei der BKW alles beim alten belassen. 15. Juni 2021, abgerufen am 21. Juni 2021.</ref> Im Jahr 2022 erwarb die BKW die Vertriebsrechte für die Elektroauto-Ladestation eLoaded für die Schweiz und Liechtenstein.<ref>Schweizer Vertriebsrechte gesichert: Bald tanken auch wir an Mobility Hubs Strom. In: handelszeitung.ch. 27. Juni 2022, abgerufen am 10. Juli 2022.</ref>
Im gleichen Jahr übernahm Robert Itschner die Konzernleitung von Suzanne Thoma. Finanzchef Ronald Trächsel verliess das Unternehmen 2023,<ref>Artjom Maksimenko: Robert Itschner wird neuer CEO der BKW. In: energate-messenger.de. 5. April 2022, abgerufen am 6. April 2022.</ref><ref>Wechsel in der Leitung: Finanzchef Ronald Trächsel verlässt die BKW. In: Berner Zeitung. 31. Oktober 2022, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref> er wechselte per 1. Juli 2023 in den Verwaltungsrat der Konkurrentin Alpiq.<ref>Julian Witschi: Brisanter Wechsel zu Alpiq: BKW-Finanzchef geht zu Konkurrentin. In: Der Bund. 14. Mai 2023, abgerufen am 14. Mai 2023.</ref>
Beim Wasserkraftwerk Mühleberg betreibt die BKW ein technisches Museum, in welchem Objekte aus verschiedenen Wasserkraftwerken und Industrieanlagen ausgestellt werden.<ref>BKW-Museum Mühleberg. museums.ch, abgerufen am 12. März 2026.</ref>
Übertragungs- und Verteilnetz
Das Unternehmen ist zuständig für die Elektrizitätsversorgung des Kantons Bern (mit Ausnahmen der Städte Bern, Biel und Thun), des Kantons Jura und umliegender Gebiete. Rund 400 Gemeinden werden von ihr beliefert. Die BKW betreibt rund 22‘000 Kilometer Leitungen<ref name="BKW Netzinfrastruktur_0"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW Netzinfrastruktur, Stand Februar 2012 ( vom 12. März 2012 im Internet Archive)</ref> auf allen sieben Spannungsebenen: auf lokaler, regionaler, überregionaler und nationaler Ebene;<ref name="BKW Netzinfrastruktur_2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW Stromnetz, Stand Februar 2012 ( vom 18. Januar 2012 im Internet Archive)</ref> der Grossteil der Leitungskilometer von 14'790 Kilometern entfällt dabei auf das regionale Netz mit einer Spannung von 0,4 kV.<ref name="BKW Netzinfrastruktur">BKW Zahlen und Fakten 2010, Seite 17 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 4,0 MB)</ref> Die BKW Übertragungsnetz AG besitzt rund 12 % des schweizerischen Übertragungsnetzes (Höchstspannung), bestehend aus Leitungen sowie Transformatoren der Spannung 380 kV und 220 kV.<ref name="BKW Netzinfrastruktur" /> Die Stadt und Agglomeration Bern versorgt die BKW über zwei 220-kV-Zuleitungen. Gemeinsam mit der Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) betreibt sie mit der Gemmileitung die längste 380-kV-Leitung der Schweiz von Creux de Chippis im Kanton Wallis nach Laufenburg. Zwischen Innertkirchen, Littau und Mettlen bei Inwil verläuft eine 220-kV-Gemeinschaftsleitung der BKW und des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (EWZ).
Die BKW Energie AG ist über die Tochtergesellschaft BKW Netzbeteiligung AG an der Swissgrid AG beteiligt.<ref>BKW kann Teil ihrer Swissgrid-Beteiligung verkaufen. In: bkw.ch, 15. Dezember 2014, abgerufen am 5. Mai 2021.</ref>
2024 wurde der Auftrag zur Installation von über 400'000 intelligenten Stromzählern an Cablex vergeben.<ref>Smart Meter Rollout: BKW bestimmt Partner für Installationsdienstleistungen. In: bkw.ch. 26. April 2024, abgerufen am 26. April 2024.</ref>
Kraftwerke
Kernkraftwerke
Das Unternehmen ist alleinige Eigentümerin und Betreiberin des Kernkraftwerks Mühleberg. Das Kraftwerk ging im Jahr 1972 als zweites kommerzielles Schweizer Kernkraftwerk ans Netz. Seit Beginn der Produktion erzeugte das Kernkraftwerk insgesamt mehr als 105‘733 Mio. kWh Strom (Stand Januar 2012).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW, Medienmitteilung vom 4. Januar 2012 ( vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Am 4. Dezember 2008 reichte sie ein Rahmenbewilligungsgesuch für den Ersatz dieses Kernkraftwerks ein. Nach der schweren Nuklearkatastrophe von Fukushima sistierte der Bundesrat das Rahmenbewilligungsgesuch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW, Medienmitteilung vom 14. März 2011 ( vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref> Die BKW entschied Ende 2013, das Kernkraftwerk Mühleberg im Jahr 2019 vom Netz zu nehmen,<ref>Ausserbetriebnahme im Jahr 2019. In: bkw.ch. 30. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2016; abgerufen am 19. März 2020.</ref> was am 20. Dezember 2019 auch tatsächlich erfolgte.<ref>Schweizer AKW Mühleberg endgültig abgeschaltet orf.at, 20. Dezember 2019, abgerufen am 20. Dezember 2019.</ref> Die entfallende Strommenge könne auf dem internationalen Strommarkt bezogen werden.<ref>Adrian Hopf-Sulc: BKW setzt nach Mühleberg auf ausländischen Strom. In: derbund.ch. 24. August 2019, abgerufen am 24. August 2019.</ref>
Das Unternehmen verfügt über Rechte zum Bezug aus den französischen Kernkraftwerken Cattenom und Fessenheim,<ref name="Produktion">BKW Zahlen und Fakten 2010, Seite 12 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 4,0 MB)</ref> um im Winter Engpässe in der inländischen Produktion zu decken. Die BKW ist mit 14,7 Prozent am schweizerischen Kernkraftwerk Leibstadt beteiligt.<ref name="Produktion" />
Wasserkraftwerke
Knapp 60 Prozent der BKW-Stromproduktion stammt aus Wasserkraft.<ref>Stromkennzeichnung. In: Stromkennzeichnung. Pronovo AG, 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref> Das Unternehmen produziert und bezieht mehr als 4000 GWh jährlich aus eigenen Kraftwerken sowie aus rund 20 Beteiligungen. Alle eigenen Kraftwerke sind nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Strom aus dem Wasserkraftwerk Aarberg ist mit dem Gütesiegel «nature made star» zertifiziert.<ref name="Das Wasserkraftwerk Aarberg">Das Wasserkraftwerk Aarberg, Seite 1 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 891 kB)</ref> Neben den Laufkraftwerken entlang der Aare besitzt die BKW auch Beteiligungen an Speicherkraftwerken, z. B. an den Kraftwerken Oberhasli oder dem Kraftwerk Sanetsch; an diesen beiden Werken ist die BKW mit je 50 Prozent beteiligt.<ref name="Speicherkraftwerke">BKW Speicherkraftwerke, Stand Februar 2012. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> Im Herbst 2021 wurde das Wasserkraftwerk Wiler-Kippel an der Lonza in Betrieb genommen, wobei die BKW Energie AG eine Beteiligung von 34 Prozent an der Kraftwerke Wiler-Kippel AG hält.<ref>Wasserkraftwerk Wiler-Kippel. In: bkw.ch. Abgerufen am 29. Mai 2025.</ref>
Gaskraftwerke
Das Unternehmen betreibt zusammen mit E.ON Italia in Livorno Ferraris (Italien) ein 800-MW-Gaskraftwerk.<ref>BKW, Medienmitteilung vom 19. September 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> Die BKW ist an diesem Kraftwerk mit 25 Prozent beteiligt. Im Bau ist ein 104-MW-Gaskraftwerk in Ortona (Italien) zusammen mit Tamarete Energie SA.<ref>BKW, Medienmitteilung vom 17. Dezember 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> In der Schweiz existieren Pläne für ein 400-MW-Gaskombikraftwerk mit Wärmenutzung in Utzenstorf,<ref>BKW, Medienmitteilung vom 6. Juni 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> diese Pläne werden im Moment jedoch nicht weiterverfolgt. Die BKW ist beteiligt am 400-MW-Gaskraftwerk-Projekt in Cornaux (Schweiz).<ref>BKW, Medienmitteilung vom 28. Juni 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive )</ref> 1989 wurde das Deponiegaskraftwerk Teuftal (DGKW) bei der Deponie Teuftal in Betrieb genommen.<ref>Deponiegaskraftwerk Teuftal. In: bkw.ch. 29. Juli 1997, abgerufen am 6. Mai 2025.</ref>
Kohlekraftwerke
Wegen des geplanten Baus eines 900-MW-Steinkohlekraftwerks im niedersächsischen Dörpen zusammen mit der deutschen EnBW Energie Baden-Württemberg AG und des damit verbundenen CO₂-Ausstosses erhielt die BKW den Negativpreis Public Eye Award in der Kategorie «Swiss» verliehen. Die Planungen zum Bau wurden im Dezember 2009 eingestellt.<ref>Handelszeitung: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Planungsarbeiten an Kohlekraftwerk in Dörpen werden eingestellt. ( vom 22. Juni 2015 im Internet Archive) 9. Dezember 2009</ref>
Das Unternehmen hält jedoch seit 2008 einen 33-Prozent-Anteil am 731-MW-Steinkohlekraftwerk Wilhelmshaven in Niedersachsen, welches 2015 in Betrieb ging. 2024 teilte die BKW mit, diese Beteiligung veräussern zu wollen.<ref>Steinkohlekraftwerk - Berner BKW will Kohlekraftwerk-Beteiligung loswerden. In: srf.ch. 12. März 2024, abgerufen am 12. März 2024.</ref>
Erneuerbare Energien
Um ihren Anteil am gesetzlich vorgegebenen Ziel von 5400 GWh Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zu übertreffen, hat die BKW-Tochtergesellschaft sol-E Suisse AG ihre Tätigkeiten stark ausgebaut. 2008 hatte sie in der Schweiz rund 200 Projekte in Arbeit. Im Januar 2011 korrigierte die BKW die angestrebten Ausbauziele aufgrund zunehmenden Widerstands und langsamer Verfahren um 40 % nach unten auf 0,6 TWh.<ref name="NeE 2010"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW, Medienmitteilung vom 10. Januar 2011 ( vom 12. Januar 2011 im Internet Archive)</ref><ref name="bkw-fmb.ch">BKW, Bilanz Neue erneuerbare Energien vom 10. Januar 2011 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 222 kB)</ref><ref name="ReferenceA">BKW, Ausbau der Sol-E Suisse AG vom 10. Januar 2011 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche im Internet Archive ) (PDF; 303 kB)</ref> Die auf erneuerbare Energien spezialisierte BKW-Tochtergesellschaft sol-E Suisse AG betreibt im Berner Jura den mit 16 Turbinen (23,66 MW) grössten Schweizer Windpark.<ref name="Juvent"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Windkraftwerk Juvent, Stand Februar 2012 ( vom 22. September 2013 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 2010 nahm die BKW 80 Anlagen für erneuerbare Energien in Betrieb; vier von fünf dieser Anlagen liegen im Ausland.<ref name="NeE 2010" /> 90 Projekte waren bei der sol-E Suisse AG im Jahr 2011 in Planung.<ref name="ReferenceA" /> Die BKW betrieb im Jahr 2010 insgesamt 198 Anlagen für erneuerbare Energien (Wind-, Wasser-, Biomasse- und Sonnenkraftwerke) in der Schweiz, Deutschland und Italien.<ref name="NeE 2010" /> In Deutschland und Italien betreibt die BKW je sechs Windparks mit 129 MW bzw. 168 MW Leistung. Im Jahr 2010 gründeten die BKW und Energie Wasser Bern (ewb) das Gemeinschaftsunternehmen HelveticWind, das sich zum Ziel gesetzt hat, Projekte mit mindestens 100 MW zu realisieren.<ref name="HelveticWind"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW, Medienmitteilung vom 23. März 2010 ( vom 12. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> Im Januar 2012 kamen als weitere Partner EKZ Renewables AG (EKZ), Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) sowie SN Erneuerbare Energie AG (SNEE) dazu, und die Ziele wurden auf 170 MW ausgebaut.<ref name="HelveticWind2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BKW, Medienmitteilung vom 30. Januar 2012 ( vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Die Aktivitäten konzentrieren sich vor allem auf Deutschland und Italien. Mit den beiden deutschen Windparks Sendenhorst (Nordrhein-Westfalen) und in Lüdersdorf-Parstein (Brandenburg) verfügt HelveticWind bereits über eine Gesamtleistung von 37 MW. Die Parks produzieren während rund 2'000 Volllaststunden zusammen insgesamt 82 Gigawattstunden Strom. Dies entspricht dem jährlichen Stromkonsum von rund 22'000 Haushalten.<ref name="HelveticWind2" /> Mit dem Konsortium Nordic Wind Power DA besitzt die BKW zusammen mit der Credit Suisse 40 % des Windparks Fosen Vind in Norwegen; ein Joint Venture mit Statkraft, 1057 MW installierte Leistung, in Vollbetrieb seit März 2021. Kritisiert wird der Umgang mit den indigenen Samen.<ref>Schweizer Investment verdrängt Indigene. In: srf.ch. 11. Dezember 2018, abgerufen am 14. Dezember 2018.</ref> In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft für bedrohte Völker im Januar 2020 eine Beschwerde gegen die BKW eingereicht.<ref>Gesellschaft für bedrohte Völker reicht Beschwerde gegen BKW ein. In: bernerzeitung.ch. 16. Januar 2020, abgerufen am 16. Januar 2020.</ref>
Umwelt
2018 hat die BKW durchschnittlich 156 Gramm CO₂-Äquivalente und 24 Kubikmillimeter Atommüll pro Kilowattstunde erzeugt. Unter den vier grössten Energiekonzernen in der Schweiz – neben der BKW sind dies Alpiq, Axpo und Repower – schnitt die BKW mit durchschnittlich 312 Umweltbelastungspunkten (UBP) im Mittelfeld ab.<ref>Simon Banholzer, Tonja Iten: Kurzstudie: Strommix 2018. (PDF; 3 MB) Schweizerische Energiestiftung, 17. Juli 2019, abgerufen am 25. Juli 2019.</ref>
Der Strommix der BKW Energie setzte sich im Jahr 2024 aus 31,78 % Kernenergie, 58,09 % Wasserkraft, 3,03 % Sonnenenergie, 0,5 % Biomasse und 6,6 % gefördertem Strom zusammen.<ref>www.stromkennzeichnung.ch, abgerufen am 22. August 2025</ref>
Literatur
- Rudolf von Tavel: Von grosser Arbeit. Kraftwerk und Stausee von Mühleberg in ihrer Entstehung. Bern 1921.
Weblinks
- Website der BKW Energie
- Eintrag im Handelsregister des Kantons Bern
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur BKW Energie in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Adecco | Ams-Osram | Avolta | Baloise | Barry Callebaut | Belimo Holding | BKW Energie | Clariant | Ems-Chemie | Flughafen Zürich | Galderma | Galenica | Georg Fischer | Helvetia | Julius Bär | Lindt N | Lindt PS | PSP Swiss Property | Roche Holding | Sandoz | Schindler N | Schindler PS | SGS | SIG Group | Straumann | Swatch Group | Swiss Prime Site | Tecan Group | Temenos | VAT Group Vorlage:Klappleiste/Ende
Koordinaten: 46° 57′ 19,2″ N, 7° 27′ 2,8″ O; CH1903: 600925 / 200474
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