Flughafen Zürich AG
| Flughafen Zürich AG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Flughafen Zurich Logo.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | CH0319416936 |
| Gründung | 1. April 2000 |
| Sitz | Kloten, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz |
| Leitung | Lukas Brosi (CEO) Josef Felder (VR-Präsident) |
| Mitarbeiterzahl | 2721 (Ende 2025) |
| Umsatz | 1361,1 Mio. CHF (2025)<ref name="GB25">Konzernerfolgsrechnung 2025. Flughafen Zürich AG, 2026, abgerufen am 21. März 2026.</ref> |
| Branche | Verkehr (NACE 52.23) Dienstleistungen für die Luftfahrt |
| Website | Flughafen Zürich AG |
Die Flughafen Zürich AG (FZAG) mit Sitz in Kloten ist die Eigentümerin und Betreiberin des Flughafens Zürich. Die gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft wurde im April 2000 gegründet und ist an der SIX Swiss Exchange kotiert; grösster Einzelaktionär ist der Kanton Zürich, der jederzeit mindestens einen Drittel des Aktienkapitals halten muss. Sie betreibt und ist beteiligt an Flughäfen in Indien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Curaçao.
Geschichte
Die Flughafen Zürich AG entstand in ihrer heutigen Form am 1. April 2000 durch die Fusion der Flughafen-Immobilien-Gesellschaft (FIG) und der Flughafendirektion Zürich (FDZ).
Die Flughafen-Immobilien-Gesellschaft FIG, deren Wurzeln bis in den November 1948 zurückgehen, war zuletzt eine Aktiengesellschaft (seit 1984) mit Sitz in Kloten und für den Bau und Betrieb der Hochbauten am Flughafen zuständig. Bedeutende Aktionäre der FIG waren der Kanton Zürich (23 Prozent) und die Stadt Zürich (18 Prozent).
Die Flughafendirektion Zürich war der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion angegliedert und die formelle Eigentümerin des Flughafens als Gesamtanlage. Die Zuständigkeiten umfassten den Bau und Betrieb der Tiefbauten (Pisten, Taxiways), den Flughafenbetrieb, die Aushandlung und Umsetzung des Betriebsreglements und die politische Vertretung des Flughafens.
Die Privatisierung der FIG und das stetige Wachstum des Flughafens führten zum politischen Vorstoss, den Flughafen Zürich zu verselbständigen und hierzu die FDZ aus der kantonalen Verwaltung auszugliedern und mit der FIG zu fusionieren. Auf den Vorstoss hin wurde ein neues Flughafengesetz ausgearbeitet und am 12. Juli 1999 vom Kantonsrat mit 60 Prozent Ja-Stimmen genehmigt. Das Flughafengesetz wurde am 28. November den Zürcher Stimmbürgern zur Abstimmung vorgelegt und von diesen mit 61 Prozent Ja-Stimmen angenommen.
Damit war die Grundlage für die neue Betriebsgesellschaft geschaffen, und zum 1. März 2000 trat das neue Flughafengesetz in Kraft. Auf Basis von drei Fusionsverträgen zwischen der FIG und dem Kanton Zürich wurde am 30. März eine Erhöhung des Aktienkapitals von ursprünglich 70 Millionen (140'000 Namenaktien à 500 CHF) auf neu 245'615'000 Schweizer Franken (4'912'300 Namenaktien à 50 CHF) vorgenommen und die FDZ in die FIG integriert, welche am 1. April als Flughafen Zürich AG (FZAG) ihren Betrieb aufnahm.
Seit dem 12. April 2000 ist das Unternehmen an der SWX notiert; der Kanton Zürich besass durch die Neustrukturierung am ersten Tag 78,1 Prozent des Aktienkapitals des Unternehmens. Die Anteile wurden laufend reduziert, jedoch durfte dessen Anteil an der FZAG in dieser ersten Stufe der Privatisierung einen 50-Prozent-Anteil nicht unterschreiten, da die Betriebsbewilligung noch bis zum 1. Juni 2001 auf den Kanton Zürich ausgestellt war. Nachdem die Betriebskonzession auf die FZAG übertragen worden war, durfte der Kanton seinen Anteil auf ein vorgeschriebenes Minimum von 33,33 Prozent senken. Die mit Verfügung vom 31. Mai 2001 durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation erteilte Konzession zum Betrieb des Flughafens Zürich hat eine Laufzeit von 50 Jahren, vom 1. Juni 2001 bis zum 31. Mai 2051.<ref>Aktuelle Betriebskonzession. (PDF; 39 kB) Flughafen Zürich AG, abgerufen am 24. Mai 2015.</ref>
Von der Gründung bis April 2010 trat die FZAG nach aussen unter dem Namen Unique auf, während in offiziellen Publikationen die Bezeichnung Unique (Flughafen Zürich AG) verwendet wurde; die Marke Unique wird seither nur noch für die Aktivitäten im Ausland verwendet.
Beteiligungen
Alle ausländischen Beteiligungen werden durch die Zurich Airport International AG gehalten. Über das Unternehmen A-port Operaciones S.A., Chile, hält das Unternehmen eine Mehrheit am Management und am Betrieb bestimmter Flughäfen in Lateinamerika und der Karibik. Dazu gehören in Chile die drei Regionalflughäfen Puerto Montt, Iquique und Antofagasta sowie weitere Flughäfen in Kolumbien und in Curaçao. Die finanzielle Beteiligung an den letzteren zwei Flughäfen ist nur gering.
Die Beteiligung am Flughafen der Isla de Margarita in Venezuela wurde 2010 vom Staat enteignet. Ein Schiedsgericht ist deswegen angerufen worden und hat entschieden, dass der Staat Venezuela dafür per Ende 2014 14,2 Millionen USD bezahlen soll, wovon die Hälfte der Flughafen Zürich AG zusteht.<ref name="GB15">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Geschäftsbericht 2015.] Flughafen Zürich AG, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. März 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
In Indien war Unique während der Bauphase mit 17 Prozent am Aktienkapital der Bangalore International Airport Ltd. (BIAL) beteiligt, der Eigentümer- und Betreibergesellschaft des im Geschäftsjahr 2008 neu eröffneten Flughafens von Bangalore; der Anteil wurde 2009 auf 5 Prozent gesenkt. Dieser restliche Anteil wurde 2017 verkauft.<ref name="FB18">Kennzahlen 2018. Flughafen Zürich AG, abgerufen am 13. März 2019.</ref>
Im März 2017 gewann die Flughafen Zürich AG die Konzession für den Ausbau und Betrieb des internationalen Flughafens Hercílio Luz (FLN) in Florianópolis im Süden Brasiliens. Es ist das erste Flughafenprojekt, das zu 100 % im Besitz der Flughafen Zürich AG liegt. Die Konzession ist gültig bis ins Jahr 2047.<ref>Unser Portfolio. Flughafen Zürich AG, abgerufen am 4. März 2021.</ref>
Im Laufe des Jahres 2019 erhielt die Flughafen Zürich AG Konzessionen für Entwicklung, Bau und Betrieb des neuen Delhi Noida International Airports in Jewar, Indien.<ref>Flughafen Zürich AG erhält Konzession für Flughafen in Indien. Flughafen Zürich AG, 29. November 2019, abgerufen am 25. April 2019 (Medienmitteilung).</ref> 750 Millionen Franken hat der Flughafen Zürich investiert. Der Betrieb soll bis spätestens Ende 2026 aufgenommen werden.<ref>Maren Peters: Airport Zurich in Indien. Flughafen bei Delhi in der Kritik. In: SRF News. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.</ref>
Seit 2020 werden die Flughäfen in Vitória und Macaé in Brasilien betrieben.<ref>Erläuterungen zur Jahresrechnung 2020. Flughafen Zürich AG, abgerufen am 26. März 2021.</ref>
Im Mai 2023 wurde der Flughafen Zürich AG eine Genehmigung erteilt, den brasilianischen Flughafen Natal in der Hauptstadt von Rio Grande do Norte zu verwalten. Die öffentlichen Gelder aus Brasilien sollen die Effizienz des Flugverkehrs zwischen Südamerika und Europa mit dem Ziel gewähren, weitere Flugverbindungen aufzubauen.<ref>Flughafen Zürich AG wins Concession for Airport in Brazil. Flughafen Zürich AG, abgerufen am 11. Juni 2023.</ref>
Corporate Governance
Das Unternehmen hat seinen rechtlichen Sitz in Kloten und fällt damit in die Zuständigkeit des Bezirksgerichts Bülach. Seit 2020 ist der Hauptsitz der Flughafen Zürich AG im Geschäftskomplex The Circle, direkt neben dem Flughafen, untergebracht.
CEO des Unternehmens ist Lukas Brosi, welcher diese Funktion zum Jahresbeginn 2023 übernommen hat. Der achtköpfige Verwaltungsrat umfasst jeweils auch drei Vertreter der Kantons- und einen der Stadtregierung von Zürich; dieser Grundsatz wurde von wirtschaftsliberaler Seite kritisiert und inzwischen dahingehend verändert, dass der Regierungsrat nebst einem eigenen Mitglied zwei externe Vertreter delegiert. Der Verwaltungsrat setzt sich wie folgt zusammen: Josef Felder (Präsident), Claudia Pletscher (Vizepräsidentin), Beat Schwab, Guglielmo L. Brentel, Stephan Gemkow, Corine Mauch, Carmen Walker Späh und Beatrix Frey-Eigenmann. Revisionsstelle der Flughafen Zürich AG ist seit 2018 EY mit Sitz in Zürich.<ref>Generalversammlung 2023 der Flughafen Zürich AG. Flughafen Zürich AG, 24. April 2023, abgerufen am 25. April 2023 (Medienmitteilung).</ref>
Aktionariat
Die Namenaktien der Flughafen Zürich AG werden an der SIX Swiss Exchange gehandelt (Valorennummer 31'941'693, Valorensymbol FHZN);<ref>Stammdaten: Flughafen Zürich AG. SIX Group.</ref> Mehrheitsaktionäre sind der Kanton Zürich mit 33,33 Prozent der Aktien und die Stadt Zürich mit 5,05 Prozent, wobei die FZAG als gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft organisiert ist.<ref name="FB18" />
Die Statuten enthalten eine Opting-up-Klausel, welche bei einem Kontrollwechsel eine Angebotspflicht für Minderheitsaktionäre erst bei Überschreiten der Grenze von 49 % vorsieht.<ref name="GB15" />
Geschäftsgang
Das Passagieraufkommen am Flughafen Zürich betrug 2025 knapp 32,6 Millionen Reisende, was ein Rekord ist. Der Monat August 2025 war mit 3'266'710 Passagieren der verkehrsreichste Monat in der Geschichte dieses Flughafens. Im Business- und Dienstleistungszentrum The Circle sind inzwischen 50 Unternehmen mit insgesamt über 5'000 Mitarbeitern tätig.<ref name="IB25">Integrierter Bericht 2025. Flughafen Zürich AG, abgerufen am 21. März 2026.</ref>
Kennzahlen
| Jahr | Umsatz (CHF in Tausend) |
davon Fluggeschäft (CHF in Tausend) |
davon Nicht-Fluggeschäft (CHF in Tausend) |
Konzerngewinn (CHF in Tausend) |
|---|---|---|---|---|
| 2002 | 566'362 | 328'837 | 237'525 | 34'773 |
| 2003 | 601'719 | 347'110 | 254'609 | 32'883 |
| 2004 | 683'686 | 411'754 | 271'932 | 52'268 |
| 2005 | 702'229 | 418'877 | 283'352 | 59'123 |
| 2006 | 737'109 | 444'238 | 292'871 | 87'448 |
| 2007 | 802'868 | 495'981 | 306'887 | 130'675 |
| 2008 | 855'103 | 525'689 | 329'414 | 121'314 |
| 2009 | 809'890 | 501'716 | 308'174 | 190'610 |
| 2010 | 851'548 | 534'722 | 316'826 | 138'519 |
| 2011 | 905'404 | 579'613 | 325'791 | 169'845 |
| 2012 | 948'820 | 596'411 | 352'409 | 94'732 |
| 2013 | 975'094 | 604'491 | 370'603 | 137'052 |
| 2014 | 963'479 | 574'959 | 388'520 | 205'921 |
| 2015 | 988'973 | 597'389 | 391'584 | 179'807 |
| 2016 | 1'012'804 | 620'402 | 392'402 | 248'018 |
| 2017 | 1'037'125 | 624'241 | 412'884 | 285'527 |
| 2018 | 1’152’897 | 656’667 | 496’230 | 237’841 |
| 2019 | 1’210’084 | 661’451 | 548’633 | 309’145 |
| 2020 | 624'000 | 222’000 | 402’000 | (-69'100) |
| 2021 | 680'000 | 240’600 | 439’400 | (-10'100) |
| 2022 | 1'023'500 | 491'100 | 532’400 | 207'000 |
| 2023 | 1'236'300 | 610’100 | 626’200 | 304'200 |
| 2024 | 1'326'300 | 672'800 | 653’500 | 326'700 |
| 2025 | 1'361'100 | 709'100 | 652’000 | 346'500 |
Publikationen
Die Flughafen Zürich AG veröffentlicht periodisch erscheinende Zeitschriften, die auch im Internet verfügbar sind. Homebase ist die interne «Hauszeitung» der FZAG und richtet sich in erster Linie an die Mitarbeiter; Unique! war bis Juli 2005 die Anwohnerzeitschrift des Unternehmens, an ihre Stelle trat das neue Air Magazine.
Weblinks
- Offizielle Website der Flughafen Zürich AG
Einzelnachweise
<references />
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