Bahnhof Essen-Steele
| Essen-Steele | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steele-S-2010.jpg Bahnhof Essen-Steele mit Verkehrsplatz
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| Daten | ||||||
| Lage im Netz | Trennungsbahnhof | |||||
| Bahnsteiggleise | 4 | |||||
| Abkürzung | EEST | |||||
| IBNR | 8000099 | |||||
| Preisklasse | 4 | |||||
| Eröffnung | 1899<ref name="VZ1899" /> | |||||
| Profil auf bahnhof.de | Essen-Steele | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Essen | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 51° 27′ 1″ N, 7° 4′ 31″ O
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dim=2000 | globe= | name=Essen-Steele | region=DE-NW | type=railwaystation
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| Höhe (SO) | 70 m | |||||
| Eisenbahnstrecken | ||||||
| Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen | ||||||
Der Bahnhof Essen-Steele ist ein S-Bahn-Knotenpunkt im Essener Stadtteil Steele. Er bildet mit dem Steeler Verkehrsplatz einen wichtigen Verknüpfungspunkt im ÖPNV der Stadt Essen.
Geschichte
Am 1. März 1862 wurde das Teilstück der Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg zwischen Essen und Bochum über Steele und Wattenscheid durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet. Die Stadt Steele erhielt einen Bahnhof, der heute Essen-Steele Ost heißt.
Die Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr ist am 1. Juni 1863 im Zuge der Einweihung der Ruhrbrücke Steele mit Steele verbunden worden. Diese Strecke wurde bis an die Ruhr vor Steele bereits seit 1854 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft betrieben, damals übernommen von der Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft.
Die Bauarbeiten für den Bahnhof Steele West begannen im Frühjahr 1898.<ref>Provinzielles - Steele. In: Essener Volkszeitung vom 10. Mai 1898</ref> Am 1. Oktober 1899 wurde der reine Personenbahnhof mit Mitteln von 87.000 Mark, die die Stadt Steele zur Verfügung gestellt hatte, seiner Bestimmung übergeben. Zu Beginn hielten hier bereits 28 Personenzüge täglich.<ref name="VZ1899">Provinzielles - Steele. In: Essener Volkszeitung vom 13. Oktober 1899</ref> Anfang 1911 wurden im preußischen Eisenbahnetat 70.000 Mark für den Bau eines neuen Empfangsgebäudes bereitgestellt. Dieses sollte die bisherige einfache Halle ersetzen und auf dem von der Stadt unentgeltlich zur Verfügung gestellten Vorplatz etwa 900 Quadratmeter Fläche einnehmen. Einher gingen weitere Umbaumaßnahmen, darunter ein neuer nördlicher Zugang zum Bahnhof.<ref>Steele. In: Essener Volkszeitung vom 27. Februar 1911</ref> Im Februar 1912 erhielt das neue Stationsgebäude sein Dach mit dem Dachreiter, in dem zu drei Seiten je ein Zifferblatt der Bahnhofsuhr angebracht war. Im April des Jahres wurde der Vorplatz planiert und bepflanzt.<ref>Steele. In: Essener Volkszeitung vom 27. Februar 1912</ref> Ab Frühjahr 1912 hielten auch Eilzüge am Bahnhof Steele-West. Ende 1912 erhielten die bisher mit Gaslampen beleuchteten Bahnsteige elektrisches Licht.<ref>Steele. In: Essener Volkszeitung vom 28. Oktober 1912</ref>
Der Bahnhof Steele-West wurde am 14. Mai 1950 in Essen-Steele West umbenannt, seit 27. Mai 1979 trägt er den Namen Essen-Steele. Dafür wurde der bisherige Bahnhof Essen-Steele in Essen-Steele Ost umbenannt.
Bei Umbaumaßnahmen in Verbindung mit der Errichtung des Verkehrsplatzes wurde das alte Empfangsgebäude Anfang der 1970er Jahre abgerissen.
Mit Eröffnung der aufgeständerten Verbindungskurve zwischen Steele West und Überruhr am 1. Februar 1978 verkürzte sich die Fahrzeit der Züge zwischen Wuppertal und Essen erheblich, denn zuvor mussten alle Züge auf dieser Strecke im Bahnhof Steele Ost Kopf machen. Nachdem zunächst die Nahverkehrslinie N9 die Strecke in Richtung Wuppertal bediente, verkehrt nach deren Elektrifizierung seit Dezember 2003 die S-Bahn-Linie S 9 auf der Strecke Haltern–Bottrop–Essen–Wuppertal. Bereits seit 1974 bedienen die beiden S-Bahnlinien S 1 und S 3 den Bahnhof Essen-Steele (West).
Anlagen
Der Bahnhof verfügt über zwei teilweise überdachte Inselbahnsteige, die im Richtungsverkehr bedient werden, der nördliche Bahnsteig mit den Gleisen 101 und 102 in Fahrtrichtung Essen, der südliche Bahnsteig mit den Gleisen 103 und 104 in Richtung Bochum, Hattingen und Wuppertal. Züge in und aus Richtung Wuppertal können nur die beiden mittleren Gleise 102 und 103 benutzen, die äußeren Gleise 101 und 104 sind nur in und aus Richtung Bochum und Hattingen benutzbar, das Gleis 102 kann auch aus Richtung Bochum/Hattingen angefahren werden. Die Bahnsteige werden über eine beidseitig zugängliche Unterführung erreicht, Aufzüge ermöglichen einen barrierefreien Zugang. Die eigenartige Nummerierung der Gleise ergibt sich dadurch, dass der Bahnhof Essen-Steele betrieblich Teil des Bahnhofs Essen-Steele Ost ist, wo sich dann die Gleise 1 bis 4 befinden.
Heutige Situation
Der Bahnhof wird im Schienenpersonennahverkehr heute von den Linien S 1, S 3 und S 9 der S-Bahn Rhein-Ruhr, der Regional-Express-Linie RE 49 und der Regionalbahn-Linie RB 33 angefahren. Er liegt an der Bahnstrecke Witten/Dortmund–Oberhausen/Duisburg (Kursbuchstrecken 450.1, 450.3), sowie in Folge an der Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr (Kursbuchstrecke 450.9).
Im Betriebsstellenverzeichnis der Deutschen Bahn hat der Haltepunkt das Kürzel EEST. Der Bahnhof wird in der Preisklasse 4 als Nahverkehrssystemhalt geführt.
Seit der südlich des Bahnhofes Steele gelegene Steeler Verkehrsplatz 1978 dem Verkehr übergeben wurde, bildet er zusammen mit dem Bahnhof Essen-Steele nach dem Hauptbahnhof einen der wichtigsten Verkehrsknoten in Essen. Seitdem dient er auch dem Umstieg zwischen Bussen, Straßenbahnen und den S-Bahnen, um schnell zum Essener Zentrum oder in die Nachbarstädte zu gelangen. Ab Anfang 2009 wurde der gesamte Verkehrsplatz saniert, Fußwege zwischen den Verkehrsmitteln optimiert und eine generelle Barrierefreiheit auch zu den S-Bahnsteigen hergestellt; die Anlage ging nach Abschluss der Umbauten am 28. August 2010 wieder in Betrieb.<ref>Steele Verkehrsplatz auf tramtracks.de, abgerufen am 30. März 2024.</ref> Zwei Drittel der Kosten hierfür in Höhe von rund neun Millionen Euro trug das Land Nordrhein-Westfalen, den Rest teilten sich die Stadt Essen und die Verkehrsbetriebe.<ref>Westdeutsche Allgemeine Zeitung WAZ im Juni 2010: Verzögerung am Steeler Verkehrsplatz</ref> Der Bahnhof ist auch von der Nordseite zugänglich. Täglich nutzen ca. 12700 Fahrgäste den Bahnhof Essen-Steele, wodurch er deutlich frequentierter als andere Stationen wie Borbeck, Altenessen oder Werden ist.<ref>Johannes Pusch: Bahnhof Essen-Steele: Der große Knotenpunkt im Check. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 11. Mai 2022, abgerufen am 8. Juni 2022.</ref>
Richtung Essen Hbf steht alle 4–5 Minuten eine Linie zur Verfügung.
Richtung Dortmund besteht ein 15-Minuten-Takt, nach Oberhausen, Duisburg, Hattingen und Wuppertal ein 30-Minuten-Takt und nach Aachen, Wesel, Hagen, Recklinghausen und Haltern am See ein 60-Minuten-Takt.
Linienverlauf
Eisenbahn
Straßenbahn und Bus
Der am Bahnhof gelegene Steeler Verkehrsplatz ist ein wichtiger Knotenpunkt im Essener Liniennetz. Er ist der größte und wichtigste Nahverkehrsknotenpunkt im Osten der Stadt wird von folgenden Linien durch die Ruhrbahn sowie von der Bogestra bedient.
Weblinks
NRWbahnarchiv von André Joost:
Einzelnachweise
<references />