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Alfa Romeo ES 30 – Wikipedia Zum Inhalt springen

Alfa Romeo ES 30

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Alfa Romeo SZ)
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Karosserieversionen Coupé, Roadster
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Der Alfa Romeo ES 30 ist ein Sportwagen, den der italienische Automobilhersteller Alfa Romeo als Coupé (SZ) und als Roadster (RZ) in limitierter Stückzahl zwischen Frühjahr 1989 und Ende 1993 produzierte. Die Bezeichnung ES 30 leitet sich von dem Begriff Experimental Sportscar, 3,0 Litre ab. Das Fahrzeug ließ die traditionsreiche Verbindung von Alfa Romeo und der Carrozzeria Zagato wieder aufleben.

Das Konzept

Nachdem Fiat im Jahr 1986 den bisherigen Staatskonzern Alfa Romeo übernommen hatte, wollte der neue Inhaber mit einem exklusiven zweisitzigen Fahrzeug die unveränderte technische Stärke und Exklusivität der Marke Alfa Romeo beweisen.

Die auffallende Form entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen den Designzentren von Fiat, Alfa Romeo und Zagato. Das Design wurde anfänglich als Zagato-Entwurf beschrieben. Tatsächlich ging die Grundlinie allerdings auf den französischen Designer Robert Opron zurück<ref name="AK18">Autobild Klassik 1/2010, S. 18</ref>, der in den 1970er-Jahren die Citroën-Modelle SM und CX entworfen hatte und nunmehr seinerzeit für das Fiat Centro Stile arbeitete; zahlreiche Einzelheiten wurden daneben von Antonio Castellana ausgearbeitet. Die Carrozzeria Zagato entwickelte nur einige Details an der Front- und an der Heckpartie.<ref>Lehbrink, Oleski, Schlegelmilch, S. 357</ref> Erklärtes Ziel der Geschäftsleitung war es, eine ausgefallene, Aufsehen erregende Form zu entwickeln.<ref>Brazendale, Enzyklopädie Automobil, S. 20</ref> Dementsprechend wurde das Design allgemein nicht als schön, wohl aber als eigenständig bezeichnet. Die stark ausgeprägte Keilform sowie die dreiäugigen Scheinwerfer gaben dem Wagen einen eigenständigen Auftritt. Bereits vor Beginn der Produktion erhielt der ES 30 werksintern die Bezeichnung Il mostro (das Monster).

Als Grundlage bediente man sich der Technik des Alfa Romeo 75 in der Wettbewerbsversion, die einige Jahre zuvor für die Gruppe A entwickelt worden war.<ref name="AS53">Amtmann, Schrader: Italienische Sportwagen, S. 53</ref> Sein V-Motor hatte sechs Zylinder, 3,0 Liter Hubraum und {{#if: {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}|PS|PS}}|210 {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}|PS|PS}} {{#if:1|(|= }}}}{{#if:{{#ifexpr:0<0|1|}}|ca. }}{{#iferror:{{#expr:210*0.73549875*0*1.0*0}}|Err|{{#expr:((0,0)*(210)*(210)+(0,73549875)*(210)+(0)) round (0)}}}}{{#if:{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}|kW|kW}}| {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|0}}|kW|kW}}}}{{#if:1|)}}. Das Getriebe saß an der Hinterachse und war mit dem Differential verblockt (Transaxle). Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 245 km/h. Eine hydraulische Niveauregulierung (40 mm Verstellbereich) war ebenfalls lieferbar, allerdings nur zum Überfahren von Hindernissen wie Bordsteinen.

Die Karosserie bestand aus einem Stahlskelett, die Außenhaut aus glasfaserverstärktem „Modar“, einem Methacrylharz. Er ermöglichte außer hoher Steifigkeit erstmals eine bei Kunststoffaufbauten besonders glatte Oberfläche. Die Karosserieteile wurden bei Carplast hergestellt, einem Unternehmen, das von Giuseppe Bizzarrini geleitet wurde, einem Sohn des italienischen Ingenieurs Giotto Bizzarrini.<ref>Classic and Sports Car, Heft September 2004.</ref>

Die Fahrzeuge wurden in den Zagato-Werkshallen in Terrazzano di Rho in Handarbeit gefertigt; die Rohkarosserien fertigte der Turiner Zulieferer OPAC.<ref name="Sannia 404">Alessandro Sannia: Enciclopedia dei carrozzieri italiani. Società Editrice Il Cammello, 2017, ISBN 978-8896796412, S. 404.</ref>

SZ (1989–1992)

Datei:AutoItalia Brooklands May 2012 THP 6936 (7147873315).jpg
Heckansicht

Zunächst produzierten Alfa Romeo und Zagato ein Fließheck-Coupé mit der Bezeichnung Alfa Romeo SZ (Sprint Zagato).

Der Wagen wurde auf dem Genfer Auto-Salon im März 1989 vorgestellt. Das Fahrzeug war ausschließlich in der Farbe Alfa Rosso, einem markentypischen Rotton, lieferbar. Ein Einzelstück für Andrea Zagato wurde allerdings in Schwarz lackiert hergestellt. Innen wurde naturfarbenes Leder verwendet.

Das Armaturenbrett war aus mit sichtbaren Kohlenstofffasern verstärktem Kunststoff laminiert. Wegen des hohen Kaufpreises von 102.000 DM und einem Rückgang der Nachfrage nach exklusiven Prestigeobjekten wurden nur wenige Exemplare bis Mitte 1992 gebaut. Die genauen Angaben bezüglich der Produktion schwanken. Einige Quellen geben 1036 Exemplare an<ref name="AK18" />, andere 999 oder genau 1000.<ref>Lewandowski/Zeller, S. 103</ref>

RZ (1992–1993)

Datei:Alfa-Romeo-RZ.jpg
Alfa Romeo RZ (1992–1993)

Auf dem Pariser Autosalon erschien im Herbst 1992 die offene Version unter dem Namen Alfa Romeo RZ (Roadster Zagato). Das Fahrzeug basierte weitestgehend auf dem SZ, hatte allerdings erhebliche Versteifungen erhalten. Die Frontscheibe war deutlich flacher geneigt und länger. Die Antriebstechnik blieb unverändert.

Insgesamt stieg das Gewicht des RZ gegenüber dem geschlossenen SZ um 120 kg.<ref name="AS53" /> Die Fahrzeuge waren in rot, gelb, schwarz und silbermetallic (nur drei Exemplare) lieferbar. Anstelle einer geplanten Stückzahl von 350 wurden bis Ende 1993 nur 241 Exemplare dieses 140.000 DM teuren Fahrzeugs verkauft. Weitere 37 Wagen wurden von Zagato in Eigenregie gebaut und selbst vertrieben.

Zagato setzte daraufhin die Produktion mit dem auf dem Lancia Delta basierenden Hyena fort.

Heutiger Stand

Die Preise für diese Autos sind in den letzten Jahren stark gestiegen. 2022 werden für einen RZ in exzellentem Zustand mehr als 120.000 Euro gezahlt, ein SZ in gleichem Zustand ist etwa 20.000 Euro günstiger.<ref>Oldtimer Markt: Preise 2022 (Sonderheft Nr. 69)</ref>

Literatur

  • Georg Amtmann, Halwart Schrader: Italienische Sportwagen. Stuttgart (Motor Buch Verlag) 1999. ISBN 3-613-01988-4.
  • Kevin Brazendale: Enzyklopädie Automobil von Alfa Romeo bis Zagato. Die 600 schönsten Modelle. Augsburg (Bechtermünz) 2000. ISBN 3-8289-5384-0.
  • Hartmut Lehbrink, Frank Oleski, Rainer W. Schlegelmilch: Gericke’s 100 - 100 Jahre Sportwagen. Düsseldorf 2005. ISBN 3-938118-00-8
  • Jürgen Lewandowski, Marion Zellner: Kult-Cabrios. Die legendärsten Cabriolets von 1945 bis heute. München (Steiger) 2000. ISBN 3-89652-195-0.
  • Andrew Montgomery: Sportwagen in Bildern und Fakten. London (Parragon) 2005. ISBN 978-1-4054-8267-7.
  • Das Monster aus Mailand. Vorstellung Alfa Romeo RZ in: Autobild Klassik 1/2010, S. 18 f.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Zeitleiste der Alfa-Romeo-Modelle seit 1945
Typ bis 1933 unabhängig, anschließend Staatsbetrieb ab 1986 Teil von Fiat
1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er 2020er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6
Kleinwagen MiTo (955)
Kompaktklasse Arna
Alfasud 33 145, 146 (930) 147 (937) Giulietta (940)
Mittelklasse Giulietta Berlina Giulia Limousine (Typ 105/115) Giulietta (Typ 116) 75 155 156 (932) 159 (939) Giulia (952)
Obere Mittelklasse Alfetta 90 164 166 (936)
6C 2500 1900 Berlina 2000 Berlina 2600 Berlina 1750/2000 Berlina Alfa 6
Coupé Giulietta Sprint Giulia Sprint GT Alfasud Sprint GT (937)
1900C Sprint / Supersprint 2000 Sprint 2600 Sprint 1750/2000 GT Veloce Alfetta GT/GTV GTV (916) Brera (939)
Cabriolet Giulietta Spider Giulia Spider Spider („Duetto“) Spider (916) Spider (939)
2000 Spider 2600 Spider
Sportwagen Disco Volante Tipo 33 Montreal SZ / RZ 8C Competizione 4C 33 Stradale
Geländewagen und SUV Junior (966)
Matta Tonale (965)
Stelvio (949)
Kleintransporter Romeo F12/A12 AR6
AR8
  • von Joint-Venture mit Nissan
  • Kooperation zwischen Fiat und Saab: baugleiche Teile mit Fiat-, Lancia- und Saab-Modell
  • Baugleich mit Fiat bzw. Iveco
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    Aktuelle Modelle:
    33 Stradale | Giulia | Junior | Stelvio | Tonale

    Historische Pkw-Modelle (Vorkriegszeit):
    Marke Alfa Romeo: 15-20 HP | 20-30 HP | 20-30 ES Sport | 40-60 HP | G1 | RL/RM | 6C | 8C
    Marke A.L.F.A.: 12 HP | 15 HP | 15-20 HP | 20-30 HP | 24 HP | 40-60 HP

    Historische Pkw-Modelle (Nachkriegszeit):
    6C | 1900 | Matta | Giulietta | 2000 | 2600 | 2600 Berlina De Luxe | Giulia | 1750/2000 | Montreal | Alfasud | Alfetta | Sprint | Romeo | Giulietta Typ 116 | Alfa 6 | GTV | Arna | 33 | 75 | 90 | 145 | 146 | 147 | 155 | 156 | 159 | 164 | 166 | SZ | RZ | GT | Brera | Spider (Duetto, Tipo 916, Tipo 939) | 8C Competizione | MiTo | 4C | Giulietta (Typ 940)

    Historische Nutzfahrzeuge (Nachkriegszeit):
    800 | 900 | AR6 | AR8 | mille

    Historische Busse:
    110 | 156 | 430 | 455 | 902 | 910 | Macchi | mille 8021 | mille AV

    Renn- und Rennsportwagen:
    „Grand Prix“ (1914) | P1 | P2 | 8C 2300 „Monza“ | Tipo A | Tipo B („P3“) | Bimotore | 8C-35 (Tipo C) | 12C-36 (Tipo C) | 12C-37 | Tipo 308 | Tipo 312 | Tipo 316 | Tipo 512 | Tipo 158 „Alfetta“ | Tipo 159 | Tipo 160 | Disco Volante | Giulia TZ | GTA | Tipo 33 | 177 | 179 | 179B | 179C | 179D | 182 | 183T | 184T | 185T

    Studien:
    2000 Sprint Praho | 2uettottanta | Berlinetta Aerodinamica Tecnica | Carabo | New York Taxi | Nuvola | Proteo | Scighera | Visconti

     |
    

    Aktuelle Modelle:
    33 Stradale | Giulia | Junior | Stelvio | Tonale

    Historische Pkw-Modelle (Vorkriegszeit):
    Marke Alfa Romeo: 15-20 HP | 20-30 HP | 20-30 ES Sport | 40-60 HP | G1 | RL/RM | 6C | 8C
    Marke A.L.F.A.: 12 HP | 15 HP | 15-20 HP | 20-30 HP | 24 HP | 40-60 HP

    Historische Pkw-Modelle (Nachkriegszeit):
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