Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Akutes Nierenversagen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Akutes Nierenversagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Akute Niereninsuffizienz)

{{#if: RIFLE

 | Vorlage:Hinweisbaustein
 | {{#ifeq: 0 | 0 | }}}}
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: N17.9 | N17.9 | Eintrag fehlt }} Akutes Nierenversagen, nicht näher bezeichnet | Eintrag fehlt }}
N17.0 Akutes Nierenversagen mit Tubulusnekrose
N17.1 Akutes Nierenversagen mit akuter Rindennekrose
N17.2 Akutes Nierenversagen mit Marknekrose
O90.4 Postpartales akutes Nierenversagen
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:O90.4|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Beim akuten Nierenversagen (ANV), auch Harnvergiftung, akute Niereninsuffizienz<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Lexikon der Medizin. 16. Auflage. Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 3-86126-126-X, S. 1406.</ref> oder akute Nierenschädigung ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}, AKI), handelt es sich um eine plötzliche, innerhalb von Stunden bis Tagen einsetzende, prinzipiell rückbildungsfähige Verschlechterung der filtrativen Nierenfunktion. Es kann nach vorheriger normaler Nierenfunktion oder bei bereits chronisch eingeschränkter Nierenfunktion (ANV auf dem Boden einer chronischen Niereninsuffizienz, {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}) sowie im Rahmen einer akuten Nierenerkrankung ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}, AKD) auftreten. Ein Maß für die Schwere des Nierenversagens ist die glomeruläre Filtrationsrate (abgekürzt GFR).

Krankheitsbild

Es handelt sich bei der Niereninsuffizienz um eine „mangelhafte Tätigkeit der Nieren infolge Ausfalls<ref>Anmerkung: Mit dem Wort "Ausfall" war offenbar auch eine teilweise oder vorübergehende Einschränkung der glomerulären Filtrationsfunktion gemeint.</ref> oder Zerstörung der Glomeruli oder Tubuli“<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Wörterbuch der Medizin. Verlag Volk und Gesundheit, Berlin (DDR) 1956, S. 622. Identisch bis zur 4. Auflage, Berlin 1969. Nicht mehr so deutlich ab der 5. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1974, ISBN 3-423-03029-1.</ref> unabhängig von der Existenz eines renalen Grundleidens.<ref>Linus Geisler (Hrsg.): Lexikon Medizin. 4. Auflage. Lexikon-Redaktion Urban & Schwarzenberg, Sonderausgabe. Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft, Köln ohne Jahr [2005], ISBN 3-625-10768-6, S. 1207.</ref> Fast immer sind die Nieren beim Nierenversagen also gesund (Niereninsuffizienz ohne Nierenkrankheit).<ref>Die Zeit: Das Lexikon in 20 Bänden. Band 10: Mitt–Ord. Zeitverlag, Hamburg 2005, ISBN 3-411-17570-2, S. 387.</ref> Davon ist das Gegenteil Nierenkrankheit ohne Niereninsuffizienz abzugrenzen.<ref>Im Bundesversorgungsgesetz werden in der Anlage zu § 2 die „Nierenschäden ohne Einschränkung der Nierenfunktion“ erwähnt.</ref> Man unterscheidet darüber hinaus die akute Nierenschädigung (AKI), die subklinische AKI (sAKI), die akute Nierenerkrankung (AKD) und die chronische Nierenkrankheit (CKD).<ref>Raphael Weiss u. a.: Akute Nierenschädigung. Ein häufig unterschätztes Problem in der perioperativen Medizin. 2019, S. 835.</ref>

Die Ursachen werden entsprechend dem Ort der Schädigung in prärenal, renal und postrenal eingeteilt. Die Schädigungsursache vor der Niere (prärenal) ist in erster Linie ein vermindertes Blutvolumen (Hypovolämie, z. B. bei Blutungen, Flüssigkeitsmangel oder Herzinsuffizienz) oder ein zu niedriger Blutdruck (kardiorenales Syndrom, Schock, hepatorenales Syndrom). Ein Maß für diese prärenalen Schädigungen ist das Herzzeitvolumen. Akute renale Schädigungen, d. h. in der Niere selbst (intrarenal) auftretende beidseitige Nierenkrankheiten, können vielfältig sein. Hierzu gehören u. a. akute Glomerulonephritiden und tubulointerstitielle Nierenerkrankungen, aber auch Arzneimittelnebenwirkungen (Röntgenkontrastmittel). Postrenal liegt der Auslöser hinter den Nieren im ableitenden Harntrakt. Als häufiges Beispiel sei der Harnverhalt mit Rückstau des Urins in die Nieren bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata genannt.

Folgen sind Regulationsprobleme des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts sowie ein Verbleiben von Endprodukten des Eiweißstoffwechsels (u. a. Harnstoff) und anderen harnpflichtigen Substanzen (u. a. Kreatinin) im Organismus. Nachfolgend kann es ausgehend von der Azotämie zu einem lebensbedrohlichen Vergiftungszustand, der Urämie bis hin zum Coma uraemicum, kommen.

In Abhängigkeit von der Ursache kann eine intensivmedizinische Behandlung mit frühzeitiger vorübergehender Dialyse notwendig sein. Auch wenn die Prognose für die Wiederherstellung der Nierenfunktion ad integrum gut ist, kann das akute Nierenversagen durch Sekundärerkrankungen (z. B. Pneumonie, Sepsis, Herzinfarkt, Polytrauma) in ein häufig tödliches Multiorganversagen münden. Das Risiko des Übergangs in eine chronische dialysepflichtige Niereninsuffizienz hängt von der Ursache ab.

Wenn in der Medizin vom Nierenversagen die Rede ist, wird immer vom beiderseitigen Nierenversagen ausgegangen. Ein einseitiges Nierenversagen bei gesunder zweiter Niere wird im Folgenden nicht thematisiert.<ref>Walter Siegenthaler (Hrsg.): Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 15. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1984, ISBN 3-13-344815-3, S. 25.34 bis 25.39.</ref> Ein einseitiges extrarenales Nierenversagen ist nur bei Einzelnieren denkmöglich. Und bei einem einseitigen intrarenalen Nierenversagen wird eine klinisch relevante Niereninsuffizienz von der zweiten gesunden Niere immer zuverlässig verhindert (Ausnahme: erkrankte Einzelniere, Solitärniere). Auch deswegen ist die Unterscheidung zwischen Niereninsuffizienz und Nierenkrankheit sehr wichtig. In Zweifelsfällen kann die GFR seitengetrennt bestimmt werden; dann ist die GFR des Patienten die Summe<ref>Heinrich Holzgreve, Hans Bräuer: Niere, Hochdruck und Ödeme. Bildatlas. Röhm Pharma, Weiterstadt ohne Jahr, S. 70.</ref> (und nicht etwa der Mittelwert) der GFR seiner beiden Einzelnieren.

Bei Frühgeborenen und Neugeborenen ist die Niereninsuffizienz physiologisch. Bei einem Gewicht von 1 kg beträgt die GFR 0,2 ml/min und bei einem Gewicht von 2 kg nur 0,5 ml/min. Reifgeborene haben eine GFR = 1,5 ml/min.<ref>Markus Daschner: Tabellarum nephrologicum. 3. Auflage. Shaker Verlag, Aachen 2009, ISBN 978-3-8322-7967-7, S. 67.</ref>

Definition und Stadieneinteilung

Das Spektrum des akuten Nierenversagens reicht von einer minimalen Erhöhung des Serum-Kreatinins bis zum vollständigen Verlust der Nierenfunktion.

2004 wurden in einer internationalen Konsensuskonferenz die bis dahin bestehenden 30 unterschiedlichen Definitionen des akuten Nierenversagens durch eine einheitliche Definition und Stadieneinteilung ersetzt, die RIFLE-Kriterien. RIFLE ist ein Akronym und steht für Risk – Injury – Failure – Loss – ESRD (End Stage Renal Disease), übersetzt etwa: Risiko – Schädigung – Versagen (der Nieren) – Verlust (der Nierenfunktion) – Terminales Nierenversagen.<ref name="RIFLE">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Um dem breiten Spektrum des Krankheitsbildes gerecht zu werden, wurde 2007 der Begriff ‚akutes Nierenversagen‘ (Acute Renal Failure, abgekürzt ARF) in einer weiteren Konsensuskonferenz durch den Begriff ‚akute Nierenschädigung‘ (Acute Kidney Injury, abgekürzt AKI) ersetzt, obwohl meistens gar keine tatsächliche Nierenkrankheit vorliegt. Definition und Stadieneinteilung wurden gestrafft.<ref name="AKIN">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Definition der akuten Nierenschädigung durch das Acute Kidney Injury Network (AKIN-Definition)<ref name="AKIN" />
Abrupte (innerhalb von 48 Stunden) Abnahme der Nierenfunktion, definiert durch
  • einen absoluten Anstieg des Serum-Kreatinins um ≥ 0,3 mg/dl (≥ 26,4 µmol/l),
  • einen prozentualen Anstieg des Serum-Kreatinins um ≥ 50 % (auf das 1,5fache des Ausgangswertes) oder
  • eine Verminderung der Urin-Ausscheidung auf < 0,5 (ml/kg)/h über mehr als 6 Stunden.
Stadieneinteilung der akuten Nierenschädigung
RIFLE-Stadium<ref name="RIFLE" /> AKIN-Stadium<ref name="AKIN" /> Serum-Kreatinin Urin-Ausscheidung
Risk 1 1,5- bis 1,9-facher Kreatininanstieg (RIFLE/AKIN) oder

Kreatininanstieg ≥ 0,3 mg/dl (≥ 26,4 µmol/l) (AKIN)

< 0,5 ml/kg/h für 6 h
Injury 2 2- bis 2,9-facher Kreatininanstieg < 0,5 ml/kg/h für 12 h
Failure 3 ≥ 3-facher Kreatininanstieg oder

Serum-Kreatinin ≥ 4 mg/dl (≥ 354 µmol/l) mit einem akuten Anstieg ≥ 0,5 mg/dl (≥ 44 µmol/l)

< 0,3 ml/kg/h für 24 h oder

fehlende Urinausscheidung (Anurie) für 12 h

Loss * Dauerhaftes Nierenversagen für > 4 Wochen
ESRD * Dauerhaftes Nierenversagen für > 3 Monate
*) Die RIFLE-Stadien „Loss“ und „ESRD“ werden als Spätfolgen der akuten Nierenschädigung in der AKIN-Stadieneinteilung nicht mehr berücksichtigt

Schwächen der neuen Definition und Stadieneinteilung sind:

  • der Zusammenhang zwischen den einzelnen Stadien und klinisch relevanten Endpunkten wie Mortalität oder Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie ist statistisch bislang noch unzureichend abgesichert,
  • die Stadieneinteilung geht nicht auf die Ursachen der akuten Nierenfunktionsverschlechterung ein
  • und unterscheidet insbesondere nicht zwischen Nierenfunktionsverschlechterung aufgrund einer verminderten Durchblutung, einer Harnabflussstörung oder einer Schädigung des Nierengewebes.

Einteilung nach Ätiologie

Die Klassifizierung des ANV ist ätiologisch, also nach Ursachen orientiert. Üblich ist jedoch die folgende lückenlose Einteilung in drei Gruppen, je nachdem, ob der Ort der Ursache vor (prä-), in (intra-) oder nach (post-) den Nieren (lateinisch ren; Adjektiv renal) liegt.<ref name="Herold">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Prärenales ANV

Das akute Nierenversagen bei prärenaler (d. h. der Niere vorgelagerter) Ursache ist die mit Abstand häufigste Form (rechnerisch in mehr als 92 % der Fälle; nach Gerd Herold<ref>Gerd Harald Herold: Innere Medizin. Köln 2019, ISBN 978-3-9814660-8-9, S. 635.</ref> in 60 %; nach Harrison in 40 bis 80 %;<ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 18. Auflage. Band 1. McGraw-Hill, Berlin 2012, ISBN 978-3-940615-20-6, S. 361.</ref> nach dem MSD Manual in 50 bis 80 % der Fälle;<ref>Das MSD Manual. 6. Auflage. Urban & Fischer, München / Jena 2000, ISBN 3-437-21760-7, S. 2235.</ref> nach Ulrich Thomae in zirka 80 %<ref>Ulrich Thomae, U. Helmchen, M. H. Weber: Niereninsuffizienz. "Aktuelles Wissen Hoechst", Hoechst Aktiengesellschaft, München 1989, S. 18.</ref>). Es wird auch als prärenale Azotämie bezeichnet.<ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 18. Auflage. McGraw-Hill, Berlin 2012, ISBN 978-3-940615-20-6, S. 361.</ref><ref>Hans Eduard Franz, Walter H. Hörl (Hrsg.): Blutreinigungsverfahren. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1997, ISBN 3-13-497705-2, S. 529.</ref> Hier beruht die Nierenschwäche nicht auf strukturellen, mikroskopischen oder histologischen Veränderungen im Nierengewebe. Es handelt sich vielmehr um eine Niereninsuffizienz ohne Nierenkrankheit. Ursache ist ein zu kleines Herzzeitvolumen<ref>Gerhard Lonnemann, Georg M. Eisenbach: Akutes Nierenversagen. In: Karl-Martin Koch: Klinische Nephrologie. Verlag Urban & Fischer, München / Jena 2000, ISBN 3-437-21730-5, S. 816–835, Zitat S. 818.</ref><ref>Tinsley Randolph Harrison: Harrisons Innere Medizin. 18. Auflage. McGraw-Hill, Berlin 2012, ISBN 978-3-940615-20-6, S. 361.</ref> mit renaler Hypoperfusion.<ref>Hans Eduard Franz, Walter H. Hörl (Hrsg.): Blutreinigungsverfahren. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1997, ISBN 3-13-497705-2, S. 520.</ref> Die renale Perfusion und damit die glomeruläre Filtration, also letztlich die Leistung der Podozyten, nehmen ab.

Unabhängig von der Akuität (akut oder chronisch) spricht man auch vom extrarenalen Nierensyndrom<ref>Wilhelm Nonnenbruch: Die doppelseitigen Nierenkrankheiten – Morbus Brightii. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1949.</ref> nach Wilhelm Nonnenbruch, deswegen posthum vom Nonnenbruch-Syndrom,<ref>Günter Thiele (Hrsg.): Handlexikon der Medizin. Band 3: L−R. Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore [1980], S. 1744.</ref><ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Wörterbuch der Medizin. 2. Auflage. VEB Verlag Volk und Gesundheit, Berlin (DDR) 1964, S. 645, und in allen Folgeauflagen bis einschließlich der 15. Auflage, Berlin 1992; noch nicht in der 1. Auflage, Berlin 1956, und auch nicht mehr in der 16. Auflage (Lexikon der Medizin, Wiesbaden 1999).</ref><ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Wörterbuch der Medizin. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1974, ISBN 3-13-509801-X, S. 991.</ref><ref>Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, München / Jena 2003, ISBN 3-437-15156-8, S. 1340.</ref><ref>Lexikon Medizin. 4. Auflage. Elsevier, München, Sonderausgabe. Naumann & Göbel Verlag, Köln [2005], ISBN 3-625-10768-6, S. 1213.</ref> vom funktionellen Nierenversagen,<ref>Hans Eduard Franz, Walter H. Hörl (Hrsg.): Blutreinigungsverfahren. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1997, ISBN 3-13-497705-2, S. 529.</ref><ref>Walter Siegenthaler, Werner Kaufmann, Hans Hornbostel, Hans Dierck Waller (Hrsg.): Lehrbuch der inneren Medizin. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1992, ISBN 3-13-624303-X, S. 525 f.</ref> vom prärenalen Nierenversagen oder von der extrarenalen Niereninsuffizienz.<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Wörterbuch der Medizin. 15. Auflage. Ullstein Mosby Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-86126-015-8, ISBN 3-86126-018-2, S. 1485.</ref><ref>Walter Siegenthaler (Hrsg.): Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 15. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1984, ISBN 3-13-344815-3, S. 6.18.</ref> Dabei bezieht sich das Wort extrarenal sowohl auf prärenale wie auch auf postrenale Ursachen („extrarenale Entstehung“<ref>Hans Erhard Bock, K. H. Hildebrand, Hans Joachim Sarre (Hrsg.): Franz Volhard Erinnerungen. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 1982, ISBN 3-7945-0898-X, S. 32.</ref>). Zahlenmäßig sind die postrenalen Ursachen jedoch zu vernachlässigen; sie fallen (fast ausschließlich) in das Gebiet der Urologie und nicht in die Nephrologie. Das prärenale Nierenversagen ist also die reversible Einschränkung der filtrativen Nierenfunktion infolge ungenügender Nierenperfusion.<ref>Gotthard Schettler (Hrsg.): Innere Medizin. 4. Auflage. Band I. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-444304-X, S. 362.</ref>

Ursache des akuten prärenalen Nierenversagens ist ein absoluter oder relativer

Wenn man wie Ulrich Thomae die Postrenalsyndrome nicht zu den Ursachen der Niereninsuffizienz zählt, dann werden die Prärenalsyndrome zu den Extrarenalsyndromen. So im Ergebnis auch der Erstbeschreiber Wilhelm Nonnenbruch, der die postrenalen Syndrome in seinem Standardwerk nicht erwähnt. Das Nierenversagen ist also oft durch von den Nieren unabhängige Ursachen bedingt.<ref>Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden. 6. Auflage. Band 15, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich 1998, ISBN 3-411-11156-9, S. 262.</ref>

Intrarenales ANV

Ein plötzliches Versagen der exkretorischen (also der filtrativen) Nierenfunktion meistens als Komplikation eines beidseitigen („doppelseitigen“, bilateralen) renalen Grundleidens als Ursache einer Niereninsuffizienz ist selten.<ref>Roche Lexikon Medizin. 5. Auflage. Urban & Fischer, München / Jena 2003, ISBN 3-437-15156-8, S. 1331.</ref> Renale Krankheiten (intrinsische Nierenerkrankungen,<ref>Tinsley Randolph Harrison Harrisons Innere Medizin. 18. Auflage. McGraw-Hill, Berlin 2012, ISBN 978-3-940615-20-6, S. 362.</ref> also eine schwere und meistens sehr schmerzhafte Nephropathie mit Befall beider Nieren) als Ursache findet man in höchstens 3 % der Fälle,<ref>Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Wörterbuch der Medizin. 15. Auflage. am angegebenen Ort, S. 1484.</ref> nach Ulrich Thomae in etwa 20 %, nach Gerd Herold in 35 % und nach dem The Merck Manual in 10 bis 40 Prozent der Fälle.<ref>The Merck Manual. 20. Auflage. Kenilworth 2018, ISBN 978-0-911910-42-1, S. 2075.</ref>

Man spricht auch vom akuten intrinsischen Nierenversagen<ref>Richard Fotter (Hrsg.): Pediatric Uroradiology. 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-33004-2, S. 359.</ref> sowie kurz vom akuten renalen Nierenversagen<ref>Joachim Girndt: Nieren- und Hochdruckkrankheiten bei Diabetikern. Edition Medizin, Weinheim 1988, ISBN 3-527-15367-5, S. 15.</ref><ref>Jürgen Sökeland: Urologie. 10. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1987, ISBN 3-13-300610-X, S. 28.</ref> oder vom (akuten oder chronischen) intrarenalen Nierenversagen in Abgrenzung zum extrarenalen Nierenversagen. Dabei ist im Folgenden zu beachten, dass Tubuluskrankheiten<ref>Anmerkung: Strittig ist sogar die Existenz von Tubuluskrankheiten; bei der Google-Suche findet sich keine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Stichwort. Zum Stichwort Tubulopathie finden sich 26.700 Treffer. Darunter wohl nur wenige Arbeiten, die einen direkten und kausalen Zusammenhang zwischen histologisch nachweisbaren Schädigungen der Nierenkanälchen und der tubulären Rückresorptionsquote zeigen.</ref> („Kanälcheninsuffizienz“<ref>Franz Volhard: Vor die Therapie setzten die Götter die Diagnose, Hoffmann-La Roche, Grenzach 1952, S. 16.</ref>) keinen direkten Einfluss auf die glomeruläre Filtration haben. Deswegen ist der Begriff akute Tubulusnekrose als Synonym für das akute Nierenversagen im engeren Sinn<ref>Hans Eduard Franz, Walter H. Hörl (Hrsg.): Blutreinigungsverfahren. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1997, ISBN 3-13-497705-2, S. 520.</ref> abzulehnen.

Beispiele für ein akutes intrarenales Nierenversagen sind:

Postrenales ANV

Ein akutes postrenales Nierenversagen ist ebenfalls selten (weniger als 5 % der Fälle,<ref>Tinsley Randolph Harrison Harrisons Innere Medizin. 18. Auflage. McGraw-Hill, Berlin 2012, ISBN 978-3-940615-20-6, S. 361.</ref><ref>Gerd Harald Herold: Innere Medizin. Köln 2019, ISBN 978-3-9814660-8-9, S. 636.</ref> 5 bis 10 % nach dem MSD Manual,<ref>Das MSD Manual. 6. Auflage. Urban & Fischer, München, Jena 2000, ISBN 3-437-21750-X, S. 2235.</ref> 9 %,<ref>Dieter Klaus (Hrsg.): Nephrologische Erkrankungen. (= Praxis der Allgemeinmedizin. Band 7). Urban & Schwarzenberg, München / Wien / Baltimore 1983, ISBN 3-541-10811-8, S. 17; analog auch in Band 18 („Urologische Erkrankungen“), ISBN 3-541-13121-7, S. 18.</ref> „höchstens 10 % aller Fälle von ANV im Krankenhaus“<ref>Nephrologie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-700206-2, S. 488 (im Original höchsten statt höchstens).</ref><ref>Mark Dominik Alscher, Christiane Erley, Martin K. Kuhlmann: Nosokomiales akutes Nierenversagen. In: Deutsches Ärzteblatt International, Jahrgang 116, Ausgabe A, Heft 9, 1. März 2019, S. 149–158.</ref>) und meistens reversibel. Einseitige Abflusshindernisse können im Normalfall keine klinisch relevante Niereninsuffizienz verursachen, solange die andere Niere das verhindert.<ref>Nephrologie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-700206-2, S. 488.</ref> Deswegen und wegen völlig anderer therapeutischer Konsequenzen rechnet Ulrich Thomae „die postrenale Obstruktion mit Anurie und konsekutivem Nierenversagen nicht zum akuten Nierenversagen“.<ref>Ulrich Thomae: Niereninsuffizienz. Hoechst Aktiengesellschaft, München 1989, S. 19.</ref> Außerdem sind alle diese Ursachen meistens sehr schmerzhaft, führen also oft zur schnellen erfolgreichen (meistens urologischen) Therapie. So führt beispielsweise ein einseitiger steinbedingter Harnstau vorerst nicht zur Beeinträchtigung der glomerulären Filtration der betroffenen Niere; die einseitige Anurie wird durch eine vollständige tubuläre Rückresorption des Primärharns verursacht.

Solche der Niere nachgelagerten Ursachen durch Verlegung oder Kompression der ableitenden Harnwege führen zu Abflussstörungen bis zur Harnsperre. Beispiele sind

  • schwere angeborene Fehlbildungen<ref>Jörg Dötsch, Lutz T. Weber (Hrsg.): Nierenerkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Springer-Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-662-48788-4, S. 172.</ref> (Anomalien) der Nieren, Harnleiter, Blase oder Harnröhre (zum Beispiel Urethralklappen),
  • gynäkologische Krankheiten (zum Beispiel Endometriose) mit entsprechenden Abflussbehinderungen,
  • unerwünschte Arzneimittelwirkungen (zum Beispiel Ganglienblocker) zum Beispiel bei einer schon bestehenden Prostatahyperplasie,
  • autonome Neuropathien,<ref>Hans-Hellmut Neumeyer: Akutes Nierenversagen. In: Blutreinigungsverfahren. 5. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1997, ISBN 3-13-497705-2, S. 520.</ref>
  • beidseitige Obstruktionen der Harnleiter durch bilaterale Harnleitersteine, große Tumoren, Narbenverziehungen, Retroperitonealfibrosen, Entzündungen, Blutgerinnsel,<ref>Helmut Geiger: Akutes Nierenversagen. In: Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 3.</ref>
  • Fibrosen der Harnleiter bei der Bilharziose,<ref>Hermann Feldmeier: Bilharziose, in: Hans Schadewaldt: Über die Rückkehr der Seuchen, vgs Verlagsgesellschaft, Köln 1994, S. 203.</ref> nach Bestrahlungen oder beim Morbus Ormond,<ref>Hans Joachim Sarre: Nierenkrankheiten, 4. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 427.</ref>
  • eine Verlegung der Harnblase (beispielsweise durch Tumoren oder verstopfte Blasenkatheter, Blasentamponade) oder eine Blasenruptur,<ref>Walter Siegenthaler u. a. (Hrsg.): Lehrbuch der inneren Medizin. 3. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 1992, ISBN 3-13-624303-X, S. 524.</ref>
  • Einengungen der Harnröhre durch Narbenstrikturen nach Operationen, Verletzungen oder Entzündungen,
  • sonstige Stenosen der Harnröhre (beispielsweise durch Prostatavergrößerung, Tumoren oder fehlplatzierte Blasenkatheter),
  • eine obstruktive Uropathie und eine bilaterale Refluxnephropathie,<ref>Karl Schärer, Otto Mehls (Hrsg.): Pädiatrische Nephrologie. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2002, ISBN 3-642-62621-1, S. 77.</ref>
  • ein Befall der männlichen Urethra mit einem Harnröhrenwels (Penisfisch, Vandelliinae) und
  • sonstige Ursachen (Phimose, Paraphimose, Urotuberkulose, Verstopfungen durch abgestoßenes Nierengewebe, Fremdkörper, Konkremente<ref>Wolfgang Piper: Innere Medizin, Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-33725-6, S. 281.</ref> oder Pilzwachstum<ref>The Merck Manual. 20. Auflage. Kenilworth 2018, ISBN 978-0-911910-42-1, S. 2076.</ref>).

Epidemiologie

Die Inzidenz des akuten Nierenversagens beträgt etwa 2000–3000 pro Million pro Jahr. Patienten, die eine Dialyse benötigen, sind mit 200–300 pro Million pro Jahr deutlich seltener.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In einer populationsbasierten Untersuchung in Schottland betrug die jährliche Inzidenz des akuten Nierenversagens 1811 Fälle pro Million Einwohner, die Inzidenz des akut-auf-chronischen Nierenversagens 336 Fälle im Jahr pro Million Einwohner. Patienten mit akutem Nierenversagen waren im Median 76 Jahre alt, Patienten mit akut-auf-chronischem Nierenversagen 80,5 Jahre. Die RIFLE-Klassifikation erlaubte eine Prognose bezüglich vollständiger Reversibilität des Nierenversagens, Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie, Dauer des Krankenhausaufenthaltes und Krankenhaussterblichkeit, erlaubte aber keine Voraussage der Mortalität nach 3 oder 6 Monaten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Eine intrarenale Ursache, wie eine Glomerulonephritis, haben etwa 50 Patienten/Mio/Jahr<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>. Während der Covid-19-Pandemie wiesen bis zu 50–70 % der auf eine Intensivstation aufgenommenen Patienten ein ANV auf und ca. 30 % benötigten eine Dialyse-Behandlung<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>. In den Industrieländern sind >80 % der Nierenversagen im Krankenhaus erworben, während nur <10 % ambulant erworben sind. Hingegen treten in der Dritten Welt die meisten Fälle ambulant auf<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>.

Pathophysiologie und Pathogenese

Hauptauslöser des akuten Nierenversagens ist eine (etwa durch einen zu niedrigen Blutfluss) unzureichende Sauerstoffversorgung von Nierengewebe, in deren Folge es zur Zerstörung (Endothelschädigung) funktioneller Zellen kommt.

Die primäre Schädigung erfasst die Tubuluszellen. Diese hochaktiven Zellen bilden bei Schädigung hochvisköse Mukoproteinzylinder, die das Lumen der Tubuli verstopfen (englisch: cast = Verstopfung, Ausguss). Diese Obstruktion wird für den Ausfall der Nierenfunktion verantwortlich gemacht. Es darf dabei jedoch nicht vergessen werden, dass die Glomeruli und die Tubuli völlig verschiedene Aufgaben haben und weit gehend getrennt und unabhängig voneinander arbeiten. Im Einzelfall muss also erklärt werden, wie ein Tubulusschaden die Reduktion der GFR und besonders eine eventuelle Oligurie oder Anurie bewirkt.<ref>Klaus Thurau, John W. Boylan: Acute Renal Success – The Unexpected Logic of Oliguria in Acute Renal Failure. In: The American Journal of Medicine. Band 61, September 1976, S. 308–315.</ref> Ein entsprechender Nachweis in der Histologie gelingt nur selten. Denn Tubulopathien (zum Beispiel Entzündungen der Nierenkanälchen bis hin zu Tubulusnekrosen) verursachen (unabhängig von der GFR) durch eine reduzierte Rückresorptionsquote im Gegenteil eine Polyurie.<ref>Helmut Geiger: Akutes Nierenversagen. In: Helmut Geiger, Dietger Jonas, Tomas Lenz, Wolfgang Kramer (Hrsg.): Nierenerkrankungen. Schattauer, Stuttgart / New York 2003, ISBN 3-7945-2177-3, S. 1.</ref> Wohl auch deswegen wird in der aktuellen Fachliteratur der Begriff der Tubulusnekose verlassen (“rendering the previously popular term acute tubular necrosis an inadequate description”<ref>The Merck Manual. 20. Auflage. Kenilworth 2018, ISBN 978-0-911910-42-1, S. 2076.</ref>); auch vom tubuloglomerulären Feedback wird nicht mehr gesprochen.<ref>Nephrologie. 6. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2015, ISBN 978-3-13-700206-2, S. 476.</ref><ref>Karl Julius Ullrich, Klaus Hierholzer: Normale und pathologische Funktionen des Nierentubulus. Verlag Hans Huber, Bern / Stuttgart 1965, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}

 | trim | 458762938 }} DNB 458762938 Katalogeintrag der Deutschen Nationalbibliothek | DNB trim | 458762938 }} 458762938

}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|458762938}} | | (???)}} }}.</ref>

Nur wenn die Tubuli durch Ausgusszylinder völlig verstopft sind, kommt es in der Tat zum Rückwärtsversagen mit Anurie im befallenen Nephron. Nur dann gehen die jeweiligen single nephron glomerular filtration rates (snGFR)<ref>Die SNGFR beträgt normalerweise beim Menschen 20–40 nl/min und beim Hund 20–40 µl/min. Quelle: Hans Joachim Sarre: Nierenkrankheiten. 4. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1976, ISBN 3-13-392804-X, S. 12. Offenbar unterlief Sarre hier ein Denkfehler. Offenbar hat er beim Hund die falsche Nierenfunktionseinheit gewählt. Vermutlich meint er ebenfalls Nanoliter und nicht Mikroliter pro Minute.</ref><ref>Bei Ratten schwankt die gfr (=„Filtrationsrate eines einzelnen Glomerulums“) zwischen 30 und 50 nl/min. Quelle: Heinz Valtin: Funktion der Niere. F. K. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 1978, ISBN 3-7945-0556-5, S. 54, Tabelle 6.1.</ref> auf 0 ml/min und die einzelnen Rückresorptionsquoten auf 0 % zurück. Über die Anzahl der jeweils betroffenen Nephrons und über die Reversibilität dieser Abflussbehinderung durch Zellzylinder bei den einzelnen Tubulopathien gibt es nur Spekulationen.

Ursachen des akuten Nierenversagens

Ursachen des akuten prärenalen Nierenversagens

  • Schockzustände und ischämische Zustände
  • Hämolyse oder Myolyse
  • Natriumverlust und Chlorverlust
  • endogene Intoxikationen<ref name="KlutheSzczeponik">Reinhold Kluthe, Norbert Szczeponik: Nieren- und Hochdruckkrankheiten. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 1970, ISBN 3-540-79627-4, S. 53–58; doi:10.1007/978-3-642-87634-9, Kapitel „Das akute Nierenversagen“.</ref>

Ursachen des akuten intrarenalen Nierenversagens

Im Grunde werden drei Ursachenkomplexe für das seltene akute intrarenale Nierenversagen beschrieben:

  • exogene oder endogene Gefäßverengung (Vasokonstriktion)
  • Sauerstoffmangel im engeren Sinne (Hypoxie, Ischämie)
  • Stoffe, die auf die Niere giftig wirken (körperfremde Nierengifte und körpereigene Nephrotoxine)

Vasokonstriktion

Für die normale Nierenfunktion ist eine ausreichende Blutversorgung über die zuführenden Gefäße (vas afferens) wichtig. Nur so steht ein bestimmter Druck zur Verfügung (Filtrationsdruck), der in den Glomeruli für ausreichende Filtration von Primärharn sorgt (siehe Niere). Da die Niere über einen ausgeprägten Autoregulationsmechanismus (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) verfügt, sind systemische Blutdrücke von 80 mmHg für eine normale Filtration ausreichend.

Die Stressreaktion, besonders in Form der Ausschüttung endogener Katecholamine, ist aber auch für den Funktionsverlust der Niere beim Kreislaufversagen mitverantwortlich. Unterschreitet der systemische Blutdruck einen Grenzwert, so bewirkt die sympathische Gegenregulation durch die Wirkung dieser Katecholamine am vas afferens einen weiteren Perfusionsausfall. Somit sinkt auch der Filtrationsdruck. Ein Abfall des Filtrationsdruckes um 10–15 mmHg kann zum Erliegen der Filtration und somit zu Anurie führen [2].

Außer den endogenen Katecholaminen wirken auch einige bei Sepsis und MODS freigesetzte Zytokine vasokonstriktorisch auf die Nierengefäße. Sie wirken somit nephrotoxisch (siehe auch unten unter Nephrotoxine).

Hypoxie und Ischämie

Hypoxie ist als Sauerstoffmangel, Ischämie als Minderdurchblutung eines Gewebes oder Organes definiert.<ref>Für diese Forschung gab es 2019 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.</ref> Ursache können eine unzureichende Sauerstoffaufnahme durch den Organismus oder die oben genannte Vasokonstriktion sein.

Folge ist ein Abfall des Energieträgers ATP in den Zellen, sobald es den Nierenzellen nicht ausreichend gelingt, von aerober auf anaerobe Glycolyse umzustellen. Tubuluszellen haben diese Möglichkeit nur in extrem eingeschränktem Umfang, was ihren frühzeitigen Funktionsausfall begründet.

Eine Ischämiedauer von 25 min führt zu geringen und jederzeit rückbildungsfähigen morphologischen Veränderungen. Selbst Veränderungen nach 40–60 min Ischämie sind noch reversibel. Erst eine Sauerstoffschuld von zwei oder mehr Stunden bewirkt bleibende Veränderungen in Bau und Funktion der Niere. [2]

Nephrotoxine

Es gibt eine Reihe verschiedener endogener und exogener Substanzen, die nephrotoxisch wirken können.

Von endogener Seite sind die nach massiver Hämolyse und Muskelzelluntergang freigesetzten Eiweiße Hämoglobin und Myoglobin wesentlich, indem sie direkt auf die Tubuluszellen wirken. Die im Rahmen von MODS oder Sepsis freigesetzten Mediatoren wirken mehr indirekt über die Vasokonstriktion (siehe oben) nephrotoxisch.

Unter den zahlreichen exogenen Nephrotoxinen spielen die Aminoglykosid-Antibiotika (zum Beispiel Gentamicin) eine wesentliche Rolle, weshalb ihr Einsatz in nierengefährdenden Situationen (Schock, Nierenkrankheit) angepasst erfolgen muss. Starke negative Auswirkungen auf den Zustand des Patienten haben auch Antibiotika gegen Pankreatitis und MRSA-Infektionen gezeigt: innerhalb kürzester Zeit (2–3 Stunden) kam es zu akutem Nierenversagen fast bis zum Kollaps durch multiples Organversagen. Nur eine sofortige Dialyse rettete den Patienten. Ein weiteres Beispiel für Nephrotoxine sind jodhaltige Kontrastmittel. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss ihr Einsatz im Einzelfall abgewogen werden.

Ursachen des akuten postrenalen Nierenversagens

  • Ureterenverlegung
  • Harnverhaltung
  • neurologische Ursachen<ref name="KlutheSzczeponik" />

Risikofaktoren des akuten Nierenversagens

Unter den Risikofaktoren sind Merkmale aufgeführt, die die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines ANV erhöhen:

  • akute Risikofaktoren: Volumenmangel, ausgeprägte Hypotension (Blutdruckabfall), Infektion, Hämolyse (Freiwerden von Hämoglobin, siehe oben), Rhabdomyolyse (Muskelzerfall), akute Pankreatitis, intravasale Gerinnung, Therapie mit nephrotoxischen Pharmaka

Bei den komplexen Krankheitsbildern spielen Multi- und Polytrauma, Sepsis, Pankreatitis und Verbrennungskrankheit eine große Rolle. Wenn die Niere nicht schon betroffen sein sollte, dann stellt ein Multiorganversagen (MOV, MODS) eine allerhöchste Risikokonstellation für ein ANV dar.

Phaseneinteilung des akuten Nierenversagens

Beim ANV werden klassisch vier Phasen unterschieden:

  1. Induktion: Auftreten des schädigenden Ereignisses mit Abnahme von Nierendurchblutung und glomerulärer Filtration und mit tubulärer Schädigung. In dieser Phase treten noch keine Symptome auf.
  2. Erhaltung: Die Erhaltungsphase ist durch Oligurie geprägt. Hier werden die unten genannten diagnostischen Laborbefunde erhoben. Die Dauer beträgt Tage bis Wochen.
  3. Erholung: Diese Phase ist polyurisch und dauert in der Regel nur Tage.
  4. Restitution: Bei 80–90 % der Patienten kommt es im Verlauf von Monaten zu einer vollständigen Erholung der Nierenfunktion. Bei den verbleibenden Patienten ist mit Folgezuständen in Form einer chronischen Niereninsuffizienz zu rechnen.

Dieser klassische Ablauf wird in der modernen Intensivmedizin nur noch selten beobachtet, da vorbestehende Nierenerkrankungen und ein Multiorganversagen den Ablauf stark modifizieren.

Diagnose

Anamnese

Bei der Erhebung der Krankengeschichte muss im Sinne des ANV nach o. g. Risikofaktoren gesucht werden.

Status praesens

Bei der Statuserhebung muss nach Zeichen der Überwässerung oder der Dehydratation geforscht werden. Außerdem ist die Palpation der Nieren, der Blase und der Prostata wichtig.

Klinisch fallen in Notsituationen eine Hyperventilation, ein Foetor uraemicus sowie Schläfrigkeit bis hin zum Coma uraemicum auf.

Technische Befunde

Einfach zu bestimmen ist die Harnmenge je Zeitspanne:

Anurie < 50–100 ml/24h
Oligurie < 500 ml/24h bzw. < 20 ml/h
Polyurie > 3000 ml/24h bzw. > 125 ml/h

Das akute Nierenversagen kann an-, oligo- oder polyurisch sein. Um die Exkretionsleistung der Nieren einzuschätzen, werden die sog. Retentionswerte herangezogen, wobei es sich um die Konzentrationen von Harnstoff und Kreatinin im Serum handelt. Diese Substanzen, die Endprodukte des Eiweißstoffwechsels darstellen, wirken selbst nicht giftig. Harnstoff stört zwar den Stoffwechsel der Zelle, ist aber nicht die Ursache eines urämischen Syndroms. Giftig sind andere Abbauprodukte, deren Konzentrationen mit Harnstoff korrelieren. Ihre Retention führt zur Urämie, womit die Elimination zwingend angezeigt ist. Diese Abbauprodukte können durch technische Nierenersatzverfahren (Dialyse, Hämofiltration) aus dem Organismus entfernt werden.

Harnstoff (HSt) ist Wert >25–33 mmol/l (>150–200 mg/dl) bei Olig-/Anurie oder >50 mmol/l (>300 mg/dl) bei Polyurie, so ist ein akutes Nierenversagen gesichert und es ist ein Nierenersatzverfahren angezeigt (Hämofiltration, Hämodialyse).
Kreatinin (Crea) tgl. Kreatinin-Anstieg um >0,5–2 mg/dl ist Zeichen für Nierenversagen. Parameter gilt als unsicher. Besser ist die Kreatinin-Clearance (= GFR). deren Abfall auf unter 5 ml/min die Indikation für ein Nierenersatzverfahren anzeigt.

Wichtig ist die Differentialdiagnose zwischen prärenalem und intrarenalem Nierenversagen:<ref name="Herold" />

Prärenales ANV Intrarenales ANV
Urin-Osmolalität (mosmol) >500 <300
Urin-/Plasmaosmolalität >1,1 0,9–1,05
Urin-Natrium (mmol/l) <10 >30–40
FENa (%) <1 >1

Die fraktionelle Natriumexkretion (FENa) wird wie folgt errechnet:<ref name="Herold" />

<math> \mathit{FE}_{\mathrm{Na}} = {\mathit{Urin}_{\mathrm{Na}} \times \mathit{Serum}_{\mathrm{Krea}} \over \mathit{Serum}_{\mathrm{Na}} \times \mathit{Urin}_{\mathrm{Krea}}} \times 100 </math>

Differentialdiagnose

Tritt im Bereich der ableitenden Harnwege ein Leck mit Austritt von Urin in die Bauchhöhle auf (zum Beispiel infolge einer Blasenruptur), werden die harnpflichtigen Substanzen wieder in das Blut aufgenommen (Rückresorption). Trotz normaler Nierenfunktion steigen Harnstoff und Kreatinin an. Dieser Zustand wird als Pseudo-Nierenversagen bezeichnet.

Therapie

Ist ein ANV eingetreten, dann gibt es derzeit keine Therapieform, die den Verlauf wirksam unterbrechen könnte. Je nach Stadium der Erkrankung unterscheidet man

  • vorbeugende Therapie und
  • Therapie bei ausgebrochenem ANV.

Vorbeugende Therapie

Das Ziel besteht darin, so rasch wie möglich eine ausreichende Durchblutung der Nieren mit ausreichender Sauerstoffversorgung des Nierengewebes wiederherzustellen. Wenn das gelingt, zeigt die Niere eine gute Tendenz zur Wiederaufnahme ihrer Funktion, andernfalls droht die Ausbildung eines manifesten Nierenversagens.

Die Akuttherapie ruht prinzipiell auf drei Säulen:

  1. Sicherstellung einer ausreichenden Nierendurchblutung durch Volumensubstitution,
    ggf. unter Kontrolle des zentralen Venendrucks (ZVD)
  2. Sicherung eines stabilen Kreislaufes, ggf. unter Zuhilfenahme von Katecholaminen (Dobutamin, Noradrenalin)
  3. Versuch mit Schleifen- oder Osmodiuretikum

Eine Sonderform ist das durch Röntgenkontrastmittel hervorgerufene kontrastmittelinduzierte Nierenversagen. Da in der Regel der Zeitpunkt der Kontrastmittelgabe im Voraus geplant werden kann, ist bei Risikopatienten eine Prophylaxe noch vor Eintritt der Nierenschädigung möglich.

Nierendurchblutung

Die Gefahr der Volumensubstitution liegt in der Volumenüberlastung des Kreislaufes mit der Folge einer Überwässerung der Lunge (Lungenödem, fluid lung). Der ZVD sollte auf 12 mmHg, der PCWP auf Werte von 15 mmHg eingestellt werden. In Abhängigkeit vom Elektrolytstatus usw. werden kristalloide Lösungen bevorzugt.

Kreislaufstabilisierung

Dobutamin gilt derzeit als das nierenschonendste Katecholamin. An anderer Stelle wird Noradrenalin empfohlen [2].

Die Gabe von Dopamin in sogenannter Nierendosis wird derzeit abgelehnt, da die kardialen Nebenwirkungen einerseits und das Ausbleiben von prognostischen Vorteilen andererseits eher Nachteile dieses Mittels erwarten lassen. In verschiedenen Studien konnte kein Vorteil bezüglich des Outcomes, Kreatininanstieg, Anzahl der Dialysebehandelten oder Dauer des Intensivaufenthaltes gezeigt werden. Dagegen wird jedoch eine Beeinträchtigung durch potentielle Nebenwirkungen postuliert.<ref>R. Bellomo u. a.: Lowdose dopamin in patients with early renal dysfunction: a placebo-controlled randomized trial. Australian and New Zealand Intensiv Care Society (ANZICS) clinical trials group. In: The Lancet. Band 356, 2000, S. 2139–2143.</ref>

Diuretika

Diuretika (hier Schleifendiuretika) sind an sich nierenschädigende Medikamente; sie verschlechtern absichtlich die Rückresorptionsquote der Nierenkanälchen. Außerdem kann ein Einsatz dieser Mittel zwar die Diurese ansteigen lassen, die Prognose des ANV wird aber nicht verbessert. Der Nutzen der Diuretika liegt allein in der verbesserten Bilanzierungsmöglichkeit, also darin, den Wasserhaushalt über einen gewissen Zeitraum noch steuern zu können.

Bei einem postrenalen Nierenversagen und bei Anurie ist dieser Therapieansatz streng kontraindiziert (also abzulehnen).

Behandlung

Im Gegensatz zu Gehirn und Herz kann bei der Niere oft der Funktionsverlust nach einer ischämischen Episode mit Zelluntergang ausheilen. Der Sinn der Therapie bei ausgebrochenem ANV besteht darin, die Nierenfunktion durch Dialyse solange zu ersetzen, bis die Niere wieder funktioniert. Oft lässt sich die Nierenfunktion jedoch durch eine Normalisierung des Herzzeitvolumens auch ohne Nierendialyse dauerhaft verbessern.<ref>Anderer Ansicht: Rudolf Gross, Paul Schölmerich: 1000 Merksätze Innere Medizin. 2. Auflage. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 1978, ISBN 3-7945-0511-5, S. 158, Nummer 759: „Ein akutes Nierenversagen läßt sich allein durch Flüssigkeitszufuhr nicht durchbrechen! Es kommt dadurch nur zur Überwässerung.“ - Das gilt wohl immer dann nicht, wenn das akute Nierenversagen auf einem absoluten oder einem relativen Volumenmangel beruht (siehe oben bei den häufigen prärenalen Ursachen).</ref>

Angezeigt ist ein Nierenersatzverfahren bei ansonsten nicht beherrschbarer Überwässerung, insbesondere der Lunge, bei einem hohen Serumkalium von über 6,5 mmol/l, bei ausgeprägter Azidose und bei Symptomen einer Urämie.<ref>Cord Schneuzer: Niere. In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): Klinikleitfaden Intensivmedizin. 9. Auflage. Urban & Schwarzenberg, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 406 (Absolute Indikationen zur Nierenersatztherapie bei ANV).</ref>

Hämofiltration, Dialyse

Diese Verfahren werden abgesehen von der Kreislaufstabilisierung auch zur Verbesserung der Nierendurchblutung eingesetzt. Sie sind technisch so vereinfacht, dass sie zum therapeutischen Grundrepertoire der interdisziplinären Intensivmedizin gehören.

Behandlung bei postrenaler Ursache

Datei:DJ-Harnleiterschiene.jpg
DJ-Katheter

Grundlegend ist hier die Beseitigung der Abflussstörung durch einen Urologen, entweder ursächlich oder durch Einlage von Stents (wegen ihrer ringelschwanzähnlichen Form so genannte Doppel-J-Katheter,<ref>Gelegentlich auch als DJ-Katheter oder JJ-Katheter bezeichnet.</ref> DJ-Harnleiterschiene; englisch double pigtail stent) in beide Harnleiter, um den Harnabfluss zu gewährleisten. In schweren Fällen ist auch an einen transurethralen (auch als Selbstkatherisierung) oder suprapubischen Blasenkatheter, an ein Urostoma oder sogar an eine Neoblase zu denken. Nur in sehr seltenen Fällen sind beidseitige perkutane Nephrostomien erforderlich. Daneben werden die o. g. nephrologischen und intensivmedizinischen Prinzipien verfolgt.

Prognose

Häufig ist die Erholung der Nierenfunktion nach einem akuten Nierenversagen nicht vollständig. So haben Menschen, bei denen aufgrund eines akuten Nierenversagens bereits einmal eine Dialysebehandlung erforderlich wurde, ein erheblich erhöhtes Risiko, im weiteren Verlauf ein fortschreitendes chronisches Nierenversagen zu entwickeln.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Durch die Folgen der globalen Erwärmung wird eine Häufung akuten Nierenversagens vorhergesagt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Siehe auch

Literatur

  • J. Eckart, H. Forst, H. Burchardi: Intensivmedizin – Kompendium und Repetitorium zur interdisziplinären Weiter- und Fortbildung. 9. Auflage. ecomed, München 2004, ISBN 3-609-20177-0.
  • Cord Schneuzer: Niere. In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): Klinikleitfaden Intensivmedizin. 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 401–414, hier: S. 402–407 (Akutes Nierenversagen).
  • Raphael Weiss, Melanie Meersch u. a.: Akute Nierenschädigung. Ein häufig unterschätztes Problem in der perioperativen Medizin. In: Deutsches Ärzteblatt, Band 116, Heft 49, 6. Dezember 2019, S. 833–841.
  • H.-M. Benad: Pathophysiologie und Therapie des Akuten Nierenversagen. In: Anästhesiologie & Intensivmedizin. Band 52, Oktober 2011, S. 757–770; ai-online.info (PDF; 791 kB)

Weblinks

      | {{#ifeq: 20120428235004 | *
    | Vorlage:Webarchiv/Wartung/Stern{{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }} (Archivversionen)
    | {{#iferror: {{#time: j. F Y|20120428235004}}
         | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/DatumDer Wert des Parameters {{#if: wayback | wayback | Datum }} muss ein gültiger Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS sein!
         | {{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }} {{#ifeq:  | [] | [ | ( }}Memento{{#if: {{#if:  | {{{archiv-bot}}} |  }} |  des Vorlage:Referrer }} vom {{#time: j. F Y|20120428235004}} im Internet Archive{{#if:  | ;  }}{{#ifeq:  | [] | ] | ) }}
      }}
  }}
      | {{#if:
          | {{#iferror: {{#time: j. F Y|{{{webciteID}}}}}
    | {{#switch: {{#invoke:Str|len|{{{webciteID}}}}}
       | 16= {{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }} {{#ifeq:  | [] | [ | ( }}Memento{{#if: {{#if:  | {{{archiv-bot}}} |  }} |  des Vorlage:Referrer }} vom {{#time: j. F Y| 19700101000000 + {{#expr: floor {{#expr: {{#invoke:Str|sub|{{{webciteID}}}|1|10}}/86400}} }} days}} auf WebCite{{#if:  | ;  }}{{#ifeq:  | [] | ] | ) }}
       | 9 = {{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }} {{#ifeq:  | [] | [ | ( }}Memento{{#if: {{#if:  | {{{archiv-bot}}} |  }} |  des Vorlage:Referrer}} vom {{#time: j. F Y| 19700101000000 + {{#expr: floor {{#expr: {{#invoke:Str|sub|{{#invoke:Expr|base62|{{{webciteID}}}}}|1|10}}/86400}} }} days}} auf WebCite{{#if:  | ;  }}{{#ifeq:  | [] | ] | ) }}
       | #default= Der Wert des Parameters {{#if: webciteID | webciteID | ID }} muss entweder ein Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS oder ein Schüsselwert mit 9 Zeichen oder eine 16-stellige Zahl sein!Vorlage:Webarchiv/Wartung/webcitation{{#if:  || }}
      }}
    | c|{{{webciteID}}}}} {{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }} (Memento{{#if: {{#if:  | {{{archiv-bot}}} |  }} |  des Vorlage:Referrer}} vom {{#time: j. F Y|{{{webciteID}}}}} auf WebCite{{#if:  | ;  }}{{#ifeq:  | [] | ] | ) }}
  }}
          | {{#if: 
              | Vorlage:Webarchiv/Today
              | {{#if:
                      | Vorlage:Webarchiv/Generisch
                      | {{#if: Das akute Nierenversagen. | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Das akute Nierenversagen.}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}} }}  
                 }}}}}}}}{{#if:
    | Vorlage:Webarchiv/archiv-bot
  }}{{#invoke:TemplatePar|check
     |all      = url=
     |opt      = text= wayback= webciteID= archive-is= archive-today= archiv-url= archiv-datum= ()= archiv-bot= format= original=
     |cat      = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
     |errNS    = 0
     |template = Vorlage:Webarchiv
     |format   = *
     |preview  = 1
  }}{{#ifexpr: {{#if:20120428235004|1|0}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}} <> 1
    | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Genau einer der Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive-today', 'archive-is' oder 'archiv-url' muss angegeben werden.|1}}
  }}{{#if: 
    | {{#switch: {{#invoke:Webarchiv|getdomain|{{{archiv-url}}}}}
        | web.archive.org = 
          {{#if:  || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von Internet Archive erkannt, bitte Parameter 'wayback' benutzen.|1}} 
        | webcitation.org = 
          {{#if:  || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von WebCite erkannt, bitte Parameter 'webciteID' benutzen.|1}} 
        | archive.today |archive.is |archive.ph |archive.fo |archive.li |archive.md |archive.vn = 
          {{#if:  || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von archive.today erkannt, bitte Parameter 'archive-today' benutzen.|1}}
      }}{{#if: 
         | {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}
             | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Wert des Parameter 'archiv-datum' ist ungültig oder hat ein ungültiges Format.|1}}
          |  }} 
         | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Pflichtparameter 'archiv-datum' wurde nicht angegeben.|1}}
      }}
    | {{#if: 
         | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Parameter 'archiv-datum' ist nur in Verbindung mit 'archiv-url' angebbar.|1}}
      }}
  }}{{#if:{{#invoke:URLutil|isHostPathResource|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm}}
    || {{#if:  || }}
  }}{{#if: Das akute Nierenversagen.
    | {{#if: {{#invoke:WLink|isBracketedLink|Das akute Nierenversagen.}}
        | {{#if:  || }}
      }}
    | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  }}{{#switch: 
    |addlarchives|addlpages= {{#if:  || }}{{#if: 1 |Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: enWP-Wert im Parameter 'format'.|1}}
  }}{{#ifeq: {{#invoke:Str|find|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm%7Carchiv}} |-1
    || {{#ifeq: {{#invoke:Str|find|{{#invoke:Str|cropleft|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm%7C4}}%7Chttp}} |-1
         || {{#switch: {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.intensiv-innsbruck.at/education/nierenversagen_joannidis.htm }}
              | abendblatt.de | daserste.ndr.de | inarchive.com | webcitation.org = 
              | #default = {{#if:  || }}{{#if: 1 |Vorlage:Webarchiv/Wartung/URL}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Archiv-URL im Parameter 'url' anstatt URL der Originalquelle. Entferne den vor der Original-URL stehenden Mementobestandteil und setze den Archivierungszeitstempel in den Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive.today' oder 'archive-is' ein, sofern nicht bereits befüllt.|1}}
            }} 
       }}
  }}
  • www.dosing.de Medikamentendosierung bei Niereninsuffizienz, Institut f. kl. Pharmakologie & Pharmakoepidemiologie UK Heidelberg

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

{{#ifeq: s | p | | {{#if: 4042288-4 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4042288-4 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4042288-4 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung