Zum Inhalt springen

Acanthamöbiasis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: B60.1 | B60.1 | Eintrag fehlt }} Akanthamöbiasis | Eintrag fehlt }}
H19.2* Keratitis und Keratokonjunktivitis bei sonstigen anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten
H13.1* Konjunktivitis bei anderenorts klassifizierten infektiösen und parasitären Krankheiten
A06.6+ Hirnabszess durch Amöben
G07* Intrakranielle und intraspinale Abszesse und Granulome bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:G07*|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Acanthamöbiasis ist eine weltweit verbreitete Erkrankung, deren Erreger Acanthamöben (Acantamoeba sp.) sind. Sie tritt als Granulomatöse Amöben-Encephalitis (GAE) oder Acanthamöbenkeratitis auf.

Infektion

Ausgelöst wird die Krankheit durch Acanthamöben, die über Hautläsionen in den Körper eintreten, sich über das Blutsystem verbreiten und das Zentralnervensystem befallen können. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die Lunge zum Eintritt in den Körper genutzt wird (GAE). Tritt die Krankheit im Auge auf, ist dies in der Regel auf mit dem Erreger kontaminierte weiche Kontaktlinsen zurückzuführen (Acanthamöbenkeratitis), oft in Zusammenhang mit einem Trauma und feuchter Umgebung.

Symptome

Die Inkubationszeit bei GAE kann zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten betragen. Nach einem eher schleichenden Beginn ist die Krankheit durch Gedächtnisstörungen, zerebrale Krampfanfälle oder Fieber und Kopfschmerzen, sowie halbseitige Körperlähmung gekennzeichnet. Wenige Tage bis Monate nach Ausbrechen der Krankheit kann der Tod eintreten.

Bei der Acanthamöben-Keratitis tritt zunächst ein Fremdkörpergefühl im Auge auf. Es kommt zu einem akuten Beginn mit kaum erträglichen schubweise einschießenden Schmerzen, Augentränen sowie Lidkrämpfen und verschwommenem Sehen, wobei die Symptome intervallartig auftreten und verschwinden können. Der Visus wird über Wochen kontinuierlich schlechter. Eine fortschreitende Erkrankung führt zu einer Entzündung des Auges und erhöhtem Augendruck. Bei der Untersuchung findet sich ein Hornhautulkus ohne schleimigen Belag, eine ringförmige zentrale Hornhauttrübung (in diesem Bereich geschwollen) mit darüberliegender Erosion.

Therapie

Es ist nicht viel über eine Therapie von GAE bekannt, da eine entsprechende Diagnose oft erst nach dem Tod durch Hirnbiopsien gestellt wird. Es gibt aber Präparate, die in vitro Wirkung zeigen (so vor allem Pentamidin, Ketoconazol und Flucytosin<ref>Marianne Abele-Horn: Antimikrobielle Therapie. Entscheidungshilfen zur Behandlung und Prophylaxe von Infektionskrankheiten. Unter Mitarbeit von Werner Heinz, Hartwig Klinker, Johann Schurz und August Stich, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Peter Wiehl, Marburg 2009, ISBN 978-3-927219-14-4, S. 289.</ref>). Einzelne Herde können neurochirurgisch entfernt werden. Unterstützend kann dem erhöhten Hirndruck medikamentös oder operativ entgegengewirkt werden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die Acanthamöben-Keratitis kann früh erkannt werden. Als lokale Therapeutika stehen Miconazol, Propamidin und Pentamidine zur Verfügung.

Literatur

  • B. Reinhardt, M. Dietrich, H. Schmitz, K. Janitschke, K. Tintelnot, M. Niedrig: Steckbriefe seltener und „importierter“ Infektionserreger. Eine Informationsschrift des Robert Koch-Instituts. Robert Koch-Institut – Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Berlin 1998, ISBN 3-89606-028-7.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein