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Flughafen Bordeaux

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Aéroport de Bordeaux-Mérignac
Base aérienne 106 Bordeaux-Mérignac
Datei:Aéroport Bx Mérignac.JPG
Kenndaten
ICAO-Code LFBD
IATA-Code BOD
Koordinaten 44° 49′ 42″ N, 0° 42′ 56″ WKoordinaten: 44° 49′ 42″ N, 0° 42′ 56″ W
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Höhe über MSL 49 m  (161 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km westlich von Bordeaux
Strasse D 1563
1 km zur A 630
Basisdaten
Eröffnung 1917
Passagiere 5.703.997 (2022)<ref name="statistik">Bulletin Statistique du trafic aérien commercial - année 2022. In: ecologie.gouv.fr. Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires, abgerufen am 1. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Luftfracht 10.527 t (2022)<ref name="statistik" />
Flug-
bewegungen
63.839 (2022)<ref name="statistik" />
Start- und Landebahnen
05/23 3100 m × 45 m Asphalt
11/29 2415 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Bordeaux (französisch Aéroport de Bordeaux - Mérignac, Vorlage:Flughafen-Codes) ist ein internationaler Flughafen zehn Kilometer westlich von Bordeaux (Département Gironde). Der Flughafen dient auch als Militärflugplatz der französischen Luftstreitkräfte, die die Basis als Base aérienne 106 Bordeaux-Mérignac bezeichnen.

Der 1917 gegründete Flughafen besteht aus zwei Abfertigungshallen und zwei Start- und Landebahnen auf einer Höhe von 49 Metern ü. d. M., wobei gegenwärtig nur eine genutzt wird. Im Jahr 2022 wurden pandemiebedingt nur 5,7 Mio. Passagiere abgefertigt, während es im Jahr 2019 noch 7,69 Mio. Passagiere waren. Der Flughafen ist somit von der Passagierabfertigung an neunter Stelle in Frankreich.<ref name="statistik" />

Flughafenbetreiber ist die Handelskammer Bordeaux (Chambre de commerce et d’industrie de Bordeaux).

Geschichte

Im Jahre 1910 fand auf einem gemieteten Gelände Mérignacs eine erste Luftsportveranstaltung statt und in Folge entstand dort das Aérodrome de Beau-Désert. In den Jahren 1917/1918 wurde Bordeaux Etappe der US-Armee, wobei der Flugplatz ein amerikanisches Militärkrankenhaus beherbergte. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Flugplatz ausgebaut, er erlangte in der Zwischenkriegszeit jedoch nie die Bedeutung Toulouse-Blagnacs. Mitte der 1930er Jahre wurde der Flugplatz erneut erweitert und wurde ein Standort der Luftfahrtindustrie.

Die weitaus bedeutendere, bereits 1928 begonnene Entwicklung war die geplante Nutzung als Militärflugplatz. Die Betriebsfläche wurde in den Jahren bis 1935 vervierfacht. Der Ausbau, sowohl des militärischen als auch des zivilen Bereichs, ging bis zum 6. Juni 1940 weiter; an diesem Tag wurde der Flugplatz Ziel eines deutschen Luftangriffs. Nach Frankreichs Niederlage wenige Wochen später trafen bereits Ende des Monats die Focke-Wulf Fw 200 ein, die zur Seekrieg-Führung bestimmt waren. In den Jahren 1943/44 waren hier auch Heinkel He 177 des Kampfgeschwaders 40 stationiert, darüber hinaus lagen hier zum Schutz deutscher U-Boote Junkers Ju 88. Alle diese Verbände waren dem Fliegerführer Atlantik unterstellt. In diesen Jahren wurde Mérignac erneut Ziel von Luftangriffen, diesmal von alliierten Bombern. Die US-Luftstreitkräfte betrieben Advanced Landing Ground Y-37, so der alliierte Codename von Dezember 1944 bis Juli 1945, allerdings ohne dort fliegende Einheiten stationiert zu haben.

Die Armée de l’air stationierte ab Oktober 1945 die mit Handley Page Halifax ausgerüstete 21. Bomberstaffel auf dem Platz, die Post nahm mit Junkers Ju 52 noch im Dezember des Jahres die nächtlichen Luftpost-Flüge wieder auf und auch Air France nahm Bordeaux in ihr Streckennetz auf.

In den folgenden Jahren wurde der im Krieg stark beschädigte Flughafen mit einer klaren Trennung der verschiedenen Bereiche von Grund auf neu errichtet: das Militär im Süden, der zivile Flugverkehr im Osten und die Luftfahrtindustrie, u. a. Dassault, im Norden.

Nach Auflösung der 21. Bomberstaffel 1949 wurde der militärische Bereich des Flugplatzes ab 1951 eine US Air Base, zunächst Heimat von Douglas B-26C-Bombern. Diese wurde jedoch schon im Folgejahr durch Seenotrettungsflugzeuge und -helikopter abgelöst, die hier ihrerseits nur bis 1953 stationiert waren. Da Frankreich nach wie vor zivile Flüge durchführte, blieb der Flugplatz ein „Zankapfel“ zwischen den USA und den Franzosen, so dass die Air Base, auf der fortan lediglich einige Transportflugzeuge stationiert waren, bereits 1958 wieder geschlossen wurde.

In Folge stationierte die Armée de l’air erneut eine Bomberstaffel in Bordeaux und im November 1959 eröffnete auf der anderen Seite ein neues Abfertigungsterminal.

Militärische Nutzung

Die Basis beherbergt zurzeit (2012):

Daneben gibt es eine Vielzahl nichtfliegender Verbände.

Zivile Nutzung

Von Bordeaux wurden im Sommer 2024 Flüge zu europäischen Zielen sowie vereinzelt nach Übersee angeboten. Im deutschsprachigen Bereich wurden die Ziele Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart und Zürich angeboten.<ref name=":0">Regularly airlines at Bordeaux-Merignac Airport. Abgerufen am 21. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zwischenfälle

  • Am 7. Februar 1953 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54A der Union Aéromaritime de Transport (UAT) (Kennzeichen F-BFGR) im Anflug auf den Flughafen Bordeaux 5,5 Kilometer nordöstlich des Platzes. Die Maschine befand sich auf dem Flug von Abidjan über Casablanca nach Paris. Bei sehr schlechter Sicht sank das Flugzeug zu früh und kollidierte mit einem Wäldchen. Als entscheidender Faktor wird im Unfallbericht eine Übermüdung der Besatzung durch eine exzessive vorangegangene Flugdienstzeit benannt. Neun der 21 Personen an Bord wurden getötet.<ref>Unfallbericht DC-4 F-BFGR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. August 2017.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Siehe auch: Französische Überseegebiete

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