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3,5-Dinitrobenzoesäure

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Strukturformel
Strukturformel der 3,5-Dinitrobenzoesäure
Allgemeines
Name 3,5-Dinitrobenzoesäure
Summenformel C7H4N2O6
Kurzbeschreibung

hellgelbes kristallines Pulver<ref name="Sigma"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 202-751-1
ECHA-InfoCard 100.002.501
PubChem 7433
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 212,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,683 g·cm−3<ref name="Thermofisher" />

Schmelzpunkt

204–206 °C<ref name="Sigma"/>

pKS-Wert

2,82 (25 °C)<ref name="CRC"/>

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335​‐​413
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

1800 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Die 3,5-Dinitrobenzoesäure ist eine organisch chemische Verbindung und zählt zu den Aromaten. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Carboxygruppe (–COOH) und zwei Nitrogruppen (–NO2) als Substituenten. Sie leitet sich sowohl von der Benzoesäure als auch vom Nitrobenzol bzw. Dinitrobenzol ab und gehört zur Stoffgruppe der Dinitrobenzoesäuren. Die 3,5-Dinitrobenzoesäure findet vor allem Verwendung in der Analyse organischer Substanzen.

Darstellung

3,5-Dinitrobenzoesäure erhält man aus Benzoesäure durch Umsetzung mit rauchender Salpetersäure in Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure.<ref name="Saunders_1942">B. C. Saunders, G. J. Stacey, I. G. E. Wilding: The Preparation of 3:5-Dinitrobenzoic Acid and 3:5-Dinitrobenzoyl Chloride – Observations on the Acylation of Amino-acids by means of 3:5-Dinitrobenzoyl Chloride and certain other Acid Chlorides. In: Biochem. J., 36 (3–4), 1942, S. 368–375, PMID 16747534; PMC 1265703 (freier Volltext).</ref><ref>R. Q. Brewster, Bill Williams, Ross Phillips: Vorlage:Linktext-Check In: Organic Syntheses. 22, 1942, S. 48, doi:10.15227/orgsyn.022.0048; Coll. Vol. 3, 1955, S. 337 (PDF).</ref>

Darstellung von 3,5-Dinitrobenzoesäure
Darstellung von 3,5-Dinitrobenzoesäure

Ein weiterer Weg ist die Nitrierung von 3-Nitrobenzoesäure mit einem Gemisch von Salpetersäure mit rauchender Schwefelsäure mit Ausbeuten von etwa 98 %.<ref>B. A. Lebedev, V. Yu. Dolmatov, P. S. Zubarev, N. V. Latynov, M. M. Aleksandrov, R. I. Ponamareva: Preparation of 3,5-dinitrobenzoic acid from meta-nitrobenzoic acid. In: Pharmaceutical Chemistry Journal, 22 (5), 1988, S. 399–401, doi:10.1007/BF00769656.</ref>

Eigenschaften

Datei:3,5-dinitrobenzoic acid sample.jpg
3,5-Dinitrobenzoesäure

3,5-Dinitrobenzoesäure ist ein geruchloser, gelblicher Feststoff mit einem Schmelzpunkt bei 204–206 °C. Sie weist aufgrund des −M-Effekts der beiden Nitrogruppen eine höhere Acidität im Vergleich zur Benzoesäure und den Nitrobenzoesäuren auf. Der pKs-Wert mit 2,82 ist daher entsprechend niedriger (Benzoesäure: 4,20<ref name="CRC"/>).

Verwendung

Die 3,5-Dinitrobenzoesäure findet vor allem Verwendung in der Analyse organischer Substanzen durch Derivatisierung. Flüssige Substanzen oder solche mit niedrigem Schmelzpunkt werden dazu in leicht kristallisierende Derivate umgewandelt: Alkohole können beispielsweise durch die Messung der Schmelzpunkte ihrer Ester der 4-Nitrobenzoesäure oder der 3,5-Dinitrobenzoesäure identifiziert werden. Hierzu wird die zu analysierende Substanz mit 3,5-Dinitrobenzoesäure in Gegenwart geringer Mengen Schwefelsäure umgesetzt.

Vorlage:Formel

Die Schmelzpunkte dieser Derivate sind in der Regel scharf. Diese Umsetzung ist auch für zahlreiche Amine geeignet.

Die Derivate der 3,5-Dinitrobenzoesäure besitzen in der Regel höhere Schmelzpunkte als die der 4-Nitrobenzoesäure.<ref name="CRC"/> Sie werden dann bevorzugt gewählt, wenn der Schmelzpunkt mit der 4-Nitrobenzoesäure zu niedrig ist und keine genaue Bestimmung mehr möglich wird.

Ist die fragliche Substanz empfindlicher, so erfolgt stattdessen die direkte Umsetzung mit dem entsprechenden Säurechlorid, dem 3,5-Dinitrobenzoylchlorid. Auf diese Weise sind z. B. auch Derivate der Aminosäuren zugänglich.<ref name="Saunders_1942"/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> <ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref> <ref name="CRC">CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6, S. 206.</ref> </references>