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THW Kiel

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THW Kiel
Datei:THW-Kiel Logo schwarz.svg
Voller Name Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 (Hauptverein)
THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co KG (Spielbetrieb Profi-Handball)
Abkürzung(en) THW
Spitzname(n) Die Zebras
Gegründet 4. Februar 1904 (Hauptverein)
1. Juli 1992 (Spielbetrieb Profi-Handball)
Vereinsfarben schwarz/weiß
Halle Merkur-Ostseehalle
Plätze 10.285
Präsident Olaf Berner
Geschäftsführer OsterreichÖsterreich Viktor Szilágyi
Trainer TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Filip Jícha
Liga Handball-Bundesliga
2024/25
Rang 4. Platz
DHB-Pokal Pokalsieger
International EHF European League: 3. Platz
Website thw-handball.de
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
1957, 1962, 1963, 1994, 1995, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013, 2014, 2015, 2020, 2021, 2023
Deutscher Feldhandballmeister
1948, 1950
DHB-Pokalsieger
1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013, 2017, 2019, 2022, 2025
Supercup-Sieger
1995, 1998, 2005, 2007, 2008, 2011, 2012, 2014, 2015, 2020, 2021, 2022, 2023
International Champions-League-Sieger
2007, 2010, 2012, 2020
EHF-Pokalsieger
1998, 2002, 2004, 2019
Vereinseuropameister
2007
Vereinsweltmeister
2011

Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904, bekannt als THW Kiel, ist ein Sportverein aus Kiel. Er stammt aus der ursprünglich selbständigen Gemeinde Hassee und deren Ortsteil Winterbek.

Der Verein wurde am 4. Februar 1904 gegründet. Als Sportarten wurde Turnen für Knaben und Männer angeboten, ab 1907 durften auch Mädchen teilnehmen. Ab 1923 wurde Handball gespielt, 1926 kam Leichtathletik hinzu, zeitweise Schwimmen, 1949 Tischtennis, 1959 Badminton und 1972 Tennis. Von 2011 bis 2017 verfügte der THW Kiel über eine Kung-Fu-Abteilung.

Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Handballabteilung, deren Bundesliga-Spielbetrieb am 1. Juli 1992 in die THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG ausgegliedert wurde. Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 hält dort 26 Prozent der Stimmrechte.<ref>Presseerklärung der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG vom 25.06.2009 thw-handball.de, 25. Juni 2009</ref>

Die Handballabteilung

Geschichte

In den Jahren 1948 und 1950 gewann der THW Kiel die deutsche Meisterschaft im Feldhandball und bereits vor der Gründung der Handball-Bundesliga im Jahr 1966 errang der THW drei deutsche Meistertitel im Hallenhandball (1957, 1962 und 1963) und wurde in 20 Spielzeiten 18-mal Meister der damals höchsten Spielklasse, der Landesliga Schleswig-Holstein. Bei der Gründung der Bundesliga wurde der THW Kiel allerdings als Schleswig-Holstein-Meister nicht berücksichtigt, da die Resultate der Regionalmeisterschaften 1966 herangezogen wurde, bei denen der THW am (Landesliga-Vizemeister) VfL Bad Schwartau gescheitert war. Ein Jahr später gelang jedoch der Aufstieg in die Bundesliga Nord. Seit 1967 spielt der THW mit Ausnahme der Saison 1973/74 immer in der Bundesliga.

Seit 1992 ist die Bundesliga-Mannschaft als THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG vom Mutterverein Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 abgekoppelt. Die Heimspiele der „Zebras“, wie die Handballer aufgrund ihrer traditionellen schwarz-weiß-gestreiften Trikots genannt werden, finden in der Merkur-Ostseehalle (ursprünglich Ostseehalle) statt, die 10.250 Zuschauern Platz bietet. Der THW ist der einzige Verein, der seit der Gründung der eingleisigen Bundesliga dabei ist. Mit dem Gewinn der dreizehnten deutschen Meisterschaft in der Saison 2006/07 löste der THW Kiel den VfL Gummersbach als deutschen Rekordmeister ab. Seitdem führt der Verein die Ewige Tabelle der Handball-Bundesliga an.

Mit insgesamt 49 nationalen Titeln ist der THW vor dem SC Magdeburg mit 21 nationalen Titeln der erfolgreichste deutsche Verein im Hallenhandball auf nationaler Ebene.

1923 bis 1945 – Erste Jahre der Handballsparte

Nachdem Jugendliche 1923 auf einer Mitgliederversammlung erfolglos die Gründung einer Fußballsparte im THW beantragten, suchten diese nach Alternativen und begannen wenig später das Handballspielen. Da der Verein über keinen eigenen Sportplatz verfügte, konnte er zunächst nur Auswärtsspiele absolvieren.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 11/12</ref> Die Handballsparte erlebte innerhalb kurzer Zeit einen großen Mitgliederzuwachs: 1926 nahmen acht Mannschaften am Spielbetrieb teil und bereits 1931 stellten die Kieler mit 19 Mannschaften die größte Abteilung in ganz Norddeutschland.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 23/24</ref> Im gleichen Zeitraum entwickelten sich die Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften zu den erfolgreicheren in der Region. Die Herren erreichten 1932 erstmals eine überregionale Meisterschaft innerhalb der Deutschen Turnerschaft, schieden dort aber bereits in der Vorrunde aus.

Obwohl der Vereinsvorstand 1932 noch die „parteipolitische Neutralität“ des Vereins und seiner Offiziellen betonte, übernahm man nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten innerhalb kürzester Zeit deren politische Linie. In der sportlichen Entwicklung musste der THW zunächst zwei Rückschläge hinnehmen: Zum einen verließen viele Jugendliche den Verein, so dass die Jugendabteilung fast vollständig neu aufgebaut werden musste; zum anderen wurden die Herren nicht in die neue Handball-Gauliga Nordmark aufgenommen. Letztere konnten aber bereits 1934 in die höchste Spielklasse aufsteigen.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 27 bis 32</ref> Zwei Jahre später belegte der THW dort zwar einen Abstiegsplatz, durfte aber nach dem Rückzug eines anderen Gauligisten noch ein Relegationsspiel gegen Comet Hamburg bestreiten, das die Kieler mit 12:8 gewannen.

Aufgrund einer Umstrukturierung des Vereins, die insbesondere durch Fritz Westheider vorangetrieben wurde, begann schon in der folgenden Saison der sportliche Aufstieg des THW. 1937, 1938 und 1939 wurden die Kieler jeweils Gauliga-Vizemeister hinter dem Oberalster VfW aus Hamburg und stellten mit Westheider erstmals einen Nationalspieler.<ref>Spielerprofil von Fritz Westheider auf der Homepage des THW Kiel</ref> In den Kriegsjahren wurden weiterhin Gaumeisterschaften ausgespielt, wenngleich die Vereine ihre Spiele mit ständig wechselnden Aufstellungen austragen mussten. 1940 und 1943 wurde man erneut Nordmark-Vizemeister, ehe 1944 erstmals die Meisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der deutschen Meisterschaft erreicht wurde. Dort schieden die Schleswig-Holsteiner nach einer 5:7-Niederlage gegen die Marineschule Wesermünde in der Vorrunde aus.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 38 bis 47</ref><ref>Deutsche Feldhandball-Meisterschaft 1943/44. Abgerufen am 18. Mai 2021.</ref>

1945 bis 1957 – Titelgewinne im Feldhandball, erste Erfolge im Hallenhandball

Bereits wenige Monate nach Kriegsende trugen die THW-Mannschaften wieder Freundschaftsspiele aus. Innerhalb der ersten beiden Nachkriegsjahre erlebte die Handballsparte erneut einen großen Mitgliederzulauf, so dass der THW 1947 die meisten Handballmannschaften in den Besatzungszonen der Westmächte stellte.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 52</ref> Im selben Jahr konnten die Kieler durch ein 9:4-Sieg über den Flensburger TB die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft im Feldhandball gewinnen und setzten sich wenig später bei der Nordmeisterschaft durch. In den Spielen um die Zonenmeisterschaft 1947, an der auch mehrere Mannschaften außerhalb der britischen Besatzungszone teilnahmen, schieden sie allerdings gegen den späteren Meister RSV Mülheim aus. Ein Jahr später errang der THW erneut die regionalen Meisterschaften und konnte sich anschließend im Viertelfinale (gegen die SG Wilmersdorf) und Halbfinale (gegen die SG Dietzenbach) der Interzonenmeisterschaft 1948 deutlich durchsetzen. Am 21. Juni 1948 traf der THW in Oberhausen auf den SV Waldhof Mannheim und gewann nach einem 3:2-Halbzeitrückstand mit 10:8 gegen die Süddeutschen; die erste deutsche Meisterschaft des THW.

1949 setzten sich die Zebras zwar punktverlustfrei in der Schleswig-Holstein-Liga durch, mussten sich aber im Finale der Nordmeisterschaft der SV Polizei Hamburg mit 10:3 geschlagen geben und scheiterten im Halbfinale der folgenden Meisterschaftsendrunde 1949 wieder an den Hamburgern. Auch in der folgenden Spielzeit kassierte der THW deutliche Niederlagen gegen die SV Polizei und beendete die Saison in der neu eingeführten Oberliga Nord auf dem zweiten Platz. Die von Fritz Westheider trainierte Mannschaft qualifizierte sich damit allerdings für die Endrunde 1950, die inzwischen vom DHB ausgerichtet wurde. Über Siege gegen die SG Haßloch und Frisch Auf Göppingen erreichte sie zum zweiten Mal nach 1948 das Finale und traf dort erneut auf den Nord-Rivalen SV Polizei Hamburg. Vor 22.000 begeisterten Zuschauern im neu eröffneten Holstein-Stadion setzte sich die Mannschaft um Spieler wie Hein Dahlinger und Herbert Podolske mit 10:9 durch und errang damit die zweite Meisterschaft.<ref>Jens Kunkel: Gestreift! 100 Jahre THW, Kieler Nachrichten vom 31. Januar 2004, abrufbar auf der Homepage des THW Kiel</ref><ref>Die Meistermannschaft auf der Homepage des THW Kiel</ref> Im Folgejahr kam es nach ähnlicher Ausgangslage (die SV Polizei Hamburg dominierte erneut die Oberliga Nord vor dem THW) zu einer Neuauflage des Finalspiels zur Deutschen Meisterschaft 1951, das die Hamburger diesmal mit 12:4 für sich entschieden.<ref>Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 64 bis 73</ref>

Nachdem sie sich 1952 nicht für die Endphase der deutschen Meisterschaft qualifizieren konnten, erreichten die Kieler als Nord-Vizemeister 1953 wieder das Endspiel, in welchem sie zum dritten Mal nach 1950 und 1951 auf den Polizeisportverein aus Hamburg trafen. Durch eine 15:19-Niederlage wurde der dritte Meistertitel allerdings verpasst. Zwar gewannen die Fördestädter zwischen 1954 und 1957 jeweils die Nordmeisterschaft vor ihrem Rivalen und galten folglich als Mitfavorit auf den Titel, sie konnten sich allerdings nicht mehr für das Endspiel qualifizieren.

Datei:Handballspiel THW Kiel gegen Viktoria Hamburg in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, 15-10 (Kiel 78.403).jpg
THW Kiel gegen Viktoria Hamburg, Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Feldhandball, 12. Mai 1957

Wie überall im deutschen Handballsport war auch in Kiel in der Nachkriegszeit zunächst der Feldhandball die wichtigere Variante der Sportart gegenüber dem Hallenhandball; aber auch in der Halle blieb der THW nicht ohne Erfolge: Wenn der THW sich neben dem damals übermächtigen norddeutschen Rivalen des Polizeisportvereins aus Hamburg für die Endrundenturniere in der Halle qualifizieren konnte, dann spielte der Verein auch „oben“ mit. Bei der Meisterschaft 1952 erreichte Kiel den vierten Platz, im folgenden Jahr beim Endrundenturnier 1953 den zweiten Platz, ebenso wie 1956. Das erste Meisterstück im Hallenhandball gelang dann bei der Endrunde 1957, als der THW im Finale den TC Frisch Auf Göppingen mit 7:5 besiegte – der Grundstein der späteren Erfolgsgeschichte des THW war gelegt.

1957 bis 1990 – Ende des Feldhandballs, Hallenhandball-Bundesliga

Datei:Handballmannschaft vom Turnverein Hassee-Winterbek (THW) (Kiel 78.045).jpg
Aufstieg in die Bundesliga, 17. März 1967

Zwei Jahre nach der ersten Hallen-Meisterschaft 1957 traf der Verein eine zukunftsweisende Entscheidung, die die weitere Geschichte des Handballsports in Deutschland insgesamt vorwegnahm: Als einer der ersten hochklassig spielenden Vereine unterschied der TV Hassee-Winterbek deutlich zwischen Feldhandball und Hallenhandball, bildete 1959 zwei getrennte Mannschaften und legte den Schwerpunkt darauf, Hallenerfolge zu erzielen.<ref>Erik Eggers, Handball, Göttingen 2004, S. 281, ISBN 3-89533-465-0</ref> Im Feldhandball kam der THW zwar noch zu drei weiteren Endrundenteilnahmen (Spielzeiten 1958, 1960 und 1964), schied dabei aber jeweils bereits im Achtelfinale aus;<ref>Sven Webers (Red.), Platzierungen bei Endrunden zur Deutschen Feldhandball-Meisterschaft 1947–1966, abgerufen am 28. April 2014</ref> die Ära des Feldhandballs war in Kiel früher als in anderen Handballhochburgen beendet.

In Bezug auf den Hallenhandball war diese Neuausrichtung zunächst sehr erfolgreich: Schon in der folgenden Spielzeit 1960 erreichte der THW die Vizemeisterschaft, 1962 und 1963 folgten die zweite und die dritte deutsche Meisterschaft in der Halle. Ausgerechnet bei der Endrunde 1964 vor eigenem Publikum in der Ostseehalle kam aber der Rückschlag, im Finale unterlag Kiel – wie schon gegen denselben Gegner in der Finalbegegnung 1956 in einem sehr torarmen Spiel – dem Berliner SV 1892 mit 4:3 und wurde erneut nur Vizemeister. Für die zur Spielzeit 1966/67 neu eingeführte Handball-Bundesliga konnten die Kieler sich zunächst nicht qualifizieren, schafften aber gleich in der zweiten Saison den Aufstieg. Fortan kam der THW in der Nord-Staffel der Bundesliga (mit einjähriger Unterbrechung in der Saison 1973/74) zu guten Platzierungen, erreichte aber bis zur Bundesligareform 1977 keine Finalteilnahme mehr.<ref>Erik Eggers, Handball, Göttingen 2004, S. 281 f, ISBN 3-89533-465-0</ref>

Nach mühsamem Start in die neue eingleisige Bundesliga – 1977 bis 1979 sicherte jeweils nur ein Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrang den Klassenerhalt – etablierte sich der Verein seit den 1980er Jahren im oberen Tabellendrittel der Liga. Die besten Platzierungen waren dabei die drei Vizemeisterschaften in den Spielzeiten 1982/83, 1984/85 und 1988/89, der ganz große Erfolg in Form eines Meistertitels blieb noch aus.

1990 bis 1993 – Aufbau einer Meistermannschaft

Datei:Heinz Jacobsen cropped.jpg
Heinz Jacobsen (Bildmitte) feiert mit Teamarzt Detlef Brandecker (links) und Uwe Schwenker (verdeckt) den Meistertitel 1994.

Im Jahr 1990 gelang Manager Heinz Jacobsen der wahrscheinlich wichtigste Transfer der Vereinsgeschichte. Der 26-jährige schwedische Weltmeister und spätere Welthandballer desselben Jahres Magnus Wislander wurde von Redbergslids IK verpflichtet. Mit ihm zog der THW in die Play-off-Runde der Saison 1990/91 ein, unterlag aber im Finale dem VfL Gummersbach. In der folgenden Saison 1991/92 wurden die Flügel mit Martin Schmidt und Christian Scheffler besetzt, die beide bis 2003 bleiben sollten. Wieder kam die Mannschaft ins Halbfinale der Play-offs, scheiterte aber am späteren Meister SG Wallau/Massenheim. Zur Saison 1992/93 wechselte Linksaußen Uwe Schwenker auf den Manager-Posten und Thomas Knorr wurde für den Rückraum unter Vertrag genommen. Am Ende der Saison wurde man nur Siebter der Bundesliga. Zur Saison 1993/94 wurden die letzten Puzzlestücke erworben. Kreisläufer Klaus-Dieter Petersen kam aus Gummersbach und Zvonimir Serdarušić besetzte die Trainerbank.

1993 bis 2008 – Ära „Noka“ Serdarušić

Saisonbilanzen 1994–2008
Saison Platz Tore Diff. Punkte
1993/94 1. 0757 : 638 + 119 51 : 17
1994/95 1. 0719 : 628 + 091 47 : 13
1995/96 1. 0751 : 643 + 108 44 : 16
1996/97 3. 0797 : 716 + 081 38 : 22
1997/98 1. 0742 : 664 + 078 41 : 15
1998/99 1. 0847 : 679 + 168 48 : 12
1999/00 1. 0917 : 783 + 134 52 : 16
2000/01 5. 1032 : 912 + 120 53 : 23
2001/02 1. 0968 : 820 + 148 54 : 14
2002/03 6. 0993 : 921 + 072 40 : 28
2003/04 2. 1105 : 903 + 102 56 : 12
2004/05 1. 1117 : 936 + 181 62 : 06
2005/06 1. 1217 : 968 + 249 62 : 06
2006/07 1. 1237 : 976 + 261 58 : 10
2007/08 1. 1151 : 926 + 225 61 : 07
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Unter „Noka“ Serdarušić entwickelte sich der THW Kiel zur erfolgreichsten Handballmannschaft Deutschlands. In seiner Amtszeit holte der THW elf deutsche Meisterschaften. Der Höhepunkt war die Saison 2007, in der die Kieler das historische Triple mit dem Sieg der Champions League, des DHB-Pokals und der Deutschen Meisterschaft feiern konnten. Am 26. Juni 2008 trennten sich der THW und Serdarušić einvernehmlich.

Im Februar 2009 wurden gegen den THW und Serdarušić massive Vorwürfe laut; der Trainer und der THW-Manager Uwe Schwenker sollen bei mindestens 10 Spielen, unter anderem dem Champions-League-Finale 2007, die Schiedsrichter bestochen haben. Der THW bestritt die Vorwürfe, die insbesondere von der Leitung der Rhein-Neckar Löwen erhoben wurden.<ref name="Bestechungsskandal">spiegel.de: Kiel soll bei mindestens zehn Spielen bestochen haben</ref> Am 26. Januar 2012 wurden Serdarušić und Schwenker vom Landgericht Kiel in allen Anklagepunkten freigesprochen.<ref>Kieler Handballprozess: Zwei Freisprüche und viele offene Fragen – FAZ</ref>

2008 bis 2019 – Ära Alfreð Gíslason

Saison Platz Tore Diff. Punkte
2008/09 1. 1226 : 955 + 271 65 : 30
2009/10 1. 1135 : 865 + 270 62 : 60
2010/11 2. 1099 : 875 + 224 55 : 13
2011/12 1. 1107 : 809 + 298 68 : 00
2012/13 1. 1122 : 899 + 223 61 : 70
2013/14 1. 1114 : 878 + 236 59 : 90
2014/15 1. 1095 : 854 + 241 65 : 70
2015/16 3. 0974 : 822 + 152 50 : 14
2016/17 3. 0960 : 849 + 111 53 : 15
2017/18 5. 0989 : 854 + 135 49 : 19
2018/19 2. 1018 : 806 + 212 62 : 60
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
Datei:THW Kiel Final Four 2012.JPG
Die Mannschaft des THW Kiel nach dem Gewinn der Champions-League 2012
Datei:Lauge Sjöstrand Jallouz.jpg
Die 2013 neu verpflichteten Spieler Rasmus Lauge Schmidt, Johan Sjöstrand und Wael Jallouz

Alfreð Gíslason übernahm im Jahr 2008 das Amt des Cheftrainers von Serdarušić. In dieser Saison wurde der THW Kiel Deutscher Meister mit einem neuen Rekord von nur drei Minuspunkten. In der Champions League gewann der Verein in der ersten Gruppenphase alle sechs Spiele. Auch die zweite Gruppenphase gewann der THW Kiel vor BM Ciudad Real und dem FC Barcelona. Im Viertelfinale konnte der kroatische Verein RK Zagreb bezwungen und die Rhein-Neckar Löwen im Halbfinale besiegt werden. Auch das Hinspiel des Finales entschied der THW für sich, jedoch musste er im Rückspiel eine Niederlage mit höherem Toreabstand einstecken, was BM Ciudad Real zum Sieger der Champions League machte. Schließlich wurde auch der DHB-Pokal mit einem 30:24-Finalsieg gegen den VfL Gummersbach gewonnen.

In der Saison 2009/10 wurde man mit einem Punkt Vorsprung vor dem HSV Hamburg zum sechzehnten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Im DHB-Pokal schied der Meister nach einer 35:28-Niederlage im Viertelfinale gegen den VfL Gummersbach aus. In der Champions League wurden die Handballer in der Gruppenphase mit drei Minuspunkten in zehn Spielen Erster vor dem FC Barcelona. Im Achtelfinale wurde der FCK Håndbold und im Viertelfinale die Rhein-Neckar Löwen bezwungen. Der Champions-League-Sieger wurde zum ersten Mal in einem Final-Four-Modus ermittelt. Dabei wurde im Halbfinale der BM Ciudad Real mit 29:27 und im Finale der FC Barcelona mit 36:34 besiegt und somit der zweite Champions-League-Titel in der Vereinsgeschichte errungen.

Die Saison 2010/11 war weniger erfolgreich. In der Bundesliga musste man dem Handball Sport Verein HSV Hamburg den Vortritt lassen. In der Champions League gewann die Mannschaft zwar wieder die Gruppenphase vor den Rhein-Neckar Löwen und dem FC Barcelona, nach gewonnenem Achtelfinale musste der Verein sich aber dem späteren Sieger FC Barcelona im Viertelfinale geschlagen geben. Der DHB-Pokal konnte jedoch zum siebten Mal mit einem 30:24-Finalsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen werden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewann der THW die anschließend ausgetragene Vereins-Weltmeisterschaft. In Doha gelang im Finale ein Sieg gegen BM Ciudad Real mit 28:25, was dem Verein 400.000 Euro Preisgeld einbrachte.

Zur Saison 2011/12 verpflichtete der THW keine neuen Spieler. Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über den HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den achten Titel. Auch in der Champions League wurde der THW Sieger. Nachdem der Verein die Gruppenphase als Erster vor AG Kopenhagen abgeschlossen hatte, setzte er sich im Achtelfinale gegen Wisła Płock und im Viertelfinale gegen RK Zagreb durch, und gewann beim Final Four in Köln gegen die Füchse Berlin und gegen Atletico Madrid. Die Bundesligasaison 2011/12 war die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte: Der THW gewann alle Saisonspiele und schaffte es damit, im Handball als erste Mannschaft der Bundesligageschichte eine Saison verlustpunktfrei zu überstehen.<ref>68:0! Der THW Kiel macht sich unsterblich kicker.de, 2. Juni 2012, abgerufen am 2. Juni 2012</ref><ref>Ines Bellinger: Kiels Handballer schaffen die perfekte Saison, ndr.de, 2. Juni 2012</ref> Bereits fünf Spiele vor Saisonende stand der Verein darüber hinaus als neuer Deutscher Meister fest, so früh wie noch kein Team zuvor. Am Ende der Saison verließen Tobias Reichmann, Henrik Lundström, Daniel Kubeš, Kim Andersson und Milutin Dragićević den Verein.

Für die Spielzeit 2012/13 neu verpflichtet wurden Marko Vujin, Patrick Wiencek, René Toft Hansen, Guðjón Valur Sigurðsson und Niclas Ekberg. Am 16. September 2012 endete eine Serie von 40 Bundesliga-Siegen in Folge mit dem 26:26-Unentschieden bei den Füchsen Berlin,<ref>Berlin stoppt Siegesserie des THW Kiel FAZ.net, 16. September 2012, abgerufen am 21. September 2012</ref> und am 9. Dezember 2012 eine Serie von 51 Ligaspielen ohne Niederlage mit dem 25:29 zuhause gegen die MT Melsungen.<ref>Ende einer ewigen Serie Süddeutsche.de, 10. Dezember 2012, abgerufen am 15. Dezember 202</ref> Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über die MT Melsungen<ref>M. Kloth / dpa / J. Nikoleit: Alle Jahre wieder: Kiel und Flensburg zum dritten Mal in Serie im Finale des DHB-Pokals. IG Handball e. V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.</ref> und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den neunten Titel.<ref>cie, jun: Erste Titelverteidigung unter Dach und Fach: THW Kiel dreht im Pokalfinale nach dem Wechsel auf. IG Handball e. V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.</ref> Am 31. Spieltag gewann der THW durch einen 31:25-Sieg über die Rhein-Neckar Löwen vorzeitig die 18. deutsche Meisterschaft.<ref>Vollzug: Kiel feiert mit klarem Sieg gegen Löwen die 18. Meisterschaft auf handball-world.com vom 14. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2013</ref> In der Champions League scheiterte der Verein im Halbfinale durch ein 33:39 gegen den HSV Hamburg, auch das folgende Spiel um Platz drei gegen KS Kielce wurde mit 30:31 knapp verloren. Am Saisonende beendete Marcus Ahlm seine Karriere als Spieler und wechselte in den Aufsichtsrat des THW Kiel.<ref>archiv.thw-handball.de: Marcus Ahlm neues Aufsichtsratsmitglied vom 9. Juni 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013</ref> Thierry Omeyer, Daniel Narcisse und Momir Ilić verließen den Verein.

Zur Saison 2013/14 kamen Wael Jallouz, Johan Sjöstrand und Rasmus Lauge Schmidt neu zum THW. Am 11. Dezember 2013 schied Kiel im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen die Rhein-Neckar Löwen aus. Es war die erste Heimniederlage der Zebras im DHB-Pokal seit mehr als 23 Jahren.<ref>archiv.thw-handball.de: 30:32-Niederlage gegen Rhein-Neckar Löwen – Pokal-Final-Four ohne den THW vom 11./12. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013</ref> Am letzten Spieltag der Saison gewann der THW sein Heimspiel gegen die Füchse Berlin mit 37:23, während die punktgleichen Rhein-Neckar Löwen beim VfL Gummersbach mit 40:35 siegten. In der Endabrechnung gewannen die Zebras aufgrund der um zwei Tore besseren Tordifferenz (+ 236 Tore) ihre 19. Meisterschaft vor den Löwen (+ 234 Tore). Marko Vujin wurde mit 248 Treffern, davon 66 per Siebenmeter, Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. In der Champions League erreichte der THW erneut das Final Four. Durch einen 29:26-Halbfinalsieg über den ungarischen Klub KC Veszprém zogen die Kieler zum siebten Mal ins Finale ein, wo sie der SG Flensburg-Handewitt mit 28:30 unterlagen. Am Ende der Saison verließ Christian Zeitz nach elf Jahren den Verein und folgte Momir Ilić zum KC Veszprém. Guðjón Valur Sigurðsson und Wael Jallouz wechselten zum FC Barcelona.

Zur Spielzeit 2014/15 kamen Domagoj Duvnjak und Joan Cañellas vom HSV Hamburg sowie Steffen Weinhold von der SG Flensburg-Handewitt neu zu den Zebras. Rune Dahmke, der seit 2008 in der Jugend des THW spielte und die zwei Jahre zuvor mit Doppelspielrecht fast ausnahmslos für den TSV Altenholz aktiv war, bekam einen Profivertrag bis 2016. Zum Saisonauftakt gewann der THW gegen die Füchse Berlin den Supercup mit 24:18. Wie im Vorjahr schied der THW gegen die Rhein-Neckar Löwen im Pokalviertelfinale aus. In Mannheim verloren die Zebras am 4. März 2015 mit 29:26. In der Champions League wurde wiederum das Final 4 in Köln erreicht. Dort verlor Kiel zunächst das Halbfinale 27:31 gegen MKB-MVM Veszprém aus Ungarn und dann auch das Spiel um den 3. Platz mit 28:26 gegen KS Kielce aus Polen und wurde Vierter. Erfolgreicher waren die Zebras in der Bundesliga, wo sie den insgesamt zwanzigsten Titel der Vereinsgeschichte gewannen. Nachdem sie nach dem ersten Spieltag Tabellenletzter waren, hatten sie am Ende der Saison mit 65:7 Punkten zwei Punkte Vorsprung vor den Rhein-Neckar Löwen (56:9). Zahlreiche Verletzungen machten es notwendig während der Saison ehemalige Spieler zu reaktivieren. Nachdem sowohl Johan Sjöstrand erkrankt war und Andreas Palicka sich verletzt hatte, wurde dem Nachwuchstorhüter Kim Sonne-Hansen der Routinier Steinar Ege für einige Spiele zur Seite gestellt. Ebenso wurde nach dem Kreuzbandriss von Dominik Klein mit Henrik Lundström ein eigentlich schon im Ruhestand befindlicher ehemaliger Kieler kurzfristig verpflichtet. Nach der Saison wechselte mit Aron Pálmarsson nach sechs Jahren Vereinszugehörigkeit einer der zentralen Spieler zu MKB-MVM Veszprém. Daneben verließen alle Torhüter sowie der erst seit zwei Jahren in Kiel spielende, aufgrund von Verletzungen nie richtig angekommene Rasmus Lauge Schmidt den Verein.

Vor Beginn der Saison 2015/16 verließ auch noch Kapitän Filip Jícha den Verein, der zum FC Barcelona wechselte. Prominentester Neuzugang war Torhüter Niklas Landin von den Rhein-Neckar Löwen. Zum ersten Mal seit 2003 gewann der THW im Jahr 2016 keinen Titel. In der Meisterschaft wurde man Dritter; vor allem die Auswärtsbilanz mit fünf Niederlagen war ungewöhnlich schlecht. Im DHB-Pokal schied man im Viertelfinale mit 27:34 gegen die SG Flensburg-Handewitt aus. In der Champions League belegte Kiel in der nur noch aus zwei Gruppen bestehenden Vorrunde den vierten Platz und setzte sich anschließend im Achtelfinale gegen Pick Szeged und im Viertelfinale gegen Titelverteidiger FC Barcelona durch. Im Final Four in Köln verlor man das Halbfinale gegen Veszprém mit 28:31 nach Verlängerung und auch das Spiel um Platz drei gegen Paris St. Germain mit 27:29. Die Saison war durch viele langwierige Verletzungen von Stammspielern geprägt, so dass insgesamt sechs Spieler nachverpflichtet wurden.

In den folgenden zwei Spielzeiten bestätigte sich der Trend: In der Bundesliga belegte man nur den 3. und 5. Platz, in der Champions League war jeweils im Viertelfinale Schluss. Lediglich den DHB-Pokal gewann man 2017 gegen die SG Flensburg-Handewitt, scheiterte im Folgejahr aber bereits im Achtelfinale am TSV Hannover-Burgdorf. Mit Mykola Bilyk und Lukas Nilsson konnten zwei junge Spieler integriert werden. 2017 kam Miha Zarabec als Verstärkung auf der Spielmacherposition. In der Saison 2018/19 ging es wieder bergauf. Hendrik Pekeler und Harald Reinkind wurden verpflichtet, die 2016 und 2017 mit den Rhein-Neckar Löwen Deutscher Meister waren. In der Liga musste man Flensburg mit nur zwei Punkten Rückstand den Vortritt lassen, nachdem man beide Spiele gegen den SC Magdeburg verloren hatte. Gegen denselben Gegner siegte man jedoch im Finale des DHB-Pokals. Zum ersten Mal seit 2004 war Kiel nicht für die Champions League qualifiziert, holte sich stattdessen aber den EHF-Pokal. Beim Final Four in eigener Halle bezwang die Mannschaft im Endspiel die Füchse Berlin.

Seit 2019 – Ära Filip Jícha

Saison Platz Tore Diff. Punkte
2019/20 1. 0782 : 650 + 132 44 : 80
2020/21 1. 1212 : 999 + 213 68 : 80
2021/22 2. 1045 : 870 + 175 58 : 10
2022/23 1. 1098 : 917 + 181 59 : 90
2023/24 4. 1089 : 987 + 102 47 : 21
2024/25 4. 1061 : 946 + 115 51 : 17
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Nachdem Alfreð Gíslason seine Tätigkeit beim THW nach der Saison 2018/19 beendet hatte, wurde der frühere Spieler Filip Jícha, der Alfreð Gíslason zuvor ein Jahr assistiert hatte, neuer Trainer. Auf Anhieb holte er mit dem THW nach fünf Jahren wieder die Meisterschaft, die wegen der COVID-19-Pandemie vorzeitig beendet wurde. In der Champions League qualifizierte man sich als Gruppensieger für das erst in der Folgesaison ausgetragene Final Four. Mit Sander Sagosen kam im Sommer 2020 von Paris Saint-Germain ein Weltklassespieler. Im Dezember 2020 gewann Kiel das Final-Four-Turnier nach Siegen über KC Veszprém (36:35 n. V.) und den FC Barcelona (33:28), der zuletzt 22 Champions-League-Spiele in Folge und auch gegen Kiel in der laufenden Runde zweimal gewonnen hatte.

In der Saison 2020/21 errang der THW zum 22. Mal die deutsche Meisterschaft, diesmal durch den gewonnenen direkten Vergleich mit der punktgleichen SG Flensburg-Handewitt. Im nachträglich ausgetragenen Final Four des DHB-Pokal 2019/20 unterlag man überraschend dem späteren Pokalsieger TBV Lemgo Lippe trotz zwischenzeitlicher 7-Tore-Führung im Halbfinale. Der Pokal 2020/21 wurde nicht ausgespielt. In der EHF Champions League 2020/21 schied das Team im Viertelfinale gegen Paris aus.

Datei:2023-11-26 Handball Bundesliga TVB Stuttgart - THW Kiel by mroptimax-04.jpg
Trainer Filip Jicha (2023)

Die Saison 2021/22 begann mit dem 30:29-Sieg im DHB-Supercup über den TBV Lemgo. Nach drei Auswärtssiegen erreichte der THW das Final-Four-Turnier des DHB-Pokals 2021/22 in Hamburg. Im Halbfinale revanchierten sich die Kieler für die Vorjahresniederlage an gleicher Stelle gegen den TBV Lemgo. Im Endspiel besiegte man den SC Magdeburg mit 28:21 und errang zum 12. Mal den Pokal. In der Bundesliga zeigte der THW eine vorentscheidende Schwächephase im Oktober 2021, als die Mannschaft zum ersten Mal seit April 2003 vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnte. Nach zwei weiteren Niederlagen gewann die Mannschaft ihre verbleibenden zehn Saisonspiele, u. a. in Magdeburg und in Flensburg. Kurz vor Saisonende riss sich Hendrik Pekeler die Achillessehne, für ihn wurde der Norweger Bjarte Myrhol reaktiviert. Auch Sander Sagosen zog sich eine schwere Sprunggelenksverletzung zu. Am Saisonende qualifizierte sich der THW als Zweiter hinter dem Meister SC Magdeburg erneut für die Champions League. In der EHF Champions League 2021/22 übersprangen die Kieler als Gruppenzweite das Achtelfinale, im Viertelfinale trafen sie wie im Vorjahr auf Paris Saint-Germain, blieben dieses Mal aber siegreich (30:30, 33:32). Im Final Four in Köln trafen sie im Halbfinale auf Titelverteidiger FC Barcelona, dem sie mit 30:34 unterlagen. Im Spiel um Platz 3 setzten sie sich nach einem 34:34 nach regulärer Spielzeit 3:1 im Siebenmeterwerfen gegen KC Veszprém durch.

Die Saison 2022/23 wurde mit dem Gewinn des Supercups gegen den Meister SC Magdeburg eröffnet. In der Bundesliga gehörte man lange zur Spitzengruppe, leistete sich aber zwei überraschende Heimniederlagen gegen den TBV Lemgo Lippe und den SC DHfK Leipzig. Auswärts unterlag man bei den Füchsen Berlin und der SG Flensburg-Handewitt jeweils deutlich. Nach zwölf Siegen und einem Unentschieden (gegen Magdeburg) wurde man durch einen Schlussspurt mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SCM zum 23. Mal deutscher Meister. Im DHB-Pokal 2022/23 wurde die Viertelfinalbegegnung mit dem SC Magdeburg aufgrund einer Doppelbelegung der heimischen Wunderino-Arena in der Hamburger Barclays Arena vor einer Rekordkulisse von 12.523 Zuschauern ausgetragen, die Gäste setzten sich dabei mit 34:35 nach Verlängerung durch. In der EHF Champions League 2022/23 beendete die Mannschaft nach einer durchwachsenen Leistung die Gruppenphase auf dem vierten Platz der Gruppe B. In der Play-off-Runde bezwang der THW Dinamo Bukarest auswärts mit 28:41 und konnte eine 31:32-Heimniederlage verschmerzen. Im Viertelfinale scheiterte man nach zwei Niederlagen an Paris Saint-Germain.

Die Spielzeit 2023/24 begann mit einem Sieg im DHB-Supercup gegen die Rhein-Neckar Löwen, die man mit 37:36 nach Siebenmeterwerfen bezwang. Im DHB-Pokal 2023/24 schied man nach einer 31:32-Heimniederlage gegen HSG Wetzlar bereits in der dritten Runde aus. Nach fünf Niederlagen an den ersten zwölf Spieltagen verabschiedete sich die Mannschaft frühzeitig aus dem Meisterrennen und beendete die Saison auf dem vierten Rang. In der EHF Champions League wurde man Gruppensieger und erreichte das Final Four in Köln, nachdem man im Viertelfinale einen Neun-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel bei Montpellier Handball (30:39) durch einen 31:21-Heimsieg noch aufgeholt hatte.

In der Saison 2024/25 gewann man zum 13. Mal den DHB-Pokal. In der EHF European League der Männer 2024/25 erreichte die Mannschaft ohne Niederlage das Final Four in Hamburg. Dort unterlag sie im Halbfinale Montpellier HB mit 31:32 und setzte sich im Spiel um Platz 3 gegen die MT Melsungen – dem sechsten Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison – mit 37:31 durch.

Profimannschaft

Kader 2025/26

Nr. Nation Name Position Größe Gewicht Geburtsdatum Geburtsort Vertrag
seit
Vertrag
bis
Letzter Verein
01 SpanienSpanien Torwart 1,90 m 088 kg 10. Januar 1991 Toledo, Spanien 2025 2029 SpanienSpanien FC Barcelona
12 DeutschlandDeutschland Torwart 2,00 m 102 kg 9. August 2005 Hamburg, Deutschland 2024 2026 eigene Jugend
33 DeutschlandDeutschland Torwart 1,98 m 110 kg 3. März 1991 Euskirchen, Deutschland 2024 2028 PolenDatei:Flag of Poland.svg KS Kielce
04 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg (C)ein weißes C in blauem Kreis Rückraum Mitte 1,98 m 102 kg 1. Juni 1988 Đakovo, Jugoslawien 2014 2027 HSV Hamburg
06 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Rückraum rechts 1,97 m 102 kg 17. August 1992 Tønsberg, Norwegen 2018 2027 Rhein-Neckar Löwen
07 DanemarkDänemark Linksaußen 1,97 m 092 kg 20. August 1995 Helsingør, Dänemark 2018 2026 DanemarkDänemark KIF Kolding
11 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Kreisläufer 2,00 m 110 kg 26. März 1992 Kongsvinger, Norwegen 2022 2026 HC Erlangen
15 DeutschlandDeutschland Rückraum rechts 1,93 m 091 kg 23. Oktober 2004 Kiel, Deutschland 2025 2026 eigene Jugend
20 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Kreisläufer 1,93 m 100 kg 22. April 2000 Aarau, Schweiz 2025 2027 TVB 1898 Stuttgart
21 SchwedenSchweden Rückraum links 1,97 m 100 kg 28. Juni 2000 Eskilstuna, Schweden 2022 2028 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Elverum Håndball
22 DeutschlandDeutschland Rückraum Mitte 1,91 m 095 kg 31. Juli 2007 Kiel, Deutschland 2025 2030 eigene Jugend
23 DeutschlandDeutschland (C)ein weißes C in blauem Kreis Linksaußen 1,90 m 085 kg 10. April 1993 Kiel, Deutschland 2012 2028 SV Mönkeberg
24 DeutschlandDeutschland Rechtsaußen 1,84 m 073 kg 17. Januar 1996 Lemgo, Deutschland 2024 2027 TBV Lemgo Lippe
32 OsterreichÖsterreich Linksaußen 1,96 m 082 kg 18. Oktober 2006 Kiel, Deutschland 2024 2026 eigene Jugend
45 DanemarkDänemark Rückraum rechts 1,94 m 094 kg 1. Januar 2001 Svendborg, Dänemark 2024 2028 DanemarkDänemark GOG
48 AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Rückraum rechts 1,91 m 088 kg 20. Januar 2003 Kairo, Ägypten 2025 2026 FrankreichFrankreich USAM Nîmes Gard
53 OsterreichÖsterreich (C)ein weißes C in blauem Kreis Rückraum links 1,98 m 104 kg 28. November 1996 Tunis, Tunesien 2016 2026 OsterreichÖsterreich Handballclub Fivers Margareten
61 DeutschlandDeutschland Kreisläufer 2,03 m 102 kg 2. Juli 1991 Itzehoe, Deutschland 2018 2027 Rhein-Neckar Löwen
71 FaroerDatei:Flag of the Faroe Islands.svg Rückraum Mitte 1,85 m 085 kg 19. Mai 2002 Kopenhagen, Dänemark 2023 2027 SchwedenSchweden IK Sävehof
91 UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Rechtsaußen 1,85 m 072 kg 15. Oktober 2002 Budapest, Ungarn 2024 2026 UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ferencvárosi TC
93 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kreisläufer 2,03 m 116 kg 7. März 2000 Rijeka, Kroatien 2025 2028 FrankreichFrankreich Montpellier HB

Anm.: Jesse Dahmke, Rasmus Ankermann und Ben Szilágyi erhielten ein Zweitspielrecht für den Drittligisten TSV Altenholz, Leon Nowottny ab Januar 2026 für den Zweitligisten TV Großwallstadt.

Zu- und Abgänge 2025/26

Zugänge
Nation Name abgebender Verein
SpanienSpanien Gonzalo Pérez de Vargas<ref>Der THW Kiel holt Gonzalo Pérez de Vargas 2025 in die stärkste Liga der Welt. 8. August 2023, abgerufen am 8. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> FC Barcelona
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Veron Načinović<ref>Der kroatische Nationalspieler Veron Načinović wechselt 2025 zum THW Kiel. In: thw-handball.de. 10. Juli 2024, abgerufen am 10. Juli 2024.</ref> Montpellier Handball
DeutschlandDeutschland Rasmus Ankermann<ref>THW Kiel stattet Junioren-Nationalspieler mit Profi-Vertrag aus. In: handball-world.news. 23. April 2025, abgerufen am 23. April 2025.</ref> eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Jesse Dahmke<ref>Rückraumspieler Jesse Dahmke ab Sommer im erweiterten Profi-Kader des THW Kiel. In: thw-handball.de. 6. Mai 2025, abgerufen am 6. Mai 2025.</ref> eigene U23
SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Lukas Laube<ref>Der erste Schweizer beim THW Kiel: Nationalspieler Lukas Laube wird ein Zebra. In: thw-handball.de. 18. Juli 2025, abgerufen am 18. Juli 2025.</ref> TVB 1898 Stuttgart
AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Mohab Abdelhak<ref>THW Kiel verpflichtet jungen ägyptischen Nationalspieler: Mohab Abdelhak ist ein Zebra! In: thw-handball.de. 18. Dezember 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> USAM Nîmes Gard, Dezember 2025
Stand: 18. Dezember 2025
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tomáš Mrkva<ref>Tomáš Mrkva setzt seine Karriere ab nächster Saison in Leipzig fort. THW Kiel, 5. November 2024, abgerufen am 5. November 2024.</ref> SC DHfK Leipzig Handball
DeutschlandDeutschland Henri Pabst<ref>THW-Youngster Henri Pabst wechselt im Sommer zum TuS N-Lübbecke. THW Kiel, 12. Februar 2025, abgerufen am 12. Februar 2025.</ref> TuS N-Lübbecke
DeutschlandDeutschland Patrick Wiencek<ref>Neue Rolle beim THW: Wiencek verkündet Karriereende. In: handball-world.news. 13. März 2025, abgerufen am 13. März 2025.</ref> Karriereende
DeutschlandDeutschland Linus Kutz<ref>Eintracht Hagen verpflichtet THW-Rückraumspieler. In: handball-world.news. 27. März 2025, abgerufen am 27. März 2025.</ref> VfL Eintracht Hagen
Stand: 27. März 2025

Zu- und Abgänge 2026/27

Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandDeutschland Julian Köster<ref>Transfercoup: THW Kiel lockt Nationalspieler Julian Köster an die Förde. kn-online.de, 28. April 2025, abgerufen am 8. April 2025.</ref> VfL Gummersbach
SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Domen Makuc<ref>Im Sommer 2026 kommt Domen Makuc vom FC Barcelona zum THW Kiel. thw-handball.de, 20. August 2025, abgerufen am 20. August 2025.</ref> FC Barcelona
DeutschlandDeutschland Jarnes Faust<ref>Zurück zu den Wurzeln: Rechtsaußen Jarnes Faust ab Sommer wieder ein Zebra. thw-handball.de, 23. Januar 2026, abgerufen am 23. Januar 2026.</ref> TBV Lemgo Lippe
DeutschlandDeutschland Johan Rohwer<ref name="TVG">Talent Johan Rohwer: Profi-Vertrag beim THW Kiel und Entwicklungsstufe in Großwallstadt. thw-handball.de, 19. Februar 2026, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref> eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Tobias Dengler<ref>Verjüngung geht weiter: THW bindet U17-Weltmeister. In: handball-world.news. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> eigene Jugend
DeutschlandDeutschland Vincent Büchner<ref>Linksaußen Vincent Büchner wird ab Juli ein Teil der THW-Familie. thw-handball.de, 24. März 2026, abgerufen am 24. März 2026.</ref> ThSV Eisenach
Stand: 24. März 2026
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
OsterreichÖsterreich Nikola Bilyk<ref>Rückraumspieler Nikola Bilyk wechselt am Saisonende zum HC Kriens-Luzern. thw-handball.de, 29. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.</ref> HC Kriens-Luzern
UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Bence Imre<ref>Bestätigt: Imre verlässt Rekordmeister THW Kiel. handball-world.news, 6. Dezember 2025, abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref> KC Veszprém
DeutschlandDeutschland Johan Rohwer<ref name="TVG" /> TV Großwallstadt, Leihe
DanemarkDänemark Magnus Landin Jacobsen<ref>Magnus Landin setzt seine außergewöhnliche Karriere bei Aalborg Handbold fort. thw-handball.de, 20. Februar 2026, abgerufen am 20. Februar 2026.</ref> Aalborg Håndbold
DeutschlandDeutschland Leon Nowottny<ref>THW-Torhüter Nowottny wechselt nach Hamburg. In: handball-world.news. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026.</ref> Handball Sport Verein Hamburg
NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Petter Øverby<ref>Tamo Schwarz: Petter Øverby wird den THW Kiel verlassen – Bleibt der Norweger in der Bundesliga? In: Kieler Nachrichten. 6. März 2026, abgerufen am 7. März 2026.</ref> Ziel unbekannt
AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Mohab Abdelhak<ref>Вардар се засили со египетски репрезентативец од Кил. In: slobodenpecat.mk. 15. April 2026, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> RK Vardar Skopje
Stand: 15. April 2026

Zu- und Abgänge 2027/28

Zugänge
Nation Name abgebender Verein
DeutschlandDeutschland Justus Fischer<ref>Handball-Nationalspieler Justus Fischer wechselt im Sommer 2027 zum THW Kiel. thw-handball.de, 14. März 2026, abgerufen am 14. März 2026.</ref> TSV Hannover-Burgdorf
Stand: 14. März 2026
Abgänge
Nation Name aufnehmender Verein
n.n.
Stand: 14. März 2026

Trainer- und Mitarbeiterstab

Nation Name Position Geburtsdatum Vertrag
seit
Vertrag
bis
TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Cheftrainer 19. April 1982 2019 2028
DeutschlandDeutschland Assistenztrainer 6. April 1983 2019 2028
SchwedenSchweden Torwarttrainer 29. März 1978 2018
DeutschlandDeutschland Philip Lübke Mannschaftsarzt (Orthopäde) 2017
DeutschlandDeutschland Torsten Morschheuser Mannschaftsarzt (Kardiologe) 2024
DeutschlandDeutschland Detlef Brandecker Mannschaftsarzt (Sportmediziner) 22. Oktober 1952 1989
DeutschlandDeutschland Betreuer 9. Februar 1968 2010

Bisherige Trainer

(seit 1930)

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Bisherige Geschäftsführer

Bekannte ehemalige Spieler

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Mannschaftskapitäne

(seit der Saison 1977/78)

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Erfolge und Statistiken

Meisterschaftserfolge

Pokalerfolge

Internationale Erfolge

Datei:EHF Champions League trophy replica.jpg
Die Replik des Champions-League-Pokals (bis 2009) in einer Ausstellung in Kiel im Juni 2023.

Torschützenkönige

Seit der Saison 1977/78 wurden zwei THW-Spieler Torschützenkönig der Bundesliga. Der jugoslawische Rückraumspieler Predrag Timko warf in der Spielzeit 1979/80 178 Tore, davon 98 per Siebenmeter. Erst in der Saison 2013/14 gewann mit dem serbischen rechten Rückraumspieler Marko Vujin mit 248 Treffern, davon 66 Siebenmeter, erneut ein Kieler den Titel. Vujin war zudem nach dem deutschen Rückraumspieler Erhard Wunderlich (1981/82 und 1982/83) vom VfL Gummersbach der zweite Spieler, der im selben Jahr deutscher Meister wurde.

Datei:Marko Vujin 2014-04-10.jpg
Marko Vujin (2014)

Auszeichnungen

Während ihrer Zeit bzw. für ihre Verdienste um den Handball wurden folgende Personen ausgezeichnet.

Mit Magnus Wislander (1990), Henning Fritz (2004), Nikola Karabatić (2007), Thierry Omeyer (2008), Filip Jícha (2010), Daniel Narcisse (2012) und Niklas Landin (2019, 2021) wurden sieben Spieler während ihrer Zeit beim THW zum Welthandballer gewählt. Von keinem anderen Verein kamen seit der ersten Vergabe 1988 bisher mehr Welthandballer.
Magnus Wislander wurde im Jahr 2000 bei einer von der Internationalen Handballföderation durchgeführten Wahl zum „Welthandballer des Jahrhunderts“ gekürt.<ref>Wislander „Welt-Handballer des Jahrhunderts“. In: thw-handball.de. 19. Juni 2000, abgerufen am 15. Juni 2023.</ref> Bei der ersten Wahl eines U-23-Welthandballers des Jahres wurde Elias Ellefsen á Skipagøtu für das Jahr 2023 ausgezeichnet.<ref>Welthandballer 2023: Zwei Auszeichnungen für HBL-Profis. In: handball-world.news. Abgerufen am 22. März 2024.</ref>
Bei der Eröffnungsgala der europäischen Ruhmeshalle im Juni 2023 nahm die Europäische Handballföderation (EHF) elf ehemalige Spieler des THW Kiel auf: Magnus Wislander, Thierry Omeyer, Filip Jícha, Momir Ilić, Stefan Lövgren, Daniel Narcisse, Nikolaj Jacobsen, Gudjon Valur Sigurðsson, Andrei Xepkin, Vid Kavtičnik und Bjarte Myrhol.<ref>Elf Zebras in die „Hall of Fame“ des europäischen Handballs aufgenommen. In: thw-handball.de. 26. Juni 2023, abgerufen am 27. Juni 2023.</ref> Im Dezember 2024 kamen Nikola Karabatic und Staffan Olsson hinzu.<ref>New legends of the game inducted into EHF Hall of Fame. In: eurohandball.com. 4. Dezember 2024, abgerufen am 28. Dezember 2024.</ref>
  • Handballer des Jahres:
    • Deutschland: Mit Henning Fritz (2004), Nikola Karabatić (2007, 2008), Filip Jícha (2009, 2010), Andreas Wolff (2016, 2025), Patrick Wiencek (2018), Hendrik Pekeler (2020) und Niklas Landin Jacobsen (2021) wurden bisher zehnmal Spieler des THW zu Deutschlands Handballer des Jahres gewählt. Nur der VfL Gummersbach stellte mit elf Auszeichnungen mehr Spieler.
    • Österreich: In Österreich wurde Mykola Bilyk 2017, 2019 und 2020 zum besten „österreichischen Legionär im Ausland“ gewählt.<ref>Österreichischer Legionär im Ausland des Jahres. In: oehb.at. Abgerufen am 15. Juni 2023.</ref> Für die Saison 2023/24 wurde er erstmals zum Handballer des Jahres gekürt.<ref>Mykola Bilyk und Katarina Pandza Handballer/Handballerin des Jahres. In: oehb.at. Abgerufen am 24. Oktober 2024.</ref>
    • Schweden: In Schweden erhielten Stefan Lövgren (2001, 2004), Marcus Ahlm (2005), Kim Andersson (2007, 2008, 2012) und Niclas Ekberg (2015) die Auszeichnung als bester schwedischer Handballer (Årets spelare).<ref>Jim Gottfridsson utsedd till Årets spelare. In: handbollslandslaget.se. 13. Juni 2018, abgerufen am 15. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • Dänemark: Nikolaj Jacobsen (1999) und Niklas Landin Jacobsen (2020) wurden zu Dänemarks Handballer des Jahres gewählt. Landin Jacobsen bekam 2020 und 2021 zudem die Ehrung zu Dänemarks „Nationalspieler des Jahres“.
    • Kroatien: Domagoj Duvnjak erhielt 2014, 2015, 2020 und 2023 die Auszeichnung zu Kroatiens Handballer des Jahres.<ref>Zna se tko su najbolji rukometašica i rukometaš u Hrvatskoj - Ana Debelić i Luka Cindrić obranili titule. In: sportske.jutarnji.hr. 8. Januar 2023, abgerufen am 15. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Najbolji hrvatski rukometaš u 2023. godini. In: hrs.hr. 7. Januar 2024, abgerufen am 8. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
    • Island: Aron Pálmarsson wurde 2011 zu Islands Handballer des Jahres sowie 2012 zu Islands Sportler des Jahres gewählt.
    • Tschechien: Filip Jícha wurde von 2007 bis 2014 achtmal in Folge zu Tschechiens Handballer des Jahres gewählt. Tomáš Mrkva erhielt diese Ehrung für die Saisons 2021/22, 2022/23, 2023/24 und 2024/25.<ref>Tomas Mrkva erneut Tschechiens Handballer des Jahres. In: handball-world.news. 4. August 2023, abgerufen am 4. August 2023.</ref>
    • Ungarn: Bence Imre wurde 2024 zu Ungarns Handballer des Jahres gewählt.<ref>Imre vom THW Kiel ist Ungarns Handballer des Jahres. In: ndr.de. 28. Dezember 2024, abgerufen am 28. Dezember 2024.</ref>
  • Spieler der Bundesliga-Saison:
Bei der seit 2001 durchgeführten Wahl zum Spieler der Saison der Handball-Bundesliga gewannen Henning Fritz (2005), Nikola Karabatić (2007, 2008), Thierry Omeyer (2009), Filip Jícha (2010), Kim Andersson (2012) und Domagoj Duvnjak (2020).
  • Torhüter der Bundesliga-Saison:
Bei der von 2017 bis 2019 durchgeführten Wahl gewann Niklas Landin Jacobsen 2017 und 2019.
  • Rookie der Bundesliga-Saison:
Aron Pálmarsson erhielt 2010 die Ehrung zum besten neuen Spieler der Bundesliga.
  • Trainer der Bundesliga-Saison:
Bei der seit 2002 durchgeführten Wahl wurden Zvonimir Serdarušić (2006–2008), Alfreð Gíslason (2009, 2012, 2015, 2019) und Filip Jícha (2020) gekürt.
  • Trainer des Jahres:
Zwischen 1984 und 2013 wurden die Handballtrainer des Jahres gewählt. Zvonimir Serdarušić (1996, 1999, 2005) und Alfreð Gíslason (2009, 2011–2013) wurden als THW-Trainer ausgezeichnet.
  • Lebenswerk:
Für ihre Verdienste um den Handball wurden Magnus Wislander (2002), Heinz Jacobsen (2004), Klaus-Dieter Petersen (2005) und Peter Gentzel (2010) ausgezeichnet.
Seit 1992 gewann in jedem Jahr außer 2000 und 2001 (Heiko Kröger, Segeln) ein Spieler des THW.<ref>Kiels „Sportler des Jahres“: die Sieger. In: thw-handball.de. 13. Juni 2018, abgerufen am 15. Juni 2023.</ref> Im Jahr 2025 wurde Rasmus Ankermann zudem zur Überraschung des Jahres gewählt.<ref>Weltmeister und THW-Kiel-Profi: Rasmus Ankermann ist Überraschung des Jahres 2025. kn-online.de, abgerufen am 7. Februar 2026.</ref>
Bei der seit 2001 durchgeführten Wahl zu Schleswig-Holsteins Landessportlern des Jahres gewannen Henning Fritz (2004), Nikola Karabatić (2007), Andreas Wolff (2024) und Rasmus Ankermann (2025) bei den Männern sowie 17-mal der THW als beste Mannschaft.
Bei den German Handball Awards 2022 siegte Eric Johansson in der Kategorie Überraschung des Jahres. 2025 gewann Rasmus Ankermann in der Kategorie Nachwuchshoffnung.<ref>German Handball Awards 2025: Gewinner und Gewinnerinnen. handball-world.news, abgerufen am 5. Februar 2026.</ref>

Rekordspieler

Datei:Niclas Ekberg 2 20170312.jpg
Niclas Ekberg beim Torwurf gegen seinen ehemaligen Mitspieler Thierry Omeyer.

Beim THW aktive Spieler grün hinterlegt. Stand: Saisonende 2024/25.<ref>Personendatenbank. In: thw-handball.de. Abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>

Meiste Bundesligaspiele
Rang Spieler Spiele Tore
01 Michael Krieter 408 0004
02 Patrick Wiencek 405 1000
03 Christian Zeitz 393 1147
04 Niclas Ekberg 387 1778
05 Klaus-Dieter Petersen 358 0522
06 Magnus Wislander 357 1332
07 Wolfgang Schwenke 343 0890
08 Rune Dahmke 335 0608
09 Domagoj Duvnjak 331 1034
010 Horst Wiemann 330 0783
Meiste Bundesligatore
Rang Spieler Spiele Tore
01 Niclas Ekberg 387 1778
02 Magnus Wislander 357 1332
03 Filip Jícha 245 1319
04 Uwe Schwenker 297 1224
05 Marcus Ahlm 317 1204
06 Stefan Lövgren 313 1176
07 Christian Zeitz 393 1147
08 Domagoj Duvnjak 331 1034
09 Patrick Wiencek 405 1000
10 Marko Vujin 220 0962

Individuelle Rekorde

  • Meiste Tore in einem Bundesligaspiel:
    18/8 – Stefan Lövgren bei den Rhein-Neckar Löwen (40:42) am 13. September 2008
  • Meiste Feldtore in einem Bundesligaspiel:
    14 – Elias Ellefsen á Skipagøtu bei der TSV Hannover-Burgdorf (34:40) am 18. September 2025
    14 – Elias Ellefsen á Skipagøtu gegen den Bergischen HC (43:35) am 9. November 2025
  • Meiste Siebenmetertore in einem Bundesligaspiel:
    10 (bei 11 Versuchen) – Stefan Lövgren beim Wilhelmshavener HV (32:42) am 23. Februar 2005
  • Meiste Tore in einem DHB-Pokalspiel:1
    13/3 – Thomas Knorr bei der TSG Bielefeld im Achtelfinale (22:23) am 20. Dezember 1995
    13/6 – Nikolaj Jacobsen gegen SG Flensburg-Handewitt im Finale (26:25) am 2. April 2000
    13/0 – Nikola Karabatić gegen SG Flensburg-Handewitt im Halbfinale (34:33) am 14. April 2007
  • Meiste Tore in einem Europapokalspiel:1
    13/0 – Marcus Ahlm bei Hammarby IF (36:40) am 8. November 2007
    13/5 – Filip Jícha bei AG København (31:33) im Achtelfinale am 28. März 2010
    13/2 – Filip Jícha gegen BM Atlético Madrid (31:27) am 2. Dezember 2012
  • Jüngster Spieler:
    Ben Szilágyi, 17 Jahre, 171 Tage<ref name="Ben_Szilagyi">Merle Schaack: THW Kiel bezwingt Erlangen mit Ehrig-Energie und Szilágyi-Rekord. In: Kieler Nachrichten. 6. April 2024, abgerufen am 7. April 2024.</ref>
  • Jüngster Torschütze:
    Ben Szilágyi, 17 Jahre, 171 Tage<ref name="Ben_Szilagyi" />
  • Ältester Spieler:
    Steinar Ege, 43 Jahre, 51 Tage
  • Ältester Torschütze:
    Andrei Xepkin, 42 Jahre, 25 Tage

1Anm.: Daten unvollständig.

Historische Resultate

Bundesliga

(seit 1966/67)

  • Höchster Heimsieg: +23
48:25 vs. VfL Pfullingen am 5. Oktober 2005
36:13 vs. HC Wuppertal am 13. September 1998
  • Höchster Auswärtssieg: +22
25:47 bei GWD Minden am 10. März 2004
24:46 beim TBV Lemgo am 4. Mai 2014
  • Höchste Heimniederlage: -9
17:26 vs. TV Großwallstadt am 6. Mai 1979
  • Höchste Auswärtsniederlage: -15
32:17 beim VfL Gummersbach am 2. März 1968
29:14 beim TUSEM Essen am 19. Mai 1986
39:24 beim SC Magdeburg am 20. Dezember 2006
  • Meiste Tore zu Hause geworfen: 54 (Bundesligarekord)
54:34 vs. SC Magdeburg am 20. Dezember 2005
  • Meiste Tore zu Hause kassiert: 39
37:39 vs. VfL Gummersbach am 6. September 2009
  • Meiste Tore auswärts geworfen: 47 (Bundesligarekord mit SG Flensburg-Handewitt)
25:47 bei GWD Minden am 10. März 2004
  • Meiste Tore auswärts kassiert: 41
41:36 bei der SG Flensburg-Handewitt am 26. Mai 2007
  • Wenigste Tore zu Hause geworfen: 5
5:11 vs. TuS 05 Wellinghofen am 28. Oktober 1972
  • Wenigste Tore zu Hause kassiert: 4 (Bundesligarekord mit VfL Gummersbach)
6:4 vs. TuS 05 Wellinghofen am 11. Februar 1968
  • Wenigste Tore auswärts geworfen: 7
11:7 beim Hamburger SV am 2. Dezember 1967
  • Wenigste Tore auswärts kassiert: 10
10:16 beim TuS 05 Wellinghofen am 12. November 1967
10:19 bei Reinickendorfer Füchse am 10. Oktober 1976
10:11 bei GW Dankersen am 29. November 1980
  • Höchstes Unentschieden zu Hause:
34:34 vs. SC Magdeburg am 9. April 2023
  • Höchstes Unentschieden auswärts:
36:36 beim HSV Hamburg am 16. April 2008
  • Niedrigstes Unentschieden zu Hause:
8:8 vs. TV Oppum am 8. November 1969
8:8 vs. TV Großwallstadt am 21. Februar 1981
  • Niedrigstes Unentschieden auswärts:
15:15 beim VfL Fredenbeck am 25. September 1993
DHB-Pokal
  • Höchster Heimsieg:<ref>DHB-Pokal 1993/94. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
35:12 vs. TuS Kaiserslautern-Dansenberg am 10. November 1993
  • Höchster Auswärtssieg:<ref name="Usedom">DHB-Pokal 2006/07. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
22:49 bei HSV Insel Usedom am 27. September 2006
  • Höchste Heimniederlage:<ref>DHB-Pokal 1990/91. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
15:25 vs. TUSEM Essen am 21. November 1990
  • Höchste Auswärtsniederlage:<ref>DHB-Pokal 1991/92. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
32:23 bei TUSEM Essen am 29. April 1992
  • Meiste Tore zu Hause geworfen:<ref>DHB-Pokal 2007/08. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
44:27 vs. SC Magdeburg am 18. September 2007
  • Meiste Tore zu Hause kassiert:<ref>DHB-Pokal 2005/06. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
40:36 vs. TBV Lemgo am 29. November 2005
  • Meiste Tore auswärts geworfen:<ref name="Usedom" />
22:49 bei HSV Insel Usedom am 27. September 2006
  • Meiste Tore auswärts kassiert:<ref>DHB-Pokal 2008/09. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref><ref>DHB-Pokal 2009/10. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
35:36 vs. Rhein-Neckar Löwen am 9. Mai 2009 in Hamburg
35:28 beim VfL Gummersbach am 7. Februar 2010
  • Wenigste Tore zu Hause geworfen:<ref>DHB-Pokal 1989/90. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
12:16 vs. TSV Milbertshofen am 9. Juni 1990
  • Wenigste Tore zu Hause kassiert:<ref>DHB-Pokal 1984/85. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
24:11 vs. VfL Eintracht Hagen am 5. April 1985
  • Wenigste Tore auswärts geworfen:<ref>DHB-Pokal 1978/79. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref><ref>DHB-Pokal 1982/83. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref><ref>DHB-Pokal 1992/93. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
19:14 vs. GWD Minden am 8. Juni 1979 in Hamburg
21:14 bei TUSEM Essen an 23. April 1983
21:14 beim SC Magdeburg am 31. März 1993
  • Wenigste Tore auswärts kassiert:<ref>DHB-Pokal 1988/89. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
13:22 bei OSC 05 Rheinhausen am 4. März 1989
  • Höchster Finalsieg:<ref>DHB-Pokal 1997/98. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
30:15 vs. TV Niederwürzbach am 5. April 1998 in Hamburg
Europapokal
  • Höchster Heimsieg: +35
43:8 gegen East Kilbride HC (GBR) im Europapokal der Landesmeister am 30. September 1983
  • Höchster Auswärtssieg: +38
6:44 beim East Kilbride HC (GBR) im Europapokal der Landesmeister am 2. Oktober 1983
  • Höchste Heimniederlage: -9
18:27 gegen Aalborg Håndbold in der EHF Champions League am 16. November 2023
  • Höchste Auswärtsniederlage: -18
42:24 bei Paris Saint-Germain (FRA) in der EHF Champions League am 12. März 2017
  • Meiste Tore zu Hause geworfen:
47:31 gegen HCM Constanța in der EHF Champions League am 12. November 2006
  • Meiste Tore zu Hause kassiert:
33:36 gegen den FC Barcelona (ESP) in der EHF Champions League am 1. Mai 2011
41:36 gegen Elverum Håndball (NOR) in der EHF Champions League am 22. September 2021
36:36 gegen Aalborg Håndbold (DNK) in der EHF Champions League am 2. November 2022
  • Meiste Tore auswärts geworfen:
26:50 beim HC Baník Karvina in der EHF Champions League am 22. Oktober 2006
  • Meiste Tore auswärts kassiert:
44:37 beim FC Barcelona (ESP) in der EHF Champions League am 13. April 2008
  • Wenigste Tore zu Hause geworfen:
18:27 gegen Aalborg Håndbold in der EHF Champions League am 16. November 2023
  • Wenigste Tore zu Hause kassiert:
43:8 gegen East Kilbride HC (GBR) im Europapokal der Landesmeister am 30. September 1983
  • Wenigste Tore auswärts geworfen:
18:12 bei Dukla Prag (TCH) im Europapokal der Landesmeister am 26. November 1962
  • Wenigste Tore auswärts kassiert:
6:44 beim East Kilbride HC (GBR) im Europapokal der Landesmeister am 2. Oktober 1983
  • Höchstes Unentschieden zu Hause:
36:36 gegen Aalborg Håndbold (DNK) in der EHF Champions League am 2. November 2022
  • Höchstes Unentschieden auswärts:
36:36 bei Industria Kielce (POL) in der EHF Champions League am 14. Februar 2024
  • Niedrigstes Unentschieden zu Hause:
20:20 gegen die SG Flensburg-Handewitt in der EHF Champions League am 15. Oktober 2017
  • Niedrigstes Unentschieden auswärts:
19:19 bei Dimitrov Sofia (BUL) im IHF-Pokal am 3. November 1985

Zuschauerrekorde

Zuschauerschnitt 1994–2025
Saison Gesamt Pro Spiel
2024/25 171207 10071
2023/24 172714 10159
2022/23 171706 10100
2021/22 141066 08298
2020/21 008946 00497
2019/20 143990 10285
2018/19 174460 10262
2017/18 174460 10262
2016/17 174460 10262
2015/16 174460 10262
2014/15 174460 10262
2013/14 174460 10262
2012/13 174460 10262
2011/12 174460 10262
2010/11 174250 10250
2009/10 174250 10250
2008/09 174250 10250
2007/08 174250 10250
2006/07 174250 10250
2005/06 174250 10250
2004/05 174250 10250
2003/04 174250 10250
2002/03 173750 10221
2001/02 165410 09730
2000/01 137750 07250
1999/2000 123250 07250
1998/99 108500 07233
1997/98 108500 07233
1996/97 105000 07000
1995/96 105000 07000
1994/95 105000 07000

Die Kieler Merkur-Ostseehalle fasst bei Handballspielen 10.285 Zuschauer und ist regelmäßig ausverkauft. Den Rekord für die meisten Zuschauer in einem Heimspiel stellte der THW am 5. Februar 2023 mit 12.523 Zuschauern auf, als er für das DHB-Pokalviertelfinale gegen den SC Magdeburg (34:35 n. V.) aufgrund einer Doppelbelegung der heimischen Spielstätte in die Barclays Arena in Hamburg ausweichen musste.<ref>Pokal-Drama in Hamburg: THW Kiel verliert nach Verlängerung eine packende Partie. In: thw-handball.de. 5. Februar 2023, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Am 12. September 2004 spielte der THW beim 26:31-Auswärtssieg gegen den TBV Lemgo am 1. Spieltag der Saison 2004/05 vor 30.925 Fans in der Arena Auf Schalke und stellte damit einen neuen Weltrekord auf,<ref>Wahnsinnsauftakt: THW besiegt im „Jahrhundertspiel“ Lemgo. In: thw-handball.de. 12. September 2004, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> der am 21. Mai 2011 im dänischen Pokalfinale von AG København und Bjerringbro-Silkeborg mit 36.651 Zuschauern und am 6. September 2014 von den Rhein-Neckar Löwen und dem HSV Hamburg in der Frankfurter Commerzbank-Arena mit 44.189 Zuschauern übertroffen wurde.<ref>Weltrekord! 44.189 Zuschauer bei Rhein-Neckar Löwen gegen HSV Hamburg. In: handball-world.news. 6. September 2014, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>

Seit der Saison 1977/78 weist der THW fast durchgängig in jeder Spielzeit den höchsten Zuschauerschnitt pro Heimspiel aus.<ref>Der Verein: Zuschauer (1. Liga). In: thw-handball.de. Abgerufen am 10. Februar 2025.</ref> Nur der VfL Gummersbach (10.490 zu 10.250)<ref>Saison 2005/06: Zuschauertabelle. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>, der in der Saison 2005/06 einige Spiele in der 19.250 Zuschauer fassenden Kölnarena austrug, sowie der HSV Hamburg in den Spielzeiten 2009/10 (10.392 zu 10.250), 2010/11 (10.690 zu 10.250) und 2011/12 (10.385 zu 10.262) übertrafen die Kieler.<ref>Saison 2009/10: Zuschauertabelle. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref><ref>Saison 2010/11: Zuschauertabelle. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref><ref>Saison 2011/12: Zuschauertabelle. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> In der Saison 2020/21 wurden die meisten Spiele aufgrund der COVID-19-Pandemie vor leeren Rängen oder mit reduzierter Zuschauerzahl ausgetragen, so sahen den THW im Schnitt nur 497 Fans, was Platz 4 im Ranking bedeutete.<ref>Saisonstatistik 2020/21: Zuschauer. In: liquimoly-hbl.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>

Besonderes

Datei:THW Kiel SG Flensburg-Handewitt ticket Champions League final 2007.jpg
Eintrittskarte zum Finalrückspiel der EHF Champions League 2006/07 zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt in der Kieler Ostseehalle.
  • Gegen deutsche Mannschaften weist der THW nur gegen den TuS Wellinghofen mit zwei Siegen und vier Niederlagen eine negative Bilanz aus. Jeweils einen Sieg und eine Niederlage gab es gegen den VfL Heppenheim, den TSV Rintheim und den TSB Flensburg, gegen die SG Dietzenbach gab es je fünf Siege und Niederlagen sowie ein Unentschieden.
  • Gegen ausländische Mannschaften weist der THW gegen den FC Barcelona, KS Kielce, Prule 67 Ljubljana, HBC Nantes, Metaloplastika Šabac und Portland San Antonio eine negative Bilanz aus. Gegen zehn Teams gab es je einen Sieg und eine Niederlage, gegen ABC Braga jeweils zwei.
  • Im EHF-Champions-League-Finale 2007 standen sich mit dem THW und der SG Flensburg-Handewitt erstmals zwei Vereine aus dem gleichen Bundesland gegenüber. Im Jahr 2014 traf man erneut aufeinander.
  • Der THW Kiel ist der einzige Verein, der in allen Runden der eingleisigen Bundesliga seit 1977/78 teilnahm.
  • Die Bundesligasaison 2011/12 beendete der THW mit 68:0 Punkten. Damit war der THW die erste und bisher einzige deutsche Männer-Handballmannschaft, der es gelang, in einer Saison jedes Bundesligaspiel zu gewinnen.
  • Der THW Kiel hält u. a. folgende Bundesligarekorde:<ref>Rekorde der 1.Bundesliga Männer. In: handballdaten.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
    • meiste Siege in Folge: 40, 22. Mai 2011 bis 12. September 2012
    • meiste Auswärtssiege in Folge: 21, 22. Mai 2011 bis 5. September 2012
    • meiste unbesiegte Spiele in Folge: 51, 22. Mai 2011 bis 28. November 2012
    • meiste unbesiegte Auswärtsspiele in Folge: 28, 22. Mai 2011 bis 16. Dezember 2012
    • meiste Siege ab Saisonstart: 34, komplette Saison 2011/12
    • meiste Siege bis Saisonende: 34, komplette Saison 2011/12
    • meiste Siege gegen den gleichen Gegner: 27, HSG Wetzlar, 16. April 2003 bis 8. Mai 2016
    • komplettes Kalenderjahr unbesiegt: 33 Spiele im Jahr 2008
    • torreichstes Spiel: 88 Tore, 54:34 gegen SC Magdeburg am 20. Dezember 2005
    • meiste Tore in einem Heimspiel: 54:34 gegen SC Magdeburg am 20. Dezember 2005
    • meiste Tore in einer Halbzeit: 30, 54:34 gegen SC Magdeburg am 20. Dezember 2005
    • meiste Tore in einem Auswärtsspiel: 47 (geteilt mit SG Flensburg-Handewitt), 25:47 bei GWD Minden am 10. März 2004
    • höchste Niederlage in einer Meistersaison: 39:24 beim SC Magdeburg am 20. Dezember 2006

Farben und Wappen

Die Farben des THW Kiel sind seit der Gründung des Gesamtvereins im Jahr 1904 die preußischen Landesfarben Schwarz und Weiß. Anfangs liehen sich die Handballer noch die weißen Oberteile und schwarzen Hosen bei den Turnern. Zur besseren Unterscheidung der Mannschaften wählte man 1927 die Zebrastreifen, womit auch der Spitzname „die Zebras“ entstand. In den Spielzeiten 1983/84 und 1984/85 trug man rot, 1987/88 und 1988/89 orange sowie von 1990/91 bis 1995/96 blau. Zur Saison 1996/97 kehrte man erstmals seit 1979/80 wieder zur schwarz-weißen Streifenoptik zurück. In der EHF Champions League trägt man ein weißes Sondertrikot mit goldenen Elementen. In der Saison 2022/23 wurde im Rahmen einer Aktion für den Küsten- und Meeresschutz im Spiel gegen die MT Melsungen ein Sondertrikot in maritimen Farben präsentiert. In der Saison 2023/24 erhielten die Trikots des neuen Ausrüsters Puma türkisfarbene Akzente in „electric peppermint“ (Bild 5). Beim vorletzten Heimspiel der Saison 2024/25 liefen die Kieler in einem blau-weißen Sondertrikot auf, welches das Siegermotiv des Bochumer Grafikdesigners Cihan Tamti zur Kieler Woche 2025 trug.<ref>Warum der THW Kiel heute in einem Sondertrikot spielt. In: handball-world.news. 31. Mai 2025, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref> Zur Saison 2025/26 zieren erstmals seit 1998/99 wieder Zebrastreifen das Heimtrikot (Bild 6). Auswärts trägt man erstmals seit der Saison 1995/96 blaue Trikots, die Polarlichter repräsentieren sollen.<ref>Zebras gehen in traditionellen Streifen und modernem Nordlicht-Design auf Punktejagd. In: thw-handball.de. 8. August 2025, abgerufen am 1. September 2025.</ref>

Bis 1983 nutzten die Handballer das Wappen des Gesamtvereins bis 1983 (Bild 1). Ab 1983 bis zur Ausgliederung aus dem Gesamtverein im Jahr 1992 wählte man ein Zebralogo (ohne Bild). Ab 1992 nutzte man einen stilisierten Zebrakopf mit Schriftzug THW Kiel (Bild 2). Im Sommer 2003 wurde das Logo überarbeitet (Bild 3).<ref>Der THW gibt sich ein neues, junges Gesicht. In: thw-handball.de. 6. September 2003, abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> Nach dem ersten Champions-League-Sieg 2007 ergänzte ein großer grauer Stern das Logo ab Sommer 2007. Nach dem zweiten Sieg in der Königsklasse wählte man ab Sommer 2010 zwei goldene Sterne, nach dem dritten Sieg 2012 drei goldene Sterne. Zur Saison 2013/14 führte die Handball-Bundesliga die Möglichkeit ein, offiziell Meistersterne in das Vereinslogo zu integrieren, ab drei Meistertiteln ein Stern, ab fünf Meistertiteln zwei Sterne, ab zehn Meistertiteln drei Sterne und ab 20 Meistertiteln vier Sterne.<ref>KRO Richtlinien für die Verwertung von kommerziellen Rechten der Lizenznehmer. (PDF) In: liquimoly-hbl.de. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> Da der THW zu diesem Zeitpunkt bereits 18 Deutsche Meisterschaften gewonnen hatte, änderte sich dadurch an den drei Sternen auf dem Logo nichts (Bild 4). Nach dem Gewinn der zwanzigsten Meisterschaft im Sommer 2015 verzichtete der Verein auf den vierten Stern. Erst nach dem vierten Triumph in der Champions League im nachträglich ausgetragenen Finale der Saison 2019/20 im Dezember 2020 wurde der vierte Stern ergänzt. Diese befinden sich nun oberhalb des Zebralogos.<ref>Ein Stern mehr: THW Kiel präsentiert nach Champions-League-Sieg neues Logo. In: handball-world.news. 30. Januar 2021, abgerufen am 1. Juli 2023.</ref>

Maskottchen

Datei:2025-08-23 Handball Super Cup der Männer 2025 STP 5370.jpg
Maskottchen Hein Daddel (2025)

Seit dem 26. August 1998 begleitet das 2,10 m große Maskottchen Hein Daddel, benannt nach der Vereinslegende Heinrich Dahlinger, die Handballer. Entwickelt und gebaut wurde die Zebra-Figur aus PU-Schaum von Puppenmacher Peter Röders in Idstedt.


Halle und Infrastruktur

Datei:Handballtrainer Zeljko Seles (Kiel 68.930).jpg
Trainer Željko Seleš (links) vor der Ostseehalle. (1977)

Heimstätte des THW ist die 1950 erbaute Merkur-Ostseehalle (ehemals Ostseehalle). Bereits in den ersten Jahren kamen bis zu 7.000 Zuschauer zu den Spielen der Handballer. Im Jahr 1996 kamen Überlegungen seitens des Vereins auf, an anderer Stelle in Kiel eine eigene Mehrzweckhalle mit einer Kapazität von 10.000 bis 14.000 Zuschauern zu bauen. Noch im selben Jahr wurde diese Idee aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.<ref>THW bald eigene Halle? In: thw-handball.de. 13. April 1996, abgerufen am 8. Februar 2025.</ref> Dafür beteiligte man sich an den Kosten für eine Modernisierung und Erweiterung der Halle.<ref>Pressekonferenz des THW: Jugoslawischer Nationaltorhüter verpflichtet. In: thw-handball.de. 16. August 1996, abgerufen am 8. Februar 2025.</ref> Mit dem Umbau der Halle in den Jahren 2000 und 2001 wurde das Fassungsvermögen von 7.250 auf 10.250 Zuschauern sowie 2011 noch einmal auf 10.285 erhöht. Für einige Partien wich der THW auf andere Standorte aus, dies waren:

Hallensprecher des THW waren von 1983 bis 2013 Rolf Körting,<ref>Zebra-Journal: Die Halle verliert ihre Stimme. In: thw-handball.de. 22. Juni 2013, abgerufen am 9. Februar 2025.</ref> von 2013 bis 2021 Thomas Lorenzen<ref>Profil beim THW Kiel: Thomas Lorenzen. In: thw-handball.de. Abgerufen am 9. Februar 2025.</ref> und von 2021 bis 2022 Markus Assemacher.<ref>Markus Assemacher: In Sachen Lautstärke geht noch was in der Wunderino-Arena. In: kn-online.de. 23. September 2021, abgerufen am 9. Februar 2025.</ref> Seit 2022 übernimmt Carsten Schoppenhauer diese Position.<ref>Lübecks „Stimme des Sports“ jetzt auch beim THW Kiel am Mikro. In: ln-online.de. 8. September 2022, abgerufen am 9. Februar 2025.</ref>

Im Februar 2019 bezog der THW als Mieter das neu errichtete Trainingszentrum im Kieler Vorort Altenholz, in dem neben zwei Trainingshallen, Athletik-, Physio- und Besprechungsraum auch die Geschäftsstelle ihren Platz gefunden hat. Diese lag zuvor in der Innenstadt, trainiert wurde in einer Schulsporthalle im Stadtteil Russee und in einer ehemaligen Tennishalle im Stadtteil Wellsee.<ref>Endlich ein Zuhause für den THW Kiel. In: kn-online.de. Kieler Nachrichten, 5. Februar 2019, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>

Für Auswärtsfahrten nutzt der Verein seit November 2020 einen extra für die Handballer konzipierten Reisebus eines Sponsors.<ref>Komfort auf langen Touren. In: thw-handball.de. 13. November 2020, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Dieser trägt wie der Vorgänger das Kfz-Kennzeichen KI-EL 1. Mit diesem Bus werden auch Gastmannschaften vom Flughafen Hamburg abgeholt. Für weiter entfernte Spielorte startet die Mannschaft per Charterflugzeug vom Flugplatz Kiel-Holtenau in Holtenau.

Datei:Meisterschalenübergabe Eckernförde 2020.jpg
Bei der Übergabe der Meisterschale an den THW im Juni 2020 stehen im Hintergrund die Busse des THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt.

Vereinsstruktur und Finanzen

Als erster Handballbundesligist gliederte der THW Kiel am 1. Juli 1992 seine Profiabteilung aus.<ref name="Ausgliederung">Kieler Nachrichten: Das Ende eines Erfolgskonstruktes. In: thw-handball.de. Kieler Nachrichten, 25. Juni 2009, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref> Am 10. September 1992 wurde die THW Kiel Handball-Bundesliga Verwaltungsgesellschaft mbH gegründet.<ref>THW Kiel Handball-Bundesliga Verwaltungsgesellschaft mbH. northdata.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref> Diese fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin der am 29. Oktober 1992 gegründeten THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG.<ref>THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG. northdata.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref> Vom 17. Juni 1993 bis 12. März 2007 bestand zudem die THW Marketing + Werbung GmbH, ehe diese mit der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG verschmolzen, liquidiert und beim Amtsgericht Kiel gelöscht wurde.<ref>THW Marketing + Werbung GmbH. northdata.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref> Seit dem 14. August 2013 existiert als Tochtergesellschaft die THW Kiel Nachwuchsleistungshandball GmbH.<ref>THW Kiel Nachwuchsleistungshandball GmbH. northdata.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref>

Im Rahmen der „Manipulationsaffäre“ um Manager Uwe Schwenker und Trainer Zvonimir Serdarušić wurde die Führungsstruktur der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG im Sommer 2009 von fünf Gesellschaftern und einem mit Sponsoren besetzten Beirat auf einen fünfköpfigen Aufsichtsrat umgestellt.<ref name="Ausgliederung" /> Daneben besteht ein neunköpfiger Wirtschaftsausschuss.

Wirtschaftliche Kennzahlen der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG<ref>Jahresabschlüsse der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG. unternehmensregister.de, abgerufen am 14. Juni 2025.</ref>
Kenngröße Einheit 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21 2021/22 2022/23
Bilanzsumme Tausend Euro 6279 6958 5712 5985 5716 6424 6537 5955 6544 3953 5588 6277 5345
Anlagevermögen Tausend Euro 1309 1871 1235 680 459 499 351 207 461 471 422 383 982
Verbindlichkeiten Tausend Euro 5533 5106 4523 4253 4153 4283 4381 4150 4390 1009 2102 4174 4141
Umsatzerlöse Tausend Euro 10804 12038 11711 11255 11672 11926 12384 12191 13427 12849 k. A. k. A. 14350
Löhne und Gehälter Tausend Euro 5941 7586 7196 6127 6943 6823 7073 7136 7832 7022 k. A. k. A. 7631
Jahresüberschuss nach Steuern Tausend Euro 565 26 -443 90 41 408 -278 -147 -150 74 k. A. k. A. -310
Arbeitnehmer Personen 40 39 29 31 37 51 50 50 45 45 60 78 90
000davon Lizenzspieler/-Trainer Personen 18 17 17 18 24 26 25 21 22 20 22 21 24
000Verwaltungsangestellte Personen 22 22 12 13 13 13 12 15 12 9 10 12 13
000Aushilfen Personen k. A. k. A. k. A. k. A. 12 13 14 14 11 16 28 45 53

Sponsoren

Von 1978 bis 2016 war der Versicherungskonzern Provinzial als Hauptsponsor auf dem Trikot präsent, seit 2016 als Teamsponsor auf dem oberen Rücken.<ref>THW Kiel und Provinzial bleiben Partner. In: kn-online.de. Kieler Nachrichten, 12. April 2021, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Hauptsponsor ist seit 2016 der Elmshorner Ableger des polnischen Mineralölkonzerns und Tankstellenbetreibers PKN Orlen mit seinen Tankstellenmarken Star und Orlen.<ref>ORLEN Deutschland bleibt Haupt- und Trikotsponsor des THW Kiel. In: thw-handball.de. 12. Juni 2022, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Neben einem Dutzend Teamsponsoren finden sich im Zebraclub etwa 70 weitere regionale Sponsoren.<ref>MIT TRADITION FÜR DIE ZUKUNFT: DER ZEBRACLUB. In: thw-handball.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>

Ausrüster

Die Handballer wurden von 1963 bis 2019 von Adidas ausgerüstet.<ref name="Adidas">Interview mit Zebra-Boss Marc Weinstock. In: kn-online.de. Kieler Nachrichten, 19. April 2019, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Für den vorzeitigen Ausstieg aus dem bis 2022 laufenden Vertrag zahlte das Unternehmen eine Ablöse.<ref name="Adidas" /> Nachfolger wurde der dänische Sportartikelhersteller Hummel.<ref>Hummel wird neuer Ausrüster des THW Kiel. In: kn-online.de. Kieler Nachrichten, 26. April 2019, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Im März 2023 verkündete der THW die einvernehmliche Auflösung des bis 2025 laufenden Vertrages zum Ende der Saison 2022/23.<ref>Zusammenarbeit zwischen hummel und dem THW Kiel endet vorzeitig im Sommer. In: thw-handball.de. 10. März 2023, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Seit der Spielzeit 2023/24 wird die Mannschaft von Puma ausgerüstet.<ref>THW Kiel und PUMA verkünden langfristige Partnerschaft. In: thw-handball.de. 14. März 2023, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> Außerhalb des Feldes trugen die Spieler und Trainer ab 2011 Anzüge und Schuhe des Sulinger Unternehmens Lloyd,<ref>LLOYD ist offizieller Business-Ausstatter des THW Kiel. In: thw-handball.de. 9. Oktober 2011, abgerufen am 8. Februar 2025.</ref> ab 2019 Anzüge des Solinger Modeunternehmens Walbusch<ref>Der Rekordmeister trägt jetzt Walbusch. In: thw-handball.de. 13. September 2021, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> und seit 2024 Bekleidung des dänischen Unternehmens Lindbergh.<ref>Ein historischer Handballverein an der Spitze Deutschlands. In: lindberghfashion.com. 1. Oktober 2024, abgerufen am 8. Februar 2025.</ref>

U-23-Mannschaft

Die zweite Mannschaft des THW, die U-23, wurde in der Spielzeit 2012/13 Meister der Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein und stieg damit in die 3. Liga auf, wo sie ab der Saison 2013/14 in der Staffel Nord spielte und nach der Saison 2014/15 wieder abstieg. Seitdem nimmt die Mannschaft wieder an der Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein teil.

Jugend

Datei:THW Kiel A-Jugend.jpg
Die A-Jugend des THW Kiel (2014)

Die männliche A-Jugend wurde 1971 Deutscher Jugendmeister.<ref>Deutsche Meister mA-Jugend (DHB). In: bundesligainfo.de. Abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> Zudem gewann sie den NOHV-Pokal in den Jahren 1995, 1997 und 1998.

Die männliche A-Jugend spielt seit der Saison 2012/13 in der Nord-Staffel der A-Jugend-Bundesliga. Nach einem fünften Platz 2012/13 wurde die Mannschaft 2013/14 und 2014/15 Dritter. 2015/16 qualifizierte sie sich nach einem zweiten Platz erstmals für die Meisterrunde, in der sie im Viertelfinale ausschied. 2016/17 wurde die Mannschaft Neunter der Staffel Nord, 2017/18 Sechster, 2018/19 Vierter, 2019/20 Fünfter und in der verkürzten Saison 2020/21 Vierter. In der Saison 2021/22 gewann die A-Jugend ihre Hauptrundengruppe mit 14 Siegen in Serie. Anschließend scheiterte sie im Achtelfinale. In der Saison 2022/23 wurde sie Zweite der Vorrundengruppe und Dritte der Hauptrundengruppe. Im Viertelfinale setzten sich die Jungzebras gegen den TSV Bayer Dormagen durch und qualifizierten sich erstmals für das Halbfinale, in dem sie nach einem 29:25-Heimsieg bei den Rhein-Neckar Löwen mit 35:25 unterlagen und ausschieden.

In der Saison 2023/24 gewann die A-Jugend erstmals den U-19-DHB-Pokal.<ref>Die A-Jugend des THW Kiel ist DHB-Pokalsieger! In: thw-handball.de. Abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>

Die männliche B- und C-Jugend spielen in der jeweils höchsten Jugendspielklasse. Darunter bestehen weitere Mannschaften für Kinder.

Frauen

Datei:21. Internationales Handballturnier für Frauen der KSV Holstein (Kiel 68.949).jpg
Die Frauenmannschaft des THW in den gestreiften Trikots beim 21. Internationalen Handballturnier 1977 gegen den Gastgeber KSV Holstein.

Die erste Frauenmannschaft stieg seit 2006 fast jedes Jahr eine Spielklasse bis in die Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein auf. Dort belegte sie 2011/12 einen Abstiegsplatz, erreichte aber in der Folgesaison als Meister der Schleswig-Holstein-Liga den direkten Wiederaufstieg. In der Saison 2022/23 stieg sie aus der Schleswig-holsteinischen Landesliga Staffel Süd ab.

Medien

  • THW Kiel – „Willkommen beim besten Handball-Club der Welt!“, Dokumentation, Sky, 2015, 28 Min.<ref>THW Kiel – „Willkommen beim besten Handball-Club der Welt!“ Fernsehserien.de, abgerufen am 26. November 2015.</ref>
  • Erik Eggers, Wolf Paarmann: THW Kiel – Die Zebras. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2014, ISBN 978-3-7307-0137-9, 238 S.
  • Erik Eggers: Schwarz und Weiß – Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-619-5, 320 S.

Weblinks

Commons: THW Kiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Vorlage:Klappleiste/Anfang Bergischer HC | Füchse Berlin | ThSV Eisenach | HC Erlangen | SG Flensburg-Handewitt | Frisch Auf Göppingen | VfL Gummersbach | HSV Hamburg | TSV Hannover-Burgdorf | THW Kiel | SC DHfK Leipzig | TBV Lemgo Lippe | SC Magdeburg | MT Melsungen | GWD Minden | Rhein-Neckar Löwen | TVB 1898 Stuttgart | HSG Wetzlar

Vorlage:Klappleiste/Ende<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
1. und 2. Jugendbundesliga A-Jugend männlich
1. JBLH mA
2. JBLH mA
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Handball-Regionalliga Nord

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