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Willisdorf

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Willisdorf
Datei:Willisdo.jpg
Wappen von Willisdorf
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeld
Politische Gemeinde: Diessenhofeni2
Postleitzahl: 8253
frühere BFS-Nr.: 4542
Koordinaten: 697567 / 282005Koordinaten: 47° 40′ 53″ N, 8° 44′ 17″ O; CH1903: 697567 / 282005
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Höhe: 415 m ü. M.
Fläche: 3,58 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 136 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref>
Einwohnerdichte: 38 Einw. pro km²
Datei:Willisdorf.jpg
Willisdorf
Willisdorf
Karte
w{w

Willisdorf ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> der Gemeinde Diessenhofen des Bezirks Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Von 1812 bis 1999 gehörte die Ortsgemeinde Willisdorf mit St. Katharinental zur Munizipalgemeinde Diessenhofen im damaligen Bezirk Diessenhofen. Am 1. Januar 2000 fusionierten die Ortsgemeinden Willisdorf und Diessenhofen zur politischen Gemeinde Diessenhofen.

Geschichte

Datei:DSC01199a House.jpg
Mühle Bachmann

Die Siedlung wurde erstmals 846 als Wilihdorf erwähnt. Fast alle Güter, die das Kloster St. Gallen in Willisdorf vom Frühmittelalter an besessen hatte, übernahm nach 1246 das Kloster St. Katharinental durch Kauf, Tausch und Schenkungen. Im Mittelalter lag die hohe Gerichtsbarkeit beim kyburger-habsburgischen Amt Diessenhofen. Die Stadt Diessenhofen erhielt 1460 die hohe sowie im 16. Jahrhundert die niedere Gerichtsbarkeit und übte beide bis 1798 aus.<ref name="HLS" />

Kirchlich war Willisdorf stets Teil von Basadingen, mit Ausnahme des Kundelfingerhofs, dessen reformierte Bewohner nach Schlatt kirchgenössig waren, während die katholischen Bewohner dem Kloster Paradies unterstanden. Die Kapelle St. Sebastian wurde wohl im 12./13. Jahrhundert errichtet und 1966 bis 1971 renoviert.<ref name="HLS" />

Die Einwohner betrieben Acker-, Wiesen- und Obstbau. Die 1263 erwähnte Mühle in Kundelfingen bestand bis 1910, die ebenfalls 1263 erwähnte Mühle in Willisdorf wird seit 1857 von der Familie Bachmann betrieben und wurde 1948 elektrifiziert, die 1279 erwähnte Rottmühle brannte 1891 ab. Neben Betrieben zur Lackherstellung und einer Firma für Präzisionswerkzeuge existiert seit 1910 eine Fischzucht.<ref name="HLS" />

→ siehe auch Artikel Kloster St. Katharinental

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Willisdorf
Jahr 1831 1850 1880 1900 1950 1990 2000 2010 2018
Ortsgemeinde 59 180 557 475 528 343
Ortschaft 100 116 136<ref group="Anm.">mit Aussenhöfen</ref>
Quelle <ref name="HLS" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Statistik2012" /> <ref name="Einwohner" />

Von den insgesamt 136 Einwohnern der Ortschaft Willisdorf im Jahr 2018 waren 21 bzw. 15,4 % ausländische Staatsbürger. 67 (49,3 %) waren evangelisch-reformiert und 26 (19,1 %) römisch-katholisch.<ref name="Einwohner" />

Persönlichkeiten

  • Friedel Grieder (1890–1980), Schweizer Bildhauerin, verstarb in Willisdorf

Sehenswürdigkeiten

Datei:Willisdorf Kapelle St. Sebastian.jpg
Kapelle St. Sebastian
Datei:Karte Gemeinde Willisdorf 1999.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 2000

In der Liste der Kulturgüter in Diessenhofen sind das Kloster St. Katharinental mit der dazugehörenden Kornscheune und der sich darin befindlichen Volkskundlichen Sammlung, die katholische Kapelle St. Sebastian sowie die Mühle Bachmann aufgeführt.

Literatur

  • Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band V: Der Bezirk Diessenhofen. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 85). ISBN 3-909158-73-0. S. 305–317.

Weblinks

Commons: Willisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="HLS"> Erich Trösch: Willisdorf. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. </ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> </references>

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

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