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Wetzikon TG

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TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Wetzikonf zu vermeiden.
Wetzikon
Datei:Wetzikon.jpg
Wappen von Wetzikon
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
Politische Gemeinde: Thundorfi2
Postleitzahl: 8512
frühere BFS-Nr.: 4740
Koordinaten: 717618 / 266398Koordinaten: 47° 32′ 16″ N, 9° 0′ 3″ O; CH1903: 717618 / 266398
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  }}
Höhe: 612 m ü. M.
Fläche: 2,61 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 113 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref>
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Datei:Wetzikon TG von Südosten.jpg
Wetzikon liegt auf einem Ausläufer des Immenbergs, Blick von Süden
Wetzikon liegt auf einem Ausläufer des Immenbergs, Blick von Süden
Karte
w{w

Wetzikon (im einheimischen Dialekt <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈʋetsikxə])<ref name="TGNB">Eugen Nyffenegger/Oskar Bandle & al.: Thurgauer Namenbuch 1.2: Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau (K–Z). Huber, Frauenfeld 2003, ISBN 978-3-7193-1309-8, p. 1375 s. v. Wetzikon.</ref> ist eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> in der politischen Gemeinde Thundorf im Schweizer Kanton Thurgau. Bis 1994 war Wetzikon mit dem Weiler Gass eine eigenständige Ortsgemeinde, die zur Munizipalgemeinde Lommis gehörte. Mit der Thurgauer Gemeindereform wurde Wetzikon 1995 der politischen Gemeinde Thundorf zugeschlagen.

Geographie

Wetzikon liegt östlich von Frauenfeld auf einem Ausläufer des Immenbergs<ref name="HLS" /> auf 610 bis 620 Meter über Meer über dem steil abfallenden Nordhang des Lauchetals. Südwestlich vom Dorf steht auf dem Geländesporn über dem Chuetobel die Ruine der Burg Spiegelberg.

Etymologie

Die ältesten Belege für den Ortsnamen stammen aus den Jahren 827 (Wezzinchova) und 830 (Wezinchova). Dieser ist (wie derjenige Wetzikons im Kanton Zürich) zusammengesetzt aus dem häufigen althochdeutschen Personennamen Wazo/Wezo und dem ebenfalls häufigen Ortsnamensuffix -(i)kofen (vor allem im Thurgau sowie in der westlichen Deutschschweiz verbreitet) beziehungsweise, der heutigen Namensform nach, mit dessen verkürzter Variante -(i)kon/-(i)ken (besonders in den Kantonen Zürich, Aargau und Luzern häufig), das auf eine Verschmelzung des Suffixes -ing- (etwa ‚bei den Leuten des Genannten‘) mit dem lokativisch gebrauchten Dativ Plural des Wortes hof ‚Hof, Besitz‘ zurückgeht.<ref name=TGNB/><ref name="ks">Andres Kristol, Wetzikon ZH (Hinwil) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG), Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 963.</ref>

Geschichte

Datei:Schloss Spiegelberg 2.jpg
Burg Spiegelberg auf einem Kupferdruck von David Herrliberger, 1754
Datei:Karte Gemeinde Wetzikon 1994.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1995

Der Ort wurde 827 als Wezzinchova erstmals erwähnt. Im Hochmittelalter war Wetzikon ein Reichslehen, dann ein Lehen des Bischofs von Konstanz, das die Freiherren von Spiegelberg 1210 innehatten. 1376 besassen es die Grafen von Toggenburg, 1402 bis 1436 jene von Montfort. Mit der Herrschaft Spiegelberg kam das Dorf 1464 in die Hände der Herren Muntprat von Spiegelberg, von denen es 1468 eine Offnung (nach einer Fassung von 1465) erhielt. 1629 erwarb das Kloster Fischingen die Herrschaft und schlug Wetzikon dem Gericht Lommis zu, wo es bis 1798 verblieb.<ref name="HLS" />

Kirchlich teilte Wetzikon bis zur Reformation 1529 das Schicksal mit Lommis, danach schlossen sich die Reformierten Lustdorf an, die Katholiken verblieben bei Lommis.<ref name="HLS" />

Neben dem Acker-, Wiesen- und Obstbau wurde bis um 1900 auch Weinbau betrieben. Im 19. Jahrhundert richteten sich die Bauernbetriebe vermehrt auf Vieh- und Milchwirtschaft mit einer Käserei aus. Ab 1960 ersetzten Niederstammkulturen die Hochstammobstbäume. Die Landwirtschaft blieb die Haupterwerbsquelle.<ref name="HLS" />

Wappen

Datei:Wetzikon.jpg

Blasonierung: Weisser Adler auf blauem Grund.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Wetzikon
Jahr 1831 1850 1900 1950 1990 2000 2010 2018 2023
Ortsgemeinde 169 162 120 114 79
Ortschaft 86 97 113<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> 123<ref name=":0" group="Anm." />
Quelle <ref name="HLS" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Statistik2012" /> <ref name="Einwohner" /> <ref>Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung 2023. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Spiegelberg Burgstelle Thundorf P1030241.jpg
Spuren und Überreste der Burg Spiegelberg

Südwestlich von Wetzikon liegen die Ruinen der ehemaligen Burg Spiegelberg, die im 13. Jahrhundert durch die Freiherren von Spiegelberg gebaut wurde. Seit 1639 war die Burg im Besitz des Klosters Fischingen. Sie wurde 1821 mitsamt ihrer Kapelle abgebrochen. Die Ruine ist in der Liste der Kulturgüter in Thundorf aufgeführt.

Persönlichkeiten

  • Emil Kollbrunner (1846–1918), Gymnasiallehrer, Rektor, Redakteur, Politiker und Staatsschreiber des Kantons Thurgau

Weblinks

Commons: Wetzikon TG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> <ref name="HLS">Erich Trösch: Wetzikon (TG). In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende