Buch bei Frauenfeld
| Buch bei Frauenfeld | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG) | |||||
| Bezirk: | Frauenfeld | |||||
| Politische Gemeinde: | Uesslingen-Buch | |||||
| Postleitzahl: | 8524 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 4616 | |||||
| Koordinaten: | 705332 / 273175
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| Höhe: | 463 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 6,81 km²<ref name="Areal" /> | |||||
| Einwohner: | 340 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref> | |||||
| Einwohnerdichte: | 50 Einw. pro km² | |||||
Buch bei Frauenfeld
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| Karte | ||||||
Buch bei Frauenfeld (bis 1953 Buch bei Uesslingen) ist eine zur Gemeinde Uesslingen-Buch gehörende Ortschaft<ref name="Einwohner" /> im Schweizer Kanton Thurgau.
Von 1803 bis 1994 war sie eine selbständige Ortsgemeinde. Diese war Teil der Munizipalgemeinde Uesslingen, zu der überdies die Ortsgemeinden Uesslingen und Warth gehörten. Im Rahmen der thurgauischen Gemeindereform fusionierten Buch bei Frauenfeld und Uesslingen 1995 zur politischen Gemeinde Uesslingen-Buch.<ref name="StatistikTG" />
Geographie
Das Bauerndorf Buch liegt südlich der drei Hüttwilerseen in einer sanften Mulde und umfasst Buch sowie die Weiler Trüttlikon, Hub und Horben.<ref name="HLS" /> Im Dorf selbst gibt es ein Restaurant sowie den einzigen Lebensmittelladen von Buch, der im Besitz der Bürgergemeinde Buch ist.
Zur Gemarkung der ehemaligen Ortsgemeinde Buch gehört der Hasensee, der sich in der Nähe der Dörfchens befinden.
Geschichte
Der Weiler Trüttlikon wurde 1155 als erstmals Truchtelincofen urkundlich erwähnt. Ein Hof in Buch ist ab ca. 1130 belegt und 1260 als Buoch erwähnt.<ref name="HLS" />
Buch bei Frauenfeld lag vom Mittelalter bis 1798 im Gericht des Klosters Ittingen und gehört seit dem Mittelalter zur Pfarrei Uesslingen. Ab dem 11. Jahrhundert dürfte eine Kapelle bestanden haben. Ihr Nachfolgebau, die vermutlich um 1300 entstandene Sebastianskapelle, wurde durch die 1938 entdeckten hochgotischen Fresken bekannt.<ref name="HLS" />
Wichtigster Erwerbszweig ist die Landwirtschaft. Bis ins 19. Jahrhundert war der Rebbau von Bedeutung, im 20. Jahrhundert die Milchwirtschaft mit der 1912 gegründeten Käsereigenossenschaft sowie der Obst- und Ackerbau. 1990 waren 73 % der in Buch erwerbstätigen Personen im ersten Wirtschaftssektor beschäftigt. 1980 wurde eine umfassende Melioration durchgeführt.<ref name="HLS" />
Wappen
Blasonierung: In Weiss mit zwei gekreuzten schwarzen Pfeilen mit weissen Blutrinnen.<ref name="Staatsarchiv">Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>
Die Pfeile verweisen auf den Mittelpunkt von Buch, die dem heiligen Sebastian geweihte Kapelle. Die Farben Schwarz und Weiss offenbaren die einstige Zugehörigkeit zur Gerichtsherrschaft der Kartause Ittingen.<ref name="Staatsarchiv" />
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung Buch bei Frauenfeld | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 | 2018 | 2023 |
| Ortsgemeinde | 380 | 305 | 331 | 333 | ||||
| Ortschaft | 170 | 200 | 340<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> | 320<ref name=":0" group="Anm." /> | ||||
| Quelle | <ref name="HLS" /> | <ref name="Statistik2005" /> | <ref name="Statistik2012" /> | <ref name="Einwohner" /> | <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref> | |||
Von den insgesamt 320 Einwohnern der Ortschaft Buch bei Frauenfeld am 31. Dezember 2023 waren 22 bzw. 6,9 % ausländische Staatsbürger. 146 (45,6 %) waren evangelisch-reformiert und 83 (25,9 %) römisch-katholisch.<ref name=":0" />
Sehenswürdigkeiten
Das älteste Gebäude in Buch ist die Sebastianskapelle. 1461 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, ist aber um viele Jahrhunderte älter. Die gotischen Wandmalereien entstanden um 1320 und zeigen verschiedene Bilder der Passion und der Verherrlichung Christi. Diese Fresken wurden bei der Renovation der Kapelle 1938 wiederentdeckt und restauriert. Die Kapelle steht unter eidgenössischem Denkmalschutz und ist in der Liste der Kulturgüter in Uesslingen-Buch aufgeführt.
Der Weiler Trüttlikon ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. Die Ruine Helfenberg befindet sich auf dem Weg zum Hüttwilersee.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. ( vom 12. April 2016 im Internet Archive; PDF) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="HLS">Gregor Spuhler: Buch bei Frauenfeld. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> <ref name="StatistikTG">Vorlage:Statistik TG 1850–2000</ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> </references>
Anmerkungen
<references group="Anm." />
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