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E.ON

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E.ON SE

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo E.ON.svg
Rechtsform Societas Europaea
ISIN DE000ENAG999
Gründung 16. Juni 2000
Sitz Essen, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl 78.270 (2025)<ref name="GB2025">Konzern Geschäftsbericht 2025. E.ON AG, abgerufen am 8. April 2026.</ref>
Umsatz 78,7 Mrd. Euro (2025)<ref name="GB2025"/>
Branche Energieversorgungsunternehmen
Website www.eon.com
Stand: 31. Dezember 2025
Datei:EON-Ruhrgas-Zentrale Essen.jpg
Sitz des Konzerns in Essen

Die börsennotierte E.ON SE (von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)Äon‘; stilisiert auch e·on)<ref>Neuer Konzern soll E.ON heißen, spiegel.de, 30. März 2000</ref> ist die Holdinggesellschaft eines deutschen Energiekonzerns mit Sitz in Essen. Das Unternehmen ist hauptsächlich in den Bereichen Energienetze, Energiedienstleistungen, erneuerbare Energien und dem Betrieb und Rückbau deutscher Kernkraftwerke tätig.

Die Hauptversammlung vom 8. Juni 2016 hat beschlossen, das traditionelle Energiegeschäft, bestehend aus den Geschäftsfeldern der konventionellen Erzeugung (einschließlich der Wasserkraft, jedoch ohne die deutschen Kernenergieaktivitäten), des globalen Energiehandels (insbesondere der Vermarktung von Strom und Gas) und der Stromerzeugung in Russland sowie des Betriebs des Gasfelds Juschno-Russkoje, in der eigenständigen Gesellschaft Uniper SE zusammenzufassen und die Mehrheitsbeteiligung an der Uniper anschließend an die Aktionäre der E.ON SE mit Wirkung zum 1. Januar 2016 abzuspalten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Einladung zur Hauptversammlung 2016, Abspaltungs- und Übernahmevertrag (Memento vom 30. Juni 2016 im Internet Archive) (PDF) auf der Website der E.ON</ref> E.ON behielt dabei 40.000 Mitarbeiter, Uniper übernahm 15.000 Mitarbeiter.<ref>Eon-Kraftwerksgeschäft wird „Uniper“ heißen. In: Handelsblatt Online. 27. April 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. April 2015; abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Durch die Übernahme von Innogy gewann E.ON 2019 wieder 36.500 Mitarbeiter hinzu.<ref name="GB2020"/>

Geschichte

Entstehung und Konzentration auf das Energiegeschäft

E.ON entstand aus der Fusion der beiden Mischkonzerne VEBA und VIAG.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verschmelzungsvertrag. (Memento vom 26. November 2016 im Internet Archive) In: eon.com (PDF; 1 MB).</ref> Der Zusammenschluss wurde am 27. September 1999 angekündigt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschäftsbericht 1999. (Memento vom 4. April 2016 im Internet Archive) In: eon.com, VEBA AG (PDF, 2 MB).</ref> und im Juni 2000 vollzogen. Die Tochter E.ON Energie entstand dabei aus den jeweiligen Versorgungstöchtern PreussenElektra und Bayernwerk.<ref>vm: Energiewirtschaft: Kraftwerk hisst die Preussen-Flagge | shz.de. Abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Die Übernahme des britischen Stromversorgers Powergen wurde im April 2001 verkündet.<ref>EWS: Strommarkt: Eon bietet acht Milliarden Euro für Powergen. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 9. April 2001, abgerufen am 8. April 2026.</ref> Im November 2001 meldete E.ON beim Bundeskartellamt die Übernahme einer Mehrheit der Ruhrgas an. Nach der Ablehnung durch das Kartellamt und der anschließenden Erteilung einer Ministererlaubnis<ref>Herbe Kritik an der Ministererlaubnis. In: spiegel.de, 4. Juli 2002.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />E.ON erhält Ministererlaubnis für Ruhrgas. (Memento vom 4. Dezember 2013 im Internet Archive) In: eon.com</ref> prozessierten Konkurrenten gegen den Vollzug der Übernahme,<ref>n-tv Nachrichten: EnBW gegen E.ON/Ruhrgas. 6. August 2002, abgerufen am 8. April 2026.</ref> der sich bis März 2003 hinzog. E.ON wurde zum alleinigen Eigentümer von Ruhrgas, dem mit einem Marktanteil von etwa 60 Prozent damals größten deutschen Gasversorgungskonzern. Im Gegenzug wurde die VEBA OEL mit der Tankstellenmarke Aral an die BP abgetreten. Der Deal wurde am 16. Juli 2001 durch Ulrich Hartmann und John Browne verkündet.<ref>Thomas Reisener: Aral wird Nummer eins. In: archiv.ivz-aktuell.de. Ibbenbürener Volkszeitung, 16. Juli 2001, abgerufen am 8. April 2026.</ref> Zum 1. Juni 2004 verkaufte E.ON 97,5 % der Anteile an Degussa an die RAG, nachdem E.ON von dieser die Mehrheit der Ruhrgas-Anteile übernommen hatte, und erfüllte damit eine der Auflagen, die mit der Übernahme der Ruhrgas verbunden waren. Ebenfalls wurde 2001 die schwedische Sydkraft übernommen.<ref name="EnergieManagement_EON_Sydkraft">Eon Energie übernimmt Mehrheit an Sydkraft. Energie & Management, abgerufen am 8. April 2026 (Beleg für die Expansionsstrategie von E.ON im nordeuropäischen Energiemarkt; dokumentiert die Konsolidierung der europäischen Energieversorger und die grenzüberschreitende Infrastrukturverflechtung.).</ref>

In der Folge konzentrierte sich E.ON weiter auf das Strom- und Gasgeschäft und verkaufte zahlreiche weitere Beteiligungen, u. a. die Mobilfunkanbieter VIAG Interkom in Deutschland und One in Österreich, den Wasserversorger Gelsenwasser und die Immobiliengesellschaft Viterra; in Osteuropa wurden parallel zahlreiche Beteiligungen an nun privatisierten Energieversorgungsunternehmen erworben. Der damalige Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat bezeichnete nach dem Verkauf von Ruhrgas Industries im zweiten Quartal 2005 den Umbau von E.ON zu einem „lupenreinen Energieunternehmen“ als nahezu abgeschlossen.

Gescheiterte Übernahme der spanischen Endesa 2006/2007

Im Februar 2006 unterbreitete E.ON ein Kaufangebot für den spanischen Energieversorger Endesa in Höhe von 29,1 Milliarden Euro; das entsprach 27,50 Euro je Aktie und damit netto etwa 20 Prozent mehr, als der katalanische Konkurrent Gas Natural im August 2005 geboten hatte (21,30 Euro). Die E.ON-Offerte von 29,1 Milliarden Euro hätte laut den ersten Verhandlungen von Ende Februar 2006 noch etwas aufgestockt werden können, denn Endesas Börsenkurs war zwischen August und Februar von 12 bis 14 auf 22 bis 28 Euro gestiegen. E.ON-Chef Bernotat schätzte, dass die Übernahme inklusive der Übernahme von Endesas 18 Milliarden Euro Nettoschulden, 3 Milliarden Euro Pensions-Rückstellungen und etwa 5 Milliarden Euro für Minderheitsaktionäre 55 Milliarden Euro kosten würde.

Am 28. Juli 2006 erteilte die spanische Aufsichtsbehörde Comisión Nacional de Energía (CNE) die Genehmigung für die Übernahme der Endesa, jedoch unter erheblichen Auflagen. Über das weitere Vorgehen der E.ON wurde spekuliert. E.ON hätte die Auflagen akzeptieren können, was auch zu einem niedrigeren Übernahmepreis geführt hätte, oder juristisch gegen die Auflagen vorgehen können. Am 26. September 2006 erhöhte E.ON sein Barangebot von 25 auf 35 Euro je Endesa-Aktie auf insgesamt 37 Milliarden Euro. Im November 2006 kaufte überraschend das spanische Bauunternehmen Acciona zehn Prozent von Endesa. Es gab bekannt, in Zukunft nicht mehr als 25 Prozent von Endesa kaufen zu wollen. Nach dem Rückzug von Gas Natural aus dem Bietergefecht hatte der Vorstand der Endesa seinen Aktionären Anfang Februar 2007 empfohlen, das abermals erhöhte Kaufangebot anzunehmen; Ende Februar wurde jedoch bekannt, dass der italienische Staatskonzern Enel ebenfalls einen 10-%-Anteil erworben hatte. Daraufhin entschloss sich E.ON Anfang April 2007, das Übernahmeangebot zurückzuziehen.<ref>E.ON macht bei Endesa Weg für Enel und Acciona frei – 41 Euro/Aktie: dpa-AFX, 2. April 2007</ref> Stattdessen handelte man mit den Konkurrenten Acciona und Enel, die später Endesa gemeinsam übernahmen, ein Beteiligungspaket mit Aktivitäten in Spanien, Italien und Frankreich sowie weiteren Aktivitäten in Polen und in der Türkei im Wert von etwa zehn Milliarden Euro aus.<ref>Gas Natural will EDP: Entsteht ein iberischer Energieriese? In: Handelsblatt Online. 4. Juli 2017, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Konzernumbau 2009

Seit der Zeit der Gründung von E.ON galt die Struktur des deutschen Energiemarktes aus wettbewerbspolitischer Sicht als unbefriedigend. Dieses Oligopol stand seit längerer Zeit unter einem Generalverdacht von Wettbewerbsverstößen und stand kurz vor einer Aufspaltung. Federführend traten in diesem Zusammenhang das EU-Parlament sowie die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes auf.<ref>n-tv Nachrichten: Energie-Riesen im Visier. Abgerufen am 8. April 2026.</ref><ref>EU zwingt Energieriesen in die Knie</ref>

Es lag im Interesse der Parteien, eine langfristige und einvernehmliche Lösung zu finden. E.ON erklärte sich bereit, rund 4800 Megawatt (MW) Kraftwerksleistung in Deutschland sowie das deutsche Höchstspannungsnetz an seine Wettbewerber zu verkaufen. Dieser Vorschlag wurde am 26. November 2008 von der EU-Kommission akzeptiert.<ref>WELT: EU-Kommission stellt Kartellverfahren gegen E.on ein. 27. November 2008 (welt.de [abgerufen am 8. April 2026]).</ref><ref>Johannes Kuhn: Einigung mit der EU: E.on gibt Hochspannungsnetz ab. In: Die Zeit. 26. November 2008, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 8. April 2026]).</ref> Die folgende Liste ist ein Auszug aus den im Jahr 2009 abgeschlossenen Transaktionen:

  • Verkauf des deutschen Höchstspannungsnetzes (Transpower Stromübertragungs GmbH → Tennet TSO) an den niederländischen Netzbetreiber Tennet<ref name="Tagesschau_EON_Verbund_2009">E.ON und Verbund tauschen Kraftwerke. tagesschau.de, 12. Juni 2009, abgerufen am 8. April 2026 (Medialer Beleg für die nationale Bedeutung des Kraftwerkstauschs; beleuchtet die wettbewerbsrechtlichen Hintergründe und die strategische Neuausrichtung von E.ON im Rahmen der europäischen Marktkonsolidierung.).</ref>
  • Tausch von Erzeugungskapazität zwischen E.ON und GDF Suez (1700 MW)<ref name="EON_Closing_Verbund_2009_Archiv">E.ON und Verbund schließen Tausch von Kraftwerksbeteiligungen erfolgreich ab. E.ON AG, 22. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Januar 2010; abgerufen am 8. April 2026 (Offizielle Pressemitteilung zum Closing des Tauschgeschäfts; bestätigt die Übertragung der Innkraftwerke sowie der Beteiligungen an der ÖBK und der Innwerk AG an den Verbund im Austausch für Anteile an Enerjisa (Türkei) und Donau-Wasserkraftwerken.).</ref>
  • Verkauf der Anteile am Steinkohle-Kraftwerk Mehrum an die Stadtwerke Hannover (375 MW)<ref name="EON_Vertrag_Verbund_2009_Archiv">E.ON und Verbund unterzeichnen Verträge zum Tausch von Kraftwerksbeteiligungen. E.ON AG, 1. September 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Januar 2010; abgerufen am 8. April 2026 (Primärbeleg für die vertragliche Fixierung des Asset-Tauschs; spezifiziert die Abgabe der Innkraftwerke gegen den Erwerb von Anteilen am türkischen Energieversorger Enerjisa.).</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kraftwerk Mehrum (Memento vom 8. April 2010 im Internet Archive)</ref>
  • Verkauf von Wasserkraftwerken am Inn an den österreichischen Energieversorger Verbund AG (312 MW)<ref name="EnergieChronik_EON_Verbund_2009">E.ON und Verbund tauschen Kraftwerksbeteiligungen. Energie-Chronik (Udo Leuschner), Juni 2009, abgerufen am 8. April 2026 (Detaillierter Beleg für das Tauschgeschäft zwischen E.ON und dem österreichischen Verbund; dokumentiert die Übertragung der Innkraftwerke im Gegenzug für Beteiligungen an türkischen Energieprojekten und Donau-Wasserkraft, inklusive der kartellrechtlichen Einordnung.).</ref><ref>Verbund schließt Übernahme der bayerischen Innkraftwerke ab. In: www.verbund.com. 1. September 2009, abgerufen am 8. April 2026.</ref>

Am 8. Juli 2009 verhängte die EU-Kommission Geldbußen von jeweils 553 Millionen Euro gegen GDF Suez und E.ON/E.ON Ruhrgas. Im Rahmen der Planungen zum Bau der MEGAL-Pipeline wurden im Jahr 1975 Zusatzvereinbarungen über die Aufteilung von Gasmärkten in Frankreich und Deutschland getroffen. Das Unternehmen hat Marktabsprachen unzulässigerweise weiter praktiziert, obwohl diese ursprünglich legalen Wettbewerbsabreden nach der Öffnung der europäischen Gasmärkte seit August 2000 gegen EU-Recht verstießen.<ref name="EU_Kommission_EON_GDFSuez_2009">Kartellrecht: Kommission verhängt Geldbußen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. EUR gegen E.ON und GDF Suez wegen Marktaufteilung. Europäische Kommission, 8. Juli 2009, abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für die Durchsetzung des Wettbewerbsrechts auf EU-Ebene; dokumentiert die Sanktionierung von Absprachen über den Verzicht auf Wettbewerb beim Gasabsatz (MEGAL-Pipeline) und markiert den Beginn einer stärkeren Marktöffnung.).</ref> Der EuGH hat 2012 die Geldbuße in Höhe von 320 Mio. Euro bestätigt.<ref>EuGH, Urteil vom 29. Juni 2012 – T-360/09</ref>

Auch der Verkauf der Thüga 2009 an das kommunale Betreiberkonsortium Integra/Kom9 stand im Zusammenhang mit den wettbewerbsfördernden Maßnahmen.<ref name="Bundeskartellamt_Thuega_2009">Bundeskartellamt gibt Erwerb der Thüga durch Integra-Konsortium frei. Bundeskartellamt, 1. Dezember 2009, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Rekommunalisierung des deutschen Energiemarktes; dokumentiert den Verkauf der Thüga AG durch E.ON an ein Konsortium kommunaler Unternehmen zur Förderung des Wettbewerbs auf den regionalen Gas- und Strommärkten.).</ref>

Energiewende

Anfragen nach einer Sonderdividende wurden von Vorstandschef Bernotat wiederholt abgeblockt. Stattdessen legte E.ON für 2007–2010 ein Investitionsprogramm von rund 60 Mrd. Euro auf, das auf die Expansion in neue (regionale) Märkte (wie Italien, Spanien, Frankreich und Russland) sowie in neue Kraftwerksinfrastruktur und in erneuerbare Energien zielte. E.ON stieg in das Geschäft mit verflüssigtem Naturgas (LNG) ein und tätigte umfangreiche Investitionen in die LNG-Infrastruktur. E.ON baute außerdem gemeinsam mit Gazprom und BASF die Nord-Stream-Pipeline durch die Ostsee; diese wurde im November 2011 eingeweiht.<ref>n-tv Nachrichten: Worum es bei Nord Stream 2 geht. Abgerufen am 10. April 2026.</ref>

Im Herbst 2010 beschloss die seit Herbst 2009 amtierende schwarz-gelbe Bundesregierung (Kabinett Merkel II) eine Laufzeitverlängerung für die damals 17 deutschen Kernreaktoren. Wenige Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima änderte Bundeskanzlerin Merkel ihre Atompolitik radikal, revidierte bald darauf die Laufzeitverlängerung und vollzog einen Atomausstieg. Die sieben ältesten Kernkraftwerke sowie der Reaktor Krümmel verloren zum August 2011 ihre Betriebserlaubnis. E.ON kündigte an, gerichtlich gegen die Abschaltung der Kernkraftwerke und gegen die Brennelementesteuer vorzugehen.<ref>Eon-Chef will Milliarden vom Staat, sueddeutsche.de, 15. Oktober 2011</ref> Am 14. November 2011 legte E.ON eine Verfassungsbeschwerde ein. Am 1. Oktober 2014 verklagte E.ON die Bundesregierung auf Schadensersatz von 380 Millionen Euro. Die Klage wurde beim Landgericht Hannover eingereicht, weil in Hannover der Sitz der Kernkraft-Sparte ist.<ref>Eon fordert 380 Millionen. In: Die Tageszeitung. 2. Oktober 2014, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Das Landgericht wies die Klage ab.<ref>Az. 19 O 232/14, Presseerklärung des LG Hannover (PDF)</ref> Am 10. Oktober 2016 legte E.ON Berufung vor dem Oberlandesgericht Celle ein. Das Bundesverfassungsgericht entschied am 6. Dezember 2016 in seinem Urteil über die Verfassungsklagen von E.ON, RWE und Vattenfall, dass der Atomausstieg verfassungskonform sei.<ref>Atomausstieg: Konzernen steht angemessene Entschädigung zu. In: tagesschau.de. ARD, 6. Dezember 2016, abgerufen am 10. April 2026.</ref><ref>Gerichtsurteil: Verfassungsgericht: AKW-Betreibern steht Entschädigung für Atomausstieg zu. In: sueddeutsche.de. 6. Dezember 2016, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 10. April 2026]).</ref><ref>Bundesverfassungsgericht: Energiekonzerne müssen für Atomausstieg entschädigt werden. In: Die Zeit. 6. Dezember 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 10. April 2026]).</ref> Den Energiekonzernen E.ON, RWE und Vattenfall stehe aber eine angemessene Entschädigung zu. E.ON wurde durch den Staatsrechtler Rupert Scholz vertreten.<ref>Klaus Hempel SWR, Bayerischer Rundfunk: Karlsruhe entscheidet über Klage gegen beschleunigten Atomausstieg: Müssen Energiekonzerne entschädigt werden? | BR.de. 6. Dezember 2016 (archive.org [abgerufen am 10. April 2026]).</ref>

Entwicklung 2010–2012

Johannes Teyssen übernahm zum 1. Mai 2010 den Vorstandsvorsitz von Bernotat und verkündete im November 2010 eine neue Strategie für den E.ON-Konzern. Unter dem Motto Cleaner & Better Energy sollte E.ON verstärkt außerhalb Europas wachsen und in diesen Regionen innerhalb der nächsten vier Jahre einen Ergebnisbeitrag von 25 % erreichen.<ref name="EON_Thuega_Abschluss_2010_Archiv">E.ON schließt Verkauf der Thüga ab. E.ON AG, 1. Juli 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juli 2011; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für den finalen Vollzug (Closing) des Thüga-Verkaufs; markiert einen Meilenstein im Desinvestitionsprogramm von E.ON und den Übergang der größten deutschen Stadtwerke-Holding in kommunale Hand.).</ref> Weiterhin wollte sich E.ON auf die Reduktion der CO2-Emissionen fokussieren. So sollte beispielsweise die Reduktion des Treibhausgasausstoßes gegenüber dem Jahr 1990 um 50 % bereits im Jahr 2020 und nicht, wie bisher geplant, im Jahr 2030 erreicht werden.<ref name="EON_Strategie_2010">E.ON setzt neue strategische Schwerpunkte. finanzen.net, 10. November 2010, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Neuausrichtung des E.ON-Konzerns; dokumentiert die Entscheidung zur Reduzierung der CO2-Intensität, den Fokus auf erneuerbare Energien und die weitere Internationalisierung außerhalb Europas.).</ref>

Ein weiterer Bestandteil der Strategie war der Abbau der Finanzschulden, auch um die finanzielle Handlungsfähigkeit zu bewahren. Im Zuge dessen plante E.ON, bis Ende 2013 durch Desinvestitionen rund 15 Mrd. Euro einzunehmen. Die folgende Aufzählung gibt eine Auswahl über die realisierten Desinvestitionen:

  • Anteil von 3,5 % Gazprom-Beteiligung im Dezember 2010 (Erlös: 3,4 Mrd. Euro)<ref name="EON_Gazprom_Verkauf_2010">E.ON verkauft Gazprom-Beteiligung. finanzen.net, 1. Dezember 2010, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Desinvestitionsstrategie von E.ON; dokumentiert den Verkauf der 3,5-prozentigen Beteiligung an Gazprom für rund 3,4 Mrd. Euro zur Stärkung der Bilanz und Neuausrichtung des Portfolios.).</ref>
  • Gasnetz in Italien im Dezember 2010 (Erlös: 290 Mio. Euro)<ref name="EON_Verkauf_Italien_Archiv">E.ON will Gasnetz in Italien verkaufen. RTL.de, 3. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Februar 2021; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die europaweite Umsetzung des Desinvestitionsprogramms von E.ON; dokumentiert den Rückzug aus dem italienischen Gasmarkt zur Reduzierung der Verschuldung und Schärfung des Unternehmensprofils.).</ref>
  • Britischen Verteilnetzunternehmen „Central Networks“ (Erlös: 4,7 Mrd. Euro)<ref name="EON_Verkauf_UK_Netz_2011_Archiv">E.ON schließt Verkauf des britischen Verteilnetzgeschäfts an PPL Corporation ab. E.ON AG, 1. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die großvolumige Desinvestition im Rahmen des Konzernumbaus; dokumentiert den Verkauf von Central Networks (UK) zur Senkung der Nettoverschuldung und zur Fokussierung auf strategische Kernbereiche.).</ref>
  • Anteil von 20 % an den Stadtwerken Duisburg (keine Angaben zum Verkaufserlös)<ref name="EON_Stadtwerke_Duisburg_2011_Archiv">E.ON veräußert Beteiligung an Stadtwerken Duisburg. E.ON AG, 15. Juli 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Juli 2012; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Fortsetzung der Desinvestitionsstrategie; dokumentiert den Rückzug von E.ON aus kommunalen Beteiligungen und die Stärkung der kommunalen Eigenverantwortung in Duisburg.).</ref>
  • „Eon Bulgaria“ (Erlös: 133 Mio. Euro)<ref>133 Millionen Euro für Eon Bulgaria: Eon verkauft bulgarische Tochter. In: Rheinische Post Online. 3. Dezember 2011, abgerufen am 10. April 2026.</ref>
  • Anteil von 40 % am Regionalversorger HSE (Erlös: 305 Mio. Euro)<ref name="EON_HSE_Verkauf_2010_Archiv">E.ON und HEAG einigen sich über den Verkauf der HSE-Beteiligung. E.ON AG, 30. August 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. November 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für den Rückzug von E.ON aus regionalen Versorgern; dokumentiert den Verkauf der HSE-Anteile an die Stadt Darmstadt (HEAG) für ca. 490 Mio. Euro als Teil der Entflechtungsstrategie.).</ref>
  • Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe (Erlös: 3,2 Mrd. Euro)<ref name="EON_Verkauf_OGE_2012_Archiv">E.ON veräußert Open Grid Europe an Konsortium von Infrastrukturinvestoren. E.ON AG, 16. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. August 2012; abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für die eigentumsrechtliche Entflechtung im Gassektor; dokumentiert den Verkauf des 12.000 km langen Gastransportnetzes für 3,2 Mrd. Euro als Reaktion auf regulatorische Vorgaben der EU und zur Senkung der Nettoverschuldung.).</ref>
  • Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen Horizon Nuclear Power (Erlös: 433 Mio. Euro)<ref name="EON_Verkauf_Horizon_2012_Archiv">E.ON veräußert Anteil an Horizon Nuclear Power. E.ON AG, 30. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für den Ausstieg aus internationalen Neubauprojekten für Kernkraftwerke; dokumentiert den Verkauf des Joint Ventures mit RWE an Hitachi für ca. 700 Mio. Pfund als Konsequenz der strategischen Neuausrichtung.).</ref>
  • Anteil von 43 % am Regionalversorger E.ON Thüringer Energie (Erlös: 946 Mio. Euro)<ref name="EON_Thüringer_Energie_Verkauf_2013_Archiv">E.ON verkauft Anteile an E.ON Thüringer Energie. E.ON AG, 2. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. April 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für den großflächigen Rückzug aus der regionalen Thüringer Energieversorgung; dokumentiert den Verkauf des 44-%-Anteils an ein kommunales Konsortium für ca. 900 Mio. Euro als Teil des Desinvestitionsprogramms.).</ref>
  • restlichen Anteil von 10 % am Regionalversorger E.ON Thüringer Energie (keine Angaben zum Verkaufserlös)
  • Anteil von 24,5 % am slowakischen Energieunternehmen Slovenský plynárenský priemysel (Erlös: 1,3 Mrd. Euro)<ref name="EON_Verkauf_SPP_Slowakei_2013_Archiv">E.ON veräußert Beteiligung an Slovenský plynárenský priemysel. E.ON AG, 15. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. März 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Desinvestition im osteuropäischen Gasmarkt; dokumentiert den Verkauf des 24,5-%-Anteils an SPP für ca. 1,3 Mrd. Euro als Teil der Strategie zur Senkung der Nettoverschuldung und Portfolioreinigung.).</ref>
  • Anteil von 15,1 % an der Pipeline Interconnector (Erlös: 127 Mio. Euro)<ref name="Reuters_EON_Interconnector_2012_Archiv">E.ON to sell stake in UK-Belgium gas link. Reuters, 16. Mai 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Mai 2021; abgerufen am 10. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Beleg für den Verkauf der 25-%-Beteiligung am Interconnector UK-Belgien; dokumentiert die strategische Trennung von grenzüberschreitenden Gastransport-Assets im Rahmen des Desinvestitionsprogramms.).</ref>
  • Energy from Waste an ein Joint Venture, an dem die E.ON 49 % und der Investmentfonds EQT 51 % halten (keine Angaben zum Verkaufserlös)<ref name="EON_EEW_JointVenture_2012_Archiv">E.ON gründet Joint Venture mit EQT Infrastructure für E.ON Energy from Waste. E.ON AG, 19. Dezember 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für den Teilverkauf der Müllverbrennungssparte; dokumentiert die Partnerschaft mit EQT zur strategischen Neuausrichtung und Kapitalfreisetzung für das Kerngeschäft.).</ref>
  • Anteil von 34 % an der finnischen Firma Fennovoima (keine Angaben zum Verkaufserlös)
  • E.ON Földgáz Trade und E.ON Földgáz Storage an das ungarische Staatsunternehmen MVM Hungarian Electricity (Erlös: 870 Mio. Euro)<ref name="EON_Verkauf_Ungarn_Gas_2013_Archiv">E.ON veräußert ungarische Gasgesellschaften E.ON Földgáz Trade und E.ON Földgáz Storage. E.ON AG, 28. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Dezember 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für den strategischen Rückzug aus dem ungarischen Gasgeschäft; dokumentiert den Verkauf der Handels- und Speicheraktivitäten an den staatlichen Energiekonzern MVM für ca. 870 Mio. Euro.).</ref>
  • Anteil von 62,9 % Beteiligung am Regionalversorger E.ON Westfalen Weser (Erlös: ca. 360 Mio. Euro)<ref name="EON_Westfalen_Weser_Verkauf_2013_Archiv">E.ON verkauft Anteile an E.ON Westfalen Weser. E.ON AG, 26. Juni 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Juli 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für die Rekommunalisierung in Ostwestfalen-Lippe; dokumentiert den Verkauf der 62,8-%-Beteiligung an ein kommunales Konsortium für ca. 360 Mio. Euro zur Stärkung der kommunalen Eigenverantwortung.).</ref>
  • Anteil von 73,3 % am Regionalversorger E.ON Mitte (Erlös: ca. 610 Mio. Euro)<ref name="EON_Mitte_Verkauf_2013_Archiv">E.ON verkauft Anteile an E.ON Mitte. E.ON AG, 17. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Dezember 2013; abgerufen am 10. April 2026 (Zentraler Beleg für die Rekommunalisierung in der Region Mitte; dokumentiert den Verkauf der 73,3-%-Beteiligung für ca. 600 Mio. Euro und die Umwandlung in die rein kommunale EAM.).</ref>

Ende Juli 2011 wurde bekannt, dass E.ON ein Spar- und Sanierungskonzept samt Entlassungen und Standortschließungen plant. Die Gashandelstochter E.ON Ruhrgas (Essen) wurde dabei aufgelöst.<ref>Firmenname „Ruhrgas“ endgültig verschwunden. In: Handelsblatt Online. 2. Mai 2013, abgerufen am 10. April 2026.</ref> Das Unternehmen will etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich sparen. Diese Einsparungen sollen unter anderem Projekten in Brasilien, der Türkei und Indien zugutekommen.<ref name="EON_Brasilien_2012">E.ON expandiert nach Brasilien. RP Online, 11. Januar 2012, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die globale Diversifizierungsstrategie von E.ON; dokumentiert den Einstieg in den brasilianischen Markt durch die Kooperation mit MPX zur Erschließung neuer Wachstumsmärkte außerhalb Europas.).</ref> Im Dezember 2011 kündigte der Konzern zudem an, 3000 deutsche Beschäftigte in den Vorruhestand zu schicken und bis zu 2500 Arbeitnehmer in eine Transfergesellschaft zu übergeben: Weltweit wollte E.ON bis zu 11.000 Arbeitsplätze streichen.<ref name="Welt_EON_Stellenabbau_2011">Energiewende: E.on baut allein in Deutschland 6000 Stellen ab. DIE WELT, 15. Dezember 2011, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für le personellen Konsequenzen der Konzernrestrukturierung; dokumentiert den Abbau von 6.000 Arbeitsplätzen in Deutschland als Reaktion auf den Atomausstieg und die strategische Neuausrichtung des Konzerns.).</ref> Dabei einigten sich Konzernleitung und Betriebsrat darauf, den massiven Stellenabbau bis zum Jahr 2015 ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen, wobei ein Fokus auf freiwilligen Abfindungsangeboten und internen Versetzungen lag.<ref name="NTV_EON_Personal_2012">Eon streicht 11.000 Stellen. n-tv.de, 25. Januar 2012, abgerufen am 10. April 2026 (Beleg für die Einigung zwischen E.ON und dem Betriebsrat über einen sozialverträglichen Stellenabbau bis 2015 ohne betriebsbedingte Kündigungen.).</ref>

Die Umwandlung in eine europäische Gesellschaft wurde am 15. November 2012 mit dem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen.<ref>Umwandlung in SE vollzogen. eon.com, 15. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Januar 2013; abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Entwicklung seit 2014

Datei:E.ON Verwaltungsgebäude seitlich 01.jpg
Ehemaliger Sitz des Konzerns in Düsseldorf
Datei:EonRuhrgasEssenBergerhausen.jpg
Ehemalige Hauptverwaltung der E.ON Ruhrgas in Essen-Huttrop

Im November 2014 kündigte E.ON an, künftig auf fossile Energien zu verzichten. Das Unternehmen plante, die mit fossilen Energien und Kernenergie beschäftigten Geschäftsfelder in ein neues Unternehmen zu übertragen und dieses bis Mitte 2016 an die Börse zu bringen.<ref>Eon verzichtet auf Atomenergie, Kohle und Gas. In: zeit.de. 30. November 2014, abgerufen am 12. April 2026.</ref><ref>Eon gibt Atomenergie, Kohle und Gas auf. In: sueddeutsche.de. 1. Dezember 2014, abgerufen am 12. April 2026.</ref> Die neue Gesellschaft sollte sich laut Johannes Teyssen auf konventionelle Erzeugung, globalen Handel und Exploration konzentrieren. Dazu gehören auch E.ON Russia, die Beteiligung an der Nord-Stream-Pipeline und an dem brasilianischen Unternehmen Eneva. Dagegen sollte das Türkeigeschäft bei der alten E.ON bleiben, die sich auf erneuerbare Energien und das Netzgeschäft konzentrieren soll.<ref name="rp2">Dana Heide: Eon-Aufspaltung: „Die Aktie ist natürlich volatiler“. In: Handelsblatt Online. 1. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Januar 2015; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Auch 14,6 Milliarden Euro an Rückstellungen, die E.ON für den Rückbau von stillgelegten Kernkraftwerken gebildet hatte, sollten in die neue Gesellschaft übertragen werden,<ref name="sz1">Eon-Konzernumbau: Alte Welt prallt auf neue Welt. In: sueddeutsche.de. 1. Dezember 2014, abgerufen am 12. April 2026.</ref> und zwar überwiegend nicht in Form von Geld, sondern in Form von Beteiligungen an Unternehmen oder Kraftwerken.<ref>Anmerkung: siehe auch Eon-Bilanz 2013; Geschäftsbericht 2013. (PDF; 10,2 MB) E.ON SE, S. 160, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Mai 2014; abgerufen am 12. April 2026.</ref> In der Unternehmensbilanz 2014 musste E.ON einen Verlust von 3,16 Milliarden Euro verbuchen, den historisch größten Verlust. Die geplante Bildung des abzuspaltenden Unternehmens vollzog sich zunächst innerhalb des Konzerns unter dem Titel Uniper-Gruppe (jedoch ohne die deutschen Kernenergieaktivitäten). Entsprechend wurde nachträglich für die Jahre 2013, 2014 und 2015 ein Gesamtabschluss für diesen Unternehmensbereich erstellt.<ref>Kombinierter Abschluss für die Geschäftsjahre 2015, 2014 und 2013 der Uniper-Gruppe. (PDF) Uniper SE, 26. April 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Juli 2016; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Die Eintragung der neuen Firma Uniper erfolgte im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf mit Datum vom 14. April 2016 unter Nr. HRB 77425. Im Jahr 2016 wurde der Firmensitz von Düsseldorf nach Essen verlegt.<ref>E.ON Historie. E.ON, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Im Juni 2017 hat die Bundesnetzagentur gegen die RegioCom Halle GmbH und die E.ON Energie Deutschland GmbH Bußgelder in einer Gesamthöhe von 100.000 Euro verhängt, da diese mit bei Adresshändlern gekauften Datensätzen unerlaubt Verbraucher angerufen und diesen einen Stromanbieterwechsel angeboten hatten.<ref>Bundesnetzagentur - Unerlaubte Telefonwerbung - Pressemitteilung. (PDF) Bundesnetzagentur, 21. Juni 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. November 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Im Dezember 2017 verkaufte E.ON den verbliebenen 46,65-%-Anteil an Uniper an Fortum.<ref>E.ON dient Uniper-Aktien im Rahmen des Fortum-Übernahmeangebotes an. E.ON SE, 8. Januar 2018, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Im März 2018 kündigte E.ON die Übernahme der börsennotierten RWE-Tochtergesellschaft Innogy an.<ref>E.ON will Innogy übernehmen: Megadeal auf dem Energiemarkt? tagesschau.de, 11. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. März 2018; abgerufen am 12. April 2026.</ref><ref>Eon will Innogy kaufen - Neuordnung am Energiemarkt. Manager Magazin, abgerufen am 12. April 2026.</ref><ref>E.on und RWE: Warum die Innogy-Übernahme der Mega-Deal der Energiewirtschaft ist. Wirtschaftswoche, 11. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. August 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Gemäß Vereinbarung mit RWE soll E.ON von RWE deren 76,8-%-Anteil an Innogy erhalten.<ref>Ad-hoc-Mitteilung: RWE und EON erzielen Grundsatzeinigung über den Verkauf der 76,8 %igen Beteiligung an innogy. rwe.com, 11. März 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Juli 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Den derzeitigen Minderheitsaktionären von Innogy hatte E.ON bis Ende Juli 2018 im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots den Kauf ihrer Aktien in bar angeboten. Für 9,4 % der stimmberechtigten Aktien wurde das Übernahmeangebot angenommen, dadurch wird der Gesamtanteil von E.ON an Innogy nach Vollzug der Transaktion auf mindestens 86,2 % steigen.<ref>E.ON schließt freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot erfolgreich ab. In: energyfortomorrow.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Februar 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Ende Januar 2019 meldete E.ON die geplante Übernahme von Innogy bei der EU-Kommission an.<ref>E.ON meldet geplante Übernahme von innogy bei EU-Kommission an. In: energyfortomorrow.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref> Die Transaktion wurde nach behördlichen Genehmigungen am 18. September 2019 abgeschlossen.<ref name="Abschluss">DGAP-News: E.ON SE vollzieht Erwerb der innogy-Anteile von RWE. In: www.finanznachrichten.de. 18. September 2019, abgerufen am 12. April 2026.</ref> Nachdem E.ON zwischenzeitlich an der Börse weitere Anteile von Innogy erworben hatte, stieg ihr Anteil an Innogy auf 90 %. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, einen Squeeze-out der verbleibenden Minderheitsaktionäre zu veranlassen. E.ON plant dadurch alleinige Eigentümerin von Innogy zu werden.<ref name="Abschluss"/> Davon betroffen ist z. B. auch die frühere ostdeutsche RWE-Tochter enviaM in Chemnitz sowie deren frühere IT-Tochter GISA in Halle (Saale).

Im Juni 2019 kaufte E.ON Bioerdgas, ein Tochterunternehmen der E.ON, das Bio-Geschäft des Wingas-Konzerns. Wingas, ein Gaslieferant aus Kassel, möchte sich auf den Erdgas-Vertrieb konzentrieren. Die E.ON Bioerdgas führt die Verträge mit einem Absatzvolumen von 300 GWh pro Jahr weiter. Das Bundeskartellamt hat dieser Transaktion Anfang Juni zugestimmt.<ref>Wingas gibt Bio-Erdgas-Sparte an Eon ab. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juli 2019; abgerufen am 12. April 2026.</ref> E.ON beteiligte sich im Juni 2019 an dem Start-Up-Unternehmen „Nuventura“. Das junge Unternehmen entwickelt Schaltanlagen ohne das klimaschädliche Isolationsgas SF6. Über das konzerneigene Programm „agile accelerator“ hat E.ON an der letzten Finanzierungsrunde teilgenommen.<ref>Eon beteiligt sich an Start-up Nuventura. Abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Im September 2021 kaufte E.ON die Mehrheit (80 %) am Smartgrid-Unternehmen gridX.<ref>Alex Hofmann: Für 120 Millionen: Eon übernimmt Mehrheit an Aachener Energie-Startup Gridx. 28. September 2021, abgerufen am 12. April 2026.</ref> Ein Jahr später, im September 2022, erfolgte die vollständige Übernahme von gridX.<ref>Catiana Krapp: Energiebranche: Eon übernimmt Start-up GridX komplett. In: Handelsblatt Online. 14. Dezember 2022, abgerufen am 12. April 2026.</ref> Mit 9,6 Milliarden Euro staatlichen Subventionen aus Deutschland zwischen 2016 und 2023 war E.ON der mit Abstand am meisten subventionierte DAX-Konzern.<ref>Unterstützung vom Staat: DAX-Konzerne erhalten Milliarden-Subventionen. Abgerufen am 12. April 2026.</ref> E.ON gilt nach Enpal als europaweit zweitgrößter Installateur von Solaranlagen.<ref>ZNT-Marktübersicht: Sechs der elf größten europäischen Anbieter für private Photovoltaik-Anlagen kommen aus Deutschland. 31. Dezember 2024, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Konzernstruktur

Geschäftstätigkeit

E.ON konzentriert sich vornehmlich auf die Bereiche Energienetze und Kundenlösungen. Im Geschäftsfeld Energienetze werden die Verteilnetze für Strom und Gas und die damit verbundenen Aktivitäten zusammengefasst. Zu den Hauptaufgaben in diesem Geschäftsfeld gehören der sichere Betrieb der Strom- und Gasnetze, die Durchführung aller erforderlichen Instandhaltungs- und Wartungsmaßnahmen sowie die Erweiterung der Strom- und Gasnetze, oft im Zusammenhang mit der Realisierung von Kundenanschlüssen. Im Feld Kundenlösungen richtet sich E.ON an Privatkunden sowie mittelständische und große Unternehmen und bietet dabei Produkte und Dienstleistungen, u. a. zur Steigerung der Energieeffizienz.<ref name="GB2020" />

Ausgewählte E.ON-Unternehmen in Deutschland:<ref>E.ON Geschäftseinheiten. E.ON, abgerufen am 12. April 2026.</ref>

Globale Einheiten

Alle Geschäftstätigkeiten in den zusammenwachsenden Märkten Europas und zunehmend in weiteren Regionen außerhalb Europas führt die E.ON SE länderübergreifend durch globale Funktionseinheiten durch. Es existieren fünf globale Einheiten, diese sind:<ref name="struktur">Struktur. E.ON, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2015; abgerufen am 12. April 2026.</ref>

<templatestyles src="Stammbaum/styles.css" />

 
 
 
 
 
 
 
 
E.ON SE
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
erneuerbare Energien
 
Erzeugung
 
Exploration & Produktion
 
Technologien
 
globaler Handel

Vorstand

Stand: Oktober 2024<ref name="MGMT">Vorstandsmitglieder - E.ON SE. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Aufsichtsrat

Nach der Übernahme der Innogy SE bestand der Aufsichtsrat temporär, bis zum Geschäftsjahr 2022 aus 20 Mitgliedern. Heute sind es 16:<ref>Energiekonzern: E.ON-Aufsichtsrat soll nach Innogy-Übernahme wachsen. In: Handelsblatt Online. 12. März 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Dezember 2022; abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref> Mitglieder des Aufsichtsrats - E.ON SE. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>

  • Vertreter der Anteilseigner
    • Erich Clementi, Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 2023, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2016
    • Klaus Fröhlich (bis 2020 Vorstandsmitglied bei BMW), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2018
    • Ulrich Grillo (Vorsitzender des Vorstands der Grillo-Werke AG), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2019
    • Anke Groth (Managerin), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2022
    • Nadège Petit (Chief Innovation Officer bei Schneider Electric), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2023
    • Andreas Schmitz (bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2016
    • Rolf Martin Schmitz, Vorsitzender des Vorstands der RWE AG, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2019
    • Deborah Wilkens (Unternehmensberaterin), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2019
  • Vertreter der Arbeitnehmer
    • Frank Werneke Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der E.ON SE, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2024
    • Katja Bauer, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2022
    • Eugen-Gheorghe Luha (Vorsitzender des Gas-Gewerkschaftsverbands Gaz România, Mitglied des SE-Betriebsrats der E.ON SE), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2012
    • Szilvia Pinczésné Márton (Vorsitzende des Betriebsrats der E.ON Dél-Dunántúli Áramhálózati Zrt, Mitglied des SE-Betriebsrats der E.ON SE), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2018
    • Stefan May (stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der E.ON SE), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2019
    • René Pöhls (stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der E.ON SE), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2019
    • Elisabeth Wallbaum (Referentin des SE-Betriebsrats und des Konzernbetriebsrats der E.ON SE), Mitglied des Aufsichtsrats seit 2016
    • Axel Winterwerber (Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Süwag Gruppe), Mitglied im Aufsichtsrat seit 2023

Aktie und Kennzahlen

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in rund 2,64 Milliarden Namensaktien.<ref>EON Aktie - Börse Frankfurt. Abgerufen am 13. April 2026.</ref> Die Aktien des Unternehmens werden unter der ISIN DE000ENAG999 an der Börse gehandelt und sind unter anderem im DAX und DivDAX notiert. Aufgrund der über die Jahre konstant überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite ist die E.ON eins von lediglich zwei Unternehmen, welche seit dessen Gründung bis heute ununterbrochen im DivDAX vertreten sind.<ref>Historical Index Compositions of the Equity- and Strategy Indices of Deutsche Börse. Version 9.7. In: www.dax-indices.com. Abgerufen am 13. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis auf den Anteil von RWE werden sämtliche Aktien dem Streubesitz zugerechnet. Aktionäre mit meldepflichtigen Anteilen siehe Tabelle:

Anteil Anteilseigner<ref name=":1">E.ON Integrierter Geschäftsbericht 2025. E.ON SE, 25. Februar 2026, abgerufen am 13. April 2026.</ref>
15,00 % RWE AG
6,37 % BlackRock Inc.
3,01 % DWS Investment GmbH
2,99 % Canada Pension Plan Investment Board
2,98 % Finanzministerium im Namen des Staates Norwegen
2,94 % The Capital Group Companies Inc.
Kennzahlen<ref>E.ON-Konzern in Zahlen 2014. E.ON AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Oktober 2015; abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>E.ON Geschäftsbericht 2019. E.ON SE, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref name="GB2020"/><ref>E.ON Geschäftsbericht 2021. E.ON SE, 16. März 2022, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>E.ON Geschäftsbericht 2022. E.ON SE, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>E.ON Geschäftsbericht 2023. E.ON SE, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref name=":0">E.ON Geschäftsbericht 2024. E.ON SE, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref name=":1" />
Kennzahl 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012
Stromabsatz (Mrd. kWh) 181,4 217,0 203,7 261,7 372,8 369,0 214,1 128,1 133,2 141,8 780,9 735,9 696,9 740,4
Gasabsatz (Mrd. kWh) 362,3 403,4 380,6 462,9 447,9 381,6 257,3 135,1 141,1 142,8 1721,8 1161,0 1219,3 1162,1
Umsatz (Mrd. Euro) 78,704 80,119 93,686 115,660 77,358 60,944 41,484 30,253 37,695 38,173 116,218 111,556 119,688 132,093
EBITDA (Mrd. Euro) 9,849 9,049 9,370 8,059 7,889 6,905 5,558 4,840 4,955 4,939 7,557 8,337 9,191 10,786
EBIT (Mrd. Euro) 6,227 5,762 6,387 5,197 4,723 3,776 3,235 2,989 3,074 3,112 4,369 4,664 5,624 7,027
Konzernüberschuss (Mrd. Euro) 2,280 5,562 0,76 2,242 5,305 1,270 1,808 3,524 4,180 −16,007 −6,377 −3,130 2,459 2,641
Konzernüberschuss der Gesellschafter (Mrd. Euro) 1,734 4,531 0,517 1,831 4,691 1,017 1,566 3,223 3,925 −8,450 −6,999 −3,160 2,091 2,217
Bereinigter Konzernüberschuss (Mrd. Euro) 3,022 2,856 3,068 2,728 2,503 1,638 1,536 1,505 1,427 0,904 1,648 1,612 2,126 4,187
Investitionen (Mrd. Euro) 8,509 7,499 6,421 4,753 4,762 4,171 5,492 3,523 3,308 3,169 4,174 4,633 7,992 6,997
Bilanzsumme (Mrd. Euro) 110,685 111,361 113,506 134,009 119,759 95,385 98,566 54,324 55,950 63,699 113,693 125,690 132,330 140,426
Ergebnis je Aktie (Euro) 0,66 1,73 0,20 0,70 1,80 0,39 0,68 1,49 1,84 −4,33 −3,60 −1,64 1,12 1,16
Dividende (Euro) 0,57 0,55 0,53 0,51 0,49 0,47 0,46 0,43 0,30 0,21 0,50 0,14 0,17 1,10
Mitarbeiter (31. Dez.) 78.270 76.566 74.618 71.613 72.169 78.126 78.948 43.302 42.699 43.138 56.490 58.503 61.327 72.083

Im September 2019 erwarb E.ON die Innogy SE, dies wirkte sich in einem steigenden Umsatz und der zum Jahresende 2019 deutlich höheren Mitarbeiterzahl aus. Es erhöhte sich aber auch der Goodwill von 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2018 auf 17,5 Mrd. Euro im Jahr 2019<ref>Geschäftsbericht 2019. E.ON AG, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref name="GB2020"/> E.ON gehört zu den vier DAX-Unternehmen, bei denen im Jahresabschluss 2020 der Goodwill den Buchwert des Eigenkapitals übersteigt.<ref>Der Betrieb, Heft 24/2021, S. 1281–1291, abgerufen am 23. Oktober 2021</ref> Beim Erstellen einer Strukturbilanz im Zusammenhang mit einer Bilanzanalyse wird das Eigenkapital mit dem Goodwill saldiert.

Technische Anlagen

Kraftwerke in Deutschland (noch unvollständig)

Standort Energieträger Leistung Eigentumsverhältnisse Anmerkungen
Hybridkraftwerk Pellworm Hybridkraftwerk 1 MW
alpha ventus Windenergie 60 MW 26,25 % E.ON, 47,5 % EWE,
 26,25 % Vattenfall Europe
Offshore-Windpark
Amrumbank West Windenergie 288 MW Offshore-Windpark

E.ON wickelt über die Tochtergesellschaft Preussenelektra GmbH seine Kernkraftwerke ab.

Die Kohle-, Erdgas- und Erdölkraftwerke sowie Wasserkraftanlagen wurden im Zuge der Abspaltung der Uniper-Gruppe an die Uniper Kraftwerke GmbH übertragen.

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung

Kunstsammlung und Kultursponsoring

Das Unternehmen besitzt eine umfangreiche Kunstsammlung. Seit 2002 wird die Sammlung von Dorothee Gräfin von Posadowsky-Wehner geleitet.<ref>Dorothee von Posadowsky. XING, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Im Jahr 2010 war E.ON einer der Hauptsponsoren der Kulturhauptstadt 2010.<ref>Gudrun Norbisrath: Sponsoren für die Kulturhauptstadt sind gewonnen. 5. September 2008, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

E.ON SE unterstützte mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 750.000 Euro das Museum Kunstpalast.<ref>Gesucht wird der Neue im Kunstpalast. WZ, 9. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Dezember 2015; abgerufen am 13. April 2026.</ref> 2014 wurde ein Gemälde aus dem Besitz des Energiekonzerns, Jackson Pollocks „Number 5 (Elegant Lady)“, das bisher als Dauerleihgabe im Museum Kunstpalast in Düsseldorf hing, für knapp 11,4 Millionen Dollar (ca. 8,3 Mio. Euro) beim Auktionshaus Christie’s in New York versteigert.<ref>Jackson Pollock (1912–1956). Christie’s, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>Pollock-Gemälde verfehlte Schätzpreis. SN, 14. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. März 2015; abgerufen am 13. April 2026.</ref>

2015 richtete das Unternehmen anlässlich des 20. Jubiläums von fiftyfifty eine Benefiz-Verkaufsausstellung „Kunst für Obdach“ aus. Mehr als 80 Künstler spendeten über 100 Werke. Der Gesamterlös der verkauften Werke kam dem Düsseldorfer Verein für Obdachlosenhilfe zugute.<ref>E.ON-Benefiz-Verkaufsausstellung „Kunst für Obdach – 20 Jahre fiftyfifty“ 3. November bis 16. Dezember 2015 in Düsseldorf. eon.com, 19. Oktober 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 2. November 2015; abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Am 31. März 2016 wurde bekannt, dass E.ON die Förderung von Museum Kunstpalast zum Ende 2017 einstellen wird. Zur Begründung wurde die wirtschaftliche Situation, die Aufspaltung des Unternehmens in E.ON und Uniper sowie der Weggang von E.ON aus Düsseldorf angeführt.<ref>Eon beendet Förderung von Museum Kunstpalast. RP Online, 31. März 2016, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Kritik und Kontroversen

Kauf von Informationen von Mark Kennedy

Laut Daily Mail kaufte E.ON Informationen des britischen Undercover-Polizisten Mark „Mark ‚Flash‘ Stone“ Kennedy an, der von 2003 bis zu seiner Enttarnung 2010 Protestbewegungen wie die Umweltschutzbewegung in mehreren Ländern infiltriert hatte.<ref>Undercoveragent Mark Kennedy: Polizeispitzel aus England in Berlins linker Szene. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. April 2026]).</ref> Kennedy war 2009 Teil einer aktivistischen Gruppe, die Hausfriedensbruch am damals im Besitz E.ONs befindlichen Kraftwerk Ratcliffe-on-Soar begangen haben sollte. Teile der Anklagen im 2010 erfolgten Prozess wurden fallen gelassen, nachdem Kennedy vorgeworfen wurde, beim Plan der Kraftwerksstörung als Agent Provocateur aufgetreten zu sein.<ref>Trial collapses after undercover officer changes sides. In: BBC News. 10. Januar 2011 (bbc.com [abgerufen am 13. April 2026]).</ref> Für die Geschäftsbeziehung zu E.ON hatte Kennedy im gleichen Jahr das Unternehmen Tokra Ltd. gegründet.<ref>Rob Evans, Amelia Hill, Paul Lewis, Patrick Kingsley: Mark Kennedy: secret policeman's sideline as corporate spy. In: The Guardian. 13. Januar 2011, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 13. April 2026]).</ref>

Luxemburg-Leaks

Durch die sogenannten „Luxemburg-Leaks“ wurden im November 2014 der Öffentlichkeit Steuersparmodelle bekannt, mit denen E.ON global Steuern spart. Diese Modelle wurden durch die Beratungsgesellschaft PwC erarbeitet und sind im Original an die Öffentlichkeit gelangt.<ref>Explore the Documents: Luxembourg Leaks Database (Rubrik „energy“). International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), abgerufen am 13. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Enthält Dokumente zu Steuergestaltungsmodellen von Energiekonzernen.).</ref> In einem Wohnhaus in Luxemburg hat E.ON die Tochtergesellschaft Dutchdelta Finance S.à r.l. angesiedelt. Diese vergibt als Finanzierungsgesellschaft hohe Kredite an Tochterunternehmen von E.ON in den USA, in Schweden und in Großbritannien. Im Jahr 2008 liehen die Luxemburger Gesellschaft DutchDelta Sàrl und eine weitere Gesellschaft in Malta insgesamt 200 Millionen Euro an eine E.ON-Gruppe in Großbritannien, eine Milliarde Euro an E.ON Schweden und 2,6 Milliarden Dollar an E.ON in den USA. Für die Kredite der Tochtergesellschaft werden aus dem Ausland hohe Zinsen nach Luxemburg überwiesen (Schätzungen zufolge handelt es sich um zweistellige Millionenbeträge). Durch diese Buchungen sinkt die Steuerlast in Großbritannien, Schweden und den USA. Anschließend überweist DutchDelta die Gewinne wiederum an andere Offshore-Gesellschaften und bucht somit auch in Luxemburg Verluste. Deshalb fallen auch dort kaum Steuern an. Im Jahr 2012 nahm DutchDelta 130 Millionen Euro ein und zahlte 1.600 Euro Körperschaftsteuer.<ref>„Luxemburg-Leaks“: Deutsche Konzerne und die Steuer. tagesschau.de, 6. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. November 2014; abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>Wie E.ON millionenschwere Steuerlöcher reißt. NDR, 6. November 2014, abgerufen am 13. April 2026.</ref><ref>Luxemburg-Leaks zu Eon: Windige Kredite. Süddeutsche Zeitung, 7. November 2014, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Umgehung der EEG-Umlage

E.ON führte über Jahre Umlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht ab. E.ON griff dabei auf ein sogenanntes Scheibenpachtmodell zurück, das eine Gesetzeslücke ausnutzt, um die EEG-Umlage zu umgehen.<ref>Frank Dohmen: Bayer, Evonik und Daimler: Die Milliarden-Abzocke beim Strom (S+). In: Der Spiegel. 29. Oktober 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 13. April 2026]).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: E.ON – Sammlung von Bildern und Videos
 Wikinews: E.ON – in den Nachrichten

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="GB2020"> Geschäftsbericht 2020. E.ON SE, abgerufen am 13. April 2026. </ref> </references>

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