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Kreiensen

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Kreiensen
Stadt Einbeck
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2417)&title=Kreiensen 51° 51′ N, 9° 58′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(2417) 51° 51′ 22″ N, 9° 57′ 48″ O
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Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 3,83 km²<ref name="destatis1973" />
Einwohner: 2417 (1. Okt. 2025)<ref name="Einw.2021" />
Bevölkerungsdichte: 631 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2013
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05563
Lage von Kreiensen in Niedersachsen
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Kreiensen [<templatestyles src="IPA/styles.css" />kʀaɪ̯.ɛn.zɛn] ist nach der Kernstadt Einbeck die größte Ortschaft der Stadt Einbeck im südniedersächsischen Landkreis Northeim.

Geographie

Lage

Kreiensen liegt im Süden Niedersachsens im Leinebergland und gehört zum Harz- und Sollingvorland. Es befindet sich zwischen den Höhenzügen Helleberg im Norden, Hube im Westsüdwesten und Selter im Nordwesten. Durch den Ortskern von Kreiensen fließt die Gande, ein nordöstlicher Zufluss der Leine mit den Leineauen bei Kreiensen.

Ehemalige Gemeindegliederung

Die ehemalige Gemeinde Kreiensen gliederte sich von 1974 bis 2012 in 15 Ortschaften:

Geschichte

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1342 Creyenhusen, 1344 Cregenhusen, vor 1362 Kreyensen, 1394 Bertolt von Kregensen, 1408 Kregensen, um 1440 Kregenszen und in 1441 Kreyensen.<ref name="Ortsnamenforscher" />

Die Ersterwähnung war 1318, als Otto der Milde die Herren von Oldershausen belehnte. Eine mittelalterliche Kapelle gehörte zum Archidiakonat Nörten. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort wesentlich weiter. Zu westphälischer Zeit lag Kreiensen im Kanton Gandersheim.

Am 1. Januar 1826 wurde die in Kreiensen bestehende Postanstalt geschlossen. Wann sie eingerichtet wurde, ist nicht bekannt. Zu weiteren Details bezüglich der Entwicklung des Postwesens in Kreiensen siehe: Postroute Braunschweig-Göttingen.

Datei:Bahnhof Kreiensen Einbeck 07.jpg
Bahnhof

Besondere Bedeutung erlangte der Ort als Eisenbahn-Knoten. In Kreiensen kreuzen sich die in den 1860er Jahren erbauten Ost-West-Verbindungen Braunschweigische Südbahn und die Bahnstrecke Langeland–Kreiensen mit der Nord-Süd-Linie Hannöversche Südbahn. Kreiensen lag auf Braunschweiger Territorium<ref name="Gemeindeverzeichnis1910" /> – direkt nördlich und südlich befand sich das Land Hannover. Hier wurde auch die Bahnstrecke Osterode–Kreiensen angeschlossen.<ref>Der Bahnhof wird im Dokumentarfilm von Dieter Ertel und Georg Friedel aus dem Jahr 1961 Schützenfest in Bahnhofsnähe – Beobachtungen auf dem Dorfe quasi in einer Nebenrolle gezeigt. </ref> Durch den Neubau der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verlor der Bahnknotenpunkt Kreiensen und sein beachtliches Bahnhofsgebäude in den 1990er Jahren jedoch an Bedeutung.

Am 31. Juli 1923 kommt es in den frühen Morgenstunden im Bahnhof zu einer furchtbaren Eisenbahnkatastrophe mit 48 Toten und vielen Verletzten.<ref>Das Heimatblatt Kreiensen 2023 zur Eisenbahnkatastrophe vom 31. Juli 1923 </ref>

Datei:Die Fa. Burgsmüller ^ Söhne gehört heute zur KraussMaffei Gruppe und produziert Wirbel- und Frästechnik. - panoramio (bearb Sp).jpg
Gebäude der Gewehrfabrik Burgsmüller & Söhne; später eine Führerschule für SA- und SS-Angehörige.<ref>Die Burgsmüller in Kreiensen/Harz, gegründet 1876 als Waffenfabrik, existiert bis heute; vgl. Werbeprospekt</ref>

In Kreiensen gab es seit 1931<ref>Rainer Schomann, Michael Heinrich Schormann, Stefan Winghart, Joachim Wolschke-Bulmahn (Hrsg.), „Unter der GrasNarbe. Freiraumgestaltungen in Niedersachsen während der NS-Diktatur als denkmalpflegerisches Thema“, Tagung in Hannover, 26.–29. März 2014, darin: Reinhard Bein, „Rahmenbedingungen der Umgestaltung Braunschweigs zu einem nationalsozialistischen Musterland“, S. 14 (= Seite 15 der PDF-Datei), https://www.cgl.uni-hannover.de/fileadmin/cgl/Forschung/Publikationen/Broschueren/Broschu__re__Unter_der_GrasNarbe_.pdf : „In einer insolventen Gewehrfabrik in Kreiensen (Landkreis Gandersheim) entstanden 1931 eine SA-Vorschule und eine SS-Führerschule, in der NS-Verbände des ganzen Reiches für den Bürgerkrieg geschult wurden.“</ref> oder 1932<ref>Bastian Hein, „Elite für Volk und Führer? Die Allgemeine SS und ihre Mitglieder 1925–1945“, Walter de Gruyter, 18. September 2012, Kap. II „Im braunen Hemd mit schwarzen Knöpfen“, S. 50, https://books.google.de/books?id=fuDoBQAAQBAJ&pg=PA50&lpg=PA50#v=onepage&q&f=false: „1932 wurde in Kreiensen die erste SS-eigene »Lehrschule« [...] eröffnet, [...]“</ref>, also schon vor der nationalsozialistischen „Machtergreifung“ von 1933, eine nationalsozialistische Ausbildungsstätte für SA- und SS-Angehörige.<ref>Rainer Schomann, Michael Heinrich Schormann, Stefan Winghart, Joachim Wolschke-Bulmahn (Hrsg.), „Unter der GrasNarbe. Freiraumgestaltungen in Niedersachsen während der NS-Diktatur als denkmalpflegerisches Thema“, Tagung in Hannover, 26.–29. März 2014, darin: Reinhard Bein, „Rahmenbedingungen der Umgestaltung Braunschweigs zu einem nationalsozialistischen Musterland“, S. 14 (= Seite 15 der PDF-Datei), https://www.cgl.uni-hannover.de/fileadmin/cgl/Forschung/Publikationen/Broschueren/Broschu__re__Unter_der_GrasNarbe_.pdf</ref> Diese Ausbildungsstätte war in der ehemaligen Gewehrfabrik H. Burgsmüller & Söhne untergebracht. Die SA-Leute rückten gelegentlich aus, um politische Gegner und Unbeteiligte zu drangsalieren.<ref>„Der Kampf der Bilder, Braunschweig im Spiegel der Fotografie, 1930–1933“, Arbeitskreis Andere Geschichte e. V., Die Braunschweiger Geschichtswerkstatt http://www.kampf-der-bilder.de/index.php?id=26. Siehe auch: Friedrich Wilhelm Rogge, „Die Quellenlage zur Geschichte der Weimarer Republik in Niedersachsen, Anmerkungen und Hinweise zum augenblicklichen Forschungsstand“, in: „Niedersachsen in der Weimarer Republik“, Vorträge auf der Tagung der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen in Lüneburg am 28. / 29. Mai 1981, von S. 15, Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Neue Folge der »Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen«, Herausgegeben von der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Band 54, 1982, https://www.historische-kommission.niedersachsen.de/download/77538/JB_54_1982.pdf : „Die [...] Akten der Kreisdirektion Gandersheim (129 Neu) geben ein authentisches Bild über die seit 1930/31 verstärkt zu beobachtenden terroristischen Übergriffe auf die Bevölkerung in der Umgebung der berüchtigten SA- und SS-Führerschule in Kreiensen.“</ref> Von dem Verbot von SA und SS am 13. April 1932<ref>Amtliche Dokumente zum SA-Verbot, in: Der Funke, 15. April 1932, Nr. 88 / 1. Jg., S. 3, https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320414.pdf</ref> war auch die Schule in Kreiensen betroffen; die Schulungsteilnehmer zogen vorübergehend aus Kreiensen ab.<ref>M.H., „»Gut, daß wir sie los sind!« SA-Rekruten verlassen Kreiensen.“, in: Der Funke (Reichsausgabe), Nummer 90 A, Berlin, Sonntag, den 17. April 1932, 21. Jahrgang, Seite 5 der PDF-Datei, https://library.fes.de/inhalt/digital/funke/pdf/1932/19320417.pdf : „Hier [in Kreiensen] herrschte heute besonderes Leben. Von morgens an marschierten Trupps von SA und SS durch die Straßen unter Absingen ihrer faschistischen Marschlieder: es sind die SA-Rekruten, die zum Drill für den vierwöchentlichen Kurs in der SA-Schule hier zusammengezogen waren. Das Verbot der SA betrifft auch diese Schule: sie muß heute die Pforten schließen und die Kursteilnehmer wieder nach Hause schicken. Ich sehe einen Trupp in Richtung Braunschweig abfahren.“</ref> Am 14. Juni 1932 wurde die SA jedoch wieder zugelassen.<ref>Paul Hoser, „Sturmabteilung (SA), 1921–1923/1925-1945“, in: Historisches Lexikon Bayerns, https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Sturmabteilung_(SA),_1921-1923/1925-1945#Das_SA-Verbot_vom_April.2FJuni_1932</ref> Zu Ostern 1934 wurde im Ort die Motorsportschule Kreiensen des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK)<ref>Bundesarchiv, NS 24/730 und NS 24/723, Motorsportschule Kreiensen 1935–1938, https://www.bundesarchiv.de/findbuecher/rlg_findm/findb/NS24-26427.xml</ref> bzw. der Motor-SA<ref>Marianne Helms / Hans Langenfeld, „Hülsen, Bad Gandersheim, Adolf-Hitler-Bad Kreiensen“, S. 323–342 (ab S. 330 der PDF-Datei), Kap.: „Die Motorsportschule in Kreiensen“, S. 331–334, S. 331, in: Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte (NISH), NISH-Jahrbuch 2009/10, Redaktion: Marianne Helms / Hans Langenfeld, Hoya 2010, ISBN 978-3-932423-36-9, https://nish.de/wp-content/uploads/2022/02/NISH-Jahrbuch-2009-10.pdf</ref> eröffnet. Sie bestand mindestens bis 1940.<ref>Organisationsbuch der NSDAP (1940), Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., München 1940, S. 396, https://archive.org/details/organisationsbuch-der-nsdap-1940/page/n579/mode/2up?q=Kreiensen</ref>

Das Freibad in Kreiensen, das am 5. August 1933 an der B 64 zwischen Kreiensen und Orxhausen eröffnet wurde, erhielt den Namen „Adolf-Hitler-Bad Kreiensen“.<ref>Rolf Bruns, „Es war einmal ... eine Badeanstalt“, in: Kreiensener Heimatblatt, Frühjahr 2018, Nr. 31, S. 7 bis 11, https://heimatverein-kreiensen.de/Heimatblaetter/heft-31-2018.pdf</ref> Dieser Name prangte in großen Lettern auf einem markanten Hang („Der Sandkorn“) direkt neben dem Freibad, weithin sichtbar von der vorbeiführenden Fernstraße Richtung Bad Gandersheim sowie von der nahen Bahnstrecke Kreiensen-Braunschweig aus, wie Ansichtspostkarten der 1930er Jahre belegen.<ref>Siehe: https://www.akpool.de/ansichtskarten/26674158-ansichtskarte-postkarte-kreiensen-einbeck-adolf-hitler-bad-freibad; https://www.akpool.de/ansichtskarten/29906934-ansichtskarte-postkarte-kreiensen-einbeck-adolf-hitler-bad; https://www.akpool.de/ansichtskarten/29886284-ansichtskarte-postkarte-kreiensen-einbeck-in-niedersachsen-adolf-hitler-bad-panorama; https://www.akpool.de/ansichtskarten/29067387-ansichtskarte-postkarte-kreiensen-einbeck-adolf-hitler-bad</ref> Das Freibad wurde 1988 geschlossen.<ref>Rolf Bruns, „Es war einmal ... eine Badeanstalt“, in: Kreiensener Heimatblatt, Frühjahr 2018, Nr. 31, S. 7 bis 11, https://heimatverein-kreiensen.de/Heimatblaetter/heft-31-2018.pdf</ref>

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 in Kraft trat, entstand die bis 2012 bestehende Großgemeinde Kreiensen.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Dabei löste der Ort Kreiensen den historischen Zentralort Greene als Verwaltungssitz ab. Die neue Gemeinde gehörte bis 1977 zum Landkreis Gandersheim und anschließend zum Landkreis Northeim. Diese Gemeinde Kreiensen hatte eine Fläche von 65,32 km².<ref name="destatis2012" />

Am 17. Oktober 2011 beschloss der Gemeinderat die Vereinigung der Gemeinde Kreiensen mit der Nachbarstadt Einbeck<ref name="Hochzeit" />, die zum 1. Januar 2013 in Kraft trat.<ref name="Vereinigung" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1910 1732 <ref name="Gemeindeverzeichnis1910" />
1925 2044 <ref name="Rademacher" />
1933 2097
1939 1999
1950 3409 <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" />
1956 3058
1961 2948 <ref name="Gemeindeverzeichnis1971" />
1970 2944
1973 2901 <ref name="destatis1973" />
1975 08909 ¹ <ref name="destatis" />
Jahr Einwohner Quelle
1980 8374 ¹ <ref name="destatis" />
1985 8088 ¹
1990 8281 ¹
1995 8394 ¹
2000 7735 ¹
2005 7388 ¹
2010 6940 ¹
2012 6671 ¹ <ref name="destatis2012" />
2020 24550 <ref name="Einw.2020" />
0 0 0

¹ jeweils zum 31. Dezember

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Politik

Datei:KreiensenRathausOst.jpg
Ehem. Rathaus

Ortsrat

Der Ortsrat Kreiensen setzt sich aus sechs Ratsmitgliedern zusammen:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 11. Juli 2022.</ref>

(Stand: Kommunalwahl 2021)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister ist Oliver Rieger.<ref name="O-rat" />

Ehemaliger Rat

Der ehemalige Rat der Gemeinde Kreiensen bestand aus 18 Mitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 6001 und 7000 Einwohnern.<ref name="Abgeordnete" /> Die Ratsmitglieder wurden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Stimm- und sitzberechtigt im Rat war außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab die folgende Sitzverteilung:<ref name="Wahl 2011" />

Ehemaliger Bürgermeister

Der hauptamtliche Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Kreiensen war Ronny Rode (SPD). Er trat sein Amt im Jahre 2004 an.<ref name="Bürgerm." />

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Kreiensen stammt von Helmut Millies<ref name="Millies" /> aus der Kleinstadt Gronau (Leine). Das Wappen wurde am 11. September 1975 vom Gemeinderat beschlossen und am 1. Oktober desselben Jahres vom Landkreis Gandersheim genehmigt.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Kreiensen]] Blasonierung: „In Rot ein schräglinker silberner Wellenbalken; oben ein schreitender, gekrönter goldener Löwe, unten drei schräglinksliegende goldene Rosen mit rotem Fruchtstand.“<ref name="Wappen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3926701595 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Wappenbegründung: Der Wellenbalken symbolisiert den Fluss Leine. Die Leine lieferte Energie für Mühlen und dient auch als Pendelwasser für das Pumpspeicherwerk in Erzhausen. Der Löwe steht für das Geschlecht der Herren von Homburg, und ist das Wappentier der Welfen-Herzöge. Die drei goldenen Rosen, mit roten Butzen, sind aus dem Wappen derer von Oldershausen. Seit 1318 sind die Herren von Oldershausen als Lehnträger diesem Raum verbunden.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke (Auswahl)

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Regelmäßige Veranstaltungen

  • Tanzvergnügen der Vereine im Herbst
  • Tanz in den Mai
  • Meisterschaften im Halbmarathon
  • Kreiensener Weihnachtsmarkt am zweiten Advent

Vereine

In Kreiensen sind einige Vereine ansässig, darunter der SV Kreiensen 06, eine Schützengesellschaft, der Feuerwehrverein und der Heimatverein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Kreiensen befinden sich die Grundschule Kreiensen, das Schulzentrum Kreiensen mit Haupt- und Realschule sowie Kindergärten.

Verkehr

Datei:Kreiensen Empfangsgeb 01.jpg
Historisches Empfangsgebäude des Bahnhofs Kreiensen

Der Bahnhof Kreiensen liegt an der Hannöverschen Südbahn, der Braunschweigischen Südbahn, der Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen und ehemals an der Bahnstrecke Osterode–Kreiensen. Der Bahnhof Kreiensen war Halt einzelner Intercity-Züge der Nord-Süd-Verbindung von Hamburg nach Frankfurt (Main). Im Personennahverkehr wird er

Die ICE-Züge verkehren allerdings seit den 1980er Jahren über die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg anstatt über die Hannöversche Südbahn. Lediglich drei Intercity-Verbindungen verkehren noch im Leinetal zwischen Hannover und Göttingen, über Alfeld, Northeim, Elze und Kreiensen.<ref name="IC" />

Die Leit- und Sicherungstechnik des Bahnhofs Kreiensen wurde ab 2001 grundlegend modernisiert, der Bahnhof wird seit dem Jahr 2011 aus der Betriebszentrale Hannover ferngesteuert.

Kreiensen liegt an der Bundesstraße 64 und am Leine-Heide-Radweg. Südlich von Kreiensen teilen sich Leine-Heide-Radweg und Europaradweg R1 denselben Streckenverlauf, trennen sich dann jedoch. Der Leine-Heide-Radweg verläuft weiter entlang der Leine, der Europaradweg führt weiter in Richtung Bad Gandersheim.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Ludwig Heinrich Grote (1825–1887), Theologe und Publizist, der sich nach 1866 für die Wiedererrichtung der hannoverschen Monarchie einsetzte und aus diesem Grund den Beinamen „Welfenpastor“ erhielt, seine politische Arbeit brachte ihm mehrjährige Haftstrafen und schließlich die Flucht ins Exil ein, er wurde in Kreiensen festgenommen
  • Franz von Rziha (1831–1897), Eisenbahn- und Tunnelbauer und Erfinder, 1861 baute er die Bahnstrecke von Kreiensen nach Holzminden
  • Hubert Stier (1838–1907), Architekt, Baubeamter und Hochschullehrer, er baute vorwiegend im Stil der Neorenaissance Bahnhöfe, Museumsbauten und Kirchen, vor allem in Berlin und Hannover, er schuf von 1886 bis 1889 den örtlichen Bahnhof
  • Wilhelm Krahe (1839–1921), Architekt und braunschweigischer Baubeamter, er arbeitete an der Holzmindener Eisenbahn und am örtlichen Bahnhof mit
  • Heinrich Sohnrey (1859–1948), Lehrer, Volksschriftsteller und Publizist, die örtliche Sohnreystraße wurde nach ihm benannt
  • Anna Schlüter (1886–1971), Kommunalpolitikerin (SPD), sie war von 1919 bis 1922 Bürgervorsteherin im Rat der Stadt Northeim, nach der beruflichen Versetzung ihres Mannes wohnten sie in Kreiensen
  • Paula Tobias (1886–1970), Landärztin in Kreiensen 1912–1916
  • Ernst Müller (1893–1976), SS-Führer, starb in Kreiensen
  • Lothar Urbanczyk (1903–1986), Politiker (SPD) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages, als jüdischer Mischling kam er zur Zeit des Nationalsozialismus am 17. Oktober 1944 bei einer Sammelstelle in Kreiensen unter
  • Hanna Neumeister, geborene Meyer (1920–2010), Assistenzzahnärztin und Politikerin (CDU) in Kreiensen
  • Klaus Macharzina (* 1939), Ökonom, Betriebswissenschaftler und Managementlehrer, er erhielt seine Schulausbildung u. a. in Kreiensen
  • Frank Doods (* 1961), Verwaltungsjurist, Ministerialbeamter und Politiker (SPD), er war von 2001 bis 2013 Ratsherr und Beigeordneter der Gemeinde Kreiensen

Verschiedenes

Im Dokumentarfilm Schützenfest in Bahnhofsnähe – Beobachtungen auf dem Dorfe des SDR von 1961 wurde der lokale Schützenverein kritisch porträtiert.

Literatur

  • Jochen Prochnow: 100 Jahre Bahnhof Kreiensen. Das Eisenbahnerdorf, Norddeutschlands traditioneller Eisenbahnknotenpunkt. Geiger, Horb am Neckar 1990, ISBN 3-89264-412-8 (2. Aufl. 2004).
  • Jochen Prochnow: Kreiensen. Bilder aus vergangenen Tagen. Geiger, Horb am Neckar 1985, ISBN 3-924932-32-8.
  • Jochen Prochnow: Das Dorf Kreisensen 1900–2000. Bilder aus vergangenen Tagen. Kreiensen 2000.
  • Albrecht Lehmann: Ortsbewußtsein in einem Arbeiterdorf. Einflüsse der Gemeindereform. In: Günter Wiegelmann (Hrsg.): Gemeinde im Wandel. Volkskundliche Gemeindestudien in Europa (= Beiträge zur Volkskultur in Nordwestdeutschland. Band 13). F. Coppenrath Verlag, Münster 1979, ISBN 3-920192-80-X, S. 173–186, S. 88–95 (215 S., Digitalisat [PDF; 30,9 MB; abgerufen am 9. März 2020]).

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Abgeordnete">Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2021; abgerufen am 10. August 2021.</ref> <ref name="Bürgerm.">

Kreiensens Bürgermeister Rode hat Freitag letzten Arbeitstag. In: Webseite Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 23. März 2012, abgerufen am 10. März 2020.

</ref> <ref name="destatis">

Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 10. März 2020.

</ref> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 56, Landkreis Gandersheim (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 10. August 2021]).

</ref> <ref name="destatis2012">

Gemeinden in Deutschland nach Fläche, Bevölkerung und Postleitzahl. (XLS; 4,5 MB) In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 2012, abgerufen am 10. März 2020 (Siehe unter: Niedersachsen, Nr. 1509).

</ref> <ref name="Einw.2020"> Zahl der Einwohner. (PDF; 191 kB) In: Webseite Stadt Einbeck. 1. Mai 2020, S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 25. Juli 2020. </ref> <ref name="Einw.2021"> Zahlen, Daten, Fakten. (PDF; 2,5 MB) In: Webseite Stadt Einbeck. 28. Februar 2021, S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 7. August 2021. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1910">Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gandersheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 14. März 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2022; abgerufen am 10. August 2021.</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956">

Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1971">

Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1971 (Bevölkerungsstand: 27. Mai 1970, Gebietsstand 1. Januar 1971). W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1971, S. 120 (Digitalisat).

</ref> <ref name="Hochzeit">

Historische Sitzung: Kreienser Rat sagt Ja zur Fusion mit Einbeck. In: Webseite Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 18. Oktober 2011, abgerufen am 10. August 2021.

</ref> <ref name="IC">

Christian Haegele (Bericht), Michael Reinboth (Kommentare): Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums. In: suedharzstrecke.de. Abgerufen am 10. März 2020.

</ref> <ref name="Millies"> Wappenentwürfe von Helmut Millies. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 25. Juli 2020. </ref> <ref name="O-rat">Ortsrat Kreiensen. (PDF; 111 kB) In: Webseite Stadt Einbeck. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juni 2021; abgerufen am 10. August 2021.</ref> <ref name="Ortsnamenforscher">

Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2016; abgerufen am 5. August 2019.

</ref> <ref name="Prochnow">

Jochen Prochnow: 100 Jahre Bahnhof Kreiensen. Das Eisenbahnerdorf. Norddeutschlands traditioneller Eisenbahnknotenpunkt. 2. Auflage. Geiger Verlag, Horb am Neckar 2004, ISBN 3-89264-412-8, S. 6 (120 S., Erstausgabe:  1990).

</ref> <ref name="Rademacher">

Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de

</ref> <ref name="Vereinigung">

Gesetz über die Vereinigung der Gemeinde Kreiensen und der Stadt Einbeck, Landkreis Northeim. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 16/2012. Hannover 18. Juli 2012, S. 268, S. 18 (Digitalisat [PDF; 290 kB; abgerufen am 10. März 2020]).

</ref> <ref name="Wahl 2011">

Vorläufiges Ergebnis zur Gemeindewahl 2011 – Gemeinde Kreiensen. In: Webseite Kommunale Datenverarbeitungszentrale Südniedersachsen (KDS). 11. September 2011, abgerufen am 10. März 2020.

</ref> </references>

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