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Gerlikon

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Gerlikon
Datei:Gerlikon.svg
Wappen von Gerlikon
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton ThurgauDatei:Wappen Thurgau matt.svg Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
Politische Gemeinde: Frauenfeldi2
Postleitzahl: 8500
frühere BFS-Nr.: 4572
Koordinaten: 708297 / 266133Koordinaten: 47° 32′ 13″ N, 8° 52′ 37″ O; CH1903: 708297 / 266133
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Höhe: 545 m ü. M.
Fläche: 2,54 km²<ref name="Areal" />
Einwohner: 500 (31.12.2018)<ref name="Einwohner">Vorlage:Orte TG 2018</ref>
Einwohnerdichte: 197 Einw. pro km²
Website: www.gerlikon.ch
Datei:Gerlikon-01.jpg
Blick auf Gerlikon mit der Kapelle St. Georg
Blick auf Gerlikon mit der Kapelle St. Georg
Karte
w{w

Gerlikon ist eine Ortschaft<ref name="Einwohner" /> auf einer Anhöhe südwestlich von Frauenfeld im Kanton Thurgau. 1998 wurde Gerlikon in die Stadt Frauenfeld eingemeindet. Vorher war Gerlikon als Ortsgemeinde Teil der damaligen Munizipalgemeinde Gachnang.

Geschichte

Gerlikon wurde 1248 als Gerlichoven erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortsgemeinde umfasste neben dem Dorf Gerlikon folgende Höfe:

Datei:2011-05-09 10-00-24 Switzerland Kanton Zürich Scheunberg.jpg
Gerlikon ist auf der Luftaufnahme unten links zu erkennen, dahinter die Stadt Frauenfeld.
Datei:Karte Gemeinde Gerlikon 1997.png
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1998

In Gerlikon war das Reichenauer Ministerialengeschlecht von Gerlikon ansässig, welches in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts seine Blüte erreichte. Die Güter der von Gerlikon gingen um 1300 grösstenteils ans Kloster Feldbach, wenige ans Kloster Töss. Die niedere Gerichtsbarkeit kam ans Stadtgericht Frauenfeld.<ref name="HLS" />

Wohl im Zusammenhang mit der Legende des frommen Heinrich Pfrintz erfolgte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts der Bau der Georgskapelle, die 1429 erstmals erwähnt wurde. Gerlikon gehörte kirchlich zu Gachnang, besass aber ein eigenes Kirchengut, das 1874 zugunsten des Schulhausneubaus aufgelöst wurde. Die Kapelle diente fortan als Feuerwehrlokal. Seit der 1948 abgeschlossenen Renovation finden wieder regelmässig reformierte Gottesdienste statt.<ref name="HLS" />

Seit den 1970er-Jahren entwickelt sich das bis anhin bäuerlich geprägte Gerlikon zur Wohngemeinde mit starker Bautätigkeit (Neubauquartiere Weberlisrebberg und Oberi Breiti).<ref name="HLS" />

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung von Gerlikon
Jahr 1870 1900 1950 1990 2000 2010 2018 2023
Ortsgemeinde 231 215 201 373
Ortschaft 411 415 500<ref group="Anm." name=":0">mit Aussenhöfen</ref> 533<ref name=":0" group="Anm." />
Quelle <ref name="HLS" /> <ref name="Statistik2005" /> <ref name="Statistik2012" /> <ref name="Einwohner" /> <ref name=":0">Die Ortschaften des Kantons Thurgau und ihre Wohnbevölkerung. Kanton Thurgau, Dienststelle für Statistik, Frauenfeld, 2024, abgerufen am 27. Juli 2024.</ref>

Von den insgesamt 533 Einwohnern der Ortschaft Gerlikon am 31. Dezember 2023 waren 33 bzw. 6,2 % ausländische Staatsbürger. 250 (46,9 %) waren evangelisch-reformiert und 116 (21,8 %) römisch-katholisch.<ref name=":0" />

Sehenswürdigkeiten

Datei:GE0020 DSC01422.jpg
Ehemalige Wirtschaft «Zur Ein­tracht»

An historischer Bausubstanz ist die romanische Kapelle St. Georg aus dem 13. Jahrhundert im alten Kern des Dorfes erhalten geblieben. Das Schulhaus wurde um 1874 errichtet.

Kapelle und ehemalige Wirtschaft «Zur Eintracht» sind in der Liste der Kulturgüter in Frauenfeld aufgeführt.

Persönlichkeiten

Als berühmtester Bewohner des Dorfes gilt der Dichter und Landmann Alfred Huggenberger (1867–1960), der einen Grossteil seines Lebens in Gerlikon verbrachte und dort starb.

Am 26. Dezember 1900 wurden der österreichische Artist Ludwig Knie (1842–1909), seine Ehefrau Marie Heim (1858–1936) und ihre fünf Kinder in Gerlikon eingebürgert.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Areal"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Arealstatistik. Abgeschlossen auf 1. Juli 1912. (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive) Herausgegeben vom Eidg. Statistischen Bureau. </ref> <ref name="Statistik2005">Vorlage:Orte TG 2000</ref> <ref name="Statistik2012">Vorlage:Orte TG 2010</ref> <ref name="HLS">Peter Giger: Gerlikon. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

Anmerkungen

<references group="Anm." />

Weblinks

Commons: Gerlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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