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Accor

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Accor S.A.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Accor Logo 2019.svg
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000120404
Gründung 1967
Sitz Issy-les-Moulineaux<ref name="infogreffe.com" />,
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Leitung Sébastien Bazin (Chairman und CEO)<ref name="RI2025" />
Mitarbeiterzahl > 380.000<ref name="RI2025" />
Umsatz 5,639 Mrd. Euro<ref name="RI2025">Annual Report 2025. (PDF) In: Accor Website. Abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Branche Hotellerie, Immobilien
Website all.accor.com
Stand: 31. Dezember 2025
Datei:Mercure Hannover-Mitte 7904.jpg
Mercure in Hannover
Datei:Taba Heights Sofitel R01.jpg
Sofitel Taba Heights, Ägypten

Accor S.A. ist ein international tätiges französisches Unternehmen im Bereich Hotel- und Gastgewerbe mit Sitz in Issy-les-Moulineaux.<ref>Legal Information. AccorHotels, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es ist an der Euronext in Paris notiert und Bestandteil des Aktienindex CAC Next 20.<ref name="euronext.com">CAC Next 20. Accor. Euronext, abgerufen am 23. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen ist als Betreiber, Eigentümer und Investor von Hotels aktiv.<ref>AccorHotels overview. AccorHotels, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1967 wurde in Lille-Lesquin das erste Novotel-Hotel eröffnet, das den Grundstein für den Konzern bildete.<ref name="2010-06-29" /> Seit den 1970er Jahren expandiert das Unternehmen über Frankreich hinaus,<ref>Harald Posny: Accor erwartet erneut Umsatzrekord. In: Die Welt. 2. Januar 2002, S. 14.</ref> und zählte Stand 2025 zu den größten Hotelketten weltweit mit rund 5.800 Hotels in 110 Ländern.<ref>A leading Group. Abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Außerhalb Chinas und USA ist das Unternehmen nach eigenen Angaben die Nummer eins im Markt.<ref>Marina Behre: Accor stellt sich neu auf. Strategie Umorganisation soll einzelne Marken stärken. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 8. Dezember 2012, S. 1.</ref><ref>Accor 2021 Integrated Report. (PDF) 31. März 2022, abgerufen am 7. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Gründung der Hotelgesellschaft SIEH

1967 gründeten die ehemaligen IBM-Manager Paul Dubrule und Gerard Pélisson (1932–2023<ref>Gérard Pélisson, le cofondateur du groupe Accor, est mort à 91 ans. In: Le Monde.fr. 6. März 2023 (lemonde.fr [abgerufen am 7. März 2023]).</ref>) die „Société d'investissement et d'exploitation hôteliers“, kurz SIEH.<ref name="2010-06-29">Florence Renard-Gourdon: SAGA Accor, un géant né en 1967. In: Les Échos. 29. Juni 2010, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen eröffnete im selben Jahr das erste Hotel unter dem Namen Novotel am Flughafen Lille-Lesquin.<ref name="2017-01-09">Jacques Neher: Accor Is Gambling on U.S. Motels. In: The New York Times. 24. Juli 1990, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Konzeption des Hauses ließen sich die beiden Gründer von US-amerikanischen Ketten leiten, die in Vorstädten oder an größeren Autobahnen Standorte besitzen.<ref>Paul Dubrule & Gérard Pélisson. Co-Founders of Accor Group. University of Houston, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis 1973 stieg die Zahl der Novotel-Hotels auf 23.<ref name="French Company Handbook"></ref> Um neben der Mittelklasse auch preisbewusste Kunden anzusprechen, eröffnete SIEH dann 1974 das erste Ibis-Hotel in Bordeaux.<ref>Seit 30 Jahren in der Erfolgsspur. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 4. Dezember 2004, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Ein Jahr später übernahm das Unternehmen die Hotelkette Mercure und konnte so seine Marktposition signifikant ausbauen.<ref>Joachim Friedl: Ein Hauch französischen Lebensstils. In: Heilbronner Stimme. 8. Januar 2015, S. 31.</ref> In den 1970er Jahren dehnte SIEH sein Geschäft auf das Catering aus, insbesondere durch den Kauf der Restaurantkette Courte Paille.<ref name="Canals, S. 90" /> Außerdem expandierte das Unternehmen nach Afrika, Lateinamerika und den Mittleren Osten, um französischen Touristen in diesen Ländern Hotels anzubieten.<ref name="Canals, S. 90">Jordi Canals: Managing Corporate Growth. Oxford University Press, New York 2000, ISBN 0-19-829667-3, S. 90.</ref> 1980 erwarb SIEH die Luxus-Hotels unter der Marke Sofitel vom französischen Industriellen Jacques Borel,<ref name="French Company Handbook" /> der zuvor ebenfalls für IBM gearbeitet hatte.<ref>Eric de La Chesnais: Jacques Borel, meilleur vendeur chez IBM. In: Le Figaro. 27. November 2006, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit wurde SIEH zu einem der ersten Unternehmen, das Hotels im Budget-, Mittelklasse- und Premium-Bereich betrieb.<ref name="Canals, S. 90" />

Kauf von Jacques Borel International

Bis Ende der 1970er Jahre entwickelte sich SIEH mit 240 Hotels der Marken Ibis, Mercure und Novotel zum Marktführer in Europa.<ref>Petra Porzelt: Standortplanung von Hotelunternehmungen. Diplomica Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-8386-1748-7, S. 52.</ref> Um den Dienstleistungsbereich weiter auszubauen, lieferte sich SIEH 1982 einen Bieterwettstreit mit Sodexo um das Catering-Unternehmen Jacques Borel International.<ref></ref> 1983 fusionierte SIEH schließlich mit Jacques Borel International zur Unternehmensgruppe Accor.<ref></ref> Dadurch kam beispielsweise auch das Unternehmen Ticket Restaurant zum Konzern, ein französischer Dienstleister für Essensgutscheine (Voucher).<ref></ref> Zum Zeitpunkt der Fusion hatte Accor 440 Hotels und 1.500 Restaurants. Das Unternehmen beschäftigte rund 35.000 Mitarbeiter in 45 Ländern.<ref name="accorhotels.group">Our History. AccorHotels, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ungeachtet der Fusion forcierte Accor auch sein Hotelgeschäft: 1985 rief der Konzern die Kette Formule 1 ins Leben, heute Hotel F1 genannt.<ref>Hotels: Franzosen entdeckten Marktlücke rentabler Billighotels. In: Handelsblatt. 23. Januar 1987, S. 6.</ref> Es handelte sich um Budget-Hotels ohne Sterne.<ref>Stefan Krulis: Situativer Einsatz der Blue Ocean Strategy. Konzeptionelle Grundlagen, Anwendungsfelder und kritische Würdigung anhand ausgewählter Fallbeispiele. Diplomica Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8366-3281-2, S. 8.</ref> Accor hatte mit dem Konzept überdurchschnittlich Erfolg, das Unternehmen entwickelte sich zum Pionier der Budget-Hotellerie.<ref>Pionier der Budget-Hotellerie. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 18. Mai 2002, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Parallel zur kontinuierlichen Expansion der Ibis-Hotels stieg Formule 1 zur am schnellsten wachsenden Kette in Europa auf.<ref>Monika Wehrl: Expansion mit zwei Sternen. In: Horizont. 30. April 1992, S. 10.</ref><ref>Jean-Noël Kapferer: The New Strategic Brand Management. Creating and Sustaining Brand Equity Long Term. 4. Auflage. Kogan Page, London, Philadelphia 2008, ISBN 978-0-7494-5085-4, S. 230.</ref> Bis in die 1990er Jahre eröffnete Accor durchschnittlich jede Woche ein neues Hotel unter der Marke.<ref>Accor: Bugdet-Hotels expandieren. Formule 1 steigt in Deutschland ein. In: Handelsblatt. 7. November 1996, S. 27.</ref>

Marktführerschaft bei Budget-Hotels

1990 kaufte Accor die US-amerikanische Hotelkette Motel 6,<ref name="2017-01-09" /> sodass der Konzern weltweit führend im Bereich der Budget-Hotels war.<ref>Tom Furlong: French Firm to Acquire Motel 6 for $1.3 Billion. Merger: The deal will create the world's largest chain of budget motels. In: Los Angeles Times. 13. Juli 1990, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Akquisition wurde 1991 durch Gründung der Low-Budget-Kette Etap Hotels (heute Ibis Budget) ergänzt.<ref>Sven Reinecke (Hrsg.): Best Practice in Marketing. Erfolgsbeispiele zu den vier Kernaufgaben im Marketing. Compendio Bildungsmedien, Zürich 2010, ISBN 978-3-7155-9469-9, S. 131.</ref> 1991 beteiligte man sich außerdem mehrheitlich an den Hotels des belgisch-französischen Tourismuskonzerns Compagnie Internationale des Wagons-Lits.<ref>Accor übernimmt Wagons-Lits-Hotels. In: Handelsblatt. 5. Juni 1991, S. 21.</ref> Anfang der 1990er Jahre erzielte Accor rund zwei Drittel seines Umsatzes mit der Hotellerie, ein Drittel in der Gastronomie.<ref>Luxus überflüssig. Accor: Billigbetten auf dem Vormarsch. In: WirtschaftsWoche. 1. November 1991, S. 148.</ref> Obwohl nicht zuletzt Formule 1 eine hohe Rendite erreichte, hatte das Unternehmen mit Problemen zu kämpfen.<ref>Sören Jensen: Die Herbergsväter. In: Manager Magazin. 1. Januar 1993, S. 74.</ref> Neben den Auswirkungen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds machte dem Konzern zu schaffen, dass eigene Hotels mitunter gegenseitig konkurrierten, weshalb die seit den 1980er Jahren bestehende dezentrale Profitcenter-Struktur stärker zentralisiert wurde.<ref>Accor-Gruppe dezentralisiert. In: Handelsblatt. 3. Februar 1987, S. 9.</ref><ref>Helmut Wyrwich: Gastro-Riese entdeckt das Teamwork. Allmähliche Abkehr vom bisher gepflegten Einzelleben der Hotel- und Restaurant-Ketten. In: Schweizer Handelszeitung. 1. Juli 1993.</ref> 1999 stellte Accor unter dem Namen Suitehotel ein neues Konzept für Hotels vor, die ihren Gästen überdurchschnittlich viel Platz und mehrere Räume boten.<ref>Accor Launches a New Brand on the European Market: Suitehotel. In: Hospitality Net. 21. März 2001, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die sogenannten Suitehotels waren insbesondere für Geschäftsreisende, Städtereisende und Familien gedacht, die längere Aufenthalte planen.<ref>Konzept „Accor Suitehotel“ auch in Deutschland. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 17. August 2002, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Heute firmieren die Häuser unter der Marke Novotel Suites.<ref>Novotel Suites. AccorHotels, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref>

Ausbau der weltweiten Präsenz

Nach der Jahrtausendwende forcierte Accor die weltweiten Geschäfte: Im Jahr 2000 führte der Konzern zum Beispiel die sogenannte „Meal Service Card“ in China ein.<ref name="accorhotels.group" /> Die Hotelkette Ibis expandierte im gesamten asiatisch-pazifischen Raum,<ref>Erfolgskonzept mit nachhaltigem Wachstum. Österreichischer Wirtschaftsverlag, 2. Februar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. November 2016; abgerufen am 27. September 2016.</ref> im Zentrum der Aktivitäten stand jedoch ebenfalls China.<ref>Expansion auf dem chinesischen Markt. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 4. Oktober 2003, abgerufen am 1. Juli 2016.</ref><ref>„In China geht die Post ab“. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 1. Juli 2006, S. 10.</ref> In der Hafenstadt Tianjin eröffnete 2003 das erste Hotel der Kette.<ref>Zugpferd in Asien ist die Marke Ibis. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 29. November 2003, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> 2004 brachte Accor seine Casinos in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Barriere ein, das zum Marktführer in Europa aufstieg.<ref>Accor kooperiert mit Barriere. Fusion schafft Europas grösste Casino-Gruppe. In: WirtschaftsBlatt. 20. Januar 2004, S. 16.</ref> 2006 wagte sich der Konzern nach Indien,<ref>Accor: 100 Hotels in Indien geplant. In: Hamburger Abendblatt. 28. November 2006, S. 23.</ref> unter anderem startete dort die Hotelkette Formule 1.<ref>Formule 1 in Indien. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 2. Dezember 2006, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Die internationale Expansion wurde nicht zuletzt mit dem Verkauf einiger Hotels finanziert, sodass Accor fortan nur noch für das Management der Häuser verantwortlich war.<ref name="2006-03-09">Accor enttäuscht die Märkte. In: Handelsblatt. 9. März 2006, S. 12.</ref><ref>Accor beschleunigt Hotel-Verkaufsprogramm. In: Immobilien-Zeitung. 6. September 2006.</ref> Größere mediale Aufmerksamkeit erregte außerdem der Verkauf der Beteiligung am französischen Touristik-Unternehmen Club Méditerranée.<ref>Club Med verdient wieder Geld. Accor zieht sich zurück. In: Handelsblatt. 6. September 2006, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Der Grund dafür war einerseits, dass Accor nicht die Mehrheit am Unternehmen erreichen konnte.<ref>Accor verkauft Club-Med-Beteiligung. Mehrheitserwerb nicht gelungen – Ferienclub-Betreiber schreibt schwarz. In: Börsen-Zeitung. 10. Juni 2006, S. 11.</ref> Andererseits wollte sich Accor fortan stärker auf sein Kerngeschäft in den beiden Bereichen Hotellerie und Dienstleistungen konzentrieren.<ref>Accor steigt bei Club Med aus. In: Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung. 17. Juni 2006, S. 11.</ref> Die Strategie wurde von den Anlegern zunächst nicht positiv beurteilt, die an der Euronext in Paris notierte Accor-Aktie verlor in der Folge stark an Wert.<ref name="2006-03-09" /> Gleichzeitig bekam Accor neue Konkurrenz im Bereich der Budget-Hotels.<ref>Rüdiger Ruster: Motel One bringt Schwung in die Budget-Hotellerie. In: Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung. 22. Juli 2006, S. 9.</ref><ref>Marco A. Gardini: Marke statt Sterne. In: Absatzwirtschaft. 1. April 2006, S. 56.</ref>

Neuordnung der Hotelmarken

Datei:AccorHotels Logo 2016.png
Unternehmenslogo 2015 bis 2019<ref>Name change signals Accor's transition into 'augmented hospitality': Travel Weekly. Abgerufen am 1. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Um das Hotelgeschäft zu stärken, passte Accor daher die Strategie seiner Marken an.<ref>Accor will Marktmacht ausbauen. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 27. Oktober 2007, S. 9.</ref> Das Unternehmen gründete 2007 die Hotelkette All Seasons und 2008 MGallery (heute MGallery by Sofitel).<ref name="accorhotels.group" /> All Seasons (heute Ibis Styles) war nicht so standardisiert wie Ibis und gab Hotelbetreibern, welche die Marke im Franchise lizenzieren, mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Häuser.<ref>Holger Alich: Suche nach einem Markenprofil. In: Handelsblatt. 18. Dezember 2007, S. 14.</ref> Bei MGallery handelte es sich zunächst um eine gehobene Variante von Mercure-Hotels nach dem Vorbild von Boutique-Hotels.<ref>„MGallery“: Zwei Hotels für Wien. In: Format. 12. September 2008, S. 67.</ref> Außerdem führte Accor die Marke Pullman im Premium-Segment wieder ein.<ref>Accor will die Marke Pullman wiederbeleben. In: Werben & Verkaufen. 30. August 2007, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Der Konzern hatte die Rechte daran bereits 1991 durch den Kauf der Hotels der Compagnie Internationale des Wagons-Lits erhalten, Pullman aber zwischenzeitlich aufgegeben.<ref name="2007-09-08">Cornelia Küsel: Accor führt Pullman wieder ein. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 8. September 2007, S. 9.</ref> Mit der Wiedereinführung von Pullman wurde Sofitel noch stärker als luxuriöseste Marke von Accor positioniert.<ref>Accor definiert Luxus neu und expandiert damit kräftig. In: Der Standard. 2. Juli 2007, S. 10.</ref> Zusätzlich startete Accor weltweit im Jahr 2008 unter dem Namen „A|Club“ ein Programm zur Kundenbindung.<ref>Accor ködert seine Kunden. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 20. September 2008, S. 13.</ref> In allen Hotels mit drei oder mehr Sternen konnten Kunden Punkte sammeln, um diese in Prämien einzulösen oder Statusvorteile zu erreichen.<ref>Globales Punktesystem gelauncht. In: Medianet. 19. September 2008, S. 74.</ref><ref>Bettina Seipp: Wie Sie im Schlaf punkten können. In: Die Welt. 20. November 2010, S. 3 (Ressort: Reise).</ref> Accor gewann zum Beispiel Europcar und Miles & More als Partner für „A|Club“ (heute „ALL - Accor Live Limitless“ genannt).<ref>Accor lädt seine Kunden ein Leben lang in den A-Club. In: fvw. 25. September 2008, S. 13.</ref> Für seinen Dienstleistungsbereich kaufte Accor 2008 die Mehrheit an Motivano, einem britischen Unternehmen für Mitarbeitervergünstigungen.<ref>David Woods: Accor Services acquires 62 % stake in Motivano. In: Employee Benefits. 10. Januar 2008, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aufspaltung des Konzerns

Nachdem Umsatz und Gewinn aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2007 schrumpften, verordnete sich Accor einen harten Sparkurs.<ref>Accor verordnet sich harten Sparkurs. In: Handelsblatt. 26. Februar 2009, S. 14.</ref> 2009 kam es dann zu einem Streit im Management des Konzerns. Anlass war, dass Generaldirektor und Präsident des Verwaltungsrats wieder in einem Amt zusammengeführt werden sollten.<ref>Eklat beim Hotelriesen Accor. In: Handelsblatt. 25. Februar 2009, S. 15.</ref> Dies wurde von den Finanzinvestoren Colony Capital und Eurazeo vorgeschlagen, die zusammen rund 30 Prozent der Anteile hielten und so ihren Einfluss bei Accor steigern wollten.<ref>Jennifer Lachman, Lutz Meier: Accor-Chef verteidigt Investoren. In: Financial Times Deutschland. 26. Februar 2009, S. 5.</ref> Da beide Posten erst drei Jahre zuvor zur Vermeidung von Interessenkonflikten getrennt worden waren, traten einige Mitglieder des Verwaltungsrats aus Protest zurück.<ref>Hauskrach im Accor-Konzern. Umstrittenes Doppelmandat und starker Gewinnrückgang. In: Neue Zürcher Zeitung. 26. Februar 2009, S. 23.</ref> Ungeachtet dessen setzten die Investoren ihren Vorschlag letztendlich durch.<ref>Jennifer Lachman, Lutz Meier: Doppelt hält besser. In: Financial Times Deutschland. 26. Februar 2009, S. 2.</ref> Mitte 2008 kündigte Accor dann Pläne an, sein Geschäft mit Geschenk- und Restaurantgutscheinen in ein separates Unternehmen auszugliedern.<ref>Accor prüft Spaltung. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. August 2009, S. 21.</ref><ref>Accor zerlegt sich freiwillig. Hotelkonzern will Gutschein-Geschäft in eigene Gesellschaft ausgliedern. In: Handelsblatt. 28. August 2009, S. 14.</ref> Auch dies war von Finanzinvestoren immer wieder gefordert worden,<ref>Jennifer Lachman, Lutz Meier: Hotelkonzern Accor wird aufgespalten. In: Financial Times Deutschland. 28. August 2009, S. 3.</ref> weil es deutlich höhere Profite als die Hotellerie abwarf.<ref name="2009-12-16">Holger Alich: Hotelriese Accor will sich selbst zerlegen. In: Handelsblatt. 16. Dezember 2009, S. 24.</ref> Nachdem auch Verwaltungsrat und Aktionäre die Aufspaltung validiert hatten,<ref>Aktionäre stimmen für Accor-Aufspaltung. In: Börsen-Zeitung. 30. Juni 2010, S. 9.</ref> wurde der Dienstleistungsbereich Accor Services Mitte 2010 unter dem Namen Edenred an die Börse gebracht.<ref>Hotels: Accor-Servicesparte geht an die Börse. In: WirtschaftsWoche. 8. Juni 2010, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref>

Konzentration auf Hotellerie

Obwohl Edenred für einen Großteil der Marktkapitalisierung von Accor verantwortlich war,<ref name="2009-12-16" /> blieben die Aktien des Konzerns auch nach der Trennung im Leitindex CAC 40.<ref>Gesche Wüpper: Rätselraten um die Neubesetzung des französischen Leitindex. In: Die Welt. 3. September 2010, S. 19.</ref> Bei der Konzentration des Unternehmens auf die Hotellerie kam digitalen Aktivitäten immer mehr Bedeutung zu.<ref name="accorhotels.group" /><ref>Raphaela Kwidzinski: Accor stellt sich digital neu auf. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 8. November 2014, S. 5.</ref> Beispielsweise entwickelte das Unternehmen einen Online-Check-in und führte den elektronischen Versand von Rechnungen ein.<ref>Sabine Pracht: Ohne Empfang zum Zimmer. In: fvw. 22. August 2014, S. 32, 33.</ref> 2011 kündigte Accor eine Modernisierung der Hotelkette Ibis an, welche die meisten Hotels des Konzerns stellt.<ref>Ralf Klingsieck: Ibis beflügelt Accor. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 12. Februar 2011, S. 3.</ref> Häuser der Marken Etap Hotels und All Seasons wurden in Ibis Budget und Ibis Styles umbenannt.<ref>Ralf Klingsieck, Rüdiger Rüster: Ibis wird zur Mega-Marke. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 17. September 2011, S. 2.</ref> Ibis wurde damit zur zentralen Marke im Budget-Bereich.<ref>Accor: Ibis wird zentrale Budgetmarke. In: Immobilien-Zeitung. 13. September 2011, abgerufen am 27. September 2016.</ref> 2013 änderte Accor erneut seine Organisationsstruktur: Das Geschäft mit eigenen Hotels trennte man von den Management- und Franchisebetrieben.<ref>Marina Behre: Accor richtet sich neu aus. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 30. November 2013, S. 7.</ref> Accor kehrte damit als strategischer Investor auf den Markt für Hotelimmobilien zurück und öffnete später seine Immobiliensparte auch für externe Investoren.<ref>Accor besinnt sich auf die Immobilienwerte. In: Immobilien-Zeitung. 5. Dezember 2013, S. 4.</ref><ref>Hotelkette: Accor baut Geschäft um und enttäuscht Anleger. In: Handelsblatt. 27. November 2013, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref><ref>Accor sucht Investoren. In: Börsen-Zeitung. 21. Juli 2016, S. 6.</ref>

Um die Konzentration auf die Hotellerie auch nach außen stärker zu präsentieren, tritt der Konzern seit 2015 ausschließlich unter der Marke AccorHotels auf, während sich der juristische Name der Dachgesellschaft bisher nicht änderte.<ref name="infogreffe.com">Company information. In: Infogreffe. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. April 2017; abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2016 übernahm AccorHotels dann FRHI mit seinen Hotelketten Fairmont, Raffles und Swissôtel, die allesamt in der gehobenen Kategorie angesiedelt sind.<ref>Accorhotels kauft Fairmont, Raffles und Swissôtel. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 12. Juli 2016, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Ferner vereinbarte Accor mit der Hamburger Hotelkette 25hours eine strategische Partnerschaft,<ref>Martin Kopp: Hotelkette Accor steigt bei 25hours ein. In: Hamburger Abendblatt. 9. November 2016, S. 7.</ref><ref>Rolf Westermann: Paukenschlag: Accorhotels steigt bei 25hours ein. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 7. November 2016, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> im Rahmen derer AccorHotels 30 % an 25hours erwarb.<ref>Accor beteiligt sich an 25hours. In: Immobilien-Zeitung. 10. November 2016, S. 7.</ref> Unter dem Namen Jo&Joe rief AccorHotels eine Hotelkette ins Leben, die sich dediziert an die Generation Y richtet.<ref>Jule Zentek: Hotels für die Generation Y. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. 26. November 2016, S. 11.</ref> Außerdem intensivierte der Konzern seine Bemühungen, die CO2-Emissionen seiner Häuser signifikant zu reduzieren.<ref>Peter Maurer: Accor will nur noch CO2-arme Hotels. In: Immobilien-Zeitung. 14. April 2016, abgerufen am 22. März 2017.</ref> Zuletzt erhielt der Konzern größere Aufmerksamkeit für den Einzug von Nicolas Sarkozy in den Verwaltungsrat.<ref>Axel Veiel: Neuer Job: Nicolas Sarkozy künftig als Hotelier tätig. In: Berliner Zeitung. 22. Februar 2017, abgerufen am 22. März 2017.</ref> Er wird sich dort in einem neu geschaffenen Gremium um die Strategie des Konzerns kümmern.<ref>Sarkozy wird Chef-Stratege von Hotelkette. In: Spiegel Online. 21. Februar 2017, abgerufen am 22. März 2017.</ref>

2020 übernahm Accor die Hotelkette Mama Shelter, die Serge Trigano, Sohn von Gilbert Trigano (Club Med) 2008 gegründet hatte. Es handelt sich um sogenannte Lifestyle Hotels.<ref>Guy Dutheil: Mama Shelter accélère son développement dans « l’hôtellerie lifestyle ». In: Le Monde. 31. Dezember 2019, abgerufen am 25. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Konzern-Umstrukturierung 2022

2022 hat der Hotelkonzern Accor seine Unternehmensstruktur umgestaltet. Dazu wurde er in zwei getrennte Geschäftsbereiche geteilt. Das Ziel ist unter anderem, die eigene Führungsposition auszubauen.
Wie das Unternehmen mitteilte, wird die Umstrukturierung zum 1. Oktober 2022 erfolgt sein. Ab dann ist der Konzern in die Bereiche „Luxury & Lifestyle Division“ und „Economy, Midscale & Premium Division“ geteilt.<ref name="KU">Hotelkonzern Accor strukturiert um In: Tophotel.de, 8. Juli 2022, abgerufen am 13. Juli 2022.</ref>

Luxury & Lifestyle Division

Dieser Bereich vereint Luxusmarken wie Sofitel, McAllery und Fairmont mit insgesamt 379 Hotels weltweit (Stand 2025). Zu den Lifestyle Einheiten der Gruppe zählen eine Bandbreite von Marken wie z. B. Rixos, The Hoxton, Mama Shelter, 25 Hours, SLS und weitere, die oft nur regionale Bekanntheit haben. Zu diesem Bereich gehören 214 Hotels weltweit (Stand 2025).<ref name="Marken" />

Premium, Midscale & Economy Division

Der Premium Bereich umfasst insbesondere die Marken Pullman, Swissôtel und Mövenpick. Zur Midscale Sparte zählen u. a. Novotel und Mercure. Die bekanntesten Marken im Economy Segment sind Ibis sowie Hotel F1 (früher „Formule 1“). Die Division soll Führungspositionen in Europa, Lateinamerika, Asien-Pazifik und im Nahen Osten einnehmen und sich um vier regionale Hauptquartiere in Paris, São Paulo, Singapur und Shanghai gruppieren. Laut Accor wird die Strategie darauf ausgerichtet sein, die Entwicklung zu beschleunigen, etwa durch Franchising und die Verjüngung der Marken.<ref name="KU" />

Orient Express Sailing Yachts

Unter der Marke Orient Express Sailing Yachts<ref>[1] Website Orient Express Sailing Yachts, abgerufen am 26. März 2025</ref> werden mit dem Neubau zweiter hochmodernen Gigasegelyachten, der OE Corinthian und der OE Olympian, unter der Federführung von Accor Luxuskreuzfahrten angeboten.

Gebaut werden die Yachten nach dem Silenseas-Konzept<ref>Silenseas, the ship of the future Website Chantiers de l’Atlantique, abgerufen am 26. März 2025</ref> von Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire, Frankreich. Das Konzept wurde von dem Pariser Architekten Maxime d'Angeac für OE weiterentwickelt. Das nostalgisch anmutende Interieur ist an das des gleichnamigen Luxuszuges Orient Express angeglichen. Mit einer Länge vom 220 m und einer Breite von 25,20 m haben maximal 130 Gäste in 54 Suiten Platz. Diese haben eine Größe von durchschnittlich 70 m². Das Verhältnis „Gäste zu Crew“ ist 1:1,3<ref>OE Corinthian Website Chantiers de l’Atlantique, abgerufen am 26. März 2025</ref>.

Die beiden Yachten werden durch die Solid-Sail-Technologie<ref>SolidSail Website SolidSail by Chantiers de l’Atlantique, abgerufen am 26. März 2025</ref>, entwickelt von Chantiers, nachhaltig betrieben. Drei starre Segel haben je eine Fläche von ca. 1.500 m²; diese werden an drei kippbaren Masten von mehr als 100 Meter Höhe gehisst. Hierdurch kann im Idealfall ein 100%iger Segelbetrieb mit einer Geschwindigkeit von bis zu 17 Knoten erreicht werden. Der alternative Elektromotor soll, wenn für Kreuzfahrtschiffe genehmigt, mit grünem Wasserstoff betrieben eine max. Geschwindigkeit von 15 Knoten erreichen.

Der Stahlschnitt der OE Corinthian war im April 2024, die Kiellegung im Januar 2025. Das Aufschwimmen ist für Juni 2025 geplant, die Auslieferung für März 2026. Einsatzgebiet ist im Sommer das Mittelmeer, im Winter die Karibik. Im Sommer wurden die Maste montiert.<ref>Saint-Nazaire : le premier voilier de croisière d’Orient Express a reçu ses trois mâts. Abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das zweite Schiff dieser Klasse, die OE Olympian, soll 2027 ausgeliefert werden. Der Stahlschnitt war am 30. Januar 2025, die Kiellegung am 19. November 2025.<ref>Construction Starts for Orient Express Olympian at Chantiers. In: cruiseindustrynews.com. 19. November 2025, abgerufen am 20. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Accor kündigte eine Option für zwei weitere Solid-Sail-Schiffe an, was eine Flotte von insgesamt vier Segelkreuzfahrtschiffen bedeuten würde.<ref>Michèle Valandina: Chantiers de l’Atlantique cuts steel for Orient Express Corinthian. In: Seatrade Cruise News. 1. April 2024, abgerufen am 9. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The contract also includes an option for two additional vessels.“</ref>

Flotte

Name BRZ Besatzung Kabinen Bauwerft Status/Verbleib Foto
OE Corinthian 26.200 170 54 (nur Suiten) Chantiers de l’Atlantique in Bau / Auslieferung geplant 02/2026
Datei:Le paquebot à voile Orient Express Corinthian à quai au port de Saint-Nazaire.jpg
OE Olympian 26.200 170 54 (nur Suiten) Chantiers de l’Atlantique in Bau / Auslieferung geplant 01/2027

Organisation

Das Grundkapital von Accor beträgt 854.303.010 Euro, eingeteilt in 284.767.670 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils drei Euro.<ref name="AccorHotels Bylaws" /> Sie werden an der Euronext in Paris gehandelt.<ref name="euronext.com" /> Die Führung des Unternehmens obliegt einem Verwaltungsrat (Board of Directors), dessen Mitglieder von den Aktionären bestimmt werden. Zusätzlich repräsentiert mindestens ein Direktor die Mitarbeiter des Konzerns. Kein Mitglied des Verwaltungsrats darf über 75 Jahre alt sein, nicht mehr als ein Drittel über 70.<ref name="AccorHotels Bylaws">Bylaws as of December 31st, 2016. (PDF) AccorHotels, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Board of Directors

Der Verwaltungsrat ist das oberste Leitungs- und Kontrollgremium von AccorHotels. Ihm obliegen alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung.<ref>Was ist ein Board? In: Harvard Business Manager. Abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> AccorHotels verwendet das monistische System.<ref name="AccorHotels Bylaws" /> Das Gremium ist derzeit mit 16 Direktoren besetzt: Sheikh Nawaf Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani, Vivek Badrinath, Jean-Paul Bailly, Philippe Citerne, Iliane Dumas, Mercedes Erra, Aziz Aluthman Fakhroo, Sophie Gasperment, Qionger Jiang, Iris Knobloch, Bertrand Meheut, Nicolas Sarkozy, Patrick Sayer, Isabelle Simon, Natacha Valla und Sarmad Zok.<ref>Board of Directors. AccorHotels, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dazu kommt Sébastien Bazin, seit 2013 Vorsitzender des Verwaltungsrats (Chairman) und Chief Executive Officer von AccorHotels.<ref>Sébastien Bazin wird neuer Accor-Chef. In: Börsen-Zeitung. 28. August 2013, S. 16.</ref><ref>Sabine Pracht: Warum Accor-Chef Sébastien Bazin nicht mehr allein entscheiden will. In: fvw. 19. Februar 2016, S. 24–26.</ref> Zuvor war er Europachef des Investmentfonds Colony Capital.<ref>Lutz Meier: Der nach den Sternen greift. In: Financial Times Deutschland. 28. August 2009, S. 2.</ref>

Executive Committee

Die beiden Geschäftsbereiche von AccorHotels, „HotelInvest“ und „HotelServices“, haben ihre eigene Führungs- und Berichtsstruktur. Sie werden jedoch von einem gemeinsamen Gremium geleitet, dem sogenannten Executive Committee.<ref name="Annual Report 2015" /> Es ist vergleichbar mit dem Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft. Das Executive Committee entscheidet beispielsweise über alle Projekte mit mehr als fünf Millionen Euro Budget.<ref name="Annual Report 2015" /> Neben Sébastien Bazin gehören dem Executive Committee 13 weitere Mitglieder an: Arantxa Balson, Gaurav Bhushan, Sven Boinet, Chris J. Cahill, Steven Daines, Jean-Jacques Dessors, Michael Issenberg, Patrick Mendes, Jean-Jacques Morin, Amir Nahai, John Ozinga, Laurent Picheral und Sophie Stabile.<ref>Executive Committee. AccorHotels, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Hotelmarken

Im Geschäftsjahr 2025 hatte Accor weltweit 5.836 Hotels mit 881.427 Zimmern. Frankreich war 2015 mit 1.598 Hotels und 144.009 Zimmern der größte Markt des Konzerns.<ref name="Annual Report 2015" /> 331 Häuser befanden sich 2015 im Eigentum von Accor, die restlichen Hotels waren fest oder variabel gemietet, geleast oder wurden als Franchise betrieben.<ref name="Annual Report 2015" /> Die Marke mit den meisten Hotels ist Ibis, zu der auch Ibis Budget und Ibis Styles gehören.<ref>Susannne Stauß: So wird aus Ibis eine Mega-Marke. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 6. Oktober 2012, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> In Europa ist Ibis Marktführer, sowohl gemessen an der Zahl der Hotels als auch nach Zimmern.<ref>Ibis becomes largest hotel operator in Europe. In: Breaking Travel News. 18. Februar 2013, abgerufen am 27. September 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ibis ist mit Ibis Styles, Ibis Budget, BreakFree und greet dem Economy-Bereich von Accor zuzuordnen.

Datei:Ibis Hotel Logo 2016.png
Logos der Hotelkette Ibis
Übersicht der Hotelketten nach Marken und Regionen (2025)<ref name="Marken">Annual Report 2025. (PDF) In: Accor Website. S. 98, abgerufen am 19. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Markenkategorie Europa Nahost Asien Pazifik Mittlerer
Osten Afrika
Amerika Gesamt
Luxury 130 120 58 71 379
Lifestyle 86 24 61 43 214
Premium 78 310 122 22 529
Midscale 985 710 77 118 1890
Multibrand 12 27 2 12 53
Economy 1853 558 57 303 2771
Summe 3141 1749 377 569 5836

Kontroversen

2016 berichtete das TV-Magazin ZDFzoom über die irreführende Verwendung von Hotelsternen.<ref name="ZDFzoom">Andreas Baum: Können Sterne lügen? ZDF, 20. Juli 2016, abgerufen am 17. Januar 2022.</ref> Die beanstandeten Häuser seien nicht vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband klassifiziert, sondern hätten sich die Sterne selbst verliehen.<ref>Dem Sternen-Schwindel auf der Spur. In: Kölnische Rundschau. 23. Juli 2016.</ref> Betroffen von den Vorwürfen war beispielsweise auch das Sofitel am Berliner Gendarmenmarkt.<ref>Raphaela Kwidzinski: Der Schmu mit den Sternen. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 30. Juli 2016, S. 3.</ref> Die Direktion rechtfertigte die falsche Angabe gegenüber ZDFzoom mit einer „Kommunikationspanne“.<ref>Hotels in Deutschland: Der große Sternenschummel. In: Spiegel Online. 21. Juli 2016, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> Accor bedauerte die irrtümliche Verwendung von Sternen und betonte, man habe ein hohes Interesse an einer korrekten Klassifizierung.<ref name="ZDFzoom" /> Das Hotel selbst wurde nach der Sendung offiziell klassifiziert.<ref>Sofitel Berlin Gendarmenmarkt. In: Deutsche Hotelklassifizierung. Abgerufen am 28. März 2017.</ref>

Im März 2019 berichtete der Sender ABC über Vorwürfe, die Hotelkette würde Aborigines gezielt in schlechteren Zimmern unterbringen, als andere Gäste. Eine entsprechende Anweisung hätte es im Juni 2018 per E-Mail an die Mitarbeiter gegeben. Der Sender habe daraufhin selbst zum Test zwei Buchungen vorgenommen. Die Vorwürfe hätten sich daraufhin bestätigt. Auch ein Mitarbeiter des Hotels bestätige dies. Accor kündigte an, den Vorwürfen nachzugehen.<ref>Australien: Brachte Accor-Hotel Aborigines absichtlich schlechter unter? In: Spiegel Online. 9. März 2019 (spiegel.de [abgerufen am 9. März 2019]).</ref>

In die Amtszeit von Sébastien Bazin fallen auch einige Fehlentscheidungen: 2015 öffnete er das interne Buchungssystem auch für Konkurrenten, um neuen Firmen wie Booking oder Expedia Konkurrenz zu machen. Nach Protesten der eigenen Häuser musste er diese Entscheidung wieder zurücknehmen. 2018 kaufte Accor den Staatsanteil der Luftlinie Air France KLM, die damals in finanziellen Schwierigkeiten war. Wegen drohender Verluste musste er diese Beteiligung kurze Zeit später mit Verlust verkaufen.<ref>Bruno Declairieux: Les 10 ans de Bazin. In: Capital. Nr. 383. Prisma Media, Gennevilliers August 2023, S. 38 ff.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: AccorHotels – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Annual Report 2015"> Annual Report 2015. (PDF) AccorHotels, S. 4, 6, 9, 11, 15, 37, 127, abgerufen am 20. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>

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