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Hermann Weinbuch

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Hermann Weinbuch Vorlage:SportPicto
Hermann Weinbuch (2018)

Hermann Weinbuch (2018)

Nation DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 22. März 1960 (66 Jahre)
Geburtsort BischofswiesenDeutschland
Größe 178 cm
Gewicht 69 kg
Beruf Bundestrainer
Karriere
Verein SK Berchtesgaden
Status zurückgetreten
Karriereende 1987
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 1985 Seefeld Einzel
Gold 1985 Seefeld Team
Bronze 1987 Oberstdorf Einzel
Gold 1987 Oberstdorf Team
 Nordische Junioren-Ski-WM
Gold 1978 Murau Einzel
Gold 1979 Mte. St. Anne Einzel
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 17. Dezember 1983
 Weltcupsiege (Einzel) 07  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 03  (Details)
 Gesamtweltcup 01. (1985/86)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 7 6 2
 Team 3 0 0
 

Hermann Weinbuch (* 22. März 1960 in Bischofswiesen) ist ein ehemaliger deutscher Nordischer Kombinierer und ehemaliger Bundestrainer der Nordischen Kombinierer im Deutschen Skiverband (DSV). Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 und 1987 gewann er drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Zudem gewann er in der Saison 1985/86 den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination. Die von ihm als Bundestrainer betreuten Sportler gewannen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften 57 Medaillen (Stand 2023).<ref>Trainer Weinbuch macht nach 27 Jahren Schluss. In: sportschau.de, 4. März 2023.</ref>

Karriere

Als Aktiver

Im Juniorenbereich nahm er 1978 an den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften in Murau teil und gewann im Einzelwettbewerb vor den beiden DDR-Athleten Andreas Fleischmann und Uwe Dotzauer. Ein Jahr später verteidigte er seinen Titel bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften in Mont Sainte-Anne und gewann vor seinen beiden Landsmännern Martin Schartel und Hubert Schwarz. Er nahm zudem 1982 und 1984 an den Nordischen Skiweltmeisterschaften teil und belegte mit dem Team in Oslo den vierten und in Rovaniemi den fünften Platz. Bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo belegte er im Einzelwettbewerb den achten Platz.

In der Saison 1983/84 nahm er an dem erstmals ausgetragenen Weltcup der Nordischen Kombinierer teil und debütierte am 17. Dezember 1983 beim ersten Wettbewerb der Saison. Er beendete den Wettkampf in Seefeld auf dem 15. Platz und holte damit einen Weltcuppunkt. Am Ende der Saison belegte er mit insgesamt 42 Weltcuppunkten den 10. Platz in der Gesamtwertung.

In der Saison 1984/85 feierte er beim Heimweltcup in Schonach seinen ersten Weltcupsieg. Er gewann das Rennen vor dem Norweger Geir Andersen und seinem Teamkollegen Hubert Schwarz. Mit dem ersten Weltcupsieg im Rücken gewann er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 in Seefeld zwei Goldmedaillen. Im Einzelwettbewerb gewann er vor Geir Andersen und Jouko Karjalainen und im Team gemeinsam mit Thomas Müller und Hubert Schwarz vor den Mannschaften aus Norwegen und Finnland. In der Gesamtwertung der Saison belegte er mit insgesamt 126 Punkten den zweiten Platz hinter dem Norweger Geir Andersen.

Durch Siege in Schonach, Murau, Lahti und Štrbské Pleso sicherte er sich mit insgesamt 120 Punkten den ersten Platz in der Gesamtwertung des Weltcups 1985/86 vor seinem Teamkollegen Thomas Müller und dem Norweger Geir Andersen. Er war damit der erste Weltcupsieger, der nicht aus Norwegen kam.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1987 im heimischen Oberstdorf verteidigte er mit Hans-Peter Pohl und Thomas Müller den Titel im Team-Wettbewerb, was einer Nation zum ersten Mal gelang. Im Einzelwettbewerb gelang ihm dies nicht, hinter den Norwegern Torbjørn Løkken und Trond Arne Bredesen gewann er aber die Bronzemedaille. Im Gesamtweltcup belegte er hinter Torbjørn Løkken mit insgesamt 100 Punkten den zweiten Platz. Nach der Saison beendete er seine aktive Karriere und verabschiedete sich mit einem Sieg in Oslo aus dem Weltcup.

Für seine sportlichen Erfolge wurde er 1985 vom Bundespräsidenten mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Who is Who (Deutschland) 2009, Seite 3510</ref>

Als Trainer

Nach der aktiven Karriere absolvierte Weinbuch eine Ausbildung zum Diplomtrainer an der Sporthochschule in Köln. Anschließend wurde er zunächst im Nachwuchsbereich eingesetzt. Im Jahr 1996 wurde er Bundestrainer für die Nordische Kombination.<ref name="Anzeiger" >Vom erfolgreichen Aktiven zum Medaillenschmied Berchtesgadener Anzeiger, 28. Februar 2015.</ref> Seitdem hatte er mit einer kurzen Unterbrechung diese Position inne. Die deutschen Athleten gewannen unter seiner Führung eine Vielzahl an Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen und waren sehr erfolgreich im Weltcup.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kombinierer-Trainer Hermann Weinbuch wird 50 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. März 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de Focus online, 22. März 2010.</ref> Nachdem Weinbuch nach den Weltmeisterschaften 2011 angekündigt hatte, sich als Bundestrainer zurückziehen zu wollen, wurde eigens eine Cheftrainer-Funktion für ihn geschaffen.<ref>Neuer Cheftrainer für die Kombinierer Merkur.de, 7. April 2011.</ref> Nach 27 Jahren beendete er nach der Saison 2022/23 die Tätigkeit als Bundestrainer.

Erfolge

Medaillen bei Weltmeisterschaften

Platzierungen bei Olympischen Winterspielen Datei:Olympic rings without rims.svg

Jahr und Ort Wettbewerb
Gundersen (NK) Großschanze (SP)
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1980 Lake Placid 16. 48.
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg 1984 Sarajevo 08.
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg 1988 Calgary 29.

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 5. Januar 1985 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Schonach Gundersen Normalschanze
2. 16. März 1985 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Oslo Gundersen Großschanze
3. 4. Januar 1986 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Schonach Gundersen Normalschanze
4. 18. Januar 1986 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Murau Gundersen Normalschanze
5. 28. Februar 1986 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Lahti Gundersen Normalschanze
6. 22. März 1986 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Štrbské Pleso Gundersen Normalschanze
7. 21. März 1987 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Oslo Gundersen Großschanze

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 25. Januar 1985 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Seefeld Staffel<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1
2. 8. März 1986 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Falun Staffel<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2
3. 19. Februar 1987 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Oberstdorf Staffel<templatestyles src="FN/styles.css" /> 3
<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Mit Thomas Müller und Hubert Schwarz. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Nordischen Skiweltmeisterschaften statt, zählte aber auch zum Weltcup.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Mit Thomas Müller und Hubert Schwarz.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
3 
Mit Thomas Müller und Hans-Peter Pohl. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Nordischen Skiweltmeisterschaften statt, zählte aber auch zum Weltcup.

Auszeichnungen

Sportler

Trainer

Familie

Sein Vater Helmut Weinbuch war Funktionär im Deutschen Skiverband und im Internationalen Skiverband. Weinbuch ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Weblinks

Commons: Hermann Weinbuch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1925: Otakar Německý | 1926: Johan Grøttumsbråten | 1927: Rudolf Burkert | 1929: Hans Vinjarengen | 1930: Hans Vinjarengen | 1931: Johan Grøttumsbråten | 1933: Sven Selånger | 1934: Oddbjørn Hagen | 1935: Oddbjørn Hagen | 1937: Sigurd Røen | 1938: Olaf Hoffsbakken | 1939: Gustl Berauer | 1941: Gustl Berauer (inoffiziell) | 1950: Heikki Hasu | 1954: Sverre Stenersen | 1958: Paavo Korhonen | 1962: Arne Larsen | 1966: Georg Thoma | 1970: Ladislav Rygl | 1974: Ulrich Wehling | 1978: Konrad Winkler | 1982: Tom Sandberg | 1985: Hermann Weinbuch | 1987: Torbjørn Løkken | 1989: Trond Einar Elden | 1991: Fred Børre Lundberg | 1993: Kenji Ogiwara | 1995: Fred Børre Lundberg | 1997: Kenji Ogiwara | 1999: Bjarte Engen Vik | 2001: Bjarte Engen Vik | 2003: Ronny Ackermann | 2005: Ronny Ackermann | 2007: Ronny Ackermann | 2009: Todd Lodwick | 2011: Eric Frenzel | 2013: Jason Lamy Chappuis | 2015: Johannes Rydzek | 2017: Johannes Rydzek | 2019: Jarl Magnus Riiber | 2021: Jarl Magnus Riiber | 2023: Jarl Magnus Riiber | 2025: Jarl Magnus Riiber

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1982: DotzauerSchmiederWinkler | 1984: AndersenBøgsethSandberg | 1985: MüllerSchwarzWeinbuch | 1987: WeinbuchPohlMüller | 1989: T. E. EldenBredesenB. J. Elden | 1991: CsarOfnerSulzenbacher | 1993: KōnoAbeK. Ogiwara | 1995: AbeT. Ogiwara, K. OgiwaraKōno | 1997: SkardVik, ApelandLundberg | 1999: ManninenNurmela, MantilaLajunen | 2001: BraatenRotevatn, VikHammer | 2003: M. GruberDenifl, BielerGottwald | 2005: TandeKlementsen, MoanHammer | 2007: KoivurantaRyynänen, TallusManninen | 2009: MinatoKatō, WatabeKobayashi | 2011 Großschanze: KreinerB. Gruber, GottwaldStecher; Normalschanze: KreinerB. Gruber, GottwaldStecher | 2013: BraudLaheurte, LacroixLamy Chappuis | 2015: EdelmannFrenzel, RießleRydzek | 2017: KircheisenFrenzel, RießleRydzek | 2019: BjørnstadSchmid, GraabakRiiber | 2021: BjørnstadGraabak, OftebroRiiber | 2023: AndersenOftebro, GraabakRiiber | 2025: RydzekThannheimer, SchmidGeiger Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

1983/84: Tom Sandberg | 1984/85: Geir Andersen | 1985/86: Hermann Weinbuch | 1986/87: Torbjørn Løkken | 1987/88: Klaus Sulzenbacher | 1988/89: Trond Arne Bredesen | 1989/90: Klaus Sulzenbacher | 1990/91: Fred Børre Lundberg | 1991/92: Fabrice Guy | 1992/93: Kenji Ogiwara | 1993/94: Kenji Ogiwara | 1994/95: Kenji Ogiwara | 1995/96: Knut Tore Apeland | 1996/97: Samppa Lajunen | 1997/98: Bjarte Engen Vik | 1998/99: Bjarte Engen Vik | 1999/2000: Samppa Lajunen | 2000/01: Felix Gottwald | 2001/02: Ronny Ackermann | 2002/03: Ronny Ackermann | 2003/04: Hannu Manninen | 2004/05: Hannu Manninen | 2005/06: Hannu Manninen | 2006/07: Hannu Manninen | 2007/08: Ronny Ackermann | 2008/09: Anssi Koivuranta | 2009/10: Jason Lamy Chappuis | 2010/11: Jason Lamy Chappuis | 2011/12: Jason Lamy Chappuis | 2012/13: Eric Frenzel | 2013/14: Eric Frenzel | 2014/15: Eric Frenzel | 2015/16: Eric Frenzel | 2016/17: Eric Frenzel | 2017/18: Akito Watabe | 2018/19: Jarl Magnus Riiber | 2019/20: Jarl Magnus Riiber | 2020/21: Jarl Magnus Riiber | 2021/22: Jarl Magnus Riiber | 2022/23: Johannes Lamparter 2023/24: Jarl Magnus Riiber | 2024/25: Vinzenz Geiger

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