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Mini (BMW Group)

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Mini
Mini-Logo

Besitzer/Verwender BMW

Inhaber BMW
Einführungsjahr 2001
Produkte Automobile
Märkte Weltweit
Website www.mini.de

Mini (Eigenschreibweise: MINI) ist eine Anfang 2001 unter Federführung der BMW Group, von Rover entwickelte Automarke als Neuauflage des englischen Kleinwagens Mini von Alec Issigonis. Mit der Entwicklung des Mini als moderne Neuauflage des Mini, begann die MG Rover Group bereits in den 1990er Jahren, vor der Übernahme durch BMW. Das Äußere und auch der Innenraum wurden dem klassischen Vorbild nachempfunden, aber die Größe entspricht einem heutigen Kleinwagen bzw. damaligem Mittelklassewagen.

Geschichte der Marke

Datei:Mini Munich.jpg
Mini in München
Datei:1997 concept Mini ACV30.jpg
Erstes Mini-Konzept ACV 30, 1997
Datei:Mini Vision Urbanaut IAA 2021 1X7A0298.jpg
Studie Vision Urbanaut, 2021
Datei:Mini Aceman Concept IAA 2023 1X7A0398.jpg
Studie Aceman Concept, 2022

Mini-Modelle wurden ursprünglich unter verschiedenen Marken, wie Austin, Morris, Wolseley oder Riley, angeboten und bei Innocenti und Authi in Lizenz gebaut. Später begann der Eigentümer BMC (später British Leyland, Austin Rover und schließlich Rover Group) jedoch, Mini als eigene Marke zu behandeln und nutzte dazu verschiedene Varianten des bekannten Logos mit dem geflügelten „MINI“-Schriftzug. Diese Marke kam mit der Übernahme Rovers zu BMW.

Die Entwicklung des Mini als moderne Neuauflage des Mini begann die MG Rover Group in den 1990er Jahren, bevor BMW sie 1994 komplett übernommen hatte. Noch bevor die Entwicklung abgeschlossen war, trennte sich BMW wieder von Rover, behielt aber die Marke „Mini“ und verlagerte die weitere technische Entwicklung nach München. Im Jahr 1997 zeigte BMW zwei Mini-Studien (Mini ACV 30 und Mini Spiritual).<ref>https://de.motor1.com/features/448164/bmw-mini-studien-bis-2000/5226598</ref><ref>de.motor1.com vom Oktober 2020, Der Weg zum BMW-Mini: Es hätte auch anders kommen können, abgerufen am 24. April 2021.</ref> Die erste Studie wurde 30 Jahre nach dem letzten Sieg auf der Rallye Monte Carlo dort vorgestellt (Anniversary Concept Vehicle).<ref>zwischengas.com am 13. November 2019, Bald 20 Jahre Mini von BMW, abgerufen am 5. Mai 2021.</ref>

Die Produktion des Mini wurde im alten Morris-Werk Cowley bei Oxford angesiedelt. Bis dahin war dort der Rover 75 hergestellt worden, dessen Produktion nach Longbridge bei Birmingham verlagert wurde. Das Werk wurde in BMW Works Oxford umbenannt und für die Produktion des aktuellen Mini modernisiert. Einzelne Teile werden in den Werken in Swindon und Hams Hall<ref name="pm">Der neue Mini. Pressemappe</ref>, der Mini Countryman sowie der Paceman bis 2017 im Magna-Steyr-Werk in Graz (Österreich) gefertigt.<ref name="adac-countryman">adac.de, Mini Countryman, abgerufen am 8. Mai 2021.</ref>

Bei VDL NedCar in Born wurde von 2014 bis 2024 der Mini und seit 2017 die zweite Generation des Mini Countryman auch als Auftragsproduktion gefertigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Auftragsfertigung bei VDL Nedcar“, abgerufen am 16. November 2016 (Memento vom 14. November 2016 im Internet Archive)</ref><ref name="adac-countryman" /> 2018 gründete BMW mit Great Wall Motor ein Joint Venture zur Herstellung von Elektroautos.<ref>BMW gründet Joint Venture in China für E-Mini. In: manager-magazin.de. 10. Juli 2018, abgerufen am 27. August 2023.</ref><ref>Elektro-Mini kommt in nächster Generation aus China. In: RedaktionsNetzwerk Deutschland, rnd.de. 23. März 2022, abgerufen am 27. August 2023.</ref> Im April 2019 wurde Bernd Körber, der schon von 2003 bis 2010 für Mini und dann bei BMW arbeitete, Markenchef von Mini.<ref>Andreas Grimm: Bernd Körber kehrt als Markenchef zu Mini zurück. In: kfz-betrieb.vogel.de. 8. April 2019, abgerufen am 6. August 2022.</ref>

Im Vorfeld des Brexits wurde deutlich, dass wenn es zu einem No-Deal-Brexit kommen würde, auf die von Großbritannien in die EU exportierten Autos 10 % Zoll gezahlt werden müssten. BMW hatte 2020 der britischen Regierung signalisiert, dass der Standort Cowley langfristig nur mit enger Anbindung an die EU wettbewerbsfähig sei.<ref>handelsblatt.com: No-Deal-Brexit: BMW könnte die Mini-Produktion verlagern (16. Dezember 2020)</ref>

Auf der IAA 2021 stellte Mini eine elektrische Van-Studie vor.<ref>Andreas Wehner: Mini krempelt die Modellpalette um. In: kfz-betrieb.vogel.de. 3. November 2021, abgerufen am 6. August 2022.</ref> Ihre Länge liegt mit 4,46 Meter etwa 15 cm über dem Countryman der zweiten Generation. Der Innenraum ist variabel, wobei den Einstellungen verschiedene Düfte zugeordnet sind, und überwiegend mit recycelten oder nachwachsenden Materialien ohne Chrom und Leder gestaltet.<ref>Manuel Lehbrink: Mini Vision Urbanaut (2021): Virtuelle Vision wird Realität. In: insideevs.de. 29. Juni 2021, abgerufen am 7. August 2022.</ref>

Im Februar 2022 wurde Stefanie Wurst, seit September 2018 Leiterin der niederländischen BMW Group Vertriebsgesellschaft, Markenchefin.<ref>Personeller Wechsel an der Spitze der Marke Mini. In: PRESSCLUB DEUTSCHLAND. BMW Group, 1. Februar 2022, abgerufen am 26. Juni 2022.</ref><ref>Götz Fuchslocher: Stefanie Wurst übernimmt die Führung bei Mini. In: automobil-produktion.de. 2. Februar 2022, abgerufen am 6. August 2022.</ref><ref>Peter Blach: Stefanie Wurst rückt an die Spitze der Marke Mini. In: automobil-events.de. 1. Februar 2022, abgerufen am 7. August 2022.</ref> In den Niederlanden war der Anteil elektrifizierter BMW-Fahrzeuge bis 2021 auf den bisherigen Höchstwert 37 Prozent gestiegen.<ref>Stefan Wimmelbücker: Stefanie Wurst übernimmt Leitung von Mini. In: automobilwoche.de. 1. Februar 2022, abgerufen am 7. August 2022.</ref> Im Sommer 2022 wurden die batterieelektrische Crossover-Studie Aceman mit einer Länge von 4,05 Meter<ref>interview: Mini Concept Aceman crossover EV debuts new design language. In: designboom.com. 4. August 2022, abgerufen am 7. August 2022.</ref> und eine weitere des Mini Electric als Cabrio vorgestellt.

Produktion

Mini-Fahrzeuge werden derzeit in zwei Hauptwerken produziert: dem BMW-Werk in Cowley im Vereinigten Königreich und dem Werk in Leipzig. In Cowley wird die fünfte Generation des Mini Cooper hergestellt, mit Plänen, später auch elektrische Minis zu produzieren. In Leipzig wird der Mini Countryman produziert, einschließlich seiner vollelektrischen Variante. Beide Produktionsstätten bieten regelmäßige Werksführungen an, bei denen Besucher die Herstellungsprozesse hautnah erleben können. In Cowley dauern die Führungen 100 Minuten und umfassen den Body-in-White-Bereich und die Endmontage mit über 1.200 Robotern im Einsatz.<ref>Führung im Mini Werk Oxford. Abgerufen am 1. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Leipzig gibt es sowohl eine 100-minütige Basis-Tour als auch eine 130-minütige erweiterte Tour, die Einblicke in die Karosseriewerkstatt, die Endmontage und die Rolle von Künstlicher Intelligenz im Lackierprozess bietet.<ref>Führung im Automobilwerk Leipzig. Abgerufen am 1. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die batterieelektrischen Modelle Mini J01 und Mini Aceman werden in einem Joint Venture mit Great Wall Motor in China (Spotlight Automotive Limited) produziert.

Verkaufszahlen

Seit dem Jahr 2012 wurden einige Jahre über 300.000 Minis weltweit verkauft, das beste Jahr war 2017 mit über 370.000 Fahrzeugen. Mit einem Anteil von 42,1 % war das dreitürige Basismodell Mini Hatch das absatzstärkste Auto aller Mini-Modelle (2013).<ref>„Unternehmensporträt Bayerische Motoren Werke“ aus Börsen-Zeitung, abgerufen am 10. Januar 2014</ref> In Deutschland waren es 2013 insgesamt 34.263 Mini-Fahrzeuge.<ref>Kraftfahrtbundesamt, Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen … Dezember 2013, (PDF; 1,6 MB), abgerufen am 25. September 2018.</ref> Jeder dritte verkaufte Mini war die SUV-Version Countryman.<ref>automobilwoche.de vom 6. Juli 2014, Facelift Countryman und Paceman: Mini startet Aufholjagd, abgerufen am 9. Mai 2021.</ref>

Zahlen für Deutschland ab 2014

Gesamtzahlen

Modelle

Interne Typbezeichnungen

Mini
Produktionszeitraum seit 2000
Klasse Kleinwagen
Karosserieversionen Kombilimousine, Cabriolet, Kombi, Kombicoupé, Roadster
Vorgängermodell Mini

Die Minis unter BMW haben unterschiedliche interne Bezeichnungen, wie die „E-Nummern“ von BMW. Bis 2012 wurden neue Modelle analog zu den Rover-Entwicklungscodes (z. B. Rover 75 = R40) aufgebaut. Die im Frühjahr 2014 neu veröffentlichten Modelle tragen die „F-Nummern“.

Die internen Bezeichnungen lauten:

Zeitleiste der Modelle

Zeitleiste der Mini-Modelle seit 2001
Fahrzeug-
klasse
Karosserie-
version
2000er 2010er 2020er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6
Kleinwagen Hatchback, 3-Türer Mini (1. Gen) (R50)
One / One D / Cooper
Mini (2. Gen) (R56)
One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD / JCW
Mini (3. Gen) (F56)
One First/ One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD / JCW
Mini (4. Gen) (F66)
Cooper C / Cooper S / JCW
Mini (1. Gen) (R53)
Cooper S
Hatchback, 5-Türer Mini (3. Gen) (F55)
One First/ One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD
Mini (4. Gen) (F65)
Cooper C / Cooper S
Cabrio Mini (1. Gen) Cabrio (R52)
One / Cooper / Cooper S
Mini (2. Gen) Cabrio (R57)
One / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD / JCW
Mini (3. Gen) Cabrio (F57)
One / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD / JCW
Mini (4. Gen) Cabrio (F67)
Cooper C / Cooper S / JCW
Shooting Brake, 3-Türer Mini (2.Gen) Clubman (R55)
One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper SD / JCW
Kompaktklasse Kombi, 5-Türer Mini (3.Gen) Clubman (F54)
One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper S / Cooper S ALL4 / Cooper SD / Cooper SD ALL4 / JCW
Sportwagen Coupé Mini (2.Gen) Coupé (R58)
Cooper / Cooper S / Cooper SD / JCW
Roadster Mini (2.Gen) Roadster (R59)
Cooper / Cooper S / Cooper SD / JCW
SUV Steilheck Mini Aceman (J05)
Mini Countryman (R60)
One / One D / Cooper / Cooper D / Cooper D All4 / Cooper S / Cooper S All4 / Cooper SD / Cooper SD All4
Mini Countryman (F60) Mini Countryman (U25)
Schrägheck Mini Paceman (R61)

Mini (R50/R52/R53, 2001–2008)

1. Generation
Mini Cooper (2001–2006)
Mini Cooper (2001–2006)

Mini Cooper (2001–2006)

Produktionszeitraum 2001–2006
(Kombilimousine, R50/R53)
2004–2008 (Cabriolet, R52)
Karosserieversionen Kombilimousine, Cabriolet
Motoren Ottomotoren:
1,6 Liter
(66–154 kW)
Dieselmotoren:
1,4 Liter
(55–65 kW)
Länge 3626–3655 mm
Breite 1688 mm
Höhe 1408–1416 mm
Radstand 2466 mm
Leergewicht 1065–1315 kg

Der Mini hat ein anderes Raumkonzept als das zitierte Vorbild. Mit 3,64 m ist er deutlich länger. Der eigentliche Mini wurde als Auto für Leute mit wenig Geld und wenig Stellplatz konzipiert. So waren die Räder besonders klein, damit sie nicht weit in den Innenraum ragen.

Der neue Mini von BMW hingegen ist als sportliches Lifestyle-Fahrzeug mit Go-Kart-ähnlichem Fahrverhalten positioniert. Sein Design begann Frank Stephenson<ref>autodesignmagazine.com vom 28. April 2020, How I Redesigned the Mini, abgerufen am 5. Mai 2021.</ref> und wurde unter Gert Volker Hildebrand fertiggestellt.<ref name="ams-Hildebrand">auto-motor-und-sport.de, Gert Volker Hildebrand (Archivlink), abgerufen am 5. Mai 2021.</ref><ref>n-tv.de vom 31. Januar 2021, Mini-Facelift für den Mini, abgerufen am 8. April 2021.</ref> Den neuen Mini gab es ab Juni 2001 in verschiedenen Ausstattungs- und Designvarianten: Als Benziner gab es den Mini als One (66 kW/90 PS), Cooper (85 kW/116 PS) und Cooper S (120 kW/163 PS; mit Kompressor). Die drei 1,6-Liter-Reihenvierzylinder-Benzinmotoren stammten von Tritec, einem Joint Venture mit Chrysler. Ab 2003 als Mini One D („D“ für Diesel) zunächst mit 55 kW/75 PS, dessen Motor aus dem Toyota Yaris (XP10) stammt.<ref>Mini’s Diesel von Toyota. manager-magazin.de, 13. Mai 2002, abgerufen am 28. März 2021.</ref>

Mini Cabrio (R52)

Datei:MINI Cooper S Convertible 2005.jpg
Mini Cabrio (2004–2008)

Das Mini Cabrio wurde auf dem Genfer Auto-Salon 2004 vorgestellt. Auch an der Entstehung dieser Variante hat Gert Volker Hildebrand maßgeblich mitgearbeitet.<ref name="ams-Hildebrand" /> Das Cabrio hat ein vollautomatisches Stoffverdeck, das ähnlich einem Schiebedach auch nur teilweise geöffnet werden kann. Die Heckklappe wird wie bei einem Pick-up nach unten geklappt, wie es schon bei dem klassischen Mini war. Die Heckscheibe ist aus Glas und hat eine Scheibenheizung. Das Mini Cabrio wurde als One, Cooper und Cooper S eingeführt.

Sondermodelle

Es gab verschiedene Sondermodelle, je nach Version in fast allen Motorisierungsvarianten. Die Modelle sind von außen durch entsprechende Bezeichnungen als Sondermodell erkennbar.

Mini (R55/R56/R57/R58/R59/R60/R61, 2006–2016)

2. Generation
Mini Cooper (2006–2014)
Mini Cooper (2006–2014)

Mini Cooper (2006–2014)

Produktionszeitraum 2006–2014 (Kombilimousine, R56)
2007–2014 (Kombi, R55)
2009–2016 (Cabriolet, R57)
2011–2015 (Coupé, R58)
2012–2015 (Roadster, R59)
Karosserieversionen Kombilimousine, Kombi, Kombicoupé, Cabriolet, Roadster
Motoren Ottomotoren:
1,4–1,6 Liter
(70–160 kW)
Dieselmotoren:
1,6–2,0 Liter
(66–105 kW)
Länge 3699–3958 mm
Breite 1683 mm
Höhe 1407 mm
Radstand 2466–2547 mm
Leergewicht 1135–1230 kg


Am 18. November 2006 wurde die zweite Auflage des neuen Mini bei den Händlern vorgestellt. Sie wurde durch eine etwas längere und höhere Motorhaube für den Fußgängerschutz optimiert.

Der Mini startete im Herbst 2006 mit den Modellen Cooper (88 kW/120 PS) und Cooper S (128 kW/174 PS), Anfang 2007 wurden mit dem Mini One (70 kW/95 PS) und dem Cooper D (80 kW/109 PS) zwei schwächere Motorisierungen ergänzt.

Im November 2007 kam der Clubman (R55) hinzu.

Im August 2008 kamen zwei John Cooper Works-Varianten hinzu, Anfang 2009 eine neue Basismotorisierung mit 55 kW/75 PS.

Im Frühling 2009 folgte die Neuauflage des Cabrios mit drei Motorvarianten, im September 2010 die erste SUV-Variante Countryman (R60), 2012 wurde dann als SUV-Coupé der Paceman (R61) vorgestellt.

Im April 2011 kam der Mini Cooper SD (105 kW/143 PS), im Oktober desselben Jahres folgte das Mini Coupé (R58) und 2012 der davon abgeleitete Roadster (R59).

Neuerungen der Kombilimousine

Datei:Mini Cooper Facelift rear.JPG
Heckansicht

Die größten Neuerungen waren gemeinsam mit PSA Peugeot Citroën entwickelte, sparsamere Benzinmotoren. Der Cooper S nutzt dazu einen Turbolader. Der Mini Cooper D (3,9 l/100 km, 104 g CO2/km) verfügte über einen PSA-DV-Dieselmotor.

Die Ausstattungsliste wurde erweitert: So wurde erstmals eine variable Innenraumbeleuchtung Ambilight angeboten, mit der Elemente wie die Türen in farbigem, indirektem Licht beleuchtet werden. Im Innenraum konnte der Käufer zwischen neun Sitzbezügen sowie unterschiedlichen Interieuroberflächen wählen. Sicherheitsausstattungen (ASC+T oder DSC 3) waren in zwei Ausstattungspaketen enthalten.

Ab dem Modelljahr 2008 waren vier Mini-Modelle (One Minimalist 55 kW / One Minimalist 72 kW / One D / Cooper D) mit den BMW EfficientDynamics unter der markenspezifischen Bezeichnung MINIMALISM ausgestattet. Dieses beinhaltete eine Start-Stopp-Automatik (in Verbindung mit Schaltgetriebe), eine Schaltpunktanzeige, eine Bremsenergie-Rückgewinnung, Aluminium-Komponenten, Leichtbaufahrwerk und neuen Unterboden (vermindert Luftwiderstand, verstärkt Anpresskraft). Dadurch lassen sich nach Herstellerangabe Verbrauch und Emissionen um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Mini (F54/F55/F56/F57/F60, 2014–2024)

Die dritte Generation des Mini wurde im November 2013 auf der LA Auto Show vorgestellt. Ab Oktober 2014 wurde eine fünftürige Version (F55) angeboten. 2016 kam das neue Mini Cabrio (F57) auf den Markt. Die auf dem Markt relativ erfolglosen Modelle Coupé und Roadster wurden nicht neu aufgelegt. Im Jahr 2019 wurde auf der IAA der Mini Electric vorgestellt; das Serienfahrzeug kam im Februar 2020 auf den Markt.<ref name="autoprod-2020" />

Mini Clubman 2. Generation (F54, 2015–2024)

Mini Countryman (F60, 2017–2023)

Mini (F66/J01/J05/U25, seit 2023)

Die vierte Generation des Mini wurde im September 2023 vorgestellt, zunächst als elektrisch angetriebene Version J01, die gemeinsam mit Great Wall Motor entwickelt wurde. Anfang Februar 2024 folgte die Verbrennerversion F66.<ref>Johannes Riegsinger: Verbrenner-Mini vorgestellt. In: autozeitung.de. 7. Februar 2024, abgerufen am 29. April 2024.</ref> Die fünftürige Version (F65) und das Cabrio (F67) gibt es nur mit Verbrennungsmotoren.<ref name="motor1-392024">Roland Hildebrandt: Neuer Mini Fünftürer (2024): Neue Schale, alter Kern. In: de.motor1.com. 11. Juni 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.</ref><ref name="motor1-022024">Benja Hiller: Mini Cooper Cabrio (2025): Großes Facelift für Frischluft-Hatch. In: de.motor1.com. 8. Oktober 2024, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref> Das Modell Clubman entfiel.

Mini Countryman (U25, seit 2023)

Mini Aceman (J05, seit 2024)

Einen ersten Ausblick auf ein SUV unterhalb des Countrymans zeigte Mini im September 2022 mit dem Aceman Concept.<ref name="motorspo-092101">Stefan Leichsenring: Mini Concept Aceman: Der kleine Bruder des Elektro-Countryman. In: motorsport-total.com. 21. September 2022, abgerufen am 24. April 2024.</ref> Das Fahrzeug wurde wie der J01 gemeinsam mit Great Wall Motor entwickelt. Die Serienversion wurde im April 2024 auf der Beijing Auto Show vorgestellt, der Marktstart erfolgte im Herbst 2024. Den Aceman gibt es nur als Elektroauto.<ref name="auto-mot-Mini_Ace">Thomas Harloff, Uli Baumann, Holger Wittich: Im Sandwich von Cooper und Countryman. In: auto-motor-und-sport.de. 24. April 2024, abgerufen am 24. April 2024.</ref>

Zulassungszahlen

Seit dem Marktstart 2001 bis einschließlich Dezember 2025 sind in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 875.794 Mini neu zugelassen worden. Das Kraftfahrt-Bundesamt trennt dabei nicht zwischen den einzelnen Fahrzeugmodellen der Marke.

Zulassungszahlen in Deutschland

Vorlage:Datenbalken

Mini Challenge

Datei:Mini Cora Schumacher.jpg
Rennfahrzeug der Mini Challenge

Von 2004 bis 2011 gab es unter der Bezeichnung Mini Challenge eine eigene Rennsportserie für den Mini in Deutschland. Mit diesem Markenpokal wollte BMW primär Rennsporteinsteiger und Amateurpiloten als Teilnehmer ansprechen. Es durften nur Fahrzeuge eines speziell für die Serie entwickelten Modells eingesetzt werden. Veränderungen an den Fahrzeugen waren weitestgehend verboten. Bekanntheit erlangte die Serie u. a. durch die Teilnahme von Cora Schumacher; Nachfolgeserie ist die Mini Trophy.

Neben der Mini Challenge Deutschland bzw. Schweiz gab bzw. gibt es Mini-Challenge-Serien auch im Vereinigten Königreich, Spanien, Australien, Neuseeland, Argentinien, Brasilien und Saudi-Arabien.

Literatur

  • Othmar Wickenheiser: MINI DESIGN. Past Present Future, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-613-03123-4.
  • Holger Appel (FAZ): Mini geht unter die Fischer (10. November 2021)

Weblinks

Wiktionary: Mini – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="autoprod-2020">automobil-produktion.de vom 29. Januar 2020, Mini Cooper SE: Elektro-Fahrspaß und Schnäppchen-Potenzial, abgerufen am 16. Januar 2021.</ref> </references>