Buchholz (Stendal)
Buchholz Stadt Stendal
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(257)&title=Buchholz 52° 32′ N, 11° 47′ O
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dim=10000 | globe= | name=Buchholz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 47 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 8,98 km² | |||||
| Einwohner: | 257 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 29 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39576 | |||||
| Vorwahl: | 039361 | |||||
Lage von Buchholz in Sachsen-Anhalt
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Buchholz ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Hansestadt Stendal im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, (Deutschland).<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Buchholz, ein Haufendorf mit Kirche,<ref name="HP" /> liegt im Südosten der Altmark auf dem Tangermünder-Buchholzer Höhenzug, der zwischen der Uchte und dem Tanger die Täler um bis zu 40 Meter überragt. Der Ortsteil Bucholz ist etwa acht Kilometer von der Stendaler Innenstadt entfernt.
Nachbarorte sind Insel im Nordwesten, Döbbelin im Norden, Gohre und Dahlen im Nordosten, Dahrenstedt und Welle im Osten, Bellingen und Hüselitz im Südosten und Süden, sowie Lüderitz im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Um 1140 wurde die romanische Kirche des Dorfes errichtet.<ref name="HP" />
Im Jahre 1209 wurde ein Burchardus de Bucholth<ref name="Krabbo Regesten-a" /> oder Buchholth<ref name="Riedel-5a" /> in einer in Tangermünde ausgestellten Urkunde als Zeuge genannt.
Das Dorf wurde im Jahre 1254 als villa Bocholte erstmals erwähnt,<ref name="Krabbo Regesten-b" /> als Markgraf Otto dem Kloster Neuendorf seine Besitzungen bestätigte.<ref name="Riedel-22" /> 1282 hieß es villa Bocholte.<ref name="Riedel-5b" />
Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf als Bucholt und Bukholt aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1687 Bucholtz<ref name="HOB-12" /> und 1801 Buchholz mit Schmiede, Windmühle und Krug.<ref name="Bratring-1" />
Landwirtschaft
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 52 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 776 Hektar, eine Kirchenbesitzung hatte 24 Hektar, eine Gemeindebesitzung 2 Hektar. Enteignet wurden 109 Hektar, davon wurden 105 Hektar auf 20 Siedler aufgeteilt. Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Einheit“.<ref name="HOB-12" />
Herkunft des Ortsnamens
Der Name der Ortschaft ist deutschen Ursprungs: 1254 „bocholte“, 1540 „bockholte“, ist herzuleiten vom Buchenwald. Im Ortssiegel steht eine Buche.<ref name="Kunstdenkmale-Stendal" /><ref name="Sültmann-1932" />
Gegenwart
Durch die verkehrsgünstige Lage an der Straßenverbindung Magdeburg–Stendal wurde Buchholz in den letzten Jahren ein attraktiver Wohnstandort, mehrere Eigenheime entstanden neu.
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf Buchholz zum Tangermündeschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Lüderitz auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Kreis Stendal, dem späteren Landkreis Stendal.<ref name="HOB-12" />
Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Buchholz in den neuen Kreis Stendal. Am 1. Juli 1994 kam sie zum nun wieder vergrößerten Landkreis Stendal.<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> Bis zum 31. Dezember 2009 war Buchholz eine selbstständige Gemeinde.
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Buchholz am 9. Juni 2009, dass die Gemeinde Buchholz in die Stadt Stendal eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SDL" />
Nach der Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Buchholz wurde Buchholz ein Ortsteil der Stadt Stendal. Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Buchholz und künftige Ortsteil Buchholz wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Stendal. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Buchholz wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Buchholz, die früher zur Pfarrei Buchholz bei Stendal gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird betreut vom Pfarrbereich Stendal, Süd-West im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die ältesten überlieferten Kirchenbucheinträge für Buchholz stammen aus dem Jahre 1701.<ref name="Machholz" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Ortsbürgermeisterin
Die Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Buchholz ist Karin Schulze.<ref name="HP" />
Ortschaftsrat
Bei der Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 stellte sich die Wählergemeinschaft „Wir für Buchholz“ mit 4 Wahlvorschlägen zur Wahl. Drei Ortschaftsräte und eine Rätin wurden gewählt, einer der 5 Sitze bleibt unbesetzt. Von 209 Wahlberechtigten hatten 153 ihre Stimme abgegeben, die Wahlbeteiligung betrug damit 73,21 Prozent.<ref name="Wahl-2024" /><ref name="Wahl 2024-Note" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die aus Feldsteinen mit einem mächtigen Querturm errichtete Buchholzer Dorfkirche steht erhöht am westlichen Rand der Dorfstraße. Ihr ältestes Inventarstück ist ein Taufstein aus dem 12./13. Jahrhundert.
- Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.
- Ein Bauernhof und ein Stallgebäude stehen unter Denkmalschutz.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
- In Buchholz steht vor der Kirchenmauer ein Denkmal aus Sandsteinblöcken für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und in der Nähe ein Gedenkstein für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges.<ref name="Denkmalprojekt" />
Verkehr
Durch den Ortsteil Buchholz führt die Bundesstraße 189, die wichtigste Nord-Süd-Verbindung im Norden Sachsen-Anhalts.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse von stendalbus.<ref>Fahrplan der Linie 921. In: Stendalbus. Abgerufen am 18. April 2021.</ref>
Im nahen Stendal bestehen Bahnanschlüsse nach Hannover, Berlin, Magdeburg und Schwerin.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Hansestadt Stendal: Ortschaften der Hansestadt Stendal. In: stendal.de. 9. Juli 2020.
- Buchholz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB-SDL"> Landkreis Stendal: Gebietsänderungsvertrag über die Eingemeindung der Gemeinde Buchholz in die aufnehmende Stadt Stendal. In: Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 20, 19. Oktober 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 267–268 (landkreis-stendal.de [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 5. September 2020]). </ref> <ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref> <ref name="Bistum-MD"> Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 5. September 2020. </ref> <ref name="Bratring-1"> Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 275 (Digitalisat). </ref> <ref name="Denkmalprojekt"> Buchholz, Stadt Stendal, Landkreis Stendal. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. Juni 2020, abgerufen am 2. Oktober 2022. </ref> <ref name="EW-2012-2014"> Bernd-Volker Brahms: Erstmals seit der Wende ein Plus. In: Stendaler Volksstimme. 13. Januar 2015, S. 13. </ref> <ref name="EW-2019"> Donald Lyco: Nach zehn Jahren wieder unter 40.000. In: Stendaler Volksstimme. 10. Januar 2020, S. 13. </ref> <ref name="EW-2021"> Donald Lyko: Und es werden immer weniger. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 11. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 13. </ref> <ref name="EW-2022"> Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20. </ref> <ref name="EW-2023"> Leon Zeitz: Einwohnerzahl geht zurück. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 16. Januar 2024, DNB 1002381223, S. 13. </ref> <ref name="Hauptsatzung"> Hansestadt Stendal: Hauptsatzung der Hansestadt Stendal. Lesefassung vom Stand 2. März 2024. 2. März 2024 (stendal.de [PDF; abgerufen am 30. Juni 2024]). </ref> <ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref> <ref name="HP"> Hansestadt Stendal: Ortschaften der Hansestadt Stendal. In: stendal.de. 9. Juli 2020, abgerufen am 5. September 2020. </ref> <ref name="Krabbo Regesten-b"> Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 179, Nr. 774a (uni-potsdam.de). </ref> <ref name="Krabbo Regesten-a"> Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 113, Nr. 543 (uni-potsdam.de). </ref> <ref name="Kunstdenkmale-Stendal"> Friedrich Hoßfeld, Ernst Haetge: Der Kreis Stendal Land (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 3). Hopfer, 1933, DNB 362544441, S. 43–45. </ref> <ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 360. </ref> <ref name="Machholz"> Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925 </ref> <ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Stendal, Süd-West. In: ekmd.de. Abgerufen am 2. April 2023. </ref> <ref name="Riedel-5a"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref> <ref name="Riedel-5b"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref> <ref name="Riedel-22"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref> <ref name="Sültmann-1932"> nach Friedrich Hoßfeld: Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Stendal. In: Altmärkische Tageszeitung. Juli 1932, ZDB-ID 2511766-X, Beilage „Die Altmärkische Heimat“. </ref> <ref name="Wahl-2024">Der Stadtwahlleiter: Öffentliche Bekanntmachung Feststellung des endgültigen Wahlergebnisses der Ortschaftsratswahl in der Ortschaft Buchholz in der Hansestadt Stendal am 9. Juni 2024. Hrsg.: Hansestadt Stendal. 15. Juni 2024 (stendal.de [PDF]).</ref> <ref name="Wahl 2024-Note">Im endgültigen Wahlergebnis sind irrtümlich nur 2 Sitze statt 4 Sitzen angegeben.</ref>
<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>
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