Kurt Bodewig
Kurt Hubert Bodewig (* 26. April 1955 in Rheinberg)<ref name=":0">Kurt Bodewig im Munzinger-Archiv, abgerufen am 15. Februar 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2000 bis 2002 Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen.
Leben und Beruf
Nach der Mittleren Reife begann Bodewig eine Ausbildung zum Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Danach besuchte er die Fachoberschule Wirtschaft in Grevenbroich, die er 1976 mit dem Fachabitur verließ.<ref name=":0" /> Bis 1981 war er als Wohnungskaufmann bei der Stadtsparkasse Düsseldorf sowie in Bau- und Wohnungsunternehmen tätig. Nach der Ableistung seines Zivildienstes in einem Altenpflegeheim in Düsseldorf übernahm er dann 1981 die Leitung der Verwaltungsstelle Zivildienst beim Bezirksverband Niederrhein der AWO.<ref name=":1">Lebenslauf | Kurt Bodewig. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> Von 1986 bis 2000 arbeitete er als Abteilungsleiter beim DGB-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen.<ref name=":0" />
Bodewig ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Baltic Sea Forum e. V.<ref name=":2">Präsidium. In: Deutsche Verkehrswacht. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. Februar 2023. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und Beiratsvorsitzender der Hamburger Außenhandelsberatungsfirma Inea Solutions GmbH.<ref>Bodewig, Kurt, SPD. In: Der Spiegel. 5. Juli 2007, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> Außerdem ist er Senior Adviser beim Managementberatungsunternehmen KPMG in Berlin und Mitglied im Aufsichtsrat der Global Panel Foundation.
2007 wurde Bodewig zum Präsidenten der Deutschen Verkehrswacht e. V. gewählt und blieb es bis 2024.<ref>Neuer Bußgeldkatalog: Höhere Strafen für Verkehrssünder. ZDF, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> Seit 2015 ist er Honorarprofessor im Bereich Verkehrslogistik, insbesondere Verkehrspolitik und Verkehrsinfrastruktur, an der Hochschule Osnabrück.<ref>„Infrastrukturpolitik ist Standortpolitik“. Honorarprofessor Kurt Bodewig hält Antrittsvorlesung auf Infrastruktur-Symposium der Hochschule Osnabrück. Hochschule Osnabrück; abgerufen am 14. Juni 2015.</ref>
Kurt Bodewig ist verheiratet und hat zwei Söhne.<ref name=":1" /> Er lebt in Hamburg.
Partei
Seit 1973 ist Bodewig Mitglied der SPD.<ref name=":0" /> Von 1982 bis 1988 war er Vorsitzender des Juso-Bezirks Niederrhein. Von 1995 bis 2005 war er Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Neuss und von 2002 bis 2004 Vorsitzender der SPD-Region Niederrhein. Von 2001 bis 2005 war er Mitglied des SPD-Bundesvorstandes.
Abgeordneter
Von 1998 bis 2009 war Bodewig Mitglied des Deutschen Bundestages:<ref>NGZ-Serie „Bundestagskandidaten vor der Wahl“:: Kurt Bodewig (SPD) - Wahlkreis Neuss I SPD-Chef im Kreis und Minister in Berlin. In: RP Online. 23. August 2002, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref> 14. Bundestag 1998–2002 (Kabinett Schröder I), 15. Bundestag 2002–2005 (Kabinett Schröder II), 16. Bundestag 2005–2009 (Kabinett Merkel I, große Koalition). Ab November 2002 war er stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Er gehört dem Netzwerk Berlin an, zu dessen Initiatoren er 1998 gehörte, und ist Mitherausgeber der Zeitschrift Berliner Republik.<ref>b-republik.de abgerufen am 1. Juli 2017.</ref> Bodewig ist 2002 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Neuss I und sonst stets über die Landesliste der SPD Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen.
Öffentliche Ämter
Am 20. März 2000 wurde Bodewig zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ernannt. Nach dem Rücktritt des damaligen Amtsinhabers Reinhard Klimmt wurde er am 20. November 2000 dessen Nachfolger als Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Nach der Bundestagswahl 2002 schied er am 22. Oktober 2002 aus der Bundesregierung aus.<ref>Kurt Bodewig führt neue Experten-Kommission zur Infrastrukturfinanzierung, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Pressemitteilung. In: lifePR. Abgerufen am 15. Februar 2023.</ref>
In seine Amtszeit als Bundesminister fallen die Einführung der Energieeinsparverordnung sowie der Lkw-Mautgesetzgebung in Deutschland und der Vertrag mit dem Unternehmen Toll Collect, der am 20. September 2002 unterzeichnet wurde.
Seit Herbst 2011 ist er Honorarkonsul Litauens. Der Konsularbezirk umfasst die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Änderungen ( vom 10. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>
Von 2014 bis 2018 war Bodewig zunächst Europäischer Koordinator für den transeuropäischen Kernverkehrskorridor Ostsee–Adria (BAC),<ref name=":2" /> von September 2018 bis September 2024 war er von der Europäischen Kommission als Europäischer Koordinator für die Meeresautobahnen (MoS) bestellt, ein Amt in dem ihm Gesine Meißner folgte.
Er war bis Ende 2017 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Köln/Bonn GmbH,<ref>koeln-bonn-airport.de</ref> ist jedoch von Friedrich Merz abgelöst worden.<ref>Bernd Eyermann, Ulla Thiede: Flughafenchef Garvens unter Verdacht. In: General-Anzeiger Bonn. 10. November 2017, S. 8.</ref> Bodewig ist zudem Mitglied des Präsidialrates der Björn Steiger Stiftung sowie im Präsidium der Deutschen Verkehrswacht.<ref>Impressum & Datenschutz. Björn Steiger Stiftung, abgerufen am 18. Mai 2019.</ref>
Kabinett
Ehrungen
- 2008: Offizier des Ordens für Verdienste um Litauen
- 2011: Goldenen Dieselring des Verbandes der Motorjournalisten
- 2013: Senator-Lothar-Danner-Medaille
- 2016: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
Publikationen (Auswahl)
- Kurt Bodewig, Rainer Hesels, Dieter Mahlberg (Hrsg.): Die schleichende Gefahr – Rechtsextremismus heute. Essen 1990.
Weblinks
Einzelnachweise
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Hans-Christoph Seebohm (DP/CDU, 1949–1966) | Georg Leber (SPD, 1966–1972) | Lauritz Lauritzen (SPD, 1972–1974) | Kurt Gscheidle (SPD, 1974–1980) | Volker Hauff (SPD, 1980–1982) | Werner Dollinger (CSU, 1982–1987) | Jürgen Warnke (CSU, 1987–1989) | Friedrich Zimmermann (CSU, 1989–1991) | Günther Krause (CDU, 1991–1993) | Matthias Wissmann (CDU, 1993–1998) | Franz Müntefering (SPD, 1998–1999) | Reinhard Klimmt (SPD, 1999–2000) | Kurt Bodewig (SPD, 2000–2002) | Manfred Stolpe (SPD, 2002–2005) | Wolfgang Tiefensee (SPD, 2005–2009) | Peter Ramsauer (CSU, 2009–2013) | Alexander Dobrindt (CSU, 2013–2017) | Christian Schmidt (CSU, komm. 2017–2018) | Andreas Scheuer (CSU, 2018-2021) | Volker Wissing (FDP/parteilos, 2021-2025) | Patrick Schnieder (CDU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Eberhard Wildermuth (FDP, 1949–1952) | Fritz Neumayer (FDP, 1952–1953) | Victor-Emanuel Preusker (FDP/FVP, 1953–1957) | Paul Lücke (CDU, 1957–1965) | Ewald Bucher (FDP, 1965–1966) | Bruno Heck (CDU, 1966) | Lauritz Lauritzen (SPD, 1966–1972) | Hans-Jochen Vogel (SPD, 1972–1974) | Karl Ravens (SPD, 1974–1978) | Dieter Haack (SPD, 1978–1982) | Oscar Schneider (CSU, 1982–1989) | Gerda Hasselfeldt (CSU, 1989–1991) | Irmgard Schwaetzer (FDP, 1991–1994) | Klaus Töpfer (CDU, 1994–1998) | Eduard Oswald (CSU, 1998) | Franz Müntefering (SPD, 1998–1999) | Reinhard Klimmt (SPD, 1999–2000) | Kurt Bodewig (SPD, 2000–2002) | Manfred Stolpe (SPD, 2002–2005) | Wolfgang Tiefensee (SPD, 2005–2009) | Peter Ramsauer (CSU, 2009–2013) | Barbara Hendricks (SPD, 2013–2018) | Horst Seehofer (CSU, 2018–2021) | Klara Geywitz (SPD, 2021–2025) | Verena Hubertz (SPD, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Gerhard Schröder (SPD) |
Joschka Fischer (Grüne) |
Otto Schily (SPD) |
Herta Däubler-Gmelin (SPD) |
Oskar Lafontaine (SPD) |
Werner Müller (parteilos) |
Karl-Heinz Funke (SPD) |
Walter Riester (SPD) |
Rudolf Scharping (SPD) |
Christine Bergmann (SPD) |
Andrea Fischer (Grüne) |
Franz Müntefering (SPD) |
Jürgen Trittin (Grüne) |
Edelgard Bulmahn (SPD) |
Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) |
Bodo Hombach (SPD)
ab 1999: Hans Eichel (SPD) |
1999–2000: Reinhard Klimmt (SPD) |
ab 2000: Kurt Bodewig (SPD) |
ab 2001: Renate Künast (Grüne) | Ulla Schmidt (SPD) |
ab 2002: Peter Struck (SPD)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bodewig, Kurt |
| ALTERNATIVNAMEN | Bodewig, Kurt Hubert (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdB |
| GEBURTSDATUM | 26. April 1955 |
| GEBURTSORT | Rheinberg |
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- Verkehrsminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Bauminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)
- Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland
- SPD-Mitglied
- Parlamentarischer Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)
- DGB-Funktionär
- Honorarkonsul von Litauen
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Träger des Ordens für Verdienste um Litauen
- Deutscher
- Geboren 1955
- Mann