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Amgen

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Amgen Inc.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Amgen.svg
Rechtsform Incorporated
ISIN US0311621009
Gründung 1980
Sitz Thousand Oaks, Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Leitung Robert Bradway (Chairman, President und CEO)<ref name="factsheet" /><ref name="2012CEO">Amgen Press Release Kevin W. Sharer / Robert Bradway, PM Amgen vom 15. Dezember 2011, abgerufen am 18. Januar 2023</ref>
Mitarbeiterzahl ca. 31.500 (2026)<ref name="factsheet">Amgen Fact Sheet 2026 Corporate Website, abgerufen am 22. März 2026</ref>
Umsatz 36,8 Mrd. US-Dollar (2025)<ref name="2025_financials">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Highlights from Amgen's 2025 Fourth Quarter and Full Year Earnings Report.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Branche Biotechnologie
Website www.amgen.com
www.amgen.de

Das Biotechnologieunternehmen Amgen wurde 1980 als AMGen (Applied Molecular Genetics) gegründet. Amgen ist mit ca. 20.000 Mitarbeitern eines der weltweit größten Biotechnologieunternehmen mit einem Jahresumsatz 2024 von 36,8 Milliarden US-Dollar.<ref name="2025_financials" /> Seit 1983 ist Amgen unter dem Symbol AMGN an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gelistet. Neben dem Hauptsitz in Thousand Oaks (Kalifornien) und diversen Niederlassungen in den USA (unter anderem in Seattle (Washington), San Francisco (Kalifornien) und Cambridge (Massachusetts)) hat das Unternehmen Niederlassungen in Kanada, Europa (unter anderem Österreich, Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien und England) sowie in Australien, Neuseeland und Japan. Die Europazentrale befindet sich im schweizerischen Rotkreuz. Für die osteuropäischen Länder ist die Zentrale in Wien verantwortlich.

Hauptwachstumspräparate sind: Blincyto (Blinatumomab), Evenity (Romosozumab), Repatha (Evolocumab), Tavneos (Avacopan) und Tezspire (Tezepelumab).<ref>Amgen Reports Fourth Quarter And Full Year 2025 Financial Results, PM Amgen vom 3. Februar 2026, abgerufen am 22. März 2026</ref>

Geschichte

Amgen wurde am 8. April 1980 unter dem Namen Applied Molecular Genetics Inc. (AMGen) in Thousand Oaks gegründet. William Bowes sammelte 200.000 Dollar von sechs Risikokapitalgebern ein, dann engagierte er George Rathmann von Abbott Laboratories, um das neue Unternehmen zu leiten.<ref>AMGEN. In: National Science and Technology Medals Foundation. Abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen konzentrierte sich früh auf die Nutzung lebender Zellen zur Herstellung biologischer Arzneimittel. Der erste Durchbruch gelang 1983, als ein Team um Fu-Kuen Lin das Gen für das Hormon Erythropoetin isolierte, was 1989 zur Markteinführung des Anämie-Medikaments Epogen führte.<ref>admin: Amgen scientists isolated the gene that created erythropoietin (EPO). In: LifeScienceHistory.com. 1. Januar 1983, abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Unter der Führung von Finanzvorstand Gordon Binder brachte der Börsengang (auch im Jahr 1983) fast 40 Millionen Dollar ein um die internationale Expansion zu finanzieren. Hierzu änderte man auch den Firmennamen und verkürzte auf Amgen.<ref>Amgen: History. Abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2012 wurde der deutsche Standort in München von einer reinen Vertriebsorganisation zu einer vollwertigen Präsenz erweitert, indem der vorige Kooperationspartner Micromet vollständig übernommen wurde.<ref>Amgen: Mega-Übernahme von Münchner Micromet. 26. Januar 2012, abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Biotechnologie

Der Erfolg des Unternehmens gründet sich auf der Anwendung der rekombinanten DNA-Technologie oder auch Biotechnologie genannt. Diese ermöglicht es, humane Proteine, z. B. Hormone oder Monoklonale Antikörper mithilfe von Mikroorganismen zu produzieren. Dieser Technologie bedienen sich auch andere große Biotechnologieunternehmen, wie zum Beispiel Abbvie, Biogen, Genentech, Genzyme, MSD, Roche und Sanofi.

Medikamente

Das Unternehmen führte zwei der ersten in Mikroorganismen produzierten humanen Therapeutika, so genannte Biologicals zur Marktreife: 1989 wurde Epogen (Epoetin alfa) und 1991 Neupogen (Filgrastim) von der amerikanischen Zulassungsbehörde (englisch Food and Drug Administration, FDA) zugelassen. Diese beiden Medikamente entwickelten sich zu den ersten Blockbustern der Biotechnologieindustrie.

Epogen beinhaltet als Wirkstoff das Hormon Erythropoetin alpha, welches normalerweise in interstitiellen Zellen der Tubuli bei Abfall des Sauerstoffpartialdrucks in der Nierenrinde gebildet wird und die Produktion neuer Erythrozyten im Knochenmark fördert. Epogen wird deshalb zur Behandlung von Blutarmut (Anämie) in Zusammenhang mit chronischen Fehlfunktionen der Nieren bei Dialysepatienten verschrieben. Weiterhin wird es – missbräuchlich – als Dopingmittel im Sport eingesetzt.

Neupogen (G-CSF oder auch Filgrastim) und das im Jahr 2002 zugelassene Neulasta (Pegfilgrastim, also pegyliertes Filgrastim) werden unter anderem angewendet, um Infektionen im Verlauf einer Chemotherapie-induzierten Neutropenie entgegenzuwirken.

Bei dem 1998 zugelassenen Enbrel (Etanercept) handelt es sich um einen TNF (Tumor Necrosis Factor)-Antagonisten, der zur Behandlung von entzündlichen Prozessen eingesetzt wird, die z. B. im Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis oder der Schuppenflechte (Psoriasis) auftreten. In Deutschland wird Enbrel von ehemals Wyeth vertrieben, einem Unternehmen, das 2009 von Pfizer gekauft wurde.<ref>Pfizer to Acquire Wyeth, Creating the World’s Premier Biopharmaceutical Company, PM Pfizer vom 26. Januar 2009, abgerufen am 18. Januar 2023</ref>

Im Jahr 2001 wurde Aranesp (Darbepoetin alpha) zur Behandlung der Blutarmut bei chronischem Nierenversagen und nach Chemotherapie zugelassen. Im gleichen Jahr kam mit Kineret (Anakinra), das erste Medikament aus Reihe der antirheumatischen Medikamente von Amgen auf den Markt. (Enbrel kam durch den Zukauf der Immunex Corporation ins Amgen Portfolio.)

Ein weiteres von Amgen entwickeltes Medikament ist der humane Keratinozyten-Wachstumsfaktor (KGF) Kepivance (Palifermin), der zur Behandlung von Patienten mit oraler Mukositis, also einer Entzündung der Mundschleimhaut, die als Nebenwirkung von Chemotherapien auftreten können, zur Anwendung kommt.

2004 wurde Sensipar (Cinacalcet) von der FDA zugelassen. In der EU unter dem Namen Mimpara ebenfalls seit 2004 zugelassen, verringert das Medikament die Freisetzung von Parathormon aus den Nebenschilddrüsen und wird zur Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus bei Patienten mit chronischen Nierenkrankheiten und erhöhten Kalziumwerten im Blut (Hyperkalzämie) bei Patienten mit Tumoren der Nebenschilddrüse (Parathyroidea) eingesetzt.

2009 wurden Nplate (Romiplostim) zur Behandlung der idiopathischen thrombozytopenischen Purpura (ITP), auch Morbus Werlhof genannt, und Vectibix (Panitumumab) zur Behandlung von Darmkrebs zugelassen.

Prolia (Denosumab) wurde im Mai 2010 in der EU zur Behandlung der Osteoporose zugelassen.<ref>Prolia(R) (Denosumab) Granted Marketing Authorization in the European Union. Pressemitteilung vom 28. Mai 2010</ref> Kurz darauf hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) Denosumab für die USA in dieser Indikation zugelassen.<ref>FDA Approves Amgen’s Prolia(TM) (Denosumab) for Treatment of Postmenopausal Women With Osteoporosis at High Risk for Fracture, Pressemitteilung vom 1. Juni 2010</ref>

Die FDA hatte im November 2010 Denosumab (Handelsname: XGEVA) für die USA zur Prävention skelettbezogener Komplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen durch solide Tumoren zugelassen,<ref>FDA Approves Amgen’s XGEVA (Denosumab) for the Prevention of Skeletal-Related Events in Patients with Bone Metastases from Solid Tumors, Pressemitteilung vom 18. November 2010</ref> im Juli 2011 folgte die Zulassung durch die Europäische Kommission für den EU-Markt.<ref>XGEVA (Denosumab) Granted Marketing Authorization in the European Union. Pressemitteilung vom 15. Juli 2011</ref> Im Juni 2013 erhielt Amgen von der FDA für XGEVA die Zulassung für die USA zur Behandlung von Riesenzelltumoren des Knochens. Denosumab ist das erste FDA zugelassene Medikament für diese seltene Erkrankung.<ref>FDA Approves Amgen’s XGEVA (denosumab) For The Treatment Of Giant Cell Tumor Of Bone, Pressemitteilung vom 13. Juni 2013</ref>

Repatha (Evolocumab) wurde in der EU im Juli 2015 zur Behandlung der familiären Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel) zugelassen. Der monoklonale Antikörper (ein PCSK9-Antikörper) greift in den Cholesterinstoffwechsel ein und übt Einfluss auf das LDL-Cholesterin aus.<ref>Amgen To Present Data From Four Phase 2 Studies At Upcoming American Heart Association Scientific Sessions 2012. Pressemitteilung vom 2. November 2012</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amgen at AHA Scientific Sessions 2012. (Memento vom 13. Dezember 2012 im Internet Archive) Übersicht anlässlich der AHA Tagung</ref> Repatha ist ebenfalls zugelassen, wenn Statine nicht vertragen werden oder diese nicht ausreichen. Er kann auch mit Statinen oder anderen Lipidsenkern kombiniert werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Amgen-Pressemitteilung vom 21. Juli 2015</ref>

Kyprolis (Carfilzomib) wurde in der EU im November 2015 zur Behandlung des Multiplen Myeloms in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason zugelassen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />European Commission Approves Kyprolis® (carfilzomib) For Combination Use In The Treatment Of Patients With Relapsed Multiple Myeloma (Memento vom 23. November 2015 im Internet Archive), PM AMGEN vom 19. November 2015, abgerufen am 20. November 2015</ref><ref name="PMAMG25092015-ENG">Amgen Receives CHMP Positive Opinions For Two New Treatment Options For Patients With Blood Cancer In Europe, PM AMGEN vom 25. September 2015, abgerufen am 9. November 2015</ref> Die Zulassung in den USA war bereits im Juli 2015 erfolgt.<ref>FDA approved carfilzomib (Kyprolis, Onyx Pharmaceuticals, Inc., an Amgen subsidiary), Meldung der FDA vom 24. Juli 2015, abgerufen am 9. November 2015</ref>

Blincyto (Blinatumomab) wurde im November 2015 in der EU zur Behandlung spezieller Formen der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) zugelassen.<ref name="PM-Amgen-2116999"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />European Commission Approves Amgen’s BLINCYTO® (blinatumomab) for the Treatment of Adults with Philadelphia Chromosome-Negative Relapsed or Refractory B-precursor Acute Lymphoblastic Leukemia (Memento vom 24. November 2015 im Internet Archive), PM Amgen vom 24. November 2015, abgerufen am 24. November 2015</ref> Die Zulassung in den USA war bereits im Dezember 2014 erfolgt.<ref name="PM-FDA-425597">Blinatumomab, Meldung der FDA vom 3. Dezember 2014, abgerufen am 24. November 2015</ref> Von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA erhielt Blinatumomab die Breakthrough Therapy Designation (englisch für „Durchbruch in der Therapie“) und wurde sowohl in den USA als auch in der EU als Orphan Drug (Arzneimittel für seltene Leiden) ausgewiesen.<ref name="PM-Amgen-2116999" /><ref name="PM-FDA-425597" /><ref>FDA Approves BLINCYTO™ (Blinatumomab) Immunotherapy for the Treatment of Relapsed or Refractory B-Cell Precursor Acute Lymphoblastic Leukemia, PM Amgen vom 3. Dezember 2015, abgerufen am 24. November 2015</ref><ref>FDA Grants Full Approval for BLINCYTO® (blinatumomab) to Treat Relapsed or Refractory B-cell Precursor Acute Lymphoblastic Leukemia in Adults and Children. In: PM Amgen. 11. Juli 2017, abgerufen am 21. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Imlygic (Talimogen laherparepvec / T-VEC / früher OncoVEX GM-CSF) wurde im Dezember 2015 von der Europäischen Kommission für die Länder der EU zur Behandlung des Malignen Melanoms (Hautkrebs) zugelassen.<ref name="EU-Zulassung_T-Vec"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />European Commission Approves Amgen’s IMLYGIC™ (talimogene laherparepvec) As First Oncolytic Immunotherapy In Europe (Memento vom 23. Dezember 2015 im Internet Archive), PM Amgen vom 17. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015</ref> Es handelt sich dabei um das erste zugelassene onkolytisch wirkende Immuntherapeutikum.<ref name="CHMP_T-Vec">First oncolytic immunotherapy medicine recommended for approval, Meldung der EMA vom 21. Oktober 2015, abgerufen am 8. November 2015</ref> Die Zulassung in den USA war bereits im Oktober 2015 erfolgt.<ref>FDA Approves IMLYGIC™ (Talimogene Laherparepvec) As First Oncolytic Viral Therapy In The US, PM Amgen vom 27. Oktober 2015, abgerufen am 8. November 2015</ref><ref name="melanoma" />

Parsabiv (Etelcalcetid) wurde im November 2016 von der Europäischen Kommission für die Länder der EU zur Senkung der Parathormon-Spiegel bei Erwachsenen mit hohen Spiegeln dieses Hormons aufgrund einer langfristigen Nierenerkrankung (sekundärer Hyperparathyreoidismus) zugelassen.<ref>European Commission Approves Parsabiv™ (etelcalcetide) For The Treatment Of Secondary Hyperparathyroidism In Adults On Hemodialysis, PM Amgen vom 11. November 2016, abgerufen am 9. Juni 2017</ref><ref>European public assessment report (EPAR), EMA, abgerufen am 9. Juni 2017</ref><ref>Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit (PDF) EMA, abgerufen am 9. Juni 2017</ref>

Amgevita (Biosimilar Adalimumab) wurde im März 2017 von der Europäischen Kommission für die Länder der EU zur Behandlung von verschiedenen entzündlichen Erkrankungen (Rheumatoide Arthritis, Psoriasis-Arthritis, Spondylitis ankylosans, Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn) und Colitis ulcerosa) zugelassen.<ref name="amgevita">@1@2Vorlage:Toter Link/investors.amgen.comEuropean Commission Approves AMGEVITA™ (Biosimilar Adalimumab) For The Treatment Of Certain Inflammatory Diseases (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ), PM Amgen vom 23. März 2017, abgerufen am 12. April 2017</ref>

Aimovig (Erenumab-aooe), ist ein von Amgen und Novartis gemeinsam entwickelter humaner monoklonaler Antikörper, der im Mai 2018 in den USA zur Prävention von Migräne zugelassen wurde.<ref>FDA Approves Aimovig™ (erenumab-aooe), A Novel Treatment Developed Specifically For Migraine Prevention,PM Amgen vom 17. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018</ref><ref>Multimedia News Release: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FDA Approves Aimovig (Memento vom 18. Mai 2018 im Internet Archive)</ref><ref>Novartis and Amgen announce FDA approval of Aimovig(TM) (erenumab), a novel treatment developed specifically for migraine prevention, PM Novartis vom 18. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018</ref> Die europäische Zulassung erfolgte im August 2018.<ref>Übersicht über Aimovig und Begründung für die Zulassung in der EU (PDF) EMA, abgerufen am 10. September 2018</ref> In Europa wird Aimovig von Novartis vertrieben.<ref>Novartis marks a new era for migraine patients with the EU approval of Aimovig®, a first-of-its-kind treatment specifically designed for migraine prevention, PM Novartis vom 30. Juli 2018</ref>

Evenity (Romosozumab) ist ein monoklonaler Antikörper, der im April 2019 in den USA zur Prävention von Osteoporose zugelassen wurde.<ref name="FDA_ Romosozumab">FDA Approves EVENITY™ (romosozumab-aqqg) For The Treatment Of Osteoporosis In Postmenopausal Women At High Risk For Fracture, PM Amgen vom 9. April 2019, abgerufen am 14. April 2019</ref> Das CHMP der EMA sprach sich im Oktober 2019 für eine Zulassung in der EU aus.<ref name="pipeline" /><ref>Meeting highlights from the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) 14-17 October 2019, PM EMA vom 18. Oktober 2019, abgerufen am 29. Oktober 2019</ref> Im Dezember 2019 erteilte die EMA dem Wirkstoff die Zulassung für die Anwendung bei Frauen nach der Menopause zur Behandlung der manifesten Osteoporose, wenn ein deutlich erhöhtes Risiko für Knochenbrüche besteht.<ref name="iqwig.de">Romosozumab bei Osteoporose: Beträchtlicher Zusatznutzen für Frauen nach der Menopause. IQWiG, 15. Juni 2020, abgerufen am 2. Juli 2020.</ref> (s. a. Kooperationen)

Otezla (Apremilast) wurde in den Jahren 2019 / 2020 von Celgene übernommen. Der orale niedermolekulare Phosphodiesterase 4 (PDE4)-Inhibitor wird zur Behandlung von Psoriasis eingesetzt. Celgene selbst wurde in den Jahren 2019–2021 an BMS verkauft.<ref>Für 13,4 Milliarden Dollar: Amgen will Otezla-Rechte übernehmen, DAZ vom 26. August 2019, abgerufen am 18. Mai 2021</ref><ref>Authorisation details, EPAR der EMA, abgerufen am 18. Mai 2021 </ref>

Lumykras (Sotorasib) ist ein Arzneistoff der KRAS-Inhibitoren, der gegen Tumoren mit Mutationen im KRas-Gen eingesetzt wird. In den USA ist er seit Mai 2021 zugelassen zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses (NSCLC).<ref name ="FDA-20210528">FDA grants accelerated approval to sotorasib for KRAS G12C mutated NSCLC, FDA, 28. Mai 2021, abgerufen am 13. September 2021.</ref> In der EU wurde Sotorasib im Januar 2022 zugelassen.<ref>EUROPEAN COMMISSION APPROVES LUMYKRAS® (SOTORASIB) FOR PATIENTS WITH KRAS G12C-MUTATED ADVANCED NON-SMALL CELL LUNG CANCER, PM Amgen vom 9. Januar 2022, abgerufen am 16. Juni 2023</ref>

Forschung und Entwicklung

Als weltweit größtes Biotechnologieunternehmen hat das Unternehmen zahlreiche monoklonale Antikörper in der klinischen Entwicklung (Phase I-III).<ref name="pipeline">Amgen Pipeline Übersicht der in der Pipeline befindlichen Medikamente</ref> In Phase III befindliche Arzneistoffe sind z. B. Rilotumumab (Magenkrebs),<ref name="pipeline" /> Tezepelumab (Asthma)<ref name="pipeline" /><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/investors.amgen.comTezepelumab Granted Breakthrough Therapy Designation By US FDA For The Treatment Of Patients With Severe Asthma Without An Eosinophilic Phenotype (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ), PM Amgen vom 6. September 2018, abgerufen am 10. September 2018</ref> und Trebananib (Eierstockkrebs).<ref name="pipeline" />

Amgen widmet sich auch dem Bereich der Biosimilars. Eines der ersten Biosimilars, das Amgen in der Pipeline hat, ist ABP 501, ein Biosimilar zu Adalimumab (Humira).<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/investors.amgen.comAmgen Announces Positive Top-Line Results From Phase 3 Study Evaluating The Efficacy And Safety Of Biosimilar Candidate ABP 501 Compared With Adalimumab In Patients With Moderate-To-Severe Plaque Psoriasis (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ), PM von Amgen vom 8. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/investors.amgen.comAmgen Presents Detailed Results From Phase 3 Study Demonstrating Clinical Equivalence Of Biosimilar Candidate ABP 501 With Adalimumab (Seite dauerhaft nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ), PM AMGEN vom 9. November 2015, abgerufen am 10. November 2015</ref> In den USA ist es unter dem Handelsnamen Amjevita zugelassen.<ref>Approved Products. WebSite Amgen Biosimilars (englisch) abgerufen am 7. Juni 2017</ref> Für die EU erfolgte die Zulassungsempfehlung des CHMP für Amgevita im Januar 2017,<ref>Adalimumab-Biosimilars zur Zulassung empfohlen. In: DAZ, 27. Januar 2017; abgerufen am 7. Juni 2017</ref> und die Zulassung selbst im März 2017.<ref name="amgevita" /> Weitere Biosimilars, z. B. zu Bevacizumab (Avastin), Cetuximab (Erbitux), Infliximab (Remicade), Trastuzumab (Herceptin) und Rituximab (MabThera resp. Rituxan) sind in der Pipeline.<ref>Our Pipeline. WebSite Amgen Biosimilars (englisch) abgerufen am 7. Juni 2017</ref>

Akquisitionen und Kooperationen

Amgen Research (Munich) GmbH

Amgen Research (Munich) GmbH, ehemals Micromet GmbH, wurde im März 2012 gegründet. Über 200 Mitarbeiter arbeiten hier in der Forschung & Entwicklung, vor allem im Bereich Onkologie. Amgen Research (Munich) GmbH ist spezialisiert auf die Entwicklung von „bispezifischen T-Zell Engagern“ (BiTEs) für die Behandlung von Krebs. BiTE-Antikörper stimulieren die Immunzellen des Patienten zur Krebsbekämpfung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amgen Facts: Mitarbeiter, Umsatz, Forschung & Entwicklung (Memento vom 24. Mai 2013 im Internet Archive), abgerufen am 27. November 2012</ref><ref>Amgen in Deutschland. (PDF; 5,4 MB) In: amgen.de. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2017; abgerufen am 18. Januar 2021.</ref>

Galenus von Pergamon-Preis (Prix Galien) und Kritik

2011 erhielt das Unternehmen für zwei Medikamente den Galenus-von-Pergamon-Preis (Prix Galien): Der monoklonale Antikörper Denosumab (Prolia) ist Preisträger in der Kategorie „Primary Care“; Preisträger in der Kategorie „Specialist Care“ ist das Protein Romiplostim (Nplate).<ref>Galenus-von-Pergamon-Preis 2011 für drei Spitzenleistungen in der Pharmakologie vergeben. Pressemeldung von Springer Medizin</ref>

Das Medikament Prolia erwies sich als wirksam gegen Knochenschwund. Allerdings steigt mit Absetzen der Medikation das Risiko von multiplen Wirbelbrüchen aufgrund eines Reboundeffekts. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft empfahl daher 2018 regelmäßige Knochendichtemessungen nach Behandlungsende.<ref>Knochendichte: Reboundeffekt nach Absetzen von Denosumab. In: Pharmazeutische Zeitung vom 1. Dezember 2017.</ref><ref>Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft: „Aus der UAW-Datenbank“ – Multiple Wirbelkörperfrakturen nach Absetzen von Denosumab (Prolia ® ). In: Deutsches Ärzteblatt, 2017, 114(48), S. A-2309 / B-1933 / C-1887.</ref><ref>Prolia® – Osteoporose-Medikament mit Risiken? Rheumaliga Schweiz, abgerufen am 14. Juni 2022.</ref><ref>Prolia®. Fachinformation des Arzneimittel-Kompendium der Schweiz®. Amgen Switzerland AG, 15. April 2019, abgerufen am 14. Juni 2022.</ref>

Literatur

  • Gordon Binder (mit Philip Bashe): Science Lessons: What the Business of Biotech Taught Me About Management. Harvard Business Review Press 2008<ref>Gordon Binder (* 1935) war ab 1982 Chief Financial Officer und 1988 bis 2000 CEO und Chairman von Amgen</ref>

Weblinks

Commons: Amgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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