Zum Inhalt springen

Royal Air Maroc

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. April 2026 um 21:48 Uhr durch imported>OliverZenglein.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Royal Air Maroc
الخطوط الملكية المغربية
Logo der Royal Air Maroc
Boeing 787-8 der Royal Air Maroc
IATA-Code: AT
ICAO-Code: RAM
Rufzeichen: ROYALAIR MAROC
Gründung: 1953
Sitz: Casablanca,
MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokko
Drehkreuz: Flughafen Casablanca
Heimatflughafen: Flughafen Casablanca
IATA-Prefixcode: 147
Leitung: Abdelhamid Addou<ref>Morocco: HM the King Appoints Abdelhamid Addou As CEO of Royal Air Maroc (englisch), abgerufen am 17. August 2016</ref> (CEO)
Allianz: Oneworld Alliance
Vielfliegerprogramm: Safar Flyer
Flottenstärke: 62 (+ 3 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.royalairmaroc.com

Royal Air Maroc, kurz RAM, arabisch الخطوط الملكية المغربية, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ist die staatliche Fluggesellschaft Marokkos mit Sitz in Casablanca und Basis auf dem Flughafen Casablanca. Sie ist ein Mitglied der Arab Air Carriers Organization.

Royal Air Maroc trat im April 2020 der Oneworld Alliance bei.<ref>Royal Air Maroc to join oneworld, Pressemitteilung von oneworld vom 5. Dezember 2018</ref><ref>Royal Air Maroc is officially Oneworld’s newest member abgerufen am 2. April 2020</ref>

Geschichte

Erste Jahre

Datei:Royal Air Maroc Caravelle Haafke.jpg
Caravelle der Royal Air Maroc
Datei:Boeing 707-328, Royal Air Maroc - RAM AN0837562.jpg
Boeing 707 der Royal Air Maroc
Datei:Boeing 727-2B6-Adv, Royal Air Maroc - RAM AN1394452.jpg
Boeing 727 der Royal Air Maroc

Die Gesellschaft wurde 1953 aus dem Zusammenschluss der Compagnie Cherifienne des Transports Aeriens (CCTA) (gegründet 1946 als Air Atlas) und der Air Maroc (gegründet 1948) gebildet. Der Flugbetrieb wurde anfangs mit dreimotorigen Junkers Ju 52/3m, Sud-Ouest Bretagne, Douglas DC-3 und Curtiss C-46 durchgeführt, die jedoch nach kurzer Zeit durch Douglas DC-4 und Lockheed Constellations ergänzt wurden.<ref>John Stroud: European Transport Aircraft since 1910. Putnam & Company, London 1966.</ref>

Schon bald nach der Unabhängigkeit des Landes wurde der Name in Royal Air Maroc geändert und die Gesellschaft begann ab 1957 von ihrer Heimatbasis Casablanca aus internationale Flüge durchzuführen.

Das Jet-Zeitalter

Im Jahr 1960 nahm RAM ihre ersten Düsenflugzeuge in Betrieb: Sud Aviation SE-210 Caravelles. Sie wurden auf den wichtigen Europarouten unter anderem nach Paris und Madrid eingesetzt, bis sie von Boeing 727 abgelöst wurden. Zeitgleich stießen Boeing 707 zur Flotte, um längere Strecken und solche mit größerer Nachfrage bedienen zu können. Für die Kurzstrecke wurden Boeing 737-200 beschafft. Am Ende der 1970er Jahre unterhielt Royal Air Maroc ein Flugnetz, das Europa, Nordamerika, den Nahen Osten und Nordafrika umfasste.

Die 1980er und 1990er Jahre

RAM setzte in den 1980er Jahren ihre Expansion fort. Neue Strecken wurden eröffnet und bestehende erweitert, Frequenzen wurden erhöht. Boeing 757 ergänzten ab 1986 die Flotte, um die ältesten Boeing 727 zu ersetzen. Mit der Erweiterung des Mohammed-V-Flughafen in Casablanca im Jahre 1984 erhielt die Gesellschaft eine moderne Heimatbasis.

Zu Beginn der 1990er Jahre wurden die letzten Boeing 707 ausgeflottet und währenddessen neue effizientere Boeing 737 der Serien -400 und -500 eingeführt, um die Frequenzen vor allem auf den Europastrecken zu erhöhen. Bis zur Mitte der 1990er Jahre verließen auch die letzten Boeing 727 die Flotte. Um die Nordamerikastrecken effizienter bedienen zu können, wurde eine einzelne Boeing 747-400 von Air France übernommen. Royal Air Maroc expandierte auch in Richtung bisher unterbedienter afrikanischer Flughäfen.

Entwicklung seit 2000

Datei:Boeing 737-8B6, Royal Air Maroc (RAM) JP6980862.jpg
Boeing 737-800 der Royal Air Maroc
Datei:Royal Air Maroc Boeing 767-300ER CN-ROW BRU 2011-3-19.png
Boeing 767-300ER der Royal Air Maroc
Datei:Royal Air Maroc Boeing 787-9 Dreamliner CN-RGZ departing JFK Airport.jpg
Boeing 787-9 der Royal Air Maroc

Mit den steigenden Passagierzahlen und den neu eröffneten Strecken sowie unter dem Druck der steigenden Ölpreise bestand ein Bedarf, ältere Flugzeuge zu ersetzen. Im Jahr 2000 entschied sich RAM bei beiden großen Flugzeugherstellern Flugzeuge zu bestellen: 20 Boeing 737NG und vier Airbus A321. Neue Strecken nach West- und Zentralafrika wurden eröffnet, außerdem wurde ein Code-Share-Abkommen mit Delta Air Lines geschlossen.

Der Geschäftsplan des Unternehmens wurde geändert. Statt wie bisher hauptsächlich den Bedarf von Touristen und von im Ausland lebenden Marokkanern zu bedienen, rückte jetzt die Hub-Funktion der Heimatbasis Casablanca in den Vordergrund, um Umsteigeverbindungen zwischen europäischen und afrikanischen Flughäfen zu ermöglichen. Im Jahr 2002 entschloss sich die Gesellschaft, zwei Boeing 767 zu leasen.

Zwei Jahre später reagierte RAM auf den Low-Cost-Trend und gründete die Billigfluggesellschaft Atlas Blue mit Hauptsitz in Marrakesch. Der Tochtergesellschaft wurden zunächst sechs Boeing 737-400 überlassen, zwischenzeitlich flogen auch drei Airbus A321 der Muttergesellschaft für Atlas Blue. Ein Jahr später bestellte RAM vier Boeing 787-8.

Im Jahr 2006 beförderten Royal Air Maroc und Atlas Blue zusammen die Rekordzahl von vier Millionen Passagieren.

Im Jahr 2009 wurden zwei weitere gebrauchte Boeing 767-300 übernommen.

Der Betrieb der Tochtergesellschaft Atlas Blue wurde im Jahr 2010 eingestellt, die Strecken größtenteils von Royal Air Maroc übernommen.

Am 19. August 2011 übernahm die Royal-Air-Maroc-Tochtergesellschaft Royal Air Maroc Express ihre ersten beiden ATR 72-600 und ist somit die Erstbetreiberin der überarbeiteten Version dieses Musters.

Ab 2012 wurden die A321 außer Dienst gestellt und die Flotte auf Maschinen des Herstellers Boeing vereinheitlicht. Am 14. März 2013 wurde mit der Boeing 737-800 CN-RGN die insgesamt 50. Boeing 737 übernommen.

Flugziele

Royal Air Maroc bedient von Casablanca international Ziele in Afrika, Europa, Asien und Amerika.<ref name=":1">Flight Network - Royal Air Maroc. Abgerufen am 16. April 2024.</ref>

Im deutschsprachigen Raum (D-A-CH) werden Frankfurt, München, Genf, Zürich<ref>TRAVEL INSIDE: Royal Air Maroc eröffnet Zürich – Casablanca wieder | aboutTravel. 16. Juli 2025, abgerufen am 30. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und saisonal Düsseldorf angeflogen.<ref>https://www.royalairmaroc.com/de-en/destinations/our-network Aufgerufen am 13. Mai 2024</ref><ref>Presse: Direktverbindung nach Casablanca. 23. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.</ref>

Codesharing

Codeshare-Abkommen bestehen mit Air France, Brussels Airlines, Egypt Air, Etihad Airways, Iberia, ITA Airways,<ref>Ita Airways in codeshare con Royal Air Maroc teleborsa.it, (italienisch); abgerufen am 7. Mai 2023.</ref> jetBlue, Turkish Airlines, Qatar Airways und Saudi Arabian Airlines.<ref>royalairmaroc.com - Partner, abgerufen am 22. Januar 2017</ref>

Flotte

Aktive Flotte

Mit Stand Januar 2026 besteht die Flotte der Royal Air Maroc aus 62 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 12,3 Jahren:<ref name=":0">Royal Air Maroc Fleet Details and History. In: planespotters.net. 8. Januar 2026, abgerufen am 11. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Flugzeugtyp Anzahl bestellt<ref>Boeing – Orders & Deliveries. In: Boeing. 29. Februar 2024, abgerufen am 22. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Royal Air Maroc secures five B737s from ALC. Abgerufen am 22. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anmerkungen Sitzplätze<ref>royalairmaroc.com - Kabine Sitzplan abgerufen am 22. Januar 2015</ref><ref name="ch-aviation">ch-aviation - Royal Air Maroc (englisch) abgerufen am 17. August 2016</ref>
(Business/Economy)
Durchschnittsalter
ATR 72-600 06 betrieben von Royal Air Maroc Express 70 (-/70) 12,5 Jahre
Boeing 737-800 28 mit Winglets ausgestattet 162 (12/150)
159 (12/147)
17,0 Jahre
Boeing 737 MAX 8 12 2 156 (12/144) 04,5 Jahre
Boeing 767-300BCF 01 Cargo 26,8 Jahre
Boeing 787-8 05 1 274 (18/256) 10,0 Jahre
Boeing 787-9 06 302 (24/278) 06,0 Jahre
Embraer ERJ-190 04 96 (12/84) 11,2 Jahre
Gesamt 62 3 12,3 Jahre

Aktuelle Sonderbemalungen

Flugzeugtyp Luftfahrzeugkennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Boeing 737-800 CN-RGJ oneworld seit April 2020 Datei:Royal Air Maroc, CN-RGJ, Boeing 737-8B6 (53213139131).jpg
CN-RGV „60 Years“ seit Juni 2017 Datei:Royal Air Maroc (60 Years Livery), CN-RGV, Boeing 737-85P (43440155440).jpg
Boeing 787-8 CN-RGB „oneworld“ seit Juni 2020 Datei:CN-RGB JFK Roll Out 31R AT B787 8 One World Small (52603018609).png

Ehemalige Flugzeugtypen

Datei:CN-RNX Airbus A321 Royal Air Maroc (13956898788).jpg
Airbus A321-200 der Royal Air Maroc

In der Vergangenheit setzte Royal Air Maroc bereits folgende Flugzeugtypen ein:<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1966 bis 2007</ref><ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Sutton, UK, 2008–2013.</ref><ref name=":0" />

Zwischenfälle

Von 1958 bis Januar 2021 kam es bei Royal Air Maroc zu 7 Totalschäden von Flugzeugen. Bei 5 davon kamen 218 Menschen ums Leben.<ref>Unfallstatistik Royal Air Maroc - RAM, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Februar 2021.</ref>

Datei:Beechcraft B200 Super King Air, Royal Air Maroc (RAM) JP6016495.jpg
Die im November 1986 verunglückte Beechcraft Super King Air der Royal Air Maroc
Datei:Boeing 737-4B6, Royal Air Maroc (RAM) JP9884.jpg
Die im März 2003 verunglückte Boeing 737-400 der Royal Air Maroc

Siehe auch

Weblinks

Commons: Royal Air Maroc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Hinweisbaustein