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Roger de Weck

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Roger de Weck (2021)

Roger François Philippe de Weck (* 17. Oktober 1953 in Freiburg i. Ü., heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Publizist und Manager. Er war von 1992 bis 1997 Chefredakteur des Tages-Anzeigers, danach bis 2001 Chefredakteur der Zeit und zwischen 2011 und 2017 Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).

Leben

Roger de Weck wurde als viertes von sieben Kindern des Schweizer Bankiers Philippe de Weck (1919–2009) und seiner Frau Alix, geb. de Saussure (1921–2014), in Freiburg im Uechtland geboren.<ref>Weck, Philippe de. Abgerufen am 8. Juli 2022.</ref> Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeschichte an der Universität St. Gallen (HSG) stieg der zweisprachige Schweizer als Wirtschaftsredaktor und Zürcher Korrespondent der Tribune de Genève in den Journalismus ein. Mit Max Mabillard veröffentlichte er 1977 den Bestseller Scandale au Crédit Suisse (auf Deutsch Der Fall Chiasso) über einen Finanzskandal bei der Grossbank Credit Suisse, damals noch Schweizerische Kreditanstalt. 1979 wechselte er als Wirtschaftsredaktor zur Zürcher Weltwoche.

Von 1983 an arbeitete er für die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit als politischer Redaktor, Pariser Korrespondent, Reporter und – nach einem Jahr im Verlag – als Leiter des Wirtschaftsressorts. 1992 kehrte er als Chefredaktor des Tages-Anzeigers zurück nach Zürich. 1997 wechselte er abermals nach Hamburg zur Zeit, diesmal als Chefredaktor.<ref>Oliver Gehrs: Tiefe Gräben bei der "Zeit" Nach der Kündigung des Theaterredakteurs Benjamin Henrichs ist nun die gesamte Redaktion in Aufruhr. In: Berliner Zeitung vom 18. September 1997.</ref> Von 2001 bis 2010 war de Weck freier Publizist. Er schrieb für Printmedien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Auch moderierte er regelmässig die Fernsehsendung Sternstunde Philosophie im Schweizer Fernsehen. Von 2004 bis 2010 war er Präsident des Stiftungsrats des Genfer Graduate Institute of International and Development Studies. De Weck ist Lehrbeauftragter am College of Europe in Brügge und Warschau/Natolin, Stiftungsrat des Aachener Karlspreises, Herausgeber der aussenpolitischen Buchreihe Standpunkte der Körber-Stiftung und Ehrendoktor der Universität Luzern (2006)<ref>Ehrenpromotionen - Universität Luzern. Abgerufen am 15. Mai 2019.</ref> und der Universität Freiburg.<ref>Dies Academicus 2010. In: Website der Universität Freiburg. 15. November 2010.</ref>

Am 1. Januar 2011 wurde er der Nachfolger von Armin Walpen als Generaldirektor der SRG<ref> Roger de Weck wird neuer Generaldirektor der SRG. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Mai 2010.</ref> Sein Nachfolger wurde am 1. Oktober 2017 Gilles Marchand.<ref>Gilles Marchand wird Nachfolger von Roger de Weck. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. November 2016.</ref> Roger de Weck ist seit 2017 Mitglied der Kommission Bildung der Schweizerischen Studienstiftung<ref>Kommissionen – Schweizerische Studienstiftung. Abgerufen am 16. Juni 2025.</ref>. 2022 wurde er Vorstandsmitglied bei der Project R Genossenschaft, der Herausgeberin des Onlinemagazins Republik.<ref>Project R: Roger de Weck in den Vorstand gewählt. In: persoenlich.com. 30. November 2022, abgerufen am 10. Dezember 2022.</ref> Er hat sein Mandat als Mitglied des Verwaltungsrats der Republik und des Vorstands der Genossenschaft bereits per 10. März 2023 niedergelegt.<ref>Onlinemagazin verliert den gesamten Verwaltungsrat. In: persoenlich.com. 24. März 2023, abgerufen am 16. April 2023.</ref> Am 11. Mai 2021 wurde er in den Vorstand des Seenotrettungsnetzwerks SOS Méditerranée Schweiz gewählt.<ref>Roger de Weck tritt dem Vorstand von SOS MEDITERRANEE Schweiz bei. 18. Mai 2021, abgerufen am 10. August 2024.</ref>

De Weck lebt in Zürich und Bern.<ref name="soz">Martin Spieler, Simon Bärtschi: «Wir sind – anders als am Paradeplatz – nicht in erster Linie monetär getrieben.» In: SonntagsZeitung. 31. März 2013 (Interview).</ref> Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern, darunter der Politologe Joseph de Weck, die Lektorin und Herausgeberin Margaux de Weck und die Schauspielerin und Autorin Laura de Weck.

Trivia

Veröffentlichungen

  • Der Fall Chiasso (mit Max Mabillard). Tribune, Genf 1977.
  • Kuhschweizer und Sauschwaben. Schweizer, Deutsche und ihre Hassliebe (Hrsg. mit Jürg Altwegg). Nagel & Kimche, München 2003, ISBN 3-312-00315-6.
  • Nach der Krise. Gibt es einen anderen Kapitalismus? Nagel & Kimche, München 2009, ISBN 978-3-312-00454-6.<ref>Ralph Gerstenberg: Eigentum verpflichtet! In: Deutschlandfunk. 16. November 2009 (Rezension).</ref><ref>Uwe Jean Heuser: Wie der Kapitalismus zu retten wäre. In: Die Zeit. 20. November 2009 (Rezension).</ref>
  • Sind die Schweizer die besseren Deutschen? Der Hass auf die kleinen Unterschiede (mit Jürg Altwegg). Nagel & Kimche, München 2010, ISBN 978-3-312-00457-7.
  • Die Kraft der Demokratie – Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre. Suhrkamp Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-42931-0.<ref>Die Kraft der Demokratie: Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre von Roger de Weck. In: suhrkamp.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.</ref>
  • Das Prinzip Trotzdem. Warum wir den Journalismus vor den Medien retten müssen. Suhrkamp, Berlin 2024, ISBN 978-3-518-12863-3.

Literatur

Weblinks

Commons: Roger de Weck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Ernst Samhaber (1946) | Richard Tüngel (1946–1955) | Josef Müller-Marein (1957–1968) | Marion Gräfin Dönhoff (1968–1972) | Theo Sommer (1973–1992) | Robert Leicht (1992–1997) | Roger de Weck (1997–2001) | Josef Joffe und Michael Naumann (2001–2004) | Giovanni di Lorenzo (seit 2004) | Jochen Wegner (seit 2025)

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Maurice Rambert (1931–1936) | Alfred W. Glogg (1936–1950) | Marcel Bezençon (1950–1972) | Stelio Molo (1972–1981) | Leo Schürmann (1981–1987) | Antonio Riva (1988–1996) | Armin Walpen (1996–2010) | Roger de Weck (2011–2017) | Gilles Marchand (2017–2024) | Susanne Wille (seit 2024)

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