Roland Wohlfarth
| Roland Wohlfarth | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 11. Januar 1963 | |
| Geburtsort | Bocholt, Deutschland | |
| Größe | 180 cm | |
| Position | Sturm | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| –1981 | Borussia Bocholt | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1981–1984 | MSV Duisburg | 71 (39) |
| 1984–1993 | FC Bayern München | 254 (119) |
| 1993–1994 | AS Saint-Étienne | 39 (20) |
| 1994–1997 | VfL Bochum | 40 (7) |
| 1997–1998 | VfB Leipzig | 15 (4) |
| 1998–1999 | Wuppertaler SV | 14 (4) |
| 1999–2000 | 1. FC Bocholt | 6 (1) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1978–1981 | Deutschland U18 | 17 (5) |
| 1981 | Deutschland U19 | 6 (4) |
| 1982–1983 | Deutschland U21 | 6 (1) |
| 1986–1989 | Deutschland | 2 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Roland Wohlfarth (* 11. Januar 1963 in Bocholt) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.
Karriere
Im Verein
Nach seiner Jugendzeit bei Borussia Bocholt verpflichtete ihn 1981 der MSV Duisburg. Wohlfarth debütierte am 8. August 1981 (1. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den Karlsruher SC und erzielte sein erstes von 120 Bundesliga-Toren am 6. März 1982 (24. Spieltag) bei der 1:4-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt. Am Saisonende stieg der MSV Duisburg in die 2. Bundesliga ab.
Nach zwei Spielzeiten wurde Wohlfarth als Torschützenkönig der 2. Bundesliga 1984 vom FC Bayern München verpflichtet. Obwohl Wohlfarth damals eher als Reservist verpflichtet worden war,<ref name="zeit"/> setzte er sich auf Anhieb mit zwölf Toren in 32 Spielen durch.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Roland Wohlfarth – Matches and Goals in Bundesliga.] Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im DFB-Pokal-Finale 1986 gegen den VfB Stuttgart avancierte er zum Pokalhelden, als er drei Treffer zum 5:2-Sieg der Bayern beisteuerte. Auffällig war, dass der FC Bayern zu fast jeder neuen Saison neue Stürmer kaufte (Mark Hughes, Alan McInally, Radmilo Mihajlović, Michael Sternkopf, Brian Laudrup, Adolfo Valencia u. a.) und Wohlfarth am Anfang Reservist war, schnell aber seinen Stammplatz zurückgewann und stets auf eine zweistellige Anzahl Tore kam. Der bei den Bayern-Fans stets beliebte Wohlfarth meinte dazu: „Zu Beginn jeder Saison hatten die Neuen noch einen Bonus, aber spätestens nach drei Wochen wurde die Fankurve unruhig und hat nach mir gerufen. Dann habe ich… meine Tore gemacht [und] spätestens nach vier Wochen hatte ich meinen Stammplatz wieder.“<ref name="tagesspiegel"/> Auf der offiziellen Webpräsenz lobt ihn der Verein als „den Beständigen“, der „eingekauft worden war, um im Notfall verletzte Stürmer zu ersetzen… aber mit 119 Toren in 254 Bundesliga-Spielen [für den FC Bayern] hinter Gerd Müller, Robert Lewandowski, Karl-Heinz Rummenigge und Thomas Müller fünftbester Bayern-Torschütze aller Zeiten“ sei.<ref name="fcb"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Roland Wohlfarth: Der 'Beständige', fcbayern.de. ( vom 5. Mai 2010 im Internet Archive)</ref> Des Weiteren traf er 28-mal in 55 Europapokalspielen.
Nach einem einjährigen Intermezzo beim französischen Erstligisten AS Saint-Étienne kehrte er nach Deutschland zurück. Fortan spielte er beim VfL Bochum, mit dem er – wie bereits in seiner ersten Saison – am Saisonende in die 2. Liga absteigen musste.
In der gleichen Saison erlebte Wohlfarth seinen Karrieretiefpunkt: Im ersten Doping-Urteil der Fußball-Bundesliga vom 16. Februar 1995 wurde Wohlfarth, der eine „Vorliebe für gutes Essen“ hatte, wegen der Einnahme des Appetitzüglers Recatol zu einer zweimonatigen Sperre verurteilt. In einer Apotheke als unbedenklich empfohlen, enthielt Recatol das auf der Dopingliste stehende Mittel Norephedrin.<ref name="tagesspiegel">Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist, tagesspiegel.de.</ref><ref name="zeit"/>
Der VfL Bochum schaffte den direkten Wiederaufstieg. Wohlfarth spielte allerdings nur noch fünfmal für den Verein, ehe er 1997 zum Zweitligisten VfB Leipzig wechselte. In seinem 15. Spiel für die Leipziger am 7. Juni 1998 (34. Spieltag), beim torlosen Unentschieden im Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09, das für den VfB den Abstieg aus der 2. Liga bedeutete, gab er seinen Abschied vom höherklassigen Fußball. Danach zog es ihn zum Wuppertaler SV und wieder ein Jahr später zum Oberligisten 1. FC Bocholt, bei dem er aufgrund eines Wadenbeinbruchs seine Karriere im Jahr 2000 beenden musste.
Nationalmannschaft
Wohlfarth gehörte der A-Junioren-Auswahl (U-18) an, die bei der Europameisterschaft am 3. Juni 1981 in Düsseldorf mit einem 1:0 gegen Polen Junioren-Europameister wurde. Mit den U-19-Junioren gewann er am 18. Oktober 1981 mit einem 4:0 gegen Katar im Endspiel die Junioren-Weltmeisterschaft in Sydney. In den sechs Spielen des zum dritten Mal ausgetragenen Turniers traf er viermal, einmal davon im Endspiel.
Obwohl es ihm immer wieder gelang, bei den Bayern seinen Stammplatz zu erhalten und er zweimal Torschützenkönig der Bundesliga wurde (1989 mit 17 und 1991 mit 21 Treffern), konnte er sich in der A-Nationalmannschaft gegen die starke Konkurrenz im Sturm (mit Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Karl-Heinz Riedle) nicht durchsetzen. Wohlfarth kam in nur zwei Test-Länderspielen über jeweils 90 Minuten zum Einsatz: Am 15. Oktober 1986 in Hannover beim 2:2 gegen Spanien und am 6. September 1989 in Dublin beim 1:1 gegen Irland.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Roland Wohlfarth – International Appearances.] Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Februar 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Wohlfarth galt als introvertierter Charakter, der vom Tagesspiegel als „medienscheuer Antistar“ bezeichnet wurde.<ref name="tagesspiegel"/> Selbst als ihm der Manager des FC Bayern Uli Hoeneß eine offensivere Selbstdarstellung empfahl, blieb Wohlfarth in der Öffentlichkeit reserviert.<ref name="zeit"/>
Erfolge
- Junioren-Weltmeister 1981
- Junioren-Europameister 1981
- Deutscher Meister 1985, 1986, 1987, 1989, 1990
- DFB-Pokal-Sieger 1986
- DFB-Supercup-Sieger 1987, 1990
- Torschützenkönig 1. Liga 1989, 1991
- Torschützenkönig 2. Liga 1984
Nach der Karriere als Fußballer
Wohlfarth lebt heute mit seiner Frau, Tochter und Sohn in Bocholt. Er arbeitet als Bauleiter in einer Firma für Bodenbeläge aller Art.<ref name="fcb"/><ref name="zeit">Der Antistar, zeit.de.</ref>
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Wohlfarth – Der Antistar
- Interview: „Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist“
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1964: Uwe Seeler | 1965: Rudolf Brunnenmeier | 1966: Lothar Emmerich | 1967: Lothar Emmerich / Gerd Müller | 1968: Hannes Löhr | 1969, 1970: Gerd Müller | 1971: Lothar Kobluhn | 1972, 1973: Gerd Müller | 1974: Jupp Heynckes / Gerd Müller | 1975: Jupp Heynckes | 1976: Klaus Fischer | 1977: Dieter Müller | 1978: Dieter Müller / Gerd Müller | 1979: Klaus Allofs | 1980, 1981: Karl-Heinz Rummenigge | 1982: Horst Hrubesch | 1983: Rudi Völler | 1984: Karl-Heinz Rummenigge | 1985: Klaus Allofs | 1986: Stefan Kuntz | 1987: Uwe Rahn | 1988: Jürgen Klinsmann | 1989: Thomas Allofs / Roland Wohlfarth | 1990: Jørn Andersen | 1991: Roland Wohlfarth | 1992: Fritz Walter | 1993: Ulf Kirsten / Anthony Yeboah | 1994: Stefan Kuntz / Anthony Yeboah | 1995: Mario Basler / Heiko Herrlich | 1996: Fredi Bobic | 1997, 1998: Ulf Kirsten | 1999: Michael Preetz | 2000: Martin Max | 2001: Sergej Barbarez / Ebbe Sand | 2002: Márcio Amoroso / Martin Max | 2003: Thomas Christiansen / Giovane Élber | 2004: Aílton | 2005: Marek Mintál | 2006: Miroslav Klose | 2007: Theofanis Gekas | 2008: Luca Toni | 2009: Grafite | 2010: Edin Džeko | 2011: Mario Gómez | 2012: Klaas-Jan Huntelaar | 2013: Stefan Kießling | 2014: Robert Lewandowski | 2015: Alex Meier | 2016: Robert Lewandowski | 2017: Pierre-Emerick Aubameyang | 2018, 2019, 2020, 2021, 2022: Robert Lewandowski | 2023: Niclas Füllkrug / Christopher Nkunku | 2024, 2025: Harry Kane Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1975: Volker Graul (N), Bernd Hoffmann (S) | 1976: Norbert Stolzenburg (N), Karl-Heinz Granitza (S) | 1977: Franz Gerber (N), Lothar Emmerich (S) | 1978: Horst Hrubesch (N), Emanuel Günther (S) | 1979: Karl-Heinz Mödrath (N), Eduard Kirschner (S) | 1980: Christian Sackewitz (N), Emanuel Günther (S) | 1981: Frank Mill (N), Horst Neumann (S) | 1982: Rudi Völler | 1983: Dieter Schatzschneider | 1984: Emanuel Günther / Roland Wohlfarth | 1985: Manfred Burgsmüller | 1986: Leo Bunk | 1987: Siegfried Reich | 1988: Souleymane Sané | 1989: Sven Demandt | 1990: Maurice Banach | 1991: Michael Tönnies | 1992: Radek Drulák (N), Michael Preetz (S) | 1993: Siegfried Reich | 1994: Uwe Wegmann | 1995: Jürgen Rische | 1996: Fritz Walter | 1997, 1998: Angelo Vier | 1999: Bruno Labbadia | 2000: Tomislav Marić | 2001: Olivier Djappa / Artur Wichniarek | 2002: Artur Wichniarek | 2003: Andrij Woronin | 2004: Francisco Copado / Marek Mintál | 2005: Lukas Podolski | 2006: Christian Eigler | 2007: Giovanni Federico | 2008: Milivoje Novakovič | 2009: Benjamin Auer / Cédric Makiadi / Marek Mintál | 2010: Michael Thurk | 2011: Nils Petersen | 2012: Alex Meier / Olivier Occéan / Nick Proschwitz | 2013: Domi Kumbela | 2014: Mahir Sağlık / Jakub Sylvestr | 2015: Rouwen Hennings | 2016, 2017: Simon Terodde | 2018: Marvin Ducksch | 2019: Simon Terodde | 2020: Fabian Klos | 2021: Serdar Dursun | 2022: Simon Terodde | 2023: Tim Kleindienst | 2024: Robert Glatzel / Haris Tabaković / Christos Tzolis | 2025: Davie Selke Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wohlfarth, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1963 |
| GEBURTSORT | Bocholt |
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