Zum Inhalt springen

Aich (Fluss)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Januar 2026 um 05:48 Uhr durch imported>Roland1950 (HC: Entferne Kategorie:Schönaich; Ergänze Kategorie:Geographie (Schönaich)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Aich
Datei:Aich-Aichtal.jpg
Die Aich bei Aichtal

Die Aich bei Aichtal

Daten
Gewässerkennzahl DE: 23818
Lage Schönbuch und Glemswald

Filder


Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle in Holzgerlingen
48° 38′ 24″ N, 9° 1′ 17″ O
 {{#coordinates:48,64|9,0213888888889|
dim=500 globe= name=Quelle Aich region=DE-BW type=waterbody
  }} 
Quellhöhe ca. 432 m ü. NHN<ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>
Mündung bei Nürtingen in den NeckarKoordinaten: 48° 38′ 19″ N, 9° 20′ 5″ O
 {{#coordinates:48,638611111111|9,3347222222222|primary
dim=1000 globe= name=Mündung Aich region=DE-BW type=waterbody
  }}
48° 38′ 19″ N, 9° 20′ 5″ O {{#coordinates:48,638611111111|9,3347222222222|
dim=1000 globe= name=Mündung Aich region=DE-BW type=waterbody
  }} 
Mündungshöhe ca. 268 m ü. NHN<ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied ca. 164 m
Sohlgefälle ca. 5,4 ‰
Länge 30,5 km<ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 179,201 km²<ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>
Abfluss am Pegel Oberensingen<ref name="DE-BW_GKJB2009">Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil I 2009 Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, S. 113, abgerufen am 7. März 2021 (PDF, deutsch).</ref>
AEo: 178 km²
Lage: 800 m oberhalb der Mündung
NNQ (28.07.1947)
MNQ 1946/2009
MQ 1946/2009
Mq 1946/2009
MHQ 1946/2009
HHQ (24.05.1978)
61 l/s
350 l/s
1,24 m³/s
7 l/(s km²)
31,4 m³/s
141 m³/s
Abfluss<ref name="flusdat"/> an der Mündung
AEo: 179 km²
MQ
Mq
1,33 m³/s
7,4 l/(s km²)
Rechte Nebenflüsse Schaich

Vorlage:Maplink

Datei:Aichmündung.jpg
Die Aich mündet in den Neckar

Die Aich mündet in den Neckar

Die Aich ist ein etwas über 30 km langer linker und westlicher Zufluss des Neckars in den Landkreisen Böblingen und Esslingen in Baden-Württemberg.

Name

Die erste Nennung der Aich war 1403 als an der Ehe. Der Name leitet sich vom ahd. ēwaha ab. Die Endung -aha bedeutet 'Fließgewässer'. Das Bestimmungswort könnte von ahd. ēwe 'Gesetz, Gemeinderecht' herrühren und damit die Bedeutung 'Gemeindegewässer' haben. Alternativ stammt der erste Namensbestandteil vom ahd. Wort ēwa 'Eibe' ab.<ref> Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Aich“, Seite 27/28.</ref>

Geographie

Verlauf

Die Aich entspringt in der Siedlungskontur von Holzgerlingen im Landkreis Böblingen. Sie läuft auf ihrem Weg zum oberen Neckar durchgehend ungefähr nach Osten. Dabei fließt sie etwas nördlich vorbei an Neuweiler, dann südlich an Schönaich und nach einer Strecke durch den Wald durch Waldenbuch.

Anschließend läuft die Aich am Nordrand des Naturparks Schönbuch entlang, passiert dabei den Betzenberg und nimmt kurz nach dem östlich dieses Bergs gelegenen Neuenhaus, nun im Landkreis Esslingen, das Wasser der Schaich auf.

Hiernach fließt sie unter der Aichtalbrücke der B 27 hindurch und verlässt die waldreiche Gegend um ihren Ober- und Mittellauf. In der nach ihr benannten Kleinstadt Aichtal läuft sie durch die Stadtteile Aich und Grötzingen. Nachdem sie noch dessen Stadtteil Oberensingen durchflossen hat, mündet die Aich gegenüber dem zentralen Nürtingen in den Neckar.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Aich ist fast 180 km² groß und umfasst naturräumlich gesehen im breiteren westlichen Teil im Schönbuch und Glemswald einen Streifen der Holzgerlinger Platte, den Großteil des Nördlichen und einen Teil des Südlichen Schönbuchs sowie den Südrand des Inneren Glemswalds. Östlich der Störungslinie, die den benachbarten Naturraum der Filder-Platte an deren Südwestseite begrenzt, verengt es sich auf einen vergleichsweise schmalen Streifen um den Flusslauf erst in der Grötzinger Platte des Unterraums Schönbuchfilder, zuletzt im Unterraum Nürtinger-Esslinger Neckartal.<ref name="BfL-170" /><ref name="BfL-171" />

Die mit 584 m ü. NHN<ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref> größte Höhe im Einzugsgebiet wird an der südwestlichen Wasserscheide über der Schaich-Quelle erreicht.

Das Gebiet grenzt reihum an die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer:

  • Ganz im Westen liegt das Quellgebiet der Würm, die über die Nagold und die Enz viel weiter abwärts in den Neckar entwässert;
  • im Nordwesten konkurriert der große Würm-Zufluss Schwippe;
  • im Nordosten zieht die obere Körsch ostwärts zum Neckar sowie deren großer Unterlauf-Zufluss Sulzbach im Ostnordosten;
  • im Südosten fließt der Neckar oberhalb der Aich-Zumündung zunächst so nahe, dass er von der Wasserscheide her nur unbedeutende Zuflüsse aufnimmt;
  • im Süden nimmt dieser bei Pliezhausen den Reichenbach auf;
  • im Südwesten entwässert der Goldersbach den größten Teil des südlichen Schönbuchs über die Ammer zum Neckar.

Zuflüsse

Fauna

Die Aich beheimatet u. a. Regenbogenforellen, Bachforellen, Bachsaiblinge, Barben, Äschen, Hasel, Rapfen (vereinzelt), Karpfen (vereinzelt), Döbel und viele andere Weißfischarten.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references>

   <ref name="BfL-170"><ref name="DE_BfL-170">Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1949, überarbeitet 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)</ref></ref>
   <ref name="BfL-171"><ref name="DE_BfL-171">Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 171 Göppingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1961. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)</ref></ref>
   <ref name="flusdat">Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausbaupotenzial der Wasserkraft bis 1.000 KW im Einzugsgebiet des Neckars unter Berücksichtigung ökologischer Bewirtschaftungsziele. (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive) Mai 2011, S. 9, abgerufen am 29. Juni 2013 (PDF; 1,87 MB)</ref>

</references>

Weblinks

Commons: Aich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein