Schwippe
Die Schwippe ist ein je nach zugeordnetem Oberlaufstrang 16,5 km bis 18 km langer Fluss im baden-württembergischen Landkreis Böblingen, der nach etwa westlichem Lauf bei Grafenau-Döffingen im Gäu von rechts in die hier nordwärts ziehende Würm mündet.
Geographie
Verlauf
Die Schwippe entspringt auf der Gemarkung der Stadt Sindelfingen. Sie hat hier zwei große Oberläufe, von denen der rechte im Park hinter dem Gartenhallenbad des Teilorts Maichingen entspringt. Die Quelle mit der früheren Bezeichnung Sombrunnen bildet dort einen Teich, dessen Auslauf danach den Namen Schwippe führt. Die Schwippe verläuft dann eingedolt bis zur Westgrenze von Sindelfingen, wo sie ein Stück weit offen fließt. Etwa ab der Bachstrasse wieder eingedolt unter der Wohnbebauung, unter dem Wettbachplatz weiter Richtung Goldbach. Am heutigen Wettbachplatz bildete die Schwippe früher die sogenannte Wette zum Tränken und Schwemmen von Vieh. Der nach Länge, Einzugsgebiet und Quellhöhe bedeutendere, anfangs Diebskarrenbach und in seinem Lauf zuletzt Goldbach genannt, entsteht nahe dem Autobahnkreuz Stuttgart im Glemswald.
Die zwei Äste fließen unterhalb des Goldberges zusammen. Danach hält sich die Schwippe an die Zulaufrichtung des Goldbachs und fließt zunächst weiter südwestlich. Nach dem Ende des Flugfeldes Böblingen/Sindelfingen zu ihrer Linken wendet sie sich von der zuletzt begleitenden Autobahn 81 nach Westen ab, tritt in die Stadtgemarkung Böblingens ein und durchfließt dessen Stadtteil Dagersheim. Danach betritt sie in weiterem Westlauf wieder Sindelfinger Stadtgebiet und streift dessen Stadtteil Darmsheim im Norden. Hinter diesem Ort läuft sie erstmals (Namens-Oberlauf) bzw. erstmals wieder seit ihrem Waldaustritt (Hauptstrang) in einem Tal, das bald nach dem Eintritt in die Gemeinde Grafenau nach Nordwesten abknickt. Sie passiert hier die große Siedlung Kapellenberg am rechten Talhang und anschließend das Dorf Döffingen.
Für wenige Meter wird Weil der Stadt noch rechter Gewässeranlieger, dann mündet die Schwippe nach einem Lauf von 16,5 km bzw. 18,1 km von rechts und Südosten an der Ölmühle des Weiler Stadtteils Schafhausen als deren bedeutendster Zufluss am Oberlauf in die hier nordwärts ziehende Würm.
Zuflüsse
Teilweise hierarchische Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Angegebene Werte teilweise nach älterem Stand der Belegquelle. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Quelle der Schwippe (namentlich bezeichneter Oberlauf<ref>Auf dem Geodatenviewer.</ref>) im Gewerbegebiet am Nordrand von Maichingen auf etwa Vorlage:Höhe (Vorlage:Coordinate).
- Größerer Quellast, von links in Sindelfingen am Ostrand des großen Industriegebietes, 7,105 km und 25,422 km². Entsteht im Wald nordöstlich von Sindelfingen etwas südlich des Autobahnkreuzes Stuttgart auf etwa Vorlage:Höhe neben der K 1055 (Vorlage:Coordinate). Wird von LUBW-FG10 als Oberlauf der Schwippe angesetzt, da offenbar Hauptstrang. Dieser höher entspringende Ast übertrifft den namentlichen linken Schwippe-Oberlauf, der am Zusammenfluss nur 5,527 km und ein Einzugsgebiet von 8,928 km² erreicht hat, also in wenigstens drei einschlägigen Kriterium. Ab dem Zulauf des Goldbachs ist er nach diesem benannt.
- Diebskarrenbach, von rechts auf etwa Vorlage:Höhe, 0,996 km.
- Zulauf aus dem südlichen Diebskarren, von rechts auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW" />, 1,305 km.
- Zulauf vom Erlenteich her, von links an der Brücke des Rohrer Pfades auf rund Vorlage:Höhe, 1,422 km.
- Zulauf aus dem Zweibrunnenhau, von links in einem Datei:RiverIcon-SmallLake.svg 0,1661 ha großen Weiher am Abgang der Herzogsallee von der K 1055, 1,392 km.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Bis zum nächstgenannten Zulauf folgen im Lauf drei Weiher aufeinander von 1,0607 ha, 0,4346 ha und 0,3238 ha, der mittlere Eisweiher genannt. Die Weiher dienen mittels Dämmen und reguliertem Ablauf auch dem Hochwasserschutz. Zusammen mit dem weiter abwärts gelegenen Hochwasserrückhaltebecken sind sie für ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt.
- Goldbach, von links am Mönchsbrunnen auf etwa Vorlage:Höhe, 1,015 km.
- Berstlach, von links kurz danach auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW" /> am Auslauf Datei:RiverIcon-SmallLake.svg eines weiteren, 0,1104 ha großen Weihers im Lauf, 2,131 km.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt das Hochwasserrückhaltebecken Goldbach, 1,16 ha. Alle Zuläufe bis hierher waren Waldbäche, ab hier tritt dieser rechte Schwippe-Oberlauf, hier nun Goldbach genannt, ins bebaute Gebiet Sindelfingens ein.
- Bach aus der Schneckenklinge, von rechts am Ostende Sindelfingens kurz vor dem Umspannwerk Sindelfingen-Mahdental, 2,022 km.
- Eschenbrünnlesgraben, von links verdolt an der Brücke der Eschenbrünnlesstraße auf knapp Vorlage:Höhe<ref>Texteintrag in Blau auf dem Geodatenviewer wenig Schritte zuvor.</ref>, 1,235 km.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Passiert den Eisweiher in der rechten Aue, 0,8199 ha.
- Sommerhofenbach, von rechts, 6,355 km und 8,283 km². Der Sommerhofenbach durchfließt im Oberlauf das Naturschutzgebiet Hinteres Sommerhofental und das flächenhafte Naturdenkmal Feuchtbiotop Spitzbaierin. Nebenflüsse des Sommerhofenbachs sind Schmiedpaulsklinge, Dachsklingenbach (der frühere Verlauf ist heute zum größten Teil von der Deponie Dachsklinge überlagert), Spitzholzer Klinge. Im weiteren Verlauf wird ein Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Stehgewässer an der Klosterseehalle passiert und der Sommerhofenpark, dann durchfließt der Bach den künstlich angelegten Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Klostersee, der früher für eine Mühle genutzt wurde und in kleinem Umfang der Hochwasserregulierung dient. Weiter abwärts passiert er den Stadthallenpark und ein weiteres Datei:RiverIcon-SmallLake.svg künstliches Gewässer im Dronfieldpark, bevor er im Bereich der Gottlieb-Daimler-Schule in den Goldbach mündet.
- Murkenbach, von links nahe der Autobahnausfahrt Böblingen-Sindelfingen auf unter Vorlage:Höhe, 4,562 km und 10,670 km².
- Gansseegraben, von rechts in Datei:RiverIcon-SmallLake.svg einem 0,3043 ha großen Weiher, 1,228 km. Im Oberlauf befindet sich der Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Ganssee.
- Langgraben, auch Furtbach genannt, von links an der Kreuzung Schönbuchstraße/Schönaicher Straße, 2,477 km.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchläuft unmittelbar nacheinander am Westrand der Altstadt von Böblingen den Oberen See auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW" /> und den Unteren See, 2,8064 ha und 1,3416 ha.
- Aischbach, von links zwischen Flugfeld und Kläranlage, 2,888 km und 5,024 km².
- Hulbgraben, von links gleich danach, 3,528 km und 8,029 km².
- Buchentalgraben, von rechts gegenüber dem Nordrand von Böblingen-Dagersheim, 2,43 km und 3,801 km². Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Im oberen Mündungsdreieck liegt in der Grube eines aufgelassenen Steinbruchs zwischen Dagersheim und Darmsheim ein 0,9848 ha großer Weiher,
Mündung der Schwippe kurz nach dem Passieren von Grafenau-Döffingen an der Ölmühle von Weil der Stadt-Schafhausen nach einem Lauf von 16,5 km (mit Schwippe-Oberlaufstrang) bzw. 18,0 km (Goldbach-Oberlaufstrang) auf etwa Vorlage:Höhe von rechts und Südosten und im spitzen Winkel in die obere Würm. Die Schwippe hat ein etwa 85,0 km² großes Einzugsgebiet, das etwa 40 % kleiner als das von der aufnehmenden Würm bisher akkumulierte, die hier selbst erst etwa 18,5 km lang ist.
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Schwippe
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Höhe:
<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
Seefläche:
<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>
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Andere Belege
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<ref name="BfL-170">Vorlage:GeoQuelle</ref>
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Weblinks
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Schwippe auf: Vorlage:GeoQuelle
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Schwippe auf: Vorlage:GeoQuelle
- Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek:
- 7219 Weil der Stadt von 1901
- 7220 Möhringen von 1899
- 7319 Aidlingen von 1898
- 7320 Böblingen von 1900