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Jan Theiler

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Datei:1st of May demonstration Grunewald 2024 Pastor Leumund wrecking ball 04.jpg
Als Pastor Leumund bei einer Rede bei der 1. Mai Demonstration in Berlin-Grunewald 2024.

Jan Theiler (Pseudonyme: Pastor Leumund, Michael Fieling, MC Abitur) (* 1967) ist ein deutscher dadaistischer Künstler und Generalsekretär der Kleinpartei Bergpartei, die Überpartei.

Leben

In den 1990er Jahren studierte Jan Theiler Kunst, schloss sich verschiedenen Kollektiven in der Ostberliner Hausbesetzerszene an. Er betätigte sich als Kurator, Performancekünstler und Musiker in der Underground-Kunstszene und organisierte große Musik- und Performanceveranstaltungen in Locations wie Duncker14, K77 (Kastanienallee 77), Prater, Kule, Tacheles u. a. Anfang der 2000er Jahre wirkte Jan Theiler auch in Zürich. Er ist Mitbegründer der Fondation Kroesus, besetzte das Cabaret Voltaire in Zürich und wurde Sprecher der Neo-Dadaisten. Neben den kuratorischen Arbeiten für die internationalen Dada-Festwochen (mit Mark Divo) führte er partizipative Kunst- und Musikprojekte, Performances sowie Radioproduktionen durch. Seit 2005 widmete sich Jan Theiler der von ihm mitgegründeten Bergpartei, deren Parteivorsitz er bis 2016 innehatte. Außerdem war und ist er als konfessionsloser Prediger, Musiker und Interaktivist tätig.

Jan Theiler arbeitete u. a. künstlerisch zusammen mit Bernadette La Hengst, Knarf Rellöm, Friedrich Greiling von Mittekill, mit dem Organisten John Kameel Farah, mit der Harfenistin Veronika Ehrensperger, mit dem Architekten Benjamin Foerster-Baldenius bzw. dem Büro Raumlabor Berlin, mit dem Künstler und Kurator Mark Divo, mit dem Autor und Regisseur Frank Schültge, sowie dem Puppenspieler René Marik. Jan Theilers Werke waren in Institutionen vertreten wie der Werkleitz-Biennale in Halle, am Theater Freiburg, an den Münchner Kammerspielen, auf Kampnagel, in der Zürcher Roten Fabrik, in der Kunsthalle Fridericianum, auf dem International Festival for Theatre, Performance Art, Dance and Fine Art in Mannheim, auf SWR2 und Deutschlandradio Kultur.

Jan Theiler lebt in Berlin.<ref name="werkleitz">Website der 7. Werkleitz-Biennale, abgerufen am 26. Februar 2013.</ref><ref>Tycho Pfäfflin: Videointerview mit Jan Theiler, Juli 2008, Youtube-Video.</ref>

Künstlerische Werke und Projekte

Datei:1st of May demonstration Grunewald 2024 Pastor Leumund wrecking ball 46.jpg
Auftritt beim 1. Mai im Grunewald 2024 mit einer abgewandelten Version von Miley Cyrus Wrecking Ball als Symbol für das Zertrümmern der Mauern zwischen Arm und Reich.

Partizipative Kunstprojekte und Performances

Musikformationen und Musikprojekte

Kuratorische Arbeiten

  • 1994: Festival des selbstgemachten Liedes und Schlagerknospen 94 im Mutzek in der Invalidenstraße in Berlin, Organisation und Moderation<ref name="soundcloud" />
  • 1995: Eurokot (Internationales Symposium für Recycling) in Zürich in der Escher-Wyss-Unterführung, Installationen, Aktionskunst und Konzerte, Organisation zusammen mit Mark Divo<ref name="soundcloud" />
  • 1996–99: diverse Großveranstaltungen zum Thema „Schlager“ in Berlin (Wanderpokal für den besten selbstgemachten Schlager, Schlagerkrone 96 im Schokoladen, Schlagersahne 97 im Milchhof, Schlagergipfel 97 im Schmalzwald, Schlagerfeuer 98 im Theatersaal Kunsthaus Tacheles, Schlagerkessel 99 im Schleusenkrug), Organisation und Moderation; Finanzierung der Miete der Berliner Comicbibliothek Renate mit dem Erlös<ref name="soundcloud" />
  • 1997: Sauerkrautpolka im Pratergarten der Volksbühne Berlin (wöchentliches Podium für deutschsprachige Liedermacher, wie z. B. Barbara Morgenstern), Organisation<ref name="soundcloud" />
  • 1998: Raumschiff Zitrone, Veranstaltungsort in der Kastanienallee 77 in Berlin, Eröffnung, Organisation von Konzerten, Lesungen und Theateraufführungen<ref name="soundcloud" />
  • 2002: 1. internationale Dada-Festwochen im besetzten Cabaret Voltaire in Zürich, Co-Kurator zusammen mit Mark Divo<ref name="dadaeins" /><ref name="werkleitz" />
  • 2003: 2. internationale Dada-Festwochen auf dem leerstehenden Sihlpapier-Fabrikareal (heute Sihlcity) in Zürich, Co-Kurator zusammen mit Mark Divo<ref name="zweiten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die zweiten internationalen Dadafestwochen 2003 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 2. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dadata.ch, abgerufen am 26. Februar 2013</ref>
  • 2003: sihlcity-now auf dem Zürcher Sihlpapier-Fabrikareal, einem der größten Kultur-Squats Europas (Räumung am 16. Juni 2003), Mitorganisator<ref name="zweiten" />
  • 2004: 3. interlokale Dada-Festwochen in ungenutzten öffentlichen Toilettenhäusern der Stadt Zürich, Kurator<ref name="dritten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die dritten internationalen Dadafestwochen in den öffentlichen Toiletten 2004 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dadata.ch, abgerufen am 26. Februar 2013</ref>
  • 2005: 4.internationale Dadafestwochen im Pornokino Stüssihof, sowie in einer leerstehenden Ladenzeile am Kunsthaus Zürich, Co-Kurator zusammen mit Mark Divo<ref name="vierten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die vierten internationalen Dadafestwochen 2005 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dadata.ch, abgerufen am 26. Februar 2013</ref>
  • 2005: Real Biennale in den Katakomben des Palais Goltz-Kinsky in Prag, Co-Kurator zusammen mit Mark Divo<ref name="soundcloud" />
  • 2012: 7. Dadafestwochen alias Cabaret Vulgaire im „Perla-Moden“ in der Langstrasse in Zürich, Co-Kurator zusammen mit Mark Divo, Zuzanna Fuksova, Milan Mikulastik<ref name="siebten" />

Radioproduktionen

Filmografie

Parlamentarische Kunst

Publikationen

  • Mark Divo, Jan Theiler, Fritz Billeter, Thomas Haemmerli, Oliver Kielmayer, Rein Wolfs: Im Bett mit Mark Divo. Biel/Bienne 2013, edition clandestin, ISBN 978-3-905297-33-1

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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