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Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

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Wappen von Friedrichshain-Kreuzberg
Wappen von Friedrichshain-Kreuzberg
Wappen von Berlin
Wappen von Berlin
Friedrichshain-Kreuzberg
2. Bezirk von Berlin
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Bild:Berlin Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (labeled).svg|320px|Ortsteile des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg poly 475 405 467 437 485 437 505 471 483 483 531 579 589 601 611 575 711 575 711 519 657 497 629 375 Bezirk Mitte poly 607 573 601 635 703 637 699 609 741 623 761 603 823 639 825 637 793 591 797 525 761 525 733 497 695 505 709 525 711 571 Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg poly 651 125 585 187 607 263 561 313 673 501 757 507 787 483 785 441 845 431 815 319 867 279 845 245 893 125 825 79 825 25 755 67 793 99 695 159 Bezirk Pankow poly 233 691 237 601 279 593 305 505 419 491 401 435 487 439 509 473 485 477 485 527 505 519 535 583 535 669 489 671 489 697 Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf poly 93 665 77 757 131 789 239 713 237 597 275 589 313 513 419 497 409 435 355 431 325 395 295 321 187 275 113 315 119 337 163 329 161 425 123 415 111 537 191 567 Bezirk Spandau poly 45 859 235 695 537 701 609 835 479 927 447 865 399 903 351 901 351 847 185 905 183 937 119 923 Bezirk Steglitz-Zehlendorf poly 535 577 523 655 497 669 499 697 529 709 603 821 537 887 625 999 695 999 715 957 693 885 655 871 701 723 653 643 597 641 Bezirk Tempelhof-Schöneberg poly 698 608 792 670 804 724 768 724 770 748 880 834 892 916 812 926 782 844 682 882 652 872 694 722 668 628 700 638 Bezirk Neukölln poly 764 604 730 622 790 672 806 724 774 726 774 754 888 844 898 924 1134 1022 1110 1096 1154 1126 1358 768 1134 658 1072 688 1008 654 908 696 Bezirk Treptow-Köpenick poly 1008 348 894 418 914 474 880 480 886 552 928 552 958 678 1074 692 1162 500 1098 494 1098 478 1114 470 1116 458 1022 428 Bezirk Marzahn-Hellersdorf poly 854 290 806 334 834 432 788 446 784 484 762 502 798 554 794 590 836 662 918 694 950 668 916 548 880 546 880 482 912 466 896 412 986 358 926 306 Bezirk Lichtenberg poly 306 180 260 256 296 320 324 408 380 444 466 444 484 410 542 386 598 404 632 372 562 308 574 302 610 236 590 192 472 178 478 68 422 72 422 146 384 146 380 180 Bezirk Reinickendorf rect 0 0 2000 2000 Brandenburg desc bottom-left

</imagemap>
Fläche 20,34 km²
Einwohner 266.583 (31. Dez. 2024) (Basis Zensus 2022)
Bevölkerungsdichte 13.106 Einwohner/km²
Adresse der
Verwaltung
Frankfurter Allee 35/37
10247 Berlin
Website friedrichshain-kreuzberg.de
Ortsteile 2
Politik
Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne)

Friedrichshain-Kreuzberg ist der zweite Berliner Bezirk.<ref name="Bezirksschlüssel">Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel</ref> Am 31. Dezember 2024 hatte er 266.583 Einwohner.

Der flächenkleinste der zwölf Berliner Bezirke hat zugleich die höchste Bevölkerungsdichte und das geringste Durchschnittsalter. Er entstand 2001 mit der Berliner Verwaltungsreform durch Fusion der bis dahin eigenständigen und durch die Spree getrennten Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg.

Das zentral gelegene Friedrichshain-Kreuzberg gilt als kreativ und ist bekannt für ein vielseitiges Nacht- und Kulturleben.<ref>The 9 Coolest Neighbourhoods in Berlin, culturetrip.com, abgerufen am 25. Januar 2020.</ref>

Geographie

Lage

Datei:Ehemaliger Grenzübergang Oberbaumbrücke Berlin (33947839448).jpg
Die Oberbaumbrücke (2019) verbindet Kreuzberg mit Friedrichshain.

In der Nähe der Alexandrinenstraße 12 im Ortsteil Kreuzberg liegt der geometrische Schwerpunkt Berlins. (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">Lage

 {{#coordinates:52,5014|13,4028|
   |dim=
   |globe=
   |name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}) Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg grenzt im Norden an den Bezirk Mitte und Bezirk Pankow, im Osten an den Bezirk Lichtenberg, im Süden an den Bezirk Treptow-Köpenick und Neukölln. Im Westen und Südwesten grenzt er an den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Ortsteile

Friedrichshain-Kreuzberg ist einer von zwei Bezirken (neben dem Bezirk Mitte), die aus Teilen des ehemaligen Ost- und West-Berlin bestehen. Die beiden Ortsteile des heutigen Bezirks, Friedrichshain und Kreuzberg, sind durch die Spree voneinander getrennt. Die Oberbaumbrücke verbindet beide Altbezirke und ist damit zum Wahrzeichen des neuen Verwaltungsbezirks geworden, was im Bezirkswappen zum Ausdruck gebracht wird.

Datei:Tempelhofer Ufer, Hallesches Ufer, Landwehrkanal, Möckernbrücke und U-Bahnhof Möckernbrücke, Berlin-Kreuzberg-0042.jpg
Blick auf Friedrichshain-Kreuzberg, 2024

Beide Ortsteile gehören zu den Szenevierteln Berlins und erleben durch die hohe Nachfrage nach Wohnraum einen Strukturwandel in Form von Gentrifizierung (Sozioökonomische Stadtteilaufwertung). Da Kreuzberg und Friedrichshain seit der Fusion im Sprachgebrauch mitunter als Einheit betrachtet werden, haben sich Verkürzungen wie „Kreuzhain“, „Xhain“ oder „FR-KR“ etabliert.<ref>Kreuzhain": ein junger Bezirk, BVBI, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref><ref>Xhain.net, Nachrichten aus Friedrichshain-Kreuzberg, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

Eine Kuriosität ist, dass die Flussinsel Großer Wall im Ortsteil Hakenfelde des Bezirks Spandau der Verwaltung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg unterstellt ist.<ref>Haushaltsplan von Berlin für die Haushaltsjahre 2008/2009. (PDF; 5,0 MB) Bezirkshaushaltsplan Friedrichshain-Kreuzberg. Senatsverwaltung für Finanzen, S. 14, archiviert vom Vorlage:Referrer am 4. März 2016; abgerufen am 17. September 2015.</ref>

Eine Reihe von historischen Stadtteilbezeichnungen auf dem Gebiet des Bezirks, wie zum Beispiel Luisenstadt und Tempelhofer Vorstadt, leben in den Bezeichnungen der Grundbücher weiter.

Datei:Kreuzberger fassade.jpg
Gründerzeitviertel in Kreuzberg
Ortsteil
und Ortslagen
Fläche
(km²)
Ein­wohner<ref name="Bevölkerung">Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2024, Melderegisterdaten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 27. Mai 2025 ([1]) (Hilfe dazu).</ref>
31. Dezember 2024
Ein­wohner
pro km²
Lage
0201 Friedrichshain 9,78 141.206 14.438 <imagemap>

Bild:Berlin_Friedrichshain-Kreuzberg_Friedrichshain.svg|120px|zentriert poly 27 84 7 124 23 154 113 146 111 120 155 134 179 112 121 78 87 90 63 76 Kreuzberg poly 107 16 127 38 115 62 223 146 239 136 203 106 217 56 209 42 179 38 151 4 Friedrichshain rect 3 2 63 52 Berlin desc bottom-left </imagemap>

0202 Kreuzberg 10,40 151.418 14.559 <imagemap>

Bild:Berlin_Friedrichshain-Kreuzberg_Kreuzberg.svg|120px|zentriert poly 27 84 7 124 23 154 113 146 111 120 155 134 179 112 121 78 87 90 63 76 Kreuzberg poly 107 16 127 38 115 62 223 146 239 136 203 106 217 56 209 42 179 38 151 4 Friedrichshain rect 3 2 63 52 Berlin desc bottom-left </imagemap>

Parks

Datei:Maerchenbrunnen Berlin Friedrichshain Zugang 2.jpg
Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain

Ortslagen, Straßen und Plätze

Datei:Fahrräder IMG 5268.jpg
Fahrradwracks in der Warschauer Straße

Umwelt

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zählt mit etwa 12.600 Meldungen im Jahr 2017 an das Ordnungsamt zu den am meisten durch Müll im öffentlichen Raum belasteten Berliner Bezirken.<ref>Versinkt Neukölln im Dreck? In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 12. Januar 2020.</ref> Die öffentliche Verschmutzung wird durch private Sperrmüllablagerungen, nicht entfernte Fahrradwracks, Abfall jeglicher Art, weggeworfene Flaschen und Zigarettenreste hervorgerufen. Die Gewässer im Landwehrkanal und der Spree sind durch die geringe Abfallbeseitigung ebenfalls von Vermüllung belastet.<ref>Die Dinge aus der Tiefe, taz, abgerufen am 29. Juli 2024.</ref>

Geschichte

Datei:Berlin Wall6331.JPG
Teil der Berliner Mauer (1961–1989), seit 1990: East Side Gallery

1920–2000

Bei der Gründung Groß-Berlins 1920 entstand der Bezirk Friedrichshain, er umfasste den größten Teil der Stralauer Vorstadt, einen kleinen Teil der Königsstadt und Stralau. Der Name Friedrichshain war als Stadtgebietsname neu und leitete sich vom Volkspark am Rande des damaligen Bezirks her, der wiederum auf den König Friedrich II. Bezug nahm.

Der Bezirk Kreuzberg wurde 1920 aus der Tempelhofer Vorstadt, der Oberen Friedrichsvorstadt, der südlichen Friedrichstadt und einem großen Teil der Luisenstadt gebildet. Seinen Namen erhielt er nach der im Südwesten gelegenen Anhöhe, dem Kreuzberg im heutigen Viktoriapark.

Bis nach dem Mauerfall befand sich der Stadtbezirk Friedrichshain in Ost-Berlin, der Stadtbezirk Kreuzberg in West-Berlin. Die Teilung war das Ergebnis des Zweiten Weltkriegs. So hatten sie eine unterschiedliche politische und verwaltungstechnische Entwicklung genommen.

Seit 2001

Datei:Berlin Spreespeicher 02.jpg
Die Europäische Filmakademie in Friedrichshain (2025)

Am 1. Januar 2001 wurden die zuvor eigenständigen Berliner Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain zum neuen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vereinigt. Ein Ergebnis der Zusammenlegung war, dass ein neues Bezirksamt gebildet wurde und der Sitz festzulegen war. Das Rathaus des neuen Bezirks und der Sitz des Bezirksbürgermeisters bzw. der Bezirksbürgermeisterin wurde das bisherige Rathaus Friedrichshain in der Rathaus-Passage (seit 2018: Rigaer Passage) in der Frankfurter Allee 35/37.<ref>Durch einen Münzwurf des Kreuzberger Rechtsamtsleiters auf Vorschlag des Friedrichshainer Bürgermeisters Helios Mendiburu im Einverständnis mit dem Kreuzberger Bürgermeister Franz Schulz, am 4. April 2000 wurde darüber entschieden.</ref><ref>Cay Dobberke, Johannes Metzler: Senat hält ungewöhnliche Entscheidungsmethode in „Friedrichshain/Kreuzberg“ für zulässig. In: Der Tagesspiegel, 5. April 2000.</ref> Im ehemaligen Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4–11 wurden Teile des Bezirksamtes und ein Bürgeramt untergebracht. Außerdem wurde es Sitz und Tagungsort der Bezirksverordnetenversammlung.<ref>Hans-Jürgen Mende und Kurt Wernicke (Hrsg.): Berliner Bezirkslexikon Friedrichshain-Kreuzberg. Haude & Spener, Berlin 2003, S. 97.</ref> Es gibt weitere Außenstellen. Ein neues Bezirkswappen wurde dem Bezirk am 7. Oktober 2003 vom Senat des Landes Berlin verliehen.

Im Jahr 2014 fand ein Flächentausch mit dem benachbarten Bezirk Tempelhof-Schöneberg statt (Lilienthaldreieck, Yorckstraße), um Flächen für sportliche Nutzungen beider Bezirke besser handhaben zu können.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gebietstausch mit Friedrichshain-Kreuzberg (Memento vom 11. März 2014 im Internet Archive) In: Berliner Abendblatt, 28. Februar 2014. Abgerufen am 13. April 2014.</ref>

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Bevölkerung

Überblick

Am 31. Dezember 2024 zählte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg 266.583 Einwohner auf einer Fläche von 20,2 Quadratkilometern.<ref name="Bevölkerung" /> Am gleichen Stichtag lag die Bevölkerungsdichte bei 13.106 Einwohnern pro Quadratkilometer. Friedrichshain-Kreuzberg zählte damit zu den am dichtesten besiedelten Orten in Deutschland und Europa.

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Jahr Einwohner
2001 245.712
2002 247.508
2003 249.267
2004 252.069
2005 255.181
2006 259.071
2007 260.437
2008 262.251
2009 259.967
2010 261.090
Jahr Einwohner
2011 265.361
2012 269.471
2013 273.517
2014 275.691
2015 278.393
2016 281.323
2017 283.974
2018 289.120
2019 290.386
2020 289.787
Jahr Einwohner
2021 289.014
2022 293.231
2023 293.454
2024 292.624

Vorlage:Klappleiste/Ende

Die unten stehenden Einwohnerzahlen (Stand: jeweils 31. Dezember) basieren, abweichend von der Bevölkerungsfortschreibung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, auf Daten des Einwohnermelderegisters des Berliner Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten.<ref name="Bevölkerung 2024">Statistischer Bericht A I 5-hj 2/24. Einwohnerregisterstatistik Berlin 31. Dezember 2024. Bestand-Grunddaten. (PDF; 700 kB) Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2025.</ref>

Bevölkerungsstruktur

Die folgende Tabelle zeigt Angaben zur Struktur der Bevölkerung von Friedrichshain-Kreuzberg am 31. Dezember 2024.<ref name="Bevölkerung 2024"/>

Geschlecht Anzahl Anteil
männlich 150.002 51,2 %
weiblich 142.622 48,8 %
Insgesamt 292.624 100 %
 
 
Altersgruppen
unter 20 048.125 16,4 %
20 bis unter 40 111.536 38,1 %
40 bis unter 65 100.814 34,5 %
ab 65 032.149 11,0 %
Insgesamt 292.624 100 %
Herkunft Anzahl Anteil
Deutsche ohne Migrationshintergrund 147.450 50,4 %
Deutsche mit Migrationshintergrund 055.182 18,9 %
Ausländer 089.992 30,7 %
Insgesamt 292.624 100 %
 
Wohnlagen
einfache Wohnlagen bzw. ohne Angabe 076.818 26,2 %
mittlere Wohnlagen 145.343 49,7 %
gute Wohnlagen 070.463 24,1 %
Insgesamt 292.624 100 %
Religion Anzahl Anteil
evangelisch 024.175 08,3 %
römisch-katholisch 017.094 05,8 %
sonstige bzw. keine 251.355 85,9 %
Insgesamt 292.624 100 %

Das Durchschnittsalter lag am 31. Dezember 2024 bei 39,4 Jahren (Berliner Durchschnitt: 42,8 Jahre). Damit ist Friedrichshain-Kreuzberg der Berliner Bezirk mit der jüngsten Bevölkerung.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat einen geschätzten muslimischen Bevölkerungsanteil von rund 20 %. Menschen mit türkischer Herkunft bildeten die größte Minderheitengruppe innerhalb des Bezirks.<ref>Muslime in Berlin – Ergebnisse und Empfehlungen</ref>

Wirtschaft

Unternehmen

Zwei der umsatzstärksten Unternehmen Berlins, das Medienunternehmen Axel Springer SE und der Internethändler Zalando, haben ihren Firmensitz im Bezirk. Zahlreiche deutsche Jungfirmen, die im 21. Jahrhundert gegründet wurden, siedelten sich nach dem Jahr 2000 hier an.

Datei:Friedrichshain Mercedes-Platz Zalando.jpg
Firmensitz des Mode- und Kosmetikhändlers Zalando

(Stand: 2024)

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Datei:StreetFoodBerlin.jpg
Im Bezirk sind viele Gewerbe im Besitz türkischstämmiger Berliner

Gewerbe und Handwerk

Im Jahr 2014 wurden in Friedrichshain-Kreuzberg 4276 Gewerbeanmeldungen und 2736 Gewerbeabmeldungen verzeichnet.

Die Handwerkskammer Berlin, ein Unternehmensverband für Handwerksbetriebe, hat ihren Sitz in Friedrichshain-Kreuzberg. Im Jahr 2015 waren von den 30.015 in Berlin vertretenen Handwerksfirmen insgesamt 1.894 im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemeldet.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.businesslocationcenter.deBerliner Wirtschaft in Zahlen – Ausgabe 2016. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche im Internet Archive ) Hrsg. von der IHK Berlin, abgerufen am 1. Juli 2017.</ref>

Medien

Datei:Axel-Springer-Hochhaus.jpg
Hauptsitz der Axel Springer SE

(Stand: 2026)

Infrastruktur

<templatestyles src="Mehrere Bilder/styles.css" />

Straßenverkehr

Die Bundesstraßen B 1, B 5, B 96 und B 96a führen durch Friedrichshain-Kreuzberg. Die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain zählt mit einer Breite von über 60 Metern zu den breitesten Berliner Innenstadtstraßen.<ref>Bei der Karl-Marx-Allee geht Schönheit vor Sicherheit. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 19. Januar 2020.</ref> Zahlreiche Wohngebietsstraßen, die oft eng bebaut sind, erschließen den Bezirk.

Die geringste Pkw-Dichte im Vergleich zu allen Bezirken gab es im Jahr 2023 mit 171 pro 1000 Einwohner in Friedrichshain-Kreuzberg (berlinweit: 278, deutschlandweit: 580).<ref>So hat sich die Pkw-Dichte in Berlins Bezirken entwickelt. In: Berliner Morgenpost, abgerufen am 9. September 2024.</ref> Die ansässige Bevölkerung des Innenstadtbereichs zählt damit zu den Pkw-ärmsten in Deutschland.

Öffentlicher Personennahverkehr

Datei:Ostkreuz-Bahnhof.jpg
Regionalbahnhof Ostkreuz

Die S-Bahn-Linien S1, S2, S3, S5, S7, S8, S9, S25, S26, S41, S42, S75 und S85 sowie die U-Bahn-Linien U1, U2, U3, U5, U6, U7 und U8 führen durch den Bezirk.

Der in Friedrichshain gelegene Bahnhof Ostkreuz ist mit täglich über 120.000 Bahnnutzern einer der größten Umsteigebahnhöfe Berlins. Der Bahnhof wurde bis 2018 umgebaut und an das Regionalbahnnetz angeschlossen. Die Bauarbeiten führten zu einer massiven Umgestaltung des Platzes vor dem Bahnhof und zur Errichtung eines neuen Bahnhofsgebäudes.<ref>Bauarbeiten am Ostkreuz beendet. In: Der Tagesspiegel, 8. Dezember 2018, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

Der Ostbahnhof ist ein Fern- und Nahverkehrsbahnhof im Bezirk und gilt nach dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Südkreuz als drittgrößter Bahnhof Berlins.

Fahrradverkehr

Über 75 % der im Bezirk lebenden Bevölkerung besitzt im Jahr 2020 ein Fahrrad. Das ist mehr als der Durchschnitt der Gesamtberliner Einwohnerschaft.<ref>Ein Bezirk wacht auf. In: adfc, abgerufen am 9. September 2024.</ref> Die Oberbaumbrücke, die die beiden Ortsteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet, zählt zu den am meisten von Radfahrern frequentierten Passagen in Berlin.<ref>Karte: Zählung der Radfahrer. Verkehrslenkung Berlin, abgerufen am 5. Juli 2017.</ref>

Bebauung

Die Anzahl der Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in Friedrichshain-Kreuzberg im Jahr 2018 belief sich auf 153.614 (Berlin: 1.950.000).<ref>Anzahl der Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in Berlin im Jahr 2018 unterteilt nach Bezirken, Statista, abgerufen am 21. Januar 2020.</ref> Der Anteil an Mietwohnungen, im Gegensatz zu Eigentumswohnungen, am Gesamtbestand liegt im Bezirk bei 95,7 % im Jahr 2017 und damit über dem Berliner Durchschnitt von 84,8 % (Deutschland: 55 %).<ref>IBB Wohnungsmarktbericht 2018 (PDF; S. 5), Investitionsbank Berlin, abgerufen am 21. Januar 2018.</ref><ref>Deutschland ist Spitzenreiter in der Mieterquote. Bei: Deutsches Institut für Urbanistik, abgerufen am 21. Januar 2020.</ref>

Politik

Datei:Rathaus kreuzberg 2023-03-18.png
Rathaus und Bürgeramt des Bezirks

Bezirksverordnetenversammlung

Die Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg am 12. Februar 2023 führte zu folgendem Ergebnis:

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />
Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg 2023<ref>Ergebnisse. Abgerufen am 12. Februar 2023.</ref>
Wahlbeteiligung: 57,9 %
 %
40
30
20
10
0
34,5
20,6
13,5
13,2
3,6
3,4
3,3
7,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2021
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−0,1
−1,0
−1,3
+5,3
+0,5
−0,3
−1,4
−5,3
Sitzverteilung (Stand: 2025)
       
Insgesamt 55 Sitze

Ein Bezirksverordneter wechselte 2024 von der Linken zur SPD.<ref>Nach Wechsel von Linken zur SPD: Kreuzberger Sozialstadtrat Oliver Nöll abgewählt. In: Der Tagesspiegel. 26. März 2025, abgerufen am 6. Mai 2025.</ref>

Bezirksbürgermeister

Amtszeit Bezirksbürgermeister Partei
01. Januar 2001 – 31. Januar 2002 Bärbel Grygier PDS
01. Februar 2002 – 14. November 2006 Cornelia Reinauer PDS
15. November 2006 – 31. Juli 2013 Franz Schulz Bündnis 90/Die Grünen
01. August 2013 – 5. Dezember 2021 Monika Herrmann Bündnis 90/Die Grünen
seit 6. Dezember 2021 Clara Herrmann Bündnis 90/Die Grünen

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist auf Landesebene im Rat der Bürgermeister vertreten.<ref>Rat der Bürgermeister. Bei: Berlin.de, abgerufen am 22. Januar 2020</ref>

Bezirksamt

Datei:20151023-IMG 0011.jpg
Finanzamt des Bezirks

Das Bezirksamt ist die kommunale Verwaltung für den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Mitglieder des Bezirksamts sind (Stand: 2026):<ref>Das Bezirksamt. In: berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg. Abgerufen am 23. Mai 2025.</ref>

Partei Funktion Geschäftsbereich
Clara Herrmann Bündnis 90/Die Grünen Bezirksbürgermeisterin Finanzen, Personal, Wirtschaft und Kultur
Regine Sommer-Wetter Die Linke Stellvertretende
Bezirksbürgermeisterin
Soziales, Beschäftigung und Bürgerdienste
Annika Gerold Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadträtin Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt
Florian Schmidt Bündnis 90/Die Grünen Bezirksstadtrat Bauen, Planen und kooperative Stadtentwicklung
Andy Hehmke SPD Bezirksstadtrat Schule, Sport und Facility Management
Max Kindler CDU Bezirksstadtrat Jugend, Familie und Gesundheit

Abgeordnetenhaus

Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im Jahr 2023 führte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu folgendem Ergebnis:

Wahlkreis Gebiet stärkste
Partei
Stimmen-
anteil
Direktkandidat
Wahlkreis 1 Kreuzberg-Nord Grüne 37,0 % Katrin Schmidberger
Wahlkreis 2 Kreuzberg-Süd Grüne 38,0 % Marianne Burkert-Eulitz
Wahlkreis 3 Kreuzberg-Südost / Friedrichshain-Südost Grüne 32,9 % Turgut Altuğ
Wahlkreis 4 Friedrichshain-West Grüne 22,4 % Damiano Valgolio (Die Linke)
Wahlkreis 5 Friedrichshain-Nordost Grüne 33,9 % Vasili Franco

Wappen

Das Wappen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg wurde am 7. Oktober 2003 durch den Senat von Berlin verliehen.

Datei:Coat of arms of borough Friedrichshain-Kreuzberg.svg

Blasonierung: In silbernem Schild mit blauem Wellenschildfuß, belegt mit vier silbernen Wellenfäden, eine rote gezinnte Brücke, die durch zwei spitzbedachte und beknaufte Türme, die mit Zinnen, Zwischendächern, Simsen und schwarzen Schießscharten und Spitzfenstern bedeckt sind, in drei gleichmäßige Bögen unterteilt ist. Die beiden äußeren Bögen sind als Halbbögen dargestellt. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.<ref>Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen, abgerufen am 31. Januar 2020.</ref>

Wappenbegründung: Das Wappen ist vom erst 1991 entworfenen Wappen des ehemaligen Bezirks Friedrichshain abgeleitet. Es zeigt mit der Oberbaumbrücke das verbindende Wahrzeichen des neugebildeten Bezirks auf der ehemaligen Grenze der vorherigen Bezirke. Das blaue Wellenband verweist auf die Spree, über die die Oberbaumbrücke führt, und wurde auch aus dem vorherigen Wappen übernommen, das es wiederum aus der blauen Tingierung des Wappens Stralaus entlehnte. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Polizei

Datei:Berlin, Kreuzberg, Jueterboger Strasse 4, Polizei-Dienstgebaeude.jpg
Dienstgebäude der Berliner Polizeidirektion 5

Die Direktion 5 der Berliner Polizei ist für die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Mitte zuständig.

Städtepartnerschaften

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unterhält aktuell zwölf Städtepartnerschaften.<ref>Städtepartnerschaften – Elf Partner auf der ganzen Welt. 22. August 2019, abgerufen am 11. Oktober 2020.</ref>

International

NicaraguaDatei:Flag of Nicaragua.svg San Rafael del Sur, Nicaragua – seit Januar 1986
IsraelDatei:Flag of Israel.svg Kirjat Jam, Israel – seit 1990
Polen[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Stettin, Polen – seit Juni 1996
TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Kadıköy (Bezirk von Istanbul), Türkei – seit August 1996
Bulgarien[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Oborischte (Bezirk von Sofia), Bulgarien – seit Mai 1999
Vorlage:SYR-2024 Derik, Rojava, Syrien – seit Februar 2019<ref>Friedrichshain-Kreuzberg beschließt Städtepartnerschaft mit Dêrik. Abgerufen am 6. März 2019.</ref>
UkraineUkraine Darnyzja (Bezirk von Kiew), Ukraine – seit Mai 2025<ref>Friedrichshain-Kreuzberg und Darnyzja besiegeln Städtepartnerschaft. In: Pressemitteilung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. 23. Mai 2025, abgerufen am 24. Mai 2025.</ref>

National

Bildung

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Bezirkszentralbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg Pablo Neruda

Bibliotheken

Hochschulen

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SAE Institute für Medientechnologien

Schulen

Kultur

Gebäude

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St.-Thomas-Kirche
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Tempodrom

Theater und Kinos

Museen

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Martin-Gropius-Bau

Clubs und Festivals

(Stand: 2026)

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Der Bezirk in der Kunst

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Influencer in Friedrichshain

Friedrichshain-Kreuzberg zählt zu den beliebtesten Film-Drehorten in Deutschland und Europa. Der Bezirk lag mit 370 Drehgenehmigungen im Jahr 2018 vor allen anderen in Berlin.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />In diesen Berliner Bezirken wird am meisten gedreht. (Memento vom 7. Januar 2020 im Internet Archive) In: rbb, abgerufen am 17. Januar 2020.</ref>

In unzähligen Liedern wie Kreuzberger Nächte wurden Orte der Gegend besungen. Außerdem leben in dem Innenstadtbezirk zahlreiche Persönlichkeiten und Influencer, die über soziale Medien aus ihrem Leben im Wohnort berichten.<ref>20 von 1000 Berlinern sind Influencer: An erster Stelle steht die Hauptstadt damit nicht. In: Berliner Zeitung, 6. April 2022, abgerufen am 20. Juli 2025.</ref>

Sport

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Skatehalle Berlin

Der SC Kreuzberg stellte mehrmals den Deutschen Meister im Schach. Mehrere Großmeister sind Mitglied des Clubs. Die Bear City Rollers wurden 2013 Deutscher Meister im Roller Derby.

Die Uber Arena ist die Heimspielstätte des mehrfachen deutschen Basketball-Meisters Alba Berlin und des DEL-Eishockey-Rekordmeisters Eisbären Berlin. Die Arena ist auch hin und wieder Schauplatz von internationalen Sportveranstaltungen. Das German Masters ist ein Profi-Snookerturnier, das zu den Turnieren der Snooker Main Tour gehört und seit 2011 im Tempodrom ausgetragen wird.<ref>Wie das German Masters im Snooker nach Berlin kam. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 30. Januar 2020.</ref>

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Yoga-Studio in der Mainzer Straße

Die Skate­halle Berlin hat eine überdachte Fläche von über 6000 m² und gilt als eine der größten Hallen für Skateboard-Sport in Europa. Der Standort ist seit 2018 einer von vier Regionalstützpunkten des DRIV.<ref>Olympia – Skatehalle Berlin wird der 4. Skateboard Regionalstützpunkt Deutschlands, boardstation.de, abgerufen am 30. Januar 2020.</ref>

Eine Besonderheit ist der Fußballplatz von Blau-Weiß Friedrichshain. Es ist die erste FIFA-konforme Spielfläche der Stadt, die vollständig auf dem Dach eines Großmarktes eingerichtet wurde.<ref>Kreative Lösungen gefragt Flächen für Sport in Berlin sind knapp. In: Berliner Zeitung, abgerufen am 20. Juni 2017.</ref>

Das Sommerbad Kreuzberg, häufig nur ‚Prinzenbad‘ genannt, ist mit über 300.000 Besuchern im Jahr eines der populärsten Freibäder in Berlin und eines der bekanntesten in Deutschland.<ref>Der Prinz unter den Kiosken. In: Die Zeit, abgerufen am 17. August 2024</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Friedrichshain-Kreuzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wiktionary: Friedrichshain-Kreuzberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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