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Groupe Carrefour

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Groupe Carrefour

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Carrefour Logo 2009.svg
Rechtsform Société Anonyme
ISIN FR0000120172
Gründung 1959
Sitz Boulogne-Billancourt, FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Leitung Alexandre Bompard<ref>Alexandre Bompard va succéder à Georges Plassat à la tête de Carrefour. In: Les Echos, 8. Juni 2017 (französisch)</ref>
Mitarbeiterzahl 305.333 (2023)<ref name="AR23">carrefour.com (PDF; 10 MB).</ref>
Umsatz 94,132 Mrd. Euro (2023)<ref name="AR23" />
Branche Einzelhandel
Website www.carrefour.com
Stand: 31. Dezember 2023
Datei:Carrefour world map.svg
Länder mit Filialen von Carrefour (2023)
  • präsent
  • im Prozess der Schließung
  • ehemalige Standorte
  • Die Groupe Carrefour ist ein international tätiges französisches Unternehmen im Einzel- und Großhandel. Es ist nach der Schwarz-Gruppe das zweitgrößte Einzelhandelsunternehmen Europas.

    Ende 2018 betrieb das Unternehmen mehr als 12.100 Filialen in über 30 Ländern und beschäftigte knapp 364.000 Mitarbeiter. Der Umsatz betrug im Jahr 2018 84,92 Milliarden Euro.<ref name="gb2019" /> Frankreich und Spanien sind die wichtigsten Länder Carrefours, zusammen sind sie für über 50 % des Umsatzes verantwortlich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Document de référence 2010 (Memento vom 4. Juni 2011 im Internet Archive; PDF), Jahresreport (französisch).</ref>

    Geschichte

    Carrefour wurde im Jahr 1959 von Marcel Fournier gemeinsam mit Denis Defforey und Jacques Defforey gegründet. Im Jahr 1963 entwickelte Carrefour das Konzept der Hypermarchés (Hypermärkte). Am 15. Juni 1963 eröffnete der erste Carrefour Hypermarché in Sainte-Geneviève-des-Bois.<ref>Camille Harel: 60 ans d'hypermarchés en France. In: Capital. Nr. 383. Prisma Media, Gennevilliers August 2023, S. 94.</ref> Das Unternehmen expandierte 1969 nach Belgien und 1973 nach Spanien. 1975 gründete das Unternehmen die Grupo Carrefour Brasil und expandierte nach Brasilien.<ref name="GC-Brasil">Há mais de quatro décadas, o grupo se dedica para oferecer uma alimentação mais acessível e de qualidade. In: grupocarrefourbrasil.com.br. Abgerufen am 9. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1982 entschloss man sich, die Präsenz in Lateinamerika noch weiter auszubauen und Carrefour Argentina eröffnete die ersten Märkte in Argentinien.<ref>Carrefour: una historia de éxito. In: webretail.com.ar. 8. April 2022, abgerufen am 9. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    1976 nutzte Carrefour die Eröffnung der Shopping City Süd zur Expansion nach Österreich und errichtete dort den mit 17.000 m² Verkaufsfläche und über 400 Mitarbeitern damals größten Einzelhandelsmarkt Österreichs. 1978 erwarb Kastner & Öhler 51 % an dem Standort und beließ die Marke Carrefour. Carrefour blieb, nach anfänglichen Erfolgen, bei den Umsatzzahlen hinter seinen Erwartungen zurück und beendete sein Engagement in Österreich.<ref>linguee.fr Die Geschichte Carrefours in Österreich …, Übersetzungsbeispiel, abgerufen am 5. Januar 2015.</ref> Ein Expansionsversuch nach Deutschland (Mainz) im Jahr 1977 scheiterte ebenfalls.

    Seit 1970 ist Carrefour an der Pariser Börse notiert. 1997 waren allein in Frankreich 123.400 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz betrug im gleichen Jahr 169.269 Millionen Francs. Im Jahr 1999 fusionierten Carrefour und Promodès.

    Am 26. April 1991 haben die Migros-Genossenschaften Bern und Waadt die Übernahme der Carrefour Hypermarchés SA de participations mit Sitz in Romanel-sur-Lausanne per 1. April 1991 bekannt gegeben. Damit wurden die beiden Carrefour-Einkaufszentren in Brügg und Romanel veräußert. Zuletzt wurden die Aktien zu je 47 Prozent von der Merkur Holding (der heutigen Valora Holding) und von Carrefour france gehalten, neben einigen kleineren Anlegern.<ref>Neue Zürcher Zeitung (Hrsg.): Migros erwirbt Carrefour Schweiz. Eine primär standortpolitische Transaktion. Nr. 97, 27. April 1991, S. 37 (online [abgerufen am 9. April 2026]).</ref> 2008 zog sich das Unternehmen vom Schweizer Markt zurück, auf Grund der nicht erreichten internen Vorgabe „Carrefour bleibt nur dort präsent, wo [sie] die Nummer eins oder zwei sind.“<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.promarca.chCoop kauft sich 12 Megastores aufs Mal. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF) Tages-Anzeiger, 21. August 2007.</ref> Die Schweizer Filialen wurden gegen Zahlung von 470 Millionen Franken an Coop verkauft.<ref>Coop kauft Carrefour-Läden. NZZ, 27. August 2007.</ref>

    In der Volksrepublik China wurde im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008 für kurze Zeit zu einem Boykott der Kette aufgerufen. Im Zusammenhang mit Protesten für die tibetische Unabhängigkeit waren Gerüchte im Internet aufgekommen, Carrefour würde diese unterstützen.<ref>Artikel. In: Süddeutsche Zeitung, 23. März 2008.</ref> Obwohl eine Pressemitteilung des Unternehmens das verneinte, konnte Carrefour in vielen großen Suchmaschinen in China eine Zeit lang nicht mehr gefunden werden.<ref>Chinatechnews</ref>

    Die Märkte in Singapur wurden 2012 geschlossen.<ref>Kevin Lim, Dominique Vidalon: Update 1-Carrefour to shut Singapore stores by year-end. Reuters, 28. August 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Dezember 2018; abgerufen am 5. Dezember 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im selben Jahr veräußerte Carrefour seine Filialen in Kolumbien an die chilenische Unternehmensgruppe Cencosud, die diese anschließend unter der Marke Jumbo betrieb.<ref>Cencosud inició cambio de marca Carrefour a Jumbo en Colombia. In: Diario Financiero. 22. Januar 2013, abgerufen am 11. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Nachdem das Unternehmen seine erste Filiale in Bulgarien im Jahre 2010 eröffnet hatte, ging es bereits 2016 in Konkurs und musste infolgedessen alle bulgarischen Filialen schließen.<ref>Пуснаха за продажба и последния “Карфур” у нас. In: money.bg. 17. August 2016, abgerufen am 11. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Eine geplante Übernahme Carrefours durch das kanadische Unternehmen Alimentation Couche-Tard wurde nach Einwänden der französischen Regierung im Januar 2021 abgesagt.<ref>Carrefour bleibt französisch. FAZ, 16. Januar 2021, abgerufen am 16. Januar 2021.</ref>

    Umsatz der Carrefour-Gruppe
    Umsatz inkl. MwSt.
    (in Mrd. €)
    1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
    025,8 027,4 037,6 064,8 069,5 068,7 070,5 072,7 074,5 087,4 092,3 097,6 096,2 101,0 091,5 086,6 084,3 100,5<ref>Carrefour Overview (PDF)</ref>

    Datei:Carrefour Hypermarche Ecully.jpg
    Carrefour-Markt in Frankreich

    Das Logo von Carrefour trägt ein weißes C in einer rot-blauen Raute, deren Ecken abgerundet sind. Das Bild enthält eine optische Täuschung: 95 % aller Franzosen geben an, das verborgene C nicht zu sehen. Nach Vorstellung von Carrefour symbolisieren die beiden gegenläufigen Pfeile in dem Logo einerseits den Blick in die Vergangenheit nach links (verboten, darum rot) und andererseits nach rechts in die Zukunft (blau). Gleichzeitig bildet der blaue Teil des Logos eine Hellebarde, was die kämpferische Preis- und Verkaufspolitik und das Expansionsstreben des Unternehmens versinnbildlichen soll. Die drei Farben der Trikolore erinnern an die französische Herkunft des Unternehmens. Zwischen 2009 und 2013 waren auch andersfarbige Varianten des Logos in Gebrauch.<ref>Quellen siehe Carrefour in fr.wikipedia, Abschnitt Identité visuelle (logo).</ref>

    Marken

    Vorlage:Hinweisbaustein

    Folgende Marken gehören zur Carrefour-Gruppe:

    Datei:8 À Huit.jpg
    8-à-Huit-Filiale in Étretat
    Datei:Carrefour-Scheibenhard.JPG
    Carrefour-Filiale in Scheibenhard
    • 8 à Huit: 800 kleinere Frischmarkt-Filialen in Frankreich mit 70 bis 400 Quadratmetern Größe mit zahlreichen Fertigprodukten.
    • Carrefour: 730 sehr große Hypermärkte (Hypermarché) mit einer Fläche von bis zu 20.000 Quadratmetern und bis zu 70.000 Artikeln im Sortiment.
    • Carrefour Express: Supermärkte und Hypermärkte in Polen, Belgien, Spanien (z. B. Benidorm) und der Türkei (Zusammenschluss aus Champion, Gima und Endi).
    • Champion: über 1.000 Supermärkte mit etwa 1.500 Quadratmetern in Frankreich, Belgien, Spanien, Rumänien, Polen und Tunesien.
    • Dia: 3.700 Harddiscount-Filialen mit etwa 500 bis 770 Quadratmetern Verkaufsfläche in Spanien, Portugal (unter dem Namen Minipreço), Argentinien, in der Türkei und in Brasilien. Angeboten werden bis zu 2.000 Artikel. Einige Filialen werden von Franchisenehmern betrieben.
    • diperdi: Supermärkte in Italien
    • Ed: 459 Harddiscounting-Filialen mit 300 bis 1.000 Quadratmetern in Frankreich.
    • GB: 271 Supermärkte in Belgien
    • GS: 371 Supermärkte in Italien.
    • Atacadão: 358 Supermärkte in Brasilien<ref name="GC-Brasil" />
    • Prodirect: Lieferservice für die Gastronomie.
    • Promocash: 130 Abholgroßmärkte für Händler und Gastronomie in Frankreich.
    • Proxi: 1.310 kleine Supermärkte mit 80 bis 200 Quadratmetern.
    • Shopi: 600 kleinere Supermärkte in Frankreich mit einer Fläche von 400 bis 900 Quadratmetern. Angeboten werden bis zu 6.500 Artikel, davon 3.500 Frischprodukte und 1.000 Eigenmarken-Produkte.

    Im Wesentlichen gibt es folgende Ladentypen:

    • Hypermarché (Hypermarkt): sehr große Warenhäuser mit 5.000 bis 23.000 Quadratmetern Ladenfläche und mit bis zu 70.000 Artikeln.
    • Supermarché (Supermarkt): Supermärkte mit 1.000 bis 2.000 Quadratmetern Ladenfläche.
    • Harddiscounter: kleinere Geschäfte mit 200 bis 800 Quadratmetern Ladenfläche, die Grundgüter für den täglichen Bedarf zu günstigen Preisen anbieten.

    Präsenz

    Das Unternehmen betreibt Filialen in Ländern Afrikas, Amerikas, Asiens und Europas.

    In Rumänien hat Carrefour 2017 die Märkte von Billa übernommen.<ref>REWE Group und Carrefour: Unterzeichnen Vereinbarung über die Veräußerung von BILLA Rumänien. In: gabot.de. 28. Dezember 2015, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 5. Dezember 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.gabot.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

    Top 25 Länder nach Anzahl an Carrefour Filialen aller Ladentypen (Stand: Dezember 2022)<ref>Universal Registration Document Annual Financial Report-2021. (PDF) Abgerufen am 16. Dezember 2021.</ref>
    Rang Land Anzahl Filialen Bemerkung
    1 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 5.619 Vorlage:AccessibleTooltip Mutterland; Filialen des nur europäischen Teils Frankreichs
    2 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 1.489 Vorlage:AccessibleTooltip
    3 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 1.474 Vorlage:AccessibleTooltip
    4 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 955 Vorlage:AccessibleTooltip
    5 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 792 Vorlage:AccessibleTooltip
    6 AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Ägypten 721 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    7 ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien 605 Vorlage:AccessibleTooltip
    8 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien 548 Vorlage:AccessibleTooltip
    9 KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia 506 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    10 MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokko 501 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    11 AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Algerien 429 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    12 Saudi-ArabienDatei:Flag of Saudi Arabia.svg Saudi-Arabien 406 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    13 UgandaDatei:Flag of Uganda.svg Uganda 371 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    14 RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien 365 Vorlage:AccessibleTooltip
    15 MadagaskarDatei:Flag of Madagascar.svg Madagaskar 353 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    16 TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei 350 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    17 TaiwanDatei:Flag of the Republic of China.svg Taiwan 342 Vorlage:AccessibleTooltip
    18 PakistanDatei:Flag of Pakistan.svg Pakistan 310 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    19 ElfenbeinküsteDatei:Flag of Côte d'Ivoire.svg Elfenbeinküste 323 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    20 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 248 Vorlage:AccessibleTooltip geführt durch ein Joint Venture mit Carrefour
    21 Dominikanische RepublikDatei:Flag of the Dominican Republic.svg Dominikanische Republik 212 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    22 KamerunDatei:Flag of Cameroon.svg Kamerun 205 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    23 TunesienDatei:Flag of Tunisia.svg Tunesien 191 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    24 Vereinigte Arabische EmirateDatei:Flag of the United Arab Emirates.svg Vereinigte Arabische Emirate 188 Vorlage:AccessibleTooltip ausschließlich Franchise geführte Filialen
    25 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 180 Vorlage:AccessibleTooltip Filialen der Überseegebiete Frankreichs
    Gesamt 18.894

    Siehe auch

    Weblinks

    Commons: Groupe Carrefour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    <references> <ref name="gb2019"> 2018 annual activity report. (PDF) Carrefour group, abgerufen am 9. Oktober 2019. </ref> </references>

    <templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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