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FedEx

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Federal Express Corporation Inc.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | FedEx Corporation - 2016 Logo.svg
Rechtsform Corporation
ISIN US31428X1063
Gründung 1971
Sitz MemphisTennessee,
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Leitung Raj Subramaniam (CEO)
Mitarbeiterzahl 550.000 (2021)<ref>finance.yahoo.com</ref>
Umsatz 83,9 Mrd. USD (2021)<ref>FedEx Q4 Fiscal 2022 Statistics. (PDF; 2,3 MB) 23. Juni 2022, abgerufen am 17. Juli 2022.</ref>
Branche Logistik
Website www.fedex.com/

Die FedEx Corporation (kurz FedEx, vollständig Federal Express Corporation Inc.) ist ein weltweit operierendes US-amerikanisches Kurier- und Logistikunternehmen mit Sitz in Memphis, Tennessee. Die Luftfracht-Division FedEx Express belegt in der Liste der größten Frachtfluggesellschaften der Welt Platz eins. Die deutsche Niederlassung von FedEx befindet sich in Troisdorf, die österreichische in Wien.

Mit einem Umsatz von 63,9 Mrd. US-Dollar erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von 4,5 Mrd. US-Dollar.<ref>Forbes Global 2000 List. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 18. Juli 2018]).</ref>

Die Hauptmitbewerber des Unternehmens sind DHL, UPS und USPS.

Geschichte

1971 wurde das Unternehmen unter dem Namen Federal Express von Frederick W. Smith in Little Rock gegründet. 1973 zog das Unternehmen nach Memphis (Tennessee) um. Der Name des Unternehmens sollte dazu beitragen, Regierungsaufträge zu erhalten. Federal Express war das erste Transportunternehmen, das moderne Jet-Flugzeuge einsetzte. Federal Express profitierte stark von der Deregulierung im US-amerikanischen Lufttransportsektor und expandierte stetig.

1989 kaufte Federal Express die international agierende Luftfrachtgesellschaft Flying Tiger Line. 1998 wurden die Unternehmen Caliber System, Inc, Roberts Express, Viking Freight und Caliber Logistics, übernommen, etwas später auch American Freightways, offiziell firmierte das Unternehmen unter dem Namen FDX Corp.

2000 erhielt das Unternehmen seinen heutigen Namen FedEx Corporation, wobei man sich an der seit vielen Jahren gebräuchlichen Abkürzung FedEx orientierte und sie zur offiziellen Bezeichnung der Firma machte.

2004 kaufte FedEx die US-amerikanische Kette Kinko’s, die Druck-, Kopier- und Bindedienste anbietet und benannte sie in FedEx Kinko’s um.

In einem Aufsehen erregenden Urteil vor einem US-Gericht wurden am 4. Juni 2006 zwei aus dem Libanon stammenden FedEx-Fahrern wegen Diskriminierung durch eine Vorgesetzte umgerechnet rund 47 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen.

Als erster Airbus-Kunde reagierte FedEx im November 2006 auf die anhaltenden Lieferverzögerungen beim A380 und stornierte seine Bestellung von zehn Exemplaren zugunsten einer neuen Bestellung beim Rivalen Boeing von 15 Maschinen des Typs 777F. Als Begründung gab CEO und Präsident Frederick W. Smith an, dass die Entschädigungszahlungen in keiner Relation zu den entstehenden Umsatzverlusten stehen würden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Financial Times Deutschland-Artikel (Memento vom 10. Dezember 2006 im Internet Archive), @1@2Vorlage:Toter Link/video.ft.comVideo des Originalinterviews auf Financial Times USA (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive ) abgerufen am 23. Mai 2023.</ref>

FedEx wurde 2008 im jährlich erscheinenden Bericht des Wirtschaftsmagazins Forbes auf Platz sieben der US-amerikanischen „most admired companies“ gewählt.<ref>FedEx: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FedEx Among Top Ten on FORTUNE’s Lists of Most Admired Companies (Memento vom 10. März 2008 im Internet Archive) 3. März 2008.</ref>

Am 27. Oktober 2010 gab FedEx bekannt, das neue Umschlagzentrum für Mittel- und Osteuropa am Flughafen Köln/Bonn in Betrieb genommen zu haben, dieses hatte sich bis dahin in Frankfurt am Main befunden.<ref>FedEx eröffnet Köln-Bonner Drehkreuz abgerufen am 11. November 2010.</ref> Ein Grund für den Umzug war das mögliche Nachtflugverbot in Frankfurt. Eine Nachtflugbeschränkung für Frachtflieger soll es in Köln bis 2030 hingegen nicht geben.

Am 7. April 2015 kündigte FedEx an, den Konkurrenten TNT Express für 4,4 Milliarden Euro übernehmen zu wollen, was einem Preis von acht Euro je Aktie entsprach. TNT Express, FedEx und PostNL (der mit einem Anteil von 15 Prozent größte Einzelaktionär von TNT Express) einigten sich auf eine Übernahme. Im Januar 2016 wurde diese genehmigt.<ref>Fedex-Deal genehmigt: US-Paketdienst darf TNT Express übernehmen. handelsblatt.com, abgerufen am 2. Juni 2016.</ref> Seitdem wurde TNT mit FedEx verschmolzen.<ref>Die Integration von FedEx und TNT läuft nach Plan. In: fedex.com. Abgerufen am 14. Juni 2018.</ref><ref>FedEx Express und TNT. Für noch mehr Verbindungen und neue Möglichkeiten. In: fedex.com. Abgerufen am 14. Juni 2018.</ref> Im Zuge dessen gab das Unternehmen im Jahr 2021 bekannt, bis zu 6300 Stellen europaweit in der Express-Sparte abzubauen.<ref>Post-Rivale FedEx will bis zu 6300 Stellen in Europa streichen. In: Handelsblatt. Abgerufen am 25. März 2021.</ref>

Am 1. Dezember 2021 gab FedEx bekannt, die Transformation erfolgreich allerdings mit Verspätung abgeschlossen zu haben, der deutsche Ableger FedEx Express Germany wurde mit zur FedEx Express Deutschland GmbH umgewandelt. TNT Express ist damit nur noch eine Marke.<ref>Impressum. In: TNT.com. Abgerufen am 23. Dezember 2021.</ref> In der Schweiz wird zusammen mit der Schweizerischen Post die FedEx Express Swiss Post GmbH betrieben. Mit Stand Juni 2022 war ein neues Paketzentrum in Dällikon im Bau.<ref>Anna Bérard: Logistik mit Coop-Filiale: FedEx Express plant vollautomatisches Paketzentrum in Dällikon. In: zuonline.ch. 27. Juni 2022, abgerufen am 27. Juni 2022.</ref>

Im Juni 2022 übernahm Raj Subramaniam die Leitung des Konzerns von Gründer Frederick W. Smith.<ref name=":0">manager magazin: FedEx streicht 10 Prozent der Managerposten. 1. Februar 2023, abgerufen am 21. September 2023.</ref> Er leitete verschiedene Sparmaßnahmen ein. So wurden im Frühjahr 2023 rund 10 % aller Managementstellen gestrichen, verschiedene Flugrouten zusammengelegt und Flugzeuge außer Dienst gestellt. Seit dem Dienstantritt von Subramaniam wurden so insgesamt rund 12.000 Stellen abgebaut.<ref name=":0" />

Kennzahlen

Geschäfts- und Mitarbeiterentwicklung (jeweiliges Geschäftsjahr)
GJ<ref>FedEx Revenue 2006–2020 | FDX. Abgerufen am 30. April 2020.</ref> Angestellte Umsatz
in Mio. US$
Überschuss
in Mio. US$
Bilanzsumme
in Mio. US$
2005 138.100 29.363 1.449 20.404
2006 138.400 32.294 1.806 22.690
2007 143.000 35.214 2.016 24.000
2008 145.000 37.953 1.125 25.633
2009 140.000 35.497 98 24.244
2010 141.000 34.734 1.184 24.902
2011 143.000 39.304 1.452 27.385
2012 149.000 42.680 2.032 29.903
2013 160.700 44.287 2.716 33.567
2014 162.000 45.567 2.324 33.070
2015 166.000 47.453 1.050 36.531
2016 168.000 50.365 1.820 45.959
2017 169.000 60.319 2.997 48.552
2018 227.000 65.450 4.572 52.330
2019 239.000 69.693 540 54.403
2020 245.000 69.217 1.286 73.537
2021 289.000 83.959 5.231 82.777
2022 249.000 93.510 6.245 85.994

Drehkreuze

Neben dem Heimatflughafen Memphis bestehen weitere Drehkreuze:

Flotte

FedEx begann mit 14 Dassault Falcon 20 und betreibt inzwischen eine der weltweit größten Luftfrachtflotten.

Aktuelle Flotte

Mit Stand November 2024 besteht die aktive Flotte von FedEx aus 705 Flugzeugen.<ref>Q2 Fiscal 2025 Statistics. (PDF) 19. Dezember 2024, abgerufen am 12. September 2025.</ref>

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Bild
Airbus A300F 065 einer inaktiv; FedEx ist weltgrößter Betreiber des Airbus A300 und erhielt 2007 den letzten produzierten (insg. wurden 42 neu geliefert) FedEx A300-600F von FedEx
ATR 42F 016 fünf betrieben durch ASL Airlines Ireland ATR 42F von FedEx
ATR 72F 019 fünf betrieben durch ASL Airlines Ireland ATR 72F, für FedEx eingesetzt
ATR 72-600F 023 07 Im Rahmen der Modernisierung der Feeder-Flotte wurden 30 ATR 72-600F bestellt sowie Optionen auf weitere 20 Stück, die ab 2020 mit je 6 Stück pro Jahr an FedEx ausgeliefert werden sollen.<ref>FedEx Express Continues Modernization of Aircraft Fleet. In: About FedEx. (fedex.com [abgerufen am 8. November 2017]).</ref>
Boeing 757-200F 092 sechs inaktiv; Ersatz u. a. für A310.<ref name="Worldairlinenews">FedEx to retire 18 Airbus A310-200 and six McDonnell Douglas MD-10 freighters worldairlinenews.com, englisch; abgerufen am 23. Mai 2023.</ref> FedEx ist weltweit größter Betreiber der Boeing 757-200F Boeing 757-200F von FedEx
Boeing 767-300F 141 11 FedEx hat am 4. September 2013 ihre erste B767-300F in Dienst gestellt (insg. 100 neu bestellt).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref name="Worldairlinenews" /> Boeing 767-300F von FedEx
Boeing 777F 057 02 FedEx ist weltgrößter Betreiber der Boeing 777F.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />777 Model Summary (Memento vom 31. Oktober 2015 im Internet Archive) abgerufen am 22. Mai 2023.</ref> Boeing 777F von FedEx
Cessna 208B 231 Die Cargomaster wurde von Cessna in Zusammenarbeit mit FedEx entwickelt, FedEx ist weltgrößter Betreiber und nahm 300 Stück ab.<ref>Cessna 208 Caravan I, Grand Caravan & Cargomaster airliners.net, englisch; abgerufen am 23. Mai 2023.</ref> Cessna Super Cargomaster von FedEx
Cessna 408 024 26 Auslieferung ab 2021
McDonnell Douglas MD-11F 037 alle inaktiv, aufgrund eines Absturzes einer MD-11F<ref>UPS und Fedex grounden nach Absturz in Louisville alle ihre McDonnell Douglas MD-11. 8. November 2025, abgerufen am 8. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>; FedEx ist weltweit größter Betreiber der McDonnell Douglas MD-11; 22 originäre Frachter bei McDonnell Douglas/Boeing erworben. McDonnell Douglas MD-11F von FedEx
Gesamt 705 46

Ehemalige Flugzeugtypen

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1 
Bei der MD-10 handelt es sich um mit neuer Avionik ausgestattete McDonnell Douglas DC-10. Sie werden teilweise – z. B. von FedEx – auch Boeing MD-10 genannt, da Boeing McDonnell Douglas übernommen hat und die Umrüstung von der DC- zur MD-Version verantwortet.

Zwischenfälle

  • Am 7. April 1994 kam es an Bord einer McDonnell Douglas DC-10-30 zu einem Entführungsversuch. Auburn Calloway, ein ehemaliger Pilot der United States Navy, versuchte, mit Hämmern und einer Speerpistole bewaffnet, die Flugzeugbesatzung auszuschalten und das Flugzeug abstürzen zu lassen. Dabei wollte er es wie einen Unfall aussehen lassen und sterben, um so seiner Familie ein besseres Leben durch seine Lebensversicherung zu ermöglichen. Es kam zu einem langen Kampf zwischen Calloway und der Besatzung. Einer der Piloten versuchte durch riskante Manöver, bei denen die Frachtmaschine kurzzeitig sogar die Schallgeschwindigkeit überschritt, Calloway in eine ungünstige Lage zu bringen und somit für seine Kollegen greifbar zu machen. Nach einem weiteren Kampf versuchte einer der Piloten mit schweren Kopfverletzungen und auf einem Auge blind das Flugzeug zu landen. Dabei kam es zu einem weiteren schweren Kampf, Calloway konnte schließlich am Boden fixiert werden. Es folgte die sichere Landung, bei der sich herausstellte, dass zwei der Piloten lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatten (siehe auch Federal-Express-Flug 705).
  • Am 17. Oktober 1999 verunglückte die MD-11F der FedEx N581FE bei der Landung auf dem Subic Bay International Airport (SFS) (Philippinen). Sie rollte über das Ende der Landebahn hinaus und landete im Meer. Alle Insassen konnten sich retten.
  • Am 27. Januar 2009 schlug eine ATR-42-320-Frachtmaschine der Empire Airlines im Auftrag von Federal Express (N902FX) auf dem Flughafen Lubbock vor dem Aufsetzpunkt auf und rutschte von der Landebahn. Durch ein geringes Feuer wurden die beiden Piloten leicht verletzt. Trotz des Ausfalls der Landeklappen, wiederholter Warnungen vor Strömungsabriss sowie „pull up!“-Warnungen setzte der Kapitän den Anflug fort, statt wie vorgeschrieben sofort Vollgas zu geben. Nach der letzten Warnung kam es zum Strömungsabriss, die Maschine schlug mit extrem hoher Sinkgeschwindigkeit von 2000 Fuß pro Minute auf dem Boden auf und wurde irreparabel beschädigt.<ref>Flugunfalldaten und -bericht ATR 42 N902FX im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Kritik

Im Jahr 2021 kündigten sowohl die FedEx Germany GmbH wie auch die FedEx Corporation alle Haustarifverträge, um anschließend regionale Flächentarifverträge anzuwenden. Davon sind in der Bundesrepublik rund 1.500 Beschäftigte betroffen. Die Gewerkschaft ver.di, mit der die Haustarifverträge geschlossen waren, warf dem Konzern daraufhin Tarifflucht vor.<ref>FedEx flüchtet aus Haustarifverträgen. In ver.di Publik 5/2021, S. 4.</ref>

Mit über 40.000 negativen Bewertungen auf Trustpilot ist FedEx der in Deutschland am schlechtesten bewertete Paketzusteller.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FedEx (Memento vom 18. März 2025 im Internet Archive), auf tickiwi.com</ref><ref>FedEx, auf de.trustpilot.com</ref>

Trivia

Siehe auch

Literatur

  • B. I. Hengi: Fluggesellschaften weltweit. 9. aktualisierte Auflage von 2018, Nara, ISBN 978-3-925671-69-2, S. 153.

Weblinks

Commons: FedEx – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> </references>

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