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Leschnig

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Leschnig
Leśnik
Vorlage:Platzhalterbild
Leschnig Leśnik (Polen)
Leschnig
Leśnik (Polen)
Leschnig
Leśnik
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Prudnik
Gmina: Oberglogau
Geographische Lage: 50° 23′ N, 17° 50′ OKoordinaten: 50° 22′ 30″ N, 17° 50′ 21″ O
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Höhe: 180 m n.p.m.
Einwohner:
Postleitzahl: 48-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice

Leschnig (polnisch <phonos file="Pl-leśnik.ogg">Leśnik</phonos>/?, 1936–1945 Hegerswalde) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Oberglogau (Głogówek) im Powiat Prudnicki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Leschnig liegt vier Kilometer nordwestlich von Oberglogau, 20 Kilometer östlich von Prudnik (Neustadt O.S.) und 34 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene). Östlich von Leschnig fließt die Osobłoga (Hotzenplotz), ein linker Zufluss der Oder.

Nachbarorte von Leschnig sind im Westen Blaschewitz (Błażejowice Dolne), im Nordosten Kerpen (Kierpień) und Repsch (Rzepcze), im Südosten die Stadt Oberglogau und im Süden Mochau (Mochów).

Geschichte

Datei:2011-09 Leśnik 2.jpg
Ortseingang mit Ortstafel
Datei:2011-09 Leśnik 3.jpg
Gefallenendenkmal

„Lesnicia“ wurde erstmals im Jahre 1217 urkundlich erwähnt, bei dem es sich vermutlich um Leschnig handelte (oder eventuell um Leschnitz bei Groß Strehlitz). In diesem Dokument verlieh der Oppelner Herzog Kasimir, auf Rat des Breslauer Bischofs Lorenz und anderen dem Dorf Freiheit.<ref>Codex Diplomaticus Silesiae: Teil 7 – Regesten zur schlesischen Geschichte. Erster Theil. Bis zum Jahre 1250</ref> 1388 folgte eine weitere Urkundliche Erwähnung. 1388 schenkte der Oppelner Herzog Ladislaus II. den Ort Leschnig mit weiteren Orten dem Paulinern, die er im selben Jahr in Mochau ansiedeln ließ und ihnen ein Kloster erbaute.<ref name="Gemeinde">Geschichte der Dörfer in der Gemeinde Oberglogau (poln.)</ref> 1649 suchte die Pest das Dorf heim.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Leschnig 1742 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1743 wurde es dem Kreis Neustadt O.S. eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1865 war der Ort Teil der Gemeinde Wiese-Pauliner.<ref>Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865</ref><ref name="Gemeinde"/>

1903 zerstörte ein Hochwasser einige Häuser im Ort, darunter auch eine Wassermühle.<ref name="Gemeinde" /> Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 90 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 16 für die Zugehörigkeit zu Polen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 29. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Leschnig verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 159 Einwohner. Am 21. Juli 1936 wurde Leschnig in Hegerswalde umbenannt. 1939 hatte der Ort 148 Einwohner.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Als Folge des Zweiten Weltkriegs kam Leschnig/Hegerswalde unter polnische Verwaltung, wurde in Leśnik umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien (1945–1950) angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört er zum Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Oberglogau, der Leschnig angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Leschnig.

Sehenswürdigkeiten und Denkmale

  • Zwei Wegkapellen
  • Vier Wegkreuze aus den Jahren 1899, 1906, 1913 und 1954
  • Gefallenendenkmal für die Gefallenen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs

Vereine

Weblinks

Commons: Leschnig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Weiler: Anachów (Annahof) | Golschowitz (Golczowice) | Malkowitz (Malkowice) | Mutzkau (Mucków) | Neuvorwerk (But) | Schekai (Chudoba) | Syßlau (Sysłów)

Stadtteile von Oberglogau: Glöglichen (Głogowiec) | Hinterdorf (Oracze) | Weingasse (Winiary) | Wiedrowitz (Wydrowice) | Tiergarten (Zwierzyniec)

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