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Fröbel (Oberglogau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fröbel
Wróblin
Vorlage:Platzhalterbild
Fröbel Wróblin (Polen)
Fröbel
Wróblin (Polen)
Fröbel
Wróblin
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Prudnik
Gmina: Oberglogau
Geographische Lage: 50° 19′ N, 17° 56′ OKoordinaten: 50° 18′ 54″ N, 17° 55′ 58″ O
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Höhe: 200 m n.p.m.
Einwohner:
Postleitzahl: 48-250
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice

Fröbel (polnisch Wróblin) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Oberglogau (Głogówek) im Powiat Prudnicki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Datei:2011-10 Wróblin 01.jpg
Blick auf Fröbel

Das Angerdorf Fröbel liegt sechs Kilometer südöstlich von Oberglogau, 26 Kilometer östlich von Prudnik (Neustadt O.S.) und 40 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) innerhalb der (Ratiborer Becken). Östlich von Fröbel fließt die Straduna, ein linker Zufluss der Oder.

Ortsteil von Fröbel ist im Norden Probstberg (Wyszków), nordwestlich liegt der Weiler Karolinenhof (Młodziejowice). Das Vorwerk Karolinenhof weist einen seltenen runden bzw. achteckigen Aufbau auf. Nordöstlich vom Ort befand sich die Fröbelmühle an der Straduna.

Nachbarorte von Fröbel sind im Nordwesten Karolinenhof (Młodziejowice) und Alt Kuttendorf (Stare Kotkowice), im Norden Friedersdorf (Biedrzychowice), im Nordosten Schwesterwitz (Zwiastowice), im Osten Naczęsławice (Groß Nimsdorf), im Süden Grodzisko (Grötsch) und im Südwesten Kazimierz (Kasimir).

Geschichte

Datei:SM Wróblin Kościół św Michała Archanioła (0).jpg
Michaeliskirche
Datei:2011-10 Wróblin 03.jpg
Wegkreuz von 1879

Der Ort wurde 1175 erstmals urkundlich als „Villa Martini“ erwähnt. In den Urkunden des Klosters Czarnowanz wird der Ort mehrmals erwähnt: U.a. 1223 und 1228 als Wroblino, 1234 als Vroblino, 1283 als Wroblino, 1419 in deutscher Sprache als Frobelin. Der Ort wurde 1295 im Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis urkundlich als „Wroblin“ erwähnt.<ref name="Gemeinde">Geschichte der Dörfer in der Gemeinde Oberglogau (poln.)</ref> 1534 erfolgte eine Erwähnung als Frabeln. Der Ortsname bedeutet übersetzt Sperlingsdorf.<ref name="Knie" />

1611 kaufte Graf von Oppersdorff den Ort. 1664 wird erstmals urkundlich eine Kirche am Ort erwähnt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Fröbel 1742 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Fröbel ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden in Ort das Vorwerk Karolinenhof, ein weiteres Vorwerk, eine katholische Kirche, eine katholische Schule, eine Getreidehandlung, ein Wirtshaus und 63 Häuser. Im gleichen Jahr zählte Fröbel 431 Einwohner, davon 13 evangelisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 140–141.</ref> Von 1853 bis 1855 wurde die neue katholische Kirche erbaut, die eine Filialkirche zu Friedersdorf war. 1865 bestand der Ort aus einem Kirchdorf und einem Pertinenzgut und hatte zehn Bauern-, 14 Gärtner- und 23 Häuslerstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort eine katholische Schule mit 75 Schülern. Probstberg zählte sieben Gärtner und einen Häusler. Probstberg bestand aus einem Dorf und einem Pertinenzgut.<ref name="Triest">Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865</ref><ref name="Gemeinde"/><ref>Codex Diplomaticus Silesiae, Teil 1 – Urkunden des Klosters Czarnowanz</ref><ref>Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens, Band 2</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Schloß Ober Glogau I gegründet, welcher die Landgemeinden Alt Kuttendorf, Fröbel, Göglichen, Hinterdorf, Neu Kuttendorf, Ober Glogau, Schloß und Weingasse und die Gutsbezirke Alt Kuttendorf, Fröbel, Göglichen, Neu Kuttendorf, Ober Glogau, Majoratsgut umfasste.<ref>Territorial Amtsbezirk Schloß Ober Glogau I/Mochau</ref>

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 354 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 106 für Polen.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 29. Januar 2017 im Internet Archive)</ref> Fröbel verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 826 Einwohner. 1939 hatte der Ort 841 Einwohner.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Wróblin umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. In den 1970er Jahren wurde ein Blasorchester im Ort gegründet, welcher bis heute besteht. Seit 1999 gehört der Ort zum wiedergegründeten Powiat Prudnicki. Am 22. April 2009 wurde in der Gemeinde Oberglogau, der Fröbel angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 1. Dezember 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Fröbel.

Sehenswürdigkeiten

Vereine

Söhne und Töchter des Ortes

  • Jan Cybis (1897–1972), polnischer Maler und Hochschullehrer

Weblinks

Commons: Fröbel (Oberglogau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Alt Kuttendorf (Stare Kotkowice) | Blaschewitz (Błażejowice Dolne) | Ciesznów (Teschenau) | Deutsch Müllmen (Wierzch) | Dirschelwitz (Dzierżysławice) | Friedersdorf (Biedrzychowice) | Fröbel (Wróblin) | Góreczno (Bergvorwerk) | Kazimierz (Kasimir) | Kerpen (Kierpień) | Leschnig (Leśnik) | Mochau (Mochów) | Neu Kuttendorf (Nowe Kotkowice) | Oberglogau (Głogówek) | Polnisch Müllmen (Mionów) | Racławice Śląskie (Deutsch Rasselwitz) | Repsch (Rzepcze) | Schwesterwitz (Zwiastowice) | Szonów (Schönau) | Tomice (Thomnitz) | Twardawa | Zowade (Zawada)

Weiler: Anachów (Annahof) | Golschowitz (Golczowice) | Malkowitz (Malkowice) | Mutzkau (Mucków) | Neuvorwerk (But) | Schekai (Chudoba) | Syßlau (Sysłów)

Stadtteile von Oberglogau: Glöglichen (Głogowiec) | Hinterdorf (Oracze) | Weingasse (Winiary) | Wiedrowitz (Wydrowice) | Tiergarten (Zwierzyniec)

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