Bock und Teich
Bock und Teich
– Ortsteil von Lichte (Thüringen) – | ||||||
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Bock+und+Teich 50° 31′ N, 11° 13′ O
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| Höhe: | 620 m ü. NN | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Lichte | |||||
| Postleitzahl: | 98724 | |||||
| Vorwahl: | 036701 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Bock und Teich ist ein amtlich definiertes Siedlungsgebiet der ehemals selbständigen Gemeinde Lichte (Thüringen), die seit 2019 Ortsteil der Stadt Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg ist. Die Gemarkung Bock und Teich hat eine Fläche von 1,651 km².<ref>Gemarkung Bock und Teich (163717). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>
Lage
Die Straßensiedlung Bock und Teich liegt im Thüringer Schiefergebirge in einem Tal, durch das die Piesau Richtung Westen fließt. Im benachbarten Wallendorf mündet sie in die Lichte.
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<templatestyles src="FN/styles.css" /> OrtBgm Berufung Ortsbürgermeister gemäß Wahl Stadtrat Neuhaus am Rennweg. | |
Geschichte
Wassermühlen: Obere Bock / Untere Bock (v. O. n. W.)
Bock wurde als Schmiede zu Wallendorf 1481 und Teich 1609 erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 36 und 282.</ref>
Territoriale Zugehörigkeit
Die zum südlichen Herrschaftsgebiet der Grafen von Orlamünde zählende Region um Schmiedefeld wurde ab 1426 von den Wettinern übernommen, die das Amt Gräfenthal mit Sitz auf der Burg Wespenstein einrichteten. Von 1826 bis 1920 gehörte Schmiedefeld zu Sachsen-Meiningen, ab 1868 zum Kreis Saalfeld. 1920 wurde das Land Thüringen gegründet und anschließend in Landkreise unterteilt, wobei der Ort zum Landkreis Saalfeld kam, dieser bestand bis 1952. Mit der Bildung der DDR-Bezirke und Kreise im gleichen Jahr gelangte das Gebiet zum Kreis Neuhaus im Bezirk Suhl. Die bis dahin selbständige Gemeinde, mit Schule und Gemeindeamt, wurde nunmehr als Ortsteil der Gemeinde Lichte zugeordnet.
Zum 1. Januar 2019 kam Bock und Teich im Zuge der Eingemeindung von Lichte zur Stadt Neuhaus am Rennweg und wechselte damit vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Sonneberg.<ref>Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff., aufgerufen am 19. Januar 2019</ref>
Ortsgeschichte
Die Besiedlung des etwa 7 km langen Piesautales wurde durch den frühneuzeitlichen Bergbau gefördert. Im Tal wurde Kupfererz gefördert, geschmolzen und in Hammerwerken zu Halbzeugen verarbeitet. In der Flur des Ortes sind noch heute Relikte dieser zeitweise auf das ganze Piesautal ausgedehnten Bergbautätigkeit auffindbar. Mitte des 19. Jahrhunderts schildert aktuell der Historiker Georg Brückner im zweiten Band seiner „Landeskunde des Herzogthums Meiningen“ die Verhältnisse um Gräfenthal und Wallendorf<ref name="Brückner2">Georg Brückner: Landeskunde des Herzogthums Meiningen. Band 2: Die Topographie des Landes. Brückner und Renner, Meiningen 1853, S. 592–593.</ref>:
- Der obere Bock, der untere Bock und der Teich
- Diese drei Orte, die im Grunde der Piesau zwischen der Einmündung des Kolmbachs und Wallendorf nah beieinander liegen, bilden seit 1844 eine politische Gemeinde. Früher nach Schmiedefeld gepfarrt, geschult und beerdigt, seit 1734 nach Wallendorf. Sie standen bis zur neuesten Zeit unter der Gutsherrschaft von Wallendorf (Gerichtsbarkeit, …, Frondienste und Mühlenzwang). Die Gesamtgemeinde hat 30 Wohn- und drei Werkhäuser, 30 Familien, 182 Einwohner, 94 Stück Vieh (53 Rinder, 25 Ziegen, 10 Schweine).<ref name="Brückner2" />
- Der obere Bock (früher auch „Bockhammer“) hat (1849) 3 Wohnhäuser, 9 Familien, … Das vormals dort befindliche Schmelzwerk (Blaufeuer) ist 1842 eingegangen. Eine hier liegende große Halde zeugt von dem Betrieb eines früheren Kupfer(berg)werkes im Inneren des hier nördlich anstoßenden Berges. … Die Zugänge sind verschüttet, auch ist die ansehnliche Wasserkunst desselben eingegangen. Man unterscheidet (in der Flur) noch das große, kleine und obere Kupferthal.<ref name="Brückner2" />
- Der untere Bock und der Teich, zwei Häusergruppen, enthalten (1849) 17 Wohnhäuser, ein Werkhaus, 22 Familien, 128 Seelen und 78 Stück Vieh …<ref name="Brückner2" />
- Der untere Bock, (liegt) dicht unterhalb des oberen; hier ein Stabhammer mit Schmelzofen, eine Privatbesitzung.<ref name="Brückner2" />
- Teich (früher „Stauchenhammer“, dann „wüster Teich“), Einzelhäuser, …, am Einfluss des Kolmbaches in die Piesau, am Kleeberg … Vormals oberhalb Teich eine Blaufarbenmühle und ein Vorwerk. Im Kolmbachtal befinden sich unbenutzte Torflager.<ref name="Brückner2" />
Der am westlichen Ortsrand von Bock gelegene Bahnhof wurde am 16. Januar 1899 unter dem Namen Bock-Wallendorf als neuer Endpunkt der Bahnstrecke Probstzella–Taubenbach in Betrieb genommen. Mit der 1913 erfolgten Fertigstellung der Bahnstrecke Probstzella–Neuhaus am Rennweg, ab 1913 mit Weiterführung nach Lauscha, wurde aus dem Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof, der seit 1952 Lichte (Thüringen) Ost bezeichnet wird.
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Felsenbühne-Kleeberg
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Kulmbach
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Ortsansicht von 1938
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Hotel Kleeberg
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Lichte (bestehend aus Bock und Teich, Geiersthal, Oberlichte mit Ascherbach, Waschdorf und Hügel sowie Wallendorf mit Lamprecht) | Limbach | Neuhaus am Rennweg mit Igelshieb und Schmalenbuche | Neumannsgrund | Piesau | Scheibe-Alsbach mit Alsbach und Scheibe | Siegmundsburg | Steinheid