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Oberlichte (Neuhaus am Rennweg)

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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Oberlichte 50° 32′ N, 11° 12′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 31′ 35″ N, 11° 11′ 35″ O
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Postleitzahl: 98724
Vorwahl: 036701
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Oberlichte ist ein Ortsteil der Ortschaft Lichte (Thüringen), die seit 1. Januar 2019 zur Stadt Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg gehört. Bis 1950 bildeten Oberlichte (mit Wohnplätzen Ascherbach, Waschdorf und Hügel) sowie Unterlichte eine eigenständige Gemeinde mit Ortsnamen Lichte bei Wallendorf.

Lage

Im südlichen Teil des Thüringer Waldes liegt in waldreicher Umgebung die Ortschaft Lichte mit den Ortsteilen Bock und Teich, Geiersthal, Ober-Unterlichte und Wallendorf.

Lichte mit zugehörigen Ortsteilen und Wohnplätzen
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OrtBgm 
Berufung Ortsbürgermeister gemäß Wahl Stadtrat Neuhaus am Rennweg 2024.

Geschichte

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Historische Siegelmarken
(1850–1923)
Gemeinde: „Lichte bei Wallendorf“

Oberlichte (mit Ascherbach, Dorst, Hügel, Waschdorf) und Unterlichte bildeten bis 1950 eine Gemeinde mit amtlicher Bezeichnung Lichte bei Wallendorf (kurz: Lichte b/W). Die Gemeinde war kommunalrechtlich selbständig, u. a. mit eigener Gemeindeverwaltung, Schule, kirchlichem Betsaal, Bahnhof und Friedhof.

Die Ortschaft erstreckte sich im Lichtetal, am linken Ufer des gleichnamigen Fließgewässers Lichte, welches bis zur Herausbildung des Landes Thüringen Anfang 20. Jh. die Grenze Herzogtum Sachsen-Meiningen / Schwarzburg-Rudolstadt markierte.

Etwa zeitgleich entstand ebenfalls am linken Flussufer – auf schwarzburg-rudolstädter Seite – die Gemeinde Geiersthal.

Auf sachsen-meininger Seite formierte sich die Gemeinde Wallendorf (mit OT Lamprecht) und die Gemeinde Bock und Teich entlang vom Piesau (Fluss), der in Wallendorf in die Lichte einmündet.

Mit Bildung des Landes Thüringen im 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts, dem industriellen Aufschwung und der Anbindung der Region an das deutsche Eisenbahnnetz, wuchsen die vier Orte allmählich zusammen. Beispielhaft hierzu ist die Gründung der Manufaktur Lichte Porzellan in Oberlichte, durch die Gebrüder Heubach, im Jahre 1822. Nur wenig später agieren die Gebrüder ab 1840 als zeitweilige Besitzer der Porzellmanufaktur in Wallendorf und exportierten insbesondere Porzellan-Charakterpuppen wie etwa „Whistling Jim“ bis in die USA.<ref>Jean Bach: Gebrüder Heubach. In: Jean Bach: Internationales Handbuch der Puppenmarken. Ein Puppen-Bestimmungsbuch. Laterna Magica, München 1989, ISBN 3-87467-389-8, S. 60.</ref>

In Wallendorf eröffnete der Bahnhof Lichte (Thür.) Ost (ursprüngliche Bezeichnung Bock Wallendorf), gefolgt vom Bahnhof in Lichte bei Wallendorf, namens Lichte (Thür.).

Im Jahre 1950 kam es zum kommunalrechtlichen Zusammenschluss der vier Ortschaften. Als gemeinsame amtliche Bezeichnung der nunmehr ca. 3.000 Einwohner zählende Gemeinde wurde Lichte (Thüringen) / kurz: Lichte (Thür.) festgelegt. Die Bezeichnung Licht bei Wallendorf war passé, Oberlichte blieb größter Ortsteil der jungen aufstrebenden Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In diesem Ortsteil befindet sich das Geburtshaus von

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  • Scherf, Gebr. Louis (1870–1955) & Albert (1876–1953), Porzellanplattenmaler, Goldmedaille auf Weltausstellung 1904 in St. Louis<ref>Heiko Haine (Hrsg.): Alte Meister en miniature – Thüringer Porzellanplattenmalerei (= Schriften und Kataloge des Museums Otto Ludwig Eisfeld. 1, ZDB-ID 2635991-1). Museum Otto Ludwig, Eisfeld 2011.</ref>
  • Wilhelm Ulbrich (1846–1922), Modelleur, Maler, Journalist und Heimatdichter

Weblinks

Commons: Oberlichte (Lichte) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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