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Leonie Maier

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Leonie Maier
Datei:20170721 WEURO GER ITA 8009.jpg
im Trikot der Nationalmannschaft
während der UEFA Women’s Euro 2017
Personalia
Voller Name Leonie Rebekka Maier<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FIFA (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Juni 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tournament.fifadata.com</ref>
Geburtstag 29. September 1992 (33 Jahre)
Geburtsort StuttgartDeutschland
Größe 162 cm
Position Abwehr
Juniorinnen
Jahre Station
TV Aldingen
0000–2009 JSG Remseck
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2009–2010 VfL Sindelfingen 31 0(9)
2010–2013 SC 07 Bad Neuenahr 650 (7)
2013–2019 FC Bayern München 92 0(4)
2014–2019 FC Bayern München II 4 0(2)
2019–2021 Arsenal Women FC 25 0(0)
2021–2023 FC Everton 24 0(2)
2023–2024 TSG 1899 Hoffenheim 6 0(0)
2024–2025 VfB Stuttgart 15 0(5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007 Deutschland U15 5 0(2)
2007–2008 Deutschland U16 7 0(1)
2008–2009 Deutschland U17 16 0(3)
2009–2011 Deutschland U19 19 0(1)
2010–2012 Deutschland U20 12 0(3)
2013–2023 Deutschland 79 (11)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

2 Stand: Karriereende

Leonie Rebekka Maier (* 29. September 1992 in Stuttgart) ist eine ehemalige deutsche Fußballspielerin. Sie war in der deutschen Bundesliga und in der englischen Super League aktiv. Zudem spielte sie zehn Jahre lang für die Nationalmannschaft, mit der sie 2013 Europameisterin und 2016 Olympiasiegerin wurde.<ref name=":0" />

Im Juni 2013 wurde sie als bis dahin jüngste Spielerin mit dem Tor des Monats ausgezeichnet.<ref name=":1">Maiers Schuss in den Winkel gegen den Weltmeister. In: www.sportschau.de. 31. Januar 2020, abgerufen am 5. Mai 2025.</ref>

Karriere

Vereine

Die im Remsecker Stadtteil Aldingen aufgewachsene Leonie Maier begann ihre Karriere im Alter von sieben Jahren in der F-Jugend des TV Aldingen, wo sie in Jungenmannschaften spielte. In der B-Jugend wechselte sie zur 2008 gegründeten JSG Remseck, einer Jugendspielgemeinschaft mehrerer Remsecker Vereine.<ref>Thomas Schulz et al.: Turnverein Aldingen 1898 e. V. Die Chronik einer 125-jährigen Vereinstradition. Hrsg.: Oliver Braun. druckwert GmbH, Nordhorn 2023.</ref> Mit einer Sondergenehmigung des Württembergischen Fußballverbandes spielte sie auch dort in einer Jungenmannschaft.

Im Januar 2009 wechselte Maier zum Zweitligisten VfL Sindelfingen.<ref>Markus Juchem: Leonie Maier verstärkt VfL Sindelfingen. In: womensoccer.de. 23. Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. April 2013; abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Nachdem sie in der Saison 2009/10 mit ihrer Mannschaft Tabellenzweiter hinter Bayer 04 Leverkusen wurde, wechselte Maier zum Bundesligisten SC 07 Bad Neuenahr.<ref>Bad Neuenahr verpflichtet Maier. In: Focus. 16. Juni 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Ihr Bundesligadebüt gab sie am 15. August 2010 (1. Spieltag) beim 4:3-Sieg im Heimspiel gegen die SGS Essen; ihr erstes Bundesligator erzielte sie am 22. August 2010 (2. Spieltag) beim 3:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 80. Minute. Für Bad Neuenahr wurde sie in 65 Bundesligaspielen, in neun Pokalspielen und fünfmal im Bundesliga-Cup eingesetzt.

Im Februar 2013 unterschrieb Maier beim FC Bayern München einen bis 30. Juni 2015 laufenden Vertrag.<ref>FC Bayern verpflichtet Nationalspielerin Leonie Maier zur neuen Saison. In: FC Bayern München Frauenfußball. 11. Februar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Dezember 2013; abgerufen am 1. Mai 2024.</ref><ref>Bayern München schnappt sich Leonie Maier. In: Framba.de - Frauenfußball. 11. Februar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Ihr erstes Bundesligaspiel für den FC Bayern München bestritt sie am 7. September 2013 (1. Spieltag) beim 1:1 im Auswärtsspiel gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg. Im Rückspiel am 26. Februar 2014 (12. Spieltag) erzielte sie beim 3:1-Sieg mit dem Treffer zum 1:1 in der 6. Minute, ihr erstes Tor für die Bayern. Am 11. März 2014 zog sich Maier während des Algarve-Cup 2014 beim Training mit der Nationalmannschaft einen Kreuzbandriss zu.<ref>Kreuzbandriss bei Leonie Maier. In: FC Bayern München Frauenfußball. 11. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Mai 2015; abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Nach sieben Monaten gab sie zuerst in der zweiten Mannschaft des FC Bayern ihr Comeback, und am 9. November 2014 kam sie beim 4:1-Auswärtssieg gegen FF USV Jena erstmals wieder in der Bundesliga zum Einsatz. 2015 gewann sie mit den Münchnerinnen die deutsche Meisterschaft. Diese konnte 2016 verteidigt werden.

Zur Saison 2019/20 wurde sie vom englischen Erstligisten Arsenal Women FC verpflichtet.<ref>Maier - It was time for a new chapter. Arsenal Football Club, 31. Mai 2019, abgerufen am 1. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der aufgrund der COVID-19-Pandemie vorzeitig beendeten Saison kam sie zu 13 Einsätzen in der Liga. In der UEFA Women’s Champions League 2019/20 wurde sie in je einem Sechzehntel- und Achtelfinalspiel vor der Corona-Pause eingesetzt. Das Viertelfinale nach der Pause gegen Paris Saint-Germain fand dann ohne sie statt und wurde mit 1:2 verloren. Zur Saison 2021/22 wurde sie vom Ligakonkurrenten FC Everton verpflichtet.<ref>Maier joins Everton. Arsenal Football Club, 16. Juli 2021, abgerufen am 16. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zur Saison 2023/24 kehrte Maier in die Bundesliga zurück und unterschrieb bei der TSG 1899 Hoffenheim einen Vertrag bis 2025.<ref>Maier to leave Everton. Everton Football Club, 29. März 2023, abgerufen am 29. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Leonie Maier wechselt zur TSG. TSG 1899 Hoffenheim, 29. März 2023, abgerufen am 30. März 2023.</ref><ref>Maier beendet im Sommer ihre Profi-Karriere. TSG 1899 Hoffenheim, 23. April 2024, abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Ihr letztes Punktspiel für die TSG 1899 Hoffenheim bestritt sie am 20. Mai 2024.

Am 20. August 2024 unterschrieb Maier beim VfB Stuttgart einen Einjahresvertrag.<ref name=":0">Olympiasiegerin Leonie Maier verstärkt die VfB-Frauen. Abgerufen am 7. Mai 2025.</ref> Im Sommer 2025 beendete sie ihre aktive Karriere.<ref>VfB Stuttgart: Leonie Maier verabschiedet sich mit dem Titelgewinn. In: lkz.de. 18. Mai 2025, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>

Nationalmannschaft

Leoni Maier trainierte parallel zum Training in ihrem Heimatverein an DFB-Stützpunkten unter anderem in Marbach und Ludwigsburg.<ref>Leonie Maier: Vom DFB-Stützpunkt zur Europameisterschaft. In: fussball.de. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref> Sie durchlief von 2007 bis 2012 sämtliche Nachwuchsauswahlen des DFB. Ihr Debüt im Nationaltrikot gab sie 11. April 2007 für die U15-Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel gegen die englische Auswahl, wobei ihr in der 42. Minute mit dem Treffer zum 1:0 sogleich das erste Tor gelang. Am. 30. Oktober 2007 bestritt sie ihre erste Partie für die U16-Mannschaft und gewann mit dieser Auswahlmannschaft 2008 den Nordic Cup.

Für die U17-Nationalmannschaft spielte sie erstmals am 16. September 2008 im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2009, das 11:0 gegen die Auswahl Serbiens gewonnen wurde. Sie nahm an der vom 28. Oktober bis 16. November 2008 in Neuseeland ausgetragenen U17-Weltmeisterschaft teil, erzielte im zweiten Gruppenspiel, beim 3:2-Sieg gegen die Auswahl Ghanas, mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 in der 69. Minute ihr einziges Turniertor. Sie bestritt alle sechs Turnierspiele, lediglich im Spiel um den dritten Platz wurde sie für Angelina Lübcke in der 89. Minute ausgewechselt. Ein Jahr später gewann sie die vom 22. bis 25. Juni in Nyon ausgetragene Europameisterschaft 2009 mit dem 7:0 im Finale gegen die Auswahl Spaniens.

Ihr Debüt für die U19-Nationalmannschaft gab Maier am 27. September 2009 in Hameln beim 1:0-Sieg im Test-Länderspiel gegen die Auswahl Schwedens, ihr einziges Tor für diese Auswahlmannschaft erzielte sie am 27. März 2010 beim 7:0-Sieg gegen die Auswahl Polens mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:0 in der 61. Minute. Sie nahm an der vom 20. Mai bis 11. Juni 2011 in Italien ausgetragenen U19-Europameisterschaft teil, bestritt alle fünf Turnierspiele und gewann mit der Mannschaft am 11. Juni in Imola den Europameistertitel mit dem 8:1-Erfolg im Finale gegen die Auswahl Norwegens.

Am 27. Oktober 2011 debütierte Maier in der U20-Nationalmannschaft, die in Bitburg mit 4:0 gegen die Auswahl Belgiens gewann. In den zwölf Länderspielen für diese Auswahlmannschaft erzielte Maier drei Tore, ihr erstes gelang ihr in ihrem zweiten Länderspiel, beim Vier-Nationen-Turnier in La Manga; am 9. Februar 2012 erzielte sie den 1:1-Ausgleich in der 83. Minute gegen die Auswahl Norwegens.

Vom 19. August bis 8. September 2012 nahm Maier an der U20-Weltmeisterschaft in Japan teil und erreichte mit der Auswahlmannschaft, die zuvor alle Spiele gewonnen hatte, das Finale, das gegen die Auswahl der Vereinigten Staaten in Tokio mit 0:1 verloren ging. Das Tor von Ohai war gleichzeitig der einzige Gegentreffer Deutschlands im ganzen Turnier.

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Leonie Maier bei der EM 2013

2012 erhielt sie nach einer Verletzung von Luisa Wensing die erste Nominierung zur A-Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien.<ref>Pressemitteilung auf schwaebische.de.</ref> Ihren ersten Einsatz hatte sie im Test-Länderspiel am 13. Februar 2013 in Straßburg beim 3:3-Unentschieden gegen Frankreich mit der Einwechslung für Anja Mittag in der 81. Minute.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spielbericht (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive) auf dfb.de.</ref> Mit ihrem ersten Länderspieltor entschied sie die Begegnung gegen die Auswahl Kanadas am 19. Juni 2013 in Paderborn. Ihr zweites Länderspieltor, das 1:0 beim 4:2-Sieg gegen Weltmeister Japan am 29. Juni 2013 wurde zum Tor des Monats Juni gewählt, wobei das Tor mehr Stimmen als die Tore von Neymar und Andrea Pirlo beim FIFA-Konföderationen-Pokal 2013 erhielt und womit sie zur bisher jüngsten Torschützin des Monats wurde.

Bei der vom 10. bis 28. Juli 2013 ausgetragenen Europameisterschaft in Schweden bestritt sie alle Turnierspiele und verpasste keine einzige Spielminute. Mit dem 1:0-Erfolg im Finale gegen die Auswahl Norwegens wurde sie am 28. Juli 2013 Europameisterin.

Am 11. März 2014 zog sie sich im Training während des Algarve-Cups einen Kreuzbandriss zu.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />fifa.com„Maier zieht sich Kreuzbandriss zu“ (Memento vom 12. März 2014 im Internet Archive)</ref>

Am 24. Mai 2015 wurde Maier von Bundestrainerin Silvia Neid in den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft 2015 in Kanada berufen. Sie wurde in allen Gruppen- und Finalrundenspielen bis einschließlich Halbfinale als rechte Verteidigerin aufgestellt und lediglich im Spiel um Platz 3 nicht eingesetzt.

2016 wurde sie für das olympische Fußballturnier der Frauen in Brasilien in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Beim 2:1-Sieg im Finale gegen Schweden gewann sie die Goldmedaille.<ref>Olympische Fussballturniere Rio 2016: Schweden – Deutschland. Abgerufen am 20. Januar 2023.</ref> Dafür wurde sie gemeinsam mit ihrer Mannschaft am 1. November 2016 mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt.<ref name=":2">Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Bundespräsidialamt, 1. November 2016, abgerufen am 15. November 2016.</ref>

Im Viertelfinale des olympischen Fußballturniers in Rio gegen die chinesische Mannschaft foulte sie die Chinesin Wang Shouan und sah in der 83. Minute die Gelbe Karte. Der darauffolgende Elfmeter wurde nicht verwandelt. Das Spiel entschied die deutsche Mannschaft mit 1:0 für sich. Im Finale besiegte man das Team aus Schweden, damit wurde die Frauennationalmannschaft zum ersten Mal Olympiasieger.

Bei der Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden schied Deutschland im Viertelfinale gegen Dänemark aus. Sie wurde aber nur in den Gruppenspielen gegen Schweden (0:0) und Italien (2:1) eingesetzt.

In der Qualifikation für die WM 2019 wurde sie in sieben Spielen eingesetzt. Für die WM 2019 wurde sie von der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auch ins deutsche Team berufen. Bei der WM wurde sie aber nur im mit 1:2 gegen Schweden verlorenen Viertelfinalspiel zwei Minuten vor der Halbzeitpause für die verletzte Carolin Simon eingewechselt.<ref>dfb.de: „1:2 gegen Schweden: Aus im Viertelfinale“</ref>

Am 7. Februar 2023 verkündete Maier nach 79 Länderspielen ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.<ref>Leonie Maier tritt aus Nationalteam zurück. In: dfb.de. dfb, 7. Februar 2023, abgerufen am 7. Februar 2023.</ref>

Erfolge

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Leonie Maier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />