Kaudorf
Kaudorf Markt Bechhofen
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(88)&title=Kaudorf 49° 12′ N, 10° 32′ O
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| Höhe: | 461 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 88 (31. Dez. 2023)<ref name="Bechhofen">Halbjahresstatistik. (PDF; 19KB) Markt Bechhofen, 31. Dezember 2023, abgerufen am 9. Januar 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91572 | |||||
| Vorwahl: | 09825 | |||||
Kaudorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Kaudorf hat eine Fläche von 4,798 km². Sie ist in 477 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.059,00 m² haben.<ref>Gemarkung Kaudorf (093168). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Kallert und Selingsdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt in der Talmulde des Seegrabens, der 3 km weiter östlich als rechter Zufluss in die Altmühl mündet, und ist von Ackerland, Grünland und kleineren Waldgebieten umgeben. 0,5 km östlich liegt das Waldgebiet Hart, 0,5 km südöstlich das Waldgebiet Löhlein und das Flurgebiet Hub. 1 km südlich liegt das Hodelfeld.
Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kallert (1,2 km nördlich), nach Sachsbach (1,3 km südlich), nach Reichenau zur Kreisstraße AN 54 (1,5 km westlich) und nach Thann zur Kreisstraße AN 55 (1,7 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im Jahre 1367 kaufte das Kloster Heilsbronn dort zwei Lehen von Volland Auracher. Im Jahre 1445 erwarb das Kloster durch Tausch von Michael Veldbrechter ein Gut in Kaudorf.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 509.</ref>
Kaudorf lag im Fraischbezirk des eichstättischen Oberamtes Wahrberg-Herrieden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand der Ort aus 14 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft lag bei der Gemeinde selber. Grundherren waren das Kastenamt Herrieden (11 Anwesen) und das Stiftskapitel Herrieden (3 Anwesen).<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 69.</ref>
1806 kam Kaudorf an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kaudorf dem Steuerdistrikt Sachsbach zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Kaudorf mit den Orten Kallert und Selingsdorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 46 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Ab 1862 gehörte Kaudorf zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,837 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.<ref> </ref><ref>Bechhofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. April 2025.</ref> Dem vorausgegangen war eine Bürgerversammlung, in der abgestimmt wurde, ob die Gemeinde nach Bechhofen oder nach Herrieden eingegliedert werden sollte.<ref>Reinhard Dugas: Die Gemeindereform Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in: Arbeitskreis Buch des Marktes Bechhofen (Hrsg.): Bechhofen. 650 Jahre Marktrecht, Bechhofen 2001, S. 89.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 13: Ehemaliges Gasthaus, Wohnstallhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, massiv, bez. 1804.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Bechhofen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Kriegergedächtnismal, bemaltes Brett zum Gedächtnis der Gefallenen im Ersten Weltkrieg; an einer Linde.<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Kaudorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 176 | 193 | 185 | 186 | 193 | 190 | 171 | 192 | 202 | 197 | 192 | 171 | 170 | 172 | 187 | 200 | 194 | 167 | 158 | 221 | 224 | 194 | 149 | 140 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 35 | 33 | 33 | 34 | 34 | 32 | 30 | 31 | 31 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 46 (Digitalisat). Für die Gemeinde Kaudorf zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Kallert (S. 46) und Seelingsdorf (S. 85).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 158 (Digitalisat). </ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 161 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1189, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1120 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1056 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 776 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167–168 (Digitalisat).</ref> |
Ort Kaudorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2001 | 2011 | 2017 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 94 | 112 | 113 | 94 | 108 | 90 | 101 | 122 | 86 | 77 | 87 | 79 | 83 | 79 | 88 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 20 | 19 | 19 | 19 | 17 | 17 | 18 | 18 | |||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 324 (Digitalisat).</ref> | <ref>Vorlage:Markt Bechhofen 2001</ref> | <ref>Halbjahresstatistik 31.12.2017. (PDF; 13,8 KB) In: markt-bechhofen.de. Abgerufen am 2. August 2023.</ref> | <ref name="Bechhofen"/> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Thann) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Burgheide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 18. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kaudorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 69–70 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 509 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kaudorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kaudorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Aub | Bechhofen | Birkach | Burgstallmühle | Fröschau | Großenried | Heinersdorf | Kallert | Kaudorf | Kleinried | Königshofen an der Heide | Lettenmühle | Liebersdorf | Mörlach | Oberkönigshofen | Reichenau | Rohrbach | Röttenbach | Rottnersdorf | Sachsbach | Selingsdorf | Thann | Voggendorf | Waizendorf | Weidendorf | Weihermühle | Wiesethbruck | Winkel
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