Mörlach (Bechhofen)
Mörlach Markt Bechhofen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(121)&title=M%C3%B6rlach 49° 11′ N, 10° 37′ O
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| Höhe: | 418 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,14 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 121 (31. Dez. 2023)<ref name="Bechhofen">Halbjahresstatistik. (PDF; 19KB) Markt Bechhofen, 31. Dezember 2023, abgerufen am 9. Januar 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 39 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 91572 | |||||
| Vorwahl: | 09822 | |||||
Mörlach ist ein Gemeindeteil des Marktes Bechhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Mörlach hat eine Fläche von 3,141 km². Sie ist in 388 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8096,47 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Mörlach (093188). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Mörlachgraben, der 0,5 km weiter östlich als rechter Zufluss in die Altmühl mündet. Im Nordwesten liegt das Waldgebiet Hölzlein, im Westen grenzt das Flurgebiet Toräcker an. Im Süden erhebt sich in einem Waldgebiet der Hungerbühl und der Mörlacher Buck (ca. 435 m ü. NHN).
Die Kreisstraße AN 55 führt nach Oberndorf (1,2 km östlich) bzw. nach Großenried zur Staatsstraße 2220 (2,7 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Haag (0,7 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1374 kaufte das Kloster Heilsbronn in Mörlach ein Gefälle von Friz Schem. 1479 kaufte das Kloster dort ein Gut. Neben dem Heilsbronn waren dort auch Eichstätt, der Deutschorden und die Herren von Seckendorf begütert.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 469f.</ref>
Mörlach lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 23 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren das Verwalteramt Merkendorf (2 Anwesen), das eichstättische Kastenamt Arberg-Ornbau (14 Anwesen), das Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens (4 Anwesen) und das Rittergut Wiesethbruck (2 Anwesen, 1 Wirtschaft).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Mörlach (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> An diesen Verhältnissen hatte sich bis zum Ende des Alten Reiches nichts geändert.<ref>Johann Bernhard Fischer: Mörlach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 190 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 638.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
1806 kam Mörlach an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Mörlach dem Steuerdistrikt Großenried zugeordnet. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Mörlach. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 46 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Ab 1862 gehörte Mörlach zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,159 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Bechhofen eingemeindet.<ref> </ref><ref>Bechhofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 18. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Mörlach gibt es acht Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Bechhofen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Katholische Ortskapelle, massiver Satteldachbau, mit Dachreiter, neugotisch, 1878; mit Ausstattung.
- Feuerwehrhaus, eingeschossiger schlichter Satteldachbau, 2. Hälfte 19. Jahrhundert; bei der Ortskapelle.
- Wegkreuz, Kreuzigungsgruppe, Gusseisen auf Sandsteinsockel, um 1850; an der Straße nach Großenried am Ortsausgang.
- Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Sandsteinsockel, 2. Hälfte 19. Jahrhundert; am Ortsausgang nach Ornbau.
- Im Hungerbühl: Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert; an der Straße nach Wiesethbruck 200 m außerhalb.
- Oberes Hölzlein: Wegkreuz, Gusseisenkruzifixus auf Sandsteinsockel, Mitte 19. Jahrhundert; an der Straße nach Großenried, ca. 400 m außerhalb des Ortes.
- Am Oberndorfer Weg: Bildstockkapelle, kleiner Ziegelbau mit Satteldach, um 1900; am Fußweg nach Taugenroth.
- Am Oberndorfer Weg: Bildstockfragment, wohl 18. Jahrhundert, Aufsatz mit Kreuz neu ergänzt.
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Großenried) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Burgheide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 18. März 2023.</ref> Die Protestanten sind nach Sommersdorf gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Mörlach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 638–639 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 469–470 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 88.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Mörlach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Mörlach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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