Wildenholz
Wildenholz Gemeinde Schnelldorf
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(292)&title=Wildenholz 49° 13′ N, 10° 12′ O
{{#coordinates:49,220277777778|10,202777777778|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wildenholz | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 470 (464–485) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 292 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91625 | |||||
| Vorwahl: | 07950 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Wildenholz ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Schnelldorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Wildenholz hat eine Fläche von 8,061 km². Sie ist in 811 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9939,01 m² haben.<ref>Gemarkung Wildenholz (093067). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 27. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Steinbach an der Holzecke.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Pfarrdorf liegt am Schwarzenbach, einem rechten Zufluss der Wörnitz. Im Norden grenzt das Flurgebiet Röthlein an, im Südosten liegt der Vogelbuck. 0,5 km südwestlich erhebt sich der Pfeifbuck (546 m ü. NHN), 1,5 km südlich der Schloßberg (534 m ü. NHN). Beides sind Erhebungen der Schnelldorfer Hardt, die Teil der Frankenhöhe ist.
Die Kreisstraße AN 27 führt nach Steinbach an der Holzecke (1,4 km nordwestlich) bzw. zur AN 4 (2,1 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur AN 5 nördlich von Bottenweiler (1,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Wildenholz lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahre 1732 bestand der Ort aus 31 Anwesen (2 Höfe, 1 Anwesen mit Wirtschaft, 1 Mühle, 3 Anwesen mit Backrecht, 1 Anwesen mit Badstube, 1 Anwesen mit Schmiede, 13 Gütlein, 9 Söldenhäuslein) und aus 1 Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus, 1 Hirtenhaus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte die hohenlohische Amt Schillingsfürst.<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Wildenholz (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Wildenholz. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 195 (Digitalisat).</ref> 1804 gab es 63 Haushalte, die alle Hohenlohe-Schillingsfürst untertan waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 238.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 18. Jahrhundert) wurde das Steuerdistrikt Wildenholz gebildet.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Bottenweiler, Großmühlen, Steinbach an der Holzecke und Waldhausen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Wildenholz, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 37 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen. Spätestens 1840 löste sich Bottenweiler mit Mühlen und Waldhausen und bildete eine eigene Ruralgemeinde.<ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 107 (Digitalisat).</ref> Ab 1858 gehörte Wildenholz zum Landgericht Schillingsfürst und zum Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Ab 1862 übernahm das neu gebildete Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt). In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Schillingsfürst zuständig (1879 in Amtsgericht Schillingsfürst umbenannt), von 1928 bis 1973 war es das Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber. Die Gemeinde Wildenholz hatte 1964 eine Gebietsfläche von 8,690 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 Wildenholz nach Schnelldorf eingemeindet.<ref> </ref>
Baudenkmäler
In Wildenholz gibt es drei Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Schnelldorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Am Kirchbuck 3: eingeschossiges Wohnstallhaus, Fachwerk, frühes 19. Jahrhundert
- Am Kirchbuck 9: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus, ehemalige Chorturmanlage mit abgewalmtem Satteldach, um 1300, neuer Ostturm mit Zeltdach 1818 angefügt; mit Ausstattung; Friedhofsmauer, im Kern wohl mittelalterlich
- Neugasse 1: Gasthaus, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerk-Obergeschoss, 18. Jahrhundert.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Wildenholz gibt es vier Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Wildenholz
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 626 | 550 | 563 | 531 | 551 | 558 | 534 | 550 | 561 | 565 | 547 | 533 | 525 | 542 | 499 | 510 | 503 | 476 | 460 | 521 | 509 | 459 | 412 | 430 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 131 | 91 | 124 | 122 | 115 | 113 | 110 | 101 | 101 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 103 (Digitalisat). Für die Gemeinde Wildenholz zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bottenweiler (S. 11), Mühla (S. 61), Steinbach (S. 88) und Waldhausen (S. 99).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 115 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1076, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 172 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1244, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1179 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1250 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1288 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1115 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 818 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 171 (Digitalisat).</ref> |
Ort Wildenholz
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 364 | 429 | 409 | 403 | 430 | 413 | 374 | 369 | 314 | 332 | 292 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 69 | 70 | 95 | 87 | 84 | 77 | 78 | 84 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 331 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Jakobus und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wildenholz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 238 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 124–126.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wildenholz in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wildenholz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Altersberg | Ebethof | Gailroth | Grimmschwinden | Gumpenweiler | Haundorf | Hilpertsweiler | Holdermühle | Leitsweiler | Oberampfrach | Ransbach an der Holzecke | Schnelldorf | Steinbach an der Holzecke | Stollenhof | Theuerbronn | Unterampfrach | Wildenholz
Sonstige Wohnplätze: Auhof | Belznershof | Birkenhof | Buchmühle | Jakobsmühle | Wiesenhof