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Claudia Emmert

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Claudia Emmert (* 1965 in Stuttgart) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit dem 1. Dezember 2025 ist sie Intendantin des Kunstmuseum Bonn.<ref>Dr. Claudia Emmert wird neue Intendantin des Kunstmuseums Bonn. In: kabinett-online.de. 27. September 2024, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> Von Oktober 2014 bis 2025 war sie Direktorin und Geschäftsführerin des Zeppelin Museums in Friedrichshafen; davor leitete sie das Kunstpalais in Erlangen. Sie ist außerdem Mitglied im Vorstand von ICOM Deutschland, Mitglied der Ankaufskommission für die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland und übernahm die künstlerische Leitung der 16. Triennale Kleinplastik Fellbach.<ref>Stuttgarter Zeitung: 16. Triennale Kleinplastik Fellbach: Heimspiel für Claudia Emmert. Abgerufen am 28. April 2024.</ref><ref>Triennale Kleinplastik | Stadt Fellbach. Abgerufen am 28. April 2024.</ref>

Beruflicher Werdegang

Claudia Emmert studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik an der Universität Stuttgart. 1997 wurde sie mit der Arbeit Bühnenkompositionen und Gedichte von Wassily Kandinsky im Kontext eschatologischer Lehren seiner Zeit 1896–1914 promoviert. 1992 bis 1994 war sie Dozentin für Kunstgeschichte und Kostümkunde an der Staatlichen Modeschule Baden-Württemberg in Stuttgart und danach bis 1999 Leiterin der Galerie der Stadt Fellbach und stellvertretende Leiterin des Kulturamts Fellbach.

Von 1999 bis 2009 war sie Leiterin des DSV Kunstkontors im Deutschen Sparkassenverlag in Stuttgart und von 2001 bis 2009 Dozentin an den Sparkassen-Akademien und Hochschulen in Potsdam, Bonn, Landshut und Neuhausen auf den Fildern. Von Mai 2009 bis September 2014 war sie Gründungsdirektorin des Kunstpalais und Leiterin der Städtischen Sammlung Erlangen. Im Sommersemester 2014 hatte sie einen Lehrauftrag am Institut für Kunstgeschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Von Oktober 2014 bis November 2025 war sie als Nachfolgerin von Ursula Zeller Direktorin des Zeppelin Museums in Friedrichshafen. Im Dezember 2025 übernahm sie von Stephan Berg die Intendanz des Kunstmuseum Bonn.

Von 2017 bis 2020 war sie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der 4. Sächsischen Landesausstellung Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen, die vom Deutschen Hygiene-Museum, Dresden ausgerichtet wurde. 2020 entwickelte sie gemeinsam mit dem Team des Zeppelin Museums eine Online-Diskursplattform debatorial.de, die erstmals zur Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ gelauncht wurde.<ref>Das Zeppelin Museum geht mit dem debatorial® neue Wege, auf wochenblatt-news.de, abgerufen am 1. November 2020</ref><ref>Auswege aus der Krise: Wie die Museen Orte der Debatte werden wollen. Abgerufen am 2. November 2020.</ref>

2021 war sie zum „Runden Tisch Museen und Klimaschutz“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eingeladen. Von 2022 bis 2023 war sie Mitglied der Arbeitsgruppe „Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Museen“ des Deutschen Museumsbundes<ref>Interview mit der Gruppe Gebäude, Betrieb und Freiflächen. In: Deutscher Museumsbund. Abgerufen am 6. November 2022.</ref> und Co-Autorin des Leitfadens „Klimaschutz im Museum“.<ref>Leitfaden Klimaschutz im Museum. In: Deutscher Museumsbund e. V. Abgerufen am 24. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 4. November 2022 wurde sie im Rahmen der Jahrestagung im Deutschen Technikmuseum in Berlin in den Vorstand von ICOM Deutschland gewählt.<ref>ICOM Deutschland: Vorstand für die Amtsperiode 2023 bis 2025 gewählt. Abgerufen am 12. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Claudia Emmert im Vorstand von ICOM Deutschland. Abgerufen am 12. November 2022.</ref> Im Dezember 2025 wurde sie auf der ICOM Jahrestagung in Hamburg für weitere drei Jahre wiedergewählt.<ref>Mitgliederversammlung 2025: Vorstand und Präsident gewählt – ICOM Deutschland. Abgerufen am 6. April 2026.</ref> Während der gesamten Amtszeit von 2023 bis 2028 vertritt sie ICOM Deutschland im „Fachausschuss Bildung“ des Deutschen Kulturrates.<ref>potsdam: Fachausschüsse | Deutscher Kulturrat. Abgerufen am 28. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 31. März 2023 wurde sie von der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Claudia Roth für fünf Jahre in die Ankaufkommission der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland (Bundeskunstsammlung) berufen.<ref>Bundeskunstsammlung. Abgerufen am 24. Juni 2023.</ref> Von Oktober 2023 bis November 2025 war Claudia Emmert außerdem Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des „Lernorts Landshut“ der Bundeszentrale für Politische Bildung.<ref>Martin Hennings: Friedrichshafen: Baugenehmigung für den „Lernort Landshut“. 7. März 2024, abgerufen am 31. März 2024.</ref>

Im Juli 2024 wurde das Zeppelin Museum mit dem mit 30.000 Euro dotierten Lotto-Museumspreis Baden-Württemberg 2024 ausgezeichnet.<ref>Lotto-Museumspreis | Lotto Baden-Württemberg. Abgerufen am 1. September 2024.</ref><ref>LOTTO Museumspreis 2024 – Museumsverband BW. 13. Mai 2022, abgerufen am 1. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Als erste Kultureinrichtung wurde das Zeppelin Museum im Juni 2025 mit dem Label "BWzero" der Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet.<ref>Detailseite - Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg. Abgerufen am 9. November 2025.</ref> Im November 2025 übergab sie die geschäftsführende Direktion des Zeppelin Museums an ihre Nachfolgerin Silvia Rückert.<ref>Stadt Friedrichshafen: Zeppelin Museum bekommt neue Geschäftsführerin. Abgerufen am 6. April 2026.</ref>

Claudia Emmert ist mit dem Journalisten und Autor Olaf Deininger verheiratet.

Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen

  • Auszeichnung des D&AD Digital and Analog Design Award, London, für die Publikation „Sparkassenkunst“, London, 2008
  • Auszeichnung des ADC Art Directors Club, Berlin, für die Publikation „Sparkassenkunst“, Berlin, 2008

Weblinks

Einzelnachweise

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