Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg
| Staatliche Toto-Lotto GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Lotto Baden-Württemberg Logo 07.2025.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1948 |
| Sitz | Stuttgart, Deutschland |
| Leitung | Paul Nemeth |
| Mitarbeiterzahl | rund 200 |
| Umsatz | 1,09 Mrd. Euro |
| Branche | Lotterien und Sportwetten |
| Website | www.lotto-bw.de |
| Stand: 16. Februar 2026 | |
Die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg (kurz: Lotto Baden-Württemberg) ist die Lotteriegesellschaft des Landes Baden-Württemberg.<ref>Beteiligungsbericht 2015 des Landes Baden-Württemberg. S. 105. Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg, abgerufen am 13. Dezember 2016.</ref> Das Unternehmen ist eine einhundertprozentige Tochter der Beteiligungsgesellschaft des Landes Baden-Württemberg.<ref>Beteiligungen und Landesbetriebe im Überblick. Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg, abgerufen am 14. Januar 2022.</ref> Auf nationaler Ebene ist Lotto Baden-Württemberg Mitglied im Deutschen Lotto- und Totoblock und auf internationaler Ebene in der Vereinigung European Lotteries (EL) sowie der World Lottery Association (WLA).<ref>Geschäftsbericht 2015, S. 37. Lotto Baden-Württemberg, abgerufen am 30. November 2016.</ref> Geschäftsführer ist seit dem 1. November 2025 Paul Nemeth.
In der Stuttgarter Unternehmenszentrale am Nordbahnhof sind rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sieben Regionaldirektionen innerhalb von Baden-Württemberg betreuen das aus rund 3.100 Annahmestellen bestehende Vertriebsnetz.<ref>Unternehmen - Über uns. Lotto Baden-Württemberg, abgerufen am 7. Februar 2023.</ref> Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinem Lotterieangebot Spieleinsätze von rund 1,09 Mrd. Euro<ref name=":0">STLG: Lotto Baden-Württemberg bringt das Glück in den Südwesten. In: Isa Guide. Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, 16. Februar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>. Für das Land kamen 414,1 Millionen Euro zusammen.<ref>Daniel Wydra: Die meisten deutschen Millionen-Gewinner kommen aus Baden-Württemberg. In: Südwest Presse. Südwest Presse, 16. Februar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref> Der Betrag setzt sich zusammen aus 184,9 Millionen Euro Lotteriesteuer und 229,2 Millionen Euro an Reinerträgen. 152,4 Millionen Euro davon setzte das Land über den Wettmittelfonds für Sport, Kunst und Kultur, Denkmalpflege, Naturschutz, soziale Projekte sowie den Rettungsdienst und Katastrophenschutz ein.<ref>Lotto Baden-Württemberg: Lotto Baden-Württemberg bringt das Glück in den Südwesten. In: Lotto BW. Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, 16. Februar 2026, abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>
Geschichte
Die Geschichte des Unternehmens begann am 18. August 1948, als der Landtag des Landes Württemberg-Baden das Gesetz Nr. 527 zur Sportwette<ref>2. BMJBBG Zweites Gesetz über die Bereinigung von Bundesrecht im Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums. Abgerufen am 14. Januar 2022.</ref> verabschiedete. Am 7. Oktober 1948 wurde das Unternehmen unter dem Namen „Staatliche Sport-Toto GmbH“ offiziell gegründet. Am 19. März 1958 trat das Gesetz über das Zahlenlotto in Baden-Württemberg in Kraft. Die erste Lotto-Ziehung mit baden-württembergischer Beteiligung fand am 13. April 1958 statt. 1991 wurde die Staatliche Sport-Toto GmbH in Staatliche Toto-Lotto GmbH umbenannt, um auch das Zahlenlotto im Firmennamen zu verankern. Seit 1993 wird der Reinertrag sämtlicher Wetten und Lotterien einem Wettmittelfonds zugeführt, der zweckgebunden für die Sport- und Kulturförderung sowie für die Denkmalpflege und soziale Zwecke verwendet wird.<ref>Sportförderung in Deutschland. (PDF) Deutscher Bundestag, abgerufen am 24. Januar 2017.</ref><ref>Geschäftsbericht 2015. S. 60/61. Lotto Baden-Württemberg, abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref>
Geschäftsführer
<ref>Lotto Baden-Württemberg 2. Januar 2017</ref>
- 1948–1955: Alfred Schaffrath
- 1955–1965: Carl Trabold
- 1965–1969: Karl Pfeifle
- 1970–1983: Werner Schaile
- 1984–1989: Alfred Entenmann
- 1989–1994: Peter Wetter
- 1994: Alfred Entenmann
- 1995–2004: Wolfgang G. Crusen
- 2005–2012: Friedhelm Repnik
- 2013–2017: Marion Caspers-Merk<ref>Caspers-Merk wird neue Lotto-Chefin – Südwest. In: Badische Zeitung. (badische-zeitung.de [abgerufen am 5. Januar 2018]).</ref>
- 2018–2025: Georg Wacker
- 2025: Michael Grepl
- seit 2025: Paul Nemeth<ref>Wechsel in der Geschäftsführung. In: lotto-bw.de. 31. Juli 2025, abgerufen am 23. September 2025.</ref>
Produkthistorie
<ref>50 Jahre Toto-Lotto Baden-Württemberg. S. 196ff. Lotto Baden-Württemberg, abgerufen am 21. Dezember 2016.</ref>
- seit 1948: Toto
- seit 1958: Lotto 6aus49
- 1967–1974: Olympia-Lotterie
- seit 1970: Glücksspirale
- seit 1977: Spiel 77
- seit 1986: Rubbellotterien
- seit 1992: Super 6
- seit 1999: Oddset
- seit 2005: Keno
- seit 2010: Silvester-Millionen
- seit 2012: Eurojackpot
- seit 2016: Glücksspirale Sieger-Chance
- 2017–2018: Logeo
- seit 2024: Virtuelle Automatenspiele
Derzeitiges Spielangebot
- Eurojackpot
- Spiel 77
- Super 6
- Glücksspirale
- Glücksspirale Sieger-Chance
- Keno
- plus 5
- Toto 13er-Ergebniswette
- Toto 6aus45-Auswahlwette
- Silvester-Millionen
- Lose
- Virtuelle Automatenspiele
Das Spielangebot richtet sich ausschließlich an Volljährige.<ref>Glücksspielrecht & Jugendschutz. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), abgerufen am 22. Februar 2017.</ref>
Großgewinne
Im Mai 2025 landete ein Spieler aus dem Hohenlohekreis bei der europäischen Lotterie Eurojackpot den einzigen Volltreffer und gewann den maximal möglichen Gewinn von 120 Millionen Euro (theor. Chance 1 zu 140 Mio.).
Im Durchschnitt fallen pro Jahr in Baden-Württemberg 30 Millionengewinne an. 44 Spieler – so viele wie in keinen anderen deutschen Bundesland – hatten 2025 Millionengewinne.<ref>Barbara Reeder: Eurojackpot geknackt: Mann aus dem Hohenlohekreis gewinnt 120 Millionen Euro. In: SWR. Südwest Rundfunk, 9. Mai 2025, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref>
Lotto-Affäre Baden-Württemberg
Bereits seit 1994 ermittelte die Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen Betrugs im Zusammenhang mit Spielunregelmäßigkeiten bei der Staatlichen Toto‑Lotto GmbH Baden‑Württemberg und seit März auch wegen mehrfacher Untreue gegen Peter Wetter. Am 30. Mai 1995 wurde ihm ein Strafbefehl über 52.500 DM wegen Untreue zugestellt, den er bezahlte.<ref>Strafbefehl gegen Ex-Lottochef Peter Wetter, abgerufen am 10. Juli 2017.</ref> Medien berichteten zuvor über Unregelmäßigkeiten bei Sonderauslosungen, manipulierte Teilnahme von Dauerlottoscheinen, die bevorzugte Vergabe von Positionen an Angehörige sowie vom Unternehmen finanzierte Auslandsreisen. Auch Gewinnerlose seien unter Wetters Aufsicht teils nicht ausgezahlt worden.<ref>Landesarchiv Baden-Württemberg R 1/005 D941011/103, abgerufen am 10. Juli 2017.</ref> Wetter trat nach dem Strafbefehl zurück; auch Finanzminister Gerhard Mayer‑Vorfelder geriet als Aufsichtsratschef in die Affäre und trat später zurück<ref>Der Spiegel 24/1994: Getarnte Witwen. In: Der Spiegel 24/1994 (Hrsg.): Der Spiegel. 12. Juni 1994, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. März 2026]).</ref>. Der Fall wurde als Lotto‑Affäre Baden‑Württemberg bekannt.
Literatur
- Lotto Baden-Württemberg (Hrsg.): 50 Jahre Toto-Lotto Baden-Württemberg. Stuttgart 1998. DNB 05050908X.
- Lotto Baden-Württemberg (Hrsg.): 49 Glücksmomente. 50 Jahre 6 aus 49 in Baden-Württemberg. Stuttgart 2008.
- DNB 05050908X
- Geschäftsbericht
Weblinks
Belege
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