Klara Lidén
Klara Lidén (* 1979 in Stockholm) ist eine schwedische Installations-, Performance- und Videokünstlerin.
Leben
Klara Lidén studierte von 2000 bis 2004 Architektur an der Königlich Technischen Hochschule Stockholm. 2003 besuchte sie die Universität der Künste Berlin. Ab 2004 wechselte sie an die Konstfack, wo sie drei Jahre lang studierte.<ref>Ausbildungsstationen auf kunsthallezurich.ch (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Seit rund 20 Jahren lebt Lidén in Berlin und ist eng mit der Stadt und ihrer Kunstszene verbunden.<ref name="taz2026">Beate Scheder: Kunstwerke von Klara Lidén in den KW: Abtauchen ist ihre Spezialität. In: taz. 25. März 2026, abgerufen am 25. März 2026.</ref> Bereits zu diesem Zeitpunkt waren ihre Werke regelmäßig in internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Ihre bisher bedeutendste Einzelausstellung fand 2010 in der Serpentine Gallery in London statt.<ref name=serpentine><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausstellung in der Serpentine Gallery ( des Vorlage:IconExternal vom 29. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2026 widmeten ihr die KW Institute for Contemporary Art in Berlin mit Kunstwerke eine umfassende Überblicksausstellung.<ref name="taz2026" />
2010 gewann sie den Kunstpreis blauorange der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, ein Jahr später einen Sonderpreis auf der Kunstbiennale in Venedig sowie den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst.
Heute lebt und arbeitet Klara Lidén in Berlin.
Werk
Klara Lidéns Werk besteht hauptsächlich aus Videos, Performances und Installationen sowie Skulpturen. Zu ihren bevorzugten Themen gehören ziviler Ungehorsam, verborgene Aggression und Rebellion in der heutigen Gesellschaft.<ref name=serpentine></ref> Charakteristisch für ihr Werk ist die Aneignung städtischer Räume und Infrastrukturen, die sie zweckentfremdet, minimal verändert oder als Readymades in den Ausstellungsraum überführt.<ref name="taz2026" /> Für diese Überführung urbanen Inventars in Kunst verwendet sie selbst den Begriff „Un-building“.<ref name="taz2026" /> Zu den von ihr bearbeiteten oder isolierten Objekten gehören etwa Mülleimer, Baustellendurchgänge für Fußgänger, Straßenleuchten, Apothekenzeichen, Bushaltestellenschilder und mit weißem Papier überklebte Werbeflächen.<ref name="taz2026" />
Zwei ihrer frühen Performance-Projekte waren unter anderem der Bau eines Hauses aus Müll an einem Flussufer und das Überkleben von Straßenwerbung mit weißen Plakaten.
In der Regel nimmt sie ihre improvisierten Performances auf und stellt diese Kurzfilme später aus. Häufig ist sie selbst dabei die Akteurin. Dies war z. B. bei Paralyzed (2003) der Fall, einem ihrer bekanntesten Werke, das fünf Jahre später vom Museum of Modern Art erworben wurde. Das Video zeigt, wie sie auf provokative Weise in einer S-Bahn tanzt und ihren Gefühlen und ihrem Körper trotz der zahlreichen Zuschauer freien Lauf lässt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ausstellung in der Kunsthalle Fridericianum, Beschreibung einiger Videos von Klara Lidèn, Fotos von Raumkonstruktionen ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Mai 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Ein weiteres erfolgreiches Video von Lidén ist Moonwalk (2008), in dem sie im Stil von Michael Jackson nachts durch die Straßen von New York geht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Review Klara Lidèn auf frieze.com ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Oktober 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Auch spätere Arbeiten betrachten den Stadtraum als körperlich erfahrbaren und zugleich reglementierten Raum; in You’re all places that leave me breathless (2020) klettert sie entlang der Hochbahngleise der Berliner U1.<ref name="taz2026" />
Lidéns Videos sind oft Teil ihrer multimedialen Installationen. Dabei stellt sie beispielsweise aus Gebrauchsmaterialien wie Pappkarton, Wellblech und Folien fragile Raumkonstruktionen her, durch die sich der Besucher bewegt und dabei auf verborgene Videopräsentationen stößt. Ein Thema ihrer Arbeiten ist zudem das Abtauchen in verborgene oder übersehene Zonen des Alltags; mit der Kamera filmt sie etwa in der Seine, in Gullys, unter Teppichen, in Papierkörben oder in einem Kühlschrank.<ref name="taz2026" />
In der Ausstellung Unheimlich Manoeuvre (2007) brachte sie das gesamte Inventar ihrer Wohnung in das Stockholmer Museum und gestaltete daraus eine Installation. Die Installation bestand aus sämtlichen Gegenständen ihrer damaligen Stockholmer Einzimmerwohnung mit rund 30 Quadratmetern, darunter Herd, Bücherregale, Zeitschriften, CDs, Umzugskisten, Bett, Fahrrad, Yogamatte und Lampen.<ref name="taz2026" />
Ausstellungen (Auswahl)
- 2005: Dr. 3000, Reena Spaulings Fine Art, New York
- 2006: Economy Class, Reena Spaulings Fine Art, New York
- 2007: Unheimlich Maneuver, Moderna Museet, Stockholm
- 2007: Klara Liden, Hayward Gallery, London
- 2008: Elda för kråkorna, Reena Spaulings Fine Art, New York
- 2009: The Teenage Room, Nordic Pavillion, Biennale di Venezia, Venedig
- 2009: Projects 89, Museum of Modern Art, New York
- 2009: Never Come Back, Kunsthalle Fridericianum, Kassel
- 2010: Reena Spaulings Fine Art, New York
- 2010: Jeu de Paume, Paris.
- 2010: Klara Lidén, Serpentine Gallery, London
- 2011: Klara Lidén, Galerie Neu, Berlin
- 2011: Klara Lidén, Moderna Museet, Stockholm
- 2011: ILLUMInations, 54. Biennale di Venezia, Venedig
- 2012: Bodies of Society, New Museum, New York
- 2012: Pretty Vacant, Reena Spaulings Fine Art, New York
- 2013: Klara Lidén: The Myth of Progress, Irish Museum of Modern Art, Dublin
- 2013: Klara Lidén: Invalidenstraße, Museion, Bozen
- 2014: In the Near Future, Muzeum Sztuki Nowoczesnej w Warszawie, Warschau
- 2014: High Performance. Die Julia Stoschek Collection zu Gast am ZKM, Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe
- 2015: Klara Lidén: Battement battu, Wiels – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Forest
- 2026: Kunstwerke, KW Institute for Contemporary Art, Berlin<ref name="taz2026" />
Stipendien und Auszeichnungen
- 2008: Stipendium des International Artist Studio Program in Stockholm (IASPIS)
- 2009: Stipendium der Foundation for Contemporary Arts, New York, Kategorie Visual Arts<ref>Foundation for Contemporary Arts</ref>
- 2010: Kunstpreis blauorange<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Klara Liden erhält Kunstpreis blauorange ( des Vorlage:IconExternal vom 3. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 2011: Sonderpreis auf der Kunstbiennale in Venedig
- 2011: Preis der Nationalgalerie für junge Kunst<ref>Preis 2011</ref>
Literatur
- Sophie O’Brien (Hrsg.), Klara Lidén (Ill.) u. a.: Klara Lidén. Serpentine Gallery: Moderna Museet. Verlag Buchhandlung Walther Konig, Köln 2010, ISBN 978-3-86560-915-1.
- Christiane Rekade (Hrsg.), Klara Lidén (Ill.) u. a.: Klara Liden – Rumpfflächen und Plündererbanden. Kerber Christof Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-86678-510-6.
Quellen
<references/>
Weblinks
- Ausstellungsübersicht Klara Lidén, kunstaspekte.de
- Reena Spauldings Fine Art NY, Bilder vom Klara Lidéns Werk, Review-Übersicht
- Erfolg – wie geht das?, zeit.de
- Anschmiegsame Architektin, sueddeutsche.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lidén, Klara |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedische Installations-, Performance- und Videokünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 1979 |
| GEBURTSORT | Stockholm |
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